FERNSEHTÜRME. 8.559 METER POLITIK UND ARCHITEKTUR

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INFORMATION vom 1. Oktober 2009
Frankfurt am Main
Fernsehtürme
8.559 Meter Politik und Architektur
3. Oktober 2009 – 14. März 2010, 1. OG
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main
ERÖFFNUNG: Fr, 2. Oktober 2009, um 19 Uhr
MEDIENKONFERENZ: Do, 1. Oktober 2009, um 11 Uhr,
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main
Aneignung der Architektur als Ikone der Populärkultur: Die Ausstellung
zeigt auch Fernsehturm-Souvenirs aus aller Welt
Architektur mit Ausstrahlung – eine Ausstellung im Deutschen
Architekturmuseum widmet sich der politischen und kulturellen Bedeutung von
Fernsehtürmen
Ob in Moskau, Belgrad, Berlin oder Kairo – kaum eine Stadt oder eine Nation, die sich als
fortschrittlich darstellen wollte, konnte auf den demonstrativen Bau eines Fernsehturms
verzichten. „Die Fernsehtürme, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen des
technologischen Fortschritts errichtet werden, sind im städtischen Kontext fast immer als
Symbole eines gesellschaftlichen Wandels bzw. politischer oder wirtschaftlicher Macht
gestaltet“, so die Ausstellungskuratoren Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Florian
Heilmeyer (raumtaktik, Berlin). „Kein anderer Gebäudetyp war in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts politisch so aufgeladen wie der neue Typus Fernsehturm.“
PRESSEANKÜNDIGUNG
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Frankfurt am Main, 1. 10.2009
Dabei sind die Fernsehtürme stets mehr als nur Potenzbeweise ihrer Erbauer – sie sind
ingenieurtechnisches Wagnis einerseits und Zeichen für gesellschaftlichen Wandel und
technologischen Fortschritt andererseits. Viele Türme haben einen festen Platz in der
Populärkultur ihrer Städte erobert; sie werden geliebt oder gehasst, in Firmenlogos genutzt, als
Souvenirs an Touristen verkauft oder auf Postkarten gedruckt. Bei den Fernsehtürmen geht es
um die Ausstrahlung – und sie senden nicht nur die Signale für Funk und Fernsehen.
Anschaulich wird das zum Beispiel am Berliner Fernsehturm, der zu Beginn der Ausstellung am
3. Oktober 2009 den 40. Jahrestag seiner Einweihung begeht. Der 368 Meter hohe Turm mit
seiner silbern glitzernden Kugel sollte nicht nur fortschrittliches Signal am Kreuzungspunkt der
staatsrepräsentativen Achsen im neuen Ost-Berliner Zentrum sein, sondern auch den Westteil
der Stadt deutlich überragen.
Dabei dokumentiert die weltweite Verbreitung der Türme die politische Geschichte des 20.
Jahrhunderts: Auf die Systemkonkurrenz zwischen Ost und West (mit Türmen in Stuttgart,
Kairo, Berlin, Moskau, Tashkent oder Toronto) folgte das Ringen der Global Cities um
touristische und ökonomische Anziehungskraft (in Las Vegas oder Auckland). Neue
Fernsehtürme entstehen derzeit fast ausschließlich in den aufstrebenden Staaten Asiens und im
Nahen Osten (Teheran, Jakarta, Guangzhou, Tokio und Ashgabat).
Über die Ausstellung
“Fernsehtürme – 8.559 Meter Politik und Architektur” zeigt insgesamt 25 realisierte oder
geplante Fernsehtürme in Ashgabat, Auckland, Barcelona, Bagdad, Belgrad, Berlin, Brasilia,
Guangzhou, Jakarta, Jekaterinburg, Johannesburg, Kairo, Las Vegas, Liberec, Moskau, Prag,
Riga, Shanghai, Stuttgart, Taschkent, Teheran, Tokio, Toronto und Vilnius. Noch nie zuvor
waren so viele Fernsehtürme in einer Ausstellung versammelt. Anders als in vielen anderen
Architekturausstellungen werden die Besucher im ersten Geschoss des DAM keine
Architekturmodelle, Renderings oder Konstruktionszeichnungen finden, sondern eine
Objektsammlung der Alltagskultur: Briefmarken und Postkarten, Cocktailmixer und
Käsespieße, Nachttischlampen und Schnapsflaschen, Stifte, Schneekugeln, Puzzle und Kerzen.
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Das DAM wird zum Souvenirladen, der die Vielfalt der individuellen Aneignung der (Staats-)
Architekturen dokumentiert.
Außerdem werden die Entstehungsgeschichten erzählt, denn die architektonische Form erklärt
sich bei den Türmen nur aus den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen ihrer Realisierung. Ziel der Ausstellung ist es, die Verknüpfung von
architektonischer Gestaltung und ihrer politischen Symbolik auszuloten, und das Spektrum von
militärischer Bedeutung und zivilgesellschaftlicher Aneignung aufzuzeigen.
Eine Ausstellung von raumtaktik, Berlin, kuratiert von Friedrich von Borries, Matthias Böttger
und Florian Heilmeyer.
Über den Katalog
Friedrich von Borries, Matthias Böttger, Florian Heilmeyer:
Fernsehtürme. 8.559 Meter Politik und Architektur
Mit einem Vorwort von Peter Cachola Schmal / Oliver Elser
und einem Ausblick von Rudolf Pospischil
deutsch / englisch, 272 Seiten, 125 Collagen und 125 farb.
Abbildungen, Klappenbroschur, 17 x 24 cm
ISBN: 978-3-86859-024-1
Jovis Verlag
EUR 28,- im Museum [Buchhandel dito]
Musterseiten: http://www.jovis.de/index.php?idcatside=1662&lang=1
Mit freundlicher Unterstützung von:
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Pressefotos zur Vorankündigung und für die Dauer der Ausstellung unter www.dam-online.de
29. August — 1. November 2009
M8 IN CHINA — ZEITGENÖSSISCHE CHINESISCHE ARCHITEKTEN
10. Oktober 2009 — 14. März 2010
MARTIN ELSAESSER UND DAS NEUE FRANKFURT
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BEN WILLIKENS. DAS ABENDMAHL UND DAS DAM
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