Endlich frei.

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Endlich frei.
Der Patientenratgeber für ein rundum gutes Bauchgefühl.
Fühl Dich f rei.
Inhalt
Seite 3
Verstopfung – das versteckte Leiden
Seite 6
Von befreit bis verstopft –
welcher Verdauungstyp sind Sie??
Seite 8
Viel Bewegung bewegt viel. Auch im Darm.
Seite 9
Von Bananen & Ballaststoffen
Seite 11
Massage & Gymnastik für zwischendurch
Seite 12
Abführmittel ist nicht gleich Abführmittel
Seite 13
Starke Wirkung = starke Nebenwirkung ?
Seite 14
Schmerztherapie und Verstopfung
Seite 15
Verlangsamter Darm durch
Morbus Parkinson
Seite 16
Wissenswertes zu MOVICOL®
Seite 18
Mehr Informationen & Service
unter www.fuehldichfrei.de
Seite 19
2
Beratungsschein & Stuhlprotokoll
Verstopfung – das versteckte Leiden
Etwa 40 Schweine, einige 100 Hähnchen, 6,5 Tonnen Gemüse,
980 Kästen Bier und 90.000 Tassen Kaffee verschlingt der Durchschnittsdeutsche im Laufe seines Lebens. Das ergibt einen Berg von
mehr als 30 Tonnen fester Nahrung und einen See von 50.000 Liter
Flüssigkeit.
Faszination Darm
Der Darm und die Verdauung sind für das menschliche Leben von
zentraler Bedeutung. Dies spiegelt sich auch in seiner Größe wider.
Aufgrund ihrer vielen Falten und Zotten erreicht die Darmschleimhaut schätzungsweise eine Fläche von ca. 10.000 Quadratmetern.
Hier werden wertvolle Nahrungsbestandteile aufgenommen, unerwünschte Dinge ferngehalten und das Körperinnere wirksam vor
Wasser- und Salzverlust geschützt.
Problem Verstopfung
Solange der Darm seine Arbeit verrichtet, wird ihm kaum Aufmerksamkeit zuteil. Aber wer kennt das nicht auch: Man geht aufs stille
Örtchen und kann nicht. Etwa jeder dritte Erwachsene leidet gelegentlich oder sogar chronisch unter Verstopfung, darunter mehr
Frauen als Männer. Eine falsche Ernährung oder zu wenig trinken
führen zu einer Verhärtung des Stuhls. Verstopfung kann man durchaus auch als Spiegelbild unserer Gesellschaft betrachten: Immer
mehr Menschen leiden unter Stress, essen zu hastig und bewegen
sich zu wenig. Die Folge: Auch der Darm wird träge.
3
?Aber ab wann spricht man von Verstopfung ?
Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist individuell verschieden. Normal ist ein Stuhlgang von dreimal täglich
bis dreimal wöchentlich. Erst bei weniger als 3 Stuhlgängen pro Woche spricht man von Verstopfung
(Obstipation). Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn eines der folgenden Warnsignale auftritt:
• Verstopfung mit Abgang von Blut
• abwechselnd Verstopfung und Durchfall
• Verstopfung mit Gewichtsverlust
• Verstopfung begleitet von schweren Bauchschmerzen
4
info
So funktioniert der Darm
Der Darm ist Teil des menschlichen Verdauungssystems und besteht aus Dünndarm, Dickdarm
und Mastdarm. Bei der Verdauung von Nahrung spielt insbesondere
der Dünndarm eine sehr wichtige Rolle. Dickdarm und Mastdarm
erfüllen ebenfalls Aufgaben, sind allerdings keine lebenswichtigen
Verdauungsorgane.
Insgesamt hat der Dünndarm eine Länge von ca. 5 bis 6 Metern
bei einem Durchmesser von ca. 4 Zentimetern. Er besteht aus Zwölffingerdarm, dem Leerdarm (Jejunum) und dem Krummdarm (Ileum).
Im Dünndarm werden die zerlegten Nährstoffe in die Blut- und
Lymphbahn aufgenommen. Die nicht resorbierbaren Bestandteile
der Nahrung werden weiter in den Dickdarm geleitet.
Der Dickdarm ist etwa 1,5 Meter lang und besteht aus Blinddarm
(Caecum), Grimmdarm (Colon) und Mastdarm (Rektum). Hier bauen
Darmbakterien die im Nahrungsbrei enthaltenen Ballaststoffe ab. Darüber hinaus entzieht der Dickdarm das im Nahrungsbrei enthaltene
Wasser und sorgt somit für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt
und die Eindickung des Breis. Unverwertbare Nahrungsreste werden
schließlich als Stuhl ausgeschieden.
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? Von befreit bis verstopft –
welcher Verdauungstyp sind Sie ?
Ist Verstopfung für Sie ein Thema? Mit diesem einfachen Selbsttest
vom Deutschen Grünen Kreuz finden Sie es heraus.
1. Ich stehe häufig unter Stress. Manchmal habe ich keine Zeit,
auf die Toilette zu gehen.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
2. Ich sitze oder stehe viel, bin beruflich stark eingespannt.
Zeit für ausgleichenden Sport oder Bewegung habe ich nicht.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
3. Ich ernähre mich häufig von Fast Food. Beim Kochen muss es
schnell gehen. Ich glaube, ich esse zu wenig Vollkornprodukte.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
4. Ich trinke zu wenig. Die empfohlenen 2 Liter Flüssigkeit schaffe
ich selten.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
5. Ich muss bei jedem vierten Stuhlgang pressen.
stimmt (1)
stimmt nicht (5)
6. Mindestens jeder vierte Stuhlgang ist hart.
stimmt (1)
stimmt nicht (5)
7. Ich habe das Gefühl, mein Darm entleert sich nie richtig.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
8. Ich musste bereits Abführmittel einsetzen.
stimmt (1)
überwiegend (2)
gelegentlich (4)
stimmt nicht (5)
9. Ich habe bis zu dreimal in der Woche Stuhlgang.
stimmt (1)
stimmt nicht (5)
10. Ich brauche manchmal ein Klistier, um den Stuhl abzusetzen.
6
stimmt (1)
stimmt nicht (5)
Auswertung
• 10 bis 25 Punkte – der verstopfte Typ.
Sie haben ein ernst zu nehmendes Problem. Schieben Sie den Arztbesuch nicht länger auf. Zudem sollten Sie mehr für sich tun: Bewegen Sie sich an der frischen Luft,
machen Sie einen Spaziergang. Essen Sie etwas Gesundes wie Vollkornbrot, Gemüse
und Obst. Trinken Sie reichlich. Suchen Sie Entspannung.
• 26 bis 35 Punkte – der zähe Typ.
Sie gehören zur Risikogruppe. Deshalb sollten Sie ein paar Tipps beachten.
Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich, nehmen
Sie viel Ballaststoffe und Flüssigkeit zu sich. Treiben Sie
regelmäßig Sport und entspannen Sie sich. Nehmen Sie
sich Zeit für den Stuhlgang. Fragen Sie Ihren Arzt, um
zu klären, ob Sie eventuell Hilfe benötigen.
• 36 bis 45 Punkte – der gefährdete Typ.
Bei Ihnen scheint alles in Ordnung zu sein. Sie sollten
aber hin und wieder den Test wiederholen. Beugen
Sie vor: ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken,
ausreichend Bewegung – das hält den Darm in
Schwung. Schieben Sie den Stuhlgang nicht auf
und nehmen Sie es gelassen.
• 46 bis 50 Punkte – der befreite Typ.
Sie leben gesünder als andere und haben
sicher keine Probleme mit
Verstopfung. Herzlichen
Glückwunsch!
Bleiben Sie so, wie Sie sind.
7
Viel Bewegung bewegt viel. Auch im Darm.
Der menschliche Körper ist von Natur aus für
Bewegung geschaffen. Aber: Wir sind träge
geworden. Mit dem Auto statt zu Fuß zur
Arbeit, dann Aufzugfahren statt Treppensteigen.
Der Effekt: Durch mangelnde Bewegung wird
auch die Darmmuskulatur schlaff. Dabei
kann man schon mit Kleinigkeiten
viel bewegen. Nur 15 Minuten
am Tag gehen oder laufen kurbelt
nicht nur den Stoffwechsel und
Kalorienverbrauch
an, sondern bringt
auch den Darm auf
Trab. Voraussetzung
allerdings ist, dass man
sich regelmäßig bewegt.
• Treten Sie in die Pedale
Auch Radfahren ist ein bewährtes Mittel gegen
Darmträgheit. Es muss ja nicht gleich eine große
Radtour sein, sondern vielleicht einfach nur ein Besuch bei Freunden oder der Weg zur Arbeit, den Sie
zur Abwechslung mal nicht mit dem Auto fahren.
Sogar mit wenig Bewegung kann man viel bewegen. Machen Sie zwischendurch mal eine
Entspannungsübung. Ob einfache Atemübungen,
autogenes Training oder Yoga – finden Sie Ihre
Methode heraus. Entspannen Sie sich nicht nur
im Alltag, sondern auch während des Toilettengangs. Sorgen Sie für eine gemütliche Sitzhaltung,
z. B. durch einen Hocker unter den Füßen.
• Walken statt Talken
Verzichten Sie doch mal auf die Talkshow am
Abend, legen Sie sich Walkingstöcke zu und
gehen Sie raus in den Park. Das ist nicht nur
gesund, sondern trainiert auch den Darm.
• Schwimmen Sie sich frei
Wenig belastend für den Körper und zugleich anregend für den Darm ist Schwimmen. Gehen Sie
doch mal wieder ins Hallenbad. Ziehen Sie gemütlich Ihre Bahnen und merken Sie, wie gut das
Ihrem Körper tut.
8
?
Wahr oder falsch ?
Rund um das Thema gibt es viele Missverständnisse und Halbwahrheiten. Was ist denn
nun wirklich wissenschaftlich erwiesen?
Von Bananen & Ballaststoffen
Mehr trinken hilft nicht
Beinahe jeder Ratgeber gegen
Verstopfung hält einen vermeintlich guten Tipp für Betroffene
bereit: einfach mehr trinken! Die
Begründung dafür ist so simpel
wie einleuchtend: Wo viel reingeht, muss auch viel wieder raus!
Betrachtet man aber die Vorgänge im Körper genauer, zeigt sich,
wie unbedeutend eine zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme von
beispielsweise 1 bis 2 Litern für
die Verdauung ist. Denn das
menschliche Verdauungssystem
bewegt Tag für Tag viel größere
Flüssigkeitsmengen, nämlich 8
bis 10 Liter. Wissenschaftler haben bislang keinen Beweis dafür
gefunden, dass eine Steigerung
der Trinkmenge sich günstig auf
Verstopfung auswirkt. Wer dem
Grundsatz folgt „viel hilft viel“ und
anstatt 2 nun täglich 4 Liter trinkt,
verdoppelt dadurch lediglich die
Urinmenge – das Stuhlvolumen
bleibt aber gleich.
Normal ist, jeden Morgen nach dem
Frühstück auf die Toilette zu gehen.
?
Eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich
bis dreimal wöchentlich ist normal.
Ein Glas Wasser auf nüchternen Magen
und das Problem löst sich automatisch.
Erwiesen
?
Faserreiche Kost ist das A und O.
Jeden Tag mindestens anderthalb Liter
trinken. Mehr muss man nicht tun.
Nicht erwiesen
Erwiesen
?
Bestimmte Nahrungsmittel führen zur
Verstopfung und sollte man vermeiden,
z. B. Schokolade.
15 bis 20 Minuten körperlich arbeiten
allein reicht schon und der Darm
arbeitet wieder normal.
Nicht erwiesen
Nicht erwiesen
Erwiesen
?
Nicht erwiesen
Welche Vorteile bieten
Ballaststoffe ?
Die meisten Menschen in Deutschland essen zu wenig Ballaststoffe. Untersuchungen haben
ergeben, dass lediglich 20 bis
25 Gramm Ballaststoffe pro Tag
in der Nahrung enthalten sind.
Vor rund 150 Jahren war der Anteil noch doppelt so hoch. Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, vor allem
Pflanzenfasern. Sie sorgen für
eine ausreichende Darmfüllung.
Und die ist notwendig für einen
regelmäßigen Stuhlgang. Zugleich sind Ballaststoffe „Futter“
für Darmbakterien, die unsere
Nahrung verwerten. Ballaststoffe
tragen dazu bei, dass unser
Darm auf Hochtouren arbeitet
und in Bewegung kommt.
9
info
Wo finden wir Ballaststoffe ?
Ballaststoffe sind z. B. in Vollkorn- oder Knäckebrot enthalten,
in Weizenkleie, Reis oder Kartoffeln. Darüber hinaus in Obst und
Gemüse wie in weißen Bohnen,
Erbsen, Kohl, Möhren – aber
auch in Bananen. Zusätzlich enthält die gelbe Frucht so genannte
Pektine, die im Darm aufquellen
und somit die Verdauung anregen. Allerdings sollte man es
nicht übertreiben.
Die Ballaststoff-Top-10
Ballaststoffgehalt in Gramm pro Portion
1
Linsen
10,2
2
Erbsen
10,0
3
Quitten
9,0
4
Rosenkohl, roh
8,8
5
Schwarze Johannisbeeren
8,5
6
Paprika, roh
7,2
7
Karotten, roh
6,8
8
Himbeeren und Heidelbeeren
6,1
9
Weißkohl, roh
6,0
10
Blumenkohl, roh
5,8
Singen bringt den Darm in Schwung
Wer singt, atmet tiefer ein und betätigt die so genannte
Bauchatmung. Auf diese Weise werden die inneren Organe
und auch der Darm massiert. Also trauen Sie sich ruhig –
ob unter der Dusche, im Auto oder beim Kochen. Egal ob’s
schief klingt oder nicht – es kann helfen.
10
Massage & Gymnastik
für zwischendurch
Schon mit kleinen Übungen, die nicht viel Zeit benötigen, können Sie
viel erreichen. Wer etwa regelmäßig seine Bauchmuskulatur trainiert,
tut etwas gegen seine Verstopfung.
• Die kleine 5-Minuten-Massage
Legen Sie sich auf den Rücken und massieren Sie Ihre Bauchdecke unterhalb des Bauchnabels 5 Minuten lang abwechselnd
von rechts unten nach rechts oben und von links unten nach
links oben. Das entspannt und wirkt zugleich sanft anregend
auf den Darm.
• Radfahren im Liegen
Jeder kennt diese Übung und auch bei Ihnen kann sie Wunder wirken: einfach ausgestreckt auf den Rücken legen, die Beine in die
Höhe – und kräftig in die imaginären Pedalen treten. Am Anfang
35 x treten, später steigern.
• Die Beinschere
Auf den Rücken legen, die Beine im rechten Winkel hoch, anschließend die Beine auseinanderscheren und wieder zusammenklappen.
Diese Übung 10 x wiederholen und danach öfter.
11
Abführmittel ist nicht gleich Abführmittel
Wenn alle Maßnahmen nicht ausreichen, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Möglicherweise ist
eine medikamentöse Behandlung mit Abführmitteln, so genannten Laxanzien, erforderlich. Denn eine
anhaltende Verstopfung beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sondern kann auch der Gesundheit
erheblich schaden.
Bei der Therapie mit Laxanzien sollten Sie allerdings darauf achten, dass einige Abführmittel dem Körper
Wasser entziehen, wodurch der Organismus zusätzlich Elektrolyte verliert. Die Folge können u. a. HerzKreislauf-Störungen sein, auch kann eine Verstopfung verstärkt werden.
MOVICOL® – die Lösung
bei Obstipation
wirkt aufgrund seiner osmotischen Wirkung im Darm
®
MOVICOL ist ein bewährtes abführend und erhöht das
Laxans, das sich an den natür- Stuhlvolumen, was wiederum die
lichen Abläufen in unserem Darmbewegungen über neuroOrganismus orientiert. MOVICOL® muskuläre Wege anregt.
Die physiologische Folge sind
der verbesserte Transport von
aufgeweichtem Stuhl und das
Auslösen einer Stuhlentleerung
(Defäkation). Die mit MOVICOL®
verabreichten Elektrolyte werden über die Darmwand mit
der Körper flüssigkeit ausgetauscht und mit dem fäkalen
Wasser ausgeschieden. Hierbei kommt es zu keinem Nettogewinn oder -verlust von Kalium,
Natrium und Wasser. MOVICOL®
wirkt schonend, ist sehr gut verträglich und
ruft keine
Krämpfe
12
hervor. Weil es im Darm nicht
zersetzt wird, kommt es in der
Regel zu keinen Blähungen – wie
dies z. B. bei pflanzlichen Abführmitteln der Fall ist.
Die Einnahme von
MOVICOL®
MOVICOL® ist ein weißes Pulver,
das fertig portioniert in Beuteln
verpackt ist und einfach eingenommen wird. Das Pulver
wird in 125 ml Wasser aufgelöst
und getrunken. Die erforderliche
Dosis ist individuell verschieden und liegt meistens zwischen
1 und 3 Beuteln pro Tag.
MOVICOL® kann unabhängig von
den Mahlzeiten eingenommen
werden und ist rezeptfrei in Ihrer
Apotheke in den Packungsgrößen mit 10, 20, 50 oder 100
Beuteln erhältlich.
?Starke Wirkung = starke Nebenwirkung ?
MOVICOL® ist stark wirksam und
zugleich sehr gut verträglich.
Weil MOVICOL® Elektrolyte enthält, bleibt der Mineralhaushalt
weitgehend unbeeinflusst. Das
Laxans ruft keine Krämpfe hervor und verursacht keine wirkstoffbedingten Blähungen.
Die Gefahr einer Gewöhnung
bzw. einer Dosissteigerung besteht auch nach langfristiger
Einnahme nicht. Im Gegenteil,
die Dosierung kann meistens im
Lauf der Behandlung reduziert
werden. Wechselwirkungen mit
anderen Arzneimitteln sind noch
nicht aufgetreten.
info
Anforderungen an ein sicheres und verträgliches
Abführmittel: • Langzeitanwendung ohne Gewöhnungseffekt
• keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
• frei wählbarer Einnahme-Zeitpunkt, unabhängig von
Mahlzeiten
• keine Verschiebungen im Elektrolythaushalt
13
Auslöser: Medikamente und andere Erkrankungen
Eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung
tragen nicht immer zu einer schnellen Besserung der Beschwerden bei. Eine chronische
Verstopfung kann auch als Begleiterscheinung
einer anderen Erkrankung oder als Nebenwirkung
während einer medikamentösen Behandlung auftreten. Dann ist eine konsequente ergänzende Therapie mit einem geeigneten innovativen Laxans von
Anfang an ratsam – wie zum Beispiel MOVICOL®.
Schmerztherapie und Verstopfung
Eine erfolgreiche Schmerztherapie bedeutet für
viele Patienten die Rückkehr in ein normales
Leben. Und dennoch: Die Einnahme von Schmerzmitteln hat häufig einen unangenehmen Nebeneffekt – Verstopfung. Der Grund sind die in
Schmerzmitteln enthaltenen Opioide. Diese Substanzen wirken einerseits schmerzlindernd,
andererseits lähmen sie aber auch die Darmmuskulatur. Mit der Folge, dass der Stuhl nur erschwert
transportiert wird und sich verhärtet. Im Falle einer
Schmerztherapie ist die Verstopfung fast immer
chronisch, weshalb von Anfang an und dauerhaft
auf ein Abführmittel zurückgegriffen werden sollte.
Weil es sich bei der Behandlung einer opioidbedingten Verstopfung fast immer um eine Langzeittherapie handelt, sind die Anforderungen an
ein Abführmittel entsprechend hoch. Besonders
wichtig für die Langzeittherapie ist es, dass kein
Gewöhnungseffekt eintritt.
14
Verlangsamter Darm durch Morbus Parkinson
Viele Menschen mit Parkinson-Syndrom leiden
auch an Beschwerden im Magen-Darm-Trakt,
meist an Schluckstörungen, verzögerter Magenentleerung und verlängerter Darmpassage. Durch
diese krankheitsbedingte lange Verweildauer wird
dem Stuhl immer mehr Wasser entzogen, dieser
verhärtet sich und er kann nur noch mit großen
Problemen abgesetzt werden: zu selten, zu wenig
und zu schmerzhaft. Die Folge: Verstopfung.
Die verzögerte Darmpassage ist das Resultat von
degenerativen Prozessen des autonomen Nervensystems. Dieser Anteil des Nervensystems
reguliert u. a. den Kreislauf, die Verdauung und
den Wärmehaushalt des Menschen. Überträgerstoffe, die diese Vorgänge regulieren, sind beim
Parkinson-Patienten vermindert. Auch die verzögerte Wahrnehmung der Enddarmfüllung, bedingt
durch die verringerten Überträgerstoffe, führt zum
Chronifizieren der Verstopfung. Die ParkinsonMedikamente spielen ebenso eine Rolle, sie können eine bereits bestehende Verstopfung verstärken.
info
Bei bestimmten Grunderkrankungen ist
MOVICOL® erstattungsfähig !
•
•
•
•
•
Tumorleiden
Megakolon
Divertikulose und Divertikulitis
Mukoviszidose
neurogene Darmlähmung
(z. B. Morbus Parkinson etc.)
• Opiat- und Opioidtherapie
• phosphatbindende Medikation bei
chronischer Niereninsuffizienz
• zur Behandlung in der Terminalphase
15
Wissenswertes zu MOVICOL®
1. Wirkweise von MOVICOL®:
MOVICOL® wirkt aufgrund seiner osmotischen Wirkung im Darm
abführend und erhöht das Stuhlvolumen, was wiederum den Transport im Darm über neuromuskuläre Wege anregt. Die physiologische
Folge hiervon ist ein verbesserter Transport von aufgeweichtem Stuhl
im Darm und die Auslösung der Stuhlentleerung.
2. Unterbrechung der Einnahme:
Aufgrund der Grunderkrankung wäre eine Einnahmepause nicht
empfehlenswert. Allerdings wird von einer Reduktion der Dosierung
bis auf 1 Beutel pro Tag berichtet.
3. Einnahme von MOVICOL®:
Wie oft, wie lange und wann sollte es eingenommen werden?
1- bis 3-mal pro Tag wird der Inhalt eines Beutels in 125 ml Wasser aufgelöst und getrunken. Die Lösung zum Einnehmen ist flüssig wie Wasser und hat ein angenehmes Zitronen-/ Limonenaroma.
Die Lösung kann unabhängig von der Begleitmedikation und den
Mahlzeiten eingenommen werden. Bei bestimmten Erkrankungen,
z. B. bei Morbus Parkinson, kann MOVICOL® aufgrund des physiologischen Wirkprinzips und der Elektrolytbeigabe in die Langzeittherapie integriert werden.
4. Brot-Einheiten bei Diabetes:
Es werden keine Brot-Einheiten berechnet.
16
5. Gewöhnungseffekt:
8. Aufgabe der Elektrolyte:
MOVICOL® wird nicht von den Darmbakterien verstoffwechselt und somit kommt es zu keinem Gewöhnungseffekt. Die Dosierung kann meistens im
Laufe der Therapie reduziert werden.
Die in MOVICOL® enthaltenen Elektrolyte werden
über die Darmwand mit den Elektrolyten der Körperflüssigkeit ausgetauscht. Anschließend werden
sie mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Dadurch
kommt es zu keinem Nettogewinn oder -verlust
von Natrium, Kalium und Wasser.
6. Wirkeintritt:
Die Trinklösung muss durch den gesamten Gastrointestinaltrakt hindurch transportiert werden, um
zum verhärteten Stuhl zu gelangen. Die erstmalige
Wirkung tritt daher i. d. R. nach 1 bis 2 Tagen ein.
Bei höherer Dosierung ist mit schnellerem Stuhlabgang zu rechnen.
7. Wechselwirkungen mit der
Begleitmedikation:
Klinisch relevante Wechselwirkungen mit
MOVICOL® sind nicht bekannt.
9. MOVICOL® ist erstattungsfähig:
Bei bestimmten Grunderkrankungen wie zum Beispiel Tumorleiden, Megakolon, Divertikulose und
Divertikulitis, Mukoviszidose, neurogener Darmlähmung, Opiat- und Opioidtherapie, phosphatbindender Medikation bei chronischer Niereninsuffizienz sowie zur Behandlung in der Terminalphase ist
MOVICOL® lt. Arzneimittelrichtlinien erstattungsfähig.
17
Mehr Informationen & Service unter www.fuehldichfrei.de
Über Verstopfung spricht man nicht gerne.
Umso wichtiger ist es, gut informiert zu sein.
Wir machen es Ihnen einfach: Im Internet erhalten
Sie einen Überblick über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
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Weitere Themen auf
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• Rezepte:
lecker und ballaststoffreich
• Stuhlprotokoll
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Liebe Frau Doktor, lieber Herr Doktor,
ich leide an Verstopfung, denn ich kann zu selten zur Toilette. Beim Stuhlabsetzen muss ich stark
pressen oder habe Schmerzen. Wenn ich zur Toilette gehe, kommt zu wenig. Dies äußerte sich wie
folgt in den letzten 14 Tagen:
Bitte beantworten Sie diese Fragen für jeden Tag und kreuzen Sie Ihre Beobachtung in dem dafür vorgesehenen Stuhlprotokoll an. So machen Sie es Ihrem Arzt einfacher, die Diagnose zu stellen und die für
Sie optimale Therapie auszuwählen.
Stuhlprotokoll
Stuhl
Ja
Darmentleerung
vollständig
Nein
Ja
Nein
Schmerzen/
Pressen
Ja
Nein
Einnahme von
Abführmitteln
Ja
Nein
Tag 1
Tag 2
Tag 3
Tag 4
Tag 5
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Tag 9
Tag 10
Tag 11
Tag 12
Tag 13
Tag 14
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Stand 09/2010, Art.-Nr. 1008
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