09 Brockmann 2002 - PVA-MV

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Das Problem
Das Problem des Übergewichts und seiner Folgen nimmt dramatisch zu. Der
Bedarf an Wirkstoffen zur Gewichtsreduzierung steigt. Für die Tests dieser
Wirkstoffe benötigt die Pharmaindustrie Tiere, die dem Menschen in Bezug auf
Fettleibigkeit sehr ähnlich sind, zum Beispiel Mäuse, bei denen der Fettansatz
nicht durch ein Gen bestimmt wird (monogene Modelle), sondern durch viele
Gene (polygene Modelle).
Die Idee
Das Dummerstorfer Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher
Nutztiere (FBN) hat über mehrere Mausgenerationen hinweg Versuchstiere für
die Erforschung dieser sogenannten polygen bedingten Fettleibigkeit gezüchtet.
Die Fettleibigkeit dieser gezüchteten Mäuse ist ähnlich gelagert wie die bei
Menschen und daher ähnlich behandelbar. Die Mäuse sind etwa doppelt so
schwer und dreimal so fett wie normale Artgenossen.
Die Perspektive
Das Angebot richtet sich an alle Firmen, die Produkte zur Regulierung des
Körpergewichts oder zur Vermeidung von Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit
entwickeln. Das FBN bietet neben der Durchführung der Tests einen Service zur
Protokollierung
und
statistischen
Auswertung
an.
Außerdem
können
Auftragsuntersuchungen und die Identifikation bestimmter Zielgene für die
Entwicklung neuer Wirkstoffe durchgeführt werden. Nach Bedarf werden auch
Organ- und Gewebeproben sowie Serum, DNA und RNA präpariert, gelagert und
versandt.
Die Gewinner
Prof. Dr. Gudrun Brockmann war als Arbeitsgruppenleiterin im Bereich
Molekularbiologie am FBN in Dummerstorf tätig. Heute hat sie eine Professur am
Institut für Nutztierwissenschaften der Berliner Humboldt-Universität. Dr. Ulla
Renne arbeitet am FBN mit einem im Umgang mit Modelltieren erfahrenen Team.
Kontakt:
Dr. Ulla Renne
Tel.: 038208 - 68-920
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