11-1 Allgemeines Marketing

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Marketing
Allgemeines Marketing
 Was ist Marketing?
 In der Wirtschaft wird Marketing definiert als die
konsequente Ausrichtung aller unternehmerischen
Aufgabengebiete auf den Markt und den Kunden; es
bedeutet also denken und handeln vom und zum
Markt!
 Marketing setzt voraus, dass ich mich in die Denk- und
Verhaltensweisen der Menschen, denen ich etwas
verkaufen möchte, hineinversetze und mich intensiv
mit ihnen beschäftige.
 Was ist Vereinsmarketing?
 Vereinsmarketing ist die Übertragung und Anwendung der Denkweise, der Techniken und Methoden
des Marketing auf (Sport-)Vereine unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten.
 Die Bedeutung des Marketingdenkens für Sportvereine ergibt sich aus der Situation eines zunehmenden Wettbewerbdrucks infolge einer steigenden Zahl
von kommerziellen und nicht-kommerziellen Sportund Freizeitanbietern.
 Obwohl es sich bei Sportvereinen nicht um kommerzielle Unternehmen handelt, stehen sie heute dennoch
zunehmend vor der Notwendigkeit “vom Markt her”
und “auf den Markt hin” zu denken und zu handeln,
sich in ihrem Angebot, ihrem Strukturprofil und ihrer
Außendarstellung von anderen Anbietern abzugrenzen und sich “am Markt” zu positionieren.
 Was versteht man unter Marketing-Management?
 Marketing-Management bedeutet, dass die
vielfältigen Einzelentscheidungen im Marketing im
Rahmen einer systematischen Marketingplanung und
eines zielorientierten Marketingkonzepts zeitlich und
inhaltlich aufeinander abgestimmt sein müssen.
 Das Marketingkonzept sollte zudem Teil eines
längerfristigen Konzeptes der Vereinsentwicklung sein.
 Was beinhaltet ein Marketingkonzept?
 Die Erstellung eines Marketingkonzepts umfasst
folgende Arbeitsphasen und Aufgabenbereiche:
 Phase I: Situationsanalyse (“Wo stehen wir?”)
Bestandsaufnahme der aktuellen Situation des Vereins
und der zukünftig zu erwartenden Veränderungen
 Phase II: Konzeptionsphase - Strategische
Marketingplanung mit Zielformulierung und
Strategieentwicklung (“Wo wollen wir hin?”)
Festsetzung von realistischen Zielen auf der Grundlage der in Phase I gesammelten Informationen und
Entwicklung einer Strategie, um diese Ziele zu
erreichen.
 Phase III: Gestaltungsphase – Operative
Marketingplanung (“Was ist zu tun?”)
Konkretisierung der Strategie durch Planung und Festlegung von Einzelmaßnahmen, Programmen,
Projekten etc. in den folgenden Bereichen:
 Angebots-/Leistungs-/Programmpolitik: Welche
Art von sportlichen und nicht-sportlichen Angeboten
soll für wen (Mitglieder, Nicht-Mitglieder, Zielgruppen) bereitgestellt werden? etc.
 Preispolitik: Wie gestalte ich meine Preise für
verschiedene Angebote und Zielgruppen unter
Berücksichtigung der Kostensituation und der Preise
anderer, vergleichbarer Wettbewerber?
 Vertriebspolitik: Wie bekomme ich das richtige
Angebot, zur richtigen Zeit an den richtigen Ort?
 Kommunikationspolitik: Wie informiere ich NichtMitglieder, Mitglieder, Mitarbeiter, (potentielle)
Sponsoren etc. über mein Angebot, meine
Leistungen und Erwartungen?
 Marketing-Mix: auf die Marketingziele und strategien abgestimmter und koordinierter Einsatz
der vier verschiedenen eingesetzten Instrumente
 Phase IV: Realisierungsphase – Marketingkoordination und Durchführung („Wer macht was,
wann und wie?“)
Umsetzung von Marketingentscheidungen und maßnahmen
 Phase V: Kontrollphase („Mit welchem Ergebnis
bzw. Erfolg wurden die Maßnahmen durchgeführt?“)
Vergleich der Ergebnisse mit den ursprünglichen
Marketingzielen und Ursachenanalyse
 Erfolgreiches Vereins-Marketing ist abhängig von
 einer dauerhaften Verankerung des Marketingdenkens
 in den Köpfen der Entscheidungsträger auf
Vorstandsebene, des Personals in der Geschäftsführung und der ehrenamtlichen Mitarbeiter an der
Basis und
 in den Strukturen des Vereins (es ist auf eine klare
personelle und organisatorische Zuordnung zu
achten)
 einer professionellen Umsetzung des Marketingdenkens und der Marketingpläne
 Nur wenn Tennisvereine ein Marketingbewusstsein
entwickeln, es ihnen gelingt, Marketingkompetenz zu
nutzen bzw. aufzubauen und damit die Grundlagen für
eine kontinuierliches marketingbezogenes
Entscheiden und Handeln vorhanden sind, wird es
ihnen gelingen ...
 .... alte Vereinsziele besser zu erreichen und neue zu
realisieren;
 .... sich in einer Situation des zunehmenden Wettbewerbdrucks auf Dauer erfolgreich zu behaupten;
 .... durch ein attraktives Leistungsprogramm neue
Mitglieder zu gewinnen und alte zu binden;
 .... als starker und gleichwertiger Partner von anderen
Organisationen, insbesondere der Wirtschaft,
anerkannt zu werden.
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