Objekte als Repräsentation

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Objekte_neu_denken.doc
32/64 Sichten
Objekte/Seme – in situ – in actu – denken – im Überblick
Sichten II (zweite Schicht –
Ergänzungsschicht)
Sichten I (erste Schicht – erster
Ansatz)
Objekte als ...
Sicht des Rahmens
Kontextuelle Sicht (II)
Objekte in situativer Produktion
Objekte als situatives Experiment
(zeitgeistiger u. etwas abstrakter als die
erste Schicht)
01b Atmosphärensicht
Atmosphärensicht
Atmosphärische Installationen (?)
schwebende Äpfel in einem Kirchenraum (Diplom – Martinskirche: Sonja Meller)
Rieselndes Farbpigment (Venedig: Ann Hamilton)
Set von Lüftungspropellern an der Decke eines unterird. Bahnhofverbindungsganges
(Petra Zechmeister)
Stimmungsraum mit hunderten Gläsern (Serge Spitzer) (Venedig)
Verschiedene Orte/Räume und Lichtverhältnisse vermitteln eine je eigene affektive Stimmung.
Atmosphärisches Erscheinen
Buch: Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens
Siehe ausgelagerte Betrachtung: Die Welt der Erscheinungen (AOO9) (AO10)
Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames
Artikuliertsein von Lebensmöglichkeiten.
Objekte geben der Situation Gestalt ... an ihnen wird der Charakter der Situation anschaulich.
Lebensumgebungen und Lebensverhältnisse nehmen durch diese Objekte und Stile einen Charakter
an.
Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre.
Auch wenn die Kunst performative ästhetische Objekte hervorbringt ...
Kunstwerke sind „zumindest“ Objekte des bloßen Erscheinens
Kunstwerke sind Objekte eines anderen Erscheinens ... sie erfordern
eine andere Wahrnehmung
Durch bestimmte Objekte für eine Situation wach werden
korresponsive ästhetische Wahrnehmung
Wahrnehmung atmosphärischer Korrespondenzen ist immer sinnhaftes Vernehmen.
Das Bewußtsein für Atmosphären aktiviert ein Wissen um kulturelle Bezüge.
Ästhetik als Lehre von den Atmosphären (Vorschlag von G. Böhme)
++++
Rahmensicht
Siehe auch: Diskurs des Sichtbarmachens
Materiell aufwändige Rahmensituationen:
Gestaltung von Bühnen (Raum im Raum) als Grundlage für „das Werkereignis“ (James Turrell) s.u.
Orientierungsprobleme ohne Rahmen (AOO2)
Durch den Rahmen in das Werk/Bild einsteigen (Venedig: Esther Ferrer) (AOO2)
Gestaltung von Rahmensituationen (Kontextstudie)
- Rahmen setzen (Haus-Rucker-Co) Rahmenbau 177 (documenta in Kassel)
- Hervorhebungen
Sockelsituationen (der ausgestellte Sockel)
(H. Zobernig) (Erwin Wurm) Leere Sockel und Glasvitrinen
Präsentierteller (A. Leccia) La Seduction (Mercedes auf Drehteller)
Grenzen setzen (Grenzen als Rahmen)
(Leo Schatzl) Tabu Zone
(Heimo Zobernig)... der unzugängl. Ausstellungsraum
(Haim Steinbach) Black Forest wall
- Inszenierung
Mittels Rahmen dramatisieren (Bruce Nauman) Südamerikanisches Dreieck
(Viktor Tolkin) Denkmal in Majdanek: „drohende Gefahr“ – riesiege Masse auf
2 tragenden Sockeln; Durchblick zu Gaskammern; Monument als bedrohlicher
Rahmen
- Rahmenprobleme / Rahmen
Der Rahmen will Bild werden / Der Rahmen verdichtet sich zum Bild - Der Kontext
erscheint als Bildinhalt (Brüderlin)
Fensterrahmen - Fensteröffnungen
(Dan Graham) Tourist Bus Portugal - New Highway Restaurant
Vorgefundene Rahmensituationen (Kontextstudie)
- Figur und Grund / Hintergrund
Hintergrundobjekte / Vordergrundobjekte Vergl.: Kontrast, Gestalt, Horizont
- Das Umfeld berücksichtigen / Umfeldbewußt / Umfeld
- Evolution & Umweltbedingungen
(U. Wid) Silbergraue Sonnengans Ferngesteuertes Objekt
- Bühnen als Rahmen der Produktion (Schütte) – Die Bühne als Objekt
„Das Sandkasten-Monument“ (Robert Smithson)
Sicht der Außenwelt (Buch: Transfer)
Umfeldsicht, Grenzen
System-Umfeld-Bedingungen s.u.
Umweltkontext (J. Decter)
02 Entgrenzungssicht
Sicht des Eros
Chaossicht
Sicht der Virtualität
Konzeptuelle Sicht
Sicht der Abwesenheit (Absenz)
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
als
als
als
als
offenes System
Strukturdurchbrechung
Übergangsform der Kunst
Vereinbarung
Entgrenzungssicht
Objekte ohne Grenzen (Schwarze Löcher) (Anish Kapoor)
Visuelles Versinken (und ins Leere greifen)
Materialität, in die man versinken kann
Welche Objekte könnten „die Verbindung mit dem Ganzen“ (Religio) vermitteln?
Objekte der minimal art, land art, Lichtobjekte, ...?
Verschüttungen und Verschüttungssimulationen
(MAK raumgreifende Schüttungen: Magdalena Jetelová)
Zuschüttung / Beschüttung von Galerieräumen (Walter De Maria)
Simulation des Versinkens von Kleinarchitektur (Hannes Forster)
Chaotische Objekte (Materiale „Schweinereien“: Paul McCarthy & Jason Rhaodes)
Skurrile Inszenierung von Alltagsmaterialien (in Abfallqualität) „Aura des Mülls“
Diskrete Objekte /vs/ Durchmengung (Versumpfung – Otto Mühl)
EROS-Ausstellung (Oppenheim bzw. Modell bietet auf ihr angerichtete Nahrungsmittel dar)
(Vergl. good enough to eat - Iceland Love Corporation)
Zerberstende Oberflächen (Aufgerissener Asphalt: Lois Weinberger)
Entformung der Dinge im Müll (...)
Abdrücke / Durchdringungen
Springende PKWs in Beton (L. Schatzl)
Absurde Durchdringungen (Bretterstapel mit Hohlform: Willibald Katteneder)
Wuchernde Objekte (Bruno Gironcoli)
Entspannte Objekte (?) (...)
Grenzüberschreitungen / Grenzabtastungen (AOO1)
„Grenzobjekte“
Negativobjekte, Materialvolumen (Rachel Whiteread)
Materialien des Immateriellen: (Anish Kapoor: Beton, schwarzes Pigment)
Weiß in Weiß (James Lee Byars: The white Figure)
Entgrenzung durch Vermischung
Gegen die „Reinheitsgebote“
“die Vermischung von Kunstformen mit anderen ist unerträglich” (Gerhard Merz) (???)
Entgrenzung durch Verschmelzung/Überlagerung
Schuhsessel (Birgit Jürgenssen)
Erweiterter Objektbegriff (?) (AOO2)
Entgrenzung durch das Abstreifen alter Kontexte (Ent- und Re-Kontextualisierung)
In neuen Kontexten fruchtbar werden
Das offene Kunstwerk (U. Eco) / Das offene Objekt? (Kontextstudie)
Offenheit der Systeme (Vergl.: Der aufgebrochene Rahmen)
Kunst, jenseits der geschlossenen Systeme (W. Hofmann)
Das offene Bild (Ausstellung: Vautier, Rutault, Krasinski, Buren, Rockenschaub)
offen /vs/ geschlossen (Buch: Transfer)
Zufallssicht
Wie schauen „zufällige“ Objekte aus?
Zufallsentstehungen
Eingefrorene Bewegungs- und Abstellsituationen (Daniel Spoerri)
Zufällige Formen
Druck der Schrottpresse (César Baldaccini)
Zerbrochene Pendeluhr (Arman)
Klumpungen
Schüttkegel, Lawinenkegel (Signer)
Steinformen aus der Natur
Zufallsvermeidung (Siehe: Formale Sicht)
+++++
Sicht der Virtualität (AOO3)
virtuell: scheinbar, der Möglichkeit nach vorhanden ...
Realität und Gegenwelt – Die Religion des Schöpferischen
Virtualität von Repräsentationen im Computer/Datennetz
Virtualität durch Simulation (AOO3) Siehe: Sicht der Repräsentation
Nur die „Konkreten“ sind materiell, alle anderen sind virtuell (AOO3)
+++++
Konzeptuelle Sicht
Objekt-„Diskussion“ durch Verdopplung: Gottfried Bechtold (Tisch-Projekt), J. Beuys
(Dreifachbesen / Schizo-Pullover) Rosemarie Trockel
Surrogate – Ersatzobjekte (Allan McCollum)
„niedere“ Ersatzformen von Skulptur
(Fett, Schokolade, Seife, .... mit abgenagten Ecken) (Janine Antoni)
Ready made (Duchamp)
Dieser Ansatz und alle Weiterentwicklungen lassen sich kaum noch steigern. Viele Arbeiten leben
nur mehr als scheinkomplexes Zitatengeflecht.
(schwebender Basketball, Staubsauger) (Jeff Koons)
second-hand-Inszenierungen der Moderne (John M Armleder)
Kritik der Materialien der Moderne (Plüsch: Sylvie Fleury)
Appropriation art (kritische Wiederaneignung) (Sherrie Levine)
Literatur: Stefan Germer – Bruchstücke zu einer Theorie der Überschreitung
Objekte, die ich im „Kopf“ als Kunst funktionieren, ohne das man sie gesehen haben muß
(Erzählungen zum Tauchbecken von Gelatine)
Flüchtige Objekte
Rauch/Nebel-Skulpturen (Kegelstümpfe mittels Laser)
Rauch (Smoke Boxes – Yukata Ohashi)
Dampfskulpturen (Robert Morris, Joseph Beuys, Alain Jacquet)
Schaumkörper als Skulptur (Venedig) (AOO5)
Siehe auch: Flüchtige Materialität
Unrealisierte Objekte
„rein“ konzeptionelle Ansätze sind nicht mehr von Interesse. (AOO1)
Die „Concept Art“ mit ihrer Entmaterialisierung der Kunst kann nicht mehr begeistern. Die
Fragestellungen können aber sehr wohl noch brennen und auch Gestalt annehmen.
Um das Schauvergnügen betrogen werden (Alfred Nemeczek)
Unrealisierbare Objekte
Ästhetik der Absenz (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Bilder/Objekte zwischen Anwesenheit und Abwesenheit (Buch: Ulrike Lehmann / Peter Weiber)
- Grenzbereiche der Wahrnehmung auskundschaften
Vergl.:
Erwartungshaltung / Erinnerung / Denkmuster offen legen / komplexe
Referenzen herstellen / Zwischenräume denken / Feldorietierte Ansätze
- Verlust der Aura
- Das imaginäre Museum: Werk-Ersatz (Vergl. Surrogate)
(Anne Berning) Kunstbücher als Werkersatz
(Thomas Huber) Katalog der ausgestellten Werke ... statt der Werke
Formarchiv statt konkrete Werke
- Das verschwundene Objekt (Das von der Wand verschwundene Bild)
Rituale der Verweigerung und des Verbergens
Durch eine "ostentative Absenz" des Kunstwerkes dessen geistige Präsenz bewahren
Bild/Objekt-Schatten – Die Leerstelle
Vergl. im Bereich der Bilder (Daniel Buren, Timm Ulrichs, Maria Eichhorn, Heiko Bressnik)
Stellvertreter-Objekte
(Georg Herold) 5 Haken, 1 Dübel ... Bilderhaken als Verweis auf vergangene Präsenz
(Gerwald Rockenschaub) o.T., ... Bilderhaken zum Kunstwerk erhoben
(Jochen Gerz) Pult #1, ... eine Erklärung die auf eine leere Wand zeigt
Sockel / Vitrinen (als Stellvertreter)
(Erwin Wurm) ... Leere Sockel und Glasvitrinen
(Peter Weibel) Schmuckvitrine
Vergl.: Hervorhebung / Sockelsituationen / Ausstellungsformen der Kunst ausstellen
- Das archivierte Bild (Vergl. auch Sicht der Sammlung)
Archiv contra Innovation (P. Weibel)
Vergl. auch: Karsten Bott, Boris Nieslony, Ilya Kabakov, Stephen Prina (Archive)
Siehe: Erinnerung, Enzyklopädie, Mnemosyne
Die Bestimmung der Kunst ist: gelagert zu werden.
Lagerform = Werkform (F.E. Walther) (C. Bartel)
(Hubbart & Birchler) From Gardens Where We Feel Secure .... Regalsystem
(A. & P. Poirier) Mnémosyne, Les archives de l`archélogue, vue d`ensemble
(Norbert Radermacher) Die Farblade
(Josef Nemeth) In Glas gekapselte Bilder im Regal
(Jürgen O. Olbrich) The "album" albums .... 18.000 Fotos
(Renate Herter) Depots der Erinnerung
(Peter Weibel) Am Boden gestapelte leere Graphikmappen ...
Dargestellte Depots
(Thomas Huber) Das Bilderlager ... verpackte, verstellte, ...
(Ella Raidel) Orkus Depot ... Netz Europa
- Das verborgene Werk (Vergl. Rezipienten-Sicht)
Indem sich das Kunstwerk der direkten Betrachtung entzieht, steigert es die
Aufmerksamkeit und die visuelle Lust des Betrachters
(J. Kosuth) Passagen-Werk ... Mit Tüchern verhängte Werke;
visueller Eindruck durch Worte ersetzt
Ausgeschlossenheit
(Dennis Adams) Cash Window ... Schalterfenster, toter Mann
.... Siehe: Maria Eichhorn, Stehpult u. Plakat
(Horst Müller) Zwei einander spiegelnde Spiegel (Vergl. Spiegelbilder)
... Der Betrachter ist auf sich selbst verwiesen
Grenzen setzen (s.o.)
(Haim Steinbach) Black Forest wall .... Museumsfremde Wand verweigert Blick auf
dahinter verborgene Werke Seh-Barrikade, Fensterl, Blicklust, Voyeur
(Vergl. Duchamp)
(Heimo Zobernig) o.T. ... der unzugängl. Ausstellungsraum
Den Ballast der Vergangenheit verbergen
Weitere: Madelon Hooykaas, Elsa Stansfield
- Das selbstreferentielle und das leere Bild
Bildrückseiten vergl.: (Cornelis Nobertus Gijsbrecht, Roy Lichtenstein, Piet Mondrian,
Timm Ulrichs, Giulio Paolini, Josef Nemeth)
Was sind selbstreferentielle Objekte? Was sind leere Objekte
Objekte die nichts transportieren, außer ihr Hiersein ?
Objekte der minimal art ?
Was gilt es an der Objektrückseite zu verstecken
- gilt es den (medialen) Mechanismus (den techn. Hintergrund) zu verstecken
- Das "immaterielle" Bild/Objekt (Vergl. Sicht der Materialität)
Entmaterialisierung des Kunstwerkes (P. Weibel)
Lichtrauminstallationen (James Turrell) Fritto Misto, ...
Projektionen (Krzysztof Wodiczko) Arco de la Victoria
Dunkelräume (James Turrell) Der Betrachter nimmt seine "eigenen" Bilder war;
Vergl. die "Unsicht-Bar" Wels
Vergl. Binnenkontext, Erwartungshaltung, ...
Das Verschwinden des Realen durch Simulation (P. Weibel)
Simulierte Welten (Knowbotic research + cf)
Virtuelle Objekte als Vertreter realer Eisschollen
- Das sich auflösende und das zerstörte Bild
Sich selbst vernichtende Werke ... Ziel: Mülltonne des Museums (Jean Tinguely)
(Joseph Beuys) 7000 Eichen
Zerstörte Originale (Vergl. Sicht der Entsorgung)
(Giulio Paolini) Proteo I ... Gipsbüste in Bruchstücke zerschlagen
(Martin Kippenberger) Ohne Titel (Container) ... zerstörte Originale
(Timm Ulrichs) Kunsturne ... Asche
Weitere: Ger van Elk, Fritz Schwegler, Rolf Julius, H. Haacke (Germania) s.o.
- Der leere Raum (Vergl. Sicht des Raumes)
Spiel mit Erwartungshaltung: Ausstellung ... mit Werken
leergelassene Räume / Inszenierung von leeren Räumen
(Künstlergruppe: Freiraum) "Freiraum", "wieder sehen"
... Das alte Haus mit eigener Geschichte und Atmosphäre wird zum Werk
(Karin Sander) Bodenstück
Durch leere Räume das Vermißte bewußt werden lassen
(Gerwald Rockenschaub) Rauminstallation, Luzern ... durchsichtiger Plastikvorhang
(Bethan Huws) ... Museum Haus Ester, Krefeld
(Oswald Oberhuber) Die leere Galerie, Galerie nächst St. Stefan
... Stempel auf der Dokumentation: Betrugskunst
Entschlackte Galerie, Exhibitionismus der Galerie, Galerie als Galerie,
Ich Galerie bin ich
Ikonologie des Zwischenraumes
Bilder, sich die im Grenzbereich zw. Anwesenheit und Abwesenheit befinden,
bringen eine "Ikonologie des Zwischenraumes" hervor, wie Warburg
formulierte. Vergl.: Zwischenräume denken
03 Servicesicht/Projektsicht
Interdisziplinaritätssicht
Objekte als Bindeglied zwischen Sparten
Objekte als Gabe (Geschenkobjekte)
Kunst am Ende? Von der Dienstleistung zur Autonomie
Services
Vortrags- und Konferenz-Möblierung (H. Zobernig)
„A-Z Administrative Service“ (Andrea Zittel)
Projekte die KunstknowHow in anderen Kontexten fruchtbar machen (Sozialbereich)
Welche Objekte/Werkzeuge spielen bei Service-Projekten eine Rolle
(Büro-Ausstattungen, Div. elektronische Medien, Regalsysteme, ....)
Welche Objekte Spielen bei TransPublic eine Rolle
(Tische, Bestuhlung, schwarze Wand, Auslagensituation, Büro-Ausstattung, ...)
Objekte als Gabe (Geschenk-Objekte)
+++++
Interdisziplinarität: Siehe – Krise der Eigen-Produktion
Bildhauer + Architekten
Maschinenbauer + Steuerungstechniker
Elektroniker + Maschinenbauer
Objekte als Bindeglied zwischen Sparten
Kunst zwischen den Systemen (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Nach Bachtin beschreiben sich die unterschiedlichen Theorien u. Diskurse gegenseitig.
(J. Decter) Die Philosophie wollte immer schon den Zusammenhang zwischen Kunst
und spezifischen Ideenkontexten aufzeigen (U. Wid / Fabrikanten)
- Systembrüche denken
- Künstler als Anthropologen (Siehe auch: Anthropologische Sicht)
(Kosuth) / Vergl. Kontextansätze in der Anthropologie
(Mark Dion) The Bribe of Progress
... Aus einem anderen Kulturkreis übernommene Werkzeuge, Gegenstände
(Boris Nieslony) Das Spiel II.... Köpfe-Sammlung
- Der Künstler als Verhaltensforscher
(U. Wid) Silbergraue Sonnengans (Vergl. artificial life)
- Einflüsse aus diversen Wissenschaftsbereichen
Systemtheorie
- Offenheit der Systeme (Vergl.: Der aufgebrochene Rahmen)
Kunst, jenseits der geschlossenen Systeme (W. Hofmann)
Das offene Kunstwerk (U. Eco)
Das offene Bild (Ausstellung: Vautier, Rutault, Krasinski, Buren, Rockenschaub)
- Systemtheoretische Sichtbarmachung von Grenzen (Brüderlin zu Lawler) s.o.
- Systemtheoretisches Denken
(M. Ramsden, Ian Burn, Atkinson, Baldwin, Bainbridge, Hurrell, Haacke)
- Spieltheorie (Ö. Fahlström)
- Konstruktive Systemtheorie (Bateson, Maturana, Varela)
System-Umfeld-Bedingungen
Umweltkontext (J. Decter)
Ökologie / ökologisches Denken / ökologischer Ansatz
(M. Dion) Library for the birds of Antwerp
(P. Fend) Mittel zum Wohlstand
(Robert Smithson) ... Ökologe, Geologe, Archäologe, Schamane
(Ruth Schnell / Gudrun Bielz) Punching Ball ... Globus im TV
öko-logisch = Das Umfeld mitdenken (G. Bateson, Keeney, Watzlawick)
(N. Luhmann) Buch: Ökologische Kommunikation
ökologisch = kontextuell
(Welsch) "Die Postmoderne ... arbeitet kontextuell im weitesten, von der
Urbanistik bis zur Ökologie reichenden Sinn ..."
- Fachübergreifend (V. Flusser, F. Kiesler, P. Weibel, ... N. Luhmann)
Sich an keine Kompetenzgrenzen mehr halten
(V. Flusser) "Wir stehen fassungslos vor der gegenwärtigen Explosion an Kreativität,
weil wir noch nicht gelernt haben, die Szene als einen Kontext von Begriffsüberschneidungen, als ineinandergreifende graue Zone zu sehen. Und diese Szene
ist gerade deshalb so schöpferisch, weil sich die an ihr Beteiligten an keine
Kompetenzgrenzen mehr halten.
- Interdisziplinäre u. interkontextuelle Strategien (J. Decter zu: M. Dion, P. Fend)
04 Sicht der künstlerischen
Produktion
beeinflussende DenkerInnen
Objekte als Referenz
Arbeitsteiligkeitsmodelle
Auftragsarbeiten (Kollerschlag-Modell)
Krise der „handwerklichen“ Eigen-Produktion
Die „letzten“ Künstler sind die Hobby-Künstler (selber bauen, malen, basteln, töpfern, färben, ....)
entwerfen, gestalten, planen, skizzieren
ArchitektIn, DesignerIn, KonzeptionistIn
Hoch arbeitsteilige Teamarbeit
Die Produktion nicht mehr selbst besorgen
umsetzen, formen, werken, produzieren
BildhauerIn, TöpferIn, WeberIn, GraveurIn,
SkulpteurIn
Einzelkämpfertum
Alles aus einer Hand
(Kommt Kunst von können?)
Ist die von CB genannte ökonom. Krise nicht eigentlich eine Frage der Arbeitsteiligkeit? (AOO1)
Die Einzelperson (KünstlerIn) kann einfach nicht mehr diese „perfekten“ Objekte realisieren, kann
nicht mehr mit den arbeitsteilig industriell hergestellten Produkten mithalten. 100de Spezialisten
der Gestaltung und Produktion wirken an einem komplexen Produkt mit. (AOO1)
Der Künstler, die Künstlerin führen die Regie, überwachen, treffen Entscheidungen, tragen die
Gesamtverantwortung (DiregentInnen, RegisseurInnen)
Aus dieser Sicht hat es die „künstlerische Produktion“ schwer sich abzugrenzen. Aus dieser „Sicht“
läßt sich die Kunst (als Feld) nicht mehr beschreiben. (AOO1)
„... es wächst wieder alles zusammen ...“ (CB)
Siehe Phasensicht: Produktion – Produktionsmethoden
vorfabrizieren: Halbzeuge, Komponten, Fertigteile
Produktionsformen / Produktionsmethoden/ Formungsansätze / Formierungsansätze /
Transformationsansätze / Bearbeitungstechniken / Enstehungsbegrifflichkeit (AOO2)
Siehe Buch: Kunst machen? Gespräche und Essays –Hg. F. Rötzer und Sara Rogenhofer
Siehe Buch: transfer – erkennen und bewirken (transformieren)
werken
umformende Arbeitsverfahren („Plastik“ aus plastischem Material)
abtragende Arbeitsverfahren („Skulptur“ aus festem Material)
basteln, kombinieren, zusammenstellen, selektieren (Teil und Ganzes)
Bastelei (David Moises)
Fertigteil-Ikonographie (Eduard Beaucamp)
reorganisieren, umnutzen, umbauen, reparieren (Vergl. basteln)
stapeln, zusammenstellen, stecken, montieren
bauen, erbauen
produzieren
schöpfen
schmelzen, gießen, umschmelzen, schütten (Siehe auch: Entropie)
Umschmelzungen: Krone auf Hase: Josef Beuys
Materialschmelzung „Kunst schmilzt“ (Martin Walde)
Leimschüttungen, Asphaltschüttungen (Robert Smithson)
Schüttungen (Schüttkegel, Schüttflächen) (Laib)
Gegenstandsschüttungen (Walter Dickinger)
Ausschüttungen, aushärten
Expandiertes Polyurethan (César Baldaccini)
Leim-, Asphalt-Schüttungen (Smithson)
Aufschüttungen (Smithson)
pissen
in den Schnee urinierte Ausformungen (Helen Chadwick)
formen, modellieren
abziehen, rechen, schablonieren
Sandornamente (Vergl. ZEN) (Mariella Mosler)
aufreißen (mittels Pflug: Biefer / Zgraggen)
abformen, pressen, tiefziehen, spritzgießen
Körperabformungen (Janine Antoni)
Abformung von Alltagsgegenstände (Teddy, Gefäße, Bohrmaschinen, Geweihe, ... ) (Martin
Dickinger)
Abformungen und Auffüllung mit dem Ursprungsmaterial (Pepi Maier)
auftragsschweißen
kopieren, replizieren, kopierfräsen
Kopie, Replikat
schneiden, gravieren, sägen
Heraussägungen: Andreas Strauss: Kantine – Raumfilet / xxx: OK Linz
Herausschneiden: Längsschnitt – Auto mit fehlendem Mittelteil: Gabriel Orozco
zerschneiden
Dekonstruktion von Architektur
stanzen, herausstanzen
Grabungen
Diverse Land art Künstler, arcäologisch orientierte Künstler (Smithson)
blasen, ziehen
nähen, walken, filzen, flechten
flechten (Rohrgeflächte als Bildträger: Ilse Haider)
stricken (Rosmarie Trockel)
binden, verbinden
programmieren, parametrieren, einstellen
falten
in Falten legen, Faltungen (Silke Radenhausen)
kanten, biegen
laminieren, furnieren, überziehen (Ulrike Johannsen)
ätzen, korrodieren
Chemische Einwirkungen
Umweltverhältnisse als Einwirkung
anbrennen, abflammen, verkohlen
(Yves Klein, Jannis Kounellis, Toshikatsu Endo, W. Ebenhofer)
Ausstellung: „Brandspuren“ 1991 – Das Element Feuer in der neueren Skulptur
Arbeiten mit Gasflammen (Jannis Kounellis)
Verkohlte Heiligenfiguren (W. Ebenhofer)
verdauen
exakte Darstellung der menschlichen Verdauung (Wim Delvoye)
hegen und pflegen, beschneiden, stützen, lenken
Wachsende Skulpturen (Hautpüppchen ars 2000) (Skulptierte Büsche)
Objekte, die ihre Genese/Herstellung sichtbar machen (AOO7)
Gestaltungssicht / Objekt-Gestaltung
Aufwand die Materie zu bewegen (Energetische Sicht, existentielle Sicht)
Gestaltungskopfstände (AOO2)
Sicht des Produzierens (als Schwerpunkt) (Jochen Gerz)
Abgrenzug über Produktionstechniken und Medien (Jochen Gerz): Ich mache in der Kunst alle
saußer Malerei, Skulptur, Zeichnung
„Männliche“ Herstellungsverfahren
(Ulrike Lienbacher nutzt diese um weibliche Anatomie in minimalistische Skulpturen zu
gießen)
„weibliche“ Herstellungsverfahren
Vergl. dazu die Geschlechterverteilung in MK
Produktion in der Fabrik (Kurator: Hattinger)
Taschen (Andy Strauss) Konditormünzen (Sabine Zimmermann) Rüttelobjekte (Leo Schatzl)
Schlafhilfen (Monika Pichler) Basteleien (Kikauka)
Produktionsstätte Container (Stadtwerkstatt, Van Gogh TV) Containerskulpturen
Produktion in einer Kettenreaktion (48.000 Quilts 90x180 cm)
Trauerprozeß als Manufaktum (AIDS Memorial Quilt)
++++
Wichtige DenkerInnen zu Objektfragen (geisteswissenschaftlicher Kontext)
M. Merleau-Ponty
Edmund Husserl
M. Heidegger
M. Foucault
L. Wittgenstein
Jean Baudrillard
V. Flusser
André Leroi-Gourhan
Maurice Blanchot
P. Weibel
05 Sicht der Innovation
Sicht der Ideen
Sicht der Kunstkritik
Werkzeugsicht
Methodensicht
Verfahrenssicht
Funktionale Sicht
Aufgabensicht
Objekte als Werkzeug
Objekte als Profiliereinrichtung
Objekte als Experimentierfeld
Sicht der Innovation
Kann von einer Krise des Objektes (der Objektgestaltung) gesprochen werden ? (AOO1)
Wo kann die Kunst noch innovativ sein? Die „perfekten“ Objekte kommen aus der industriellen
Produktion. (AOO1)
Materialbezogene Innovationen sind kaum noch von der Kunst zu leisten (AOO1). Könnte man noch
von Anwendungsforschung sprechen?
„Alle entscheidenden Probleme sind in den 20er Jahren bereits gedacht worden“ (G. Merz) (???)
Die Moderne hat sich nur mehr mit den „Mitteln“ (Malmitteln etc.) auseinandergesetzt
Der kontextbewußte Blick kann Objekte neu beleben (Vergl. die Bsp. der Kontextstudie)
Die performative Analyse kann Gestaltungen beeinflussen (...)
Sicht der Idee
Konzeptioneller Ansatz (s.o.), ein Plan (A003)
Objekte, die eine Idee sichtbar machen (AOO7)
Sicht der Kunstkritik
Objekte, die in ihrer Anwesenheit andere Objekte „kritisieren“ (kommentieren)
++++
Methodensicht
Siehe: Phasen-Modell - Entwurfsmethoden
Modelle als Entwurfsmethode
Problemzerlegung als Methode (Teil und Ganzes)
Technologische Sicht (Siehe auch Produktionssicht) Die Frage des „WIE“ (AOO2)
Am Bsp. der Möbelmesse in Milano. „wie haben die das gemacht“ (CB)
Die Funktion ist klar, ein „Thema“ nicht festzumachen, ... also bleibt der ästhetische Effekt und die
Frage, WIE erfolgte die Umsetzung. Ist es ein neues Material (?) ... ein neues Verfahren (?)
Die mathematischen/informatischen Verfahren der Architekten (5 Methoden/Verfahren >> 5 Stile)
Bearbeitungstechniken (Siehe Produktionssicht) (AOO2)
Funktionale Sicht (Siehe auch pragmatische Sicht)
Objekte mit Fehlfunktionen
Multifunktionale Objekte (Objekt oder Möbel? – Thomas Grünfeld)
Perfekte Funktionalität
Auf 4 m2 reduzierte Wohneinheiten („kleiner Kern der Volkommenheit“) (Andrea Zittel)
Fragen der Zweckmäßigkeit (Siehe auch: Detailbetrachtung zu Funktion und Qualität)
Zweckmäßigkeit von Objekten (Ingenieurskunst) (AOO3)
Die Regel „form follows function“ gilt nur noch sehr eingeschränkt. Viele Dinge sagen in einer 30
Jahre alten Sprache was sie (nicht mehr) sind. Der Microchip und die Funkverbindung (GSM)
würden völlig neue Gestaltungen ermöglichen – trotzdem werden Gehäuse fabriziert, die auf völlig
veralterte Innereien verweisen.
Wie sagt nun das Gerät: Ich bin ein Auto, ich bin ein Radio ... ? Es bezieht sich auf ältere vertraute
Erscheinungsformen. Mit diesen Rückgriffen (Retro-Gestaltungen) entsteht nun das Problem, daß
ein (veraltetes) WIE über das aktuelle WAS gestellt wird.
Die Produktionsmaschine muß am Leben erhalten werden, und so werden auch ohne Fortschritt im
WAS ständig neue WIE-Ausformungen produziert (und sei es mit Rückgriffen in der Kultur- und
Design-Geschichte).
Viele Gebrauchsgegenstände werden so zur Retro-Skulptur.
Die bildende Kunst hat es da etwas leichter, da zuvor die formale Gestaltung des autonomen
Werkes (also das WIE) das Hauptthema war. Nun kann die bildende Kunst das WAS ausloten,
wodurch sich das WIE einer adäquaten Umsetzung unterordnet (Material und Form kommen in
eine dienende Rolle). Nun kann die bildende Kunst halten, was ihr Titel verspricht.
(Siehe: Erkenntnissicht, kulturtheoretische Sicht)
In die bildende Kunst ist also nun „form follows task“ oder „form follows content“ das zentrale
Prinzip.
Haben nun Design und bildende Kunst die Rollen vertauscht, oder wird in einem erweiterten Sinn
alles zu inhaltsbezogenem Design.
Die Kunst-Betrachtung über Wissensarten und Wissensrepräsentationstechniken scheint also ein
wichtiger (und nicht nur modischer) Zugang zu sein.
Mit dieser Inhaltszentrierten Sicht bekommt nun auch die Sicht der Ausstellung eine neue Facette.
Der Inhalt will dargestellt werden. Die thematische Ausstellung stürzt sich auf den Content.
Aufgabenstellungen
Die Aufgabe, die Form und Material vorgibt (form follows content)
Der Kontext, der eine bestimmte Lösung vorgibt
„Verzicht auf artifizielle Tricks und Mätzchen“ (Gerhard Merz)
Welche Aufgaben werden der Kunst noch gestellt?
Stützung der Mächtigen? (Siehe: Machtsicht, Denkmalsicht, ökonomische Sicht, öffentlicher Raum)
Stützung der Kulturnation als Fremdenverkehrsdienstleistung
Stützung der Glaubensgemeinschaften
Intelligente Unterhaltung (Siehe: Unterhaltungssicht, Erkenntnissicht)
Werkzeugsicht
Siehe im Detail auch: Körpererweiterungen
Werkzeug als Kunstobjekt
Hacke (Claes Oldenburg)
Spaten (J. Beuys)
Hammer und Sichel
Mauer aus Werkzeugkästen (Stephan Huber)
Werkzeugspuren am Objekt (Ulrich Rückriem)
Konventionelle Kunst-Formen: „versteckte“ Werkzeugspuren
Halbzeuge (Objekte/Komponenten/Module) als Werkzeuge
Werkzeuge müssen die Schnittstellenfrage gut lösen
Schnittstellen müssen auf die Möglichkeiten des menschlichen Körpers eingehen.
Einige Gestaltungen könnte aber bereits radikaler sein
(Telefon als Ohrklammer – Uhr als Unterbringung der Anwahlhilfe)
Umnutzung (u.a. in funktionaler Hinsicht) (Abschnitt aus der Kontextstudie)
- Siehe auch: Sinnverschiebung (Timm Ulrichs) San Gimignano (Tische als Städtchen)
- ready made / Neo ready made
(Lavier, Lum, Rheinsberg, Steinbach) (Haacke, Kosuth)
(Marcel Duchamp) Fontain (Marcel Duchamp) 33 West 67th
Museale ready mades (P. Weibel)
objet trouvét
- Kontext und Funktion
(Gober)
(Ruthenbeck) Je nach Material, Kombinatorik u. Platzierung werden unterschiedliche
"Verhaltensweisen" der Objekte sichtbar - Siehe zB.:
(Siah Armajani) Dictionary for Buildings - 2000 situative Semantikmodelle
Vergl. Relevanz u. Funktion
Funktionalisierung (neue Funktion im Kontext)
(Wittgenstein) "... so können wir uns keinen Gegenstand außerhalb der Möglichkeit seiner
Verbindung mit anderen denken."
(Timm Ulrichs) Stuhltisch mit 3 Stühlen
(P. Weibel) Inszenierte Kunstgeschichte 1987, ... Guggenheim-Museum als Möbel
(V. Acconci) ... BH als Sitzgelegenheit
Funktionalisierte Kunstgegenstände
(Scott Burton) Pair of Garantie Chairs, "Respektlose minimalistische Objekte" zum Gebrauch
Defunktionalisierung / Zweckentfremdung / Vergl. ready made
(Ken Lum) o.T., ... Sitzinsel .... N.Y.
(Reinhard Mucha) o.T., Telefonzelle
(Richard Artschwager) Untitled (Table)
(Scanlan) .... Badezimmerboden ...
(Stefan Strauss) Zwischen Null und Unendlich
(Magdalena Jetelova) Der Marsch
(Bertrand Lavier) Knapp-Monarch auf Solid Industries
(Michael Craig-Martin) Antitisch – Platte über 4 Eimer an Decke befestigt – Tisch trägt sich selbst
(Giuseppe Gabellone) Tisch mit wegklappender Tischplatte
(Gabriel Orozco) PKW nach Längsschnitt neu zusammengesetzt
(Gabriel Orozco) Aufzugkabine als kl. Raum
Zweckentfremdung / Aneigung - appropriation
(A. Jorn, G. Debord)
Kontextverletzung s.o. (Sitzgruppe an der Wand)
(John Armleder) Ausstellung, Castello di Rivara
Siehe auch: Sesselprobleme
06 Gestische Sicht
Habituelle Sicht
Vermittlungssicht
Sicht der Vermittler (Lehrbetrieb)
Transportsicht / Sicht der Reise
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
als
als
als
als
Medium der Kunstvermittlung
vermittelte Wirklichkeit
wertsetzende Leistung
gestisch-situatives Ereignis
Objekt-Habitus ?
Objekt-Gesten
Atmende Objekte (Diplom: Irma Kapeller)
gestische Progressionen – Balkengesten (C. Bartel)
Welche Objekte bestimmen unseren Habitus mit ?
Wie weit bestimmt der Habitus/Gestus die Gestaltung (Ästhetik) ? (s.u.)
Bzgl. gestischer Äußerungen/Kommentare siehe auch Metakommunikation
Metakommunikative Mitteilungen (Kontextstudie)
(Bateson) "Jenseits der Mitteilungen über einfache Codierung gibt es wiederum noch viel
subtilere Mitteilungen, die notwendig werden, weil Codes bedingt sind;"
Objekte als große Geste (Bernhard Prinz)
Attitüde (Haltung) – Vergl. auch Simulation (AOO5)
Spiel mit der Rauheit – keine wirkliche Rauheit (L. Ortner)
Stilelemente, die so tun, als ob sie aus der arte povera kommen (AOO5)
Objekte die so tun, als ob sie Verpackungsmaterial für Markenartikel wären (Peter Zimmermann)
Barocke Objekte (Siehe: Augenblicke des Welttheaters) Neobarock?
Barocker Habitus
Dialog mit barocker Architektur
++++
Sicht der Reise
Reiseobjekte / Objekte auf Reise (AIDS Memorial Quilt)
Koffer als Objekte von Ausstellungen – Migration/Vertreibung (Diller & Scofidio, Art in Ruins, Ashley
Bickerton, Alfredo Jaar)
Mobilität von Objekten
Die Ausstellbarkeit und Verwendbarkeit im Kunstkontext, hängt oft von der Mobilität und
Mobilisierbarkeit der Objekte ab.
Sonst bleibt die Reproduktion, die Verkleinerung als Modell, oder die „Verlagerung“ der Rezipienten
in das Zielgebiet (Industrieanlagen als anonymer Skulpturen).
Transportsicht
Siehe dazu auch: Grungbewegungsarten (Sicht der Bewegung)
verteilen, transportieren: rollen, tragen, gleiten
verteilen, verpacken, lagern (stapeln) (C. Bartel)
Verpackungsmaterial
Funktion der Stahlbänder (C. Bartel)
Leergebinde als Kunst
Palettenprojekt der KunstHS Linz (C. Bartel)
Schachtelskulpturen (Mittringer)
Schutzbehälter / Transportbehälter / Schutzüberzüge
Instrumentenkoffer (Charaktere: Christian Marclay)
Scheibtruhe mit Etui (Wim Delvoye)
Lager / Lagerstätte
Projekt auf Müllhalden (xxx)
aufnehmen (Buch: Transfer) Gefäße, Gebinde, Gehäuse, Häuser s.u.
umlagern (Buch: Transfer)
installieren & integrieren (Buch: Transfer) Rohrsysteme, Windkanal, Heizungssystem,
Wärmepumpe, Kollektor
Riesige Schlauch- und Pumpen-Installation (Serge Spitzer)
Rohrinstallation für Sprechverkehr (documenta X ...)
Rohrsystem der Duftorgel (Georgsdorf)
Schlauchsystem des Wasserfalls über die Brücke (Pepi Maier)
Tanzender Schlauch (Signer)
Schläuche der Honigpumpe (J. Beuys)
Transportskulpturen / Fahrskulpturen (Fasching, Werbeobjekte)
Wagenburgen (Atelier van Lieshout)
Schlittenobjekte (J. Beuys)
Siehe auch: Migration und Identität (entwurzelte Objekte)
Vermittlungssicht
Viele Werke/Objekte eignen sich auch dafür im Rahmen der Kunstvermittlung eingesetzt zu
werden. Die didaktische „Wirksamkeit“ kann aber auch negativ ausgelegt werden, wenn Arbeiten
bestimmte Sachverhalte zu deutlich im Vordergrund stellen („didaktische Kunst“).
Im weitesten Sinne will die Kunst etwas sichtbar machen (nicht nur Gegenständlich gedacht).
Diskurse des „sichtbar Machens“ (Fragestellung von Eva Waniek)
Siehe: Bildlichkeit /vs/ Visualisierung
Siehe: Vermittlungssicht
Siehe auch: Die Kunst der Ausstellung – In jeder Ausstellung geht es um die Frage der Sichtbarkeit
(Buch: Maurice Merleau-Ponty – Das Sichtbare und das Unsichtbare)
(IWK-Beitrag: Denken ohne Worte? Überlegungen zu Ort und Funktion visueller Darstellungen)
Visualisierung ist eine zeigende Geste (vergl. Wittgenstein)
Visualisierung ist eine Anwendungsfrage – Objektverwendung
Bei vielen Materialien (Bildern/Schaustücken) kann man die „Visualisierung“ (bestimmter
Sachverhalte oder Inhalte) ohne Kontext/Indizierung nicht sehen. Neben der verbalen/schriftlichen
Kontextualisierung sollen hier die Möglichkeiten der Objekte geklärt werden.
Gibt es Objekte, die etwas (Situationen / Sachverhalte / andere Objekte)
sichtbar machen?
Vergl. dazu auch: Gestaltung von Rahmensituationen (Kontextstudie)
Es geht dabei um: Aufzeigungen, Heraus-Stellungen, Zusammen-Stellungen,
markante Setzungen, An-Ordnung, ....
Objekte die Situationen/Kontexte/Stellen sichtbar machen: (Vergl. auch Sicht der Dramatisierung)
- Punktmarkierung: Den Schwerpunkt von Münster zeigen (Karin Sander)
Punkt/Kreis ist maximal abstrakt/symmetrisch
Vergl. Wegmarkierungen im Gebirge - Steinhaufen
- Objekte mit maximaler Gestalt-Differenz bzw. Kontrast (Vergl. Figur und Grund)
- Lichtmarkierung: (F. Kiesler) (Lichtinszenierung)
- Markierende Aufstellung von Objekten (Stellenmarkierung)
- Fadenkreuzmarkierung: (ins Fadenkreuz nehmen o. genommen werden)
- Rahmende Objekte: (Haus-Rucker-Co) Rahmenbau 177 (documenta in Kassel)
Objekte die Ausschnitte markieren
- Überblick verschaffende Objekte: Türme, Übergänge, Ausblicke
(Sichtbarkeit durch Überblick)
- Spiegelnde, reflektierende Objekte (Spiegelnde Wiederholung)
Mit Rahmung (Flachspiegel) ohne Rahmung (Kugelspiegel, Hohlspiegel)
- Plazierung von Fremdkörpern o. Stellvertreterobjekten (als Markierung)
Objekte, die auf die Existenz von Menschen verweisen (Spuren, Spiegel, ...) (AOO7)
Objekte die Leerraum sichtbar machen (Siehe: Sicht des Zwischenraumes)
Objekte die andere Objekte sichtbar machen:
- Hervor-hebende Objekte: Sockelsituationen
- Bewegende Objekte: drehende Präsentierteller (A. Leccia)
- Abgrenzende Objekte: Umzäunungen (Leo Schatzl)
- Objekte in Gegenüberstellung bzw. Konfrontation: (moderne Skulptur vs. afrikan. Sk.)
- Körperlich ausblendende/verdeckende Objekte (bedecken, verdecken/entdecken)
Das Verdeckte/Abgedeckte wird besonders interessant
- Bestimmte Aspekte fokusierende Objekte (Ausblendung im zeigenden Objekt)
Stilkritische Objekte: Weißobjekte ohne Textur /vs/ Barockkontext (Josef Trattner)
Objekte, die bestimmte Aspekte anderer Objekte „diskutieren“
- Zeigende/weisende Objekte (Zeiger, Weg-Weiser)
- Markierungen, die den Binnenkontext eines Objektes aufschlüsseln (J. Kosuth)
- Herausvergrößernde Objekte (optische Hilfsmittel)
- Hervorhebung durch Verdichtung, Versammlung, Nahebringung (P. Arlt)
Hervorhebung durch Anordnung
Hervorhebung durch verschobene Größenverhältnisse (AOO7)
- Objekte als Einladungsgeste: Stiegen und Portale
Objekte die Sachverhalte sichtbar machen: (vergl. Wittgenstein)
- Skizzen
- Zusammenstellung/Kontextualisierung ähnlicher Erscheinungen (A. Warburg)
Objekte die Klassifikationen sichtbar machen (Siehe: Sicht der Sammlung)
Visualisierung als Teil klassifikatorischer Projekte (M. Dion)
Die Klassifikation verändert die Art der Repräsentation
Definition durch Versammlung (Siehe: Sicht der Sammlung)
Definition durch negative Abgrenzung (Zeigen was nicht dazu gehört)
Objekte die ihre Genese (Entstehung/Entwicklung) sichtbar machen
- Visualisierung des Wachstums (Jahresringe)
- Werkzeugspuren (AOO7)
Objekte, die ihre Genese vortäuschen (Andreas Slominski) Schlauch über Lampe
Objekte die Vergangenheit sichtbar machen (Siehe: Denkmalsicht)
- Exponierte Aufstellung von Objekten (Platzmitte, rundum einsehbar, inszeniert)
Objekte die sich selbst sichtbar machen
Vergleiche: Objekte die sich sich selbst ausstellen bzw. darbieten
- Ungewöhnliche Größenverhältnisse (Zooming)
- Selbstbezug durch Verdoppelung (J. Beuys)
- Sichtbarkeit durch ästhetische/formale Differenz
- Sichtbarkeit durch materielle Differenz oder ungewöhliche Materialität
- Sichtbarkeit durch partielle Einfärbung
- Selbstbezügliche Konstellationen (...)
- Der Weg zeigt sich selbst
- Die Spur zeigt sich selbst (Rasenmähermann Herbert Mulch)
Konkrete Kunst will oft nur auf sich selbst verweisen (C. Bartel) (AOO7)
Diese Konkretheit hat sich aber leergelaufen (wurde maximal ausgeschöpft).
Sonderfall: Objekte die nur sich selbst präsentieren (minimal art)
Erscheinungen der Natur verweisen nur auf sich selbst (vergl. konkrete Kunst).
Objekte die Wahrnehmung sichtbar machen bzw. diskutieren (AOO7)
Eine große Zahl von Kunstwerken beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und
Sinnestäuschung
- „Sichtbarkeit“ durch maximale Herausforderung der Wahrnehmung
(totale Abdunkelung, Isoliertanks, ...)
Objekte die versuchen ohne Verweise auszukommen (auf nichts verweisen), können
sich eigentlich nur mit Wahrnehmung beschäftigen. Wenn es dabei nicht um kulturelle
Inhalte geht, kann es sich nur um natürliche „Erscheinungen“ und „Eigenschaften“ handeln.
Natur verweist nur auf sich selbst.
(Kulturelle Kunst /vs/ natürliche Kunst (konkrete Kunst)) (AOO7)
Objekte als Wahrnehmungshilfen
- Wegweiser (Richtungs- und Verlaufsanzeigung)
- Wegmarkierung (Steinhaufen in Sichtweite)
Objekte die abwesende Subjekte sichtbar machen (AOO7)
- Menschliche Spuren in der Einschicht (da war schon mal wer)
- Bereitgelegte Werkzeuge/Bestecke; Sitzordnung (Kraft des Materials Susanne Ahrendt)
- Erinnerungsstücke, Tschuringa – Ahnenkult (...)
- Gedenksteine, Grabsteine, Denkmäler s.u.
Objekte die bestimmte Formen sichtbar machen (AOO7)
- Wiederholung, Rahmung, Abformung, .... (Tischtuch ohne Tisch)
Objekte die Bewegung sichtbar machen (Siehe: Bewegungssicht)
Objekte die Kräfteverhältnisse sichtbar machen:
- Visualisierung innerer Kräfte (C. Bartel)
Objekte die Materialität und Gewicht sichtbar machen (Siehe: Materialsicht)
Objekte die Zweck/Funktion sichtbar machen (Siehe: Funktionale Sicht)
Objekte die Kultur sichtbar machen (AOO7)
Objekte die soziale Verhältnisse sichtbar machen (AOO7) (Siehe: Soziale Sicht)
Objekte die Gott sichtbar machen (AOO7)
Objekte/Spuren die den Teufel sichtbar machen
Objekte die Machthabende bzw. Macht sichtbar machen (AOO7) (Siehe: Machtsicht)
Objekte die Zeit sichtbar machen (AOO7) (Siehe: Zeitsicht)
Situationen die Objekte Sichtbar machen (AOO7) (Siehe: Situative Sicht)
Radikale Auslöschung des Umfeldes im white cube macht Objekte sichtbar
Gibt es Objekte, die etwas (Situationen / Sachverhalte / andere Objekte) ausstellen?
Diese Fragestellung führt zu einer Untermenge der zuvor angeführten Beispiele.
Sichtbarkeit durch Absenz (durch Nichtverfügbarkeit) / Sichtbarkeit der Absenz
Siehe Detailbetrachtungen zur Ästhetik der Absenz
Gibt es Objekte die nichts sichtbar machen? (AOO7)
Die Natur macht nichts sichtbar, außer physikalische und ökosystemische Verhältnisse.
Die Natur verweist auf nichts (als auf den Schöpfer ....) (AOO7)
Der Mesch projiziert Gedanken auf die Natur.
Die Natur ist amoralisch und „hat“/“ist“ keine Kultur.
Wie können Objekte maximale Sichtbarkeit erlangen? (AO110)
(Siehe auch die weiter oben angeführten Strategien)
Maximale Sichtbarkeit
- maximaler Kontrast, maximale Differenz
- maximale Kontextabweichung
- maximale Einsehbarkeit (Umgang, Panoptikum, ...)
- maximale energetische Abweichung
- optimale Ausleuchtung
- erste „Lage“
- Leitsystem zum Ziel
- Tabubruch
Es gibt Objekte maximaler Unsichtbarkeit? (AOO7)
- maximale Unauffälligkeit (Unorte – P. Arlt, Fabrikanten)
- die große Zahl (Baum im Wald) (Sandkorn in der Düne)
- unsichtbare Objekte (Vertikaler Erdkilometer - De Maria)
Wie kann man die Visualisierungsleistung fassen?
Geht es um die Explizitheit des zu transportierenden Inhaltes?
07 Subversionssicht
Medienkritische Sicht
Sicht der Medien
(intermediale Ansätze)
Sicht der elektronischen Medien
Sicht der Kommunikation
Objekte als Kommunikationsguerilla
Objekte als Kommunikation
Objekte mit Fehlfunktionen
Welche Bedeutung hat der Trash-Ansatz?
Die Kunst der Intervention (Kontextstudie)
Störung festgefahrener Raum- u. Ereignisstrukturen
Implantierung von Fremdkörpern (C. Hasucha)
marginal platzierte Gegenstände ohne Allüren (Radermacher)
Vergl. Translokationen
Subversion - Ein Mittel, um ein Modell zu testen (J. Decter)
Sabotage
Sabotageakte (J. Decter) (Asher, Graham, Buren, ...) (Robert Jelinek)
Durch Restaurierung zerstörte Kunst (aus 1 mach 3) (Jason Simson)
++++
Medienkritik
Als Skulptur umgesetzte Bilder aus den Massenmedien (Wang Du) (Venedig)
Sicht der Medien
Umfassende Skulptur mit Materialien aus Massenmedien „Flugplatz Welt“ (Thomas
Hirschhorn)(Venedig)
++++
Kommunikationsskulpturen
BUMP – Telematische Installation (Wien – Budapest)
Winke-Winke-Maschine (G. Stocker)
Medienskuplturen
Medientürme (Hattinger: St. Pölten, Medienturm Graz)
Antennenskulpturen (Contained, Stadtwerkstatt)
Haben neue Medien Objektkonzepte verändert?
Vergl. die Diskussionen über Virtualität, Immaterialität, Vernetzung
Vergl. drahtlose Kommunikation
Vergl. Medienfassaden
Leben alte Skulpturbegriffe in den neuen Medien weiter? (Vergl. prix ars Austellungen im OK)
Kommunikationsmodelle (Kontextstudie)
Metakommunikation – Metakommunikative Mitteilungen
(Bateson) "Jenseits der Mitteilungen über einfache Codierung gibt es wiederum noch viel
subtilere Mitteilungen, die notwendig werden, weil Codes bedingt sind;"
Den Kontext kommunizieren (G. Bateson, T. Winograd, Austin, Searle)
"This is not a work of art" (Marcel Broodthears) Département des Aigles
Das Spiel mit der Urheberschaft
(Weibel - Loise Langford) (E. Surtevant) im Detail siehe: Falsche Fälschungen
(Duchamp)
meta-art (art & language)
08 Leibsicht
Körpersicht
Gustative Sicht (Geschmack;
einverleibend)
Sicht der Sexualität
Objekte als Leistung
Objekte als Zwangslage
Figurative Skulpturen (alter formalistischer Machart) bleiben in dieser Betrachtung fast vollständig
ausgeklammert. Grundsätzlich ist es aber eine spannende Frage, in welchen Zusammenhängen
figurative Objekte/Skulpturen noch realisiert werden.
Bringen „young british artists“ wieder mehr Körper ins Spiel? Ja:
(Jake & Dinos Chapman, Damien Hurst, Abigail Lane, Sarah Lucas, Ron Mueck,
Mark Quinn, Gavin Turk) (AOO4)
Figurative Skulturen stellen keine großen Geister und Machthabende mehr dar, sondern eher
bedrohte Körper (AIDS, genetische Manipulation, zerstückelt, entfremdet, leidende Körper,
Gewaltakte, ...).
Es geht also um verschiedene Sensationen und gefährlichen Situationen.
Ist die Figuration ein Opfer der Moderne ? (AOO4)
Moderne Architektur duldet keine Figuren. Die Figur wurde durch abstrakte Ewigkeitsformen
abgelöst (AOO4).
Ist die Figuration in andere Medien abgewandert (Film, Video, Photo, Computer, ....)?
Der Körper ist offensichtlich in die Performance übersiedelt. (AOO4)
Warum werden kaum noch figurative Denkmäler realisiert?
Keine Herrschaftsdenkmäler (Sergej Bugaev Afrika)
Museen und andere Großarchitektur gelten nun als Politikerdenkmäler
Ist es nach den Erfahrungen des 2. Weltkrieges und der Judenvernichtung nicht mehr möglich
glaubhaft figurativ zu arbeiten? (AOO4) Sind es nur noch die Themen des Grauens, die über
figurative Skulpturen transportiert werden?
(Hrdlicka) Gegendenkmal zum „Neutralisierung“ eines Nazi-Monuments
(Hrdlicka) Straßenwaschender Jude
(George Segal) Leiber am Boden u. 1 Person die aufs Meer schaut
Nachkriegsaufgabenstellungen: Eisbär, Kamel, Rehe, ...
Warum gibt es Stifterdenkmäler aber keine Thomas Bernhard Skulpturen?
Warum kommen schaurige Beispiele formaler Grauslichkeiten aus:
Ecuador, Paraguay, China, Senegal, ....
Sozialistischer Realismus
Keine Herscherdenkmäler – Niedergang in Osteuropa
Nachstellung einer mehrteiligen chin. Skulptur (Cai Guo-Qiang) Venedig
Wo findet man figurative Objekte in der Alltagskultur?
Geisterbahn, Wachsfigurenkabinett
Disneyworld
Kinderspielzeug (nach Filmfiguren), Puppen, Teddybären
Russische Steckpuppen
Figuren aus dem Märchenwald, Grottenbahnfiguren
Gartenzwerge, Vorgartenlöwen
Werbefiguren für div. Ladenketten, Erdölfirmen, ...
FilmhedInnen, ComicsheldInnen
Brückenheilige, Kruzifixe, Madonnen
Krippenfiguren
In der Kunst verwendete figurative Objekte der Alltagskultur
Oft sind es Kitsch-Installationen in denen dieser Ansatz aus der Alltagskultur und der
Pop-Welt übernommen werden.
Kitsch-Skulpturen in Kitschvitrinen (Liew Kung Yu)
Geisterbahn
Wachsfigurenkabinett – „Pop“ Revolvermann (Gavin Turk)
Disneyworld (Nelson Leirner)
Kinderspielzeug (nach Filmfiguren) (Nelson Leirner)
Russische Steckpuppen
Puppen, Teddybären (Philip Rantzer)
Puppenartige Figuren – ähnlich Volkskunst (Thomas Schütte)
Puppen als Projektionskörper (Oursler)
Cyber-Waldi (Venedig)
Figuren aus dem Märchenwald, Grottenbahnfiguren (Nelson Leirner, Boris Nieslony)
Schneewitchen und die Zwerge (Terry Allan)
Gartenzwerge (Nelson Leirner)
Vorgartenlöwen
Werbefiguren für div. Ladenketten, Erdölfirmen, ...
FilmheldInnen, ComicsheldInnen (Hung Tung-Lu, Jeff Koons, Wang Du)
Spritzguß-Außerirdische (Martin Wolke)
Zombies (Robert Longo)
Science fiction „Flüssigmetall“-Figuren (Thomas Schütte, Marc Quinn)
Brückenheilige, Heiligenfiguren (Peter Arlt) (Walter Ebenhofer)
Kruzifixe
Schokolade Kruzifix (Egle Rakauskaite)
Madonnen (Nelson Leirner, Katharina Fritsch, Rose Garrard) s.u.
Krippenfiguren
Verfall der handwerklichen Fähigkeiten – Fragen des Aufwandes (AOO4)
Spoerri mußte in Bulgarien produzieren lassen. In China gibt es noch Steinschneider.
Von Stein, Holz und Metall wurde auf div. Kunststoffe ausgewichen.
In Wien gibt es eine MK für figurative Bildhauerei (Prof. Fasller)
Zurückgreifen auf bestehende Skulpturen
Antike Statuen (Jannis Kounellis, Hans-Peter Feldmann)
Klassische Schönheiten (Giulio Paolini, Jannis Kounellis, Michelangelo Pistoletto)
Installationen mit antiken Figuren (Giulio Paolini)
sculptures on the air – Herumfliegen existierender Figuren (Ayse Erkmen)
Versammlung von Statuen (Peter Arlt)
Ankopplung des Körpers an Maschinen - Gesteuerte Körper
Entfremdungen
Verschmelzungen mit Maschinengestellen, organisch maschinelle Monster (Bruno Gironcoli)
Siehe: Körpererweiterungen
Gesteuerte Muskeln (Huge Harry – Gesichtsmuskelsteuerung)
Lachgaskammer – Der meschliche Körper als Materie (Henrik Plenge Jakobsen)
„Übermensch“ Physikergenie in Rollstuhl (Jake & Dinos Chapman)
Alltagskörper als Skulptur (undramatische, unbeschwerte Körper)
Fast nur in der pop art
Naturalisten, Realisten
Körperabformungen (John de Andrea, Magdalena Abakanowicz)
Abformung – Hohlform in Seife (Janine Antoni)
Hyperrealistische Nachbildungen von Personen (Duane Hanson)
Figurative Vorzeige/Stellvertreter-Plastiken
Eingesetzt als Regel von der Ausnahme (Katsura Funakoshi, Ousmane Sow, ~Balkenholm)
„Sensationen“ für den Körper
Extreme physischer Erfahrungen / Extreme Körpererfahrungen
(Contained: Rotationskäfige in Flammenhülle, Schleuderstühle, ..)
Werke aktiv mit dem Körper „erfahren“ (Franz West)
Sensationelle Körper
Figur auf einer Stange gehend (Thomas Schütte)
Angstkörper / Traumatisierter Körper / traumatisierende Körper
Alptraumfiguren – Rattenmonster (Katharina Fritsch)
Gespensterwesen (Juan Munoz)
Bedrohliche Wesen auf Kugelkörpern (Juan Munoz)
Figuren ohne Füße (Juan Munoz)
Vom Karussell geschleifte Körper (Bruce Nauman)
Schaffelle auf Bambusstangen – Schaf-Gefahr (Huang Yong Ping)
Aufgerissene Fließenwände mit Innereien (Adriana Varejao)
Mutierte Körper
In Zeiten der Genmanipulation und der Clones ein Thema
Konservierte Mißbildungen (Narrenturm Wien)
Mutationen, verwachsene Körper (Jake & Dinos Chapman, Bruce Nauman)
„Zygotic acceleration, biogenetic, de-sublimated libidinal model (Jake & Dinos Chapman)
Das Anti-Erhabene; Das Anti-Sublime
“Tragic Anatomies” – Vertrieben aus dem Paradies (Jake & Dinos Chapman)
Riesenbaby (Ron Mueck)
Köpfe und Körperteile von Popstars, Filmstars, Busenwunder ...
auf andere Körper versetzt (Wang Du)
Operierte Körper (Orlan) Eigener Körper als öffentliche Skulptur
Bienenwachspolster halb Mann/Frau (Robert Gober)
Genetlinge (Wünsche Gerhard)
Biomorphe Skulpturen (Vergl. Ansätze in der Architektur)
(Hans Arp, Henry Moore) (Tony Cragg)
“krankhaft” mutierte Vasen (Biefer/Zgraggen)
Gefolterte zerstückelte Körper
(Jake & Dinos Chapman)
Fragmentierte Körper – Körperfragmente
Abgetrennte Körper (Bruce Nauman)
„von der Hand in den Mund“ (Bruce Nauman)
Körperteile in ungewöhnlichen Sitautionen/Kontexten (Robert Gober)
Zusammenstellungen von Körperteilen (H. Bellmer)
Abject als Objekt (Ausstellung: Abject Art 1993)
In Scheiben zerschnittene Körper (Damien Hirst)
Körperfragemente (Mundpartie) (Sarah Lucas)
Puppenkörper-Fragmente (Lia Menna Barreto)
Abgezogene Häute (Marc Quinn)
„Mamelles“ (Louise Bourgeois)
Inszinierte plastinierte Menschenkörper (von Hagen)
„Hymn“ Lehrbehelf aus Anatomieunterricht 6 m hoch (Damien Hirst)
Protesen – Ersatzkörper (...)
Schuhobjekte (Birgit Jürgenssen)
Büsten:
Aufpoliertes Selbstporträt (Karin Sander) Popstars (J. Koons) Köpfe (F. West) (Kippenberger)
Virtuelle / abgetastete Körper
(Wohlgemut)
(Salzmann) Blinder Künstler der figurativ arbeitet
Dargebotene Körper
Nacktes Modell auf Tafel des Eröffnungsbuffets mit Nahrungsmitteln (Meret Oppenheim)
Der Körper als Punschkrapferl (Vergl. good enough to eat - Iceland Love Corporation)
Vergänglichkeit der Körper - Erinnerung an verflossene Körper
(AIDS Memorial Quilt): Stofftiere, Krematoriumsasche
Dead Dad (Ron Mueck)
Schädel – memento mori (Dinos & Jake Chapman)
Als Kreuz inszeniertes Skelett (Damien Hirst)
Skelette als Ersatzkörper (Stephan Huber)
Krankheit & Körper
„The Void“ mit 8000 handgearbeiteten Pillen (Damien Hirst)
Stofftiere u. ausgestopfte Tiere als Ersatz für abwesende Körper
Eingenähte Stofftiere (AIDS Memorial Quilt)
Teddybären als Ersatzfiguren (Philip Rantzer)
Schaubilder mit Plüschtieren (Mike Kelley)
Ausgestopfte Lebewesen als Objekt (Gilles Barbier, P. Greenaway, Paul Thek)
Ausgestopfte hybride Wesen (Fabeltiere) (Thomas Grünfeld)
Tiere aus der Märchenwelt (Bär: Mark Dion) (Bremer Stadtmusikanten: Maurizio Cattelan)
Tierskulpturen: Kamele (Nancy Graves) Nashorn (Dietmar Hochhauser)
Riesenteddy-Skulptur (Charlemagne Palestine)
Tötungsmaschinen – Abwesende Körper (Lucinda Devlin)
Konservierte Tierkörper
(Damien Hurst)
Tierpräparatoren (Attila Kosa)
Kleidungsstücke als Ersatzkörper
(Cartsten Höller & Rosemarie Trockel)
Mehrschichtige Kleidung als Körperersatz (Erwin Wurm)
Körperabformungen, Hautkleider (Irmi Kapeller)
abgeformte Körper (Magdalena Abakanovicz)
Existentielle Fragen (Siehe eigene Sicht)
Kopf aus 5 Liter gefrorenem Eigenblut (Kühlaggregat) (Marc Quinn)
Soziale Konstellationen
Vater, Mutter, 2 Kinder in einer Größe – Riesenkind (Charles Ray)
Übergroße Managerin (?) (Charles Ray)
Gr. anzahl ausgestopfter gesichtslose Puppen (Katharina Fritsch)
(Bruno Gironcoli)
Einsamkeit (Segall)
Sicht der Sexualität (Ausschnitt aus der Kontextstudie - Repolitisierung)
Sex mit Politikern (Siehe: Sicht der Sexualität)
(Jeff Koons) Jeff u. Ilona - Sexskulptur
Homosexualität (C.P. Müller) (Siehe: Sicht der Sexualität)
(Tom Burr) Pfade des Begehrens
(Felix Gonzalez Torres) Perfekt Lovers ... 2 synchrone Uhren
(Attila Richard Lukacs) Selbstdarstellung als Homosexueller
Der Künstler fickt sich selbst – Abguß der eigenen Figur (Charles Ray)
Sexistische Skulptur – Frau als Tischunterbau (Allen Jones)
AIDS (act up) (Siehe: Sicht der Sexualität) (Felix Gonzalez Torres)
(AIDS Memorial Quilt)
“Misfit” (Abigail Lane) “Bunny” (Sarah Lucas)
Geschlechtslose Engelwesen (Unschuldsengel) (Judy Fox)
„Family Secrets“ – Puppen zum Thema Kindesmißbrauch (Morton Bartlett)
Sexpuppen (Helmut Newton)
Siehe auch: Fetisch-Objekte und SadoMaso–Objekte (s.u.)
Körper wie Schaufensterpuppen
Abguß der eigenen Figur (Charles Ray)
Illustration sonderbarer Pioniere mit Puppen – Fliegerfiguren (Panamarenko)
Ausscheidungen des Körpers
(C. Kolig) Cloaca (Wim Delvoye)
Abdrucke des Körpers - Körperspuren
Anus (Jean-Michel Othoniel)
Überdimensionale Gesichter
In der Photographie gibte es einige Beispiele. Sonst eher nur „schlimme“ Beispiele:
Eingangssituationen (Andre Heller); (Wünsche Gerhard)
Sehnsucht Gesichter anzuschauen
Geschichtete Gesichter (C. Bartel)
Dinge/Objekte mit „Gesicht“ (Katzenaugen-PKW)
Körpergerechte Arbeiten – Ergonomie
(F. West)
Gestaltete Menschenkörper
Gestaltete Menschenkörper (Haartracht, Tätowierung, plastische Chirurgie)
Medienkritische Skulturen (Wang Du)
Wissenschaftskritische Skulpturen
Köpfe aus dem anatomischen Institut (Christine Borland)
Wahrnehmungsfragen (Giacometti)
Körperplastik (s.u.)
body sculpture (Siehe: performance art context)
Der Körper als Material
Skulpturale „Kleidungsstücke“ (Pat Oleszko)
Vitrinen mit Kleidungsstücken (Charaktere) (Christine & Irene Hohenbüchler)
Bauch als Objekt der Betrachtung (P. Greenaway)
„sinnliche“ Formen in der Objektgestaltung
Corporal Areas (Lucinda Devlin)
klinische Orte: Chirurgie, Pathologie
Gustative Sicht (einverleibend)
Hostien der New Eva Vereinigung
Säugung an der Champagner Bar (FLAP)
„Lick and Lather“ 14 Köpfe (Schoko und Seife) abgeleckt und abgegriffen (Janine Antoni)
Verschluckte Kamerasysteme – Magen als Hohlraumplastik (Stelarc)
Gemüseinstrumente
Brustwarzensüßigkeiten (xxx)
09 Alltagssicht
Alltagssicht
Sicht der Warenwelt
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
als
als
als
als
als
Leben
Fest
Lebenskunstwerk
Aufenthaltsort
„Übersetzung“
stark besetzte Alltagsobjekte (Tisch, Sessel, Schuhe, Kleidungsstücke)
Festschmuck
Der geschmückte Mensch
Schmuckgestaltung (s.u. Schmuckobjekte)
Mit Perücken aufgetakelte Truthähne (Meyer Vaisman)
Festobjekte – Barocke Sicht
Festliche Tischinstallation „High Yellow“ (Franco Mondini Ruiz)
Wohnskulturen / Wohnobjekte – prototypische Situationen
Auf 4 m2 reduzierte Wohneinheiten („kleiner Kern der Volkommenheit“) (Andrea Zittel)
Katalog: Living Units – Andrea Zittel
Selbstversorgungsobjekt
Mobil-Alltagskultur (Atelier van Lieshout)
Buch: the good, the bad + the ugly – Atelier van Lieshout
Stark besetzte Alltagsobjekte
Tischprojekte: Boris Nieslony, Fabrikanten
Prototypischer Tisch als Ausgangslage / Katalog: zu Tisch (Tischbearbeitungen) – Sabine Bitter,
Helmut Weber, Gottfried Bechtold, Iris Andraschek, Manfred Wakolbinger, Gunter Damisch, Robert
Mittrinker
Hoteleinrichtung als Ausgangssituation (Auseinadersetzung mit Räumen im Hotel)
(„das Temporäre“ MK Bildhauerei Linz) (Hotel Greif Wels)
Zielraum, Grünraum, Vorraum, Scheinraum, Bildraum, Ausräumen, Verräumen,
Einraumen, Wahrnehmungsraum, Außenraum, Fernsehraum, Raumsinn, Umräumen,
Translokation, Spielraum, Normraum, Maschinenraum, Zentralraum, Sicherheitsräume,
Fluchträume, Freiraum, Gedenkraum, Raumnot, Lebensraum, Arbeitsraum,
Gesprächsraum, Repräsentationsraum, Rückbau
Reality quality
Authentische Situationen (Ilya Kabakov)
Dokumentarische Raumistallationen (Ilya Kabakov)
Hotel- und Zoobilder (Lucinda Devlin)
Psychische Dimensionen von Interieurs – Das „reine“ Interieur (Lucinda Devlin)
totale Schmucklosigkeit – pure Sitzordnung (Hinrichtungsgäste) (Lucinda Devlin)
Nachbau der privaten Lebenswelt an einem anderen Ort (Rirkrit Tiravanija)
Die Welt der Alltagsgegenstände (Fischli & Weiss)
Schlafzimmer Ensemble (C. Oldenburg)
Was macht das Ding zum (Kunst)Werk? In der Regel der Kontext. (AOO2)
(vergl. 100 objects to represent the world)
Alltagsgegenstände zur „Würde“ von Kunstwerken erheben (Haim Steinbach)
Schweinestall, Aquarium (Carsten Höller & Rosemarie Trockel)
Anhäufung von 100derten Objekten – 1000de Eindrücke – Materialwust (Jason Rhoades)
Anhäufung von abfeormten Alltagsgegenständen (Martin Dickinger)
einmachen, einkochen, einfrieren, aufheben, aufsparen, aufbereiten, horten ... von Geschmack,
Gefühl, Empfindung ... durch verwässern, verlängern, verdünnen, verdicken, strecken, stocken ...
Abschluß & Absenz von Luft und Atem (Tupper-Werke Michelle Schwenter)
eingenähte Alltagsobjekte (Renate Herter)
Abformung von Alltagssituationen (Pissoir-Wände) (Christian Sery) Stiftergalerie
„es ist ein Fehler, wenn man Kunstformen mit Lebensformen vermischt“ (Gerhard Merz) (???)
Was unterscheidet Kunstobjekte von Alltagsobjekten? (AOO3)
Nur das Diskurssystem und der Ort der Präsentation/Nutzung ....
Sicht der Warenwelt
Alltagskitsch
Arbeiten mit Gartenzwergen (Nelson Leirner)
Minirkonsolen mit Alltagskitsch (Franco Mondini Ruiz)
Möbel-Objekte / Objektmöbel / Skulpturale Möbel
(Gerhard Müllner-Bulart) Einrichtung Galerievorraum der Stiftergalerie
(Siobhan Hapaska) Schlafskulptur (Wasser, Fell)
(Stephan Huber) Vergrößerte Teller als Tisch
Sesselprobleme (Abschnitt aus der Kontextstudie)
Bestimmte Alltagsgegenstände werden bevorzugt herangezogen, um diese Themenstellungen zu
diskutieren: Sessel (Tisch, Waschbecken, u.ä.)
(Paolini) ... zu Wittgenstein
(Magdalena Jetelova) Der Marsch (Sessel als Skulptur)
(Bruce Nauman) Südamerikanisches Dreieck (Sessel als Stellvertreter für Menschen)
(Thomas Locher) Ontologische Modelle 1
(Elaine Sturtevant) Installation Allan McCollum, Surrogates
(Philippe Parreno) Ausstellung: Backstage
(John Armleder) Ausstellung, Castello di Rivara
(Stefan Huber) Ich werde dich töten
(Mariusz Kruk) O.T. - Möbel und Rahmen erzählen ...
(Mariusz Kruk) O.T. documenta (Sessel)
(Maria Serebriakova) O.T. (3 weiße Säulen auf Sessel - Tisch - Sessel)
(Timm Ulrichs) Stuhltisch mit 3 Stühlen
(Scott Burton) pair of granite chairs
(Reinhard Mucha) o.T., Telefonzelle ...
(Ken Lum) o.T., ... Sitzinsel
(Joseph Kosuth) One and Three Chairs
public sculpture
(Yuji Takeoka) (... Eisstand als Skulptur; Fuzo-Einrichtung neu gruppiert)
(Regina Möller) Katzenbaum als Skulptur
Je höher die Qualität der Alltagsobjekte, desto geringer die Qualität der Kunstobjekte?
10 Emotionale Sicht
psychoanalytische Sicht
psychophysische Sicht
Sicht der Zerstörung
Rezipientensicht
Taktile haptische Sicht
Objekte, die zur Handlung herausfordern
Objekte als analytische Setzung
Wie mißt man Kunst? „An der Intensität der Emotion. die sie auslöst“. (H. Szeemann)
Grad der Unmittelbarkeit als Maß für Emotionalität?
5 Basisgefühle:
Hunger
Angst (Angstlogik), Grauen Panik, ...
Wut (Wutlogik), Verbitterung, Aggressivität, Haß, Schadenfreude, Härte, Strenge,
Sadismus, Grausamkeit
Trauer (Trauerlogik), Scham, Nostalgie, ...
Siehe: Objekte die schreckliche Geschichten erzählen
Freude (Freudelogik), Lust, Ekstase, Übermut, Albernheit, Festlichkeit, Entspanntheit, ...
Lustobjekte (...)
Objekte, die für Entspannung sorgen (...)
Objekte, die Unterhalten (...)
Weiters zentral:
Interesse (Interesselogik), Aufmerksamkeit, Erregung, Spannung, Begehren, Gier,
Überraschung, Schreck, ...
Ekel, Zweifel, Rauschhaftigkeit, Distanzlosigkeit, Besessenheit, ...
Ekelobjekte, Ekelmaterialien (...)
Liebe (Liebeslogik)
Liebesgaben (...)
Stark kulturdeterminiert: Scham, Schuld, Begeisterung, Ergriffenheit
Gestaltpsychologie(Acconci, Buber, Köhler, Lewin, Wertheimer)
Fetisch-Objekte (besetzte Objekte) Siehe auch: Körpersicht
(Sammelband: Grand Street Nr.53 - Fetishes) (Buch: Peter Gorsen - Sexualästhetik)
Schuhmaske (Birgit Jürgenssen)
Afrikanische Masken; Gummimasken; Strumpfmasken; Ledermasken (Nancy Grossmann)
Hundehalsbänder; Peitschen; Handschellen; ...
Stöckelschuhe (Helmut Newton) Warenfetischismus (Silvie Fleury)
Penissofa, Penisboot „Violet Obsession“ (Yayoi Kusama)
Dildo-Sammlung (Haim Steinbach)
Behindernde Fußgerüste (Helmut Newton)
Protestenobjekte (Henri Nouveau)
Bondage – Verknotungen aller Art (Man Ray, Hans Bellmer) Vergl. Christo
SadoMaso (Fesselspiele) / Bondage-Ballon (Luftabsaugung)
Maschinen der Kraftkammer (Haim Steinbach)
„Präservativwurfmesser“ (Renate Bertlmann)
Puppenobjekte, Puppenfetisch (Hans Bellmer, Pierre Molinier, Oskar Kokoschka)
„Brautkleid“ „Phalloplastik“ (Jürgen Klauke)
Vogelhaus mit S/M-Adjustierung (Wim Delvoye)
Das Lustprinzip – Sublimation: ein Spiel mit ernsten Problemen
SadoMaso – Objekte (Siehe auch: Körpersicht)
(Fesselspiele, Schlagspiele, Cuttings, ...)
Vergleiche auch: Foltergeräte
Bondage-Fesseln
Käfige
Galgen (für Kopfüberhängungen)
Gynäkologenstuhl
Gummihüllen
Nagelbrett, Streckbank
Fliegenklatsche, Peitschen
Zerstörung/Zertrümmerung
(Zertrümmerung des 1000jährigen Travertinfußboden – H. Haacke)
Siehe: Demontage (als Phase des Objektes)
Verstöße gegen Kontextangemessenheit (Kontextstudie)
unangemessen / unerwartet
- Im Kontext unangemessen s.o. (situative Ansätze)
- Tabuverletzungen
(H. Nitsch, V. Export, A. Kosa, R. Zendron, Vito Acconci)
(Cornelius Kolig) Donner und Blitz ... Scheiße numerisch
Künstler die gegen emotionale Ansätze kämpfen: (P. Weibel) Angriffe gegen Hattinger
„Gefühle sind nichts besonderes und Kunstwürdiges“ (Gerhard Merz) (???)
„Gefühle sind formlos“ (Gerhard Merz) (???)
Welche Objekte bewegen? Welche Kunst wühlt auf? (AOO3)
Gibt es kleine Dinge die berühren? Babyjäckchen mit Herzschlag (durch Motor simuliert)
Kindchenschema?
Berührt sein durch das Eindringen in Intimbereiche
Extreme Bedrohlichkeit: Größenordnung, Übermächtiges, labiles Gleichgewicht (Serra)
Flammenmeer (Stadtwerkstatt)
Alptraumhaft vergrößerte Ratten (Katharina Fritsch)
Verfeinerte Bedrohlichkeit – Momente der Gefahr (C. Bartel)
Schreckmomente: Explosionen, Unerwartete Objektbewegungen
Angstmomente: (Gelatine)
Schauriges, Martialisches: Flammenorgeln (Dantes Orgel)
Ekelerregendes: (...)
Beschmutzte Objekte: Beschmutzte Körper (Versumpfung – Otto Mühl)
Katastrophisches: Lawinensprengungen bei Nacht (Lepka), warten auf den Gletscherabbruch
Traurigkeit: Gekippter Kasten mit Kleidungsstück (Kruck)
Gedemütigte Objekte: total gedemütigte Fahrräder (Boris Nieslony)
Objekte, die ihre Form verlieren: (...)
Objekte, die in ihrer Erscheinung etwas anrühren: (...)
Emotionalität von Licht: Opake Objekte
Emotionale Materialität: Wasser funktioniert emotional (Stefan Banz)
Beruhigende Gestaltungen: ZEN Gärten, Minimalistische Objekte, Ruhepole, Fixpunkte, Stabilität
Höhlensituationen: (Stollenprojekt steirischer Herbst) Lichtdichte Objekte
Enge: Riesiges Objekt, das bis auf 60 cm den ganzen Raum ausfüllt (Angst-Räume)
Gefangen, umschlossen: Leergepumpte aufblasbare Architektur
Dinge die bluten, Dinge die Tränen (div. Marienstatuen)
Den Rezipienten mit allen seinen Ängsten und Vorurteilen fordern (A001)
Hinabtauchen ins Ungewisse, Engstellen, unter Wasser, nur ein Ausgang (Gelatine)
Extreme physischer Erfahrungen (s.o.)
In den Dimesionen veränderte Objekte berühren (Verkleinerungen u. extreme Vergrößerungen)
Verräumlichung von Träumen – Keramikskulptur – synthetischer Stil (Elmar Trenkwalder)
Traumszenarien (Dorothea Tanning)
Emotion wird weiters bedient: Prater, Pop, Film
Objekte die schreckliche Geschichten erzählen (Siehe: „böse“ Objekte)
Gaskammern (unscheinbare Räume mit Öffnung), Folterkammern, Folterinstrumente, Waffen
„Hell“ – Das mikro-monumentale Inszenierung von Holocaust (Jake & Dinos Chapman)
Siehe auch: Denkmalsicht
Gewalt, Trauma, Enteignung galten lange Zeit als nicht präsentierbar und auch nicht
repräsentierbar.
Subjektivität /vs/ Objektivität der Objekte (?)
Vergl. apparative Objektivität (maschinengestützter Abbildungen)
Angst und Sicherheit (Vergl. Studie zur Sicherheitssicht) Sicherheitsdiskurs
(M. Zinganel – Die Produktivkraft des Verbrechens) Vergl. Machtsicht
Sicherheitseinrichtungen
Überwachungsinstallation (Julia Scher) Bewegungsmelder (Sabotage)
Selbstverteidigungsobjekte s.u. (Atelier van Lieshut)
Objekte die einschränkend wirken:
Zäune, Umzäunung, Gartenzaun, Drahtverhau, Gitter, Wände, Wälle, Mauer, Abgrenzungen...
gestapelte Apsperrgitter (Olaf Metzel)
abwehren (Buch: Transfer): Panzerung, Waffen
Großskulpturen in flachen Brunnen als Barriere für Bombenattentäter
Bunkerobjekte, Bunkerarbeiten (Leo Schatzl - Hofgasse)
Objekte als Überlebenseinheiten (Absolon)
Zonen: Tabuzone (Leo Schatzl)
Schutzzone (für Pflanzen) Künstliche Wildnis „sanctuarium“ (Herman de Vries)
Schauplätze der Kriminalität als Szene (Festival der Regionen)
Tabumaterial Fleisch (Thomas Lehnerer, Jana Sterbak)
In Tüchern eingeschlagenes verwesendes Fleisch (Damien Hirst)
Skateboard aus Schweinsschwarten (Jose Antonio Hernandez-Diez)
++++
Rezipient = Nutzer = Anwender
Welche Objekte fordern den Rezipienten heraus ?
Geheimnisvolle Zonen
Unterwasserbereiche (Gelatine)
Interaktive Objekte
Interaktive Skulpturen (Vergl. ars electronica)
Der „distanzlose“ Tastsinn (der „niedrigste“ der 5 Sinne) (Haut auf Haut)
Berührungsverbote
Berührung als die höchste Form der Intimität
Berührungsängste
Menschlicher Aufzug (weitergereicht werden) (Gelatine)
Tunnel (zw. fetten Leibern durchgereicht werden) (Gelatine, Abramovic)
Hautgefühle vermitteln (Gelatine – Fette Leiber)
Haptische Materialität
„geile“ Materialien (Siehe Detail)
Durch Handhabung rezipieren (F. West)
Haptische Dimension in der Erzeugung
Taktiles (Objektserie von C. Kolig)
Taktile Poesie, Arm- und Nackenstützen (Josef Bauer) 1969!
Paßstücke (F. West)
Taktiles – Flüssigkeitsgefüllte eiförmige Ballone (Martin Walde)
Extreme Bedingungen
Im Flammenmeer (Contained, Time´s Up)
Flammenwerfer (SRL, Just)
Räume der Selbsterfahrung (Bruce Nauman) (Vergl. Gelatine)
Korridore, Tunnelmodelle – bedrängende existentielle Erfahrung
Architektonische Mittel zum Zweck der Auslösung von Emotionen
Neonlicht als psychlogisches Mittel
Nicht die Anschauung, sondern das körperlichen Abschreiten gibt Aufschluß
Psychophysische Erlebnisräume
Selbstwahrnehmung /vs/ Werkwahrnehmung (DG) s.u.
(Vergl.
Gelatine)
Ein weiterer Schritt in Richtung Erlebnisgesellschaft? Der in unseren Breiten mäßig „gefährdete“
Mensch holt sich „intensive Erfahrungen“ beim Tauchen, Springen, im Flammenmeer, ....
Man will sich wieder „spüren“ ... (Vergl. div. Hautpenetrationen) ... ich lebe ... ich denke .... ich
empfinde ...
Objekte müssen heute als „Ganzkörperkunstwerke“ funktionieren (Zendron).
(AOO1)(AOO2) s.u.
Den Rezipenten „umfassend“ herausfordern (Siehe auch: Biomechanische game show – time´s up)
Neue Sinnlichkeit und Emotionalität ? (AOO1)
Gleich in der ersten Sitzung die Emotionalität als Thema.
Als Begriffe werden Sinnlichkeit und Emotionalität sehr „unsauber“ verwendet. (AOO2)
(... im Detail siehe: Sicht je Sinnesorgan)
Neue „Nähe“
Nicht aus der Distanz eine Aktion miterleben, sondern selbst im Zentrum der Handlung stehen.
Fluchträume – „Escape Vehicles“ (Andrea Zittel)
Perfekte Simulation von Sensationen im Flugsimulator für Kampfhubschrauber (G-Hose,
Angstchemie, ....)
Das verborgene Werk (Ausschnitt aus der Kontextstudie – Ästhetik der Absenz)
Indem sich das Kunstwerk der direkten Betrachtung entzieht, steigert es die
Aufmerksamkeit und die visuelle Lust des Betrachters
(J. Kosuth) Passagen-Werk ... Mit Tüchern verhängte Werke; visueller Eindruck durch Worte ersetzt
Ausgeschlossenheit
(Dennis Adams) Cash Window ... Schalterfenster, toter Mann
.... Siehe: Maria Eichhorn, Stehpult u. Plakat
(Horst Müller) Zwei einander spiegelnde Spiegel (Vergl. Spiegelbilder)
... Der Betrachter ist auf sich selbst verwiesen
Grenzen setzen (s.o.)
(Haim Steinbach) Black Forest wall .... Museumsfremde Wand verweigert Blick auf
dahinter verborgene Werke Seh-Barrikade, Fensterl, Blicklust, Voyeur (Vergl. Duchamp)
(Heimo Zobernig) o.T. ... der unzugängl. Ausstellungsraum
Den Ballast der Vergangenheit verbergen
Weitere: Madelon Hooykaas, Elsa Stansfield
11 Feministische Sicht
Politische Sicht
Interkulturelle Sicht
Sicht der Weltanschauung
Objekte als politisches Phänomen
(Objekte in der Politik)
Objekte als Demonstration
Objekte als politische Strategie
Objekte als Praxis der Destabilisierung
Objekte als Subversion
Objekte als Kommunikationsguerilla s.o.
Feministische Sicht
Inhalte feministischer Objektkunst
Körperkunst wider die Semiotik des Kapitals (Birgit Jürgenssen)
Gender Fragen, kulturelle Konstruktionen des Weiblichen (Birgit Jürgenssen, Valie Export)
Rollenbilder – Weibliche Bomberpilotinnen (Simone Aaberg Kaern)
Transparenter „Frauenraum“ (Valie Export – Wien)
Ein Veranstaltungsraum – Rundum mit Glaswänden – maximale Öffentlichkeit
Feministische Objekte (?)
(Im Bereich der Performance, Video-Kunst und Photo-Kunst, Literatur ist ein viel größere Bandbreite gegeben)
Strumpfhosen, Strumpfobjekte, Stöckelschuh, Korsett, Küchengerätschaft, Stickerei, ...
(Camille Grey) Lipstick Bathroom
(K. Struber) Lippenstiftgefärbte Gipshohlräume in Buchrückenform
(Valie Export) Photoobjekte, Tapp- und Tastkino
(Birgit Jürgenssen) Hausfrauen-Küchenschürze (in Herd-Form)
Stöckelschuh-Absatz-Objekte, Schuhmaske, Schuhsessel
(Elke Krystufek) Kinderzimmer-Installation
(Su Richardson) gehäkeltes Frühstücksset
(Renate Bertlmann) (Pornographie; Krieg der Geschlechter)
(Rebecca Horn) Der Kampf der Geschlechter (Installation documenta)
(Trockel) xxx
(Eva Hesse) xxx
(Cindy Sherman) xxx
(Rineke Dijkstra) Photoarbeiten: Identität und Blick
(Niki de Saint Phalle) xxx
(Friederike Pezold) xxx
(Louise Bourgeois) Körperfragmente
(Helen Chadwick) (Pißblumen: in den Schnee urinierte Ausformungen)
(Dorothy Cross) xxx
(Nancy Davidson) (Aufblasbare Skulptur in Korsett)
(Alba D´Urbano) (Kostüm bedruckt mit nacktem Frauenkörper)
(Silvie Fleury) (materielle Kritik der Moderne)
(Judy Fox) (Unschuldsengel)
(Orlan) (Fleischliche Kunst)
(Ava Gerber) (Strumpfhalterobjekte)
(Jana Sterbak) (Fleischkleid)
(Irina Nakhova) (Hülle über Frauenstatue bläht sich zu einem Phallus auf)
(Annelies Oberdanner) (Fragmentierte Körper)
(Meret Oppenheim) („mein Kindermädchen“ Stöckelschuh als Hühnchen angerichtet)
(Judy Chicago) Tisch: the dinner party
(Janine Antoni) Essen, Baden, Putzen in skulpturale Prozesse verwandeln
angenagte Schokolade- und Schmalz-Blöcke
(Renée Green) Südstaatnszenen auf edlen Stoffen (Tapeten, Möbel)
(Sarah Lucas) Objekte der Begierde
(Yoko Ono) xxx
(Martha Rosler) Politische Installationen
Kontraproduktive Zuschreibungen
Textilkünstlerin, Töpferin, ...
„Skulptur – Figur – Weiblich“ (Ausstellung in der OÖ Landesgalerie)
Geschlechterspezifische Objekte?
„Männliche“ /vs“ „weibliche“ Herstellungsverfahren (Vergl. dazu die Geschlechterverteilunhg in MK)
(Ulrike Lienbacher nutzt die „männlichen Verfahren“ um weibliche Anatomie in
minimalistische Skulpturen zu gießen)
Feministische Proteste zu Skulpturen
(Allen Jones) Tischskulptur – fetischistische superrealistische Skulptur (Glasplatte auf
Frauenkörper)
Die Frau als Bild (Buch: Silvia Eiblmayr)
(Hans Bellmer) Die Puppe
(Marcel Duchamp) Gegeben sind: 1. Das Gaslicht 2. Der Wasserfall
Feministische Theorie (Ausschnitt aus der Kontextstudie - Repolitisierung)
(I.Graw, V. Export, Renate Herter)
(Valie Export) Tapp und Tastkino
Weibliche/Männliche Ästhetik (Sylvie Fleury) Hinterfragung der Materialien, Farbgebung
(soziales) Geschlecht (= Gender) und Sexualität
(Vicky Alexander, Laurie Anderson, Judith Barry, Erica Beckman, Gretchen Bender, Dara
Birnbaum, Barbara Bloom, Sarah Charlesworth, Nancy Chun, Nancy Dwyer, Barbara Ess,
Connie Hatch, Jenny Holzer, Mary Kelly, Silvia Kolbowski, Barbara Kruger, Louise Lawler,
Sherrie Levine, Martha Rosler, Cindy Sherman, Alexis Smith, Valie Export)
++++
Interkulturelle Sicht
Kontinente Skulptur (Materialien aus 5 Kontinenten) (Walter De Maria)
Kompositdenkmäler (Zusammenführung von Steinen aus unterschiedlichen Regionen)
Siehe auch: Denkmalsicht
Zusammenführung von Erden aus versch. Regionen (...)
++++
Politische Sicht
Siehe im Detail: RePolitisierung.doc (H.K. Ventura – Politische Kunstbegriffe)
Objekte als Zeugen (Räume, Kleider, Koffer, Folterwerkzeuge)
Politisches Material, politische Objekte (Weizen ein politischer Stoff / Kornfeld mitten in Paris)
Norikum-Kanonen als „Denkmal“ (im kurdischen Teil des Irak)
Objekte als Stellvertreter politischer Ideen (7000 Eichen – sukzessives Verschwinden - J. Beuys)
Politische Monumentalskulpturen (J. Beuys)
Siehe auch Atmosphären-Studie:
Politische Objekte (politische „Atmosphäre“), Herrschaftsobjekte (Herrschaftsatmosphäre)
Politische Sicht – Repolitisierung der Kunst (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
- politisch konzeptualistische Praxis
(Fend, Graham, Haacke, Kosuth, Situationisten)
(Robert Morris, Tschernyschewa, F. Armaly, ...)
(Bernhard Cella) Staatsteppich - belg. Generalkonsulat ... Waffen auf Teppich aufgedruckt
(Stadtwerkstatt) Schöne neue Stadt - Streit im Quartier
(Joseph Beuys) 7000 Eichen
den ökonomischen Kontext denken / ökonomischer Kontext (Siehe: ökonomische Sicht)
(Krzysztof Wodicko) Projektion Stuttgarter Hbhf ... "Mercedes wacht" über Stuttgart
Der Turm des Bahnhofs ist zentral für das Werk
(Fischli / Weiss) Fassade in Zürich ... how to work better ...
(Jirij Leiderman) Sofort nach der Eroberung wurde Grönland aufgeteilt ... (Kühlschrank u. Karte)
- institutional critique (Begriff von: F. Jameson zu: H. Haacke)
Elitedenken / Klassendenken / Rassedenken
(Asher, Birnbaum, Buren, Fraser, Graham, Haacke)
Systemimmanente Analyse (J. Decter)
Wir müssen erkennen, daß die kontextspezifische und institutionskritische Kunst
versagt hat .... die Beziehungen zw. der Verwaltung, den Kuratoren und Künstler
werden daher als inzestuös angesehen (J. Decter)
- Denkmäler neu lesen (Pathosformeln: Vertikale, Bögen, ....) (G. Merz)
(Siehe auch: Denkmalsicht)
(Krzystof Wodicko) Soldiers and Sailors Memorial Arch
(H. Haacke) Und Ihr habt doch gesiegt (Graz)
(Krzystof Wodicko) Arco de la Victoria
(M. Asher) Container
- Geschichtsbewußte Ansätze / geschichtsbewußt (vergl.: genealogisch)
(Vergleiche auch: Kunst(historische) Sicht
(Armajani, Kabakov, Kosuth)
(Raffael Rheinsberg) Koffermauer – Klagemauer
(Hans Haacke) "Germania" – Zerstörter Steinboden
- Marxistische Ansätze
(Lefebvre, Althusser, Bachtin, Marcuse, Mukarovsky, Chvatik) (Weibel, Draxler, ...)
Dem Kontext der bürgerlichen Kunst entkommen
Materialistische Theorietradition
- Dispositive der Macht (Kap. bei P. Weibel) (Siehe: Sicht der Macht)
Eine kontextuelle Kunst untersucht die Mechanismen der Macht
(Robert Jelinek) Kunstfilz für die Zeitschrift "kursiv"
(Dan Graham)
(Julia Scher) Superdesk
panopticon (Foucault, Bentham)
Zeichen der Macht / Vergl.: Denkmäler neu denken / Pathoszeichen
(K. Wodiczko) Soldiers and Sailors Memorial Arch
- Feministische Theorie (Siehe feministische Sicht)
- Politische Inhalte
Folter
(Bruce Nauman) Südamerikanisches Dreieck
(Boris Nieslony) Das Spiel II
Hinrichtung – Schafott-Serie (Ian Hamilton Finlay)
Grenzen (C.P. Müller)
Obdachlose (Steinbach, Graham, Wodicko) (Siehe: Sicht der Sorge / Soziale Sicht)
(Tadashhi Kawamata) People's Garden
(xxx) Ausstellung Architekturforum (R. Zendron)
Krieg
(G. Merz)
KZ / KZ-Opfer (C. Boltansky)
RAF
(Dara Birnbaum) The Foreigner / The Guest, ... Medien-Installation
Zensur (Kosuth)
Rechtsruck
(Hans Haacke) Und Ihr habt doch gesiegt ... Graz
(Flatz) Hitlers Rede vor der deutschen Motorenindustrie
- Religionskritische Ansätze (Siehe: Theologische Sicht / Glaubenssicht)
(Kippenberger) Fred the Frog (gekreuzigter Frosch)
- Sex mit Politikern (Siehe: Sicht der Sexualität)
(Jeff Koons) Jeff u. Ilona
- Homosexualität (C.P. Müller) (Siehe: Sicht der Sexualität)
(Tom Burr) Pfade des Begehrens
(Felix Gonzalez Torres) Perfekt Lovers ... 2 synchrone Uhren
- AIDS (act up) (Siehe: Sicht der Sexualität) (Felix Gonzalez Torres) (AIDS Memorial Quilt)
- Soziale Räume denken (Siehe: Soziale Sicht)
(Braco Dimitrijevic) Status Historicus - Status Historicus,
... der Raum der "Entdeckung" ... Leonardo und seine Seilschaft
(Tadashhi Kawamata) People's Garden
(Hilmar Liptow) Requiem für W.L., ... die Familie, der Vater
- Sozialer Kontextualismus / sozialer Kontext (Siehe auch: Soziale Sicht)
Die Funktion des Kunstwerks in seinem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einer
genauen Betrachtung unterziehen (J. Kosuth)
(J. Mukarovsky, K. Chvatik, Siah Armajani, P. Bourdieu)
(Hans Hollein) Rolls Royce Grill on Wall Street
(Hilmar Liptow) Requiem für W.L. ... die Familie, der Vater
Philosophie des sozialen Kontextualismus (für Objekte)
(L. Wittgenstein lt. J.C. Nyiri) ... Vergl. die verschiedenartigen Sprachspiele;
Jedes Sprachspiel ist auf eine spezifische Art sozialen Kontexts beschränkt.
Die Spätphilosophie von L. Wittgenstein wird von Nyiri die >Philosophie des
sozialen Kontextualismus" genannt.
Bedeutung im sozialen Kontext
(C. Bezzel) "Die Bedeutung eines Wortes oder eines Satzes kommt ... erst durch das
WIE seiner wirklichen Verwendung im sozialen Kontext zustande ...".
Arbeiten im Kontext fremder Kulturen (B. Groys zu I. Kabakov)
(Ilya Kabakov) Die Toilette
(Dudesek u.a.) Projekte von Minus Delta t
(Mark Dion) The Bribe of Progress
... Aus einem anderen Kulturkreis übernommene Werkzeuge, Gegenstände
Der Körper als sozial-kulturelles Feld / incorporation
(Günther Brus, O. Muehl, H. Nitsch, P. Weibel, V. Export)
Soziales Feld / soziales Kraftfeld (Clegg & Guttmann)
Soziale Situation (Bachtin)
Milieu (E.D. Hirsch, W. Kemp)
Soziale Plastik (J. Beuys)
- soziale Plastik (Joseph Beuys) 7000 Eichen
- aktivistische Praktiken (s.o.)
12 Ethische Sicht
Gedenksicht
Denkmalsicht
Sicht der Sorge
(Sorge um die Umwelt ...)
Ästhetische Sicht
Visuelle Sicht / Lichtsicht
Farbsicht
Sicht des Erscheinens
Objekte als Aufmerksamkeit
Objekte als ästhetische Kategorie
Objekte als Ästhetik der Existenz
Denkmäler
(Katalog: Skulptur in OÖ 1880-1990 - Denkmalbeobachtungen)
(Kunstgespräch 1996: Kunstschauplatz Denkmal)
Würdevolle Objekte. Erinnerungs- und Ehrungsfunktion / Zeichen der Erinnerung
Bestehende Denkmäler neu lesen (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Ewigkeitsanspruch in Frage stellen (AOO5)
(Krzystof Wodicko) Soldiers and Sailors Memorial Arch
(H. Haacke) Und Ihr habt doch gesiegt (Graz)
(Krzystof Wodicko) Arco de la Victoria
(M. Asher) Container
(Pathosformeln: Vertikale, Bögen, ....) (G. Merz)
Wie hat sich das „Aufgabenfeld“ Denkmal verändert?
Denkmal-Objekte/Skulpturen waren wichtige Aufträge für BildhauerInnen
Kaum noch figurale Denkmäler (auch nicht für wichtige Künstler)
Vergl. Stifterdenkmal am Stifterplatz (Granit nicht aus dem Mühlviertel)
Kaum noch Heldendenkmäler (außer im Irak, ...) / Nationalhelden
Kaum noch Triumphbögen (außer im Irak, ...)
Auch in Paris ist der Triumphbogen ein Gebäude, Ausstellungsraum, Kunstdach (AOO5)
Kaum noch Büsten (Popstars: Jeff Koons)
Grabplastiken sind auch nur noch Gußware
Klassische Denkmalaufgaben
Große Geister / Lokale Größen (Stifter, Stelzhamer, Bruckner, Keppler, ...)
Große Naturwissenschaftler (Arkadenhof Univ. Wien)
Gedenktafeln an Wirkstätten
Figurative Gestalten nur noch im Wachsfigurenkabinett (AOO5)
Stifter-Persönlichkeiten (die sich oft selbst ein Denkmal setzen)
Statt der Stifterskulptur tritt heute die gestiftete Architektur selbst
Herrscher/Politiker-Denkmäler (Franz Josef, Maxmilian, Stalin, ...)
Die meisten Herrscher haben ihren Kopf „verloren“ (AOO5)
Demokratie macht sich kaum noch an Einzelpersonen fest (AOO5)
Heldendenkmäler (Kriegerdenkmäler, Gefallenendenkmäler)
Tragbares Kriegerdenkmal (Edward Kienholz)
Siegesdenkmäler – Triumphbögen (AOO5)
Pantheon (Ehrentempel)
Mythologische Figuren (Nazi – Nibelungen) Nymphe, Aphrodite, Brunhild, Nike
Nike (Haus-Rucker-Co) Architektonische Geste
Vergl. auch: Mumifizierte Personen: Lenin, Johannes 23, gselchter Pfarrer, Reliquien
Andenken – Gedenken – nur negative Themen?
Gibt es nur noch AntiFa-Denkmäler ? (AOO5)
Verstorbene, Kriege, Massenvernichtung, Vertreibung, ... Gefahrenstellen (Brückenfiguren)
Andenken an Gefallene – Noricumkanonen als Kurdendenkmal
Totendenkmäler mit Sonnenuhr
Opfer der Atombombenabwürfe
Fragen des Todes (Th. Macho)
Grabplastik, Mausoleum,
Andenken Christi (Altar, Tabernakel, Taufbecken)
Welche positiv besetzten Themen sind denkmalwürdig? (AOO5)
Zukunftsdenkmäler – Zeichen für die Zukunft setzen (AOO5)
Denkmäler technischer Machbarkeit
Denkmäler im Kontext von Weltausstellungen (Tatlin) (AOO5)
Eifelturm, Atomium, Antennentürme, ....
Pavillons als Denkmäler (Buckminster Fuller)
Siehe auch: Literatur zu Utopischer Architektur
Neugründungen von Regierungsbezirken- und Städten
Berlin, St. Pölten (Klangturm – Hattinger)
Menschenrechtsbrunnen (Brunnen als Auftragsgebiet) – Kaum noch Brunnenfiguren
Freiheitsstatuen (Vergl. Grazer Oper)
Europa-Denkmäler (... einig und frei ...)
Fragmente der Berliner Mauer als Denkmal (AOO5)
Schwebende Zaunskulptur an der grenz zu Tschechien (Leo Schatzl)
Friedenszeichen (Friedensbrunnen) (AOO5)
Denkmäler zum olympischen Gedanken (Feuerschalen, Fackeln)
Denkmäler der sprachlichen Verständigung (Esperanto) (AOO5)
Referenzpunkte (Gusterberg Null-Meridian Kremsmünster) (AOO5)
Fortschrittsdenkmäler (Vergl. Atomium 1958)
Helden des Fortschritts – Kosmonauten (AOO5) Raumschiffe als Denkmal
Türme als Fortschrittszeichen (Donauturm)
Denkmal für eine nicht gebaute Autobahn (xxx) (AOO5)
Wiederaufbau-Denkmäler (Grundriß der gespendeten Pummerin) (AOO5)
Denkmäler der politischen Abgrenzung
Abstrakte Denkmäler (Jugoslawien in Abgrenzung zur UDSSR) (AOO5)
HeldInnen der Arbeit
Ziegelturm – Zeitspirale (Stadtwerkstatt)
Figurative Arbeiter/Techniker-Denkmäler sind kaum noch möglich (Schmelztiegel)
HeldInnen der Filmwelt (Im Gehsteig eingelassene Gedenkschriften) (AOO5)
Denkmäler für Filme (Animierte Szenen in diversen Studios) (AOO5)
Milleniumsprojekte (Hallen, Brücken, Uhren, ....)
Monumente – monumentale Skulpturen (AOO5)
Monumentale Sockelkonstruktionen – Plattformen (La Defense)
Monumentale Unterbringunegn (Pantheon, ...)
Monumentale Treppenanlagen (Kassel, UDSSR)
Chinesische Mauer als Skulptur (Vergl. Autobahninfrastruktur)
Angst vor der großen Geste? (AOO5)
Nazi-Architektur und Objekte des ital. Faschismus als „negative“ Referenz
Die Zeichen der Macht sind nun in die Hochbauten der Banken abgewandert
Hochhäuser als Stelen und Kathedralen der Macht / Herrentürme (AOO5)
Logotürme / Die Reichen setzen sich ein Denkmal
Lichtskulpturen auf skulpturaler sockelartiger Großarchitektur
(Linzer Banken- Leuchtwürfel)
Lichtinszenierungen s.o.
Die Superreichen setzen Denkmäler in Museumsgrößenordnung (Baumax, Vögele)
Mißverständliche Gesten (A. Hrdlicka)
Viele Kirchen haben keine Türme mehr (AOO5)
Vermeidung der großen Geste / Verdeckte Gesten (AOO5)
Antiheroische Denkmäler (AOO5) Negativräume
Angst vor der Macht – Ohnmächtige Zeichensetzungen
Unterwerfungsgesten (sich auf den Rücken legen)
Stelen, die sich zurückziehen (Jochen & Esther Shalev-Gerz) (Ewigkeitsanspruch in Frage stellen)
Negativ-Denkmäler, die sich nur unterirdisch unsichtbar ausformen (Horst Hoheisel)
verdeckt beschriftete Steine (Haacke ?)
Unterirdische Räume – nur durch Glas einsehbar (Berlin?)
Negativräume als Abformung – Umgekehrte große Geste (R. Whiteread)
Invertiertes Monument (verzichtet auf alle Bekundung menschlicher Macht und Herrlichkeit)
Verweigerung der skulpturalen Geste (vertikaler Erdkilometer – De Maria)
Warum ziehen sich die Tempel der bürgerlichen Hochkultur (Leitkultur) unter die Erde zurück?
(Museumsbauten: Salzburg, Graz / Musiktheater: Linz) Nur nicht „anstreifen“ ?
Denkmäler als Lehrpfad
Ausstattung von Parkanlagen und Säulenhallen mit den großen Geistern (AOO5)
Ausgegrabene Vergangenheit als Denkmal – Freilegungen (Gestapo-Keller) (AOO5)
Denkmäler als kulturelles Leitsystem einer Stadt
Gestaltungsfragen
Das Denkmal bedient sich der künstlerischen Mittel von Skulptur und Architektur:
Obelisk, Siegessäule, Triumphbogen
Vergessene Zeitzeichen
Verhüllung von Denkmälern (Nazi-Bahnhofslöwen: Wolfram Kastner)
Verhüllung der Marien-Säule (Graz: H. Haacke)
Konzentrationslager als Thema
LEGO-Baukasten, mit dem man ein Konzentrationslager bauen kann (Zbigniew Libera)
„Lego Concenration Camp“ / kein „Produkt“ der „regulären Serienproduktion“
„Hell“ – Das mikro-monumentale Inszenierung von Holocaust (Jake & Dinos Chapman)
Heidnische heilige Stellen – die später mit christlichen Zeichensetzungen umdefiniert wurden
Gedenkstätten des Holocaust
(Buch: James E. Young / Formen des Erinnerns – Gedenkstätten des Holocaust)
(Sol Lewitt) Schwarze Formen – Den verschwundenen Juden gewidmet
(Jochen & Esther Shalev-Gerz) Das Monument gegen Faschismus
Eine Zeitskulptur – schrittweise Absenkung (bis zum vollst. Verschwinden)
(A. Hrdlicka) Gegendenkmal zur „Neutralisierung“ eines Nazi-Monuments
(Horst Hoheisel) In den Boden versenktes „Negativmonument“ (Vergl. Ästhetik der Absenz)
() Mariendenkmal an der Stelle des Grazer Nazi-Denkmals
(Hans Haacke) Erinnert an das „Zwischenspiel“
(H. Hrdlicka) Wien: Mahnmal gegen Krieg und Faschismus – Straßenwwaschender Jude
(Viktor Tolkin) Denkmal in Majdanek: „drohende Gefahr“ – riesiege Masse auf 2 tragenden
Sockeln; Durchblick zu Gaskammern; Monument als bedrohlicher Rahmen
(George Segal) tote Menschenleiber und eine Person, die auf das Meer blickt
Gedenksicht
(AIDS Memorial Quilt)
Neben den skulpturalen Denkmälern gibt es noch andere Denkmal-Größenordnungen
Die folgenden Denkmäler funktionieren oft auch als (touristische) Wahrzeichen.
Denkmäler einer Stadt sind nächtlicher Bestandteil der Lichtinszenierung.
Die Definition dieser Denkmäler erfolgt in vielen Fällen über den Denkmalschutz
Kulturdenkmäler (Kulturerbe: Salzburg, Hallstatt, Schönbrunn)
Architekturdenkmäler (Kathedralen, Schlösser, Riesenrad, Weltausstellungsobjekte)
In den letzten 30 Jahren setzen sich Politiker „Architekturdenkmäler“ (Stifteransatz)
Industriedenkmäler
Oft werden kulturelle Nutzungen in diesen Bereichen vorgesehen
Fotographie der neuen Sachlichkeit (Bernd & Hilla Becher) s.u.
Naturdenkmäler (Uralte Bäume, Parkanlagen, Landschaftsgärten, Nationalparks)
Im Umfeld dieser Naturdenkmäler entstehen oft Ausstellungen
In Parkanlagen finden sich häufig Skulpturen
(1941 Hinrichtung 2er Personen, die eine Esche zerstörten)
Am Boden markierte Stellen und Grundrisse
Synagogen
Gedenktafelkultur, Gedenksteine
Kleindenkmäler (Marterl)
Straßen/Plätze-Benennungspolitik
Bei Plätzen hängt der Name oft von aufgestellten Denkmälern ab
Diese Größtdenkmäler wirken wie ein kulturelles Leitsystem einer Stadt oder Region
(Die Stadt als Lehrpfad – Vergl. skulpturale Bestückung von Parkanlagen)
Wenn der Ort der Aufstellung Hauptverkehrsachsen markiert, erreichen Denkmäler
enormen (internationalen) Bekanntheitsgrad. Siehe auch: Standortmarkierungen
Sicht der Ethik
Situative Ethik (E. Levinas, Toulmin, M. Buber, S.H. Krämer) (Kontextstudie)
Fallethik
Holistische Metaethik (Druwe-Mikusin) kontextbezogener Ansatz
Ethik und situative Erfahrung (M. Buber, Wittgenstein)
Tiere und Ethik
Käfige mit lebendigen und toten Tieren (Kuhkopf + Fliegen) (Damien Hirst)
Gefangenschaft von Tieren
Psychische Dimensionen von Interieurs (Lucinda Devlin)
Mehlwürmer (Martin Walde)
Sicht der Sorge (Siehe auch: soziale Kunst)
Hausobjekt (Christine und Irene Hohenbüchler) „Mutter-Kind(er)-Haus“
(fahrbare) Obdachlosen-Unterbringungseinrichtungen
„böse“ Objekte
Foltergeräte, Folterwerkzeuge (Siehe auch: SadoMaso – Objekte)
Tisch der Austreibung (G. Uecker)
+++++
Sehlust und Anstarrverbot (AOO2) (... Diskussion zu: Candice Breitz)
Buch: Sehsucht
Buch: Privileg Blick – Christian Kravagna
Sehmaschinen (Alfons Schilling)
Im Objekt eingefangen, darf die Sehlust ungestraft befriedigt werden
Ästhetische Sicht
Die ästhetische Gestaltung/Wirkung soll hier nur ganz am Rande angesprochen werden.
Auf Schönheitsbegrifflichkeit soll hier vollständig verzichtet werden.
(Buch: Beauty now)
Klassische Schönheiten (Giulio Paolini, Jannis Kounellis, Michelangelo Pistoletto)
Schönheitsbegriffe (Orlan)
Ein ganz anderen Zugang zur ästhetischen Sicht bietet das Buch u. die daraus folgende
Betrachtung: Vergleiche Buch: Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens
Die Welt der Erscheinungen
(AO10) (AOO9)
Ästhetische Objekte
Extrem reduzierte Gestaltung (ZEN Auffassung)
Sachliche Gestaltung
Expressive Objekte
Material als ästhetische Kategorie
Referenzobjekte
Ästhetik als Vereinbarung
Charaktervolle Objekte: Charaktervolle Sessel
Visuell spannende (einfangende) Objekte: Kinetische Objekte, spiegelnde Objekte,
leuchtende/blinkende Objekte
(Kristalldom – A. Heller)
Ästhetik des schlechten Geschmacks (Martin Kippenberger)
Ästhetik der Absenz (Siehe Detailbetrachtung Kontextstudie)
Retro-Ästhetik, da keine ästhetische Entwicklung mehr möglich oder sinnvoll ist ?
beobachten
Einladung zur Beobachtung (Armajani)
Visuelle Irritationen
Räume, die sich unter uns durchdrehen
Spiegelung und Teil-Transparenz (Dan Graham)
Zerrspiegel (Gerith Wyn Evans)
Spiegelskulpturen (M. Pistoletto)
Unendliche Spiegellandschaft – ~Zuchiniobjekte (Yayoi Kusama)
Gestalttheorie (s.u.)
Fragen von Figur und Grund
Ornamentale Gegenständlichkeit (AOO2)
Ornamentale Gestaltungen sollen in dieser nicht weiter verfolgt werden
Schmückende Elemente
Dekonstruktivistisches Beiwerk als schmückende Elemente
Ornamentale Wirkung durch Wiederholung (zB. von Schnitten) (C. Bartel)
„Expressivität“ der Handzeichnung (Vergl. Habitus/Duktus) (AOO2)
Übertragung der „ursprünglichen“ Expressivität auf Großarchitektur (Coop Himmelb(l)au)
Einen Staudacher „bauen“ ... (?) (AOO2)
Von der Kunst als Erkenntnis zur Kunst als Wahrnehmung (D. Flavin)
Lichtsicht
(Buch: Leucht-Schrift-Kunst – Andrea Domesle)
(Katalog: Bildlicht) (Lichtsymposion konstruktiver Künstler)
(Katalog: Licht + Visuelle Texte) (Ausstellung: KunstLichtZeichen)
Lichtobjekte (Dan Flavin, Keith Sonnier, Waltraut Cooper, A. Heller - Leuchtkokon)
Leucht-Schrift-Kunst (Joseph Kosuth, Mario Merz, Maurizio Nannucci, Bruce Nauman, Jenny Holzer)
Lichtwirkungen: (AOO5)
Schatten, Blendung, Hervorhebung, Reflexion, Spiegelung, Brechung,
Raumwirkung, ... s.u.
Objekte fast ohne Reflexion (Lichtschlucker)
Plastizität durch Lichtinszenierung
Visuelle Taktilität durch Beleuchtung
Nahezu kontrastlose Farbräume – „im Orange untergehen“ (AOO5)
Materialwirkungen in Zusammenhang mit Licht – „stumpfe“ Objekte
„Schwarze Löcher“ – Lichtschlucker (Anish Kapoor)
schwarzer Schaumstoff mit spezieller Rautiefe (xxx) (AOO3)
Objekte mit maximaler Reflexion – hochpoliert (Karin Sander) – Auratische Wirkung
Polierte Metallobjekte (Jeff Koons, Thomas Schütte) (AOO5)
Kinetische Spiegelungsobjekte mit Raumbezug (Gerold Tagwerker) OÖ Landesgalerie
Licht als Werk:
Lichtinszenierung als Werkersatz – Rahmen mit kl. Leuchten (Bertrand Lavier)
Lichtkreise (des Lichtkegels) als Werk (AOO5)
Schuß in Packen von Photopapier (Walter Ebenhofer) (AOO5)
Laser Raumprojektionen „Tunnel“ etc. als Kinovorprogramm (AOO5)
Lichtprojektionen durch Flaschenkörper (B. Kovanz) (AOO5)
Funkenfeuer als Werk (Flex)
Vergl. auch Dampfprojektionen und Nebelprojektionen
Schattenspiele: (Licht & Schatten)
Licht als Material : Licht-Raum-Modulator (L. Moholy-Nagy)
Komplexe Objekte, die im Schlagschatten als klassische Figuren erscheinen (Marco Bagnoli)
Lichtzeit – Sonnenuhren als Skulpturen
Raumwirkungen durch Licht
Laserstrahl als Material (xxx)
Lichttheater (Stefanie Wilhelm)
Räume werden durch Licht zum Gehäuse einer Skulptur
(Schubkarren mit Kronleuchter) (Stephan Huber)
Zündschnurhäuser (Leo Schatzl) (AOO5)
3 rote schwebende Gummibandquadrate (Schwarzlicht) (~Claude Levec) (AOO5)
Schornsteinverlängerung durch Licht (B. Kovanz) (AOO5) Vergl. Hochhausverlängerung
Lichtkegel eines Diaprojektors definiert Raum (Versuchtes Diplom) (AOO5)
Aus Turm heraus Laserflächen durch die Industriezone setzen (Projekt: H. Kropshofer)
Öffentliche Sprachen der Macht
Laufschriften (J. Holzer, Stadtwerkstatt – Wilder Efeu)
Licht als Ausdruck der Macht (G. Merz) – Lichtdome
Atombombenexplosionen als infernalische Lichtskulpturen (AOO5)
Lichtskulpturen der Banken – Leuchtwurfel als Leuchtfeuer der Stadt (L. Ortner) (AOO5)
Arbeiten mit Kronleuchtern (Stephan Huber)
Licht als Gewalt (Leuchtfeuer bei Bombenabwürfen) (Verhörsituationen)
(Lichtschwerter) (Suchscheinwerfer als Zeiger) (AOO5)
Zerstörung des Augenlichtes
Grelles Licht / Agressive Ausleuchtung von Platzräumen – OK (AOO5)
Leuchtschrift als Politikum („Ja“ zu Hitler)
Hochhaus als Display (Stadtwerkstadt)
Lichtermeer – Das Meer der lebenden Seelen
Gewalttätiges Licht durchbohrt Objekte (M. Merz)
Im Licht ausgesetzt sein (Galerie der Stadt Wels)
Zerstörende Kraft des Feuers (Schein des Feuers) s.u.
Feuertheater (A. Heller - Feuervorhang)
Feuerschein im Rathaus (Stadtwerkstatt)
Flammenwerfer und Höllenfeuer (SRL, Just) (AOO5)
Licht als das Reine und Erhabene / Licht als das Gute
Beleuchtungsverhältnisse der white box
Mit Licht inszenierte Objekte (F. Kiesler)
Materialisierung des Lichtes (mit großem materiellen Aufwand: James Turrell)
Inszenierte Kristallwelten (A. Heller)
Auratisches Licht - Auratisches Farblicht (AOO5)
Extreme Farbigkeit von (Hohl)Objekten, die farbige Schatten werfen (~Jan Kovalsky)
Floureszierende Objekte (Leo Schatzl)
Schwarzlicht-Installationen: Weiße Objekte „glühen“ (AOO5)
Licht als Inbegriff der Kultur (am Anfang war das Feuer)
Lichter-Landschaft (der Stadt)
Lichtinszenierung der Städte (Wahrzeichen, Denkmäler, Brücken) (AOO5)
Im Boden versenkte Beleuchtungselemente
Lichtkalender: Lichtstrahlen, die 1x im Jahr die Tiefe des Raumes erreichen (AOO5)
Lichtfeste; Lichtmeß; Sonnenwende; ...
Licht als das Göttliche - sogar bei (Dan Flavin)
Das christliche Licht der Schöpfung
Licht als das Symbol des Heiligen (Lichtstrahl, Mandorla, Nimus, ...)
Lichtkreuz (Christian Bartel)
Lichtmetaphysik – Lichtarchitektur im Mittelalter
Blicköffnungen in Landart-Skulptur für Sternbilder (~Nancy Hall) (AOO5)
Licht als Erkenntnis (Vergl. Hl. Geist)
Grenzsituationen auf der Weltkarte durch Licht geformt (Ingo Günther) (AOO5)
Licht als Ausdruck des Numinosen / Licht als das Geheimnisvolle
Lichtraum, Lichtsee „Polarität“ (Brigitta Malche) Stiftergalerie
Installationen mit Kerzenlicht
Lichtermeer – Das Meer der Seelen (Friedhof)
Fluoreszierende Arbeiten (...) Nachleuchtende Arbeiten
Durchscheinende. opake Arbeiten (Geschichtete Gesichter: C. Bartel)
Das geheimnisvolle Licht (Kronleuchter in verstecktem Raum: Wicany) (AOO5)
Licht aus dem Inneren eines Holzblockes – Schnitt mit Motorsäge (~Mikulajevic) (AOO5)
Die Wirkung von „kaltem“ Licht auf Objekte – OK Platzscheinwerfer (AOO5)
Das festliche Licht
Weihnachtsbeleuchtung – Lichterketten
Feuerwerke als Lichtarbeit (AOO5) (A. Heller)
Lichtobjekte
Das Leuchten und funkeln des Schatzes
leuchtende Edelsteine und Kristalle
das Funkeln des „Gold/Geld“-Schatzes
(Sozialmaschine Geld: Otto Johannes Adler, Liz Miller)
Geheimnisvolles Licht
Aus der Kiste strömendes Licht (Stephan Huber)
Licht, das aus dem Boden strömt (Stephan Huber)
Schwingende Kronleuchter gespiegelt – nicht zugänglich (Stephan Huber)
Laser, der aus der Weite des Raumes wieder zurück kommt
Im Rampenlicht - Bühnenlicht
Inszenierte Stars – Lichtkegel
Star mit Innenbeleuchtung der Mundhöhle (Laurie Anderson)
Inszenierte Waren
Elektrisches Kleid (Atsuko Tanaka)
Schwarzlicht-Installationen: Weiße Objekte „glühen“ (AOO5)
Stroboskopeffekte – Lichtzerhacker (AOO5)
Glitzereffekte bei Wasservorhängen (O. Eliasson) (AOO5)
Tropfen im Fallen zum Stehen bringen (~Jano Bachheimer) (AOO5)
Stimmungslicht / emotionalisierendes Licht
Emotionale Einflüsse des Lichtes (im Raum und im Lauf der Jahreszeiten: Nemeth)
Kuschel-Iglu (FLAP-Light)
Lichtstimmungen „Green-Light-Korridor“ (Bruce Nauman)
farbiges Neonlicht als psychologisches Mittel (Bruce Nauman) (Vergl. Hallenbad Schallerbach)
Leuchtende Regenbogenfarbigkeit von Kitschinstallationen
Sessel/Licht-Riesenrad „faszinierender Bilder“ statt kritischer Analysen (Reinhard Mucha)
Sinnliche Lichtverhältnisse
Lichtraum „Regenbogen“ (Waltraud Cooper) Stiftergalerie
Elektrik und Erotik (B. Nauman)
„Lovers Paris“ (Felix Gonzalez-Torres) Lichterkette (Beauty now)
Bewegung in Lichtskulpturen (B. Nauman)
Leuchtturm-Installation (O. Eliasson)
Licht als Energiespender / Spiel mit dem Sonnenlicht
Objekte als Lichtspiel (Reflektor-Stele: Heinz Mack)
Licht als Regenerator (Pflanzeninstallationen)
Licht diverser Bild- u. Film-Projektionen / Bildschirmlicht
Sicht der Farbe
Sinnliche Farbigkeit / Farbräume
Farbräume (Kapoor, Turell, Christina Kubisch)
Farblichtklavier, Lichtorgel (Laszlo Alexander, w. Cooper)
Farblichtbänder – Licht in Bewegung (Angela Bulloch) OK (AOO5)
Malerei als farbige Plastik (Buch: Skulpturen und Objekte von Malern des 20. Jahrhunderts)
Wirkung von Farbfiltern – roter Sonnenbrillen .... (AOO5)
Neutrale Farbigkeit der Ausstellungsbox (weiß, grau oder kräftiger in GB)
13 Intensitätssicht
Energetische Sicht
Sicht der Kräfte
Sicht der Dramatisierung
Identitätssicht
Objekte als Praxis der Artikulation von
Identität
Objekte als Erinnerungsarbeit
Intensitätssicht
Siehe: Lichtsicht, Sicht der Farbe, energetische Sicht
Siehe: Intensität der ausgelösten Emotion s.o. (H. Szeemann)
Sicht der Dramatisierung
Siehe: Präsenz, Aura, Lichtinszenierung, Monumentalität
Siehe auch: Theatersicht
Präsenz
Wie kann Präsenz erzeugt werden? (A. Kosa)
Durch Vergrößerung (Magdalena Jetelová) (AOO2)
Durch optimale Plazierung von Objekten (Vergl. Kunst der Ausstellung)
Durch Lichtinszenierung
Monumentalität – Materiale Gewalt (A. Kosa)
Unverstellte Präsenz (Vergl. hyperrealistische Präsenz) Siehe auch: Sachlichkeit (Lucinda Devlin)
Aura
Objekte mit Aura / Aura ohne white cube?
Kontextuelle Definition der Aura (Brüderlin)
Aura als Lichtwirkung s.o. (Karin Sander)
Das Erhabene / Das Sublime (AOO4)
Das Anti-Erhabene; Das Anti-Sublime (AOO4)
„Zygotic acceleration, biogenetic, de-sublimated libidinal model (Jake & Dinos Chapman)
Hinterhöfe und Abfall wurden motivfähig
Wie in den cultural studies rückt praktisch jedes Thema ins Blickfeld der Kunst.
Verstöße gegen alle nur denkbaren formalen Regeln.
Geschmacklosigkeiten jeder Art sind gefragt.
Siehe auch: Popsicht
“krankhaft” mutierte Vasen (Biefer/Zgraggen)
Sicht der Kraft
Kräfteverhältnisse
Schwebende Schwerstobjekte (Steine, Straßenwalzen) (Chris Burden)
Stützungssituationen (Bosslet) komplexe Stützungsverhältnisse (C. Bartel)
Siehe dazu: Tektonische Skulpturen
Visualisierung der Materialkräfte – Kraftlinien (Christian Bartel)
Extrem auskragende Situationen
Funktion des Tragens – Tragegerüste – Tragesituation (Christian Bartel)
Ballast abwerfen, um die tragende Funktion zu zeigen
Materialkräfte (Siehe auch: Sicht des Materials)
An die Grenzen des Materials gehen (C. Bartel)
Die Grenzen der (materiellen) Belastbarkeit – Spiel mit den Sollbruchstellen (C. Bartel)
Oberflächenspannungen (Milchsteine, ...) (Laib)
Aufgeblasene Metallpolster (Wolff-Plotegg)
Absurde Brechungen des Materials (schlauchartig hängende Balken) (C. Bartel)
Energetische Sicht – Bild der Energie (Transfer)
(Vergl. auch: Sicht des Feldes)
energetische Syntax (Buch: Transfer)
Energievernichtung
Stauchzonen (Vergl. Pakete der Schrottpressung)
Stoßfangende Elemente (Tonziegel: Signer)
Materialverdrängung (Flüssigbeton: Leo Schatzl)
Fliegende Straßenwalze (Chris Burden)
Komponenten der Energie (Transfer)
Arbeit / Vermögen / Widerstand
Flaschenzug; Bogen (des Schützen); Seilzüge
physikalische Systeme
Zustand / Bewegung / Gleichgewicht (Siehe auch: Bewegungssicht)
Hochschaubahn (Catherine Beaugrand)
Blitzableiter (Blitzfeld: Walter de Maria) (Einleitung in die Galerie O. Eliasson)
stabiles/labiles Gleichgewicht (Calder, Serra, Bartel)
Differenz
Grad der Füllung (Installation in der Galerie der KunstHS Linz)
Aggregatzustände (Eisberg & Wasser)
Magnetische Polarität (Siehe: Sicht des Feldes)
Höhenlage – Druckdifferenz
Entropie (R. Arnheim: Entropie und Kunst) (Hans Arp)
Entropie sichtbar gemacht (R. Smithson) „Asphalt Rundown“ „Partially Buried Woodshed“
Energieträger – Herkunft der Energie (Transfer)
Was Gefälle erzeugt (Signer)
Sonne
Strahlung, Wellen, Schwingung, Licht (Siehe auch: Lichtsicht)
Strahlung (Gudrun Bielz) Verstrahlter Sand (ars electronica: xxx)
Windkraft
Segel, Drachen, Windkraftwerke, Propeller
Wind-Installation (O. Eliasson)
Wasserkraft
Turbinen, Schaufelräder, Wehre, Schleusen
Staumauer als Kunstwerk (Robert Smithson)
Wasserwirbel durch Ablußöffnung (O. Eliasson)
Kunst im Bereich von Wasserkraftwerken (xxx)
Materie, Mond, Gravitation (Signer, O. Eliasson)
Erdwärme & geothermische Wärme (O. Eliasson)
Leben & Energie (Studie zur Performativität)
Erscheinungsformen der Energie (Transfer)
Mechanische Ruheenergie
Spannungsenergie (T. Blittersdorf)
Translation-Rotation
thermische-kalorische Energie
Bindungsenergie: chemische Energie (T. Blittersdorf)
Elektromagnetische Strahlung (Elven-Messungen Udo Wid)
Elektromagnetische Energie (Strom)
Schall (Siehe: akustische Sicht)
Licht (Siehe Lichtsicht)
Kernenergie
Kinetische u. potentielle Enegie (Peter Fischli & David Weiss)
Verfügbarkeit der Energie (Transfer)
Transformation = Energieerzeugung
Speicher
Silo (Peter Arlt)
Staumauer (Robert Smithson)
Batterie (J. Beuys)
gefüllte Tierhäute
Übertragung und Transport (Siehe: Transportsicht)
Rohrsysteme
Rohrleitungsmonumente (Robert Smithson)
Gibt es neue „Wilde“ ? (Turminstallation - Gelatine) (AOO1)
++++
Identitätssicht
Zusammenhang von Identität und Kontext
Ist es der Kontext der (soziale, kulturelle) Identität definiert?
Überprüfung der eigenen Identität im Kontext anderer Kulturen (minus delta t)
Überprüfung der „Objektidentität“ durch Verpflanzung in andere Kontexte
Die Schale die je nach Zusammenhang zur Kaffetasse oder zum Suppenteller wird
Der Würfel der zum Hocker, Sockel oder minimal art sculptur wird
Im Detail siehe: Sozialer Kontextualismus (Kontextstudie)
Identitätsdiskussion über Verpackungs/Verhüllungs-Aktionen
Verpackte Objekte (Verpackungskünstler Christo)
Verpackte Steine (Kounellis)
Verhüllung von Denkmälern (Nazi-Bahnhofslöwen: Wolfram Kastner)
Verhüllung der Marien-Säule (Graz: H. Haacke)
Umhüllung durch Bestrickung (Rosemarie Trockel)
eingenähte Alltagsobjekte (Renate Herter)
Kleidungsstücke als Stellvertreter (getöteter Menschen): (Ziva Kronzon)
Ausgepolsterte Koffer als Stellvertreter der Objekte (Wendekoffer: Ulrike Johannsen)
materielle Identität von Objekten (Problem der Restaurierung)
Authentizität (Echtheit)
Imitat / Original / Fälschung
Diskrete Objekte /vs/ Durchmengung s.o.
Identität und Migration (entwurzelte Objekte) / Vergl. Transportsicht
Identität und Differenz (Vergl. Buch: Transfer)
Nebeneinaderstellung verwandter Objekte (Sessel oder Stuhl) Ähnlichkeitsdenken
14 Existentielle Sicht
Sicht der Anwesenheit
Recycling Sicht
Sicht des Künstlers
Sicht der Künstlerin
Autoren/Autorinnen-Sicht
DarstellerInnen-Sicht
Objekte als gestalterisches Experimentierf
Objekte als Lebenskunstwerk
Selbstwahrnehmung /vs/ Werkwahrnehmung (DG)
(Bei der Gestaltung der Tauchhöhle von Gelatine, dienen alle „Elemente“ der Vermittlung ganz
bestimmter Erfahrungen, wobei es kaum um „Werk-Wahrnehmung“ geht, sondern um „SelbstWahrnehmung“
Objekte, die in endloser „Selbstquälerei“ realisiert wurden
Objekte, die an die Endlichkeit erinnern
Hausbauen als existentielle Tätigkeit (Mario Merz)
Komplexe Existenzzusammenhänge (Anselm Kiefer)
Lebenszyklus von Objekten (siehe Schema)
(1) konzipieren, entwerfen
(2) ausgestalten, ausformen
(3) nutzen, einsetzen
(4) kommentiren, Bezug nehmen, in Frage stellen
(5) sammeln, klassifizieren, ausstellen
(6) zerstören, verunstalten, beerdigen
(7) ausgraben, wiederentdecken, wiederherstellen
(Recycling Sicht)
Phasen des Objektes (Schema aus „Transfer“)
(1) Entwurf (planen, entwerfen) Siehe: Modelle / Sicht der Innovation / Methodensicht
(2) Produktion (produzieren)
Siehe: Sicht der Produktion
(3) Distribution (verteilen)
Siehe: Transportsicht / Sicht des Marktes
(4) Konsumtion (nutzen)
Siehe: Wirkungssicht (Funktion & Qualität)
(5) Demontage (rückführen)
Siehe: Sicht der Zerstörung
(6) Reorganisation (reorganisieren, umnutzen, reparieren, entsorgen)
Würdige Beerdigung überflüssiger Werke (Entsorgung, Rückführung)
(am Bsp. der Ergebnisse eines Betonskulptur-Workshops)
Objekttransformation als Entsorgungsansatz (PAT-Transformer: Jörg Brombacher, Klaus Heid)
Ein Künstler hat seine Arbeiten inkl. Hab und Gut zerkleinert (AOO2)
Möbelschredder (Pepi Maier)
Materialkreislauf als Zyklus von Objekten, die ihr Material (Volumen) an das nächste Objekt (in
die nächste Form) weitergeben: „Arbeit am Objekt“ (Pepi Maier) Stiftergalerie
Zyklus der Objektinhalte
... wie man Dinge zum Verschwinden bringt. Im Sinn von Produktion: entproduzieren (J. Gerz)
Vergl. Materialkreislauf (J. Beuys)
Kunst als Umweltverschmutzung (AOO4) (Entsorgungscontainer Kippenberger)
Zerstörte Originale (Vergl. Ästhetik der Absenz - Kontextstudie)
(Giulio Paolini) Proteo I ... Gipsbüste in Bruchstücke zerschlagen
(Martin Kippenberger) Ohne Titel (Container) ... zerstörte Originale
(Timm Ulrichs) Kunsturne ... Asche
Langsam verschwindende Objekte
(Jochen & Esther Shalev-Gerz) Das Monument gegen Faschismus
Eine Zeitskulptur – schrittweise Absenkung (bis zum vollst. Verschwinden)
Vergänglichkeitserfahrungen
- Materialeigenschaften (s.u.)
- Fragilität
- Provisorischer Zustand
Existenz und Täuschung - Täuschungsobjekte
Faden, der durch rinnende Flüssigkeit simuliert wird (AOO7)
Jeder Eigrif zerstört die Arbeit
Mit Flüssigkeit gefüllter Hohlkörper, der Festkörper simuliert (AOO7)
Spiel mit Aggregatzuständen
Reparierte Objekte – Verletzte Objekte (verletzliche Objekte)
Recycling Sicht (Siehe: Recycling.doc)
Objektzustände
neuwertig, ungenutzt, funktionstüchtig
sinnlos, zu nichts nutzt (Kontextfrage)
mitgenommen, korrodiert, abgestellt, ausgeschlachtet
abgelaufen & abgeküßt – mißbrauchte Objekte
demontiert, entschärft
nur noch „ausgestellt“ (ausgestellter Kulturmüll)
ausgesetzt, ungeschützt
(Stig Brogger) Plattform Project, s.u. Handlungskontext
Aussetzung von Holzpaletten in unterschiedlichen öffentl. Räumen, um die
Aneignungsprozesse in der jeweiligen Umwelt zu dokumentieren
Abfall, Schrott, Wrack, Ruine, Fragment, Relikt, auf Halde
eingesargte Objekte (Atomkraftwerke, Endlager)
Siehe Buch: Tote Technik – Ein Wegweiser zu den antiken Stätten von morgen
Vergl. auch Wirkstätten von Künstlergruppen (Contained, SRL)
Projekte zum Atlantikwall (H. Weber)
Leidende Wesenheiten (Vergl. Objekte die berühren)
total gedemütigte Fahrräder (Boris Nieslony)
Oft wird das existentielle Spektrum von Leben, Liebe, Tod verweigert ?
Abwesende Menschenkörper
Kleider als Stellvertreter
(Christian Boltanski): „See der Toten“ (Ausgelegte Kleidungsstücke mit Steg)
(Ziva Kronzon): „Terra interdicta II“ (in den Raum ragende Hemdärmel)
Gaskammern als „Stellvertreter
Hinrichtungsmaschinen, Hinrichtungsgeräte, Vernichtungslager
Die meisten mechanischen Tötungsmaschinen wurden abgeschafft. Einen
„mechanischen“ Vorgang der Tötung sieht man nur mehr selten. In der Regel ist es nun die
chemische Tötung, die in den USA vorgenommen wird. (Lucinda Devlin)
Galgen (Mittelalter) Guillotine (franz. Revolution) Gaskammer (Nazi) Elektrischer Stuhl
(Psychiatrie) => chemische Tötung
Töten im Freien (nicht mehr üblich) – Töten in der Zelle (Architektur statt der Kappe des Henkers)
Räume die dem Heilen (der Operation) und dem Töten dienen, haben die gleiche
klinische Atmosphäre – „Corporal Areas“ (Chirurgie, Pathologie) (Lucinda Devlin)
Anti-heroische Objekte
Podium als Umbauung von Möbelstücken – mit schreienden Teddybären
(Philip Rantzer – Israelisches Pav.)
Vanitas und Memento mori (Dinos & Jake Chapman, U. Johannsen)
Skelette, Schädel, ...
Sicht der Anwesenheit (/vs/ Sicht der Absenz)
Siehe Detailbetrachtung: Was sich zeigt (Mersch)
existent (wirklich, vorhanden, da sein)
(Dorothea von Hantelmann):
Eine Kunst, die im wörtlichsten Sinn objekthaft ist (amerikanische Minimal Art)
Das minimalistische Objekt repräsentiert nicht, es präsentiert, und zwar sich selbst.
Das minimalistische Kunstwerk wird nicht ausgestellt, es findet statt.
Es vollzog sich der Wandel vom empirischen Modell des visuellen Formalismus zum
phänomenologischen Erfahrungsmodell.
Das skulpturale Werk wird als experimentell erlebbare Situation konzipiert – Der Künstler wird zum
Produzenten einer realen Erfahrung.
Betrachter und Objekt hätten eine Art gemeinsame „Bühnenpräsenz“, und das künstlerische
Objekt kommuniziere nichts außer der Situation seiner Erfahrung. Die Rezeption ist
gleichzusetzen mit der Wirkung dieser Kunst. .... so wie es einfach ist ... das man einfach erleben
muß ... (Vergl. Armajani, Acconci, Carl Andre)
(Kritischer Artikel: Michael Fried – Art and Objecthood – 1967)
Vergleiche auch Selbsterfahrung durch Werkerfahrung (Gelatine) s.o.
Im Kontext in der Situation sein
Im Kontext in der Situation fehlen (Sicht der Absenz)
++++
Subjektivierung / private Biographie
KünstlerIn als (vergleiche Rollenbewußtsein)
Maschinenbauer
Brückenbauer (Armajani)
Möbelbauer
Gartenarchitekten
Architekten (Architektenbildhauer, Bildhauerarchitekten)
Bau-Meister, Erbauer
Ingenieur-Künstler
Konstrukteure
Bastlerkünstler (David Moises) „Düsentrieb“
Flugmodell-Kunstwerke “Hochstandschwinge” “Hubschrauberflugrad” (Gustav Mesmer)
Bild-Hauer (Bildhauer-Objekte)
Bühnen-Bildner
Der Einfluß der Künstler-Lebensentwürfe auf Objektgestaltungen
Siehe: Objekte, die Bestandteil der LKW-Ansätze sind
Künstlereinrichtungen
Werkstatt-Atelier-Situationen und Objekte (Atelier van Lieshout)
15 Sicht der Oralität
Sicht der Performanz
Sprachliche Sicht
Typographische Sicht
Sicht der Textgestaltung
Sicht der graphischen Gestaltung
Kartographische Sicht
Objekte als ureigenste menschliche Sprach
Objekte als Sprache
Objekte als Erzählung
Objekte als Sprache (... oder wie wir uns in der Fremde orientieren)
Sprechautomaten
Sprechende Objekte (Sodomka: sprechende Steine) (W. Tschapeller / T. Ventimiglia)
Flüsternde, murmelnde Objekte
Sprechende Tiere (xxx) OK
Atmende Objekte (Atemgeräusche) (Diplom: Irmi Kapeller)
Ist der Zugang zu Objekten sprachunabhängig möglich (über das „in der Welt sein“)?
Haben Objekte eine „eigene“ Sprachkraft?
Was könnte die Sprache der Objekte sein?
(unabhängig von der Verbalsprachlichkeit)
Die Sprache der Kunst – Die Beziehung von Werk und Text (Kontextstudie)
Anmerkung: Die überwiegende Anzahl der Arbeiten ist „Flachware“
(Thomas Locher) Ontologische Modelle
(Thomas Locher) Ich von dir, Du von mir ... Sesselobjekt
(Timm Ulrichs) Dieses Buch habe ich gelesen ...
(Nancy Dwyer) Family Secret ... Sessel aus Buchstaben (Buchstaben als Material)
Buchstabenskulpturen (Josef Bauer) Vergl. auch Lichtskulpturen (Kosuth)
Iglu mit politischen Neonschriftzügen (Mario Merz)
Semiotik (Siehe auch : Sicht der Zeichen)
(Rene Magritte) La trahison des images
(Joseph Kosuth) One and Three Chairs
Semiotik als "hl. Methode" muß angereichert werden (Vergl. P. Ricoeur)
(C. Aigner, Sigma, Dewey, Mead)
Unbegrenzte Semiose (Peirce, Kristeva) Vergl. Intertextualität
Interpretant (als metasprachliches Werkzeug) (Peirce, Eco)
Objekte als Erzählung
erzählerische Plastik (Alberto Giacometti)
Buchobjekte
Eisenregal mit Bleibüchern (Anselm Kiefer)
16 Erkenntnistheoretische
Sicht
Analytische Sicht
(Aus)Wirkungssicht
Objekte als Beobachtung
Objekte als Exerzitium
Im 20. Jhd. sind alle wichtigen Objekte Denk- und Handlungsanweisungen – es gibt keinen
naiven Blick auf das Ding (AOO2)
Welche Kunstobjekte regen zum Denken an (AOO3)
Kunst als kontextbewußte Befragung von Objekten und Situationen
Denkanweisungen (Kontextstudie)
Instruktionen / Gebrauchsanweisung für Objekte/Werkzeuge
Umnutzung von Objekten (Siehe auch: reorganisieren)
Hinführungen, Einschränkungen, Anweisungen, Fehlleitungen, ...
Perspektive vorgeben / Erwartungen hervorrufen / Inszenierung / Konnotation (s.u.)
Versuchsanordnungen / Objektanordnungen
Vergl. Kontextual assoziative Ansätze/Methoden
kontextual-assoziative Planungsmethode (Stirling, Venturi, Wittgenstein)
Objekte im Kontext austesten
Ansatz: Künstler = Forscher (Anwendungsforscher)
Wissenschaft und Kunst: Die Erforschung des Unbekannten
Vielschichtigkeit von Arbeiten (Tauchhöhle von Gelatine) (AOO1)
Kunst nicht nur als Kommentierung einer Theorie (Alfred Nemeczek)
Welche Denkweisen sind für Kunstobjekte angebracht? (Im Detail siehe: Denknetz)
Induktives Denken /vs/ deduktives Denken (AOO3)
Ähnlichkeitsdenken (in Mustern denken) /vs/ baumstrukturiertes Definitionsdenken (AOO3)
Analytische Ansätze (AOO2)
Cuttings – Verdichtung, Konfrontation (Vergl. Candice Breitz)
Zerschneidende/sezierende transformierende Objektanalyse (Pepi Maier)
Zerstörende Werkstoffprüfung
Interesse an analytischer Philosophie (J. Kosuth, Vergl. Heinz Gappmayr)
pure Analytik wirkt spröde – die Umsetzung im Rahmen einer Ausstellung ist daher sehr wichtig
(Vergl. Kosuth: von den Sesseln <=> zur Wittgenstein-Ausstellung) (AOO2)
Analytische Ansätze führten in der Kunst zu Endpunkten ... und in der Folge zu Gegenbewegungen
(AOO2)
Siehe auch: Sicht der Bedeutung (Bedeutungsrepräsentation)
„faszinierender Bilder“ statt kritischer Analysen (Reinhard Mucha)
Künstler sind nicht mehr Analytiker, sondern Ingenieure des Sozialen
Grundlagenforschung durch Umwandlung und Rekombination
dekonstruktive Arbeitsverfahren
Dictionary for Building (2000 Kartonmodelle) (Siah Armajani)
Ordnungsansätze
Buch: Transfer – Abschnitt: Komplexität und Taxonomie
Kunst als Ordnungssystem (Regelwerk und Chaos)
Vermittlung von Ordnungen und Denksystemen
Als Gegenstand gestaltete Denkmodelle (M. Mullican)
Gedächtnistheater
Sichtbarer Ordnungsgrad: in den Tempeln der Ordnung und des Wissens (Candida Höfer)
Referenz-Objekte
Objekte, die Klassifikationen sichtbar machen (Siehe: Visualisierung)
Visualisierung als Teil klassifikatorischer Projekte (M. Dion)
Die Klassifikation verändert die Art der Repräsentation
Hervorhebung durch Verdichtung (AOO2)
Extreme Wiederholungsraten, lösen die „ursprüngliche“ Begrifflichkeit auf
(Moral, Bedeutung .... entschwindet) (AOO2)
Was ändert sich in der Bedeutung durch Objektwiederholungen
(4 lackierte Mischmaschinen in der Stiftergalerie)
Wiederholung u. Reflexion gegenüber gestellt (C. Bartel)
Sehnsucht nach „antirationalen“ (sinnlichen) Ansätzen ? (AOO2)
Kunst als die Schule der schönen Erkenntnis (Kunst und die Ästhetik des Materiellen)
Erkenntnistheoretische Ansätze der concept/context-Kunst
Wahrnehmung als Medium der Erkenntnis (Vergl. Studie zu Wahrnehmungssystemen)
(/vs/ Geschichte als Quelle der Wahrheiten: Kunsthistoriker)
Es hat keinen Sinn Wahrnehmung und Erkenntnis gegeneinander zu setzen (AOO5)
Es hat auch keinen Sinn Erlebnis/Erfahrung und Erkenntnis gegeneinander zu setzen (AOO5)
unreflektierte Wahrnehmung verändert den Rezipienten
(Literatur: Aisthesis – W. Welsch)
Hat Gelatine mehr zu bieten als eine Jahrmarktssensation? (AOO5)
Experimente mit völlig abgedunkelten Räumen (AOO5)
Isoliertankobjekte als Wahrnehmungsexperiment (AOO5)
Wahrnehmungsexperimente (AOO2)
Schwarze Löcher (Kapoor)
Kontrastlosigkeit: Weiß in weiß
Totale Farb/Licht-Räume: Der blaue Raum (Turell)
Virtuelle Realitäten (Spiegelsysteme)
Räume hören (B. Leitner)
Begehbare Arbeiten (ganz eintauchen ....) /vs/ auf Distanz bleiben müssen (Ausstrahlung)
Siehe auch: Ganzkörper-Wahrnehmung (Selbsterfahrung)
Meta-Objekte (?)
Metaobjekte (Objekte, die Objekte befragen)
Mit minimalem Materialeinsatz Reflexionen in Gang setzen
++++
Wirkungssicht
(Buch: Transfer – Kap. Bewirken und Erzeugen)
Politische Wirkung
Unterhaltende Wirkung
Werbewirkung
Siehe Detailbetrachtung: Funktion und Qualität (AOO3)
Funktionalität und damit verbundene/angenommene Wirkung kann für praktischen Objekttyp
beschrieben werden (Sessel, Kirchenraum, Monstranz, Schmuck, ... )
17a Spielerische Sicht
Sicht des Spieles
Sicht der Interaktivität
Karneval-Sicht
Sicht der Lachkultur
Objekte als Spiel
Interaktivität
Die Schnittstelle zw. Architektur und Kunst ist nicht mehr die Malerei, sondern sind interaktive
Medien (Vergl. neue Medien, Maschinensicht, Rezipientensicht, Sicht der Handlung)
Die Sicht des Spieles hat CB längere Zeit beschäftigt
Biomechanische Gameshow (seine eigene Fitness (der Wahrnehmung) überprüfen) (time´s up)
Spieleenvironment – Autodrom (Stadtwerkstatt) – Erfahrungs- und Steuerungsobjekte. Der
Werkbegriff im Sinne der bildenden Kust ist nicht mehr relevant.
Schwerkraftspiel (Steinlawinen) (R. Signer) (Schneelawinen) (Lepka)
Schwebekraftspiel (Ballon + Wasser) (R. Signer)
Spannkraftspiel (Seil + Wasserfall) (R. Signer)
Rückstoßkraft (Vergl. Münster) (R. Signer)
Objekttheater (Kettenreaktionen: Peter Fischli & David Weiss)
Mobile (Calder, Rosemarie Trockel)
Der Galerieraum als Sportraum (Basketballplatz)
vergrößerte Spielzeugobjekte (Feuerwehr): (Charles Ray)
Fallen als Kunstwerke / Kunstwerke als Fallen (Andreas Slominski, Sabotage)
„Verspielte“ Künstler (Norbert W. Hinterberger, R. Signer)
Bastlerische „Gespinste“ - Verspielte Objekte
Absurde Gespinste, Apparaturen und Materialassemblagen (Sarah Sze)
Spielzeug als Ausgangsmaterial
LEGO-Baukasten (Zbigniew Libera)
LEGO-Objekte (Balazs Beöthy, Csaba Nemes, Roland Pereszléngi)
Spielzeugriesenrad aus Baukasten (Catherine Beaugrand)
Hochschaubahn aus Baukasten (Catherine Beaugrand)
Barbie-Puppen (xxx)
Spielzeug-Eisenbahn „Der Stand der Dinge“ (Norbert W. Hinterberger)
Puppenobjekte (Hannah Höch, Sophie Taeuber)
Puppenmonster (Lia Menna Barreto)
Mit Material auf/aus-gefüllte Räume
Luftballone
Schlauchsysteme (Kogler, Wolff-Plotegg)
Gummizellen
Durch das Wasser im Galerieraum steigen (Bantz)
Riesiges Objekt, das bis auf 60 cm den ganzen Raum ausfüllt (Vergl. Angst_räume)
++++
Das Unreine – das Vermischte (ganz gegen Gerhard Merz)
Rummelplatzobjekte s.u.
Humor - Absurdes
Respektlose Objektfindungen (im Gegensatz zur Haltungsbildhauerei)
Attitüden und Ironie als Auslöser
Verglastes Fußballtor, geschnitzte Betonmischmaschine, geschnitzer Betonmisch-LKW
Produkte einer hochentwickelten „Volkskunst“ (Wim Delvoye)
Koffer mit eingebautem Waschbecken „Instrument of Hygiene“ (Hadrian Pigott)
Verfremdungen, Umnutzungen, .... s.o.
Tänzerin mit Clownkopf (Jonathan Borofsky)
Archäologische Restaurierung (Biefer / Zgraggen)
Riesenrad aus Fahrrädern (Cesare Carlo Capo)
Kartoffelhaus, Kartoffelmaschine (Sigmar Polke)
Karneval
Karneval-Objekte
Im Kontext sonst ungewöhnliches Verhalten.
17b Körpererweiterungen
Leistungssicht
Maschinensicht
Objekte als Maschinentheater
Körpererweiterungen
Es kann jedes Werkzeug als Körpererweiterung gesehen werden (Siehe auch: Werkzeugsicht)
(Rebecca Horn)
Wuchernde Objekte – Menschen-, Pflanzen- und Maschinenteile (Bruno Gironcoli)
Maschinen, die bei Operationen das Leben aufrecht erhalten (Blutpumpen, Dosiergeräte)
+++ Inhalte aus der Performance-arbeit ++++
Der Mensch als Maschine
Darstellung der menschlichen Verdauung als Maschine (Wim Delvoye)
(Stelarc)
Maschinensicht
Maschinen als Objekt
Begeistert von der Welt der Maschinen (Futuristen)
Diese Sicht könnte für die „Identität“ von Linz von größerer Bedeutung sein (AOO1)
Projekte von: Time´s up / Contained / Leo Schatzl / Franz Xaver / ....
Kunst /vs/ Gestaltung ? oder besser Kunstgestaltung /vs/ industrielle Gestaltung (AOO3)
Kampfmaschinen (s.o.)
Musikmaschinen (s.o.) (Matt Hackert)
Seifenblasenmaschine (Pipilotti Rist)
Die Maschinengestaltungen sind im Zusammenhang mit Performances zu sehen (Interaktion mit
Maschinen). Die Zeit der selbstverliebten Zappelmaschinen ist vorbei.
Maschinenansätze der 60er (Jean Tinguely)
Maschinenansätze der 80er (SRL, Whiting) („Maschinenbau“-Ansätze)
Martialische Ansätze (kriegerisch, grimmig, verwegen) (Vergl. mad max) (RZ)
Motorentanztheater (Lepka)
Maschinenansätze der 90er („high tech“ - elektronisch gesteuerte Bewegungsmuster –
Rüttelkisten OK) (Kugelcave – Time´s Up) (RZ)
Einige Installationen sind auch sehr “sinnlich” (sinnliche Räume)
Telematische Skulptur (Richard Kriesche) (Bewegung über Internet)
Ca. 2000 sind die ersten „low tech“ Revival-Projekte zu bemerken (Steir. Herbst)
Maschinenbastler (Jason Rhoades, David Moises)
Skurile Maschinen
„Gehirn-Kanone“ (elekronisches System) (Istvan Haraszty)
„Bänderbau“ – „Papiermaschine II“ (Wolfgang Buchner)
Gestell mit Umlenkrollen - Bandwerk
Die Maschinenansätze werden mit jedem Jahr konzeptioneller, technischer perfekter. (AOO1)
Die „Bastlerästhetik“ und „Schrottplatzästhetik“ wird zunehmend abgelegt. Contained zieht sich
vom Schrottplatz zurück und übersiedelt in eine Werkhalle. (AOO1)
Installation mit Greifroboter (Max Dean)
Katapult als Sessel-Wurfmaschine (Stadtwerkstatt)
Vom „Verschwinden“ der Objekte durch (elektronische) Miniaturisierung. Jochen Gerz: „Das
Mikrophon wird nie mehr so groß sein wie heute“.
Puppen – Körper – Automaten (Phantasmen der Moderne) BUCH
(Jean Tinguely, Marcel di Antúnez Roca, Stelarc, Colin Piepgras, Robert Müller, Jim Whiting)
+++ DETAILBEARBEITUNG
Figurative Ansätze im Roboterbau (mechanisches wird körperhaft)
Roboterhund, Humanoide
Pfauenmaschine (Rebecca Horn)
Bettelautomat (.... Schweizer)
Beichtautomat (... ars electronica)
Subjektivität /vs/ Objektivität der Objekte (?)
apparative Objektivität (maschinengestützter Abbildungen)
Kopierfräsen – Objektkopien (vergl. Herstellung der Kruzifixe in Südtirol)
Laserabtastungen – Objektkopien – Aushärtung von Harz
Auftragesinterungen
Umsetzung virtueller Räume in Harzmodelle (M. Jahrmann)
18 Sicht des Kunstwerks
Produktsicht
Objektsicht
Sicht des Bildes
Objekte als Werk
Objekte als bilderzeugende Handlung
Hinterfragungen des Werkbegriffes: Kontextsicht, Performativität (Siehe Detailstudien)
Siehe dazu auch: Objekte/Räume die zu 100% eine Kunstsituation oder ein Kunstgegenstand sind
Objektkunst (als eigener Gattungsbegriff)
(xxx) Recherche
objekthaft sein (Siehe auch: Sicht der Existenz)
Eine Kunst, die im wörtlichsten Sinn objekthaft ist (amerikanische Minimal Art)
Das Kunstwerk als Präsentationsobjekt
Sachlichkeit
Die Situation, die Sache „an sich“. Pur – herausgeschält – frei gelegt – unverstellt.
Unverstellte Präsenz (Vergl. hyperrealistische Präsenz) – ungeschminkt.
Nicht als inszeniertes Einzelobjekt, sondern im Kontext.
Der unverstellte Blick (also die Objekte ohne die Nutzer)
(Lucinda Devlin, Andreas Gursky, Candida Höfer)
„Sachlichkeit“: totale Schmucklosigkeit. Nüchternheit
Vergl. Fotographie der neuen Sachlichkeit s.u.
Vergl. Husserl: „zu den Sachen“
Das Objekt als Transportmittel
(Bei der Gestaltung der Tauchhöhle von Gelatine, dienen alle „Elemente“ der Vermittlung ganz
bestimmter Erfahrungen, wobei es kaum um „Werk-Wahrnehmung“ geht, sondern um „SelbstWahrnehmung“
„Das hat ja alles nichts mehr mit dem Objekt zu tun! .... gut so“ (AOO1)
Völlige Unterordnung unter das Konzept (ohne ästhetisches Primat, ohne formale Spielereien, aber
in der Form gut umgesetzt und unterhaltsamer als in den 70ern)
Grundsätzliche Eigenschaften
Physikalität, Faßbarkeit, Sichtbarkeit, Ausdehnung
Schwerkraft (Hängen in Richtung Erdmittelpunkt) - hängende Mauer (Stephan Huber)
Erweiterte Eigenschaften:
Riechbarkeit, Hörbarkeit, Geschmack
Massive Objekte
Aufblasbare Objekte/Skulpturen
Atmende Latexobjekte (Diplom: Irmi Kapeller)
Staubsauger-betriebene Objekte
Aufblasbare Architektur / Ballon für Zwei (Haus-Rucker-Co)
Ballon-Objekte (A. Heller)
Schwimm-Objekte
Flüchtige „Objekte“ (Siehe auch: Flüchtige „Materialien“)
Seifenblasen aus der Seifenblasenmaschine (Pipilotti Rist) (Venedig)
Eisskulpturen (...)
Sandobjekte (vom Winde verweht)
zum Verzehr bestimmte Objekte (...)
Ganzheitlichere Sicht
Objekte müssen heute aus verschiedenen Perspektiven (Sichten) interessant sein.
Objekte müssen heute als „Ganzkörperkunstwerke“ funktionieren (Zendron). (AOO1)
++++
Sicht des Bildes
Plastiken und Objektkunst als Resultat bildnerischer Leistungen von Malern
(Buch: Skulpturen und Objekte von Malern des 20. Jahrhunderts)
Objekte als Bildträger
Teppichobjekte (als Bildträger) (Bernhard Cella) (AIDS Memorial Quilt)
Zwischen Ding und Bild (Rauschenberg)
Foto-Objekte (Valie Export)
Mit Fotoemulsion beschichtete Objekte (xxx)
(Rohrgeflächte als Bildträger: Ilse Haider)
Objektfotographie
(Katalog: Lucinda Devlin, Andreas Gursky, Candida Höfer - Räume)
Bezeichnender Weise war die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz zu sehen
Fotographie der neuen Sachlichkeit (Bernd & Hilla Becher)
Konzept der Fotographie „anonymer Skulpturen“ (Wassertürme, Hochöfen, Fördertürme)
Es geht dabei um im Verschwinden begriffener Industriearchitektur.
Vergl. dazu auch die Ansätze von (R. Smithson)
Traditionen dokumentarischer Fotographie: den Objekten gerecht werden (Lucinda Devlin)
Fotographische Auseinandersetzung mit Raumsituationen und Objekten
(Lucinda Devlin, Andreas Gursky, Candida Höfer)
Diese Fotographie interessiert sich für die Wirkung und Ausstrahlung bestimmter Objekte
und Situationen.
Für Fotos inszenierte Objekte
19 Sicht der Repräsentation
Sicht der Ausstellung
Präsentationssicht
Materiale Sicht
Sicht der Materialität
olfaktive Sicht (Geruch)
Objekte als Ablagerung
Objekte als Materialsammlung
Objekte als Repräsentation
Siehe auch: Taktile Sicht
Objekte als Repräsentation
Objekte sind nur noch „Träger“ der Kunst (AOO1) / Träger-Objekte
100 objects to represent the world (1992 Peter Greenaway, Elisabeth Schweeger)
Objektschatten – Schattenobjekte
Die Repräsentation ist eine Form der „Unterordnung“ (AOO1)
Das Material wird so eingesetzt, daß es einer Idee, einem Konzept Rechnung trägt. Auch die
„Form“ ordnet sich unter und wird nicht zum Selbstzweck.
Repräsentation/Sichtbarmachung von Wind (Blaues Segel – Hans Haacke)
Repräsentation von Bedeutung (Siehe: Inhaltliche Sicht / Sicht der Bedeutung)
Mapping-Objekte
Objekte, die relevante Stellen markieren (Siehe: Sicht der Orte)
++++
Repräsentationsansätze (Kontextstudie)
Holistischer Kontextualismus / Kontext & Holismus
(R. Haller) Für Haller ist Wittgenstein ein zentraler Vertreter
Was Wittgenstein eigentlich vorschlägt und praktiziert, ist eine physiognomische Lehre,
eine Ganzheitslehre des Kunstwerkes u. damit einen holistischen (umfassenden)
Kontextualismus, der dem Interpreten die Betrachtung des lebensweltlichen
Hintergrundes eines Kunstwerkes zur Aufgabe macht. (Haller)
(Wittgenstein) "what belongs to a (aesthetic) language game is a whole culture"
(Foistad) a context - a whole - a situation
Im Kontext des Mediums (W. Kemp)
Medialer Kontext / Kanal
Den Kontext des Mediums reflektierend
Die Möglichkeiten des Mediums reflektierend / Möglichkeiten des Materials
(Heiko Bressnik)... Papierstapel als Skulptur
Selbstorganisation / Selbstorganisierende Objekte
(Knowbotic research + cf) Simulationsraum Mosaik mobiler Datenklänge
Simulationen (Kontextstudie)
Gewißheit und Irritaton (Buch: Transfer)
Simulierte ready mades (Fischli & Weiss)
Surrogate (Ersatz(-Mittel)) (s.o.)
Fälschungen // (Guillaume Bijl) For real now, 1990 ... angeheftete Möwe
Falsche Fälschungen (Peter Weibel) Gefälschter Künstler macht gefälschte Werke,
deren Originale es nicht gibt
Simulierte Labels und Warenbeschriftungen (Schachtelobjekte) (Peter Zimmermann)
Simulationskunst, Verschüttungssimulation, Virtualität durch simulation, immaterielle
Bilder/Objekte, simulierte Welten, .... s.o.
Siehe auch: Attitüde (Haltung) – Gespieltes (AOO5)
++++
Ausstellungsformen der Kunst ausstellen (Kontextstudie)
Darstellungs-, Präsentations-, Referenz- u. Ausstellungsformen der Kunst ausstellen
Bühnen
(Thomas Schütte) Bühne 1981 - Bühnensituationen
Sockel / Vitrinen
(H. Zobernig) Sockelsituationen
(Erwin Wurm) ... Leeres Sockel und Glasvitrinen
(Peter Weibel) Schmuckvitrine, 1988
Hängungssituationen
(Jan Vercruysse) Grand Suite (The sublime void)
.... Hängungssituationen über dem Sofa
(Daniel Spoerri) Dylaby Raum III
Ausstellungsobjekte
(P. Weibel) Inszenierte Kunstgeschichte
Ausstellungen als Installationen (Th. Dreher)
(B. Bloom, M. Asher, D. Buren, J. Kosuth, G. Merz, A. Warhol)
- Mindestausstattung einer Galerie
(Tisch, Telefonzelle, Stellfläche, weiße Wände)
Weiße Zellen / white boxes
(W. Kemp, O´Doherty, R. Zaugg, J. Kosuth)
(Marcel Broodthears) La Salle Blanche
- Wertvolles = Bewachtes
(Robert Jelinek) 1000 Meisterwerke .... - ground 0
Präsentationsobjekte
Sockel, Podest, Bühne, Präsentierteller, Vitrine
Diskurse des „sichtbar machens“ (Eva Waniek)
Siehe: Bildlichkeit /vs/ Visualisierung
Siehe: Vermittlungssicht
Sicht der Darbietung
Buch: Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens
Vergleiche: 32 Theatersicht
(AOO9)
Von den anderen Objekten des Erscheinens unterscheiden sich Kunstwerke grundsätzlich dadurch,
daß sie Darbietungen sind. Sinnenobjekte, die Darbietungen sind.
Kunstwerke sind Darbietungen im Medium des Erscheinens.
Kunstwerke müssen sich von anderen ästhetischen Objekten abheben.
Kunstwerke sind konstellative Darbietungen.
Kunstwerke sind besondere Arten von Darbietungen
Auf dieses Sich-Präsentieren kommt es an
Kunstwerke(Objekte) sind Darbietungen (Vergl. dazu: Die Geste der Gabe)
Nur durch die Aufmerksamkeit für die Konstellationen dieser Darbietung können wir der vom
künstlerischen Werk dargebotenen Konstellationen teilhaftig werden.
Jedes Objekt kann ein Kunst-Objekt sein, da es nur um die Formen der Darbietung geht. (DIG)
Es geht also um die „Ausstellung“ bzw. um das performative Angebot ! (DIG)
=> Zentrale Sicht: Kunst der Ausstellung (Kunst der Darbietung)
=> Zentrale Sicht: Performativität
Am Umgang mit Objekten der Kunst haben wir gelernt, Dinge und Ereignisse der menschlichen
Welt zu Objekten der Imagination zu erheben. (Vergl. Erkenntnissicht)
++++
Sicht des Materials
Löst sich die Kunst von der Materie ? (A001)
Alles kann zum Material werden (Sabine Bitter, Helmut Weber)
Objekte, die Materialität sichtbar machen (AOO7)
Materialgeilheit:
Mit sehr ausgefallenen Materialien arbeiten wollen .... „Geile“ Materialien (Supergelee) (AOO1)
Materialrecherche / Anwendungswissen
Die Kunst kann sich kaum (noch) als Materialforschung verstehen. Innovative Materialien kommen
aus dem Industriesektor (CB). (Vergl. dazu Vortrag schweizer Architekten, die sich auch wieder als
Materialforscher im Bereich von Verbundmaterialien und Oberflächenbehandlungen verstehen).
Materialsicht / Materialbegriffe (Siehe eigenes paper)
Entmaterialisierung /vs/ Rematerialisierung – 1996 Biennale Sao Paulo
Emanzipiertes Material
Siehe Buch: Monika Wagner – Das Material der Kunst – 2001
Weiteres Buch: Thomas Raff – Die Sprache der Materialien (Ikonologie der Werkstoffe) 1994
Beitrag: Peter Weibel – Das Materialdenken als Befreiung der Produkte des Menschen vom
Dingcharakter 1973
Beitrag: V. Flusser Der Schein des Materials (in: Bildlicht)
Beitrag: Einige Vermutungen zur Poesie der Materialkunst
Katalog: Die Kraft des Materials
Ausstellung: Wenn Attitüden Form werden (H. Szeemann)
Materialität als zentrale Sicht (Jochen Gerz)
Kulturgeschichte bestimmter Materialien / Materialbezogene ästhetische Theorien (Fauves) /
Sinnespädagogik (Kückelhaus) / Werkstoffkund – Materialkunde / Morphologie der Gesteine
Der Materialbegriff war einer der Ausgangspunkte der Diskussion mit C. Bartel
Die Materialsicht bestimmt noch immer die Ausbildung an der Kunst-UNI in hohem Maße
Interesse an materiellen Dramen (C. Bartel)
Die Grenzen der (materiellen) Belastbarkeit – Spiel mit den Sollbruchstellen
Der Versuch den Extremfall, die Katastrophe in bestimmte Bahnen zu lenken (Bartel, Signer)
Material, Stoff, Werkstoff, Mittel, Unterlage, Substanz, Materie, ...
„Kunstfähigkeit“ bestimmter Werkstoffe (zB. Kunststoffe)
Werkstoffhierarchie: arme Materialien / seltene Materialien / edle Materialien
regionales Material /vs/ exotisches Material (Gewinnungsumfeld, Lokalbezug)
industriell produziertes Material /vs/ Naturmaterial (neues Naturbewußtsein)
Bauholzobjekte (Carl Andre, C. Bartel)
unübliches, traditionsloses Material (Morris) / kunstlose Materialien (für kunstlose Objekte)
immitiertes Material
Un-Material
Schaum aus der Sprühflasche – Material, das förmlich nach künstlerischem Ausdruck schreit
“krankhaft” mutierte Vasen (Biefer/Zgraggen)
Monumente aus Styropor (Biefer/Zgraggen)
Schaumstoffsofas in barocker Umgebung (Josef Trattner)
„Eigenqualitäten“ des Materials
Von Materialästhetik dominierte Objekte ( .... ) Naturästhetische Eigenschaften (Div. landart)
Das Werk als „Resultat“ von Materialeigenschaften (...)
Das Eigenleben der Materialien (Alterung, Patina)
Ziegel (präzise, rationale, minimalistische Struktur)
Das Material, das selbst zur Sprache kommt
Skulptur als materiales Experimentierfeld
Material als Hilfsmittel (für die Kunst) / die dienende Rolle des Materials / Trägermaterial (Siehe:
Repräsentation)
Semantik & Materialeigenschaften
Materialien für die Ewigkeit (Stein, Metall, Holz) – MK für die Ewigkeit /
Totes Material – Eine Idee der Unsterblichkeit (R. Caillos)
bearbeitetes Material (gebrochen) /vs/ unbearbeitetes Material (im Fluß geformt)
Belassenes Material (Fundstücke) Objets trouves
Naturbelassenheit des Materials (ZEN)
Abformungsmaterialien (Latex, Papier, ....)
Übertragungsversuche (Karton in Metallguß) (Mittringer)
Papierskulpturen / Katalog: Papier Skulptur
Farbpigment als Material (xxx)
Natürliche Materialien in der Materialkunst (Erden, Hözer, Wachs, Pollen)
Organisches Ausgangsmaterial (A. Kosa, Pepi Maier)
Vergänglichkeit (Fäulnis, Verwesung, Schnee)
Müll als Material – Akkumulation von Wohlstansmüll (Arman)
Schrottskulpturen (John Chamberlain, Tinguely)
Nobilitierung vernachlässigter „armer“ Materialien (arte povera)
Artefakte, Dinge als Material
Inhaltlich besetztes Material (AOO2)
Aufgeladenes Material – redet schon (Filz, Asphalt, ...) (AOO2)
Granit im KZ-Kontext
Material das sich besetzen läßt – Aufladbares Material (AOO2)
(wie ein Bild) mit eigen Ideen aufladen (HK)
Dienendes Material: „material follows task“ oder „material follows content“ (AOO5)
Erinnerungsmaterial
(AIDS Memorial Quilt): T-shirts, Kravatten, Stofftiere, Bierdosen, Verdienstorden,
Kreditkarten, Photos, Computerbilder, Kondome, Eheringe, Krematoriumsasche
Tabuisiertes Material
Fleisch, Blut, konservierte Körper, Menschenhaut
Staub, Schmutz, Kot (Kolig, Kosa) / Das Buch des Unrats (J.G. Bourke)
Schimmel, Schimmelobjekte (Dieter Rot, Pepi Maier, Hundertwasser)
Mit oder gegen ein Material arbeiten
„Charakterlosigkeit“ und „Bildsamkeit“: Plastik und andere liquide Materialien
(Buch: Monika Wagner)
Weiche Skulpture (Claes Oldenburg)
Geruchssicht
Wäre es machbar eine Untersuchung nur über den Geruch zu realisieren?
Musik/Akustik/Hörereignisse und Gerüche sind die zwei Bereiche, die im Rahmen der
Visualisierungen nicht wirklich abgehandelt werden können.
Niedere Sinne
Tellenbach: Geschmack und Atmosphäre
Geruchsorgel
Geruchsekel (hysterische Erscheinungen)
Geruchsekel als Schutz vor verdorbenen Lebensmitteln
Duft der Blumen, Geruch der Pflanzenwelt
Duft der Natur (Meer, Wald, Höhlen, ...)
Geruch der Menschen und Tiere
Alltagsgerüche (Wohnungen, Küchen, Warteräume, ...)
Geruch der Malerei (der Bilder)
Ästhetik des Parfums
Sexualität und Duftstoffe
Zeremonieller Einsatz von Duftstoffen / Duftopfer
Geruch und Festessen
Reinheitskulte (Juden, Hindu, ...)
Diätik
Geruch und Identität
Sport und Geruch
Wahrnehmung anderer Kulturen: Butterstinker
Rassismus und Geruch
Asthma, Allergien und Geruchsstoffe/Pollen
Aromatherapien
Performances mit Duftstoffen
Geruchstabu in Galerien (Vergl. Kosa)
Maschinengeruch
Riechende Objekte:
Skulpturen aus Wachs (Leib, Robert Gober)
Gekochtes, Gebackenes (Attila Kosa)
Verwesende Objekte/Leiber (...)
Modrige Matratzen (...) (AOO2)
Duftorgel (Georgsdorf)
Der Duft des Orangenöls (OK ...)
Materiallastige Künste: Bildhauerei, Textilkunst, Keramik, Architektur, Musik, ...
Simuliertes – vorgetäuschtes Material (AOO3)
Flüchtige Materialität
Seifenblasen
Dampfprojektionen, Nebelprojektionen, Discorauch (AOO5)
Schaumkörper als Skulptur (Venedig) (AOO5)
Flüchtigkeit: Luft und Wind, Düfte (Siehe auch: Flüchtige Objekte)
Geruch des Geldes (Sabotage Jellinek)
Das "immaterielle" Bild/Objekt (Ausschnitt aus der Kontextstudie – Ästhetik der Absenz)
Entmaterialisierung des Kunstwerkes (P. Weibel)
Lichtrauminstallationen (James Turrell) Fritto Misto, ...
Projektionen (Krzysztof Wodiczko) Arco de la Victoria
Dunkelräume (James Turrell) Der Betrachter nimmt seine "eigenen" Bilder war;
Vergl. die "Unsicht-Bar" Wels (Vergl. Selbstwahrnehmung)
Vergl. Binnenkontext, Erwartungshaltung, ...
Das Verschwinden des Realen durch Simulation (P. Weibel)
Simulierte Welten (Knowbotic research + cf)
Virtuelle Objekte als Vertreter realer Eisschollen
20 (kunst)historische Sicht
Sicht der Sammlung
Sicht des Archives
Museumssicht
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
als
als
als
als
als
als
Relikt
Wandzeitung
ständige Sammlung
Wunderkammer
„totale“ Installation
Installation
Stilkritische Objekte – Objekte als Stiluntersuchung
Weißobjekte ohne Textur („reduzierte“ Stilmöbel in barocker Umgebung) (Josef Trattner)
Die barocke Seele Österreichs freilegen (Bruno Gironcoli)
Säulen-„Diskussionen“ (Jacques Vieille)
Objekt-Istallationen
Environment: Siehe Kontext
Sorge um das Objekt
Sammlung, Konservierung, Restaurierung, Schutz
sammeln statt zerstören (AOO4)
Utopische Archäologie (Anne und Patrick Poirier)
Experimentelle Archäologie – Archäo-Skulptur (Biefer / Zgraggen)
Sammlungs-Szenarien (Mark Dion)
Dictionary for Building (2000 Kartonmodelle) (Siah Armajani)
Wundersames für Wunderkammern
In der BRD ensteht wieder ein Museum in der Machart Wunderkammer
Objektanordnungen / Lagerformen
Vergl. auch Transportsicht
Objekt-Stapelung
Unterbringung in Regalen s.u.
Anhäufung (...) Ansammlung (...)
Einfüllung, Abfüllung (...)
Auslegung (...)
Ansammlungen
Riesige Ansammlung von Spielzeugfiguren, Madonnen, Gartenzwergen (Nelson Leirner)
Sammlung all seiner Mitbringsel (Haim Steinbach)
Definition durch Versammlung: (AOO3)
Definition durch Zusammenstellung verwandter Beispiele
Definition durch negative Abgrenzung: Zeigen was nicht dazu gehört
Begriffliche Definition der „Grenzlinie“
Objekte, die Klassifikationen sichtbar machen (Siehe: Visualisierung)
Visualisierung als Teil klassifikatorischer Projekte (M. Dion)
Historische Sicht
Speichern (Buch: Transfer)
Objekte als „Speicher“ von Geschichte (Alle Landesausstellungen gehen davon aus)
Kunstbücher als „Speicher“
Bibliothek als Speicher
Verbrauchsmaterialien der Industriegesellschaft als Speicher von Geschichte
Traditionslose Objekte (außerhalb des Blicks der Historiker)
Neue Medien und ihre Ausformungen
Objekte ohne Geschichte (nach dem Ende der Kunstgeschichte)
Objekte, für die die Kunstgeschichte blind ist
Historische Semantik des Materials
Retrovisionen – simulieren Errungenschaften vergangener Epochen (Biefer / Zgraggen)
Das archivierte Bild (Kontextstudie – Ästhetik der Absenz)
Archiv contra Innovation (P. Weibel)
Vergl. auch: Karsten Bott, Boris Nieslony, Ilya Kabakov, Stephen Prina (Archive)
Siehe: Erinnerung, Enzyklopädie, Mnemosyne
Die Bestimmung der Kunst ist: gelagert zu werden.
Lagerform = Werkform (F.E. Walther)
(Hubbart & Birchler) From Gardens Where We Feel Secure .... Regalsystem
(Lili Fischer) Kraut&Zauber-Laube (ein ganzer Haushalt mit Kräutern)
(A. & P. Poirier) Mnémosyne, Les archives de l`archélogue, vue d`ensemble
(Norbert Radermacher) Die Farblade
(Josef Nemeth) In Glas gekapselte Bilder im Regal
(Jürgen O. Olbrich) The "album" albums .... 18.000 Fotos
(Renate Herter) Depots der Erinnerung
(Peter Weibel) Am Boden gestapelte leere Graphikmappen ...
Dargestellte Depots
(Thomas Huber) Das Bilderlager ... verpackte, verstellte, ...
(Ella Raidel) Orkus Depot ... Netz Europa
Archivobjekte (Zobernig, Clegg & Guttmann)
Austellungsvitrinen als Objekte der Ausstellung (Georg Herold)
Erinnerung – already thought (Kontextstudie)
- Die Kunst der Erinnerung / Inszenierte Erinnerungen
- Archiv contra Innovation (P. Weibel) Depots / Dargestellte Depots (s.u.)
- Kunst wird nicht mehr gemacht (sondern nur mehr betrachtet)
(Kippenberger)
(T. Struth) Installation ... nur noch betrachtet
Fremdproduktion
(Acconci, Kippenberger, Koons, .... Kollerschlag)
(McCollum) Surrogates
- Denkmuster offenlegen
(A.Fraser) Eine Gesellschaft des Geschmacks (Ausstellung)//
Objekte des Geschmacks
- Die Kunst des Zitierens / Postmodernes Zitieren / zitiert / bezüglich
(Peter Weibel) Inszenierte Kunstgeschichte, ... OMO statt Brilo
Simulierte Kunstgeschichte (AOO3)
Konstruktivistische Stilzitata (Zvi Goldstein)
ReProduktion / Selbstreproduktion
(Martin Kippenberger) Ohne Titel (Container) ... zerstörte Originale
Selbstbezüglichkeit / Selbst-kontextuell
(Christian Bartel) o.T. ... gestapelt ...
- Objekte als Stellvertreter bestimmter Kontexte
(B. Bloom, F. Armaly, M. Asher, D. Buren, Fred Forest, H. Haacke, Allan Kaprow,
Haim Steinbach, Stephen Williats)
- Surrogate (Ersatz(-Mittel)) / Surrogat Strategien // (J. Koons, P. Weibel, Zobernig)
Modeartikel u. Verpackung als Werkersatz // (S. Fleury) ...
Ersatzbilder / Ersatzgemälde / Ersatzobjekte
(McCollum) Surrogates
(Elaine Sturtevant) Installation Allan McCollum, Surrogates
Requisiten, Lockvögel, Imitationen, Katzengold
Pseudo-Artefakte
Das verschwundene Objekt (Lücke / Baulücke)
- Enzyklopädie
(Karsten Bott) Von jedem eins
(Siah Armajani) Dictionary for Buildings 1974 - 1976 2000 situative Semantikmodelle
(Peter Greenaway) The Physical Self ... (vergl. 100 Objekte)
Archive
(Stephen Prina) Archive - Läßt Beziehungen sichtbar werden (Bsp.)
(Mark Dion) Tableaus ...
Archiv contra Innovation
Verwandte/Vorläufer zur Kontextkunst (Kontextstudie)
- pop art / Einflüsse aus der pop art (Kapitel)
(R. Venturi, Klotz, J. Stirling)
(Richard Hamilton) Just what is it that makes todays home so different, so appealing ?
gewöhnliche Sujets in ungewohntem Kontext
ungewohnte Bedeutung durch veränderten Maßstab (Attersee)
(Claes Oldenburg) Spitzhacke ... imperiale Achse
(Hans Hollein) Rolls Royce Grill on Wall Street
- minimal art / minimal & context
(V. Acconci, C. Andre, U. Bressnik, D. Buren, D. Flavin, D. Judd, J. Kosuth, Sol
LeWitt, Morris, Remy Zaugg)
kontextanfällige Kunst
Entmythisierung der Minimalplastik durch Funktionalisierung
(Scott Burton) Pair of GraniteChairs
- Asiatische Denkansätze (Buber, Flusser, Heidegger, Jakobson, Itten)
Vergl.: Der leere Raum / Leere im ZEN-Sinne (s.u.)
21 Ökonomische Sicht
Produktsicht
Finanzierungssicht
Kostensicht
Sponsorensicht
Sicht
Sicht
Sicht
Sicht
des Marktes
der Bühne
der Städte und Regionen
der Werbung
Objekte als Leistungsschau
Objekte als (wiederholbare) Show
KünstlerInnen als Messestandgestalter / Messestanddesign
Die ökonomische Sicht ist für CB sehr wichtig. Den hoch arbeitsteiligen Formen der Produktion, der
Materialforschung und Vermarktung, kann die Einzelperson (KünstlerIn) nur wenig entgegen
setzen. s.o. (AOO1)
Ökonomie der Mittel (Sparsamkeit in der Umsetzung) (AOO2)
Tauschwertbegrifflichkeit
Geschenk, Gut, Sehenswürdigkeiten
Das Kapital als Ding (Merleau-Ponty zu Marx)
Tauschobjekte (Fernleihe, W. Cooper, Clegg & Guttmann, ...)
Wirtschaftswerte (J. Beuys)
Wertgegenstände (Siehe auch: Schmuck-Objekte)
Attribute der Luxuswelt als Kunstwerk (Sylvie Fleury)
Altar des Geldes (Stephan Huber)
Gestaltung von Bühnen (Raum im Raum) als Grundlage für „das Werkereignis“ (James Turrell)
Im Markt/Kunstraum kann praktisch alles untergebracht werden (AOO1) (RZ)
Was funktioniert in der Werbung – Welche Konzepte kennt auch das Kunstfeld
den ökonomischen Kontext denken (Ausschnitt aus Kontext-Studie)
(Krzysztof Wodicko) Projektion Stuttgarter Hbhf ... "Mercedes wacht" über Stuttgart
Der Turm des Bahnhofs ist zentral für das Werk
(Fischli / Weiss) Fassade in Zürich ... how to work better ...
(Jirij Leiderman) Sofort nach der Eroberung wurde Grönland aufgeteilt ... (Kühlschrank u. Karte)
Werbung (Ausschnitt aus Kontext-Studie)
- Werbung - Kunst im öffentlichen Raum ?
- Objekte als Werbeträger / Kunstobjekte als Objekte der Werbung
(Humanic – Roland Göschl)
(Zigarettenturm, Tabakwerke – Gerhard Knogler)
- Lichtskulpturen (BP-Tankstelle)
- Logokultur
(P. Weibel, S. Fleury, J. Koons, R. Trockel)
(Robert Watts, John Knight, Luciano Fabro)
(Günter Förg / Flatz) o.T.
(Peter Zimmermann) Präsentation von Schachteln
(HS f. Angew. Kunst) Logokultur ... museum in progress
Vergl.: Logo-Kultur als weitere Form der Absenz (s.u.)
- Sockelsituationen (außerhalb der Galerie)
- Kunst trifft Werbung / art meets ADS
Bühnensituationen
Drahtgestelle als verkleinerte Bühnen / Drahtgestellarbeiten (P. Picasso, A. Giacometti)
Raumbühne (Friedrich Kiesler)
Warengestelle
Warengestell mit Madonna (Katharina Fritsch)
Ladeneinrichtung, Präsentationsobjekte als Großinstallation „Market“ (Michael Landy)
Ausstellungsformen der Warenwelt ausstellen
Installation in der Art eines Modegeschäftes (Ana Laura Aláez)
22 Sicht der Popkultur
sportliche Aspekte
Sicht der öffentl. Auftritte
Sicht des öffentl. Raumes
Unterhaltungssicht
Erlebnissicht
Objekte als Ereignis
Architektur als Ereignis
Objekte als inszeniertes Event
Fade Kunst ? (AOO2)
Raus aus den heiligen Hallen. Themen, die jeden bewegen. Keine Berührungsängste mit der PopKultur bzw. der Alltagskultur (Vergl. cultural studies)
Aufblasbare Größtskulpturen (Otto Piene, Christo & Jeanne-Claude, Andy Warhol, A. Heller)
Verbrennen von Großskulpturen (A. Heller)
Flugshow, Großobjekte, Flammenmeer und Rauchwolken (Stadtwerkstatt)
In der Kunst schafft man es nicht Hochschaubahnen zu bauen (CB) (AOO1)
(Bei entspr. Finanzierung würden sich Gruppen wie Time´s up sicher interessieren)
Verspielte Unterhaltungsangebote (Kristallwelten, A. Heller)
Vom Wert der Wiederholung (AOO2)
Objekte als Ereignis
(Arch+ : Die Architektur des Ereignisses)
Rummelplatzobjekte
Riesenrad (Jean-Michel Basquiat für A. Heller)
Glas-Labyrinth (Roy Liechtenstein für A. Heller)
Schattenkabinett (Georg Baselitz für A. Heller)
Karussel (Keith Haring für A. Heller)
surreales Maschinentheater (Jim Whiting für A. Heller)
Labyrinth (Park der Kristallwelt: A. Heller)
Die Ausstellung als Vergnügungspark (time´s up)
Rutschbahn (Röhre) über 3 Stockwerke durch den Galerieraum (AOO2)
Ausgestaltung von Raves
Objekte der fun culture
Psychophysische Erlebnisräume s.o.
Objekte mit hohem Erlebniswert (Olafur Eliasson)
(Wasserfälle, Strudel, umgekehrte Wasserfälle, ....)
(Eislaufplatz in Sao Paulo)
Sitzschwimminseln (Andrea Zittel)
Psychische Dimensionen von Interieurs (Lucinda Devlin)
Pleasure Grounds: Kurbäder, Phantasiehotels, Diskotheken, Oben-ohne-Bars (Lucinda Devlin)
Szenische Gestaltungen
Rennplatzrequisiten – Materialanhäufungen von Alltagsobjekten (Peter Bonde, Jason Roades)
Sicht der Sinnlichkeit / Neue Sinnlichkeit? (AOO2)
Jeder Sinn, jedes Sinnesorgan ist in einer eigenen Sicht abgehandelt. Hier sind also nur wenige
Aspekte angesprochen.
Die Popkultur hatte nie Probleme mit der Sinnlichkeit (Transfer im Cross over?)
Sinnlich-expressive Ansätze zB. der Malerei sind hier kein Thema
Nahsinne und Fernsinne / Hierarchie der Sinne / Sinnlicher Reiz
(Haut auf Haut, Wasser auf Haut, Wind auf Haut, durchzwängen, Gerüche, Farbräume, ....)
Sinnlichkeit /vs/ Unsinnlichkeit, Abstraktheit, Virtualität
Einsteigen /vs/ auf Distanz bleiben
In das Werk hinabtauchen
(J. Turell – abtauchen zu einem Gebäude mit Ausblick zum Himmel)
(Gelatine s.o,)
Körperliche Befreiung (?)
++++
Sicht des öffentlichen Raumes
Kunst außerhalb der Galerie / Demusealisierung (Kontextstudie)
- Kunst im öffentlichen Raum / Umraumbezug / situativ
Soziale Konstruktion der Kunst im öffentl. Raum
(Jean-Christophe Amman / S. Armajani) "... es geht ihm (Armajani) um die soziale
Konstruktion der Kunst; es geht um die sozialen, ökonomischen Faktoren, die eine Kunst
im öffentlichen Raum bestimmen müssen. Erst aus diesem Kontext heraus erhält sie
Sinn.
Ortsspezifität / site specifity (Siehe auch: Sicht des Ortes)
(C. Andre, D. Huebler)
(R. Smithson) ... suchte non-sites "Nichtkunst-Orte"
(...) Projekt: in front of (Harringer, Preisinger, Wid, Kosa, ...
(Werkverband) Meßzone; Ausstellung "in front of"
(Helmut Weber) Pavillion im Ansatz - Farbbau IV
Marginalisierte Schauplätze
(D. Burr) homosexuelle Identität - Central Park ... s.u.
Kunst auf der Baustelle
(Fischli / Weiss) Fassade in Zürich .... how to work better ...
Kunst im Kirchenkontext
Projekt: Gegenbilder (L. Baumgarten, C. Boltanski, J. Armleder, ...)
- Die Kunst im Wohnbereich (Siehe auch: Alltagssicht)
(Chambres d'amis)
(Projet Unite)
(Kunst - Die halbe Miete)
- Die Kunst in der Bar ... die Bar in der Ausstellung ...
(Vera Frenkel) Aus der Transit Bar ... documenta
- land art / city art (Siehe auch: Sicht des Ortes)
(Armajani)
(Walter de Maria) Lighting Fields
(Christo) Wrapped Coast
(M. Heizer, Robert Smitson)
- Denkmäler neu lesen (s.o.)
(Krzystof Wodicko) Soldiers and Sailors Memorial Arch
(H. Haacke) Und Ihr habt doch gesiegt
(M. Asher) Container
(Krzystof Wodicko) Arco de la Victoria
23 Machttheoretische Sicht
Kampfsicht
Sicht der organisierenden
Institution
KuratorInnen-Sicht
Objekte als Gesamtkunstwerk?
Selbstverteidigungsobjekt (Vergl. Sicherheitsobjekte)
(Buch: the good, the bad + the ugly – Atelier van Lieshut)
Kampfmaschinen: Siehe Maschinensicht
Objekte die einschränkend wirken: Zäune, Wände, Wälle, ...
Überwachungsinstallation: Überwachende Machtausübung (Julia Scher)
Rüstung als Kunstobjekt (Flugshow Wiener Neustadt - Stadtwerkstatt)
Kriegsspielzeug Airfix-Figuren (...)
Ausgestellte Eigenbau-Bomben (inkl. Bauanleitung)
Bomben, Granaten als Skulptur (Siehe zB. Freinberg)
abwehren (Buch: Transfer)
Masken, Panzerung, Panzer, Tauchanzüge, Waffen
Käfigsituationen
Käfigobjekte (Greenaway, Alberto Giacometti)
Käfigszenen (Louise Bourgeois)
Gitterkäfige (Mona Hatoum)
Rotationskäfig s.o. (Contained)
Tierkäfige (Damien Hurst)
Pfauenfeder-Käfig „sanfte Gefangene“ (Rebecca Horn)
Bunkerobjekte, Bunkerarbeiten (Leo Schatzl - Hofgasse)
Objekte als Überlebenseinheiten (Absolon)
Absolutierungen und Purifikationen (der Moderne)
Objekte die Machthabende bzw. Macht sichtbar machen (AOO7)
Skulpturale Darstellungen Machthabender
Triumpbauten/Siegesdenkmäler – Triumphbögen, Triumphsäulen
Großbauten
Grenzbauten
Herrscher/Politiker-Denkmäler (Siehe: Denkmalsicht)
Dispositive der Macht (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Eine kontextuelle Kunst untersucht die Mechanismen der Macht
(Robert Jelinek) Kunstfilz für die Zeitschrift "kursiv"
(Dan Graham)
(Julia Scher) Superdesk
panopticon (Foucault, Bentham)
Zeichen der Macht / Vergl.: Denkmäler neu denken / Pathoszeichen
(K. Wodiczko) Soldiers and Sailors Memorial Arch
Aufgaben der Kunst: Objekte, die der Machterhaltung dienen
Schutzeinrichtungen
Denkmäler der Machthabenden, Kriegerdenkmäler, Mahnmäler
Repräsentationskunst
++++
Im Kunstraum „kann/könnte“ praktisch alles untergebracht werden (AOO1)
Was dort nicht zu finden ist, entschlüsselt die Machtverhältnisse
institutional critique (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
(Begriff von: F. Jameson zu: H. Haacke)
Elitedenken / Klassendenken / Rassedenken
(Asher, Birnbaum, Buren, Fraser, Graham, Haacke)
(Kap. bei P. Weibel)
Systemimmanente Analyse (J. Decter)
Wir müssen erkennen, daß die kontextspezifische und institutionskritische Kunst versagt hat .... die Beziehungen zw.
der Verwaltung, den Kuratoren und Künstler werden daher als inzestuös angesehen (J. Decter)
Gibt es Orte die der Kunst nicht zugänglich sind?
Gibt es Objekte und Räume, die nicht kunstfähig sind?
was entbirgt die Kunst
wo ist Kunst (bereits) möglich
Ausstellbarkeit des Holocaust
Hinrichtungsräume
Leichenkühlräume
Kapellen als Gestaltungsaufgabe
Laserprojekte (Mond)
Landart
Stahlwerke
Historische Industriekomplexe
Bohrplattformen
Kampfflugzeuge
Historische Bunkeranlagen, Stollen, Schutzkeller
Vergleiche: Stadt und Verbrechen
Tatort-Projekte
Siehe: ökonomische Sicht
Tunnel durch den Müllberg
Passage durch ein Müllzwischenlager (Mierle
Laderman Ukeles)
Fußballplatz, Sauna, Tennisplatz, diverse
Sportgeräte, Bar, Kaffeehaus, Sexclubs
KünsterInnen wollen mit allen Objekten und
Situationen arbeiten, die spannend sind
Räume, Objekte die kaum oder absolut
nicht kunstfähig sind
In Mauthausen ist nicht alles möglich –
Orte des Undenkbaren
Orte des Sterbens
Orte erhöhter Ansteckungsgefahr
Heilige Orte fanatischer Religionsgruppen
Unerreichbare Orte
- andere Planeten
zu kostspielige Orte
- Raumstationen
- Tiefseeprojekte
- Ölbohrplattformen
- sterile Orte (Forschungslabor)
zu gefährliche Naturorte
- aktive Vulkane
- die höchsten Gipfel
zu gefährliche technische Orte
- Verstrahlte Reaktorzonen
- Organisch/biologisch vergiftende Zonen
- entschärfte Bomben
zu gefährliche Orte der Macht
- Headquater der Mafia
- Privaträume von Dikatoren
- Leitzentralen für Nuklearrakten
- militärische Sperrgebiete (Radaranlagen)
(Hans Kropshofer)
- Hochsicherheitsgefängnisse (in Diktaturen)
zu gefährliche öffentliche Räume
- Zonen mit extremer Kriminalität
- Tatorte zur Tatzeit
Sicherheitszonen der Besitzenden
- Tresorräume
Entsorgungsanlagen
Kunstunwürdige Orte und Objekte
(konnten nicht gefunden werden)
Einschränkungen ergeben sich primär finanziell
und durch Machtverhältnisse
Was wird vor der Welt versteckt?
Was hat man zu verbergen?
Siehe dazu auch: Objekte/Räume die zu 100% eine Kunstsituation oder ein Kunstgegenstand sind
24 Strukturelle Sicht
Strukturale Sicht
Formale Sicht
Syntaktische Sicht
Sicht der Größenordnung
Systemische Sicht
Sicht der Zeichen
Sicht des Feldes
Sicht des Zwischen(raumes)
Objekte als Zeichensystem
Objekte als Strukturdurchbrechung
Objekte als Konfiguration der Präsenz
Formalität (AOO3)
Die Formale Sicht wird im Detail nicht weiter ausgeführt – es wird nur auf Tendenzen und extreme
Standpunkte hingewiesen. Die thematische Sicht, die Inhaltlichkeit, das WAS ist zur Zeit wichtiger
als die Sicht des WIE. Die Kulturwissenschaftler sind in der Ausbildung wichtiger als die
Morphologen (AOO4).
In dieser Studie finden sich daher kaum Beispiele die sich (in Sekundenbruchteilen) als formale
„Spielereien“ zu erkennen geben. Auch Arbeiten, die nur in komplexen verbalen „Übertragungen“
deutbar sind, finden wenig Berücksichtigung (zB. wenn über die Reduziertheit, Klarheit, Reinheit,
Ruhe, Abstraktheit, .... auf das Göttliche, das Überzeitliche, das Mächtige ... geschlossen wird).
Es sind daher auch Fragen des Gleichgewichts, der Ordnung, Symmetrie, des Chaos, ... von
untergeordneter Bedeutung (in dieser Betrachtung).
Je „konkreter“ die Kunst, desto WIE (AOO4)
„Kunst liegt als Grammatik vor uns“ (Gerhard Merz) (???)
„Kunst ist eine Sprache, die sich ausschließlich mit Formen befaßt“ (Gerhard Merz) (???)
„Anordnungsnotwendigkeiten formaler Art“ (Gerhard Merz)
„immer herrschen Maßgesetze“ „Maßgelungenheit“ (Gerhard Merz)
Durch Gestaltungssoftware und der Steuerungssoftware für Modellfräsen geprägte Architekturstile
(Dekonstruktion, mathematische Modelle, biomorphe Gestaltung, ....)
Objekte als Symbole des industriellen Zeitalters / Urbane Semiotik (Ashley Bickerton)
Reinheitsansprüche in Bezug auf die Kunstformen (Gerhard Merz)
Ausstellung komplexer „klassischer“ geometrischer Körper (O. Eliasson)
Kunst und Konstruktion (konstruktive Objekte) Mathematische Reihen
Progression nach Fibonacci (Helmut Bruch)
Geometrische Objekte
Transformationsapparatur (Pentaeder ind Tetraeder?) (Attila Csörgö – Biennale Venedig)
Banale Formen (Biefer / Zgraggen)
Tragende Struktur
verbinden & stabilisieren (Buch: Transfer) Rahmen, Kupplung, Tragegerüst, Skelett, Fachwerk,
Chassis, Montagerahmen
Bruch mit dem dominierenden Formalismus (60er)
U.a. durch eine Kunst, die im wörtlichsten Sinn objekthaft ist (amerikanische Minimal Art)
Es vollzog sich der Wandel vom empirischen Modell des visuellen Formalismus zum
phänomenologischen Erfahrungsmodell.
+++++
Feld und Zwischenraum
M. Merleau-Ponty: Das Sichtbare und das Unsichtbare
S.288: „Es gibt nicht mehr ... Ansich oder Objekt. Es gibt Felder, die sich überschneiden, Felder in
einem Feld, ...“
Zwischenräume denken (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
(R. Arnheim, Merleau-Ponty) (W. Ebenhofer, Nieslony) (Mel Bochner) (L. Lawler)
Objekte, die Leerräume u. Zwischenräume sichtbar machen (AOO7)
- Anbindungen (an den Raum)
(Mariusz Kruk) O.T. documenta, 1992 (Sessel)
(Maria Serebriakova) O.T. (3 weiße Säulen auf Sessel - Tisch - Sessel)
- Der greifbare Zwischenraum
(Koch, Holitzka) Ausstellung: Oktogon II - Der Zwischenraum wird greifbar
- Unsichtbare Skulpturen
Zwischenraumskulptur (M. Carr) ... Hochhauszwischenräume
(Bruce Nauman) Space under my steel chair
(Rachel Whiteread) Raumabguß des Bereiches unter Sitzfläche
Abgüsse von Zwischenräumen (Rachel Whiteread) (J. Beuys)
Ergänzungsskulpturen
Gedachte Ergänzungen (Cosima von Bonin) 11 sets à 4 Möbelbeine
Das Unsichtbare sichtbar machen (Lyotard zu Buren)
- Lücke als offener Raum der Kraftübertragung (M. Mer) Zitat
Vergl. Feld / Feldorientierte Ansätze
Schnitt- und Gegenschnitt (C. Bartel)
- Schwellensituationen denken
Beziehungen denken (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
(Lawrence Weiner) Works No. 384, "in Beziehung zu ..."
- Feldorientierte Ansätze / Feld
(Bourdieu, V. Flusser, F. Kiesler, Lewin, Merleau-Ponty)
Beziehungsfeld, Spannungsfeld, Feldlinien
Kraftfelder (Clegg & Guttmann)
Soziales Feld / städtische Umgebung als Kraftfeld (Clegg & Guttmann)
Semantische Felder (Clegg & Guttmann)
- Lücke als offener Raum der Kraftübertragung (s.o.)
Zwischenräume denken (s.o.)
- Correalismus (F. Kiesler)
- Selbstreferenz, Referentialität und Relationalität s.o.
(Dan Graham, P. Weibel, T. Locher, Artschwager, Jasper Johns, M. Asher,
H. Haacke, D. Buren, L. Weiner, M. Broodthears, R. Kriesche, L. Lawler, S. Levine)
- Vergl.: Grenzbereiche der Wahrnehmung auskundschaften
25a Räumliche Sicht
Sicht der Orte
Geographische Sicht
Sicht der Natur
Architektonische Sicht
Sicht der Bekleidung
Sicht der Ausstellungsarchitektur
Objekte als ortlose Kunst
Objektdekonstruktion als Performance
Objekte als Vereinbarung
Objekte als Ortsbestimmung
Standortmarkierungen: (Objekte als Vereinbarung) (Objekte als Ortsbestimmung)
Vergl. Studie: Zeichen der Provinz
Siehe auch div. „Platz“-Begriffe
Größere Ausformungen können auch als kulturelles Leitsystem einer Stadt verstanden
werden.
hier ist etwas: gestaltete Stelle, Spuren
hier ist Kunst: Sockel, Rahmen, ....
hier zeigt man in der Regel Kunst (Ästhetik der Absenz)
hier war etwas: Grundrisse als Einlegearbeit (jüdische Gebäude)
Relikte, Sedimente
hier gedenkt man, hier ehrt man: Denkmal
hier ist eine Platzsituation, hier trifft man sich (Mathias Goeritz – riesige farbige Türme)
dort ist etwas: Wegweiser, noch so weit bis ....
hier quert man: Furtmarkierung
hier verläuft etwas: Markstein, Schwellen
hier besitzt wer: Grenzstein
hier ist ein Bezugspunkt: Vermessungsfixpunkt, Sonnenkalender, Sonnenuhr
hier fühlt sich wer bedroht: Wall, Erdstall, Bunker, Mauer, Zaun
hier tötet man: Hinrichtungsapparaturen u. Raumsituationen (Lucinda Devlin)
hier lebte wer: Gedenkstein
hier liegt wer: Grabstein
hier gibt es was zu sehen: Podest, Plateau, Rampe, Turm, Warte, ... (Rockenschaub)
hier spricht man: Kanzel, Pult
hier opfert man: Altar
hier war der Teufel: Spuren in Stein
hier ist ein Kraftort: Marterl, Hl. Baum, ...
hier wärmt man sich: Feuerstelle
hier kocht man: Kochstelle, Herdstelle
Ort, Stelle => Gestell s.o.
Ortlose Kunstobjekte (hop and drop sculpture)
Aufblasbare Skulpturen/Architekturen/Ballone (Hüpfburgen, ...) (A. Heller)
Zur Translokation s.o. (dis-placement, dis-location)
Die Plazierung im Raum – eine der großen Leistungen von J. Beuys
Welche Räume können zu 100% von KünstlerInnen gestaltet werden?
Körper im Raum
Körper, die den Raum erfüllen
Abdruck/Abguß eines ganzen Gebäudes (Rachel Whiteread)
Liegende Skulpturen/Architektur als Gegensatz zur Parade der Eitelkeiten (Günther Domenig)
Hochhausverlängerung (Architekturstudenten Linz)
Expansive/ausfahrbare Skulpturen (Gsöllpointner)
Säulen als Objekte im Kunstfeld (Betrand Lavier)
Raum im Raum
Gestaltung von Bühnen (Raum im Raum) als Grundlage für „das Werkereignis“ (James Turrell)
Durch Umbauten immer mehr verkleinerte Räume (Gregor Schneider)
beklemmende Atmosphäre zu kleiner Räume
„Salon“ Kunstraum/Künstleraum in der Galerie (Gerhard Gutenberger) Stiftergalerie
Positiver Raum / Negativer Raum (Anish Kapoor)
Topologisches Denken
Lage und Anordnung im Raum
Architekten als Objektgestalter (AOO1)
Bildende Künstler als Gestalter architektonischer Objekte (Siehe: Translokation) (AOO1)
Regalkonstellationen (Mona Hatoun) (Reinhard Mucha)
Die Schnittstelle zw. Architektur und Kunst ist nicht mehr die Malerei, sondern sind interaktive
Medien s.o. (Möller)
Schauseite des Objektes
(Architektur als die Kunst des Raumes oder des Ortes – P. Weibel)
Diskussion von archtektonischen Prinzipien (Rippengewölbe, Torbögen, Wandelgänge,
Ecksituationen, Durchgänge, Schlußsteine, Pfeiler) (Christian Bartel)
Raumtypen
Denk- und Wandelräume (Schutzräume) (Christian Bartel)
Erlebnisräume (Bedrohliches, Unberechenbares, ...)
Pleasure Grounds (Lucinda Devlin)
Kurbäder, Phantasiehotels, Diskotheken, Oben-ohne-bars
Corporal Areas – klinische Orte (Chirurgie, Pathologie) (Lucinda Devlin)
Skulpturale Architektur (AOO2) / Architektur als Skulptur / plastische Architektur
Skulpturale Denkanstöße für die Architektur (Malewitsch)
Die skulpturale Außenhaut löst sich vom funktionalen Innenprogramm (Vergl. Museum Bilbao)
(Coop Himmelblau, Haus-Rucker-Co, B. Tschumi)
Treppenobjekte (Magdalena Jetelová, Peter Greenaway, P. Noever) (AOO2)
Abgetragene umfunktionierte temp. Architektur (Jean Prouve) (Venedig)
Gebäude mit mobilen Eigenschaften (Atelier van Lieshout)
Tektonische Skulpturen
Zusammengestelltes; in sich Ruhendes; ausbalancierte Massen
(R. Serra – Stahplatten, Tony Smith) (C. Bartel)
Siehe auch: Kräfteverhältnisse
Installation im Architekturzusammenhang
Freilegung von Kraftverhältnissen durch Stützung
(Eberhard Bosslet: “Anmaßend I” und “Anmaßend II”)
Installation im Architekturzusammenhang
Architektur & Theater: Kulissenartige Raumbildung
Bühnenbild als Architektur
Architekturmodell
Architekturmodelle als Installation (Norbert W. Hinterberger)
Siehe Ausstellung: Hausgeburt
Objekt als Architekturminiatur (Absolon)
Gefälschte Objektwelten (in Miniaturform) (Thomas Demand)
Spielzeugmodell-Welten (Andreas Schulze)
als Modell getarnte Skulpturen (Thomas Schütte)
Negative/versenkte Architekturmodelle (Langlands & Bell)
Ausgestellte Architekturmodelle (Stephen Craig)
Verkleinertes Künstleratelier als Modell (Lois Renner)
Bauplastik / Kunst im Bau / Kunst am Bau – Neue Konzepte
Stadteinrichtung – Brunnen-Aufträge
Neue Kunst am/im Bau-Projekte (OK, Rathaus Linz)
Denkmalsicht (s.o.)
Das Denkmal bedient sich der künstlerischen Mittel von Skulptur und Architektur:
Obelisk, Siegessäule, Triumphbogen
Landart mit Architekturbezug (Michael Heizer, Robert Morris)
Grabenförmige Vertiefungen (Smithson, Heizer)
Architektonische Skulpturen
Buch/Diss. : Architektonische Skulpturen im 20. Jhd. Markus Stegmann
(W. Tatlin, K. Malewitsch, Naum Gabo, Theo van Doesburg, ...)
Architektonische Skulpturen operieren mit Formen der Architektur
erzählerische Plastik s.o. (Alberto Giacometti)
Monumente zeitloser Dauer (Mathias Goeritz)
Archtypische Gebäude (Iglu – Urform des Hauses) (Mario Merz)
Räume der Selbsterfahrug s.o. (Bruce Nauman)
Architektonische Mittel zum Zweck der Auslösung von Emotionen
(Riesen Torrahmen mit Knick: Ansgar Nierhoff)
Brückenmodelle u. Dictionary for Building (Siah Armajani)
Ziegelsteinskulpturen – architektonische Details als Lockspuren (Per Kirkeby)
hängende Ziegelmauer (Stephan Huber)
Turmskulpturen (Stadtwerkstatt, Per Kirkeby)
Spiegelung und Teil-Transparenz (Dan Graham) (AOO5)
Architekturreduktion (Hubert Kiecol)
als Modell getatrnte Skulpturen; Theaterkulissen-Architektur (Thomas Schütte)
Obelisken, Säulen (Stephan Huber)
archäologische Ausformungen; Grundrisse; Autobahnfragmente (Hannes Forster)
scheinbar versinkende Kleinbauten (Hannes Forster)
Baumhäuser (am Fuße der Bäume) ! (Wilhelm Schrübel) Stiftergalerie
Flaschenkisten-Architektur-Skulptur „Kastenhaus“ (Wolfgang Winter & Berthold Hörbelt)
Infragestellung von: Raumorganisation, Stabilität, Funktion, Dauerhaftigkeit (Hannes Forster)
Begehbarkeit von Arbeiten (Siah Armajani)
Körperliche Beteiligung des Betrachters bei der Erschließung des Werkes
(Siehe: Werkerfahrung und Selbsterfahrung)
fragmentarische, provisorische Erscheinungsform (Siah Armajani, Michael Hall,
Stadtwerkstatt, Robert Stackhouse, George Trakas)
portable Environments (kleinmaßstäbliche Arbeiten)
Skulptur in Gestalt von Gebäuden
Bedeutung/Rolle des Hauses in der Skulptur (Armajani, Alice Aycock, Tony Berlanz,
Donna Dennis, Harriet Feigenbaum, Richard fleischner, Nancy Holt, Edward Kienholz,
George Segal, Joel Shapiro)
Grabkammer mit integrierten Pianos und Polsterstuhl (Gabriel Orocko)
Skurrile Häuschen mit skurrilen Szenen (Paul McCarthy)
Verwendung von Architekturelementen – Solitäre Architekturelemente
Siehe zB.: Chambres d´amis
Suche nach der elementaren Form (Brancusi)
Säulen, Pfeiler (Attila Kosa, Charles Vandenhove) Unendliche Säule (Brancusi)
klassische Säule mit Tonnenaufsatz (Bertrand Lavier)
Säulen-„Diskussionen“ (Jacques Vieille)
Treppen (...)
Türen, Tor (Zobernig, Jef Geys) „autonomes“ Künstlertor (Brancusi)
Fenster (Ritter, Weber, Bitter)
Dach, Dachkonstruktion, Giebel (Stattwerkstatt)
Mauer, Wanddteile (G. Merz, Stephan Huber, Wolfgang Robbe) Hängende Wände (Stephan Huber)
Inszenierte Stuckelemente (Stephan Huber)
Bodenelemente (Joe Scanlan, Kropshofer & Meier) Parkettboden an der Wand (Stephan Huber)
Balkon (Juan Munoz)
Gitter-Elemente (Elisabeth Ballet)
Schornstein (Norbert Radermacher)
Laube (Lili Fischer) Kraut&Zauber-Laube
Objekte/Truhe – absurde Kombination aus Türen, Beschlägen, Laden,
Steckdosen, Wannenstopel, ... (Werner Reiterer)
umhüllen u. Öffnung (Buch: Transfer) Fenster, Tür, Tor, Truhe
Architektonische Gebilde ohne Gebäudestruktur
Straßen, Wege (Autobahnfragmente)
Brücken (Armajani) (Chris Burden)
Graben, Wall (Michael Heizer)
Zaun, Gartenzaun, Verschlag (...)
Gartenzaun der Spiegel umgrenzt: Das Museum im Spiegel (Iceland Love Corporation)
Kunsthochschulen mit kombinierter Ausbildung:
KunstHS Düsseldorf Prof. Christian Megert ~MK für bildende Kunst und Architektur
(Netz Europa, Karl-Heinz Meier)
Architektursicht (Kontextstudie)
Architekten-Künstler (Kontextstudie)
(F. Kiesler)
(A.& P. Poirier) „Mnemosyne“/ „Gedächtnistheater“ / Mnemosyne construction / Geschichten
(Dan Graham) Verspiegelte Hausöffnungen
(Siah Armajani) Dictionary for Buildings / Enzyklopädie; Kontext & Funktion
Noaa Bridge / Situative Ansätze; Am falschen Ort – eine Kontextfrage; absurde Verstöße
(Walter Pichler) Gesamtkunstwerke
(Peter Noever) Betonrampe
(Hans Hollein) Rolls Royce Grill on Wall Street / Sozialer Kontextualismus; Verfremdungsansätze;
Ungewohnte Bedeutung durch veränderten Maßstab
(Haus-Rucker-Co) Rahmenbau / Perspektive
(B. Tschumi) P6 im Parc de la Villette / Dekonstruktion
(A. Loos) Verfremdungsansätze
(Etienne-Lois Boullée) / Tempel der Vernunft / Gestaltung von Rahmensituationen ; umfassender
Gestaltungsanspruch
(Brigitte Löcker) Demokratie im Raum .... (Die Augen der Architektur)
(W. Tschapeller / T. Ventimiglia) Sprechende Architektur
(Hans Peter Wörndl) Schattenkörper
(Gerngros) ver-körpertes Licht(Band)
Künstler als Architekten (Kontextstudie)
(Vito Acconci) architektonisches Denken: the city inside us (der gekippte Zentralraum) /
Auf Rahmenbedingungen eingehen; Auf Räume eingehen
(Mutt Mullican) Simulierte Städte / Multimediale Ansätze; Simulation
(Illya Kabakov) Die Toilette / Lebensweltlicher Hintergrund; Sozialer Kontext; Rahmensituation WC
(C. Kolig) Das Paradies / Gesamtkunstwerk; Umfassender Gestaltungsanspruch
(H. Nitsch) Unterirdische Ritualräume
(P. Greenaway) The stairs – Geneva – the location
(Constant) Situationist; ein Maler wird Architekt
(Stadtwerkstatt) Schöne neue Stadt – Streit im Quartier / Handlungsbezogene Ansätze;
Informationshandeln
(Christian Hasucha) „Zuhause“, Friesenplatz / Translokation
Mit Architektur arbeiten (Kontextstudie)
Siehe auch: Translokation (Baustelle als wichtiger Ort der Translokation)
(Rachel Whiteread) House, Grove Road, London
(Gordon Matta Clark) Conical Interset / Dekonstruction; Translokation – dislocation – displacement
(M. Asher) Museum of Contemporary Art
(Horakova & Maurer)
(Ludger Gerdes) Baubilder – Modelle exemplarischer Architekturen
(Thomas Schütte) Bühne / Ausstellungsformen der Kunst ausstellen
(R. Mucha) Der Bau (klaustrophobische Arbeiten)
(Christo) Verhüllte Kunsthalle
(Gerhard Merz) Denkmäler neu lesen
(D. Buren)
(K. Wodiczko) Projektion Stuttgarter HbHf / Repolitisierung der Kunst;
den ökonomischen Kontext denken
(P. Weibel) Inszenierte Kunstgeschichte (Museum als Möbel) / Kontext u. Funktion /
Funktionalisierung
(Magdalena Jetelova) Installation (Schüttung im MAK) / Auf Räume eingehen
(Bitter, Weber, Zendron)
(Fischli, Weiss) Kunst auf der Baustelle
(Hans Haacke) Germania / Und Ihr habt doch gesiegt (Denkmal-Architektur) /
Denkmal neu lesen
(M. Kienzer, M. Erjautz) Korsage/Patchwork (Kunst am Bau – Univ. Graz)
(W. Robbe) Im Wohnzimmer (Durchdringungen) / Translokation; Gegenständliche Versetzungen
(E. Bosslet) Grundkredit / Auf Räume eingehen
(Oldenburg)
(Carr) Zwischenraum-Skulptur / Unsichtbare Skulpturen
(Rockenschaub) Biennale Venedig 93 / Auf Galerieräume eingehen
(Luc Deleu) Grand arc de triophe – Neuchatel / Translokation
(Susanne Mahlmeister) Fundamente / Translokation
(Walter Pamminger) Bewegung im Blickwinkel (Die Augen der Architektur)
Kontextorientierte Kataloggestaltung
(Prinzgau/podgorschek) Wassertropfen (Die Augen der Architektur)
(Ernst Caramelle) Translokation
(Mischa Kuball) Megazeichen 77 (Hochhausbeleuchtung)
(Formalhaut) Translokation
(Georges Rousse) Translokation
(Hannes Forster) Translokation
(Osvaldo Romberg) Grundrisse / Translokation
(Per Kirkeby) s.o.
(C. Bartel)
Ausstellungsarchitektur (Kontextstudie)
(F. Kiesler) Internationale Ausstellung neuer Theaterkritik / Gestaltung von Rahmensituationen
(Wolff-Plotegg) Trigon Graz / Kontextbewußte Ausstellungsgestaltung; Kontextualität als zentrales
Gestaltungsmoment
(F. Armaly) Ausstellungsarchitektur Design-Center ars electr. 94
(Anni & Patrick Poirier) Aby Warburg Ausstellung „Mnemosyne“
(Hermann Czech) Von hier aus (Häuser im Haus)
(Hubert Kiecol) Hausartige Betonskulpturen
(Dieter Bogner) Kunstraum Buchberg / Auf Räume eingehen
Sonderfälle architektonische Sicht (Kontextstudie)
(Walter Ebenhofer) Hochsitze
(Weinmayr, Kroder, Körner) Pflasterung einer Garageneinfahrt / Translokation
(Yuji Takeoka) Public Sculpture / u.a. Translokation
(T. Kawamata) Peoples´s Garden / Soziale Räume denken
(Flatz) Haussprengungen / Sozialer Kontextualismus
(Marcel Broodthears) / La Salle Blanche / Weiße Zellen
(Förg, Paolini) Beschäftigung mit dem Wittgensteinhaus
Auf Rahmenbedingungen eingehen (Kontextstudie)
- Auf Räume eingehen / ortsbezogen (Sicht der Räume / Sicht der Architektur)
(Jan Hoet) Projekt: Chambres d´amis
(Eberhardt Bosslet) - Grundkredit - (ortsbezogen)
... das Werk ist in das Beziehungsgeflecht des Gebäudes eingespannt
(Dieter Bogner) Projekt: Kunsträume Buchberg
(Vito Accoci) The City Inside US (MAK)
(Magdalena Jetelova) Installation .... Schüttung (MAK)
(Christian Bartel) ...
Beziehungs- u. Ortlosigkeit (Sicht des Ortes)
Die Beziehungs- u. Ortlosigkeit vieler zeitgen. Kunst wird zB. von J. Heynen beklagt
site specifity
- Auf Umraum eingehen
(Cadere, LeWitt, Palermo)
(Fareed Armaly - Galerie Nagel Köln)
(Karin Sander) Bodenstück
(Hans Haacke) Germania ... der aufgerissene Boden
(Gerwald Rockenschaub) (Gerüst in der Galerie)
Vergl. auch (Michael Asher) Installation
Galerieräume "sprengen" (G. Matta Clark)
- Auf Umraum eingehen
(F. Kiesler) "Eine neue Ära der plastischen Kunst hat (1964) begonnen." ... "Das
traditionelle Kunstobjekt, sei es ein Gemälde, eine Skulptur oder ein Architekturobjekt,
wird nicht länger als isolierte Einheit gesehen, sondern muß im Kontext dieses sich
erweiternden Umraumes gesehen werden. Der Umraum wird gleichermaßen wichtig wie
das Objekt selbst, wenn nicht sogar wichtiger, weil das Objekt in der Umgebung
atmet und Realitäten des Environment in sich aufnimmt. ... So müssen wir den
Brennpunkt des Interesses vom Objekt zum Umraum verlegen."
++++
Der leere Raum (Ästhetik der Absenz - Kontextstudie)
Spiel mit Erwartungshaltung: Ausstellung ... mit Werken
leergelassene Räume / Inszenierung von leeren Räumen
(Künstlergruppe: Freiraum) "Freiraum", "wieder sehen"
... Das alte Haus mit eigener Geschichte und Atmosphäre wird zum Werk
(Karin Sander) Bodenstück
Durch leere Räume das Vermißte bewußt werden lassen
(Gerwald Rockenschaub) Rauminstallation, Luzern ... durchsichtiger Plastikvorhang
(Bethan Huws) ... Museum Haus Ester, Krefeld
(Oswald Oberhuber) Die leere Galerie, Galerie nächst St. Stefan
... Stempel auf der Dokumentation: Betrugskunst
Entschlackte Galerie, Exhibitionismus der Galerie, Galerie als Galerie,
Ich Galerie bin ich
Ikonologie des Zwischenraumes
Bilder, sich die im Grenzbereich zw. Anwesenheit und Abwesenheit befinden, bringen eine
"Ikonologie des Zwischenraumes" hervor, wie Warburg formulierte. Vergl.: Zwischenräume denken
++++
Bodengestaltungen / Fragen der Standsicherheit / Verdeckungen
Buch: Bazon Brock – Die Welt zu Deinen Füßen
(Heinz Reisinger) Bodenabdeckung Stiftergalerie
(Stefan Banz) Der Boden unter Wasser gesetzt
(Haacke) Herausgerissener Steinboden
(H. Kropshofer) Verdeckte Einlegearbeit Galerie Paradigma
(Josef Schwaiger) Der Galerieboden als Farbstreifen-See aufgelöst (Stiftergalerie)
Innenwelt (Vergl. Buch: Transfer) Innenarchitektur
Das Verdeckte, Das Verkleidete, Das Bekleidete
eingrenzen & umhüllen (Buch: Transfer)
In Glas gehüllte Objekte/SKulpturen (J. Nemeth, Manfred Wakolbinger)
Zelt, Iglu, Kleidung, Architektur
Zelt-Objekte (...)
Rotierender Vorhang (Ann Hamilton)
Iglu-Objekte (Mario Merz) (s.o.)
Sicht der Bekleidung – Sicht der Außenhaut (AOO2)
Architektur als Bekleidung
Aus flexiblem Gewebe gespannte transparente Räume (Ernesto Nero)
Strumpfobjekte (Ernesto Nero)
Der Körper als Haus – Spezialanzüge (Lygia Clark)
Die abgelöste Haut /vs/ Objekte, die durch und durch (skulptural) gestaltet sind (AOO2)
Event-Außenhaut (AOO2)
Beschirmung – rotierender „Schirm“ (David Moises)
Karosserie als Bekleidung (Wagenaufbau)
++++
Gräben, grabenförmige Vertiefungen – Negativformen (Hannes Forster)
Aushebung von Gräben als Ablehnung „materialistischer“ Konzepte (Michael Heizer)
Gräben und ihre absolute Ortdgebundenheit (Michael Heizer)
Archäologisches Interesse (Michael Heizer)
Archäologie der Neuzeit (Hannes Forster)
Höhlensituationen
Höhlengestaltungen der 70er (Colette - Living Environment 73-77)
Medienhöhlen der 80er/90er (Projektionshöhlen)
Unterwasserhöhle (Gelatine)
Kann dieses Tauchbecken als Objekt (Kunstobjekt) verstanden werden, oder ist diese
objektbezogene Frage absolut sinnlos !? .... ein veralterter Anspruch etwas auch noch als
gestaltetes Objekt betrachten zu wollen? (AOO1)
Vagina als Höhle (Niki de Saint-Phalle)
Hineinschlüpfen in Räume, Schläuche, aufgeblasene Gebilde
++++
Natursicht
Kunst und Natur – Mikrokosmos und Makrokosmos
Objekte in der Natur Landart
Objekte aus der Natur Landart, ZEN art
Naturobjekte
tote Objekte
Kornfelder in der City (Agnes Denes, Bauern-Demo Paris)
bepflanzte Großskulpturen (A. Heller, Koons)
Teich in der Kunsthalle (Olafur Eliasson)
Naturform & Kunstform als eine Einheit: herauswachsende Säule (Hermann Obrist)
Technisch/formale Lösung der Natur abschauen – nur mehr formalistische Attitüde? (AOO5)
(Buckminster Fuller)
Ausgestellte Natur – Div. Turmbauten (AOO5)
Weltkugel als Skulptur „Sockel der Welt III“ (Piero Manzoni)
Geographische Sicht
„Mapping“ Gebirge in Regal (Stephan Huber)
Schwerkraft und Stabilität (AOO7)
In der Natur sind die meisten Objekte an der Basis breiter wie an der Spitze. Wir haben genaue
Vorstellungen in Bezug auf Stabilität (Körperwissen). Instabile Objekte machen uns in Angst.
In der griechischen Architektur wird in der Säule das Tragen der Last noch visualisiert. Spätere
Architektur spielt mit dem Verstoß.
Objekte die Naturphänomene einfangen oder simulieren
Blitzantennen (Walter de Maria)
Wettersimulation (Stadtwerkstatt)
Wasserfälle (Olafur Eliasson) (Stephan Huber)
Regen Pavillion (gefroren) (Olafur Eliasson)
Translokation (Ortsveränderung, Versetzung) (Kontextstudie)
(Thomas Feuerstein, Marc Mer, Thomas Dreher)
dislocation / displacement (R. Smithson, G. Matta-Clark)
gegenständliche Versetzungen
Translokation als Ortsveränderung will durch Kombinatorik Eigenschaften modifizieren,
um über das neue Bild den Ort in seiner Veränderung wahrzunehmen.
(Thomas Feuerstein)
(John Armleder) Ausstellung, Castello di Rivara, ... Sitzgruppe an der Wand
(Wolfgang Robbe) im Wohnzimmer ... Wand ... Teppichfragment
(Juan Munoz) Chambres d'amis Gent ... Brüstung ... Wand
Etwas in einen ungewohnten Kontext stellen (R. Venturi)
(Formalhaut) Installation Bahndamm
Transplantation von Gegenständen (läßt subtil Bedeutung entstehen)
Translokation von Objektkombinationen (G. Bijl, P. Weibel)
25b akustische „Sicht“
Sicht der Musik
Objekte als Klangerlebnis
Klangobjekte / Lautsprecher als Objekt
Lautsprecherinstallation (Jochen Gerz)
Sprechende/klingende Betonobjekte (Sam Auinger)
Sprechende Architektur (W. Tschapeller / T. Ventimiglia)
Stehende Welle als Ton/Raum-Installation (Zachmann)
Auslöschung/Stille in der Raummitte; restlicher Bereich Ohrenqual
Objektklang (Tonabnehmer in Objekten) (Balken unter Hochspannung - C. Bartel)
(Übertragene Kugelrollgeräusche – MK Bildhauerei)
Eindringen in Betonobjekte (Sägen, Bohren, Cracken, ...)
Materielle Geräusche und Klänge als Ausgangsmaterial (Katharina Klement)
Rotorobjekte, die die Luftsäule zum klingen bringen (Sam Auinger)
Rotor 4,5 m mit Microprozessor-Steuerung (Darren Almond)
Atmende Skulpturen (Diplom: Irmi Kapeller)
Materialklang (Betonverarbeitung: xxx)
Klangmaschinen – Maschinensinnlichkeit (Matt Hackert)
Gesteuerte Büroschränke als Klangkörper (xxx)
Gestaltung der Flugshow (Stadtwerkstatt)
Elektroakustische Environments (OK)
Hörmaschinen / Hörgeräte / Empfangsgeräte / Antennen / Radarschirme
Raumklang
Akustische Wahrnehmung von Räumen und Objekten (B. Leitner)
Raumklangsimulationen (B. Leitner)
Tempelartige Inszenierung eigener Arbeiten (Bernhard Leitner)
++++ Siehe Katalog: Klangkunst ++++
Sicht der Musik
Warum gibt es so wenige Musikobjekte, Installationen mit Musik, .... ?
Installationen mit Musikistrumenten / Musikinstrumente als Installation
Grabkammer mit integrierten Pianos und Polsterstuhl (Gabriel Orocko) (Venedig)
Trommel-Rahmenwerk (Chen Zhen) (Venedig)
Baßfuterale (Thomas Virnich)
Papierorgel (..)
MIT Kontaktinstrumente
„Rock and Roll Combo“ (Georg Segal)
26 Bewegungssicht
Tanzsicht
Sicht der Geschwindigkeit
Zeitliche Sicht
Sicht der Partitur
Objekte als Inszenierung
Grundbewegungsarten und Objekte
Siehe auch: Transportsicht / Sicht der Reise
liegen (aufliegen)
tektonisches Aufliegen (Serra)
Einladung zum Liegen, Ausruhen (Armajani, West, ...)
sitzen, aufsitzen
Einladung zum Sitzen (West)
stehen
Objektbeweger: Nepomuk-Versammlung: Peter Arlt
aufrichten, aufblasen (phallisches Aufrichten)
Irina Nakhova (Hülle über Frauenstatue bläht sich zu einem Phallus auf)
fahren (Fahrzeug)
Objektbeweger: Steintransport: minus delta t
schwimmen (Schiff)
Bambus Mann: (Hafen von Hongkong) A. Heller
Schiff aus Salz: (Totes Meer) A. Heller
Schwimmgeräte als Aufgabenstellung der MK Metall
Schwimmende Teppichlandschaft (Lori Hersberger) (AOO2)
tauchen (U-Boot)
schweben (Satellit, Drachen)
Schwebender Basketball (Koons)
Schwebend montierte Objekte (Walter Gschwandtner)
schwebende Steine (Christina Kubisch, Boris Nieslony, ....)
schwebende Gebäude/Tempel (Huang Yong Ping)
schwebende Eisenscheiben und Traversen (Eliseo Mattiacci)
Mobile (aus Kleiderbügeln) (Man Ray)
fliegen (Flugzeug)
Flying sculptures (A. Heller) Ballone (Gutai: Akira Kanayama, Sadamasa Montonaga)
Fliegende Straßenwalze (Chris Burden)
fliegendes Auto (Panamarenko) Fliegen als zentrales Thema
Flugapparat (Wladimir Tatlin)
Flugzeuge bleischer (Anselm Kiefer)
segeln (Segelboot, Segelflugzeug)
Segelboot (ganz in weiß als Skulptur) (Jorge Pardo)
gleiten (Schlitten)
springen
fallen (Bombe)
Kugeln fallen auf Lehmziegel (Signer)
steigen
rollen
hängen (Brücke) – vergleiche auch: schweben
schwebend hängende Äpfel (Diplom in der Martinskirche: Sonja Meller)
hängende Skulpturen (Manfred Wakolbinger)
tragen
Studien von (Boris Nieslony)
klappen
Klappmechanismus mit Schüttung (Walter Pilar)
werfen (Bilderwerfer, Objektwerfer)
Sesselwerfer (Signer, Stadtwerkstatt)
katapultieren (kata = griech. schleudern)
Katapult für Sessel (Stadtwerkstatt)
tanzen
Tanzende Objekte (Druckluftobjekte: Jim Whiting)
Tanzender Schlauch (Signer)
drehen, rotieren
(Biefer / Zgraggen) (David Moises)
Rotorobjekte (Sam Auinger) (Darren Almond)
gehen, begehen
Einladung zum Begehen von Objekten (Armajani)
humpeln (Protesen, Bocksfüße) (Matthew Barney)
klettern (Matthew Barney)
atmen, pulsieren
Atmende Objekte (Diplom: Irma Kapeller)
tasten, greifen
Objekte, die wie Unterwasserlebewesen tasten („verpatzte Hochzeitsnacht“ Ilse Haider)
weiterbrennen (Zündschnüre: Signer)
„flammen“ werfen
(SRL) (Just Merrit)
verteilen (Sprinkler)
fließen, rinnen, tropfen (Tropfsteinskulptur ...)
rieseln
Objekte die Bewegung sichtbar machen (AOO7)
mobile Größen (Transfer)
bewegliche Elemente, portable Gestelle, Tassen, Brillen
(Bauhaustheater)
Ferngesteuerte Bewegungen
Ferngesteuerte Fahrzeuge mit Kamera (Stadtwerkstatt)
Telematische Skulptur (Richard Kriesche) (Bewegung über Internet)
Dinge mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern (auch eine Kontextfrage)
Senkrechtstart einer Zipfelmütze (Signer)
fliegende Sessel (Signer, Stadtwerkstatt)
Schwingende Kronleuchter gespiegelt – nicht zugänglich (Stephan Huber)
Kettenreaktionen: Siehe Prozeßsicht
Monumente zeitloser Dauer
Material: Beton, enorme Größe, geomerische Form (Mathias Goeritz)
„Bewegte Körper“ Projekttitel – Ausstellung Stiftergalerie
Welche Objekte beinflussen unsere Bewegungsmuster?
Durch Objekte erzwungene Körperbewegungen (Beinbeweger aus dem Fitnesscenter, Laufbänder)
Bewegte Brunnenskulpturen (Jean Tinguely)
Formen, die sich durch Bewegung ergeben
„Maelström“ (Motoröl, Motor) (Attila Csörgö)
Rotationsformen (Großvasen - Superästhetik) (Biefer/Zgraggen)
Rotationsformen der Töpferdrehscheibe
Zappelmachinen
Stromlinienform (Buch: Stromlinienform Hg. Lichtenstein u. Engler)
Stromlinienform bei Fahrzeugen, Flugzeugen, Luftschiffen und im Haushalt
Tropfenform
(Panamarenko) (Kiesler)
Schleifspuren (Nauman)
Rasenmäher quer durchs Land (Robert Wacha)
Der dromologische Rausch der Wegwerfgesellschaft
++++
Zeitliche Sicht
Design auf Zeit – Haltbar bis / Objekte auf Zeit
(Katalog:Die Kunst der Zeit – Band III – Design auf Zeit)
Produktionszeit und Recyclingzeit von Objekten
Objekte die Zeit sichtbar machen (AOO7)
Schatten macht Zeit bzw. Bewegung sichtbar
Zeitopjekte: K. Rinke
Produktionszeitlichkeit der Schnitte und Jahresringe (C. Bartel)
Kalenderobjekte, Kalendersteine (Macho Seminar)
Zeitobjekte (Obeliske, Sonnenuhren)
Zeitskulptur (7000 Eichen – J. Beuys)
Tropfsteinmaschinen (T. Ulrichs u. xxx)
Verwitterungszeitlichkeit – Rostzeitlichkeit (...)
Müll als Realzeitsystem
(Jochen & Esther Shalev-Gerz) Das Monument gegen Faschismus
Eine Zeitskulptur – schrittweise Absenkung (bis zum vollst. Verschwinden)
Heute ist die Zeitlichkeit, das Verfallsdatum hinter den Objekten her. Die Zeit schließt wieder zu
den Objekten auf (Jochen Gerz).
Sich für die Betrachtung Zeit nehmen müssen – sich niederlegen müssen (AOO2)
(Ilya Kabakov)
Endgültigkeitsansprüche
Partitur der Objekte (Vergl. Prozeßsicht) (AOO2)
Abfolge der Objekte im Raum (Prozeßsicht, musikalische Sicht, inhaltliche Sicht, „logische“ Sicht,
chronologische Sicht, ...)
27 filmische Sicht
Prozeßsicht
Objekte als Prozeß
Die Erfahrungsakte des Menschen werden als kinematographische beschrieben (Henri Bergson)
Rolle der Objekte im Film
Filmarchitektur
Objekte als Projektionsgrundlage (ohne die die Projektion sinnlos wäre) ~Oursler
Videoskulpturen
(statisch ...) xxx
Objekte für Special Effects in Filmen
hybride Objektinstallationen / zeitlose Fiktionen (Matthew Barney)
Videoaltar (Sportkultstätten – verzückte Männer) (Marie Jo Lafontaine)
Konservierungsprozeß (Lufttrocknung)
Prozeß der Materialtransformation
Prozeßobjekte (Vergl. Grundbewegungsarten)
brennen
fließen
gasen
verfaulen, verwesen
rieseln (OK: Wanda Golonka) (Rieseln von Farbpigment – Venedig: Ann Hamilton) (AOO2)
Prozeßkette (Kettenreaktionen: Peter Fischli & David Weiss)
regeln, steuern, auslösen (Buch: Transfer) Vergl. Maschinensicht
kausale Interdependenz
28 Performativität als Sicht
Diskurssicht
Pragmatistische Sicht
Rollensicht
Sicht des Handelns
Objekte als Akt der Bedeutungssetzung
Objekte als Interpretation
Performativität als Sicht
Im Detail sie Plakate und Studie: performance art context
Anmerkung: An dieser Stelle sollen nur einige wenige Punkte herausgegriffen werden.
Siehe weiters: Sicht der Erscheinung (M. Seel)
Ein konkretes Anwendungsbeispiel zur Sicht der Performativität findet sich in der Betrachzung:
Atmosphäre_Venedig.doc
Performativität
Viele in Venedig gezeigte Arbeiten sind Studien zur Performativität
Die Sicht der Performativität eröffnet neue Leseweisen.
diverse
-
Arbeiten:
performativer Anteil eines gespr. Satzes (Joao Onofre)
performativer Farbraum (Leon Tarasewicz)
performativer Unterricht (Tiong Ang)
Blueboxmalerei mit Decken (H. Zobernig)
performative Simulation (Josef Dabernig) Stadion
orale Hüpfzeitlichkeit (Gary Hill)
atmende Gummizelle (Loris Cecchini)
Rüttlerraum (aernout Mik)
Performance der Dusche (Paul Pfeiffer)
akustischer Oralsex (Paul Pfeiffer)
akustische Raumsimulation (G. Bures Miller, J. Cardiff)
geschäftl. Fusion football (Ingeborg Lüscher)
Habitusstudie – Musikhören (Aila Pakalnina)
projiziertes Möbeltheater (Eulalia Valldosera)
S/W Anstreicherperformance (Nedko Solakov)
mönchische Gebetsszene (Sergei Shutov)
Meditationsmönchmaschinen
Ritualisierte Szenen Maskierter (U. Katzenstein)
„Verkehrter Ablauf“ der Schöpfung auf der Rolltreppe (M.
Wallinger)
Performatives Raumerleben (Gregor Schneider) BRD
Performative Katastrophen (A. Odermatt) Unfälle
Verfolger-Tisch (M. Dean, R. D´Andrea)
Schwebender Hut (Marijke van Warmerdam)
Landschaftsperformance – Manipulationen der Perspektive
(Rob Johannesma)
female scluckt male u. umgekehrt (Charles Sandison)
In der Performance-Studie wurde die Bedeutung der Präsenz,
Emotion, Intensität, Atmosphäre, Körperlichkeit breit abgehandelt.
performative Skulpturen
moving sculpture
still life performance
human sculptures
living sculptures
Körperplastik, body sculpture
Werkhandlungen, Werkdemonstrationen
Was ist näher beim „Leben“ – die performative Sicht oder die Sicht der Objekte?
Was geben Objekte an Performativität vor?
Zu welcher Interaktion fordern sie auf (Siehe: Interaktivität)
Welche Umwege nehmen wir, welche Bewegungsmuster werden uns aufgezwungen, mit wem
treffen wir zusammen – indem wir das Anstoßen vermeiden, indem wir umgelenkt werden, indem
wir geführt werden, indem etwas verdeckt wird.
Sind Objekte daher auch als Handlungsanweisungen zu verstehen? Vergl. dazu
Standortmarkierungen (hier gedenkt man, hier opfert man, hier gibt es etwas zu sehen, ... )
Wie wird der Blick von Objekten geführt
Welchen Einfluß hat die Gestaltung der Zugangsbedingung (AOO13)
Was wäre der Nullpunkt der Performativität in der Kunst?
Wie verhalten sich weitere Objekte/Subjekte sobald ein Subjekt/Objekt plaziert wurde
(Selbstorganisation beim PKW-einparken)
Was bedeutet die Performativität für die Wahrnehmung von Objekten.
Ein zentrales Beispiel ist die Vespa-Skulptur (D. Moisses) (AOO13)
Performativität als Kontextfrage (Siehe: performance art context)
Performative Objekte:
Trauerprozeß als Manufaktum (AIDS Memorial Quilt)
Performativer Skulpturbegriff: E. Wurm (Minutenbilder), J. Lorber, ...
Performative Sicht – Performativer Objektbegriff
Buch: Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens
Siehe auch: Ausgelagerte Detailbetrachtung
(AOO9)
Ästhetische Wahrnehmung ist Aufmerksamkeit für das Geschehen ihrer Objekte. ( =
Erscheinen )
Man tritt an die Objekte heran ... Objekte treten „in Erscheinung“ ... man läßt sich
gefangen nehmen ...
Es reicht, daß wir zu einem „Spiel seiner Erscheinungen“ kommen.
Die Macht des ästhetischen Scheins verdankt sich einem Bündnis mit den „Prozessen des
Erscheinens“.
Kunstwerke sind Objekte, die in ihrem performativen Kalkül verstanden sein wollen.
Der Prozeß des Erscheinens des Kunstwerkes ist ein performativer Prozeß, durch den sie
etwas in seiner Gegenwärtigkeit zur Darbietung bringen. Siehe im Detail: M. Seel
Das (performative) WIE der Darbietung lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das WAS der Darbietung
WIE tritt es in Erscheinung ... ? WIE bietet es sich dar ?
Das performative WIE des WAS ist bei jeder Äußerung von Bedeutung.
Das performative Erscheinen des WAS
performative Gestaltung des WIE der Erscheinung von Objekten
(Das WIE als) der performative Kontext des WAS (Vergl. G. Bateson)
Dieser Gedanke des performativen Kontextes könnte für die Kontextsicht und auch für die
Studie zur Performativität von Bedeutung sein.
Ein Widerspruch zwischen WAS und WIE führt zur Verschiebung des WAS (Vergl. G. Bateson)
Einen neuen Sinn aus dem WIE heraushören
Das Erscheinen kann also auch den Sinn, das WAS transformieren
Das Eigenleben der Materialien
Eigenleben der Stoffe / Reaktionen auf andere Materialien / Reaktionen auf Umwelteinflüsse
(tauende Eisskulpturen) / Explosionen / Brennendes / Fließendes / chemische Reaktionen
Objekte als Relikte von Performances (J. Beuys, Relikte & Sedimente)
++++
Diskurssicht
Ästhetik wird ersetzt durch Diskursanalyse (P. Weibel) <-- Foucault
Kunst als Diskursanalyse (P. Weibel, Bentham)
++++
Objekte als Handlungsanleitung (Franz Eberhart Walther) (AOO2)
Ein Setting, um bestimmte Erfahrungen zu machen / Man muß es benutzen, damit man es
„begriffen“ hat (Franz West) (Josef Bauer) (Hasucha) (AOO2)
Siehe auch: Interaktivität
Siehe auch: Formfindung_WURM.doc (Erwin Wurm)
Im 20. Jhd. sind alle wichtigen Objekte Denk- und Handlungsanweisungen – es gibt keinen
naiven Blick auf das Ding (AOO2)
handlungsbezogene Ästhetik. Verstehen durch Gebrauch (R. Tiravanija)
Handlungsbezogene Ansätze (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Plastik als Handlungsanweisungen
Performative Auflösung monumentaler Großskulpturen (7000 Eichen – J. Beuys)
Kontextual assoziative Ansätze/Methoden
kontextual-assoziative Planungsmethode (Stirling, Venturi )
Objekte im Kontext austesten
Informationshandeln
Informationseinrichtung / Informationsgebäude
(Stadtwerkstatt) Schöne Neue Stadt - Streit im Quartier / Handeln im Quartier
Gebrauchswissen (Capurro, Heidegger) Wissen vom Zusammenhang
Zu Heidegger: Gebrauchswissen ist Vertrautheit mit einem Zusammenhang Gebrauchswissen ist immer Wissen von einem Zusammenhang.
(Heidegger) ... "Weltlichkeit" der Welt, d.h. das Gefüge von >pragmatischen<
Sinnzusammenhängen, in denen wir alltäglich eingebettet sind
Lebenspraktischer Zusammenhang (des alltäglichen Sprachspieles)
(Wittgenstein) "Nur im Fluß des Lebens haben Worte Bedeutung."
Zur Handlungssicht siehe auch: Plakatstudie zu den Verben
Übereinkunft und Gebrauch – Es gibt keinen Sessel „an sich“ (AOO3)
Siehe auch Detailbetrachtung: Funktion und Qualität
Kulturell definierte Formen, die zB. als „Sessel“ oder „Stuhl“ benannt werden
(Sessel = gepolsteter Stuhl)
Gebrauchsfunktion & Nichtgebrauchsfunktion (Stapelbarkeit, Faltbarkeit, ...)
Objekte als ....
Gebrauchsformen der Objekte
Von dieser Gebrauchsform lassen sich auch Werktypen (Werk-Begriffe) ableiten.
Siehe dazu auch im Detail: Funktionale Sicht
-
-
-
Alltagsgebrauch
(Gerätschaft, Gebrauchsgegenstand, Besteck, Einrichtung,
Ausstattung, Mittel, Kleidung)
Siehe: Alltagssicht
Versorgungsfunktion
(Nahrungsmittel, Lebensmittel, Brennstoff)
Ritueller Gebrauch
(Ritualgerät, Kultgegenstand)
Siehe: soziale Sicht, magische Sicht, ....
Gedächtnisfunktion, Andenkenfunktion
(Denkmal)
Identitätsstiftung
(Andenken, Tschuringa)
Kulturstiftend
(Wahrzeichen)
Distinktion
(Schmuck, Wertgegenstand)
sich mit Hilfe des Objektes abheben/abgrenzen
ökonomische Funktion
(Ware, Wertgegenstand, Infrastruktur)
Siehe: ökonomische Sicht
Vermittlungsfunktion, Pädagogischer Gebrauch
(Lehrstück)
Präsentationsfunktion
(Medium)
Theatergebrauch
(Requisite)
Unterhaltungsfunktion
(Fun Objekt, Sportgerät)
Spielende Nutzung
(Spielzeug, Sportgerät)
Siehe: Sicht des Spieles
Lust verschaffend
(Fetisch, Lustobjekt)
kriegerische Nutzung
(Waffe)
Produktionszusammenhang
(Werkzeug, Gebrauchsgegenstand, Produktionsmittel,
Grundstoff, Material)
Siehe: funktionale Sicht (Zeug, Mittel, Apparat, Gerät, Instrument, Maschine, Trieb,
Gestell, Ablage, Bank, Anlage)
Gebrauch im Kunstfeld
(Kunstwerk, Skulptur, Installation, Werk, Material)
Siehe: Werksicht
Unterbringung
(Architektur, Fahrzeug)
Siehe: Sicht der Architektur (Gebäude, Turm, Speicher, Silo, Stand, Tank)
Transportfunktion
(Fahrzeug, Transportmittel)
unbestimmter Gebrauch
(Ding, Objekt)
Fragen sie nicht nach der Bedeutung, fragen sie nach dem Gebrauch (R. Tiravanija mit
Wittgenstein)
Die Rollen der Objekte (vergl. Funktionale Sicht)
Die funktionale Bestimmung von Objekten durch ihre Lage im Raum
29 Soziologische Sicht
soziale Sicht
Anthropologische Sicht
Ethnologische Sicht
theologische Sicht
Glaubenssicht
Objekte als
Rollenspiel
Objekte als
Objekte als
Objekte als
gesellschaftlich geprägtes
soziale Praxis
Ritual
Mimesis
sozialer Skulpturbegriff – Soziale Plastik (J. Beuys)
Püppchenobjekte (Robert Graham)
Schmuckobjekte (Siehe auch: Wertgegenstände)
Zum Teil sind das auch schwer „tragbare“ Kleinskulpturen, die von SchmuckkünsterInnen im
Rahmen von Schuckausstellungen präsentieren (konzeptuelles Rahmenwerk).
Im Prinzip könnte jeder gestalte Gebrauchsgegenstand/Einrichtungsgegenstand auch als SchmuckObjekt gelesen werden. Schmückungen der privaten Lebenswelt – sich mit bestimmten Objekten
und Gestaltungen von anderen abheben bzw. die Zugehörigkeit zum Ausdruck bringen.
Im Detail siehe Zusatzbetrachtung: Barock_Schmuck.doc
Objekte, die soziale Verhältnisse sichtbar machen (AOO7) (Kuball)
Soziale Kunstobjekte (Siehe: Sicht der Sorge / Politische Sicht)
Gefährte/Boxes als Unterkunft für Obdachlose (Krzysztof Wodiczko) (AOO5)
Hausobjekte für Flüchtlinge (Christine und Irene Hohenbüchler)
Papprohrhäuser für Katastrophenopfer (Shigeru Ban) (AOO5)
Künstler sind nicht mehr Analytiker, sondern Ingenieure des Sozialen
Objekte und Situationen lesen
Wirkung sozialer Normen auf die Gestaltung: Hintrichtungszellen (Lucinda Devlin)
Öffentliche Innenräume (Biblotheken, ...) (Candida Höfer)
Kalligrafien des Zivilisationsprozesses (Candida Höfer, Lucinda Devlin, Andreas Gursky)
Soziologische Kunst (Auschnitt aus der Kontextstudie)
(F. Armaly, B. Lavier)
(Clegg & Guttmann) Projekte: Offene Bibliothek
(Karin Maltzahn / Oliver Schwarz) Verwachsende Spiele
(Jeff Koons) ... div. Arbeiten
- Denkmuster offenlegen (s.o.)
(A. Fraser) Eine Gesellschaft des Geschmacks (Ausstellung)
- Soziologie / Kontextansätze in der Soziologie
(Bourdieu, Knorr-Cetina, C. Bohn, U. Wuggenig, N. Luhmann)
den sozialen Kontext denken / sozialer Kontext
(...) Das ästhetische Feld - Symposion 6/92
soziale Situation denken (M. Bachtin)
Soziologie der symbolischen Form (P. Bourdieu)
Sozialer Kontextualismus / sozialer Kontext (Auschnitt aus der Kontextstudie)
Die Funktion des Kunstwerks in seinem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang einer
genauen Betrachtung unterziehen (J. Kosuth)
(J. Mukarovsky, K. Chvatik, Siah Armajani, P. Bourdieu)
(Hans Hollein) Rolls Royce Grill on Wall Street
(Hilmar Liptow) Requiem für W.L. ... die Familie, der Vater
Philosophie des sozialen Kontextualismus (für Objekte)
(L. Wittgenstein lt. J.C. Nyiri) ... Vergl. die verschiedenartigen Sprachspiele;
Jedes Sprachspiel ist auf eine spezifische Art sozialen Kontexts beschränkt.
Die Spätphilosophie von L. Wittgenstein wird von Nyiri die >Philosophie des
sozialen Kontextualismus" genannt.
Bedeutung im sozialen Kontext
(C. Bezzel) "Die Bedeutung eines Wortes oder eines Satzes kommt ... erst durch das
WIE seiner wirklichen Verwendung im sozialen Kontext zustande ...".
Arbeiten im Kontext fremder Kulturen (B. Groys zu I. Kabakov)
(Ilya Kabakov) Die Toilette
(Dudesek u.a.) Projekte von Minus Delta t
(Mark Dion) The Bribe of Progress
... Aus einem anderen Kulturkreis übernommene Werkzeuge, Gegenstände
Der Körper als sozial-kulturelles Feld / incorporation
(Günther Brus, O. Muehl, H. Nitsch, P. Weibel, V. Export)
Soziales Feld / soziales Kraftfeld (Clegg & Guttmann)
Soziale Situation (Bachtin)
Milieu (E.D. Hirsch, W. Kemp)
Soziale Plastik (J. Beuys)
Soziale Räume denken (Auschnitt aus der Kontextstudie)
(Braco Dimitrijevic) Status Historicus - Status Historicus,
... der Raum der "Entdeckung" ... Leonardo und seine Seilschaft
(Tadashhi Kawamata) People's Garden
(Hilmar Liptow) Requiem für W.L., ... die Familie, der Vater
Soziale Syntax (Buch: Transfer) Stadtorganisation
++++
Rituelle Objekte / Kultische Objekte
(Siehe: Recycling als Ritual)
Über Jahrhunderte war die Plastik schlechthin die Kunst für Kult und Andacht.
Der Götterkult hat sich dann mehr und mehr auf den Warenfetischismus verlagert.
Aufgaben der Kunst: Gestaltungen im Auftrag der Kirche (Bartel, ...)
Kommunkationsräume, Festräume, Meditationsräume, .... Altäre
Bestattungsbehälter (Särge, Urnen) Sarg als Auftragskunstwerk (Afrika)
Arbeiten mit Marienskulpturen, Madonnenfiguren (Katharina Fritsch, Rose Garrard, Nelson Leirner)
Heiligenfiguren-Versammlung (Peter Arlt)
Gekreuzigte / Kreuzigungen (J. Beuys)
Welt der Rituale, Prozessionen, Feste (Paul Thek)
Trauerprozeß als Manufaktum (AIDS Memorial Quilt)
Buddhistische Installationen (Huang Yong Ping)
Schwebend aufgehängte Tempel (Huang Yong Ping)
Religionskritische Ansätze (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
(Kippenberger) Fred the Frog (gekreuzigter Frosch)
Künstler als Anthropologen (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
(Kosuth) / Vergl. Kontextansätze in der Anthropologie
(Mark Dion) The Bribe of Progress
... Aus einem anderen Kulturkreis übernommene Werkzeuge, Gegenstände
(Boris Nieslony) Das Spiel II.... Köpfe-Sammlung
Kontextansätze in der Anthropologie (Ausschnitt aus der Kontextstudie)
Mythen im Kontext / Kontext und Mythen (Malinovski, Bateson)
Mythos als gemeinsamer kultureller Kontext der Kommunikation (Levi-Strauss)
(Nikolaus Lang) Hunted and Being Hunted
30 Magische Sicht
Transformationssicht
therapeutische Sicht
Sicht der Behinderung
Objekte als Ritual
Objekte als Katharsis
Objekte als Triebanalyse
Objekte als Handlungsform in der
therapeutischen Praxis
Kunst und Natur – Mikrokosmos und Makrokosmos
Esoterische Objekte (Steine, Kristalle) (Marina Abramovic)
Materialesoterik (Naturschönes /vs/ Kunstschönes)
Materialmagie (J. Beuys)
Magische Steinkreise (Stonehenge)
Objekttransformation (PAT-Transformer: Jörg Brombacher, Klaus Heid)
Umschmelzung/Transformation von Objekten (Krone > Hase – J. Beuys)
Transformation anorganischer Steine in organische Natur (7000 Eichen – J. Beuys)
Auflösung der prismatischen Form und Überführung in eine lebende Plastik
Wärme als Transformationsenergie (J. Beuys)
Transformation durch Abbrennen (...)
Verdauung als Transformation – Maschineninstallation (Wim Delvoye)
Kreislauf (Buch: Transfer)
Materialtransformation (Siehe: Sicht der Produktion)
Produktion als Transformation (Siehe: Sicht der Produktion)
Initiationssituationen (In die Höhle eintauchen – Gelatine) (AOO1)
Herausforderung sich zu Verkleiden (Peter Friedl)
Dialoge in Tierkostümen (Jan Fabre & Ilya Kabakov)
Brennende figurative Großskulpturen (A. Heller) (burning man – Treffen)
Technikkathedralen (J. Giger)
Rollstuhl als Objekt (Just)
Leben, Krankeit, Tod (Damien Hirst)
Apothekerschränke mit Werkzeugen der Lebensrettung (Damien Hirst)
Objekte die in Trance versetzen (AOO2)
Pendel
rotierende Scheiben (Duchamp)
Gebetsmühlen
Komplexe Interaktionsgerätschaften
Objekte, die in Trance produziert wurden – Rituelle Wiederholungen
Kunst und Therapie (Kunstgespräch 1996)
31 Mythologische Sicht
Inhaltliche Sicht
Sicht der Bedeutung
Objekte als Erinnerungstheater
Objekte als Gedächtnisraum
Wir leben in einer unmythischen Zeit.
Mythische Objekte
Tempelartige Unterbringung von Objekten (W. Pichler)
Die Sprache des Materials
Sand (Unendlichkeit), Wasser (Leben), Blütenstaub (Fruchtbarkeit, Leben), Erde (Natur), Stein
(Ewigkeit), Fett (Energie), ...
Erde als „Urstoff“
Inszenierte Formlosigkeit (Erde, Wasser, Luft, Feuer)
Arbeiten mit Gasflammen (Jannis Kounellis)
Luft und Wind als Medium (O. Eliasson)
Gegen simulierte Archaik (Gerhard Merz)
Gegen Esoterische Skulpturen
+++++
Inhaltlichkeit in der Objektgestaltung (AOO2)
Im Gegensatz zur formalistischen Sicht hat diese Studie einen Hang zur Inhaltlichkeit, zum Thema
also zum „WAS“. Diese Tendenz läßt sich auch im Ausstellungsbetrieb feststellen. Seit ca. 10
Jahren nehmen thematische Ausstellungen einen zentralen Stellenwert ein.
Waren es früher die Morphologen, sind es nun die Kulturwissenschaftler die in der Ausbildung der
KünstlerInnen wichtig sind. (AOO4)
In die bildende Kunst ist nun „form follows task“ oder „form follows content“ das zentrale Prinzip.
Haben nun Design (ehemals: form follows function - ... folgt aus) und bildende Kunst die Rollen
vertauscht, oder wird in einem erweiterten Sinn alles zu inhaltsbezogenem Design. Siehe im
Detail: Funktionale Sicht
Die Kunst-Betrachtung über Wissensarten und Wissensrepräsentationstechniken scheint also ein
wichtiger (und nicht nur modischer) Zugang zu sein.
Mit dieser inhaltszentrierten Sicht bekommt nun auch die Sicht der Ausstellung eine neue Facette.
Der Inhalt will dargestellt werden. Die thematische Ausstellung stürzt sich auf den Content.
Dingbedeutung
Verschiebung in der Bedeutungskonstitution (von der Form zum Material / nach 1945)
Semantik & Materialeigenschaften: Material als „Kraftquelle“ /
(inhaltlich) „aufgeladenes“ Material / Inhaltlich besetztes Material (s.o.)
Material zum Sprechen bringen (Konzeptkunst) / Die Unschuld des Materials / Ikonographie
bestimmter Materialien (Beuys: Schwefel, Wachs, Fett, ...) /
Oberfläche – semantische Hülle, semantische Schichten
In-Formation (V. Flusser)
Konkrete Kunst – ganz ohne Inhalt? (Die spröde Sinnlichkeit der Konkreten) (AOO2)
Wenn die Form, das Formale zum Inhalt wird (AOO4)
Objekte die Geschichten erzählen
Multimediale Raumstation – Geschichte als Außenhaut (Hans Weigand Cotton 2001)
Poetische Sicht (AOO2)
Poetische Erzählung mittels Objekten
(Matratze, Melonen, Eimer, Gurke, ... = Paar) (Sarah Lucas)
Poetische Szene (Ivan Kafka)
Poetische Rahmenwerke (Mark Hardforth)
Sehnsucht nach Romantik (Ilya Kabakov)
Sicht der Bedeutung
Binnenkontext des Objektes (Kontextstudie – Binnenkontext)
Binnenkontext des Bildgesamt
(B. Weidenmann) "Der Code (von Bildern) erfüllt seine kommunikative Funktion durch
den Kontext des Bildgesamt. Jedes Bild verleiht durch seinen Binnenkontext
einzelnen Elementen Bedeutung."
(S.K. Langer) "... Ein Bild setzt sich zwar wie die Sprache aus Elementen zusammen,
aber diese Elemente sind nicht Einheiten mit unabhängigen Bedeutungen."
Werkinterne Relationen = Innenkontext (Th. Dreher) Vergl. auch V. Flusser
Leseeinstiege - Kreuzmarkierungen auf Kunstwerken (J. Kosuth)
- „sinnvolle“ Kon-stellation bzw. Kon-figuration
Sinnvoll in funktionaler Hinsicht bzw. Nutzungshinsicht
Sinnvolle „Nähen“ im Sinne der Bedeutungsrepräsentation
- Konfiguration
(Bertrand Lavier) Knapp-Monarch auf Solid Industries "... es geht darum, ein solches
Werk als etwas zwischen mehreren Begriffen Schwebendes zu verstehen".
- Kontrast / Objekt-Kontrast / Kontrast-Objekte
(Vergl.: Gestalt, Hintergrund)
Kontextobjekte, Szenarien, ...
Gegenstände die aus einer Situation „herausfallen“
Gegenstände, die sich im Hintergrund halten
Zentrale Raumlage /vs/ den Wänden entlang
Vorgegebene Sichtachse (Aufstellung Raumende) /vs/ Rundumbegehbarkeit
- Figur und Grund (s.o.)
Wahrnehmbarkeit von Objekten
- Verweisungszusammenhang (s.o.)
Konfiguration (Bertrand Lavier) Knapp-Monarch auf Solid Industries
- Gestalttheorie / Gestalt
(Arnheim, Bateson, Bourdieu, H. Dreyfus, Floistad, Merleau-Ponty, Venturi)
Gedachte Ergänzungen (Cosima von Bonin) 11 sets à 4 Möbelbeine
Vergl.: Ganzheit, Kontrast, Hintergrund, Zwischenraum
Wahrnehmungsexperimente, die mit der Gestaltwahrnehmung spielen
Objekte, die an der Grenze zur „Gestalt“ existieren (Turell, Kapoor)
Bedeudungszusammenhänge (Kontextstudie)
- Kontextgebundenheit der Bedeutung
"Nichts hat Bedeutung, solange man es nicht in irgendeinem Kontext sieht" (Bateson)
"Ohne Kontext haben Worte u. Handlungen überhaupt keine Bedeutung."
(P. Weibel, J. Stirling, A. Leccia, J. Kosuth, G. Harringer)
(Stig Brogger) Plattform Project, s.u. Handlungskontext
Aussetzung von Holzpaletten in unterschiedlichen öffentl. Räumen, um die
Aneignungsprozesse in der jeweiligen Umwelt zu dokumentieren
(Walter de Maria) Münchner Erdraum,
Werke/Objekte, die sich in ihrem Naheverhältnis wechselweise bedeuten (Vergl. Warburg)
(Kosuth) Wittgenstein-Ausstellung
(Greenaway) Ausstellung 300 Jahre Ak. d. bild. Kunst
Bedeutungsveränderung durch Kontext-Variationen (V. Export)
Vergl.: Medialer Kontext / Kanal
Hinüberwechseln in einen anderen Kanal: neue Bedeutungen (V. Flusser)
Bedeutung im sozialen Kontext (s.o.) Sozialer Kontextualismus
(C. Bezzel) "Die Bedeutung eines (Wortes oder eines Satzes) Objektes kommt ... erst durch
das WIE seiner wirklichen Verwendung im sozialen Kontext zustande ...".
- Kontexttheorie der Bedeutung
(Austin, Capurro, Firth, Lyons, I.A. Richards, P. Ricoeur, L. Wittgenstein)
Kunst = Arbeit an "Bedeutung von Bedeutung" (J. Kosuth)
Umdeutung (Kontextstudie)
- Schaffen neuer Bedeutungen / Arbeiten am Sinn / Bedeutung
Kontextgebunden neue Bedeutungen schaffen. Neuer Sinn in unerwartetem Kontext
Div. Regelverletzungen: Wahrscheinlichkeitsregel, Ortsregel, Größenregel (J.R. Anderson)
Vergl. auch: pop art
Kontextverletzung
(Vergl. Kontext u. Funktion / situativ)
Durch Kontextverletzungen Geläufiges in Frage stellen
Kontextunangemessenheit / Im Kontext unangemessen
Am falschen Ort (eine Kontextfrage)
(Jannis Kounellis) Dodici Cavalli Vivi, (Pferde in der Galerie)
Verletzung der Wahrscheinlichkeitsregel
(Hydrant im Wohnzimmer / Sitzgruppe an der Wand / ... etc.)
(John Armleder) Ausstellung, Castello di Rivara, (Sitzgruppe an der Wand)
(Heimo Zobernig) Betonplatte, ... Beton in gräfl. Gartenanlage
- Verfremdungsansätze / verfremdet
Spiel mit der räumlichen Orientierung (gekippte Räume ...)
(Daniel Spoerri) Dylaby Raum III,
(R. Scholte) Umgekehrte Welt 1
Regel der gewohnten Größe verletzen
(Oldenburg, Hollein, C. Ray, Pitz)
ungewohnte Bedeutung durch veränderten Maßstab
(Claes Oldenburg) Spitzhacke,... imperiale Achse (s.u.)
(Hans Hollein) Rolls Royce Grill on Wall Street
Verdeckung / Verpackung (Christo) Wrapped Coast,
Verfremdung durch Einbauten (Kemps) ...
Vergl.: Pop art / Zweckentfremdung
- Neue Konfigurationen / Neu-Kombination
(Bertrand Lavier) Knapp-Monarch auf Solid Industries,
(Hans Hollein) Transformation eines Flugzeugträgers in eine Stadt
Verletzung der Ortsregel (Hydrant auf dem Postkasten)
- Translokation (s.o.)
Trans-Lokation verwebt Orte zu Texten und entwirft ein Netz an Bedeutungen,
das semantische Verschiebungen und Überlagerungen gestattet. (T. Feuerstein)
- Semantische Verschiebungen
Wortspiele
(M. Asher) Installation - (Installation ausstellen)
Sprüche 1:1 als Objekte umsetzen
(M. Kippenberger) Jetzt gehe ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald
Bildhaftes wörtlich nehmen
Sinnverschiebung
Sinngebung durch Sinnverschiebung (G. Metken)
(Bertrand Lavier) Knapp-Monarch auf Solid Industries
Nebenbedeutungen zu Hauptbedeutungen erheben (H. Hollein lt. Klotz)
Siehe auch: Umnutzung (Timm Ulrichs) San Gimignano - (Tische als Städtchen)
Kontextabweichung (lt. Wittgenstein unproduktiv (S.: P. Weibel))
-
Kunst der Interpretation (Kontextstudie)
- Psychoanalyse (Franz West) Liege / (Franz West) Psyche
- Dekonstruktion
(M. Broodthears) "Die Dekonstruktionsmaschine unter den Künstlern"
(Bernhard Tschumi) P6 im Parc de la Villette,
(Gordon Matta Clark, Hirsch Perlman) ...
Faltung & Dekonstruktion (Eisenman, Th. Dreher)
- Kontextsensitivität der Metapher / metaphorisch
(P. Ricoeur) "... der metaphorische Sinn ist ... nicht lexikalisch erfaßt, sondern
ein kontextgebundener (Wort)Sinn."
Metapher als Ähnlichkeitsbeziehung u. Konzept der Intertextualität (Kristeva)
- Narrative Ansätze / episodisch / narrativ
Im Kontext einer kleinen Geschichte
(Hubbard & Birchler, Armajani, Schütte)
(Mariusz Kruk) O.T. ... Möbel und Rahmen erzählen ...
(Mariusz Kruk) Not quite at home (gekippter Kasten u. Kinderpullover)
(Ilya Kabakov) Unbekannte Gäste
(Stefan Huber) Ich werde dich töten (2 Lehnstühle mit Belegungen)
narrative Rahmen - diskursive Rahmen (Vergl. Rahmenansätze)
Ge-Schichten
(Anne et Patrick Poirier) Mnémosyne construction (Archäologische Schichten)
Freilegung von Schichten (G. Matta Clark)
Komplexe Referenzen herstellen (Kontextstudie)
- Spiegelsituationen
- Beleuchtetes / Belichtetes
Die Belichtung macht das Vorgefundene augenblicklich zum Gemachten (M. Mer)
- Verweisungszusammenhang
Binnenkontext / Verweisungszusammenhang / Ganzheitlichkeit
- Schichtungsmethode / Schichtung / Objektschichtungen (Greenaway, .....
Projektionstechniken (K Wodiczko)
32 Philosophische Sicht
Sicht der Kunstwissenschaft
Sicht der Theaterwissenschaft
Theatersicht
Objekte als Sachverhaltsdarstellung
Objekte als Theater
Was hat die Philosophie im Bereich der Objekte zu bieten? (AOO3)
MauriceMerleau-Ponty / Das Sichtbare und das Unsichtbar
Edmund Husserl / Phänomenologie der Lebenswelt
Michel Foucault / Die Ordnung der Dinge
Jean Baudrillard / Das System der Dinge
Vilem Flusser / Dinge und Undinge
Hermann Schweppenhäuser / Benjamin - Ein Physiognom der Dinge
Relativismus u. Kontextualismus (in der Philosophie) (Kontextstudie)
Semantische Relativität (kontextuale semantische Analyse)
Sozio-kultureller Relativismus (O. Neurath, L. Wittgenstein, Quine, Kuhn, Hanson)
Kontextsensitivität von Wahrheitswerten (D. Davidson)
Phänomenologie (Kontextstudie)
(Bachelard, Culler, H. Dreyfus, Merleau-Ponty, Ricoeur)
(Gadamer, Husserl, Ingarden, Maloe, Maseide)
Grundlagen von Erfahrung und Handlung
Phänomenologie = Hermeneutik der Faktizität (Heidegger)
Vergl. Kontextueller Wirklichkeitsbegriff (Schenk)
Husserl – Zu den Sachen (Plakat zu einer Ausstellung)
Plastische Inszenierung philosophischer Gedanken (Ulrike Grossarth)
++++
Kunstbegrifflichkeit
Skulptur (Was macht ein Objekt zur Skulptur? / skulptieren (lat.): ausmeißeln /
Skulpteur: Künstler der Skulpturen herstellt)
Skulpturtypen
Videoskulptur
kybernetische Skulpturen
Zeitskulpturen
Skulptur als Ablagerung
Materialsicht – Relevante Bewegungen
arte povera / Bauhaus / ZEN / Fauves / landart (Erdraum, ...) / minimal art (zT. stark
materialbezogen) / Materialkunst / art concrète (Otto Piene, Zero)
Tragbare Szenarien (Das tragbare Kriegerdenkmal: E. Kienholz)
Kontextorientierte Kunsttheorie (Kontextstudie)
(Brüderlin, Danto, Fehr, I. Graw, Lippert, Ruyters, Schmidt-Wulffen, ...)
(Meinhardt) Der Kontext-Ansatz hat als zentrale Frage: "WAS ist KUNST"?
Kontext vs. Autonomie (Kontextstudie)
Triumph des Kontextes über die Autonomie ? (Brüderlin zu Duchamp)
Wer ist stärker, der Kontext oder die Kunst ?
(autonome Tafelmalerei vs. theoretischer Konzeptualismus)
Das autonome Kunstwerk als monologisches Kunstwerk (S.B. Vogel)
Die Autonomie des Textes wird relativiert (Bachtin)
(Kabakov, Groys) Kein Text o. Bild besitzt einen unversehrten von seinem Kontext isolierten Körper
Identität ist diskursiv, realtional ... (R. Green, J. Meyer)
Der Beliebigkeit autonomer Kunst entgegen wirken (Gerdes, Schütte, Merz, Förg, Huber)
++++
Theatersicht
Theatraler Effekt (Dorothea von Hantelmann)
Michael Fried verurteilt in seinem Artikel die buchstäbliche Präsenz der minimalistischen Kunst als
theatralen Effekt. Betrachter und Objekt hätten eine Art gemeinsame „Bühnenpräsenz“, und das
künstlerische Objekt kommuniziere nichts außer der Situation seiner Erfahrung.
(Artikel: Michael Fried – Art and Objecthood – 1967)
Requisiten
Theater der Objekte (Bauhaus ... ars electronica)
Objekttheater (Kettenreaktionen: Peter Fischli & David Weiss)
Performing Objects
Puppentheater – Puppenobjekte
(Buch: Puppets, Masks and Performing Objects – Edited by John Bell)
Vergl. die Puppenobjekte von (Oursler)
Vergl. Wachsfigurenkabinett
Barocke Objekte (Siehe: Augenblicke des Welttheaters in der zeitgenössischen Kunst)
Wirkungskräfte barocker Ideen
Schädelinstallation (Dinos & Jake Chapman)
Cloaca - Kloakenmaschine (Wim Delvoye)
(Paul Thek)
Barocker Habitus
Dialog mit barocker Architektur
01a kulturtheoretische Sicht
kontextuelle Sicht (I)
Sicht der Situation
Objekte
Objekte
Objekte
Objekte
als situative Produktion
als situatives Experiment
als kulturbildende Aufführung
as a border, a margin
Von der „Stelle“ zum komplexen Objekt (Gestell) zur Infrastruktur
Stelle
Gestell
Infrastruktur
komplexes Objekt
Lagerstelle
Zaun
Campingplatz
Mauer
Ablagestelle
Sockel
Speicheranlage
Regal
Lagerhaus
Kasten
Fahrsilo
Truhe
Tisch
Feuerstelle (Mulde)
Ofen
Fernheizwerk
Kochstelle (Mulde)
Herd
Kantine
Herdstelle
Restaurant
Großküche
Hockstelle
Podest
Kaffeehaus
Sessel
Schlafstelle
Matte
Hotel
Bett
Wasserstelle
Brunnen
Wasserleitung
Hochspeicher
Wassertürme
++++
Kontextualistische Kulturtheorie (Kontextstudie)
(ARGE, Bourdieu, Diedrichsen, J. Koether, J. Meinhardt, S. Sontag, U. Wuggenig)
(Raymond Williams)
(Wittgenstein) "Einen Satz ... vollständig beschreiben heißt in Wirklichkeit die Kultur der
betreffenden Epoche beschreiben."
Kann von Materialkultur gesprochen werden?
(Bauhaus-Künster, Wladimir Tatlin)
++++
Environmentkunst (als eigener Gattungsbegriff)
Kontextobjekt = Environment
Kontextobjekte als Environment
Objekte, die ihren eigenen Kontext mitgestalten
Umgruppieren, Displazieren und Relocieren von Materialien (Siehe: Translokation)
„Wanderskulpturen“ Peter Arlt
Deplazierung gigantischer Felsbrocken (Michael Heizer)
Größenverschiebungen: Miniaturisierung (Liang Shaoji)
Sicht der Situation
(Buch: Transfer – Kap. fokales Objekt und Umfeld)
Anti-Kontextualismus (Kontextstudie)
Kritiker : Knorr-Cetina, Toulmin
- Atomismus, Vereinzelung
- Entzeitlichung, Enträumlichung
- Reduktionismus
- Kontextverlust
- autonom = monologisch
Relevante kontextbewußte Forschungsbereiche (Kontextstudie)
- Kontextorientierte Kunsttheorie
- Kontextualistische Kulturtheorie
- Relativismus u. Kontextualismus (in der Philosophie)
Kontextsensitivität von Wahrheitswerten
- Phänomenologie
- Kontextorientierte Museumsforschung
- Kontextansätze in der Anthropologie
- Kontextansätze in der Soziologie
- Situative Ethik
- Gestaltpsychologie
Vergleiche auch: performativer Kontext
Situative Ansätze (Kontextstudie)
situative Ansätze / situativ / Situation / ortsbezogen / Umstände
(G. Debord) "Die tragende Rolle der SITUATION noch vor dem >Formenspiel< ..."
(Lawrence Weiner) Situation concepts
(I. Gallee, Graf, Lawler, Nieslony)
(Maloe, Johannessen, Floistad, H. Dreyfus, Anderson)
- in situ (D. Buren)
- Situational aesthetics (Asher) (V. Burgin) Theoretische Schrift 1969
- Am falschen Ort (eine Kontextfrage)
Vergl.: Verletzung der Ortsregel u. Wahrscheinlichkeitsregel
Im Kontext unangemessen / Kontextunangemessenheit
(Vergl. Intervention, Translokation, Umdeutung)
(Jannis Kounellis) Dodici Cavalli Vivi (Pferde in der Galerie)
Absurde Verstöße
(Siah Armajani) Noaa Bridge (Brücke über den Baum)
- Typische Durchschnittssituationen
Typischer Kontext (Vergl. Kognitionswissenschaften)
Unspektakuläre Standardsituationen (Rockenschaub)
Aufsuchen charakteristischer Standardsituationen (Ansatz von Levinas)
- Sich zeigen in der Situation (Meinhardt zu: L. Lawler)
- Brüche, Bruchstellen, Kampfplätze, vergessene Räume
- Nichtorte, an denen keiner etwas machen wollte/könnte // Nichtobjekte
(Caramelle) Zitat
(Bitter/Weber/Zendron) Schwarze Bilder
- Lebensweltlicher Hintergrund / Lebenswelt
Lebensformen als Hintergrund verschiedener Sprachspiele (Husserl, Wittgenstein)
(Apel) Wittgenstein u. Heidegger haben auf ihre Weise die Lebenswelt entdeckt u. sie in
weit radikalerer Weise (als Husserl) gegen den Weltbegriff der phil. Tradition ausgespielt.
... Bei Heidegger in Gestalt des geschichtlich bedingten "geworfenen Entwurfs" des
"In-der-Welt-seins" u. bei Wittgenstein in Gestalt der "Lebensform", die den
"Hintergrund" der von uns je schon in Anspruch genommenen "Sprachspiele" bilden.
(Gotthard Wagner) Projekt: Wohnfreiheit
(Ilya Kabakov) Die Toilette
Ästhetische Betrachtung, die abgehoben von einer lebensweltlichen Analyse vorgeht, ist
Nonsens, führt zu bedeutungsleerer Spekulation
Aufenthaltsorte (Umgebung der Werke) (Lawler)
- Auf Rahmenbedingungen eingehen (s.o.)
- Kontext und Relevanz (G. Bateson, Capurro, Dreyfus, Wittgenstein)
Relevanz wird durch den Ko-Text nahegelegt (Eco)
Relevanz durch Rückbindung an vertraute Lebensformen (Wittgenstein)
Marktwert / Gebrauchswert / Markt
(Baudrillard, Bourdieu, Capurro, Flusser)
(Josef Beuys) Wirtschaftswerte
- Kontextangemessenheit / angemessen
(J. Lyons) "Bedeutungsvoll-Sein oder Bedeutung-Haben heißt, angemessen
(d.h. signifikant) im Kontext funktionieren."
- Handlungskontext = Lebenswelt
(Stig Brogger) Plattform Project
Aussetzung von Holzpaletten in unterschiedlichen öffentl. Räumen, um die
Aneignungsprozesse in der jeweiligen Umwelt zu dokumentieren
Siehe auch: Situationen die Objekte sichtbar machen (AOO7)
Auf Rahmenbedingungen eingehen (Kontextstudie)
-
Auf Räume eingehen / ortsbezogen (Sicht der Räume / Sicht der Architektur) s.o.
Auf Umraum eingehen s.o.
Auf Umraum eingehen s.o.
Ausstellungsformen der Kunst ausstellen (Siehe: Sicht der Ausstellung)
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