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Creative Industries on Stage, 04.12.2007
WKÖ-Mitterlehner: “Kreativwirtschaft als Wachstumstreiber
sehen und Österreich zum kreativen Europameister machen!
1. Die Kreativwirtschaft ist der Schlüssel zur Wissensgesellschaft, nicht nur
wegen ihres eigenen Wachstumspotentials, sondern weil von ihr auch
wichtige Impulse auf andere Branchen ausgehen (Kreativwirtschaft als
„lead market“ einer modernen Volkswirtschaft).
2. Kreative Ideen und Ansätze zu haben ist nicht genug. Neues verlangt auch
nach Menschen mit Umsetzungskompetenz, Selbstorganisation und
betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, um zu werden und zu wachsen 
Kreative Unternehmer! Schulen und Universitäten sollen Wegbereiter für
kreatives und selbständiges Denken werden.
3. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat als eine der Ersten erkannt,
dass Ideen und Kreativität das wichtigste Wirtschaftsgut der Zukunft sind: In
der Wirtschaftskammer Österreich wurde im Jahr 2003 die Arbeitsgemeinschaft (Arge) creativ wirtschaft austria eingerichtet. Auch das
ImpulsProgramm Creativwirtschaft wurde von der Wirtschaftskammer
Österreich als Trägerin der Arge creativ wirtschaft austria und der austria
wirtschaftsservice (aws) gegründet und ist die einzige bundesweite Creative
Industries-Förderschiene.
1. Kreativwirtschaft als Schlüssel zur Wissensgesellschaft
1. Die Creative Industries sind ein wirtschaftliches Schwergewicht, deren
Bedeutung weiter zunehmen wird.
International: Insgesamt beträgt die Wertschöpfung der "Cultural and
Creative Industries" 2,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der EU30. Die Kreativ- und Kulturwirtschaft leistet einen Beitrag zur Wirtschaft
in Europa, der höher ist als der der Ernährungsbranche (1,9%) oder der
Chemieindustrie (2,3%), wobei der Umsatz mehr als 654 Milliarden EUR
im Jahre 2003 betrug. (Quelle: Studie über die wirtschaftliche Dimension
der Kultur in Europa, 2006, Europäische Kommission)
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Österreich: Auch in Österreich haben sich Betriebe der Kreativwirtschaft
oder Creative Industries zu einem Wachstumstreiber für die gesamte
Wirtschaft entwickelt: In Österreich zählen rund 30.000 Unternehmen,
darunter viele EPU, zur Kreativwirtschaft. Dies entspricht einem Anteil
von rund einem Zehntel aller österreichischen Unternehmen. Aus dem "2.
Österreichischen Kreativwirtschaftsbericht" (2006) der creativ wirtschaft
austria geht hervor, dass dieser Bereich mit mehr als 100.000
Beschäftigten einen Umsatz von 18,3 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Forderung:
• Das erfolgreiche ImpulsProgramm Creativwirtschaft muss zügig
verlängert werden.
Neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln kostet viel Geld.
Seit 2004 gibt es deshalb das ImpulsProgramm Creativwirtschaft, das
Kreativbetriebe dabei unterstützt, neue Angebote zu entwickeln. Das
ImpulsProgramm Creativwirtschaft wurde von der Wirtschaftskammer
Österreich als Trägerin der Arge creativ wirtschaft austria und der
austria wirtschaftsservice gegründet und ist die einzige bundesweite
Creative Industries-Förderschiene.
Insgesamt wurden seit Bestehen 53 Projekte im Bereich Design,
Multimedia und Musik mit einem Fördervolumen von insgesamt 4,8
Millionen Euro gefördert.
Bisher wurde das ImpulsProgramm Creativwirtschaft aus Mitteln der
Nationalstiftung finanziert. Ab 2008 soll die Dotierung aus
Offensivmitteln erfolgen, wobei unklar ist, wann und in welcher Form
eine Verlängerung/Neuauflage zu Stande kommt. Die
Wirtschaftskammer Österreich appelliert daher sowohl an das
Wirtschafts- als auch an das Finanzministerium, eine Fortsetzung des
erfolgreichen Programms zu ermöglichen.
• Stärkere Zusammenarbeit zwischen Creative Industries und traditionellen
Wirtschaftsbereiche, etwa durch die Entwicklung starker Leistungsnetzwerke.
2. Hohe Gründungsneigung in den Creative Industries - EntrepreneurshipAusbildung fördern
Bei Personen der Creative Industries gibt es eine höhere Gründungsneigung
und Selbständigenquote als in der Bevölkerung allgemein: Zwischen 15
Prozent (in der Branche „Film“) und knapp 50 Prozent (Architektur) aller
Personen, die in Wien in den Bereichen Design/Architektur/Film/IT/
Werbung tätig sind, sind selbständig. Rund 10 Prozent aller Neugründungen
in Wien fallen in den Bereich der Creative Industries. (Quelle: FORBA und
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Joanneum Research „Arbeitsplatz Kreativwirtschaft zwischen
Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung“, 2006).
Mit einer Selbständigenquote von 9,1 Prozent in Österreich (ohne
Landwirtschaft) liegt unser Land im EU-Vergleich im hinteren Bereich,
nämlich auf Platz 10 (Stand 2006, Quelle: EUROSTAT, OECD).
Kreative Ideen und Fertigkeiten sind jedoch nicht genug, um ein
Unternehmen zu führen. Kreativität braucht auch ein selbstständiges und
unternehmerisches Denken. Viele müssen sich in den ersten Jahren mühsam
das Wirtschafts-1x1 selbst erarbeiten und werden durch fehlende Kenntnisse
in der Unternehmensführung, Finanzierung, Marketing etc. in ihrem
betrieblichen Wachstum gehemmt.
Positive Maßnahmen:
 Unternehmerführerschein der WKO
 (Neue) Fachhochschulen im Bereich Kreativwirtschaft, wie etwa die
Fachhochschule Vorarlberg oder die Fachhochschule Salzburg. „Dort
machen sich unmittelbar nach Abschluss zwei Drittel der Absolventen
selbständig und werden vom ersten Jahr an systematisch darauf
vorbereitet.“ (Quelle: Roland Alton-Scheidl von der FH Vorarlberg,
stellvertretender Vorsitzender arge creativ wirtschaft austria).
 Spezialisierte Ausbildungsstätten, wie die New Design University/St.
Pölten, die Donauuniversität Krems, die FH Joanneum Graz.
 duale Lehrlingsausbildung und Handelakademien (jedoch sind beide
Schienen für die Creativ Industries wenig relevant)
Forderung:
 Vermittlung von Basiskenntnissen in Entrepreneurship/
Unternehmertum an Schulen und Hochschulen.
 stärkere Verwendung des Werkzeugs Unternehmerführerschein an
Schulen.
 an Hochschulen zumindest eine Lehrveranstaltung in allen MasterStudiengängen über Unternehmensführung und Finanzierung.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Arge creativ wirtschaft austria
Mag. Inga Focke
Tel.: +43 (0)5 90 900-4471
E-Mail: [email protected]
Internet: www.creativwirtschaft.at, http://wko.at
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