Miasmatische Krebsbehandlung in der Homöopathie

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Miasmatische Krebsbehandlung in der Homöopathie
HP Dr. Rosina Sonnenschmidt
Die Krebserkrankungen sind der Ausdruck unseres modernen Zeitgeistes seit über hundert Jahren.
Sie sind eine moderne Seuche, die nicht ansteckend und nicht venerischer Art ist. Sie durchzieht
wie die alten Seuchen Syphilis, Gonorrhoe oder Tuberkulose alle Nationen, alle
Gesellschaftsschichten und ist rein statistisch gesehen in jeder zweiten Familie anzutreffen. Da seit
Menschengedenken immer ein Zeitgeist die passende Seuche rief, sich ein kollektives Bewusstsein
in seinen Schatten- und Lichtseiten manifestierte, gilt dies natürlich auch für die Neuzeit, genauer
für das 20. Jahrhundert. In der Homöopathie nennen wir das individuelle Bewusstsein, das sich
durch Addition und schließlich durch Potenzierung zu einem kollektiven oder epochalen
Bewusstsein entwickelt, ein Miasma (wörtlich gr.: giftige Ausdünstung). Es verwirklicht sich
immer durch beides: Schatten = Krankhaftes und Licht = Heilsames. Es gibt nicht nur eine Seite.
Das Miasma des 20. und 21. Jahrhunderts ist die so genannte „Karzinogenie“. Darunter fallen alle
Krankheiten, die destruktiv, komplex und kompliziert verlaufen wie zum Beispiel Krebs, Multiple
Sklerose, Schwerer Diabetes, AIDS, Apoplex (Hirnschlag) oder die steigende Zahl der
Autoimmunerkankungen, bei denen Blut, Gewebe, Nerven oder Knochen massiv zerstört werden1.
Alle diese Krankheiten sind gleichermaßen schwerwiegend und nicht leicht zu behandeln. Erst
wenn man das Wesen der Karzinogenie begreift, kommt man zu einer grundlegenden Erkenntnis:
einer komplizierten und komplexen Krankheit kann man nicht mit komplizierten und komplexen
Maßnahmen begegnen. Heilung verlangt Einfachheit, je einfacher desto wirksamer. Das große
Problem in der Szene der Krebsbehandlung ist die fatale Einstellung, die sehr karzinogen in ihrem
Wesen ist: Sich unter den Erfolgsdruck zu stellen, möglichst viele geheilte Krebs vorweisen zu
können, DAS Wundermittel, DIE Wundertherapie, DIE EINE Lösung gefunden zu haben. Solche
dogmatischen und intoleranten Anmaßungen durchziehen die Onkologie ebenso wie die
Ganzheitsmedizin. Wir finden sie nicht bei den anderen, nicht minder schweren karzinogenen
Krankheiten! Krebs ist seit 100 Jahren mit der Gleichung stigmatisiert worden: Krebs = unheilbar,
nur weil ein winziger Anteil der westlichen Heilkunst für sich in Anspruch nimmt zu wissen, wie
man therapiert. Und wenn das Kampfarsenal der orthodoxen Pharmamedizin nicht greift, ist alles
verloren. Nicht die pharmazeutischen Arzneien sind das Problem - sie sind unschätzbare
Akuthilfen! - sondern dass sie als Akutmittel = Ausnahme in den Rang der Regelbehandlung
erhoben wurden, ungeachtet ihrer destruktiven Nebenwirkungen.
Das Wesen der Karzinogenie
Das menschliche Bewusstsein kann alles erschaffen, alle Abirrungen und alle Grade der Schönheit
und Genialität. Jedes Miasma hat einen zentralen Wesenszug. Das Wesen der Karzinogenie ist auf
einen einfachen Nenner gebracht:
Die Ausnahme wird zur Regel gemacht.
Das verändert die Relationen. Das eindrückliche Beispiel nannte ich schon: Akutmittel werden zum
Nabel der Medizin erkoren.
Erst wenn man sich einmal auf diese Worte einlässt und seine Sinne beobachtend dafür einsetzt,
wird einem erst die gigantische Bedeutung klar. Nicht mehr zu wissen, was die Regel = das
Naturgesetz ist hat zur Folge, dass die Ausnahmen sich zu einer Hybris aufblähen. Hysterie, Unrast
und die Wahnidee, es müsse doch Abkürzungen geben, durchzieht die Karzinogenie. Sie fordert uns
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Siehe ausführlich mein Buch „Miasmen und Kultur“, soeben erschienen beim Verlag Homöopathie&Symbol in Berlin
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heraus, den Anspruch der Apparatemedizin auf unbegrenzte Machbarkeit und die Wirksamkeit der
konventionellen Behandlungsmethoden zu hinterfragen. Wir verdanken ihr aber auch die
Rückbesinnung auf die Miasmenlehre und auf einfache Behandlungskonzepte.
Tumorkrankheiten und Krebs wurde bereits von den berühmten homöopathischen Ärzten Compton
Burnett (England), Eli Jones (Amerika), Arthur Lutze (Deutschland) im 19. und 20.Jh
jahrzehntelang erstaunlich erfolgreich behandelt. Für diese ganzheitlich denkenden Ärzte war völlig
selbstverständlich, dass nicht nur eine Therapieform eine komplexe Krankheit erfolgreich
behandeln kann, sondern Ernährung, Lebenswandel, Verhalten zu beachten waren und folglich
außer der meist miasmatischen Homöopathie andere Naturheilverfahren in ihr Konzept integriert
wurden. Es gab bei ihnen auch nicht das Dogma der „Ein-Mittel-Homöopathie“, sondern nur ein
Auftrag, die Logik des Organismus zu verstehen.
Das untrüglichste Zeichen für die Entgleisung des Bewusstseins „Die Ausnahme wird zur Regel“ ist
die enorme Stressbereitschaft. Stress ist aber eine Ausnahmesituation für einen Menschen, denn es
geht um Leben und Tod, weshalb der Sympathikus mit seinem „Kampf-Flucht-Modus“ ausgelöst
wird. Wir können aber nicht dauernd real sympathikoton sein, das heißt real in der Körperbewegung
kämpfen oder fliehen. Der nächst tiefer destruktive Schritt ist daher die Lähmung. Darum steht bei
allen karzinogenen Krankheiten an erster Stelle die Opferrolle, die von betroffenen Menschen
klaglos, freundlich, fatalistisch „wie gelähmt“ eingenommen wird. Diese Menschen fallen nicht
durch ein ungewöhnliches Verhalten auf. Sie sind eher anpassungsfähig und altruistisch veranlagt.
Ihre große und stille Leidensfähigkeit lässt kaum erahnen, wie es ihnen im Inneren wirklich geht.
Sie verbergen ihren Kummer, um niemanden damit zu belasten. Dieser Selbstverzicht ist ein
typisches karzinogenes Merkmal.
Ein weiteres Merkmal des karzinogen erkrankten Menschen ist die unbeugsame Stärke, mit der er
familiensystemische Belastungen (er)trägt. Die äußere Erscheinung von Sensibilität,
Empfindsamkeit oder Schwäche täuscht darüber hinweg. Betrachtet man jedoch die Vita
krebskranker Menschen, kann man nur staunen, welche Last sie für Lebende oder Verstorbene ihres
Familiensystems zu tragen bereit sind.
Die Dynamik der Karzinogenie
Jedes Miasma hat seine eigene Dynamik und bringt daher nur bestimmte Krankheiten mit einer
bestimmten Dynamik und dies in vielerlei Graden hervor. Die Karzinogenie ist die Verschmelzung
zweier Dynamiken bzw. zweier Miasmen. Das erklärt die Problematik der Erkrankung, aber auch
die Notwendigkeit der miasmatischen Therapie.
Die Karzinogenie können wir symbolisch als Kreuz darstellen: Der waagerechte Schenkel
entspricht der sykotischen Dynamik mit ihren langsamen, schleichenden Prozessen. Die Sykose ist
dasjenige Miasma, das körperlich Überschüsse produziert, wenn die konstruktive Immunabwehr
nicht funktioniert: Ödeme, Überbeine, Polypen, Myome, Tumore und Wucherungen aller Art. Der
Überschuss ist die Folge von Staus auf der körperlichen, emotionalen und mentalen Ebene.
Der senkrechte Schenkel steht für die syphilitische, rasante Dynamik, die zum Höchsten und zum
Niedrigsten streben kann. Das syphilitische Miasma führt zerstörerische Prozesse herbei und greift
das Härteste (Knochen, Zähne, Haare, Nägel), Solide (lebenswichtige Organe, Nerven) und
Naturgegebene (Selbstausdruck, Selbstverwirklichung) an. Es wird wirksam, wenn die so genannte
„destruktive Immunabwehr“ (unser „modernes“ Immunsystem) nicht mehr funktioniert. Dann
opfert der Organismus einen Teil, um das Ganze am Leben zu erhalten. Der syphilitische Anteil
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drückt sich im Krebs aus, wenn er nicht mehr eingekapselt ist und Zelldegeneration ein Übermaß
erreicht hat.
Die Karzinogenie ist der Schnittpunkt und entspricht der totalen Starre. Karzinogene Menschen
neigen zur emotionalen und mentalen Erstarrung und manövrieren sich oft in aussichtslose
Situationen. Sie sind buchstäblich festgefahren – es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts. Selbst
wenn sie konstitutionell eigentlich eine energische Persönlichkeit mit cholerischem Temperament
sind, nutzen sie ihre Energie selten, um sich aus der Sackgasse zu bewegen und von Ballast zu
befreien. Sie tragen das Kreuz aus Pflichtgefühl und Opferbereitschaft. Das Bewusstsein darin ist,
bildlich gesprochen: die Ausnahme, im Leben in eine Sackgasse zu geraten, wird zur Regel.
Die beiden gegensätzlichen Dynamiken in der Karzinogenie erklären die Ursache, warum manche
Menschen alt werden mit ihrem Tumor, leicht ihren Heilungsprozess durchlaufen und wieder ganz
gesund. Der Grund liegt darin, dass der sykotische Anteil höher ist, was man in etwa so
veranschaulichen kann:
Überwiegt aber der syphilitische Anteil, liegen rasante destruktive Prozesse vor, Krebse, die schnell
wachsen und scheinbar durch nichts aufzuhalten sind. Hier ist das Selbstheilungspotenzial aufgrund
der syphilitisch-destruktiven Prozesse geringer. Das bedeutet bildlich:
Miasmatisch arbeitende Homöopathen haben gelernt, in einer Krebsdiagnose diese feine
Differenzierung erst einmal zu durchschauen und sind deshalb frei von der Hysterie, das Kind mit
dem Bade auszuschütten = sofort operieren, sofort Biopsien durchführen, sofort Chemo- oder
Strahlentherapie anstreben. Aus meiner Praxis und der vieler Kollegen kann ich bestätigen: Viele
Tumore werden erst zu einem Krebs durch Biopsie. Jede Operation ist ein syphilitischer Akt, denn
die Natur hat sie nicht als Regel vorgesehen, sondern als Ausnahme. Natürlich ist bisweilen eine
Operation notwendig. Aber es macht einen Riesenunterschied aus, ob sie ganzheitlich therapeutisch
eingebettet und homöopathisch begleitet wird oder nicht.
Die miasmatisch-homöopathische Behandlung
Sie folgt anderen Gesetzmäßigkeiten als die landläufig als „Klassische Homöopathie“ bezeichnete.
Dort geht es um das ähnlichste Mittel aufgrund der Totalität aller Symptome, also vieler Symptome,
und um die Konstitution eines Menschen. Das ist ein wunderbarer Weg und hat Millionen von
Heilungserfolgen vor allem bei psychosoamtischen Erkrankungen seit dem 18. Jahrhundert in der
ganzen Welt vorzuweisen. Das wird gerne von der herkömmlichen Medizin ignoriert und
kompensiert durch immer wieder neu aufflackernde Pseudofragen, ob Homöopathie denn
tatsächlich wirke.
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Die miasmatische Homöopathie geht auf den Begründer Samuel Hahnemann zurück, denn er fand
die „Krankheit unter der Krankheit“, also die Ursache = Miasmen, und das ist das eigentlich
Geniale der Homöopathie. Eine miasmatische Behandlung zielt daher auf die Ursache chronischer
Krankheiten und berücksichtigt dabei in besonderem Maße die individuelle Krankheitsdisposition
des Patienten (miasmatische Diathese) und die familiensystemischen Belastungen. Hier stellt sich
die Frage: Was gehört zum persönlichen Leben des Patienten und was wurde von ihm/ihr
übernommen? Dazu gehören nicht nur physische Übernahmen oder „Erbstücke“, sondern auch
kollektive Verhaltensweisen, Glaubenssätze, Weltbilder, Unterdrückungsmuster. Diesbezüglich
differenziert die miasmatische Behandlung, welche Anteile zum Patienten selbst gehören und die es
zu ändern gilt und welche Anteile Übernahmen aufgrund einer Opferrolle sind. Bei karzinogenen
Krankheiten ist ein großer Überhang an Aufopferung für die Familie unübersehbar.
Weitere Charakteristika der miasmatischen Behandlung sind:
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die Verschreibung der Mittel aufgrund weniger Symptome
die konsequente Beachtung der körpereigenen Heilungsversuche
die Unterstützung der Logik wie der Organismus heilt
die Wahl solcher Heilmittel, die die Kraft haben, destruktive Prozesse zu heilen.
Es leuchtet ein, dass im Falle karzinogener Krankheiten, allem voran der Krebserkrankungen, nur
wenige Arzneien in Frage kommen können, nämlich solche, sie seit Jahrhunderten syphilitische
Geschwüre, Atrophien, Zersetzungen und organische Degenerationen heilen halfen. Das waren
zuvorderst Mercurius-Verbindungen (Quecksilbermischungen). Ferner sind Arzneien wichtig, die
ebenfalls seit Hahnemann so genannte „Neubildungen“ – so nannte man Tumore ursprünglich –
heilen halfen und immer noch helfen wie Thuja (Lebensbaum), Conium (gefleckter Schierling) oder
Causticum (Ätzkalk).
Da es sich bei der Karzinogenie um eine Verschmelzung zweier völlig gegensätzlicher Dynamiken
handelt, kann Heilung nur stattfinden, wenn diese beiden Anteile getrennt werden. Das heißt, der
Organismus braucht Impulse, die ihn veranlassen, die Symptomatik zu klären: was ist syphilitischer
Natur (destruktiv, atrophisch) und was ist sykotisch (überproduktiv, gestaut)? Ohne eine deutliche
Trennung ist Heilung nicht möglich. Deshalb setzt die miasmatische Behandlung voraus, die
körperliche Verfassung und die individuellen Heilungsversuche des Organismus bei einem
Patienten zu durchschauen. Das ist nicht immer einfach, aber die entsprechenden Mittel geben dem
Körper eine Chance, die Trennung beider Miasmen hervorzubringen. Der Köper vergisst nichts und
weiß alles. Selbst die beste Therapie ist nur ein Schatten dessen, was die Weisheit des Organismus
ausmacht. Darum gehen wir beim Organismus in die Lehre.
Was trennt die verschmolzenen Miasmen der Karzinogenie?
In erster Linie ist es die Nosode Carcinosinum. Das liegt nahe, weil sie aus der Substanz
verschiedener Krebszellen hergestellt wird und die Information der Karzinogenie enthält. Es ist sehr
aufschlussreich, dass diese Nosode heutzutage schon zu einem Konstitutionsmittel avanciert ist und
bereits von erstaunlich vielen jungen Menschen benötigt wird. Das zeigt, wie karzinogen wir
modernen Menschen geworden sind und wie sinnfällig es ist, allgemein karzinogene Krankheiten in
ihrem Wesen zu durchschauen.
Für schnelle destruktive Prozesse ist zudem die Krebsnosode Scirrhinum notwendig. Auch die
„harten Säuren“ (Nitricum acidum, Muriaticum acidum, Fluoricum acidum) haben die Kraft, die
Verschmelzung zu lösen. Ist dieser wichtigste Schritt vollzogen, zeigt der Organismus durch wenige,
aber aussagekräftige Symptome, was (noch) syphilitisch ist und behandelt werden muss und was
bereits sykotisch ist und erste Heilungsversuche des Organismus signalisiert. Diese Prozesse muss
man durchschauen lernen. Das bedeutet, Vertrauen in die Weisheit des Körpers zu gewinnen und
seinen Zeichen zu folgen. Das Lebensprinzip sieht zwar Krankheit vor, aber auch Heilung nach dem
Naturgesetz: Weg von den lebenswichtigen Organen hin zu weniger wichtigen im Falle von
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destruktiven Prozessen. Miasmatische Therapie ist der Weg kleiner sicherer Schritte, die allmählich
die gesamte Belastung des Patienten aufzuarbeiten helfen. Deshalb steht an erster Stelle nicht die
psychologische Deutung der Krebserkrankung, auch nicht die Konfliktlösung, ob nun
„biologisch“ oder „intelligent“. Ein schwacher Körper, gefangen im Kreuz zwei Dynamiken, kann
keine emotionalen Themen bearbeiten, denn es geht mitunter um Leben und Tod. Folglich richten
wir den Fokus zunächst auf die Vitalisierung und Unterstützung der vorhandenen
Selbstheilungskräfte des Organismus.
Die miasmatischen Basis-Therapien
Zu den Pflichtmaßnahmen, um das Basismilieu karzinogener Krankheiten positiv zu verändern,
gehören außer von jeher Ernährungsumstellung, Darmsanierung und Entsäuerung die Anregung der
Zellatmung, die Behandlung der Blutparameter und miasmatische Homöopathika. Die
Heilungsverläufe bringen natürlich alles zum Vorschein, was je unterdrückt wurde.
Bezeichnenderweise sind es ja die natürlichen Ventile wie Fieber, Schweiß, Schmerz, die nicht
ausnahmsweise, sondern regelmäßig durch Impfungen und „Anti-Behandlungen“ außer Gefecht
gesetzt wurden. Was wundert es uns, dass bei karzinogenen Krankheiten nicht mehr das
„moderne“ intelligente, lösungsorientierte Immunsystem aktiviert werden kann, sondern die
Urmatrix des archaischen oder biologischen Programms abläuft?! So ehrenwert die Entdeckung
der archaischen Konflikte ist, so sehr ist es auch ein Armutszeugnis unseres Menschseins, dass wir
alles, was uns die Natur zur intelligenten Krankheitsbewältigung bereitstellt, lahm gelegt haben.
Eine zentrale Erkenntnis in der ganzheitlichen Behandlung karzinogener Krankheiten ist:
Die biologische oder archaische Konfliktlösung ist noch keine Heilung
HEILUNG ist der intelligenteste Prozess eines Lebewesens, da sie Wandlung auf allen Ebenen
herbeiführt. Krebs, wie alle anderen karzinogenen chronischen Krankheiten, ist so gesehen eine
Chance, wieder zu den Regeln der Natur zurückzufinden. Ich habe in der Praxis – wie auch viele
meiner Kollegen – Krebspatienten erlebt, die monatelang an ihrem biologischen Konflikt zum
Beispiel durch ellenlange Klopfübungen mit ellenlangen Affirmationen gearbeitet haben und keine
körperlichen Heilungszeichen aufweisen. Wie sollte es auch, da von den Sprachzentren im Gehirn
nur kurze, durch Erkenntnis befruchtete Aussagen ins limbische System vordringen bzw. die
Amygdala-Schaltzentrale erreichen. Der Start in die ganzkörperliche Lösung eines Revier- oder
Angst-Sorgekonflikts ist zweifellos wichtig, aber es muss gleichzeitig die Intelligenz, das Höhere
Selbst im Patienten angesprochen und intensiv aktiviert werden. Das geschieht am einfachsten
durch schöpferischen Selbstausdruck.
Wenn wir ferner davon ausgehen, dass sich in jeder Blutzelle das ganze Bewusstsein des Patienten
spiegelt, liegt es nahe, sich die klinischen Blutbilder anzuschauen. Darin verbergen sich ursächliche
Konflikte:
Die Erythrozyten stehen für Mutterthemen
Die Leukozyten stehen für Vaterthemen
Die Thrombozyten stehen für Familienthemen
Die Lymphozyten stehen für den Umgang mit sich selbst
Deshalb gehört zur Basistherapie in der Miasmatik auch die Blutbehandlung. Wir haben in der
Homöopathie etwa 30 Arzneien, die genau das heilen, was sie als chemische Ursubstanz im Blut
schädigen, nämlich die üblichen pharmazeutischen Hemmer von Schmerzen, Fieber, Schweiß,
Erregung, Immunreaktionen, Infektionen oder Entzündungen. Hier beweist sich das Naturgesetz:
Wo das Problem ist, ist auch die Lösung! Zu den Arzneien, die die geschädigten Blutparameter
regenerieren (z.B. Uranium-, Cobalt-, Plutonium nitricum, Acetylsalicylum, Cortisonum,
Carbamazepinum, Chlorpromazinum, Cisplatinum usw.) fügen sich solche an, die den Sauerstoff
langsam an die Zellen abgeben und die Zellatmung unterstützen wie zum Beispiel die
Homöopathika Oxygen, Aspidosperma quebracho oder die ozonisierten Rizol-Arzneien auf Ölbasis.
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Natürlich können auch orthomolekulare Heilmittel eine förderliche Rolle spielen. Nichts wird
ausgegrenzt, alles kann und darf sein. Nur sind wir in der miasmatischen Behandlung darauf
bedacht, dass zum einen der Organismus sanft und bestimmt reagieren kann, daher das Credo
„Weniger ist mehr“. Zum andern ist uns die Verträglichkeit oberstes Gebot und ein Kostenrahmen,
der jedem Krebskranken möglich ist. Leider wird mit vielen einfachen Substanzen Geld gemacht
wie überhaupt das Rundum der Krebsforschung und -mittel geldträchtig ist. Mit Homöopathie sind
weder Lorbeerkränze noch Geld zu verdienen.
Zu der intensiven Anregung des Organismus durch miasmatische Impulse gehört natürlich auch die
emotionale und mentale Lösung des karzinogenen Urkonflikts, nämlich wieder in den
Naturgesetzen die sinnvollen Regeln zu erkennen und sie zu leben. Ausnahmen übernehmen dann
wieder ihre gebührende Rolle, einen flexibel und tolerant zu erhalten. Es darf auch alles mal anders
sein!
Der Krebskranke braucht Hilfen, physisch, emotional und mental wieder ins Schwingen zu kommen
und Rhythmus als Ausdruck von Leben und Lebendigsein zu erfahren. Darum sind rhythmische
Atemübungen, Drüsenübungen (Drüsen sind wesentliche „Rhythmusinstrumente“ des
Organismus!) und künstlerischer Selbstausdruck in der Therapie von großer Bedeutung. Die
Anregung der Zellatmung durch Aminosäuren oder Homöopathika braucht zugleich die gelebte
Atemrhythmik. Nichts entsäuert so nachhaltig wie guter Atemfluss, nichts verändert das
Bewusstsein so tief greifend wie die Nutzung von Bauch-, Zwerchfell- und Lungenatmung in
rhythmischen Bewegungen, denn damit hat man schon vor ein paar tausend Jahren Schwerstkranke
in Mittel- und Südasien therapiert – und durch sie bin auch ich vor 40 Jahren von einer
lebensbedrohlichen Krankheit geheilt worden.
Die Phasen der miasmatischen Behandlung
Meistens beginnt man auf der untersten Ebene und therapiert von dort aus auf immer leichtere
Ebenen. Die Trennung von Syphilinie und Sykose wurden schon besprochen. Die Behandlung der
Sykose braucht die meiste Zeit, weil hier auch in 8 von 10 Fällen ein enormes Heilungshindernis
unerkannt vorliegt: eine hereditäre Gonorrhoe, ein vererbter Tripper, dessen Symptome wie
Puzzleteile sich über Jahrzehnte verteilen können und selbst von den meisten Homöopathen nicht
erkannt werden. Ist aber der Tripper im System und werden die verstreuten Symptome nicht als
zusammengehörig erkannt, kann Heilung nicht stattfinden. Es würde den Rahmen dieses Artikels
sprengen, die Cleverness der Sykose hier zu erläutern.
Ist die Sykose aktiviert, tauchen oft alte Arzneikrankheiten auf, die wir als Parasitose bezeichnen.
Was immer an pharmazeutischen Anti-Mitteln über lange Zeit eingenommen wurde oder durch
Impfungen das Immunsystem lähmte, taucht als Thema wieder auf und braucht eine Behandlung.
Sind diese Unterdrückungen behoben, kann der Organismus sich im wahrsten Sinne eine leichtere
Lokalkrankheit leisten: Nicht selten zeigt sich dies durch tuberkuline miasmatische Symptome wie
Fieber, Durchfall, leichtere Schmerzzustände, Nasenbluten oder eine Erkältung. Dann kommt in
Betracht, ob der Krebspatient im Kindesalter unter Milchschorf bzw. Kopfgrind und häufig
geschwollenen Halsdrüsen gelitten hat, was auf eine skrofulöse Diathese hinweist, die ebenfalls
behandelt werden muss, damit der Organismus nicht wieder in die syphilitische Dynamik abgleitet.
Schließlich wird die Krankheit an die Peripherie = Haut „geschoben“, wo sie in der Regel über alte
Hautsymptome den Körper verlässt. Für jede miasmatische Ebene gibt es spezielle Arzneien, die
genau das zu heilen vermögen, was im Organismus krank ist. So gibt es genügend Mittel für jede
Nuance und Symptomatik auf jeder miasmatischen Ebene. Nur, dass wir dabei den „roten
Faden“ im Heilungsprozess nicht aus den Augen verlieren dürfen.
Natürlich ist eine miasmatische Behandlung aufwendig, weil sie viel Beobachtungsgabe,
Arzneikenntnis und das einbeziehen nichthomöopathischer Arzneien oder Therapien verlangt. Sie
verhindert auch nicht den Tod bei Kranken, deren Selbstheilungskräfte aufgezehrt sind. Aber was
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sie ganz sicher zu leisten vermag, ist das Ausschöpfen jeglicher Heilungsreserven in einem
Menschen. Und das sind wesentlich mehr als wir landläufig unseren Krebspatienten zutrauen.
Die Krebserkrankungen fordern immer mehr von Therapeuten, dass sie einen größeren
Wahrnehmungsradius haben. Dadurch kann man mit den „Hellsinnen“ das aktive Miasma und das
Potenzial der Selbstregulation erkennen und braucht dazu keine Apparate. Die Zukunft in der
Behandlung immer destruktiver werdender Krankheiten liegt sicher nicht in noch mehr Arzneimittel
und teure Apparate GEGEN Krebs oder eine andere chronische Krankheit, sondern in der
Einfachheit der Heilungskonzepte, die sich eng an den natürlichen Selbstregulationen des
Organismus orientieren und Impulse an die physische, emotionale, mentale und spirituelle
Seinsebene des Patienten richten.
Deshalb ist unsere Medial- und Heilerschulung seit 10 Jahren ein solides Energiefeld für
Therapeuten geworden, die ihre Wahrnehmung und ihr Bewusstsein erweitern wollen, denn das
führt zur Einfachheit im Denken, Fühlen und Handeln.
Infos zur Medial- und Heilerschulung: www.mediale-welten.com , Organisator: Markus Mayer,
Infos zum Kongress „Medialität heute“, 31.5. – 1.6.2008 im Kongresszentrum Böblingen
siehe:www.mediale-welten.com, Organisator: Markus Mayer (Daten siehe oben)
Infos zu Miasmen-Kursen siehe bei www.isolde.richter.de (Kursorganisation)
Offenburg im September 2007
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