Wenn die Luft zum Atmen fehlt – Smog in China

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Wenn die Luft zum Atmen fehlt – Smog in China
Im Februar 2013 erreichten uns beeindruckende und zugleich erschreckende Bilder aus China: Tagelanger
Smog, Menschen mit Atemmasken, hohe Schadstoffbelastungen der Luft. Benenne anhand des Films auf
YouTube www.youtube.com/watch?v=_JeZP4ZdE8U (Quelle: Deutsche Welle) die Ursachen für den Smog in
China.
Als Ursache für den immer wiederkehrenden Smog in China bzw. Peking (im Beispiel) wird der enorme
Kohleverbrauch genannt. In China ist die Kohle im Gegensatz zum Strom sehr günstig, sodass
Millionen Haushalte mit Kohle heizen. Ebenso gibt es viele Kohlekraftwerke, die wiederum die
Industriebetriebe bedienen. So kommt es zu hohen Emissionen und enormen Feinstaubbelastungen.
Zudem werden die sehr oberflächlichen Umweltauflagen als Ursache genannt. Einige Industriebetriebe
haben Feinstaubfilter eingesetzt, andere hingegen nutzen diese Filter nicht. Häufig sind das jene
Betriebe, die den größten Steuerzahler der jeweiligen Region darstellen.
Umweltbelastungen durch den Wirtschaftsboom
a) Beschreibe anhand von Grafik 1 die komplexen Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsboom und Folgen für
die Umwelt.
Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und des infolge des Wirtschaftsbooms gestiegenen Lebensstandards kommt es zu zunehmenden Belastungen der Umwelt, die insbesondere Boden, Grundwasser
und Artenvielfalt betrifft. Immer mehr Menschen in China nehmen am wirtschaftlichen Leben teil und
stehen wirtschaftlich besser da als noch vor zwanzig Jahren. Aufgrund des steigenden Lebensstandards fahren viele Chinesen heute ein Auto, das Emissionen produziert, und haben in Anpassung
an das westliche Vorbild teilweise ihre Ernährungsgewohnheiten geändert. Beispielsweise wird in China
heute mehr Rindfleisch gegessen als in den USA. Dadurch entsteht ein zusätzlich hoher Ausstoß von
Methan. Ebenso wachsen die Städte infolge anhaltender Land-Stadt-Wanderungen, sodass immer mehr
Wald- und Freiflächen gerodet werden. Infolge des Städtewachstums und des Bevölkerungswachstums
entstehen mehr Müll und ein erhöhter Grundwasser- bzw. Trinkwasserbedarf. Um mit dem
wirtschaftlichen Wachstum Schritt zu halten, werden immer mehr Industriebetriebe gegründet,
sodass wiederum mehr Emissionen entstehen. Dies alles geht zu Lasten der Umwelt.
b) Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen fordern härtere Gesetze zum Schutz der Umwelt.
Erläutere, inwieweit diese Forderungen gerechtfertigt sind. Ziehe dazu auch die Karten 2 und 3 heran.
Man erkennt sehr deutlich anhand von Karte 3, dass es neben der Luftverschmutzung noch andere
Umweltzerstörungen wie Erosion, Desertifikation und Abholzung gibt. Dies berechtigt eine Forderung
nach härteren Umweltgesetzen zum Schutze der gesamten Umwelt in China. Wie man anhand von
Karte 2 wiederum erkennt, werden sich diese Probleme, insbesondere zunehmende Emissionen,
noch verstärken. In Karte 2 sieht man sehr deutlich, dass in China die Metropolen noch weiter wachsen
werden und somit immer mehr Menschen in den Städten leben werden. Diese werden in den Städten
Emissionen produzieren und so zu Lasten der Umwelt beitragen. Um künftigen Generationen in
China auch einen lebenswerten Raum zu hinterlassen, muss jetzt gehandelt werden.
Name:
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© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2013. | www.klett.de | Autorin: Sandra Schmidtpott
Alle Rechte vorbehalten. Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet.
Die Kopiergebühren sind abgegolten. Für Veränderungen durch Dritte übernimmt der Verlag keine Verantwortung.
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Wenn die Luft zum Atmen fehlt – Smog in China
M1 Umweltbelastungen durch den Wirtschaftsboom in China
Klett-Archiv
M2 Metropolen 2015
nach: UN 2002, in Frauke Kraas: Megacities as Global Risk Areas. In: Petermanns Geographsiche Mitteilungen, 147. Jg., H.4. Gotha;
Perthes 2003, S. 8 (Kartographie: Regine Spohner, leicht verändert)
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© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2013. | www.klett.de | Autorin: Sandra Schmidtpott
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Wenn die Luft zum Atmen fehlt – Smog in China
M3 Umweltzerstörungen in China
nach taz, Berlin: Atlas der Globalisierung, 2006, S. 165
Aufgrund der Bilder vom Februar 2013 reagierten die Menschen geschockt und sauer. In vielen Foren war
zu lesen: „Erst China, dann die Welt.“ Ist diese Aussage zutreffend? Nimm Stellung dazu.
Die Aussage ist meiner Meinung nach zutreffend. China hat immer mehr mit Umweltproblemen zu
kämpfen, gegen die aber nur teilweise vorgegangen wird. Von der Anschauung ausgehend, dass
Emissionen nicht nur ein Land oder eine Region, sondern die ganze Erde betreffen, ist die Aussage
richtig. Vor dem Hintergrund aber, dass auch deutsche Unternehmen in China produzieren (lassen),
tragen diese natürlich ebenfalls zu den Umweltschäden bei. Diese nutzen ja auch die z.T. sehr
oberflächlichen Umweltgesetze und -vorschriften aus. Von daher liegt es auch an uns, die Situation
in China zu verändern bzw. zu verbessern.
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© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2013. | www.klett.de | Autorin: Sandra Schmidtpott
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