Östliche Religionen

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Die östlichen Religionen
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In der Einleitung zu den östlichen Religionen findet sich ein Hinweis auf eine allen Menschen
gemeinsame Grunderfahrung ihres Lebens, die jeden Menschen irgendwie bedrängt und nach
einer Antwort Ausschau halten lässt. Wie ist diese menschliche Grunderfahrung beschrieben?
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In der Deutung, der Erklärung und Lösung dieser spannungsgeladenen menschlichen
Grunderfahrung gibt es große Unterschiede zwischen den Religionen, Philosophien und
Ideologien:
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Die Konzilserklärung „Nostra aetate" gibt mit einem Satz wieder, worauf die hinduistische
Befreiungshoffnung konzentriert ist - und welchen Aspekt menschlichen Unheilerlebens der
Buddhismus vorrangig im Blick hat und wovon er Befreiung erhofft.
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Wie hoch ist der Prozentsatz der Weltbevölkerung, die den religiösen Kulturen des Ostens
angehören?
Der Mensch lebt in Bedrohung, auch die
Schöpfung. Der Mensch erfährt seine individuelle
Begrenztheit, die vielerlei Arten von Leiden
hervorbringt. Er sucht nach Gott, der Wahrheit,
nach Einheit und Frieden.
Im Osten: Unpersönliches Absolutes, das der
Mensch suchen muss.
Im Westen: Freier, persönlicher Gott, der sich
offenbart
Der Hinduismus sucht Befreiung aus der Enge
und Beschränktheit unserer Lage.
Die Konzilserklärung „Nostra aetate" spricht
davon, dass sich bei allen Völkern aller Zeiten
„eine gewisse Wahrnehmung jener verborgenen
Macht, die im Lauf der Welt und in den
Ereignissen des menschlichen Lebens
gegenwärtig ist“ findet.
45 %, das sind ungefähr 2,7 Milliarden Menschen.
Hinduismus
Auf welche Schriften gründet der Hinduismus?
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Ordnen Sie diese Schriften den „Drei Wegen hinduistischer
Befreiung" zu.
Wie heißt das eine Göttliche, das Absolute, die einzige
Wirklichkeit, der Urgrund der Welt?
Wie versucht der Hindu das Dasein der Welt zu erklären?
- Die Veden (Wissen).
- Die Upanischaden (geheime Mitteilungen)
- Die Bhagavad Gita (Lied des Erhabenen)
- Die Veden – Weg des Opfers und der Magie
- Die Upanischaden – Weg der Erkenntnis
- Die Bhagavad Gita – Weg der Hingabe
Brahman als höchste kosmische Macht.
Der Urgrund der Welt ist Brahman, der in seinem natürlich-notwendigen
Entfaltungsdrang die Welt hervorbringt (Emanation).
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Wie heißen die drei Hochgottheiten, die von vielen Gläubigen als
persönliche Götter verehrt werden? Welche Prinzipien verkörpern
sie im hinduistischen Befreiungssystem? Wie werden sie als
„Dreieinigkeit" (Trimurti) dargestellt?
Das hinduistische Gottesbild weist verschiedenste Züge auf. Was
wissen Sie darüber?
Um den Menschen zu helfen, steigen diese Hochgottheiten immer
wieder auf die Erde herab. Wie werden diese genannt und worin
besteht ihre Hilfe?
Nenne die bekannteste Verkörperung Vishnus? Welche Schrift
beinhaltet seine Botschaft?
Wie heißt der „Wesensgrund aller Dinge"? Und welche
Bezeichnung wird dem Wesensgrund gegeben, wenn von einem
Menschen die Rede ist?
Ist der Wesensgrund (im Menschen) mit der individuellen Seele
des Menschen gleich-zusetzten? Was wird über den Wesensgrund
ausgesagt?
Welche Rolle kommt der individuellen Seele zu?
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11b Was will das Karmagesetz erklären? Welche Last und welche
Hoffnung verbindet sich mit diesem Gesetz?
12 Wie kann die Kastenordnung verstanden werden, womit
rechtfertigt sich diese Ordnung?
Das gesamte Lehrgebäude des Hinduismus ist durch ein Wort
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- Brahma (Weltschöpfer)
- Vishnu (Welterhalter)
3 Wirkprinzipen (Trimurti)
- Shiva (Weltzerstörer)
Dargestellt als ein Körper, aus dem drei Köpfe wachsen.
Monotheistische und polytheistische Züge: Das eine Göttliche zeigt sich in
vielen Gottheiten.
Transzendente und pantheistische Züge: Das eine Göttliche übersteigt die Welt
und ist doch gleichzeitig die Welt.
Unpersönliche und persönliche Züge: Persönliche Gottheiten sind selbst in den
ewigen zyklischen Weltprozess eingebunden.
Avataras richten die göttliche Ordnung in Recht, Moral und Kult wieder auf.
Helfen den Menschen auf dem Weg der Erleuchtung.
Krishna stellt sich in der Bhagavad Gita als die höchste Persönlichkeit Gottes
dar, als die 8. Manifestation Vishnus.
Eine weitere bekannte Götterdarstellung ist der auf dem „Dämon der
Unwissenheit und Blindheit“ tanzende Shiva, mit vier Armen und mit einer
Feuer-Aureole umgeben.
Brahman durchdringt als Atman alle Erscheinungsformen.
Nein, das eigentliche Selbst unterliegt keinerlei Beschränkungen und ist
ungeschaffen und ewig. Das eigentliche Selbst ist infolge der ursprünglichen
Unwissenheit in diese Erscheinungswelt gefallen und hat seine Identität mit dem
Absoluten vergessen.
Die Seele ist nur hinweisendes Zeichen für die Gegenwart des eigentlichen
Selbst und gilt als Mittel, mit dessen Hilfe das selbst von einem Körper zum
anderen überwechselt.
Jede Geburt ist die Folge der Taten der vorausgehenden Existenz. Jeder hat es
sich selbst zuzuschreiben, wo immer er hineingeboren wird.
Die Kastenordnung ist die systematische Verfestigung der Akzeptanz der
karmabedingten Geburt.
Dharma bedeutet Gesetz und Halt, umfasst und regelt das ganze Leben des
Hindu. Das Gesetz der Ordnung.
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Wer am Endpunkt radikaler Verinnerlichung angekommen ist, tut
dies in einem sehr bekannt gewordenen Ausruf kund ...
Beschreiben sie den populärsten Weg hinduistischer Frömmigkeit?
Worauf ist die „bescheidene Hoffnung" dieser Gläubigen
gerichtet?
Tat tvam asi – Das bist Du, Ich bin Du / Es!
Weg der Verehrung / Hingabe.
Bhakti-Frömmigkeit seit 700 v.Chr. Der Gläubige richtet seine Verehrung auf
die personalen Gottheiten Vishnu, Shiva und den menschlichen Herabkünften,
den Avataras. Wer sich ihnen ganz hingibt, dem wird die Last des Karma
gemildert und eine bessere Wiedergeburt geschenkt.
Was bedeutet das Wort „Yoga"? Welche Konsequenz hat Yoga als Yoga heißt Vereinigung, Verbindung, mit dem Absoluten. Ziel = Weisheit
Weg hinduistischer Erleuchtung im Blick auf die individuelle
(Rajna) Das letzte Ziel des Yoga ist die Konzentration auf das dem Menschen
menschliche Person?
innewohnende Absolute durch Loslösung und Abtrennung aller
leidenschaftlichen und aller individuellen Kategorien! Der Hindu sieht in der
Individualität des Menschen das Trennende zwischen dem Göttlichen und dem
Menschen.
Welche Lösung für die Überwindung des Bösen in der Welt bietet Urwurzel des Bösen ist die Unwissenheit (Mangel an Wissen) des Menschen in
der Hinduismus an?
Religiösen, um sich selbst, Gott und die Welt. Mit Wissen löst sich das Böse auf
und zieht keinerlei bleibenden Konsequenzen nach sich.
Nenne die vier allgemeinen sittlichen Verpflichtungen.
- Gewaltlosigkeit
- Wahrheitssuche
- Nicht stehlen
- Selbstbeherrschung
Das Leben eines gläubigen Hindu durchläuft vier Stadien.
1. Grundausbildung: Das erste Viertel seines Lebens soll der Mensch bei einem
Beschreiben Sie die einzelnen Stadien.
Guru/Lehrer verbringen, lernt die Religion und lebt enthaltsam.
2. Ehe- und Familienleben: Er heiratet, gründet Familie, befasst sich mit
irdischen Gütern, setzt sich für das Gemeinwohl ein.
3. Rückzug: Beginnt mit der Geburt des ersten Enkels. Tiefere religiöse
Besinnung.
4. Loslösung: Wird zum Einsiedler, löst sich vom Irdischen, um mit dem
Göttlichen eins zu werden. Vorbereitung auf den Tod.
Das zyklische Weltbild des Hinduismus ist im 20. Jh. durch eine
Mahatma Gandhi, 1869-1948, hat die Befreiung nicht mehr als weltabgewandtes
berühmt gewordene
und individuelles Ereignis verstanden, sondern für die politische Unabhängigkeit
Persönlichkeit aufgebrochen worden. Wie heißt diese Person und
Indiens gekämpft. Dies sei nur sinnvoll bei gleichzeitiger Errichtung des
was war das Neue?
„Gottesreiches“ durch persönliche Bekehrung in Form von Selbstbeherrschung,
frei werden von Lastern wie Gier, Zorn, Habsucht.
Werfen Sie einen Blick auf die weitere Entwicklung (Sri
Evolutionistische Strömungen. Aufsteigende Evolution von unbelebter Materie
Aurobindo, Maharashi Yoga, Ramakrishna-Mission,
bis zum Übermenschen. Wenn der Mensch zu schwach ist, sich selbst zu erlösen,
hinduistischer Nationalismus).
so ist das die eigentliche Sünde.
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Fassen Sie die hinduistischen Heilsziele jeweils durch einen
Kurzbeschreibung zusammen (Kap. XIII.).
- Individueller Auszug aus Zeit und Geschichte
- das Ghandi´sche Konzept: ein auf induviduelle Selbstbeherrschung und
Dharma (Gesetz und Ordnung) gegründetes Gottesreich
- Weltweite Aufrichtung des göttlich-hinduistischen Dharma
- Idee einer spirituell-kollektiven Evolution: utopische Vision eines
„Übermenschen“
Buddhismus
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Wie heißt der Gründer des Buddhismus mit seinem bürgerlichen
Namen? Wann hat er gelebt?
Nenne einige Schriften des Buddhismus?
Gautam Siddharta, 560-480 v.Chr.
Er selbst hat keine Schriften hinterlassen. Es gibt die Lehrreden des Buddha,
Regeln für Mönche und Laien, philosophische Fragestellung, geschrieben etwa
100 v. Chr.
Welche Erfahrung hat Buddha so tief getroffen, dass er darauf sein Begegnung mit einem armen, aber glücklichen Wandermönch. So suchte er
ganzes weiteres Suchen konzentriert hat?
selbst nach der Erlösung vom Leiden.
Nenne die Hauptinhalte der „Erkenntnis" Buddhas?
Die Erlösung vom Leiden besteht in der totalen Loslösung von der Welt und in
der Auflösung der eigenen Person.
Welche Kritikpunkte hat Buddha gegen den Hinduismus
Die Lehre von der Wesenlosigkeit aller Dinge widerspricht der Atman-Lehre des
vorgebracht?
Hinduismus.
Wie sieht der Buddhismus das Dasein der Welt?
Glaube an ein zyklisch-periodisch ablaufendes Weltzeitalter, Aufrichten und
Zerfallen einer kosmisch-göttlichen Ordnung (Dharma)
Was bedeutet die sogenannte „Anatman – Lehre" des
Nicht-Selbst, Nicht-Ich, Unpersönlichkeit: das Nichtvorhandensein eines
Buddhismus?
permanenten und unveränderlichen Selbsts, festen Wesenskerns oder Seele.
Was ist für Buddhisten das Leben insgesamt?
Jedes Leben ist ein rastlos vorwärtsdrängender Strom, das wird Entstehen in
Abhängigkeit genannt.
Was steht am Anfang jeder menschlichen Existenz?
Unwissenheit. Ursache: Daseinsdurst.
Weil sich an seinem Anfang „Reste des Anhaftens ans Leben“ finden, die sich
wieder verkörpern müssen. Am Anfang jeder menschlichen Existenz steht – wie
im Hinduismus – eine geheimnisvolle, anfanglose und doch auch unverschuldete
Unwissenheit. Hier hat die falsche Anhänglichkeit (Daseinsdurst) ihre Ursache.
Wodurch wird das „Rad der Wiedergeburt" in Gang gehalten? Wie Durch den Daseinsdurst. Samsara.
lautet das Sanskritwort für „Rad der Wiedergeburt?
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Beschreiben Sie die „Vier Stufen der Versenkung".
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Nenne die drei Grundübel? Was versteht der Buddhist unter
„Verblendung"?
Warum zählt auch der Rausch zu den Grundübeln? - Davon ist in
den 10 Geboten nicht die Rede!
Worin sieht der Buddhismus das größte Übel?
Was kann über das Nirwana gesagt werden?
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Nennen Sie die drei „Fahrzeuge" buddhistischer Befreiung?
Beschreiben Sie diese Richtungen kurz.
Wie heißt der „Heilige" des Hinayana – Buddhismus und wodurch
ist seine Heiligkeit bestimmt?
1. Beruhigung und Unterdrückung der Leidenschaften
2. Konzentration des Geistes, der seine innere Einheit durch Beseitigung der
Denkinhalte und der Überlegungen erlangt
3. Überwindung jeder konkreten Empfindung
4. Verschwinden des Körperbewusstseins und des Wohlbehagens. Am Ende
bleibt nur noch das reine Erkennen, das inhaltsleere Bewusstsein
Verblendung, Gier, Hass
Verblendung ist die Dummheit, in einer falschen Anschauung der Welt zu
verharren, daraus entspringt notwendig Gier und Hass.
Da sich im Rausch die Sehnsucht nach Leben kundtut.
Im Daseinsdurst.
Nirwana bedeutet „Verwehen, Erlöschen“. Wenn der Daseinsdurst, die
Unwissenheit, die Leidenschaften vernichtet sind, ist die Last der Wiedergeburt
beseitigt, das Ende der Leiden ist erreicht. Über das Nirwana können keine
positiven Aussagen gemacht werden.
Kleines Fahrzeug: Älteste Richtung, nur für Mönche: Die Befreiung und
Erleuchtung ist Sache des Menschen!
a) Askese, Meditation und Versenkung zu radikaler Vernichtung des
Daseinsdurstes.
b) Hilfen und Spenden für die Mönche und Klöster. So Karma und Wiedergeburt
besser.
Großes Fahrzeug: Für Laien und Mönche, etwa um Christi Geburt entstanden.
Befreiung geschieht:
a) der Erleuchtete realisiert die Buddha-Natur als Leerheit in allem
b) dem Unerleuchteten wird durch die „Verdienste“ der Bodhisattvas das Karma
erleichtert und eine bessere Wiedergeburt möglich. Dasselbe bewirken die
himmlischen Bodhisattvas, denen Verehrung und Opfer dargebracht werden.
Diamantenes oder tantrisches Fahrzeug: etwa 700 n.Chr. entstanden. Der
schnellste und leichteste Heilsweg ist der Weg der Magie und des Rituals.
Geheime Einsichten und das Erlangen von magischen Wunderkräften wird
angestrebt.
Arhat; er hat sein individuelles Heilsziel erreicht.
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Was ist ein Bodhisattva? Welcher buddhistischen Richtung gehört
er an? Was bedeutet dieses Wort? Und welche Art von Hilfe bietet
er an?
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Die Haupttugenden des Buddhismus sind Güte und Mitleid (maitri
und karuna). Worin wird das Ziel dieser Tugenden gesehen?
Welche kritische Anfrage ist hier vorzubringen?
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Welchem Ziel dienen Mantras und Mandalas in letzter
Konsequenz?
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Bodhisattvas sind Menschen, die aufgrund eines entsprechenden
Bewusstseinszustandes freiwillig geloben, im Rad der Wiedergeburt zu bleiben
und nicht eher ins Nirvana einzugehen, bis alle Wesen vom Geburtenkreislauf
und somit vom Leiden befreit sind. Er gehört dem Großen Fahrzeug an. Das
Wort heißt spirituelles Erwachen und Wesen.
Das Ziel seiner Hilfe ist Erkenntniserwerb im Sinne einer
Bewusstseinsumbildung in Richtung totaler Entgrenzung. Bei der
Leidverhinderungen werden teils auch unmoralische Handlungen angewendet,
denn alle Gesetze und Ordnungen seien nur Hilfsmittel zur Befreiung vom
Leiden.
Sie dienen der Befreiung, der Reinigung von jeglichem Denken.
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Der tantrische Buddhismus. Dazu kommen die alten Götter und Dämonen und
die magischen Rituale der tibetischen Bon-Religion. Der 14. Dalai Lama, Tenzin
Gyatso, hat höchste Lehrautorität und ist oft auch politischer Herrscher.
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Der tibetische Buddhismus: Welche Befreiungswege (Fahrzeuge)
sind für diesen Buddhismus bestimmend? Welche religiösen
Einflüsse kommen noch hinzu? Wie heißt das geistliche
Oberhaupt heute? Warum kommt ihm so große Autorität zu?
Wie heißt die plötzliche Durchbruchserfahrung im ZenBuddhismus, die die Leerheit (Buddha-Natur) in allem und in sich
selbst wahrnimmt und realisiert?
Im Yoga gibt es für die Aufhebung des Unterschieds zwischen
Objekt und Subjekt (restlose Einheitserfahrung) ebenfalls ein
solches Wort. Dessen Wortbedeutung drückt die absolute
Fixierung des Geistes auf den betrachteten Gegenstand aus. Wie
heißt dieses Wort?
Welche Worte werden für die Leerheit (sunyata), welche die
einzige Realität ist, noch verwendet?
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Die Wesensbestimmung allen Seins als Leerheit macht den Dialog
mit dem Buddhismus schwierig, warum?
Die „Doppelte Wahrheit" macht es möglich, alle religiösen Riten und Lehren zu
relativieren und umzudeuten. Erleuchtete sehen die höheren Wahrheiten.
Unterscheidende Begriffsbildung ist das Produkt von Durst und Anhaften. Keine
Definition vermag die Natur eines Dinges zu erfassen.
Der Buddhismus vermag keinen tragfesten Grund für ein echtes
zwischenmenschliches Verhältnis der Liebe zu bieten.
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Satori.
Samadhi.
Buddha-Natur, Nirvana, Satori
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Die Wesenlosigkeit aller Dinge und Menschen (Sunyata) kann kein Fundament
sein zur Wahrung der Würde eines jeden Menschen.
Die Gleichheit aller Menschen in der Leerheit steht der christlichen Lehre von
der Gleichheit aller Menschen mit ewigem Wert diametral gegenüber.
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Vergleichen Sie das buddhistische Konzept der Leidbewältigung
mit der christlichen Antwort auf das Leiden des Menschen.
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Der Buddhismus betont die Gleichheit aller Menschen (entgegen
dem hinduistischen Kastensystem). Worauf ist diese Gleichheit
gegründet? Worauf gründet die jüdisch-christliche Tradition die
Gleichheit aller Menschen?
Eine Liebe ohne Leiden kann nicht die Person des anderen meinen. In der
Leidverhinderung bietet der Buddhismus eine Alternative zum christlichen
Kreuztragen an.
Der Christ sieht im Leiden die Folgen der Sünde. Er will täglich sein Kreuz auf
sich nehmen und Jesus nachfolgen. Er will dem leidenden Mitmenschen helfen:
„Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Der
Wert des Leidens ist Abtragen von eigener und fremder Schuld. Ich ergänze in
meinem Leiden, was an den Leiden Christi noch fehlt. Aus Liebe für den
anderen leiden.
Die Individualität ist vorläufig, der Leib hat keine Heilsbedeutung, nur eine
vorübergehende funktionale Bedeutung.
Jeder Mensch ist vom Schöpfer ins Dasein gerufen worden. Ihr alle seid Brüder.
Wir sind Kinder Gottes.
Buddhismus und Hinduismus gehen von einer „ursprünglichen oder
uranfänglichen Unwissenheit" aus, die am Beginn eines jeden Menschenlebens
steht. Versuchen Sie, diesen „Fall des Menschen" mit dem jüdisch-christlichen
Sündenfall zu vergleichen.
Der Böse ist ein gefallener Engel, ein Geschöpf Gottes, der aus freiem Willen
sich gegen Gott entscheidet. Er will die Menschen verführen, sich ebenfalls
gegen Gott zu entscheiden.
Ohne Daseinsdurst würde das Leiden beendet, die Wiedergeburt beendet.
Diese Religionen sehen in der Begierlichkeit (Daseinsdurst) des
Menschen das Grundübel menschlichen Lebens. Die
Problematisierung menschlicher Begierlichkeit ist radikal gemeint!
Warum?
Die Befreiung von der Begierlichkeit verlangt eine totale
Nicht-erreichen, Nicht-behaupten, Auf nichts-verlassen.
Loslösung! Was heißt das? Was ist dazu aus christlicher Sicht zu
Ein Boddhisattva kennt letztlich keine tätig helfende oder auch nur mittragende
sagen?
Nächstenliebe. Er will sich nicht belasten mit der konkreten Not eines
Menschen, sondern er will ihm helfen, die Not geistig zu übersteigen, um leidlos
leben zu können.
Jesus: Bemüht euch mit ganzer Kraft, in das Himmelreich zu gelangen. Was ihr
dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
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Mantras sind spirituelle Programme, die dem jeweiligen
individuellen Stand des Bewusstseins entsprechen. Welches
Mantra drückt den Weg der Befreiung vom Leiden ganz allgemein
und besonders deutlich aus?
Mandala-Meditation. Oder auch die Rezitation von „Om mani padme hum“.
Chinesische Religionen
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Nennen Sie die beiden bedeutendsten Bücher dieser Religionen.
In China werden „drei Heilige" verehrt, wie heißen sie?
Geben Sie eine kurze Charakteristik konfuzianischer Ethik.
Was können Sie über Tao und Yin/Yang sagen?
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Wie wird die kosmische Energie, die als Lebensenergie in allem
fließt, genannt? Was soll mit der bewussten Lenkung der
Lebensenergie, die in den Meridianen fließt, erreicht werden?
Wie kann die „Harmonie" mit dem Tao erreicht werden?
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Woraus besteht die Welt?
Was versteht man unter einem animistischen Weltbild?
Welche spirituellen Aspekte wurden vom Buddhismus
übernommen?
Wie wird hier Krankheit gedeutet, was signalisiert Krankheit?
Welches sind die Heilsziele chinesischer Religionen?
I-Ging und Tao-te-king
Buddha, Lao-Tse, Konfuzius
Optimistischer Glaube an die Kraft des guten Willens. Gesellschaftliche Normen
einhalten. Sittliche Schlechte durch Vorbild überzeugen.
Inbegriff der in der Welt wirkenden Kräfte. Der ganze Kosmos besteht aus dem
Zusammenspiel zweier Kräfte: Yin = weiblich, dunkel, passiv. Yang = männlich,
licht, aktiv. Stets ist eine Spur des einen im anderen enthalten.
Chi. Durch bewusste Lenkung von Chi kann der Mensch im Gleichgewicht,
Harmonie leben.
Der Mensch muss seinen Willen dem kosmischen Tao, dem Himmel,
unterordnen. Seine Lebensaufgabe ist es, das große Gleichgewicht von Yin und
Yang zu suchen und alles darauf auszurichten.
Aus den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Metall, Holz
Der ganze Kosmos ist von Geistwesen beseelt.
Der Glaube an Karma und Wiedergeburt, der im Nirwana endet.
Ein Ungleichgewicht der kosmischen Kräfte von Yin und Yang.
Ein Gleichgewicht der polaren Kräfte finden, am besten durch „aktives
Nichthandeln“.
Der „künftige Buddha", Buddha Maitreya, der als „Messias"
Strahlend von Lebenslust und feist, mit lachendem Gesicht und entblößtem
erscheinen soll, wie wird er dargestellt?
Bauch sitzt er auf einem Thron, in der einen Hand einen Beutel mit den Keimen
aller vergangenen Welten und in der anderen eine Perlenkette.
Die Absichtslosigkeit der natürlichen Abläufe bildet ein
Wie das Wasser alle Hindernisse überwindet, obwohl es weich und nachgiebig
Anschauungsbild für die ethische Haltung des Menschen, das als
ist. So absichtslos sein wie die Natur.
„aktives Nichthandeln" (wu-wei) bezeichnet wird. Was können Sie Jesus: Bemüht euch mit ganzer Kraft, in das Himmelreich zu gelangen. Was ihr
dazu sagen?
dem Geringsten meiner Brüder nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan.
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Worin wird die Herausforderung der Zukunft bestehen im Blick
auf die Begründung der Ethik in diesen Religionen? Versuche
diese Frage aus den Kapiteln über die Ethik und den
Dialoganregungen zu beantworten.
Im Buddhismus ist das Leiden verursacht durch irriges Anhaften an konkreten
Dingen und Menschen, die vergänglich sind. Die Unheilstiefe des menschlichen
Daseins sieht er darin, zum Leiden verurteilt zu sein. Ziel ist die Aufhebung des
Menschen im Nirwana.
Der Christ soll seine geschöpflich gewollte Begrenzung annehmen.
Christen können ihr Heil nur teilweise selbst erreichen, den größeren Teil hat
Christus im geschichtlichen Ereignis von Golgotha übernommen. Der Mensch
kann nicht absichtslos sein, sondern hat eine besondere Verantwortung. Er ist
zum ewigen Leben mit Gott berufen.
Das Kapitel: „Versuch einer Gegenüberstellung" zum Christentum bildet einen
hilfreichen Überblick zum Prüfungsgespräch.
Judentum
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Wie kam es zum Begriff „Juden", und was ist damit
ausgesagt?
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Nennen Sie die religiösen und geschichtlichen Wurzeln des
jüdischen Glaubens.
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Die Gotteserfahrung Abrahams nach biblischem Bericht
(Kap. I): Wie offenbart sich Gott Abraham, welche
Aspekte einer Erkenntnis Gottes leuchten hier auf?
Wo fand der eigentliche Stiftungsakt der jüdischen
Religion statt?
Wie lautet der traditionelle Erwählungsglaube der Juden?
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Wie lautet das Hauptgebet, und wo ist es in der Hl. Schrift
zu finden?
Aus der Spaltung in das Nordreich Israel und das Südreich Juda. Das Nordreich wurde
vernichtet, das Südreich mit der Hauptstadt Jerusalem bestand weiter. So bildet sich um
300 v.Chr. der Begriff „Juden“ heraus.
Abraham als Stammvater des jüdischen Volkes. Nachkommen der Patriarchen
Abraham, Isaak und Jakob. Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter abstammt oder
formell zum Judentum konvertiert ist. Eine Religions- und Volksgemeinschaft.
Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und
von deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich bin Gott der
Allmächtige. Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern.
Am Sinai.
Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen. Das
ist mein Bund zwischen mir und euch, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter
euch, muss beschnitten werden.
Die grundlegenden Ereignisse waren
- der Auszug aus Ägypten
- der Bund am Berg Sinai
- die Landnahme
Höre Israel! Jahwe, unser Gott ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (Dtn 6,4-9)
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Was lässt sich aus dem Aufbau, der Reihenfolge der
Gebote und deren Inhalt erkennen?
Nennen Sie Namen für Gott. Welche Bedeutung haben
diese Namen?
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Das Judentum ist wesentlich eine Geschichtsreligion und
kein Mythos! Was können Sie dazu sagen?
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Wie versteht ein gläubiger Jude Sünde?
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Welche Entwicklung hat der Zusammenhang von Sünde
und Leid im Judentum genommen?
Die Geschichte des Volkes Gottes ist gekennzeichnet durch
Aufruhr und Abfall gegen Gott und seine Gebot, aber auch
eine Geschichte von Umkehr, Reue und Sühne. Wie lautet
die Botschaft Gottes, welche die Propheten in
„aussichtslosen" Zeiten zu verkünden hatten?
Nennen Sie einige Punkte, wie Judentum und Christentum
zu einander stehen (das Kapitel IV).
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Die „Einwohnung Gottes unter seinem Volk" wird
Schechina genannt. Was wissen Sie darüber?
Wie heißt das jüdische Bet- und Versammlungshaus?
Welcher Tag ist der jüdische „Sonntag"? Warum wird
dieser Tag geheiligt, woran wird an diesem Tag gedacht?
Nennen Sie die vier Festgeheimnisse des Pessachfestes.
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Wann feiern die Juden Neujahr? Welche Bedeutung hat
dieser Tag?
Die 10 Gebote zeigen einen inneren Zusammenhang auf zwischen der Gottesverehrung
und der Nächstenliebe.
Elohim: der höchste Gott.
Jahwe: Der, der ist.
El-Schaddai: Gott, der Allmächtige.
Adonai: Herr
Der Glaube Israels ist durchwirkt von der Hoffnung auf das beständige Wirken Gottes
in seiner Geschichte. Im Kult Israels wird immer konkreter geschichtlicher Ereignisse
gedacht.
Aufruhr gegen Gott
Eine Geschichte des Abfalls. Die Propheten haben ermahnt und getröstet.
Gott bleibt seinem Volk treu. Er erzieht, prüft, läutert, führt und schützt es.
Das Verbindende: Die Juden sind unsere älteren Brüder im Glauben, und wir sind
verbunden durch die Heilige Schrift. Der Eingottglaube. Das Geheimnis des Bösen und
die Ursachen des Leidens. Das Heil kommt von Gott. Das Endgericht. Der Mensch als
krönendes Geschöpf Gottes.
Uns trennt Jesus von Nazareth, sein Sühnetod, die Dreifaltigkeit, die Auferstehung
Zuerst wohnte Gott im Zelt mit der Bundeslade mitten im Volk. Für den Gottesdienst
sind heute mindestens 10 Männer notwendig, dann ist Gott gegenwärtig.
Synagoge.
Sabbat. Gott ruhte am siebten Tag der Schöpfung und erklärte ihn für heilig.
- Die Erschaffung der Welt
- Die Geburt Isaaks und seine Verschonung am Opferaltar
- Der Auszug aus Ägypten
- Die messianische Enderlösung
Am ersten oder zweiten Tischri (Sept./Okt.), der Geburtstag der Welt und der Tag des
Endgerichts.
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Wie heißt der jüdische „Karfreitag"? Wann wird dieser
Versöhnungstag gehalten? Wie ist dieser Tag – nach dem
Buch Levitikus (Lev 16) rituell gefeiert worden?
Am christlichen Weihnachtstag feiern die Juden ein Fest.
Wie heißt es und worauf geht dieses Fest zurück?
Die Beschneidung als Zeichen des Bundes Gottes mit
seinem Volk – was wissen Sie darüber?
Was kann der Begriff „Tora" bezeichnen?
Wie heißt das Hauptwerk der jüdischen Tradition
(Auslegung der Tora) und des jüdischen Religionsgesetzes
(„Kirchenrecht")?
Wie nennen sie die Heilige Schrift?
Was ist der tiefere religiöse Sinn der jüdischen
Speisegesetze (Kaschrut)?
Wie bezeichnen sich die Juden, die Jesus als Messias
anerkennen, aber trotzdem Juden bleiben wollen?
Der Davidstern, das Symbol des Judentums und des Staates
Israel – was drückt dieser Stern aus?
Was wissen Sie über die jüdische Zeitrechnung und den
jüdischen Kalender?
Welches Ereignis kann heute als der einigende Faktor für
alle Juden angesehen werden?
Wie hoch wird die Zahl der Juden heute geschätzt?
Der jüdisch-christliche Dialog: Was sollte hier in den Blick
genommen werden?
Yom Kippur, Tag der Versöhnung, ein Buß- und Sühnetag. Er wird 10 Tage nach
Neujahr gefeiert. Es wird der Anbetung des Goldenen Kalbs gedacht und ein
Sündenbock wurde in die Wüste geschickt.
Chanukka: „Einweihung“, das Tempelfest, am 25. Kislev, das Lichterfest dauert acht
Tage. Auslöser ist der Sieg über den Seleukidenherrscher Antiochos IV. Epiphanes 170
v.Chr.
Der männliche Nachkomme wird gleich nach der Geburt beschnitten und erhält dabei
seinen Namen. Zeichen der Zugehörigkeit zu Jahwe.
Die ganze Lehre der jüdischen Religion, oder die fünf Bücher Mose oder alle Gesetze.
Talmud und Halacha.
Tanach. Die fünf Bücher des Moses heißen Tora.
Die Achtung vor dem Tier zu erhalten.
Messianische Juden.
Das Ineinander weltlicher und göttlicher Bereiche.
Sie beginnt mit der Erschaffung der Welt, 3761 v. Chr., im Jahre 2008 befinden sie sich
also im Jahr 5769. Der Kalender richtet sich nach dem Mond. Der erste Monat Tischri
fällt auf September-Oktober.
Die systematische Vernichtung der europäischen Juden zwischen 1933 und 1945.
18 Millionen
Die Glaubenserkenntnis Abrahams. Die Tora. Der Kampf gegen das Böse muss
radikaler geführt werden, es geht dabei um den inneren Bereich des menschlichen
Denkens, Redens und Handelns. Glaube und Moral beachten in der Haltung von
Kindern Gottes. Wir sind das von Gott erwählte Volk; das ist Privileg und
Verantwortung. (Das Gewissen wollte Hitler als jüdische Erfindung abschaffen.)
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Christliche Konfessionen und Freikirchen
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a) Mit Jesus Christus kommt etwas radikal Neues in
die Welt! Inwiefern?
b) Wie zeigt sich Gott im Judentum?
c) Wie zeigt sich „Gott“ in den östlichen Religionen
(Hinduismus / Buddhismus)?
Die Religionen des Ostens erheben den Anspruch, das
Dasein, den Ursprung und das Ziel der Welt und des
Menschen zu kennen. …
Ein paar Worte zum Absolutheitsanspruch, wie ihn die
katholische Kirche erhebt.
Versuchen Sie den Begriff „Toleranz“ zu definieren,…
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Nennen Sie die großen christlichen Konfessionen.
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Wie und wann kam es zur Spaltung von Ost und West?
Was waren, bzw. sind die strittigen Punkte?
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Was bedeutet „orthodox“?
a) Die Menschwerdung GOTTES – Das persönliche erfahrbare Du Gottes. Möglichkeit
der universelle Versöhnung mit GOTT – also komplette Befreiung von Schuld – Kind –
Vater Beziehung mit unserem Schöpfer – Verheißung der jetzt erreichbaren ewigen
Glückseligkeit. Geschenkt nicht verdient.
b) Als der Schöpfergott, als der Allmächtige, Ehrfurchtgebietende, der das Gesetz
bringt, aber auch der Barmherzige, der dem Reumütigen verzeiht. Als der GOTT, der
sich dem Menschen zuwendet.
c) Er zeigt sich gar nicht, es ist der Versuch des Menschen Gott oder das was in der
Vorstellung Gott sein soll zu erreichen.
Das Gottes und Weltbild der östlichen Religionen ist so, dass durch die Notwendigkeit
der Reinkarnation es gleichgültig ist welchen Weg einer geht. Liegt er falsch kommt er
eh wieder.
Es ist ja kein miteinander gehen, sondern ein nebeneinander gehen. Jeder geht für sich
seinen Weg.
Kath. Kirche erhebt den Anspruch, eine für alle gültige und heilsrelevante Wahrheit zu
verkünden; Wahrheit wird begrifflich gemacht und für unaufgebbar angesehen, weil sie
Heilswahrheit ist.
Die Kirche ist vor Gott verpflichtet, diese Wahrheit zu verkünden, auch wenn sie dafür
angegriffen wird.
Toleranz an sich ist eine Haltung, eine Achtung vor dem Menschen und seiner
Überzeugung. Niemand ist berechtigt einem anderen seine Überzeugung aufzuzwingen.
Toleranz beinhaltet nicht, die Überzeugung eines Anderen als in sich werthaft
anzuerkennen oder auf die gleiche Stufe zu stellen wie die eigene, das wäre
Synkretismus.
- Orthodoxe Kirche
- Protestantismus – Luthertum, Schweizer Reformation: Calvinismus
- Anglikanische Staatskirche – die Reformation in England
Erste Spannungen und Schwierigkeiten schon im 4. Jht.; endgültige Trennung 1045.
- Frage nach der hierarchischen Struktur der Kirche
- Einfügung des „filioque“ in des glaubensbekenntnis
- Hinwendung Roms zum fränkischen Patriziat und Abwendung vom oströmischen
Kaiser.
Rechtgläubigkeit; rechter Lobpreis Gottes
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Die Liturgie der Ostkirche ist durch all die Jahrhunderte
hindurch nahezu gleich geblieben. Was lässt sich dazu
sagen?
Warum sind die orthodoxen Kirchenwände meist rundum
mit Ikonen bemalt?
Auf selche Säulen ist hier die Auslegung der Heiligen
Schrift gegründet?
Die größte Schwierigkeit innerhalb der Orthodoxie ist die
innere Uneinigkeit, die nicht zuletzt in ihrer
Kirchenstruktur begründet ist. Auf welcher theologische
Wahrheit beruht ihre autokephale Struktur?
In der Orthodoxie gibt es zahlreiche Nationalkirchen.
Nennen Sie einige davon. Wem untersteht die RussischOrthodoxe Kirche?
Gibt es in der Kath. Kirche „Kirchen“, die die Himmlische
Liturgie der Ostkirche feiern und die ein eigenes
Kirchenrecht dafür haben? Wie werden sie genannt?
a)Was wissen Sie über die Ursachen der Spaltungen der
Westkirche?
b)Wann war diese Spaltung?
Die Reformbewegung, die schließlich zur Spaltung der
Kirche führte, ist auf das Engste mit zwei Namen
verknüpft, wie heißen sie?
Versuchen Sie, den Bezeichnungen „protestantisch,
evangelisch, reformatorisch“ etwas zuzuordnen bzw. sie
auseinander zu halten.
Theologie der Auferstehung dominiert; Vorwegnahme der „himmlischen Liturgie“ –
weniger einer Verweltlichung unterworfen.
Man unterscheidet: Chrysostomus-Liturgie und Basilius-Liturgie
Der Eintretende findet sich inmitten des Heilsmysteriums vor. In der Ikone wird das
Dargestellte durchsichtig – auch gegenwärtig. Ikonen werden in der Haltung des
Gebetes und der Meditation gemalt. Es ist gemahlte Predigt – denn im Gottesdienst der
Orthodoxen gibt es keine Homilie.
Stützt sich auf die Kirchenväter. Anerkannt wird die Hl. Schrift und die Tradition, die
ersten 7 ökumenischen Konzilien und die Lehre der hl. Väter des Altertums.
Dreifaltigkeit – keine hierarchische Ordnung innerhalb der 3 göttlichen Personen!
14 auto-kephale Kirchen (voll selbständige): Patriarchat von Alexandrien, Jerusalem,
Konstantinopel, Antiochien; Sofia, Moskau, Bukarest, Belgrad, Tschech. Republik,…
7 autonome Kirchen (selbständig, aber einem Patriarchat zugeordnet): Frankreich,
China, Japan, Ungarn, Ukraine, Finnland, Mazedonien.
Unierte Ostkirchen oder Katholische Ostkirchen (seit 1595/96)
a) Missstände in der Kirche: Sittenverfall des Klerus, Simonie, enge Umklammerung
der Kirche durch weltliche Gönner und Feinde, Machtansprüche des Kaisers, der
Könige, die kirchliche Ämter besetzten, weltliche Verflechtungen, wechselseitige
Macht-ansprüche;
Vorrücken des Islam
Politische Machtkämpfe
Ursprüngliches Anliegen war die Freiheit der Kirche und Erneuerung des Glaubenslebens; immer mehr wurden aber Lehre und Struktur der Kirche in Frage gestellt
b) 1555 Augsburger Religionsfrieden
Martin Luther; Jean Calvin
- Reformatorisch: nimmt für sich in Anspruch, die rechtmäßig verfasste Kirche zu sein,
erneuert durch das Wort Gottes.
- Protestantisch: feierliche Protestation (Protest) der evang.-lutherischen Reichsstände
gegen die kaiserliche Religionspolitik (Verbot der lutherischen Lehre) auf dem
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Reichstag zu Speyer 1529; Gegenbegriff zu katholisch!
- Evangelisch: einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel
Versuchen Sie, etwas zur sogenannten „negativen Lehre
Der Mensch ist und bleibt Sünder. Taufe nimmt Hang zur Sünde nicht weg. Hang zur
vom Menschen“ im Protestantismus zu sagen.
Sünde (Begierlichkeit) ist bereits Sünde. Eine heiligmachende Gnade gibt es nicht. Der
Mensch kann nicht in den Stand der Gnade kommen.
Sola gratia: eine Mitwirkung im Gnadengeschehen gibt es nicht
Sola fide: Allein der Glaube bestimmt über die sittliche Qualität einer Handlung.
Lehre von der Unfreiheit des Willens im Gnadenwirken
Der Sündenfall wird in der katholischen Kirche anders
Es ist nicht ein Wesensteil der menschlichen Natur verlorengegangen,sondern der
gedeutet. Sie macht auch konkrete Aussagen darüber, was
Zustand der menschlichen Natur hat sich verschlechtert.
sich durch den Sündenfall für den Menschen verschlechtert - Harmonie zwischen Leib und Seele
hat. Was wissen Sie darüber?
- Der Mensch erleidet den leiblichen Tod
- Die Wachheit des Geistes über das menschliche Maß hinaus
- Die Kraft des entschiedenen Willens (Freiheit verwirklicht sich im Tun des Guten)
- Die Lebendigkeit und Erkenntniskraft des menschlichen Verstandes
- Der Mensch wurde anfällig für die Begierde
Luther hat eine aktive Mitwirkung des Menschen im
Prädestinatinslehre: Jeder Mensch ist durch Gottes unergründlichen Ratschluss zur
Heilsgeschehen abgelehnt aus Angst vor menschlicher
ewigen Seligkeit oder zur ewigen Verdammnis vorherbestimmt. Auserwählung zeigt
Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit. Dieses Prinzip hat sich in materiellem, politischem, gesellschaftlichem Erfolg und in sog. Heilszeichen:
Calvin dazu gebracht, eine neue Lehre einzuführen –
harte Arbeit, Askese mit hohem moralischem Anspruch
welche?
Im Calvinismus erhielt die Moral wieder eine
Prädestinationslehre führte zur Ausbildung eines strengen Moralkodex: durch
außergewöhnliche Bedeutung, warum? Was steht darüber? gottgefälliges, pflichterfülltes Leben sich des ewigen Heiles zu versichern.
Calvin hat die jeweilige Kantonsregierung über die Kirche Staatskirchenmodell
gestellt. Wie nennt man dieses Kirchenmodell, das bis
heute andauert?
Nennen Sie die fünf Prinzipien des Protestantismus.
- Solus Deus, Solus Christus - Allein Christus
- Sola fide - Allein der Glaube
- Sola gratia - Allein die Gnade
- Sola scriptura - Allein die Hl. Schrift
- Ecclesia semper reformanda - Kirche ist immer reformbedürftig
Nennen Sie die grundlegenden fünf Prinzipien des
- Glaube an den Gottmenschen Jesus Christus
Katholischen.
- Sakramentales Wesen der Kirche
- Hierarchisches Amt und „besonderes Priestertum“
- „allgemeines Priestertum“
- Maria – Urbild der Catholica
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Wie können diese Prinzipien einander zugeordnet bzw.
gegenübergestellt werden?
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Warum hat sich das „Sola scriptura-Prinzip“ als
unzureichend erwiesen?
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Was bedeutet der Begriff „katholisch“?
Was versteht man unter „innerer“ und äußerer“
Katholizität?
Das „Katholisch-Sein“ wird heute auch von anderen
christlichen Gemeinschaften beansprucht. Was will man
damit „nur“ ausdrücken?
Auf welches Wort der Schrift sind die protestantischen
Kirchen und die Abendmahlgemeinschaft gegründet?
Welches Wort der hl. Schrift begründet die katholische
Kirche?
a) Warum ist die Heiligkeit der Kirche unzerstörbar?
b) Was ist demnach richtig: „Kirche der Sünder“ oder
„sündige Kirche“?
Was ist zu sagen zu dem Satz: „Gott hat keine Hände, nur
unsere…“?
Was ist zu sagen zu den Begriffen: „Versöhnte
Verschiedenheit“ und „Einheit in der Vielheit“?
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Was bedeuten die beiden Brennpunkte katholischen
Denkens – „et-et“?
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Was befürchten da die Protestanten?
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Sola scriptura - kirchliches Lehramt
Sola gratia
- Stellung Mariens
Solus Christus - Weiheamt
Sola fide
- Sakramentenverständnis
Ecclesia semper reformanda - Verhältnis von Schrift und Tradition
Hl. Schrift als einzige Offenbarungsquelle – jede Abspaltung beruft sich auf dieses
Prinzip.
Die hl. Schrift selber ist Produkt frühchristlicher Tradition.
allumfassend, Gesamt, - nicht vereinzelt – partikulär
- innere: innere Erfülltheit von Gnade und Wahrheit für alle Menschen
- äußere: zeitliche und räumliche Unbegrenztheit
Christusbezogenheit der Kirche, Apostolizität der Lehre.
„Wo zwei oder drei in meinem Name versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“
(Mt 18,20).
„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19) – Abendmahlssaal und: Die rechte Feier
des Herrenmahls: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,24-25)
a) Weil die Kirche der konktet weiterlebende Christus ist , in der der heilige Geist wirkt.
b) Weil wir der Leib Sünder sind ist es eine „Kirche der Sünder“ Weil aber Christus das
Haupt durch den Hl: Geist in ihr gegenwärtig ist und wirkt ist sie eine „Heilige Kirche“.
„nur“: dahinter kann sich ein ideolog. Programm zur Errichtung des Reiches Gottes auf
Erden verbergen.
Häufig versteht man darunter einen Relativismus, der alles gleichwertig erscheinen läßt,
der grundlegende theologische Differenzen verschweigt oder übergeht in der Meinung:
letztlich haben ohnehin alle das gleiche Ziel.
Richtigerweise ist gemeint eine Haltung des Respekts und der Ehrfurcht und des
aufrichtigen Interesses am verschiedenen Denken und Handeln des anderen.
Das kath. „et-et“ steht dem protestantischen „sola“ gegenüber.
Gott und Welt, Gnade und Natur, Glaube und Vernunft, Wort und Sakrament, Amt und
Charisma, Schrift und Tradition. Betonung liegt immer auf dem ersten „et“. Der Mensch
kann ohne Gott nicht zum Heil kommen. Gott nimmt den Menschen ernst – Mitwirkung
des Menschen.
Sie befürchten eine Vereinnahmung Gottes und eine Anmaßung menschlicher
Göttlichkeit
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Die katholische Theologie spricht von „Seinsanalogie“,
was ist damit gemeint im Blick auf die Angst der
Protestanten?
= der Mensch ist Gott ähnlich, sodass die Schöpfung die erste Offenbarung Gottes, die
der Mensch erkennen kann, ist und vom Menschen nicht ungestraft übertreten werden
darf. Aber es gibt auch keine größere Unähnlichkeit: Q: Geschöpflichkeit des Menschen
und seine Verwundung der menschlichen Natur durch den Sündenfall.
Wie heißt die Bewegung innerhalb des Protestantismus, die Puritanismus
den Menschen und besonders seine Leiblichkeit besonders
negativ beurteilt?
Wie heißt der „mystische Zweig“ des Protestantismusdem
Pietismus
es in erster Linie um „Glaubenserfahrung“ und weniger um
Glaubenswissen geht?
Wie kam es zur Gründung der anglikanischen
Heinrich VIII. – Ehescheidung von Katharina von Aragonien – wird vom Papst nicht
Staatskirche?
gewährt. Heinrich lehnt sich gegen den Papst auf und setzt sich selbst als Oberhaupt der
englischen Staatskirche ein. Inhaltlich blieb die anglikanische Kirche vorerst
unbeeinflusst vom reformatorischen Gedankengut.
Durch sog. „Suprematsakte“ läßt sich der König vom Parlament zum Oberhaupt der
Kirche erklären.
Welcher Erzbischof hat die Ehe des Königs für ungültig
Erzbischof von Canterbury
erklärt?
Die Geistlichen mussten dem König ihre Unterordnung
Thomas Morus (Lordkanzler)
erklären, wer verweigerte den „Suprematseid“?
In welchen Bereichen steht die anglikanische Kirche der
- Anglo-katholische Richtung – High Church: Tradition, Eucharistie, bischöfliche
Katholischen nahe, wo nicht?
Ordnung
- Evang. oder evangelikale Richtung – Low Church: Hl. Schrift, Sola-Prinzipien,
Glaubenserfahrung und Geisterweckung
- Liberal-modernistische Richtung – Broad Church: Vernunft, Freiheit, Toleranz
Wem ist der anglikanische Episkopat verpflichtet?
Dem König oder Königin
Nennen Sie noch zwei anglikanische Bewegungen?
- Presbyterianer: Reformbewegung mit calvinistischer Prägung
- Oxfordbewegung: Verhinderung deiner zunehmenden Liberalisierung und
Säkularisierung durch Aufnahme kath. und apostolischer Elemente
Wie werden die Einzelgemeinden genannt, die innerhalb
Denominationen: verpflichtet zur Anerkennung der sog. 39 Artikel, die evang.-luth. und
und außerhalb der Anglikanischen Kirche entstanden sind, calvinistisch beeinflusst sind.
weil sie religiöse und rechtliche Autonomie gegenüber der
Anglikanischen Staatkirche haben wollten?
Die protestantischen Kirchen waren immer einem starken
Durch die enge Verflechtung von Kirche und Staat. Schon Luther hat Gehorsam zur
Druck der Verweltlichung in Theologie und Praxis
staatlichen Gewalt ohne Wiederstandsrecht propagiert. Da die Kirche ein weltlich Ding
ausgesetzt, warum?
ist untersteht sie auch logischer Weise der weltlichen Ordnungsmacht.
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Daraus sind zahlreiche neue Gruppierungen entstanden.
Den einen ging und geht die Verweltlichung zu weit, den
anderen zu wenig weit. Immer wieder entstehen neue
Freikirchen und evangelikalen Gemeinschaften. Beispiele?
Das Wort Gottes versammelt Menschen und schafft Kirche. Das sich versammeln bringt
Kirche hervor. Weil jeder das Wort Gottes richtig auslegen kann und es trotzdem
Unterschiede gibt – gab es immer mehr Spaltungen.
Die Freikirchen
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Worin besteht der Unterschied zwischen einer Freikirche
und einer Sekte?
Freikirche:
- anerkennt die Basis des Glaubens ( Dreifaltigkeit, Jesus – menschgewordener
Gottessohn und Erlöser);
- anerkennt den ökumenischen Dialog
Sekte: Gemeinschaft, die die Basis des Glaubens verlassen hat und den ökumenischen
Dialog ablehnt.
2
Von welchen kirchlichen Gemeinschaften haben sich die
Freikirchen befreit?
- Vom Protestantismus: Altlutheraner und Altreformierte
- Vom Anglikanismus: Baptisten(Auflehnung gegen das anglikan. Staatskirchentum),
Methodisten
- Von der kath. Kirche: Altkatholiken, Deutschkatholizismus (nationalkirchliche
Bewegung)
Weil sie die Kindertaufe ablehnen und erst Jugendliche bzw. Erwachsene nach
entsprechenden Glaubenserfahrungen taufen.
- Staatliche Bindungen der bestehenden Kirchen
- Kirche als bestimmte Institution
- Innerkirchliche Unzulänglichkeiten
- Dogmatische Erstarrung
- Liberalisierung der Theologie
Anstoß zur Gründung geben charismat. Persönlichkeiten
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Die Freikirchen werden auch „Freiwilligenkirchen“
genannt, warum?
Freikirchen entstehen aus Unzufriedenheit mit einer
„bestehenden Kirche“. Nennen Sie einige Punkte der
Kritik?
Was ist zentral für die Zugehörigkeit zu einer Freikirche,
worauf gründen diese Kirchen?
Was lehnen Freikirchen durchwegs ab, im Blick auf
Kirche, Hierarchie, Amt?
Wie sind diese Kirchen demnach verfasst?
Was ist für diese Kirchen in ihrem „Kirchesein“
wesentlich? Die Gemeinde am Ort oder die ganze
kirchliche Gemeinschaft?
Predigeramt, jede hierarchische Struktur, ,eine festen liturgischen Formen; Taufe nur
nach bestimmten Glaubenserfahrungen.
Sind eine Laienkirche; biblische Verkündigung – Predigt steht im Mittelpunkt.
Die Gemeinde am Ort ist die Manifestation des einen Leibes Christi.
Kirche = ist „das organisator. Unvermeidliche“
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Nennen Sie einige Freikirchen.
Eine freikirchliche Gemeinschaft engagiert sich besonders
stark im Ökumenischen Rat der Kirchen. Sie sehen die
„eine Kirche Christi“ in der Summe aller christlichen
Kirchen. Wie heißt die Freikirche?
Eine andere große freikirchliche Gemeinschaft steht eher in
Distanz zur organisierten ökumenischen Bewegung. Wie
heißt sie und was kann als besonderes Kennzeichen gelten?
Baptisten, Methodisten, Mennoniten, Amish People
Methodisten
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Warum heißen sie so?
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Kennen Sie einen bedeutenden Vertreter dieser
Gemeinschaft?
Die Bezeichnung „Baptisten“ leitet sich vom griechischen βαπτίζειν (baptizein), was
„untertauchen“ und im übertragenen Sinne „taufen“ bedeutet, ab.
Martin Luther King
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Wie heißt die Vereinigung, die das gesamte freikirchlich
verfasste Luthertum Deutschlands umfasst?
Baptisten; antisakramentale Grundhaltung, deine verbindliche Norm des Glaubens,
keine festen liturgischen Formen;
Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
Die Einheit der Christen
1
Was sind die größten Probleme im ökumenischen Dialog?
Unterschiedliches Kirchen-, Amts- und Sakramentenverständnis
2
Was steht hinter der Verschiedenheit der Kirchen und
kirchlichen Gemeinschaften?
Es wird in ökumenischen Gesprächen gesagt, Einheit und
Konsens müssten nicht in dogmatischen Sätzen gesucht
werden. Mit welchen Sätzen soll die „Einheit“ erzielt
werden?
Wesensverschiedenheiten im Glauben
3
Es genüge der Glaube an das Heilshandeln Gottes in jeder Gemeinde; es käme auf das
lebendige Zeugnis an;
Frage:
 Person Jesu: Gott und Mensch?
 leibliche Auferstehung Jesu?
 Kirche – weiterführen des Heilswerkes Christi oder ist der Glaube nur innere
Erfahrung zur Glaubensbewältigung
 Jesus Christus – biblischer Mensch oder Menschenverteidiger, Mystiker und
Ausleger Gottes
 Dogma: Kundgabe übernatürlichen Heils und Lebens oder nur Antwort auf
irdische Lebensfragen des Menschen?
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Es gibt eine jedem Menschen mögliche
Vernunfterkenntnis, die für einen verantworteten und
mündigen Glauben unerlässlich ist. (…) Um welche
Grunerkenntnisse handelt es sich?
Was kann gesagt werden zum Einwand: „Das steht doch
nicht in der Hl. Schrift?
Ist Glaubenswissen einfach nur Faktenwissen?
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„Dogmen seien leblose Begriffe, die einer bestimmten Zeit
und Vorstellung angehören!“ Was wissen Sie dazu zu
sagen?
Was sollte als die „Seele der ökumenischen Bewegung“
gelten?
Wie lautet das Ziel der Ökumene, wie es das jüngst
verabschiedete Dokument der Evangelischen Kirche in
Deutschland kundtut (…)?
Das Ziel der Ökumene nach katholischem Verständnis?
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Wofür sollten alle Christen mit vereinter Stimme eintreten,
gerade auch VOR dem Erreichen der vollen Einheit aller
Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften?
 Existenz Gottes
 Verbindlichkeit des Gewissens
 Freiheit des Willens für das Gute
Verbindung zwischen Vernunftwahrheit und Offenbarungswahrheit
Die Hl. Schrift selbst ist „Produkt“ frühchristlicher Tradition (sehen auch viele
Reformatoren heute so)
Glaubenswissen ist immer auch Heilswissen
Der Glaubensinhalt (Dogma) ist ein Mittel, um zum geglaubten zu gelangen: warum
und wem glaube ich?
Das Dogma gründet im Wort Christi – deshalb ist es bleibend und vermag mit der Zeit
mitzugehen, so wie Christus der lebenspendende Fels (war), der mit ihnen zog
Das Dogma vermag unseren Freiheitscharakter festzuhalten Q: Glaube ist immer
Bindung in Freiheit.
Jedes Dogma ist der Endpunkt eines gedanklichen geistigen Weges, der im gewissen
Sinne nach vorne offen ist. Es kommt aber im Dogma eine wesentliche und
unwandelbare Wahrheit und ein bestimmter Sinn zum Ausdruck.
Im Geschenk des Dogmas hat die Kirche teil an der Unwandelbarkeit Christi.
 Bekehrung des Herzens
 Persönliche Heiligung
 Öffentliches und privates Gebet
 Dienst für Kirche und Welt
Betrifft: Verständnis der Kirche: die Kirche muss Weg- und Suchgemeinschaft sein;
wahres Kirche sein beschränkt sich auf eine Predigt- und Abendmahlgemeinschaft
Volle und sichtbare Einheit
 Im Bekenntnis des einen Glaubens
 Im gleichen Verständnis der Sakramente
 In der in Christus geeinten und auf ihn begründeten hierarchischen Leitung der
Kirche



Für die Würde eines jeden Menschen
Für die Bewahrung der Schöpfung, als Schöpfung Gottes
Für Friede und Gerechtigkeit für alle Menschen und im umfassenden Sinn
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Kennen Sie das Symbol der ökumenischen Bewegung?
Bild von der Kirche als Schiff auf Meer der Welt
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Wo ist der Sitz des Weltkirchenrates?
Genf
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Wie viele Christen gibt es?
Zahl der Lutheraner?
Zahl der Reformierten?
Zahl der Anglikaner?
Zahl der Evangelikalen?
Zahl der Orthodoxen?
Zahl der Katholiken?
56 Mio
50 Mio
65 Mio
> 150 Mio
170 Mio
Hinweise:
Es fehlen die Fragen – Antworten über die Evangelikale Gemeinschaften! Siehe Skript S. 134.
Generell sind alle Prüfungsfragen ausschlaggebend! Die Schwerpunkte, sind rot unterlegt, diese auf jeden Fall wissen!
Desweiteren legt sie großen Wert auf die Fremdwörter, diese unbedingt wissen:
Samadhi = Zustand der Leidlosigkeit > Ziel im Buddhismus
Sunyata = Leerheit
Dharma = Gesetz der Ordnung
Karma = Das Gesetz der Vergeltung
Brahman = das eine Göttliche, das Absolute
Atman = das eigentliche Selbst im Körper, mit Brahman identisch (Hauch, Geist, ist wesenslos) – (beinhaltet die Schrift Bhagavad Gita)
Yoga = Vereinigung, Verbindung > Ziel: Weisheit = Prajna
Avatar = Die Verkörperung von Hochgottheiten > Helfen auf dem Weg zur Erleuchtung (Hinduismus)
Bodhisattvas = Helfen, die Grundübel zu überwinden > erleuchtetes Wesen (Buddhismus)
Samsara = Geburtenkreislauf
Nirvana = Einswerden mit dem Absoluten (auswehen, auslöschen)
Emanation = Entfaltungsdrang
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Tanach = jüdische Bibel (Septuagentia – hebräisch)
Talmud = Auslegung der Tora (vor allem der Gesetze), Ansammlung von Streitgesprächen
Tora = 5 Bücher des Mose
Halacha = jüdisches Religionsgesetz → 613 Gebote (248 Gebote, 365 Verbote - Jesus stellte die menschlichen Gebote manchmal sehr infrage, da sie oft
nichts anderes als eine Ausrede sind, damit man das eigentliche Gebot Gottes nicht einhalten muss.)
Weitere mögliche Prüfungsfragen:
Östliche Religionen
Warum gibt es überhaupt die Welt?
Welt und Mensch → gehen aus einem natürlich-notwendigen Entfaltungsdrang (Emanation) des Absoluten hervor.
Unterschied zwischen Schöpfer Gott und Brahman:
Gott hat es nicht notwendig gehabt, die Welt zu erschaffen. Er will, das was anderes sei, als er selbst. Gott hat die Welt frei erschaffen.
Ursprüngliche Unwissenheit (avidya)
Der Grund, weil der Mensch etwas nicht weiß. Mich hat eine Unwissenheit gemacht und ich bin unwissend. → Daher die Unwissenheit.
Hinduismus
sucht die Leidlosigkeit im Göttlichen
Individualität ist Hinduismus → Das „Ich“ muss weg
Wie heißen die drei Hochgottheiten, die von vielen als persönliche Götter verehrt werden? Welche Prinzipien verkörpern sie im hinduistischen
Befreiungssystem? Wie werden sie als „Dreieinigkeit“ (Trimutri) dargestellt?
Brahma – der Weltschöpfer
Vishnu – der Welterhalter
3 Wirkprinzipen (Trimurti)
Shiva – der Weltzerstörer
Sie werden dargestellt als ein Körper aus dem drei Köpfe wachsen.
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Hervorgehen
Da ist
Zugrunde gehen
3 Prinzipien des zyklischen Weltbildes. Man verehrt ein Prinzip und keine Person.
Werden als persönliche Gottheiten dargestellt.
Die Welt = Symbol des Göttlichen.
Nur das eigentliche Selbst (Atman) hat ewigen Bestand. ATMAN ist Teil des absoluten BRAHMAN.
Avatar = Abstieg (um die Menschen zu helfen)
Avataras = Helfen auf dem Weg zur Erleuchtung
Durch Verehrung (der den Weg schon vollendet hat) verbessert man sein Karma. Der Mensch erreicht durch nur abstraktes Denken die Erlösung sehr sehr
schwer. Daher eine Hilfe durch Verehrung des Avataras, der einem hilft (personale Beziehung).
Drei Wege der Befreiung:
Die Veden → Weg des Opfers und der Magie
Weg der Laien: durch Opferung an Gottheiten, Gaben an Mönchsgemeinschaften
Weg der Mönche/Priester: Geisterbeschwörung, magische Rituale
Ziel: als erstes nicht die Erleuchtung, sondern durch gute Taten eine bessere Wiedergeburt zu bekommen.
Die Unpanischaden → Weg der Erkenntnis (durch Yoga, Meditation, Rituale etc.)
Weg der Mönche
Die Bhagavad Gita → Weg der Hingabe
Weg von Laien: Emotionale Hingabe an Gottheiten
Weg von Mönchen
Die Frau ist an dem Geburtenkreislauf gebunden, sie muss bei einer Wiedergeburt ein Mann werden, denn nur ein Mann kann ins Brahman aufgehen.
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Buddhismus
(Ausleerung alles Individuellem → sucht die Leidlosigkeit nicht im Göttlichem)
Das Buddhistische Erlösungswerk ist ein psychischer Weg.
Für uns ist die Ethik ausgerichtet zum Wohl des anderen. Für Buddhisten ist die Ethik ausgerichtet für das eigene Ich → was habe ich davon, was bringt mir
das.
Nennen Sie die drei „Fahrzeuge" buddhistischer Befreiung?
Kleines Fahrzeug: Älteste Richtung, nur für Mönche
Großes Fahrzeug: Für Laien und Mönche
Diamantenes oder tantrisches Fahrzeug: Der schnellste und leichteste Heilsweg ist der Weg der Magie und des Rituals. Geheime Einsichten und das
Erlangen von magischen Wunderkräften wird angestrebt.
Höhere Selbst = Atman (=nicht die Seele!)
empirisches selbst = das bin ich (Körper, Seele, Geist)
Erlösung: Bin nicht ich, daher muss ich alles in mir überwinden und auf und in Atman mich versenken. Das kann der Mensch durch seinen Geist, ein Tier
kann das nicht. Die radikale Loslösung ist nur sehr schwer zu erreichen. Trost: Seelenwanderung: Hoffnung, da ich dies in einem Leben nicht erreichen
kann, damit ich die Schuld im nächsten Leben wieder abarbeiten kann.
Die grossen christlichen Konfessionen
Wo schlägt sich der rechte Glaube in der Orthodoxie am konzentriertesten nieder?
In der Liturgie.
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