Umweltleistungsbewertung nach DIN ISO 14

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Umweltleistungsbewertung nach DIN ISO
14.031
Anwendungsbereich (Definition):
→ Diese DIN gibt Anleitung zur Gestaltung und
Durchführung der Umweltleistungsbewertung (ULB)
innerhalb einer Organisation – sie kann von jeder
Organisation unabhängig von deren Organisationstyp,
Größe, Standort und Komplexität angewandt werden.
Begriffe:
Umwelt
Umweltaspekt
Umweltzustandsindikator
Umweltauswirkung
Umweltmanagementsystem
Umweltbezogene Zielsetzung
Umweltleistung
Umweltleistungskriterium
Umweltleistungsbewertung
Umweltleistungskennzahl
Managementleistungskennzahl
Operative Leistungskennzahl
Umweltpolitik
Umweltbezogenes Einzelziel
Interessierter Kreis
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Organisation
=> „Die Umweltleistungsbewertung (ULB) ist ein interner
Managementprozess und ein Werkzeug, das entwickelt wurde, um
dem
Management verlässliche und überprüfbare
Informationen
zur Verfügung zu stellen, um zu ermitteln, ob die
Umweltleistung einer Organisation festgelegte Kriterien
erfüllt“ 1.
Dabei wird die Umweltleistungsbewertung als reiner
Managementprozess verstanden, weshalb auch das
bekannte
Vorgehen nach dem „Plan-Do-Check-Act“Managementmodell
verstanden wird: → An Hand von Umweltkennzahlen
sollen
Unternehmen – mit den von ihnen selbst festgelegten
Leistungskriterien – ihre jeweilige Umweltleistung
vergleichen
und bewerten.
Plan (Planen):
Das Planen beinhaltet die Auswahl der
Kennzahlen für
die Umweltleistungsbewertung. Dabei kann
die
Organisation berücksichtigen:
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A.Grothe-Senf/B.Frank: Erweiterte Umweltleistungsbewertung, ökom Verlag München 2003, S.26
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 die gesamte Bandbreite ihrer Tätigkeiten, Produkte
und
Dienstleistungen,
 ihre Organisationsstruktur,
 ihre allgemeine Unternehmensstrategie,
 ihre Umweltpolitik,
 Informationen zur Einhaltung gesetzlicher
Anforderungen
 Internationale Umweltabkommen,
 Umweltkosten und –nutzen,
 Informationen über den regionalen, nationalen und
globalen
Umweltzustand sowie
 kulturelle und soziale Faktoren.
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Do (Umsetzen): Erfassung, Analyse und Beurteilung von
Daten und
Informationen, die für die ausgewählten
Kennzahlen
und zur Beschreibung der Umweltleistung
erforderlich
sind.
Dies soll zu den Umweltleistungskriterien
der Organisation in Beziehung gestellt werden. Daraus
folgt eine
Berichterstattung und Kommunikation der
Ergebnisse.
Check an Act (Prüfen und Handeln):
Überprüfung und
Verbesserung der
Umweltleistungsbewertun
g
=> Die Norm unterscheidet zwischen Umweltleistungskennzahlen und Umweltzustandskennzahlen.
Umweltleistungskennzahlen: sowohl Management- als
auch
operative Leistungskennzahlen
→ Managementleistungskennzahlen (s. Pos. 3.2.2.2 /
A.4.2.2):
Sie sollen Informationen über die Aktivitäten des
Managements zur Beeinflussung der Umweltleistung des
operativen
Bereichs einer Organisation zur Verfügung stellen.
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→ Operative Leistungskennzahlen (s. Pos. 3.2.2.3 /
A.4.3)):
Sie geben Informationen über die Umweltleistung
einer
Organisation im operativen Bereich wieder.
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Bild: Wechselwirkungen zwischen Management und
operativen Bereich.
Lit.: Leitfaden: Betriebliche Umweltkennzahlen 2 :
Im LF werden die Umweltleistungskennzahlen
untergliedert in
die Bereiche
a) Stoff- und Energiekennzahlen
b) Infrastruktur- und Verkehrskennzahlen
2
Herausgegeben vom Bundesumweltministerium
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≥ interne und externe Berichterstattung
(Kommunikation, s. 3.3.5.2 und 3.3.5.3)
≥ potentielle interessierte Kreise (s. A.2.1) einschl.
Themen und
Anliegen von interessierten Kreisen (s. A.2.2)
und Methoden
(s. A.2.3)
Umweltzustandsindikatoren:
„Umweltzustandsindikatoren sind spezifische Größen, die
Informationen über den lokalen, regionalen, nationalen
und globalen Zustand der Umwelt darstellen“.
=> Durch diese Umweltzustandsindikatoren erhält das
Unternehmen Auskunft über den Zustand der Umwelt im
Handlungsraum (Beispiele s. Pkt. A.4.4):
 Regionale, nationale oder globale
Zustandsindikatoren (A.4.4.2.1)
 Lokale oder regionale Zustandsindikatoren
(A.4.4.2.2)
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 Die Leistungskennzahlen sollen sich auf die Planung,
Steuerung und Kontrolle der Umweltauswirkungen
des Unternehmens konzentrieren.
 Sie dienen aber auch als wichtiges Instrument für die
Kommunikation von Umweltdaten z.B. für Umweltberichte und -erklärungen.
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