Annelida

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Annelida – Ringelwürmer (ca. 18.000 Arten)
1) Polycheata – Vielborster
2) Oligocheata – Wenigborster
3) Irodinea – Blutegel
Aufbau
Hautmuskelschlauch aus Ring-, Längs- und Diagonalmuskeln
Prostomium = Kopfpol, mehrere Segmente verschmolzen
Parapodien = Beine
Pygidium = Schwanzbereich mit After
Polycheat hat Kiefer (im Gegensatz zu Oligocheat z.B. Regenwurm)
Kennzeichen
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wurmförmig
Sind nachtaktiv, Lebensdauer 6-7Jahre
Humusbildner (44-80 t/Jahr und Hektar), ernähren sich heterotroph
Körper homonom segmentiert (geringelt) (Metamerie), wobei jedes Segment
(Metamer) mit je einem Paar Coelomsäcken (außer Kopf und Hinterende) ausgestattet
und durch ein Dissepiment vom nächsten Segment getrennt ist
Hat Vorder- und Hinterende
Einschichtige Epidermis (schleimig) mit dünner Cuticula
Polycheata haben stummelförmige metamer angeordnete Parapodien, die zur
Fortbewegung dienen, Regenwürmer haben Reste von Parapodien => ventrale und
laterale Borsten in Borstentaschen, können ausgefahren und zurückgezogen werden,
die Fortbewegung findet in Wellen statt (Verdickung: Längsmuskulatur kontrahiert,
Ringmuskulatur entspannt, Borsten ausgefahren; dünner Bereich: Längsmuskulatur
entspannt, Ringmuskulatur kontrahiert, Borsten eingefahren)
Regenwürmer erste, die den Landgang gewagt haben (siehe „Was ist wichtig für einen
Landgang“)
Haben Strickleiternervensystem mit einem als Gehirn fungierendem
Oberschlundganglion, des weiteren Längsverbindungen nach hinten zum
Schlundkonnektiv und Verbindungen im Unterschlundganglion
Haben geschlossenes Blutgefäßsystem und Lateralherzen, die in den Segmenten
liegen. Das größte Herz liegt dorsal, es gibt aber auch ein viel kleineres Ventralgefäß.
Als Blutfarbstoff dient Hämoglobin und in Ausnahmefällen Hamucuorin, das Blut
verläuft zuerst nach vorn zum Prostomium hin, dann in die Lateralherzen zum
Bauchgefäß und zurück.
Sauerstoff wird über die Haut aufgenommen, gelangt in Kapillaren und wird dann an
Hämoglobin gebunden
Haben Mundöffnung am Prostomium (Nahrung geht über Mundöffnung in den
Pharynx (Schlund) und wandert weiter über den Oesophagus (Speiseröhre) und
Kalksäckchen in den Kropf, wo sie mechanisch zerkleinert wird. Der Rest der
Verdauung verläuft im Muskelmagen und im Mitteldarm (hat Einsenkungen (=
Typhlosils, dienen der Oberflächenvergrößerung) und Chloragogzellen*),
unverdauliche Stoffe werden über den After ausgeschieden), der stets einen After
aufweißt
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Als Exkretionsorgane dienen Metanephridien, wobei zwei pro Segment zu finden sind,
die Flüssigkeit zur Exkretion kommt aus dem Coelom, die Kanäle der Metanephridien
findet man vor den Dissepimenten
Haben Clitellum zw. dem 32 und 37 Körpersegment, diese Verdickung ist wichtig bei
der Fortpflanzung, Bildung der Schleimscheide und Abscheidung des Kokons
Haben flüssigkeitsgefüllte sekundäre Leibeshöhle (= echtes Coelom*), die zusammen
mit der Ring- und Längsmuskulatur das hydrostatische Skelett bilden
Überwinterung in bis zu 2m Tiefe, Trockenstarre im Sommer
Bei marinen Arten als typische Lavenform Trochophoralarve
Coelom
1)
2)
3)
4)
Flüssigkeitsgefüllter Raum, pro Segment rechter und linker Coelom-Sack
Coelom-Räume mit Coelom-Epithel gebildet (= Derivat des Mesoderms)
In Coelom-Flüssigkeit Abfallstoffe abgegeben
Coelom-Säcke bilden Widerlager zur antagonistisch arbeitenden Muskulatur
An den Stellen, wo Coelom-Säcke zusammenstoßen finden sich Wände.
Chloragogzellen im Mitteldarm
1) „Leber“ des Wurmes, Speicherung von Fett und synthetisiertem Glykogen
2) Abbau der aufgenommenen Proteine => entstehender Ammoniak wird zu Harnstoff
oder Harnsäure verarbeitet
3) Wichtig für Synthese des Hämoglobins
4) Entsorgung alter Chloragogzellen, gehen erstmal in Coelom-Raum und werden dann
entsorgt.
Lumbricus terrestris
Abteilung: Bilateria
U. Abteilung: Protostomia
Stamm: Annelida (Ringelwürmer)
Klasse: Clitellata (Gürtelwürmer)
Ordnung: Oligocheata (Wenigborster)
Familie: Lumbricidae
Gattung und Art: Lumbricus terrestris (Regenwurm)
a) Unterschied Prostomium (Vorderende) – Pygidium (Hinterende) und Bauch(ventral) bzw. Rückseite (dorsal)?
Der Regenwurm bewegt sich in Richtung des Kopfpols, welcher im Vergleich dunkler
erscheint.
Auf der Ventralseite sind Borsten zu finden, die Folge ist, dass er sich nur auf seiner
Ventralseite fortbewegt.
b) Art der Segmentierung sowie Verhältnis der Anzahl der Segmente zur
Gesamtlänge?
Der Regenwurm ist homonom Segmentiert, d.h. er weißt eine Metamerie auf.
Länge des Wurmes ca. 16cm.
Länge des Segmentes ca. 1mm.
 ca. 160 Segmente pro Wurm.
c) In welchen Segmenten liegen die weiblichen, in welchen die männlichen
Geschlechtsöffnungen?
Die männliche Geschlechtsöffnung befindet sich im 15ten, die weibliche im 14ten Segment.
d) Über wie viele Segmente erstreckt sich das Clitellum?
Das Clitellum erstreckt sich über 6 Segmente.
e) Wie fühlt sich die Haut des Regenwurms an?
Die Haut fühlt sich feucht/schleimig an, die Ventralseite ist borstig.
f) Wie lässt sich die Fortbewegung charakterisieren?
Die Fortbewegung geschieht durch Streckung und Zusammenziehen des
Hautmuskelschlauches, man könnte sie auch als wellenförmig beschreiben.
g) Wo beginnt jeweils eine peristaltische Welle?
Am Kopfpol.
h) Sind die peristaltischen Wellen der Fortbewegung gleich oder entgegengesetzt
gerichtet?
Entgegengesetzt => Die Welle wandert zum Pygidium, der Wurm Richtung Prostomium.
i) Über wie viele Segmente erstreckt sich eine Verdünnungs- bzw.
Verdickungswelle?
Ca. 20 Segmente
j) Laufen gleichzeitig mehrere peristaltische Wellen über einen Wurm?
Es bewegen sich mehrere Wellen über den Wurm (ca. 2 Wellen)
k) Welche Segmente bewegen sich rel. zum Untergrund, die verdickten oder die
gestreckten?
Die gestreckten Segmente bewegen sich rel. zum Untergrund.
l) Wie hoch ist die Fortbewegungsgeschwindigkeit (cm/s)?
Ca. 0,7cm/s
m) Wann spürt man die Borsten, d.h. in welche Richtung zur Körperlängsachse sind
die Borsten gestellt?
Wenn man in Richtung des Kopfpoles (Prostomium) streicht.
Die Borsten sind in Richtung des Pygidiums gestellt.
n) Zahl und Anordnung der Borsten?
Die Borsten sind lateral und ventral angeordnet.
o) Versuch mit Filterpapier: Beobachtungen, Wie arbeiten die Borsten?
Das Filterpapier wandert Richtung des Pygidiums.
Die Borsten werden an den Stellen ausgefahren, an denen der Wurm verdickt ist.
An den gestreckten Stellen sind keine Borsten zu spüren.
I)
Welche systematische Stellung nehmen die Anneliden ein?
Sie gehören zu den bilateralsymmetrischen Eumetazoen, genauer zu der Unterabteilung
Protostomia.
II)
-
Durch welche Bauplan-Merkmale sind die Anneliden charakterisiert?
Metamerie (homonom segmentiert)
Echtes Coelom (sek. Leibeshöhle) vom Mesoderm gebildet (pro Segment zwei
Coelomhöhlen)
Metanephridien als Exkretionsorgane
Strickleiternervensystem (Ganglien, Kommisur und Konnektiv)
III)
Wie funktioniert die Sauerstoffaufnahme?
Geschieht durch Hautatmung
IV)
Wie funktioniert die Nahrungsaufnahme?
Geschieht über Mundöffnung am Prostomium
V)
Wie funktioniert die Verdauung?
Geschieht im Kropf => Muskelmagen => Mitteldarm
VI)
Wie funktioniert die Fortpflanzung?
Die Regenwürmer sind protandrische Zwitter => wechselseitige Begattung.
Ein Wurm liegt jeweils sein Clitellum an das Receptaculum seminis des anderen Wurmes.
Über das Clitellum werden die Schleimscheide und der Kokon ausgebildet.
1. Schritt: beide verhalten sich wie Männchen => Samenaustausch
2. Schritt: später Eireifung und Befruchtung (Schleim vom Clitellum nach vorn
abgegeben => erst Ei, dann Samen dazu)
3. Schritt: Eientwicklung
VII)
Wie funktioniert die neuronale Koordination?
Über das Strickleiternervensystem.
VIII) Fortbewegung der Anneliden?
Die Fortbewegung findet durch peristaltische Wellen statt, d.h. durch An- und Entspannen der
Ring- und Längsmuskulatur.
Weiterhin werden laterale und ventrale Borsten eingesetzt.
IX)
Begriffsdefinitionen:
Metamerie:
- homonome Segmentierung => Körper ist in gleich große, gleich gestaltete Abschnitte
gegliedert
Coelom:
- sekundäre Leibeshöhle, aus dem Mesoderm gebildet.
Hydroskelett:
- Da das Coelom flüssigkeitsgefüllt ist, wirkt es antagonistisch zur Ring- und
Längsmuskulatur der Anneliden, dieses bezeichnet man auch als Hydrokelett
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