Schlafstörungen Abhängigkeitsstörungen

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Schlafstörungen
Abhängigkeitsstörungen
Übersicht Primäre Schlafstörungen I
} 
Dyssomnien
} 
} 
Ein- und Durchschlafstörungen oder eine ausgeprägte
Müdigkeit.Veränderung der Dauer, Qualität oder Abfolge
des Schlafs
Parasomnien
} 
Abweichendes Verhalten oder physio-logische Ereignisse,
die im Zusammenhang mit Schlaf, bestimmten
Schlafstadien oder Übergang vom Schlaf zum Wachsein
auftreten
Folie 2
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
Übersicht Primäre Schlafstörungen II
} 
Dyssomnien
} 
} 
} 
} 
} 
} 
} 
Primäre Insomnie
Primäre Hypersomnie
Narkolepsie
Atmungsgebundene Schlafstörung
Schlafstörung mit Störung des Zirkadianen Rhythmus
Nicht Näher Bezeichnete Dyssomnie
Parasomnien
} 
} 
} 
} 
Folie 3
Schlafstörung mit Alpträumen
Pavor Nocturnus
Schlafstörung mit Schlafwandeln
Nicht Näher Bezeichnete Parasomnien
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
Übersicht Sekundäre Schlafstörungen
} 
Schlafstörung im Zusammenhang mit einer anderen
psychischen Störung
} 
Schlafstörung aufgrund eines medizinischen
Krankheitsfaktors
} 
Substanzinduzierte Schlafstörung
Folie 4
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DSM-IV-TR Kriterien für Primäre Insomnie
(307.42)
• 
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten oder nicht erholsamer Schlaf seit
mindestens einem Monat
• 
Klinisch bedeutsames Leiden oder Beeinträchtigungen
• 
Das Störungsbild tritt nicht im Verlauf einer Narkolepsie, einer
Atemgebundenen Schlafstörung, einer Schlafstörung mit Störung des
Zirkadianen Rhythmus oder einer Parasomnie auf
• 
Das Störungsbild tritt nicht im Verlauf einer anderen psychischen Störung
auf
• 
Das Störungsbild geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer
Substanz oder eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück
Folie 5
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Differentialdiagnostische Überlegungen
Die primäre Insomnie ist abzugrenzen gegenüber:
} Kurzschläfer
} Insomnie
Folie 6
bei psychischen Störungen
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DSM-IV-TR Kriterien für Primäre Hypersomnie
(307.44)
• 
Übermässige Schläfrigkeit seit mindestens einem Monat (verlängerte
oder täglich am Tage auftretende Schlafepisoden)
• 
Die Schläfrigkeit verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder
Beeinträchtigung
• 
Die Schläfrigkeit kann nicht besser durch eine Insomnie erklärt werden,
tritt nicht im Verlauf einer anderen Schlafstörung auf und kann nicht
durch eine unzureichende Schlafdauer erklärt werden
• 
Die Störung tritt nicht im Verlauf einer anderen psychischen Störung auf
• 
Das Störungsbild geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer
Substanz oder eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück
Folie 7
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DSM-IV-Kriterien für Primäre Hypersomnie
} 
Rezidivierend: wenn Perioden übermässiger
Schläfrigkeit mindestens 3 Tage anhalten und einige Male
im Jahr seit wenigstens 2 Jahren auftreten.
Folie 8
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Differentialdiagnostische Überlegungen
Die primäre Hypersomnie ist abzugrenzen gegenüber:
} 
Langschläfer
} 
unzureichendem nächtlichen Schlaf
} 
Andere Schlafstörungen
} 
Hypersomnie bei psychischen Störungen
} 
Hypersomnie bei medizinischem Krankheitsfaktor
} 
Drogenkonsum
Folie 9
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Abhängigkeitsstörungen
Einteilung psychoaktive Substanzen nach DSM-IV-TR
(11 Gruppen):
Alkohol, Amphetamine, Cannabis, Halluzinogene,
Inhalantien, Koffein, Kokain, Nikotin, Opiate, Phencyclidine,
Sedativa, Hypnotika oder Anxiolytika
Folie 10
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Psychoaktive Substanzen: Einteilung
} 
Zentral dämpfende Substanzen
} 
} 
Stimulantien
} 
} 
Alkohol, Opiate, Hypnotika/Sedativa/Anxiolytika
Kokain, Amphetamine, Koffein, Nikotin
Halluzinogene
} 
Cannabis, Psychedelische Drogen
Folie 11
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
DIPS: Übersicht der erfassten Bereiche
} 
} 
} 
} 
} 
Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit
Alkohol-Entzugssyndrom
Substanz- und Medikamentenmissbrauch
Substanz- und Medikamentenabhängigkeit
Nikotinscreening
Zur Spezifizierung charakteristischer Entzugssyndrome
verschiedener Substanzen müssen über das DIPS
hinausgehende Informationen (z.B. durch DIA-X,
Diagnostisches Expertensystem für ICD-10 und DSM-IV;
Wittchen und Pfister, 1997) hinzugezogen werden.
Folie 12
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DSM-IV-TR Kriterien für Substanzmissbrauch
• 
Unangepasstes Muster von Substanzkonsum führt in klinisch bedeutsamer
Weise zu Beeinträchtigungen oder Leiden, wobei sich mindestens eines der
folgenden Kriterien innerhalb desselben 12-Monats-Zeitraums manifestiert:
• 
• 
• 
• 
• 
Wiederholter Substanzkonsum, der zu einem Versagen bei der Erfüllung
wichtiger Verpflichtungen bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause führt
Wiederholter Substanzkonsum in Situationen, in denen es aufgrund des
Konsums zu einer körperlichen Gefährdung kommen kann
Wiederholte Probleme mit dem Gesetz in Zusammenhang mit dem
Substanzkonsum
Fortgesetzter Substanzkonsum trotz ständiger oder wiederholter sozialer
oder zwischenmenschlicher Probleme, die durch die Auswirkungen der
psychotropen Substanz verursacht oder verstärkt werden
Die Symptome haben niemals die Kriterien für die Substanzabhängigkeit
der jeweiligen Substanzklasse erfüllt.
Folie 13
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DSM-IV-TR Kriterien für Substanzabhängkeit I
Unangepasstes Muster von Substanzkonsum führt in klinisch bedeutsamer
Weise zu Beeinträchtigungen oder Leiden, wobei mindestens drei der folgenden
Kriterien zu irgendeiner Zeit in demselben 12-Monats-Zeitraum auftreten:
• 
• 
Toleranzentwicklung
• 
Verlangen nach ausgeprägter Dosissteigerung, um die gewünschten Effekte
zu erzielen
• 
Deutlich verminderte Wirkung bei fortgesetzter Einnahme derselben
Dosis
Entzugssymptome
• 
Charakteristisches Entzugssymptom der jeweiligen Substanz
• 
Einnahme der Substanz, um Entzugssymptome zu vermeiden oder zu
lindern
Folie 14
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DSM-IV-TR Kriterien für Substanzabhängigkeit II
• 
Substanz wird häufig in grösseren Mengen oder länger als beabsichtigt
eingenommen
• 
Anhaltender Wunsch oder erfolglose Versuche, den Substanzkonsum zu verringern
oder zu kontrollieren
• 
Viel Zeit für Aktivitäten, um die Substanz zu beschaffen, sie einzunehmen oder sich
von ihrer Wirkung zu erholen.
• 
• 
Wichtige soziale, berufliche oder Freizeitaktivitäten werden aufgrund des
Substanzkonsums aufgegeben oder eingeschränkt
Fortgesetzter Substanzkonsums trotz Kenntnis eines anhaltenden oder
wiederkehrenden körperlichen oder psychischen Problems, das wahrscheinlich
durch die Substanz verursacht oder verstärkt wurde
• 
Zusätzliche Bestimmung, ob:
• 
• 
mit körperlicher Abhängigkeit: Toleranzentwicklung oder Entzugserscheinungen (Kriterium
A oder B ist erfüllt)
ohne körperliche Abhängigkeit: kein Vorliegen von Toleranzentwicklung oder
Entzugserscheinungen
Folie 15
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
DSM-IV-TR Kriterien für Substanzentzug (nicht
erfasst mit DIPS)
} 
Entwicklung eines substanzspezifischen Syndroms, das auf die
Beendigung von übermässigem und langandauerndem
Substanzgebrauch zurückzuführen ist
} 
Das substanzspezifische Syndrom verursacht in klinisch bedeutsamer
Weise Leiden oder Beeinträchtigung
} 
Die Symptome gehen nicht auf einen medizinischen
Krankheitsfaktor zurück und können nicht durch eine andere
psychische Störung besser erklärt werden
Folie 16
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
DSM-IV-TR Kriterien für Alkoholentzug
(analog Substanzentzug)
1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
Mindestens 2 Symptome innerhalb einiger Stunden oder Tage, nach
Beendigung oder Reduktion von übermässigem und langandauerndem
Alkoholkonsum:
Vegetative Hyperaktivität
Erhöhter Handtremor
Schlaflosigkeit
Übelkeit oder Erbrechen
Vorübergehende Halluzinationen
Psychomotorische Agitiertheit
Angst
Grand-Mal Anfälle
Folie 17
DIPS Seminar HS_2013 Blockveranstaltung 23.9., 21.10. & 25.11.13
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