ISRAEL von 1948 bis 1995 IN STICHWORTEN Die Wahlen zur ersten Knesset Die Wahlen zur ersten Knesset fanden ca. neun Monate nach der Unabhängigkeitserklärung statt während des Unabhängigkeitskrieges, einen Monat vor der Unterzeichnung des Waffenstillstandes mit Ägypten. Dr. Chaim Weizmann, Wissenschaftler und zionistischer Führer, der eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Balfour-Deklaration gespielt hatte, wurde von der Knesset zum ersten Präsidenten des Staates Israel gewählt. Die Wahlen waren allgemein, national, direkt, gleichberechtigt, geheim und nach einer Verhältniswahl gerichtet. Das Rückkehrgesetz „Jeder Jude hat das Recht, nach Israel zu kommen.“ - das ist die Formulierung des Gesetzes, das im Sommer 1950 verabschiedet wurde. Es heißt „Rückkehrgesetz“ aufgrund des Psalms 14/7 „...wenn der Herr sein Volk zur Rückkehr bewegt...“. Nach diesem Gesetz darf jeder Jude, gleich wo er herkommt, nach Israel kommen, wenn das sein Wille ist, außer wenn der öffentliche Frieden und die Sicherheit des Staates gefährdet werden könnte. In Angemessenheit zu diesem Gesetz erhält jeder jüdische Einwanderer automatisch die israelische Staatsangehörigkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Juden aus 102 Ländern dieser Welt Gebrauch von diesem Recht gemacht. „Maabarot“ Die große Anzahl der Einwanderer, die in den ersten Jahren des Staates Israel ins Land kamen, erzwang vorübergehende Notlösungen der Unterkunft. Um den Einwanderungsstrom unterzubringen, wurden Übergangssiedlungen (Maabarot) in leer stehenden ehemaligen Kasernen der britischen Armee errichtet: Es wurden Holzhütten und Blechhütten erbaut, sowie Zelte aufgestellt. Bis 1952 waren 180.000 Einwanderer in 123 Übergangssiedlungen untergebracht. Im Oktober 1952 entschied die Regierung des Staates Israel, die Zelte in den Siedlungen abzubauen und die Einwanderer in kleine Wohnungen umzusiedeln. Neue landwirtschaftliche Siedlungen 1. Von der Staatsgründung und bis 1951: Zur Zeit der Staatsgründung gab es im Staate Israel 650.000 Einwohner. In dem oben genannten Zeitraum von drei Jahren kamen diesen 688.000 Einwanderer hinzu. Innerhalb von vier Jahren wurden 288 landwirtschaftliche Siedlungen errichtet, die die Basis der neuen Landwirtschaft bildeten. 1 2. In den Jahren 1952-1957 wurden weitere 84 landwirtschaftliche Siedlungen errichtet. Diese in den Siedlungen betriebene Landwirtschaft wurde schnell zu einem wichtigen Faktor in der Landwirtschaft des gesamten Staates Israel. In den fünfziger Jahren erhielt die Landwirtschaft dadurch enormen Auftrieb im Land. Trockenlegung der „Hule“ Sümpfe Mit großem Aufwand wurde zwischen 1951 und 1958 der Sumpf trockengelegt, wodurch ein neues landwirtschaftliches Gebiet von 50.000 Hektar gewonnen wurde. Die Trockenlegung führte zu einer Ersparnis von 100.000 m3 Wasser, die jedes Jahr aus dem Sumpf verdunstet sind. Vor Ort wurde außerdem ein kleines Naturschutzgebiet errichtet, in dem seltene Vögel anzutreffen sind. Der Shlomo-Palast - ein religiöses Zentrum Im Zentrum von Jerusalem steht ein glanzvolles Gebäude, der ShlomoPalast, ein religiöses, spirituelles Zentrum für Juden aus aller Welt. 1954 wurde dieser Palast erbaut. Er dient als Sitz der führenden Rabbiner Israels und beinhaltet die religiöse Zentralbibliothek von Israel, sowie ein Museum für religiöse Gebrauchsgegenstände. Das Museum trägt den Namen der Familie Wolffson, zu Ehren von Sir Isaac und Lady Wolffson. Dieses Zentrum hält Kontakt zu jüdischen Gemeinden in der Diaspora und alle drei Jahre versammeln sich dort Vertreter aller Gemeinden und Synagogen aus der ganzen Welt zu einem großen Kongress. Entwicklungsstädte Zu Beginn der fünfziger Jahre verdoppelte sich die Einwohnerzahl des Landes. Bis dahin konzentrierte sich das meiste städtische Leben in Haifa, Jerusalem und Tel Aviv und seine Umgebung. Aus sicherheitlichen und wirtschaftlichen Gründen entschied man sich, die Bevölkerung mehr zu zerstreuen. Zu diesem Zweck erbaut man die neuen Entwicklungsstädte: 1955 entstanden Ofakim, Dimona und Kiryat Gat. Im Verlauf der fünfziger Jahre entstanden 18 neue Städte, von denen die meisten nach einem Bauplan erbaut wurden; einige wenige waren anfangs eine Übergangssiedlung, die erweitert und ausgebaut wurde. Einige Städte entwickelten sich zu Großstädten in Israel, aber mehr als die Hälfte befinden sich immer noch in einem langsamen Wachstumsstadium. Der Sinaifeldzug 1956 gab es terroristische Anschläge auf Israel, die von der ägyptischen Regierung aus genehmigt wurden. Außerdem wurde der Suez-Kanal von ihnen annektiert und zu ägyptischem Territorium erklärt, weshalb israelische Handelsschiffe ihn nicht mehr passieren durften. Die damalige Sowjetunion versorgte Ägypten mit Unmengen an Waffen und Munition, was das bis 2 dahin vorherrschende militärische Gleichgewicht in der Region durcheinander brachte. Die israelische Armee nutzte den Moment aus, in dem auch Frankreich und Großbritannien die Ägypter angreifen wollten, und mit deren Hilfe erfolgt ein Blitzkrieg im Sinai, bei dem die ägyptische Armee in kürzester Zeit aus dem Sinai vertrieben wurden. Der Feldzug begann 29.10.1956 und endete am 5.11.1956. „HaBima“ - das nationale Theater Das erste hebräische Theater wurde 1917 in Moskau von Nachum Zemach, Menachem Genesin und Chana Robina gegründet. Es wurde unter dem Stück „Die Besessenheit“ bekannt. 1926 führte das Theater seine Stücke in vielen Gemeinden auf der ganzen Welt auf. 1928 setzte sich die Theatergruppe in Israel nieder. 1957 feierten sie ihr 50-jähriges Jubiläum und erhielten den Namen des nationalen Staatstheaters. Im Jahre 1970 zog das Theater in einen neuen modernen Gebäudekomplex in Tel Av Das Weizmann-Institut für Wissenschaft Anfang der dreißiger Jahre begann der Fortschritt in der Wissenschaft und Forschung in Israel. Den Beginn stellte 1934 die Errichtung des „Siv“Instituts unter der Leitung von Dr. Weizmann dar. Im Jahre 1944 wurde das Institut erweitert und zu Ehren von Dr. Weizmann, eines führenden Zionisten, erhielt es seinen Namen. 1958 wurde innerhalb des Instituts ein Zweig für die Nuklear-Forschung eröffnet. Heute genießt das Institut einen guten internationalen Ruf und beschäftigt viele Forscher und Studenten. Internationale landwirtschaftliche Ausstellung in Israel Die Rückkehr in das Land Israel bedeutete für seine Bewohner auch eine Rückkehr zur Erde des Landes und somit direkt zur Landwirtschaft. Heute werden mit Hilfe der Landwirtschaft fast auf jedem Sektor alle für das Land nötigen Produkte hergestellt, sowie mit überschüssigen Produkten Exporthandel betrieben. Viele landwirtschaftliche Spezialisten leisten Entwicklungshilfe in anderen Ländern auf ihrem Spezialgebiet. Am 14.4.1959 gab es in Haifa eine internationale landwirtschaftliche Ausstellung, an der 38 Nationen teilnahmen. Der Pakt zwischen dem JNF und dem Staat Israel Die Ausarbeitung des Paktes begann Ende 1960 und der Pakt selbst wurde am 28.11.1961 unterschrieben. Entsprechend dem Pakt wurde die Pflege des nationalen Bodens unter zwei Institutionen aufgeteilt: eine war für die Verwaltung und Erhaltung, die andere für Aufbereitung und Entwicklung verantwortlich. Der JNF verteilt weiterhin Informationen über Israel und zionistische Werte im Inland und auch im Ausland. 3 Der Eichmann-Prozeß Im Jahre 1961 wurde vom israelischen Geheimdienst „Mossad“ einer der größten Naziverbrecher in Argentinien gefasst und nach Israel überführt. Eichmann war für den Transport der Juden zu den Konzentrationslagern im zweiten Weltkrieg verantwortlich. Sein langer und schwieriger Prozess fand in Jerusalem statt. 110 Zeugen der Anklage waren vorgeladen und beschrieben die Verbrechen, die den Juden im Krieg angetan wurden. Die vorsitzenden Richter des Prozesses, Moshe Landau, Benjamin Halevi und Jitzchak Rawe verurteilten Eichmann zu der Höchststrafe, die je in der Geschichte Israels vergeben wurde: Tod durch Erhängen. Der Durchbruch zum toten Meer In den Jahren 1961/62 baute die KKL die Straße zum Toten Meer. Dieses Vorhaben wurde als eines der schwierigsten auf diesem Sektor bezeichnet. Die Straße sollte eine Verbindung zwischen der Stadt „Arad“ und dem Toten Meer darstellen, und den Einwohnern die Möglichkeit bieten, bei den Werken am Toten Meer arbeiten zu können. Arad wurde 1961 erbaut und befindet sich 37 km östlich von Beersheva. Entwicklung des „Galil“ Der Galil wurde in fünf Entwicklungszonen eingeteilt: Teffen, Segev, Chason, Malkia, Biranit. Im Jahre 1964 wurde die Stadt Carmiel auf der Straße, die Acco und Zfat verbindet, erbaut. Die Stadt sollte als städtisches Zentrum der ganzen Region funktionieren. Carmiel entwickelte sich seither in einem schnelleren Tempo als andere neu erbaute Städte in Israel und bietet heute eine hohe Lebensqualität. Das nationale Wasserversorgungsnetz Die Wüste Negev leidet unter Wassermangel. Mit der Entstehung des Staates wurde mit der Planung und Entwicklung von Wasserresourcen begonnen. Die Wasserversorgung sollte von Norden nach Süden verlaufen. Das erste Projekt war „Jarkon - Negev“: die Leitung des Wassers des Jarkon zu den Siedlungen bei Negev. Später wurde ein nationales großes Leitungssystem entwickelt, dass das Wasser von der Kineret zu allen Teilen des Landes leitet. Von diesen zentralen Leitungen aus wird das Wasser an kleinere abzweigende Wasserwerke geleitet. Am 6.09.1964 kam das Projekt zu seinem Ende und die Leitungen wurden eröffnet. Der Hafen „Ashdod“ Unter der Initiative von David Ben-Gurion wurde die Entscheidung getroffen, neben dem Hafen in Haifa auch einen Hafen in Ashdod anzulegen. Am 31.07.1961 fand die Eröffnungszeremonie statt, wobei der Hafen bei Ashdod als einer der tiefsten Häfen in der Welt gilt, die am offenen Meer errichtet 4 wurden. Als erstes in Betrieb genommen wurde der Hafen am 21.11.1965. Die Eröffnung des Hafens hat der Entwicklung Ashdods zu erheblichem Aufschwung verholfen, die anfangs eine Übergangssiedlung war und so zu einer der neuen Entwicklungsstädte wurde. Sie hat heute 67.000 Einwohner. Shai Agnon - Nobelpreisträger Im Jahre 1966 entschied die Schwedische Akademie, dem israelischen Schriftsteller Shai Agnon den Nobelpreis für Literatur zu vergeben. Er erhielt ihn zusammen mit der Dichterin Nelly Sakash. Shai Agnon kam 1909 das erste Mal nach Israel, 1929 kehrte er zurück, ließ sich in Jerusalem nieder und widmete sich seiner schriftstellerischen Arbeit. Seine Werke wurden in über zwölf Sprachen übersetzt. Der Sechs-Tage-Krieg 1967 wurde die Existenz Israels verstärkt von den arabischen Ländern militärisch umstellt und bedroht. Syrien begann, das Wasser des Jordan von der Quelle aus umzuleiten, welches grundlegend für die ganze Wasserversorgung des Landes war. Am 19.05.67 vertrieb Ägypten die UNOSoldaten von der Grenze des Sinai und am 22.205.67 erklärte Nazer den Seeweg nach Eilat für gesperrt. Am 5.06.67 begann das israelische Militär einen Blitzkrieg in der Sinaiwüste. Innerhalb von drei Stunden wurde die gesamte arabische Luftwaffe von den Israelis vernichtet. In Jerusalem eröffnete die jordanische Armee das Feuer. Zahal erwiderte daraufhin das Feuer, eroberte Jerusalem und zusätzlich Jehuda we Shomron. Die Syrier bombardierten viele israelische Siedlungen im Norden des Landes. Die israelische Armee eroberte daraufhin die Golanhöhen und so endete die Bedrohung der umliegenden Dörfer und der Wasserversorgung. Nach sechs Tagen endete mit dem Krieg auch die Bedrohung Israels und die und neue Grenzen waren entstanden. Der 27. Zionistenkongress Der Zionistenkongress ist die oberste Institution der weltweiten zionistischen Organisation. Er hat die Kompetenz, über die Handlungen und Tendenzen in der Organisation zu bestimmen. 1951 kam der Kongress das erste Mal in Jerusalem zusammen. Dort wurden die Aufgaben der zionistischen Bewegung in dem „Jerusalem-Programm“ von Neuem definiert: Die Stärkung des Staates Israel, Kibbuz Galluiot in Israel und den Zusammenhalt des jüdischen Volkes. 1968 wurde nach der Vereinigung Jerusalems das „Jerusalem-Programm“ erneuert: Der zentrale neue Aspekt war Israel als Mittelpunkt des jüdischen Lebens. Der Erschöpfungs-Krieg Nach dem Ende des Sechs-Tage-Krieges entschied sich die große Regierungskoalition dafür, die eroberten Gebiete von Ägypten und Syrien 5 wieder zurückzugeben. Am 01.09.1967 verabschiedete die Arabische Konferenz eine Deklaration, die folgendes besagte: „Nein“ zum Frieden mit Israel; „Nein zu jeglichen Verhandlungen mit Israel und „Nein“ zu der Anerkennung des jüdischen Staates. Am 08.03.1969 brach Ägypten das Waffenstillstandsabkommen mit Israel. Innerhalb von siebzehn Monaten führte Ägypten mehrere Schwächungs-Kämpfe im Bereich des Suezkanals. Aus Jordanien und Syrien kamen Terroristen ins Land und führten Anschläge gegen die Bevölkerung. Als Reaktion führte die israelische Armee mit Hilfe der Luftwaffe und anderen Einheiten verschiedene Angriffe durch. Im August 1970 wurde wiederum von allen beteiligten Parteien ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Entwicklung der Wüste Im dritten Jahrzehnt des Staates Israel begann die Entwicklung der Wüste, die sich über 180 km Länge erstreckt. Man hatte es geschafft, 15 Siedlungen während dieser Zeit zu errichten. Die Zahl hat sich von 800 auf 2.500 gesteigert und der kultivierte Boden hatte eine Größe von 23.000 Acker erreicht. Die Siedlungen in der Wüste basieren ihre Existenz hauptsächlich auf der Landwirtschaft im Winter, der Viehzucht und dem Tourismus. Die KKL hat sehr viel Geld in die Aufbereitung des Bodens, in Wasserleitungen und Dämme investiert. Ebenso wurden zwei große Parkanlagen erbaut: „Sapir“ und „Timna“. „Let my people go“ Der Erfolg der israelischen Armee im Sechs-Tage-Krieg hatte in der ehemaligen UDSSR eine große zionistische Bewegung ausgelöst. Am 10.11.69 hatten 8 grusinische jüdische Familien an Israel appelliert und sich an die UNO gewandt, um Hilfe zur Alija nach Israel zu erhalten. 1971 waren es 1.000 Familien, die nach dem Recht der Auswanderung baten. Die Reaktion der sowjetischen Regierung war sehr zweideutig: zum einen wurde die Auswanderung verboten und mehrere Juden ins Gefängnis geschickt, zum anderen jedoch erlaubte man ca. einer viertel Millionen Juden, den Staat zu verlassen. 15.000 von diesen Auswanderern gelangten nach Israel. Juden aus der ganzen Welt übten daraufhin einen massiven Druck auf die sowjetische Regierung aus, die Grenzen für alle zu öffnen, die ausreisen wollten. Diese Aktion lief unter dem Motto: „Let my people go“. Das Attentat auf die israelischen Sportler bei der München Olympiade in Am 05.09.1972 während den Olympischen Spielen in München ermordeteten Terroristen der Organisation des „Schwarzen September“ 11 6 Spitzensportler aus der israelischen Mannschaft in ihren Zimmern im olympischen Dorf . Anstatt für Frieden und Brüderlichkeit zu stehen, wurden so diese Spiele zu einem Tatort der Gewalt. „Jom-Kippur-Krieg“ Während viele Leute in Israel den Jom-Kippur in der Synagoge feierten, begannen die Armeen von Ägypten und Syrien am 06.10.1973 um 14.00 Uhr mittags einen Überraschungskrieg gegen Israel. Nach schweren Kämpfen konnten die Israelis die Angriffe abwehren und selbst zum Angriff übergehen. Im Süden hatten die israelischen Soldaten den Suez-Kanal durchquert und waren bis 101 km vor der Straße Suez - Kairo vorgedrungen. Nach 18 Tagen war der Krieg am 24..10.1973 zu Ende, der Preis für den Sieg jedoch sehr hoch: 2522 Soldaten waren gefallen und viele Tausende verwundet. Der Sieg hat zunächst ein Waffenstillstandsabkommen und schließlich den Friedensvertrag mit Ägypten hervorgebracht. Das Abkommen über die Trennung der Streitkräfte zwischen Israel und Ägypten Am 22.10.74 hatte die UNO die Resolution Nr.338 verabschiedet, in der es um das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten geht. In Kraft trat die Resolution am 27.10.74. Für die Konferenz kamen alle Vertreter in einem Zelt an der Straße Suez-Kairo zusammen. Am 18.01.75 unterzeichneten alle Beteiligten bei einem Zusammenkommen in Genf ein Abkommen, in dem die Trennung der Streitkräfte beschlossen worden war. Am 1.09.75 wurde ein vorläufiges weiteres Abkommen zum Rückzug der israelischen Armee unterzeichnet: es hieß, dass Israel und Ägypten deklarierten, sie wären fest entschlossen, solange zu verhandeln, bis ein korrekter Friedensvertrag beschlossen sei, da die Lösung nun nicht mehr im Krieg lägen könnte. Die Abstimmung in der UNO über den Zionismus Am 11.11.75 wurde in der Sitzung der Vereinten Nationen darüber abgestimmt, dass „... der Zionismus eine Art des Rassismus darstelle.“ 72 Nationen hatten diesem Ausspruch zugestimmt, 35 Nationen waren dagegen, 32 enthielten sich und 3 waren abwesend. Der israelische UNOBotschafter Chaim Herzog sagte daraufhin, dass sich Hitler in dieser Runde sicherlich sehr wohl gefühlt hätte und zerriss das Papier mit den Abstimmungsergebnissen. Das jüdische Volk in Israel und in der ganzen Welt zeigte sich sehr betroffen und erschüttert. Operation „Entebbe“ Am 27.06.76 wurde eine Maschine der Air France auf ihrem Weg von Tel Aviv nach Paris von arabischen Terroristen gekidnappt. Die Maschine wurde zur Landung in Uganda gezwungen und nach einer Selektion wurden alle 7 Geiseln bis auf die jüdischen Passagiere aus dem Flugzeug freigelassen. In einer einmaligen Operation unter der Leitung von Dan Shomron gelang es einem Sonderkommando der Israelis, in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli die Geiseln zu befreien. Während der Operation starb der Kommandeur Jonathan Netanjahu, sein Name wurde durch Entebbe bekannt und verehrt. Der ägyptische Premier Anwar el Saddat kommt nach Israel Innerhalb geheimer diplomatischer Beziehungen war Saddat klargeworden, dass Israel bereit wäre, für ein Friedensabkommen das eroberte Land an Ägypten zurückzugeben. Überraschend wurde am 19.11.78 das Unglaubliche wahr: Der Premierminister des größten arabischen Landes kam zu einem Besuch nach Israel. Saddat traf sich mit dem israelischen Premier Begin und sprach mit vielen Politikern in der Knesset. Dieser Besuch war der erste Schritt zum Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel, der später in Camp David unterschrieben werden sollte. Die Friedensgespräche in Camp David In zahlreichen Arbeitsgruppen und Konferenzen wurden innerhalb von zwei Jahren Vorbereitungen getroffen und Verhandlungen über ein Friedensabkommen geführt. Schließlich lud der US-Präsident Jimmy Carter alle Beteiligten zu einer großen Konferenz im Camp David ein. Während den dreizehntägigen Gesprächen vom 5.09.78 - 18.09.78 wurden 23 Erklärungen verabschiedet und am 18.09.78 wurde das Camp DavidAbkommen endlich unterzeichnet. Es bildete den Rahmen zum Frieden zwischen Israel und Ägypten und sollte Vorbild für die gesamte Region des Nahen Ostens werden. Schließlich wurde am 26.03.79 tatsächlich das Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet. Der Verbrauch von Solarenergie Im Dezember 1979 wurde das erste israelische Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Seine Solarenergie bezog das Kraftwerk aus einem See, der die Solarenergie auffängt und der neben dem Toten Meer angelegt wurde. Am 1979 wurde die Gesellschaft für Entwicklung der Solarenergie gegründet, sie erhielt den Namen „Lus-Industrie“ und „Lus Ingenieurbau“ und ist bis heute sehr erfolgreich. Sie hat das größte elektrische Produktionssystem aus Solarenergie in der ganzen Welt und erhielt bereits eine offizielle Anerkennung vom amerikanischen Ministerium für Energie für ihre Weiterentwicklung der Solartechnologie. 1986 bekam sie den internationalen Preis für die Entwicklung in der Energieforschung. 8 Die Wachtürme im Galil Schon 1974 wurden erste Siedlungen auf den Bergen des Galil erbaut. Mit der Zeit entwickelten sich die Siedlungen und schließlich entstanden kleine Dorfgemeinschaften. Zu der Zeit unterteilte man sie in drei Gebiete: Teffen-, Segew- und Zalmon - Siedlungen. Heute existieren bereits 62 Siedlungen im Galil. Die Luftwaffenindustrie Der Anfang der Luftwaffenindustrie fand im Institut „Bedek“ statt, das mit der Aufgabe der Inspektion von Flugzeugen betreut war. Ende der fünfziger Jahre hatte man dort angefangen, die selben Flugzeuge auch zu produzieren. In diesem Institut wurden zwei Flugzeugtypen produziert: der Typ „Fuga Magister“ war eine Übungsmaschine und der Typ „Arava“ eine Maschine der Direktoren. In siebziger und achtziger Jahren wurden dort auch Kampfflugzeuge produziert. Der Libanon-Krieg Die palästinensischen Terroristen hatten ihre Basis im Südlibanon zu einem festen Sitz gemacht. Von dort aus bedrohten sie nordisraelische Siedlungen, sowie libanesische Bürger christlicher Abstammung. Für solche Menschen hat Israel eine Anlaufstelle namens „Der gute Zaun“ eingerichtet, bei der sie medizinische Hilfeleistungen in Anspruch nehmen konnten. Infolge eines Attentats auf den israelischen Botschafter in London, ausgeführt von palästinensischen Terroristen, begann Israel mit einer Vergeltungsaktion im Südlibanon. Diese Aktion verlief unter dem Motto „Frieden für Galiläa“ und geriet schnell aus seinem ursprünglichen Rahmen: Ein neuer Krieg war angebrochen, der bis nach Beirut hinein reichte. Die Palästinenser waren gezwungen, den Libanon zu verlassen. Der Preis für den Krieg war sehr hoch. Aufgrund interner politischer Probleme konnte Libanon kein Abkommen mit Israel abschließen. Die israelische Armee kehrte zur Grenze zurück, und im Südlibanon wurde eine Sicherheitszone errichtet, die die israelische und die libanesische Armee gemeinsam bewachen sollte. Operation „Moshe“ Trotz unfreundlicher Umgebung konnten die Juden in Äthiopien ihre jüdische Identität über Tausende von Jahren bewahren. In den Jahren 1980-1985 fand die Operation „Moshe“ statt, die dazu diente, den äthiopischen Juden bei der Ausreise nach Israel Hilfe zu leisten. Aus ihren Dörfern mussten sie in Flüchtlingslager ziehen und viele von ihnen starben bereits auf dem Wege in diese Lager. Von den Flüchtlingslagern aus wurden sie dann mit Flugzeugen nach Israel gebracht. 9 Jüdische „Gefangene“ kommen nach Hause Nach vielen Verhandlungen und Druck von Seiten verschiedener jüdischer Organisationen in der ganzen Welt, entschied die damalige sowjetische Regierung, die Bedingungen für eine Ausreise nach Israel für jüdischer Bürger zu erleichtern. Einige durften infolgedessen nach Israel auswandern. Der Mathematiker Scharanski wurde zu 13 Jahren Freiheitsstrafe am 15.03.1977 verurteilt. Seine Frau Avital durfte nach Israel ausreisen und startete von dort aus eine umfangreiche Kampagne, die seine Entlassung fordern sollte. Nach zehn Jahren russischer Gefangenschaft kam Scharanski am 25.10.86 nach Israel. Es folgten weitere Freilassungen von Juden und am 15.10.87 kam die Gefangene Ida Nudel nach Israel. Hundertjähriger Geburtstag des David Ben Gurion „Die Vision eines Volkes brachte die Entstehung des Staates, aber der Staat konnte noch nicht die Vision erfüllen.“(David Ben Gurion). Er war der Überzeugung, dass das Land Israel dem jüdischen Volk gehörte, und dass diese Tatsache bis in die Ewigkeit bestehen bleiben sollte. Deswegen dachte er, dass es Aufgabe des gesamten jüdischen Volkes sei, das Land zu bearbeiten und zu kultivieren. Er war sich sicher, dass das Unmögliche zu schaffen sei, und die Wüste zu einem Paradies werden könne. Beweise dafür sind die vielen gepflanzten Bäume, die Parks und Wälder, die in Israel entstanden sind. Der israelische Satellit „OFEK 1“ fliegt ins All Am 19.09.1988 wurde der Satellit „Ofek 1“ ins All geschickt. Den Anfang machte 1966 der Kommunikationssatellit „Amos“, der bereits 1966 ins All geschickt worden war. In Israel existieren ca. 1000 High-techGesellschaften, die sich mit Computerprogrammen beschäftigen und 1997 war Israel das Land, das sich am dritthäufigsten nach den USA und Finnland mit dem Internet beschäftigte und auf diesem Sektor aktiv war. Es existiert großes Potential für die Entwicklung moderner Wirtschaft und Technologie, die auf Hightech basiert. Waldbrand auf dem Carmel 1989 brach ein großer Waldbrand auf den Carmel-Bergen aus. Er dauerte 36 Stunden und entstand zeitgleich in fünf verschiedenen Zonen, was einen Hinweis auf eine Brandstiftung geben könnte. Während des ersten Weltkrieges wurden in Israel Zugschienen verlegt, die parallel zur Küste verlaufen. Um diese Schienen legen zu können, wurden viele Bäume ausgerissen oder gefällt und nachher als Brennmaterial für die Lokomotive benutzt. Eine der wichtigsten Aufgaben der KKL ist der Wiederaufbau der Wälder in Israel, zu diesem Zweck wurden bis heute bereits ca. 200 Millionen Bäume auf 400.000 Hektar gepflanzt. 10 Am 9.12.1987 fingen die Unruhen im Zusammenhang mit der Intifada in den besetzten Gebieten an. Seitdem bedient sich der Terror gegen die Bevölkerung Israels auch der Brandstiftung als Instrument. Neue Alijot nach Israel Mit der Entstehung Israels wurden die Beschränkungen der Immigration nach Israel von der britischen Regierung aufgehoben.1952 wurde dementsprechend das Rückkehrgesetz erlassen, demzufolge jeder Jude nach Israel einwandern darf. Im Jahre 1970 wurde dieses Gesetz erweitert, damit auch Angehörige jüdischer Immigranten nach Israel mit einreisen dürfen. Mit der Auflösung des sowjetischen Regierungssystems öffneten sich für viele russische Juden die Türen nach Israel. Daher fand 1989 eine der größten Einwanderungswellen seit Bestehen des jüdischen Staates statt: ca. 185.000 Juden wanderten aus der ehemaligen Sowjetunion nach Israel ein. Zwischen den Jahren 1990-1993 waren mehr als eine halbe Million Olim nach Israel gekommen, davon alleine 465.000 aus der ehemaligen Sowjetunion und 30.000 aus Äthiopien. Am 25.05.91 während der Operation „Shlomo“ wurden ca. 14.500 äthiopische Juden in 36 Flügen nach Israel gebracht. Während den Flügen kamen mehrere Babys zur Welt. Der Golfkrieg Im Sommer 1990 fand eine Invasion der irakischen Armee nach Kuwait statt: Nach sieben Stunden besetzten die irakischen Soldaten die Hauptstadt. Die USA und die Sowjetunion hatten dem Irak ein Ultimatum zum Rückzug gestellt, dieses wurde jedoch nicht eingehalten. Danach wurde eine Front von 555.000 Soldaten aus den Ländern USA, Ägypten, Großbritannien, Saudi-Arabien, Syrien und Frankreich mit Erlaubnis der UNO vom 29.11.1990 gegen den Irak aufgestellt. In Israel brach große Hektik aus, Gasmasken wurden verteilt und das Aufhalten in Sicherheitsräumen wurden angeordnet, weil von irakischer Seite mit biologischen Waffen gedroht worden war. Am 17.01.1991 wurde Irak von den alliierten Streitkräften angegriffen. Am Freitag um 2.00 morgens ertönten in Israel die ersten Sirenen: Skud-Raketen waren in Tel Aviv eingeschlagen. Während dieses Krieges schlugen 39 Raketen auf israelischem Boden ein, 1 Zivilist wurde getötet und 300 verletzt; ca. 9.000 Wohnungen und Geschäfte wurden getroffen bzw. teilweise zerstört. Die irakische Armee wurde besiegt. Sie musste sich aus Kuwait zurückziehen und die UNO erteilte dem Irak Sanktionen als Folge des Krieges. Außerdem wird bis heute versucht, die Produktion von ABC-Waffen im Irak zu verhindern. Das Jahr der Überschwemmungen Im Jahre 1992 war der Winter besonders hart, die Städte Ashdod im Süden und Kirjat-Bijalik im Norden waren zu einem israelischen Venedig geworden. 11 Boote des israelischen Militärs mussten die Menschen in den Städten aus dem Wasser retten. Nachrichten aus dieser Zeit: 1. Januar: In Jerusalem war ein Teil der Stadt von der Versorgung wegen Schneefalls abgeschnitten, verschiedene Straßen mussten wegen Überschwemmungen gesperrt werden, mehrere Menschen ertranken. 9. Februar: Schnee liegt auf den Carmel-Bergen und im Israel-Tal. 10. Februar: Schnee fällt auch in Eilat 25. Februar: Aufgrund eines Schneesturmes sind mehrere Siedlungen in Galiläa von der Versorgung abgeschnitten. Der Hafen in Ashdod ist außer Betrieb. Insgesamt war die große Wassermenge vorteilhaft für die Wasserversorgung im ganzen Land. Die Regierung hat sich anschließend dazu entschlossen, verschiedene Schritte zur effektiveren Nutzung des Regenwassers in der Zukunft einzuleiten. Ökologie Die Entwicklungen der Technologie störte die Ökologie in vielen Ländern der Welt, so auch in Israel. Die Ausschöpfung der Ressourcen und die Umweltverschmutzung zeigten sich auch in Israel als unaufhaltsam. Aufgrund der vermehrten Wasserschöpfung wurde das Wasser zu salzig und schlecht für die Landwirtschaft nutzbar, außerdem führte nicht entsorgter Abfall zum Einsickern von Giftstoffen in die Erde. Im Februar 1991 entschied das Ministerium für Umwelt im Schuljahr 1993/94 die Erziehung zum Umweltbewusstsein stärker in den Schulplan aufzunehmen, damit diesem kritischen Punkt mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das Friedensabkommen zwischen Israel und Jordanien Am 26.10.1994 wurde das Friedensabkommen zwischen Israel und Jordanien im Grenzpunkt Arawa unterzeichnet. Unterzeichnet wurde es von dem israelischen Premierminister Yitzhak Rabin und seinem Kollegen Abed Asolam Eimagli aus Jordanien. Als Zeuge unterschrieben US-Präsident Bill Clinton, der US-Staatssekretär W. Christopher, der russische Außenminister A. Kusirov und der israelische Außenminister Shimon Peres. In dem Abkommen wurden die entgültigen Grenzen und die Wasserversorgungsprobleme geklärt und der jordanische König sagte: „Alle sind wir die Kinder Abrahams und werden diesen Tag bis in die Ewigkeit nicht vergessen, weil er das Morgengrauen einer neuen Epoche des Friedens bedeutet.“ Clinton sagte, dass dieses Abkommen keine trügerische Illusion sondern einen echten Traum bedeutete. Rabin sprach, dass dieser Tag ein neues Licht bedeute und eine besondere Zeit angebrochen sei. Die Welt habe neues Leben gesehen, weil der Frieden an diesem Tag geboren worden sei und allen neue Hoffnung geben werde. Alle Neugeborenen von diesem Tag sollen nie wieder etwas von Krieg wissen und ihre Mütter nicht mehr mit Leiden konfrontiert werden. 12 Shalom Chaver Mit den Worten „Shalom Chaver, shalom lecha jedidi“ verabschiedete sich der amerikanische Präsident Bill Clinton auf Hebräisch von Yitzhak Rabin, als dieser auf dem Herzlberg begraben wurde. Viele Prominente Persönlichkeiten kamen, um Abschied zu nehmen und in Israel, sowie in vielen anderen Ländern, herrschte große Trauer. Am 4.11.95 fand eine große Kundgebung in Tel Aviv unter dem Motto: „Ja zum Frieden, nein zur Gewalt!“ statt. Als die Kundgebung zu Ende war, wurde Rabin auf dem Weg zu seinem Auto von drei Schüssen getroffen. Ein junger Israeli hatte ihn ermordet, was einen schweren Schlag für die israelische Gesellschaft und viele Menschen in der ganzen Welt bedeutete. Ein paar wichtige Stationen in seinem Leben: Rabin war Kommandeur der Brigade „Harel“, die Jerusalem von der Belagerung im Unabhängigkeitskrieg befreite. Außerdem war er Generalstabschef im Sechs-Tage-Krieg und Israelischer Botschafter in den USA. Nach dem Yom-Kippur-Krieg wurde Rabin zum ersten Mal zum Premierminister ernannt und 1992 in dieses Amt wiedergewählt. Während dieser Amtsperiode hatte er das „Oslo-Abkommen“ mit der PLO unterzeichnet und im Oktober 1994 Friedensabkommen mit Jordanien. Als Hochachtung für seine Bemühungen für den Frieden erhielt Yitzhak Rabin zusammen mit Shimon Peres den Friedensnobelpreis. 3000 Jahre Jerusalem Während 3000 Jahren hat Jerusalem viele Herrschaften erlebt: Die Griechen und Römer, die Kreuzfahrer und Türkische Ritter eroberten sie und britische Polizisten kontrollierten die Stadt. Es gibt Zeugnisse, die beweisen, dass Jerusalem schon 1800 Jahre zuvor von König David zu seiner Hauptstadt gemacht worden war. Seit dieser Zeit bis in die heutige konnte das jüdische Volk nie aufhören, von ihr zu träumen. Während vieler Jahre wurde sie auch für Christen und Moslems zu einem Symbol der Religion und nach der Wiedervereinigung 1967 erhielt Jerusalem viele neue Stadtteile. Heute ist sie mit ihren 600.000 Einwohnern die größte Stadt Israels und Hauptstadt für das gesamte jüdische Volk. Geschichten über Jerusalem verbinden die Juden auf der ganzen Welt. Am Jerusalem-Tag wurde in diesem Jahr ein großes Eröffnungsfest für den 3000-jährigen Geburtstag der Stadt organisiert. 100 Jahre Zionismus Im Jahre 1897 rief Theodor Herzl zum ersten Zionistenkongress zusammen und organisierte von dort aus die zionistische Bewegung. Ihre wichtigste Aufgabe war „...das Anstreben der Errichtung einer Heimat mit internationaler Berechtigung für das jüdische Volk in Israel“. Die Balfour13 Deklaration am 2.11.1917 und die Entscheidung der UNO im November 1947 führten zum historischen Erfolg. Am 14.05.48 konnte David-BenGurion die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel deklarieren. Damals gab es 600.000 Einwohner in Israel, heute sind es ca. 5 Millionen. 70% der gesamten Juden leben heute in den USA. Aufgrund von Assimilation und Mischehen entsteht jedoch die Gefahr, dass die Zahl der Juden sinken könnte. 1990 gab es 12.8 Millionen Juden auf der Welt, im Jahre 2010 wird ihre Zahl voraussichtlich auf 12 Millionen gesunken sein. 14