Papstreliquie in Würzburg

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35 / 36 vom 5. September 2012
41. Jahrgang
INHALT
Die gute Nachricht
Würzburg: Drei neue Gemeindereferenten ........................................................................................3
(Beauftragung durch Weihbischof Ulrich Boom bei Gottesdienst im Neumünster)
Sommer-Gespräche (3 und 4)
Würzburg: „Wir müssen nicht noch kurz die Welt retten“ ............................................................... 4-7
(Interview mit Weihbischof Ulrich Boom zur Seelsorge im Bistum Würzburg)
Peramiho/Münsterschwarzach: „Tansania ist Kinderland“ ........................................................... 8-10
(Interview mit Benediktinerabt Anastasius Reiser von der Abtei Peramiho)
Impressum:
Herausgegeben vom
Bischöflichen Ordinariat Würzburg
(Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand)
Verantwortlich für den Inhalt:
Bernhard Schweßinger,
Pressesprecher der Diözese
Würzburg,
Leiter der Pressestelle
Redaktion:
Markus Hauck,
Stellvertretender Leiter
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gegen Quellenangabe,
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Erscheinungsweise
wöchentlich
Zahl der Woche
Sechs Auszubildende … ..................................................................................................................11
Im Gespräch
Würzburg/Castel Gandolfo: „Ein zeitgenössisches Werk mit ungewöhnlicher Besetzung“ ........ 12-13
(Interview mit Domkapellmeister Professor Berger zur Augustinus-Kirchenoper)
Berichte
Castel Gandolfo/Würzburg: Augustinus-Oper für den Papst............................................................14
(Würzburger Dommusik führt Werk von Hiller und Böhm in Castel Gandolfo auf)
Würzburg/Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt: Diözese eröffnet „Jahr des Glaubens“ ........15
(Auftakt am 11. Oktober in Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen)
Würzburg: Papstreliquie in Würzburg...............................................................................................16
(Übergabe an Mariannhiller Missionare durch Dominik und Simon Renka)
Kloster Oberzell: Ort für Gastfreundschaft und Bildung ............................................................. 17-18
(Wiedereröffnung von Haus Klara am Freitag, 14. September)
Margetshöchheim: Für beide Seiten ein Gewinn .............................................................................19
(Teilnehmer des Projekts „Wohnen für Hilfe“ sind begeistert)
Würzburg: Aufbruch des Konzils lebendig halten.............................................................................20
(Neues Fortbildungsprogramm des Instituts für Theologisch-Pastorale Fortbildung)
Kurzmeldungen
Schweinfurt: Neues Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt .......................21
Würzburg: Gerhard Heinrichs in den Ruhestand verabschiedet ......................................................21
Würzburg: Klaus Schüll in den Ruhestand verabschiedet ...............................................................22
Würzburg/Gadheim: Gute Aussichten im Würzburger Berufsbildungswerk .....................................22
Personalmeldungen
Würzburg: Ein Pilger mit Herz für die Menschen
(Dompropst Weihbischof Ulrich Boom wird am 25. September 65 Jahre alt) ............................ 23-24
Gerolzhofen/Bischwind: Pfarrer i. R. Otto Storg wird 98 Jahre alt....................................................24
Lülsfeld/Brendlorenzen: Pfarrer i. R. Anton Lutz wird 93 Jahre alt ...................................................24
Kirchzell: Pudussery mitarbeitender Priester in der Pfarreiengemeinschaft Eichenbühl ..................25
Birkenfeld/Marktbreit/Würzburg: Adam Possmayer neuer Pfarrer von Marktbreit ............................25
Würzburg/Lohr am Main: Pfarrer i. R. Werner Bernhard im Alter von 81 Jahren gestorben ............25
Veranstaltungen
Würzburg: Kompaktseminar – „Mehr Erfolg mit pastoralen Projekten“ ............................................26
Würzburg: Grundkurs „Märchenerzählen“ im Exerzitienhaus Himmelspforten ................................26
Würzburg: Wochenende für Frauen im Exerzitienhaus Himmelspforten..........................................26
Würzburg/Retzbach: Herbstwallfahrt der Aussiedler und Vertriebenen nach Retzbach ..................27
Würzburg/Bamberg: Vesper zum Auftakt der Ökumenischen Schöpfungszeit ................................27
Aschaffenburg: Vortrag – „Wie viel Religion braucht die Gesellschaft?“ ..........................................27
Aschaffenburg: Kongress „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg ..................................................28
Bad Königshofen: Quellentag für Trauernde in Bad Königshofen ....................................................28
Bad Königshofen: Seminar für alleinerziehende Mütter und Väter in Bad Königshofen ..................28
Bad Soden-Salmünster: Tage der Stille im Exerzitienhaus Kloster Salmünster ..............................29
Tückelhausen: Führung durch Clobes-Sonderausstellung ..............................................................29
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05.09.2012
Die gute Nachricht
Drei neue Gemeindereferenten
Beauftragung durch Weihbischof Ulrich Boom bei Gottesdienst im Neumünster
Würzburg (POW) Zwei Frauen und einen Mann beauftragt Weihbischof Ulrich Boom am Samstag,
22. September, in der Würzburger Neumünsterkirche zu ihrem Dienst als Gemeindereferenten. Für ihre
Aussendungsfeier haben sich Walburga Ganz, Sebastian Krines und Martina Röthlein den Leitspruch
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe
und der Besonnenheit“ gewählt. Der Satz aus dem zweiten Timotheusbrief soll ihren Vorsatz
unterstreichen, mit einem kraftvollen, durch die Liebe zu Gott und den Menschen geleiteten Geist,
besonnen die Sorgen und Nöte der Menschen sowie die Zeichen der Zeit wahrzunehmen und darauf zu
reagieren.
Martina Röthlein (31) stammt aus der Pfarrei Sankt Bartholomäus in Greußenheim bei Würzburg. Sie
erlernte den Beruf der staatlich geprüften Hauswirtschafterin und erweiterte diesen durch eine Ausbildung
bei den Ritaschwestern in Würzburg zur Familienpflegerin. Nach der Ausbildung war sie knapp drei Jahre
als Familienpflegerin bei der Katholischen Familienpflegestation in Tübingen tätig. Nach einem
Auslandsjahr in London und dem erfolgreich bestandenen Fachabitur begann sie 2006 das Studium der
Religionspädagogik/Kirchlichen Bildungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die
Zeit des studienbegleitenden Jahrespraktikums durchlief sie in der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin –
Aschaffenburg/Innenstadt“. Nach dem Abschluss als Religionspädagogin (FA) verbrachte sie ihre
Assistenzzeit in der Pfarreiengemeinschaft Güntersleben-Thüngersheim. Seit September 2012 ist sie in
der Pfarreiengemeinschaft der Frankenapostel, Zellingen, tätig.
Walburga Ganz stammt aus Holzheim bei Mechernich in der Eifel. Sie studierte Theologie in Bonn und
München und Germanistik in Würzburg. Die Diplomtheologin arbeitet seit 2001 in der Diözese Würzburg
als pastorale Mitarbeiterin. Von 2000 bis 2007 arbeitete sie als Familienseelsorgerin im Dekanat
Obernburg. Außerdem war sie in der Fortbildung für Pfarrgemeinderäte und als Kommunikationstrainerin
tätig. Ganz leitete Familienwochenenden für den Familienbund der Deutschen Katholiken (FDK) im
Bistum Würzburg und Seminartage zur Vorbereitung auf die kirchliche Trauung. Zusätzlich absolvierte sie
eine dreijährige Weiterbildung als TZI-Gruppenpädagogin. Ganz wohnt seit 1987 in Miltenberg und ist
Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Seit 2010 arbeitet sie in den Pfarreien Amorbach, Weilbach und
Schneeberg und bleibt dort auch nach der Assistenzzeit tätig.
Sebastian Krines (28) stammt aus der Pfarrei Maria Hilf in Schweinfurt. Nach dem Abschluss der
Fachoberschule studierte er bis zum Vordiplom Religionspädagogik (FH) an der Münchner Abteilung der
Universität Eichstätt-Ingolstadt. 2005 wechselte er zum Studium der Theologie nach Würzburg und trat
dort ins Priesterseminar „Zum guten Hirten“ ein. Im Jahr 2006 schied er jedoch auf eigenen Wunsch aus
dem Priesterseminar aus und exmatrikulierte sich an der Universität Würzburg. Anschließend setzte
Krines sein Religionspädagogik-Studium an der Universität Eichstätt-Ingolstadt fort. Das
studienbegleitende Jahrespraktikum leistete er in der Münchener Pfarrei Sankt Franziskus ab. Nach dem
Abschluss des Studiums trat er im September 2009 zunächst eine Assistenzstelle in der
Pfarreiengemeinschaft Hofheim an und wechselte im September 2010 in die Pfarreiengemeinschaft
„Pfarreiengemeinschaft Christus, der Weinstock – Erlenbach am Main“. Dort wird Krines auch nach
seiner Aussendung weiterhin tätig sein.
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Sommer-Gespräche (3 und 4)
„Wir müssen nicht noch kurz die Welt
retten“
Interview mit Weihbischof Ulrich Boom zur Seelsorge im Bistum Würzburg – „In
der Seelsorge geht es nicht darum, die Sakramente zu verwalten, sondern sie zu
spenden“ – Gute pastorale Lösungen für wiederverheiratete Geschiedene finden
Würzburg (POW) Weihbischof Ulrich Boom (64) leitet neben seiner vielfältigen Tätigkeit als Weihbischof
und Dompropst zusätzlich als Bischofsvikar die große Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen
Ordinariats im Kilianshaus in Würzburg. In folgendem POW-Interview spricht Weihbischof Boom über
Veränderungen und aktuelle Herausforderungen in der Seelsorge im Bistum Würzburg. Die Sorge um
den Menschen ist für ihn die große Aufgabe einer Seelsorge im 21. Jahrhundert.
POW: Was bedeutet Seelsorge?
Weihbischof Ulrich Boom: Ein anderes Wort für Seelsorge ist Pastoral, Hirtendienst, Sorge für den
Menschen, damit es ihm gut geht an Leib und Seele. In der Diözese Würzburg haben wir uns das Motto
gegeben: „Kirche für die Menschen.“ Seelsorge bedeutet immer, das Wohl und das Heil der Menschen im
Auge zu haben; auf die Menschen zu schauen, so wie Gott auf die Menschen schaut.
POW: Kirche für die Menschen oder Kirche für die Katholiken?
Weihbischof Boom: Kirche ist für alle Menschen, gewiss nicht immer mit allen Menschen. Einige
Menschen wollen nicht in der Kirche sein, andere können nicht mit der Kirche. Das müssen wir
respektieren.
POW: Die Pfarreiengemeinschaften sind errichtet, neue Strukturen geschaffen. Wie geht es weiter mit
der Seelsorge in den neuen Einheiten?
Weihbischof Boom: Man sollte nicht meinen, dass wir mit der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften
schon alle Aufgaben im Blick auf die Zukunft erledigt haben. Wichtige Schritte sind getan. Wir leben in
einer Zeit, in der alles in Bewegung ist. Wir müssen deshalb das Geschaffene immer wieder den sich
veränderten Gegebenheiten anpassen. Seitens der Diözesanleitung wurde mehrfach gesagt: Wir wollen
nichts an den Menschen vorbei tun, nicht über die Köpfe hinweg entscheiden. Vieles wird vor Ort selbst
erkannt. Wenn ich denke, wie viele Menschen zunächst Vorbehalte gegenüber den
Pfarreiengemeinschaften hatten – und heute entdecken sie, dass es gut ist, zusammen zu sein. Die
Vielfalt bereichert, ergänzt. Beispiel Jugendarbeit: Auf Ebene der Pfarreiengemeinschaft sehen Kinder
und Jugendliche, dass sie gar nicht so wenige sind, die sich in der Kirche engagieren.
POW: Hat sich Seelsorge in den neuen Strukturen verändert?
Weihbischof Boom: Ja. Das Territorium, die Seelsorgeeinheit wird nicht mehr das allein Bestimmende in
der Seelsorge sein. Da müssen wir noch viel lernen. Zunehmend rückt das Kategoriale in den Blick. Zum
Beispiel, wenn eine Pfarrei merkt, dass die Altenseelsorge nur noch gemeinsam auf größerer Ebene
organisiert werden kann. Oder in der Krankenhausseelsorge: Die Menschen im Krankenhaus sind oft weit
entfernt von ihren Gemeinden. Deshalb müssen Seelsorger vor Ort, im Krankenhaus, die Menschen
begleiten. Das wirkt sich dann auch auf die Stellenplanung aus.
POW: Die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind viel mit
Verwaltungsaufgaben beschäftigt. Braucht es wieder mehr Zeit für Seelsorge?
Weihbischof Boom: Man kann heute auf jeden Fall nicht mehr so Priester, Diakon oder pastorale
Mitarbeiterin und pastoraler Mitarbeiter sein wie vor 20 Jahren. Aber auch die Verhältnisse in den
Gemeinden haben sich total geändert. Der Mensch lebt ganz anders. Wenn wir früher in die Dörfer
schauten, war es so: Der Pfarrer ging in die Schule, besuchte den Kindergarten und organisierte vielleicht
das Pfarrbüro noch mit. Heute gibt es vieles in den kleinen Gemeinden nicht mehr. Oft sind nur noch die
alten Leute tagsüber im Dorf. Die Jungen sind nur am späten Abend oder am Wochenende vor Ort. Für
die Seelsorge ist es deshalb notwendig, zu schauen, was vor Ort wichtig ist. Organisation und Verwaltung
gehören dazu, sind aber nicht alles.
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POW: Was sollte Seelsorgerinnen und Seelsorger heute auszeichnen?
Weihbischof Boom: Genau hingucken, wie der Mensch lebt. Schauen, wo der Mensch seine Sorgen hat.
Den Menschen kennen und verstehen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger müssen Zeit für die
Menschen haben. Sie müssen nach den Notwendigkeiten schauen und Schwerpunkte setzen. Dabei ist
der Seelsorger nicht allmächtig und kann es ja gar nicht sein. Da überschätzen wir uns manchmal. So viel
wie möglich sehen, handeln, wo Handeln möglich ist, und alles in Gottes Händen wissen. Wir müssen
nicht noch kurz die Welt retten. Sie ist gerettet.
POW: Wo muss Seelsorge in den kommenden Jahren Schwerpunkte setzen?
Weihbischof Boom: Pflicht ist sicher: Wie gelingt es uns, die Sakramente, die Zeichen der Nähe Gottes,
gut den Menschen weiterzugeben. Das ist eine der vornehmsten Aufgaben der Seelsorge. Der Mensch
soll die Nähe Gottes spüren. In der katholischen Kirche heißt das, dass der Mensch diese Nähe in den
Sakramenten erfahren kann. Das ist es nicht allein, aber im Besonderen. In der Seelsorge geht es nicht
darum, die Sakramente zu verwalten, sondern sie zu spenden, dass sie immer als Geschenk erfahren
werden. Das muss zum Ausdruck kommen. Weder Beliebigkeit noch Strenge sind da gute Ratgeber.
POW: Die schwierigere Frage: Worauf sollte künftig in der Seelsorge verzichtet werden?
Weihbischof Boom: Das ist immer eine sehr gefährliche Frage. Vor Ort könnte genau das wichtig sein,
was ich vorschlage wegzulassen. Wir müssen immer schauen, wo wir uns in unserem Denken, Handeln
und Tun an der Oberfläche befinden. Wir dürfen keine oberflächliche Pastoral pflegen. Darauf können wir
verzichten.
POW: Blickt man auf die Sakramente, gehen die Zahlen insgesamt deutlich zurück. Ist die Zeit der
Volkskirche beendet?
Weihbischof Boom: Dass die Volkskirche überall zu Ende ist, glaube ich nicht. Es gibt Teile in unserer
Diözese Würzburg und auch in Deutschland, wo volkskirchliche Strukturen noch ganz stark sind. Teils
sind diese Strukturen aber nur noch im Denken vorhanden und greifen in der Praxis nicht mehr.
Insgesamt ist die herkömmliche Volkskirche in den bisherigen Strukturen mit den vielen Pfarreien, den
Verbänden, den Engagements und vielem mehr aber ein auslaufendes Modell. Ich frage mich manchmal:
Gibt es die „Pfarrfamilie“ noch? Oder den Lebensraum der „herkömmlichen Pfarrei“? Wo liegt die
Aufgabe der Verbände heute? Oft sind unsere Gemeinden nur noch Schlaf- oder Freizeiträume. In
diesem Sinn müssen wir von der Volkskirche als Lebensraum Abschied nehmen. Kirche des Volkes muss
es aber weiter geben, um nahe bei den Menschen zu sein. Volkskirche morgen wird stärker temporär
ausgerichtet sein. Zeit und Raum werden stärker wechseln.
POW: Christsein beginnt mit der Taufe. Wie sollte Taufkatechese, die Vorbereitung auf die Taufe, heute
gestaltet werden?
Weihbischof Boom: Warum kann die Katechese nicht bei den jungen Eltern ansetzen? Hier kann über
eine längere Zeit hin in einer Seelsorgeeinheit etwas wachsen. Die Eltern kommen nach der Taufe über
Jahre im Kindergarten und in der Grundschule zusammen. Ähnlich ist es bei der
Kommunionvorbereitung. Auch hier ist eine Zusammenarbeit in der Pfarreiengemeinschaft sinnvoll. Das
schließt ja nicht aus, dass trotzdem vor Ort Feiern stattfinden können. Zum Beispiel gibt es in anderen
Diözesen gemeinsame Kommunionfeiern in der Seelsorgeeinheit, die einzelnen Gemeinden empfangen
dann die Kommunionkinder an den folgenden Sonntagen.
POW: Kindern, die zur Erstkommunion gehen, fehlt oft jegliches Grundwissen des Glaubens. Macht es
noch Sinn, Kinder klassenweise zur Kommunion zu führen?
Weihbischof Boom: Ich würde das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Wenn ich nichts Neues habe,
behalte ich erst einmal das Alte bei. Abgeschafft ist etwas ganz schnell. Es gilt, wachsam zu sein, ganz
genau hinzugucken, wie die Menschen leben. Die Eltern treffen sich ja nicht nur mit Blick auf die
Vorbereitung zur Kommunion und zu den Sakramenten der Beichte und Firmung, sondern auch mit Blick
auf den Schulalltag, auf die Weitergabe ihrer Lebenserfahrung. Für die Gemeinden ist es eine Chance,
wenn die Kinder gemeinsam in der Grundschulzeit zur Kommunion gehen. Ich will aber nicht leugnen,
dass wir uns in sich stark veränderten Welten befinden.
POW: Firmungen gehören für Sie fast zum Tagesprogramm. Wie erleben Sie die jungen Christen? Gibt
es ein bestimmtes Alter, das Sie für Firmlinge empfehlen?
Weihbischof Boom: Die fast tägliche Begegnung mit den vielen Jugendlichen kann schnell den Blick auf
die Realität verstellen, dass das nicht der gemeindliche Alltag ist. Meist nehmen die Jugendlichen das
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Sakrament der Firmung sehr positiv und bewusst auf. Der Firmgottesdienst hat einen ganz hohen
Stellenwert. Wir feiern, dass Gott uns nahe ist, dass Gottes guter Geist da ist, dass wir eben nicht von
allen guten Geistern verlassen sind. Ich spüre das bei den Firmungen, und die Jugendlichen wissen auch
darum. Jugendliche, die über Jahre einen sehr engen Kontakt zur Kirche haben, erleben die Firmung
sicher nochmals ganz anders als jene, die nur sporadisch mit der Kirche verbunden sind. Insgesamt
gesehen ist das Wissen um die Schätze des Glaubens aber schon geringer geworden. Das liegt nicht
daran, weil die Welt schlechter geworden ist, sondern weil vieles nicht mehr eingeübt wird. Das braucht
Zeit. Diese ist aber bei vielen Jugendlichen total ausgefüllt. Beim Firmalter gibt es die Spannweite von der
sechsten bis zur neunten Klasse und darüber hinaus. Dabei würde ich auch bleiben. Die Gemeinden
sollten darauf schauen, welches genaue Alter sinnvoll und möglich ist. Entscheidend ist es, dass im
Menschen die Beziehung zu Gott aufgebaut wird und dass die Freundschaft mit Christus gepflegt wird.
POW: Die Firmung ist bei vielen Jugendlichen oft das letzte Mal, dass sie zur Beichte gehen. Ein
verlorenes Sakrament?
Weihbischof Boom: Gewiss ist es oft vor der Firmung vorerst das letzte Mal, dass die Jugendlichen
beichten. Aber wir wissen nicht, was alles im Leben noch geschehen wird. Es ist ja nicht so, dass
überhaupt nicht mehr gebeichtet wird. Wenn ich an die Wallfahrtsorte oder an die Katholiken- und
Weltjugendtage denke: Dort gehen viele – auch junge – Menschen beichten. Die regelmäßige Beichte
war Teil der volkskirchlichen Struktur. Aber dieses System funktioniert einfach nicht mehr. Einmal pro
Jahr zu beichten gehört zur Lebensordnung in der Kirche. Aber werben können wir nicht mit
Verordnungen, sondern dadurch, dass wir die Beichte als Geschenk entdecken: Sie ist das Sakrament
der Versöhnung – und wer braucht nicht Versöhnung mit den Menschen, mit sich, mit Gott? Vielleicht
entdecken die Menschen die Beichte nach einer Zeit wieder neu. Annäherungen gibt es beispielsweise in
der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die ja großen Zulauf hat. Man sollte die Beratung nicht mit der
Beichte verwechseln. Beratung und Beichte können aber aufeinander verweisen.
POW: Massiv zurückgegangen ist die Zahl der Trauungen. Woran liegt dies Ihrer Meinung nach und wie
sollte Kirche künftigen Eheleuten begegnen?
Weihbischof Boom: Zum einen sind es ganz einfach demographische Entwicklungen. Hinzu kommt oft
das fehlende Verwurzeltsein in der katholischen Kirche. Hauptgrund ist aber ganz bestimmt die Angst vor
der Bindung. Junge Menschen wissen, wie schnell eine Ehe auseinandergehen kann: Die Trauung wird
im großen Rahmen gefeiert und später ist der Rahmen leer oder das Bild darin zerrissen. Wenn den
Eheleuten nicht mehr klar ist, wer Gott ist, wie kann ich in der Welt dann mit dem Sakrament der Ehe
etwas vom Liebesverhältnis Gottes zum Menschen oder von Christus zu seiner Kirche sagen? Auch hier
gilt: Ein Sakrament ist Zeichen der Nähe Gottes zu uns Menschen. Eheleute werden so zu diesem
Zeichen. Sie sind gesegnet und werden zum Segen. Eine tiefere Einführung in die christliche Ehe als
Sakrament halte ich für nötig.
POW: Ein großes Problem in der Seelsorge ist der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Sie
waren selbst lange Jahre Pfarrer. Was antworten Sie als Weihbischof den Seelsorgern auf diese Frage?
Weihbischof Boom: Der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ist eine große Herausforderung
für die Kirche. Wir haben immer gedacht, dass alles glatt läuft im Leben. Gesellschaftliche Strukturen
haben auch vieles zusammengehalten, was manchmal große Risse hatte. Scheitern hatten wir oft nur im
Blick auf das Bußsakrament festgemacht. Scheitern erleben wir vermehrt bei Ehepaaren, die merken, ich
kann das gegebene Ja nicht mehr halten. Als Seelsorger müssen wir sehen, wie wir den gescheiterten
Menschen helfen können. Ganz wichtig ist, im Gespräch zu bleiben, einander zu verstehen – und dann
gibt es vor Ort viele sehr persönliche Lösungen. Vielleicht ist insgesamt die große Herausforderung in
unserer Gesellschaft: der Umgang mit Scheitern, Versagen und Unvermögen.
POW: Und die große kirchenamtliche Lösung dieser Frage …
Weihbischof Boom: Die große Lösung für die Gesamtkirche wird es so einfach nicht geben. Es gibt die
Möglichkeit der kirchenrechtlichen Annullierung einer Ehe. Aber nicht immer ist dies möglich. Die
Ostkirchen könnten hier ein Beispiel sein. Sie ermöglichen nach einem Vergebungsritus ein neues
Eheversprechen. Es gilt, das hohe Gut der ehelichen Treue zu bewahren, als auch dem Scheitern im
Leben Rechnung zu tragen. In der Vorbereitung auf die Trauung müssen wir aber noch mehr auf die freie
Entscheidung jedes Partners blicken. Ebenso sind nach der Eheschließung die Ehepaare zu begleiten.
POW: Was sagen Sie betroffenen Paaren?
Weihbischof Boom: Ich rate ihnen: Sprecht mit eurem Seelsorger. Ich setze darauf, dass er in seiner
Verantwortung für die Menschen gute pastorale Lösungen findet. Wir spitzen das Thema immer auf den
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Kommunionempfang zu. Oft geht es erst einmal darum, dass wiederverheiratete Geschiedene unter dem
Segen Gottes leben. Viele leben unter dem Segen Gottes, ob sie ihn ausdrücklich von der Kirche
bekommen haben oder nicht. Der Segen ist ein Geschenk Gottes, er ist nicht zu verwalten.
POW: Themenwechsel: Die Begräbniskultur ist völlig im Wandel. Was bedeuten die Veränderungen für
die Seelsorge?
Weihbischof Boom: Hier ist ganz viel in Bewegung – genauso wie am Anfang des Lebens. Es geht um
die Grundfragen des Lebens. Wie kommt der Mensch zur Welt? Wie gehe ich aus der Welt hinaus? Der
Wandel in der Bestattungskultur hängt damit zusammen, dass die Gesellschaft so mobil geworden ist.
Viele alte Menschen wollen ihren Angehörigen nicht zur Last fallen, wenn sie die letzten Dinge regeln,
und entscheiden sich dann für Friedwald oder Ruheforst bis hin zu anonymer Bestattung. Das ist nicht
alles atheistisch oder gottlos. Aus vielen spricht eine große Einsamkeit. Viele Menschen haben oft einen
Blick auf unsere Zeit, als sei dieses Leben die letzte Gelegenheit. Es ist die Frage nach dem ewigen
Leben, und die stellt sich in einer total mobilen Gesellschaft ganz schwer. Was bleibt eigentlich? Die
deutschen Bischöfe haben Ende des vergangenen Jahres, ich meine in guter Weise, in einem
ausführlichen Wort zur katholischen Bestattungskultur angesichts neuer Herausforderungen Wichtiges
gesagt.
POW: Ist für viele Menschen der Himmel verschlossen?
Weihbischof Boom: Ich glaube nicht. Aber viele Menschen sind so in sich gefangen, dass sie den Himmel
nicht offen sehen. Bei der Bestattungskultur ist für uns Christen das Requiem das Entscheidende, nicht
die Beerdigung. In vielen Ländern der Erde ist die offizielle Kirche bei der Bestattung nicht dabei, das
übernehmen die Angehörigen. Im Blick auf die Pastoral bei Todesfällen ist wichtig: Die trauernden
Menschen müssen das Herz des Seelsorgers und der Seelsorgerin spüren. Sie müssen merken, ohne
dass ich es groß sage: Da glaubt einer an das ewige Leben, da ist einer mit uns als Trauernden
unterwegs. „Wir sind nur Gast auf Erden“, das singen wir oft. Dies ist das Entscheidende. Da gibt es oft
viele vertane Chancen in der Seelsorge. Unsere Hauptabteilung Seelsorge plant für das nächste Jahr ein
Themenheft zur Trauerpastoral in der neuen Reihe „heute.glauben.leben“.
POW: Wenn auch manches abnimmt in der Kirche: Wallfahrten boomen.
Weihbischof Boom: Das Pilgern ist eine Lebensart, die dem heutigen mobilen Menschen sehr
entgegenkommt. Wir sind mit dem Pilgern ganz nahe am Nerv der Zeit. Das Pilgerwesen war stets eine
große Laienbewegung und wurde von geistlichen Gemeinschaften getragen. Pilgern war oft nicht eine
Sache der Kirchen- und Gemeindeleitung. Früher war es manchmal den Bischöfen und Pfarrern ein Dorn
im Auge. Heute natürlich nicht mehr. Wir freuen uns über die vielen Menschen, die sich auf den
Pilgerweg begeben. Der Mensch unterwegs, das pilgernde Gottesvolk ist eines der treffenden Bilder des
Zweiten Vatikanums.
POW: Kurze Frage zum Dialogprozess: Was ist unter der „Landkarte des Gelingens“ zu verstehen, die im
Bistum Würzburg bis 2013 entstehen soll?
Weihbischof Boom: Wir wollen aufzeigen, was alles im Bistum Würzburg gelungen ist. Wir schauen nicht
nur nach den Defiziten, sondern nach dem Positiven, das geschieht. Das Negative soll nicht
verschwiegen, aber das Positive hervorgehoben werden. Wir wachsen mit dem Gelungenen.
POW: Was ist für Sie das Wichtigste in der Seelsorge?
Weihbischof Boom: Vertrauen in Gott und den Menschen zu stärken. Es gibt keine Pastoral ohne
Vertrauen. Seelsorge geschieht da, wo Vertrauen erhalten und aufgebaut wird. Wo Vertrauen ist, holen
wir uns ein Stück Himmel auf die Erde. Kirche ist da am vertrauenswürdigsten, wo sie mit den Menschen
geht und um die eigenen Schwächen und die Schwächen der anderen weiß – und wir nicht den starken
Mann, die starke Frau markieren und besserwisserisch daherkommen. Darum geht es ja auch im „Jahr
des Glaubens“, zu dem uns Papst Benedikt XVI. einlädt. Unser Glaube und unser Vertrauen in Gott
sollen gestärkt werden. Wir sind angenommen trotz all unseres Versagens und all unserer Schuld. Aber
auch das Vertrauen unter uns Menschen braucht Stärkung. Je mehr wir Gott in unserer Welt sehen,
desto mehr entdecken wir, dass wir als seine Kinder untereinander Schwestern und Brüder sind. Dann
sind wir wieder beim Zweiten Vatikanum, dessen Eröffnung vor 50 Jahren wir in diesem Jahr feiern.
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„Tansania ist Kinderland“
Interview mit Benediktinerabt Anastasius Reiser von der Abtei Peramiho zu
Veränderungen in Kirche und Gesellschaft Tansanias – „Die Großfamilie bricht
total auf“ – Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 17 Jahre alt – Kultureller Wechsel
in Abtei Peramiho – Großer Rückhalt aus Deutschland im Partnerbistum spürbar
Peramiho/Münsterschwarzach (POW) Gesellschaft und Kirche in Tansania stehen vor großen
Herausforderungen. Die Großfamilie bricht auseinander. Vor allem Kinder und Alte brauchen
Unterstützung. Seit 2006 ist Benediktinerpater Anastasius Reiser (47) Abt der Benediktinerabtei
Peramiho im Süden Tansanias. In folgendem POW-Interview, das in Peramiho geführt wurde, spricht er
über das junge Partnerbistum Mbinga, die gesellschaftlichen Veränderungen in Tansania und den
Umbruch in der Abtei Peramiho.
POW: Wie erleben Sie die junge Kirche von Mbinga, eine 25 Jahre junge Diözese?
Abt Anastasius Reiser: Die erste Generation der Verantwortlichen ist in Ruhestand getreten. Junge
Priester, die teils in Deutschland ausgebildet wurden, sind jetzt in der Diözesanverwaltung am Ruder. Der
neue Bischof John C. Ndimbo hatte einen guten Start. Er ist ein sehr zugänglicher Bischof. Er hat sehr
positive Kritik bekommen – sowohl in der Diözese Mbinga, als auch in der katholischen Kirche in
Tansania. In der Bischofskonferenz ist er für die Bildung zuständig – ein Zeichen, dass er dort etabliert
ist. Die Diözese Mbinga profitiert sehr von der Partnerschaft mit Würzburg. Man merkt, dass Kirchen
renoviert sind, Pfarrhäuser in Ordnung sind, mit Solaranlagen Strom für die Pfarrzentralen erzeugt wird.
Den Leuten wird materiell geholfen, der Rückhalt aus Deutschland ist spürbar. Das ist ein großer Vorteil
der Partnerschaft mit Würzburg. Das 25. Jubiläum der Diözese Mbinga war ein runder, stimmiger
Festtag, ein sehr gutes Zusammenspiel aller Kräfte. Die Pfarreien waren auf das 25. Gründungsfest der
Diözese Mbinga gut vorbereitet.
POW: Das Christentum ist schon länger in der Region – über 100 Jahre. Ist es auch angekommen bei
den Menschen?
Reiser: Ich denke schon, dass das Christentum in der Region Mbinga angekommen ist. Die Menschen
haben einen tiefen Glauben, sie beten zum christlichen Gott und sind in den meisten Gebieten des
Bistums Mbinga katholisch. Traditionell gibt es aufgrund der Missionierungsgeschichte am Njassa-See
Anglikaner, da findet Interkonfessionalität statt. Die Naturreligion spielt natürlich auch immer wieder eine
Rolle. Beispielsweise wenn es um Initiationsriten der Jugendlichen geht oder bei unheilbaren
Krankheiten. Da fragt man doch mal die Zauberin oder den Zauberer. Rudimentär ist hier noch der alte
Glaube präsent. Im Alltagsleben aber nicht. Ein Problem ist die Bildung. Man merkt den säkularen
Einfluss bei der Jugend. Die Technik und die Großstadt ziehen mehr als die christliche Sozialisierung.
Wenn diese aber wegfällt, bleibt wenig ethisches Handeln zurück. Die Frage stellt sich: Wie sieht mein
Umgang mit dem Nächsten aus? Die Umsetzung der christlichen Botschaft im Alltag ist noch eine große
Aufgabe.
POW: Beobachten Sie Umbrüche in der Gesellschaft Tansanias?
Reiser: Die Großfamilie bricht total auf. Es gibt sie noch, wo Großeltern, Eltern und Kinder unter einem
Dach leben. Aber schon wenn die Kinder in die weiterführende Schule in der nächsten Stadt gehen, sind
sie weg. Problem ist die Sterblichkeit, vor allem Aids. Die Elterngeneration fehlt mittlerweile in manchen
Gegenden Tansanias. Kinder müssen ohne Eltern aufwachsen. Sie leben dann bei den Verwandten. In
diesem Fall funktioniert die Großfamilie noch. Ein Problem ist, wenn die Kinder eine berufliche Karriere
machen und in die Stadt ziehen: Dann sitzen die Eltern arm zuhause, vergessen von ihren etablierten
Kindern. Diese versorgen die Eltern nicht mehr. Das Solidaritätsempfinden schwindet. Hier findet ein
Bruch der Großfamilie statt.
POW: Wer fängt dann die Alten auf?
Reiser: In Peramiho haben wir ein Caritassystem eingerichtet. Mitarbeiter gehen in die Dörfer und
schauen nach allein lebenden älteren Menschen, die Hilfe brauchen. Das sind nicht immer die, die betteln
und nach Hilfe rufen. Wir versuchen, die gröbste Not zu lindern und die Großfamilie wieder zu aktivieren,
damit sie ihrer Aufgabe nachkommt.
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POW: Ihre Abtei wird zunehmend afrikanischer. Wie klappt dieser Übergang von den europäischen
Missionaren zu den einheimischen Brüdern?
Reiser: In jeder Gemeinschaft gibt es immer das Generationenthema. Es ist normal, dass die junge
Generation in die Verantwortung tritt. Bei uns kommt der kulturelle Unterschied hinzu. Bis 1985 war
Peramiho eine rein deutsche, europäische Abtei in Afrika. Jetzt ist die Abtei afrikanisch mit einigen
wenigen deutschen Missionaren. Da entsteht ein kultureller Wechsel. Diesen müssen wir gestalten und
damit umgehen.
POW: Wie zeigt sich dieser Wechsel?
Reiser: Das geht schon beim Essen los. Es wird afrikanischer gekocht. Die Liturgie ist freudiger. Es wird
getanzt und geklatscht bei großen Festen. Stärker merkt man den Unterschied bei
Entscheidungsprozessen. In Gremien und Sitzungen wurde im deutschen Kontext schnell abgesprochen
und entschieden. Bei den Afrikanern muss man viel mehr miteinander reden und erklären. Die
Entscheidungsprozesse dauern viel länger. Sitzungen unter vier Stunden sind eine Seltenheit.
Atmosphärische Unterschiede muss man viel stärker in den Blick nehmen und ganz vorsichtig jonglieren
und behutsam miteinander umgehen.
POW: Wie klappt es in den über 30 Betrieben der Abtei?
Reiser: Die Wirtschaftlichkeit wird gewährleistet. Die Betriebe tragen sich weitgehend selbst. Bei der
Landwirtschaft ist es wichtig, dass sie keine allzu großen Verluste macht. Sie ist defizitär. Hier stehen wir
in Konkurrenz mit dem Weltmarkt. Wir müssen schauen, dass die Ausgaben durch die Einnahmen
zumindest gedeckt werden. Die Wirtschaftlichkeit ist eine große Herausforderung. Kritik und Kontrolle
sind neu in der afrikanischen Kultur, aber wichtig. Wir führen jetzt alle drei Monate eine
Finanzbesprechung durch, um kontinuierlich den Überblick zu haben. Hier muss ich sehr stark mit Lob
arbeiten und motivieren. Wir haben die meisten Betriebe an afrikanische Mitarbeiter übergeben. Ich bin
zuversichtlich. Wir sind auf einem guten Weg.
POW: Kann sich die Abtei künftig selber tragen oder ist sie nach wie vor auf Spenden aus Deutschland
angewiesen?
Reiser: In Peramiho gibt es Projekte für die Menschen, Projekte der Entwicklungshilfe – beispielsweise
das große Krankenhaus oder die Wasserversorgung. Hier sind wir nach wie vor auf Spenden
angewiesen. Unsere Betriebe selbst stehen in Konkurrenz zu anderen Betrieben im Land und müssen
professionell arbeiten, ansonsten geht die Kundschaft weg – beispielsweise die Druckerei. Da stehen
unsere Betriebe ganz gut da.
POW: Gibt es Pläne für die künftige Energiegewinnung der Abtei?
Reiser: Wir müssen Photovoltaik installieren. Es gibt Pläne für eine 150-Kilowatt-Anlage für Peramiho. Da
sind hohe Investitionskosten notwendig, die ohne Spenden nicht zu finanzieren sind. Die Betriebe
produzieren keinen solch großen Überschuss, um das zu finanzieren. Weiter ist Solarenergie für
Warmwasser nötig. Wir haben ein Wasserkraftwerk. In der Trockenzeit nimmt der Flusspegel ab. Das
Kraftwerk kann dann nicht den Strom produzieren, der nötig wäre, vor allem für das Krankenhaus. In der
derzeitigen Trockenzeit muss der Strom mit Diesel produziert werden. 900 Liter Diesel fließen pro Tag in
die Generatoren. Das ist zu teuer. Das können wir nicht bezahlen. Es gibt auch ein Versuchsfeld von
30 Hektar mit Jatropha-Anbau. Mit der Ölfrucht soll Energie gewonnen werden. Wind ist eine weitere
Idee. Wir streben einen Energiemix an.
POW: Vor ihrer Haustüre entsteht die große Straße nach Mbinga ...
Reiser: Es ist ganz wichtig, dass die Straße kommt. Eine Straße gehört zur Infrastruktur des Landes.
Ohne Teerstraße ist kein vernünftiger Handel möglich, besonders in der Regenzeit. Die Straße bringt
Investitionen und Fortschritte für die Gegend. Nachteil ist der wachsende Straßenverkehr mit vermehrten
Unfällen. Wir hatten viele schwere Motorradunfälle in letzter Zeit. Bei der Verkehrsausbildung ist noch ein
großer Nachholbedarf da. Der Energiepreis ist in Tansania enorm gestiegen. Wir zahlen etwa einen Euro
für einen Liter Diesel in einem Land, in dem der Durchschnittsverdienst am Tag einen Euro beträgt. Das
ist untragbar für die Menschen in Tansania.
POW: Beim Straßenbau engagieren sich vor allem Chinesen …
Reiser: Drei Nationen bauen: die Engländer, die Amerikaner und die Chinesen. England und die USA
beteiligen sich finanziell, China hat den Straßenbau übernommen. Jede der drei Nationen hat Interesse
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am Land und benötigt Bodenschätze. China hat ganz massive Interessen, in der Freihandelszone Waren
nach Tansania zu importieren. Auf der anderen Seite brauchen sie Kupfer, Uran, Kohle, Edelsteine,
seltene Erden. Hier steht ein massives Interesse dahinter. Interessant war auch, dass der erste
Bauabschnitt der Teerstraße bis zur Abzweigung zur großen Kohlemine und zum Eisenerzvorkommen
sehr schnell fertig war. Uran gibt es in der Gegend von Mbinga und Liparamba. Hier haben vor allem die
USA großes Interesse. Sehr viele Regierungsmitglieder Tansanias profitieren von den Verträgen mit
anderen Ländern. Korruption ist ein großes Problem in Tansania – auf sehr verschiedenen Ebenen.
POW: In Deutschland blicken die Sternsinger bei ihrer Aktion zum Jahreswechsel besonders nach
Tansania. Die bundesweite Eröffnung findet am 28. Dezember im Würzburger Dom statt. Was sagen sie
den Kindern in Deutschland zu Tansania?
Reiser: Tansania ist ein Kinderland. Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 17 Jahre alt. Die Hälfte! Kinder
brauchen Unterstützung, benötigen Bildung vom Kindergarten an. Wir unterstützen Kindergärten. Bildung
soll vom Kleinkindalter an stattfinden. In den ersten Lebensjahren ist die Gesundheit sehr wichtig für die
Kinder. Kinder sollen in die Schule gehen können, etwas zu Essen und zum Anziehen haben und Freude
am Leben finden. Wenn ein Kind keine Freude erlebt, kann es auch als Erwachsener keine Freude
haben.
Interview: Bernhard Schweßinger (POW)
Zur Person:
Anastasius Reiser wurde 1964 in Sinsheim, Kreis Rhein-Neckar, geboren und stammt aus Zeutern bei
Karlsruhe. Nach einer Ausbildung als Mess- und Regelmechaniker und dem Besuch des Kollegs Sankt
Pirmin in Sasbach, den er mit dem Abitur abschloss, trat er 1989 ins Kloster Münsterschwarzach ein.
Seine ersten Gelübde legte er am 6. April 1991 ab. Anschließend studierte er Theologie in Würzburg.
Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte ihn 1999 zum Priester. Bis Herbst 2002 war Pater Anastasius
Rektor im Lehrlingsheim Sankt Plazidus in Münsterschwarzach. Danach ging er für zwei Jahre nach
Peramiho in Tansania, wo er im Verlag und in der Druckerei beschäftigt war. 2004 kehrte er nach
Münsterschwarzach zurück. Dort war er bis zur Wahl zum Abt von Peramiho am 8. August 2006 als
Magister für die zeitlichen Professen, erster Cantor der Choralschola und Webmaster tätig.
(124 Zeilen/3612/0912; E-Mail voraus)
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Zahl der Woche
Sechs …
… Auszubildende haben am Montag, 3. September, ihre Ausbildung im Bischöflichen Ordinariat
Würzburg begonnen. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand begrüßte Jana Hecht (Rimpar), Katharina
Koberstein (Wartmannsroth), Sarina Leipold (Waigolshausen) und Julia Oeftering (Dipbach), die zur
Bürokauffrau ausgebildet werden, sowie den angehenden Fachinformatiker Julian Scheiner
(Duttenbrunn) und Dorian Schmitt (Mömbris), der eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und
Informationsdienste durchläuft. Er wünschte den jungen Leuten viel Freude auf ihrem neuen
Lebensabschnitt. Nach den Worten des Generalvikars stellt das Schaffen von Ausbildungsplätzen für die
Gesellschaft und auch für die Kirche eine Herausforderung dar, die um des Wohles junger Menschen
willen mit allen zur Verfügung stehenden Kräften angegangen werden müsse. Das liege zugleich im
allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Interesse. „Wir betrachten das Ausbilden als spezielle Form
der kirchlichen Jugendarbeit“, erläuterte Hillenbrand. Nach Angaben von Ausbildungsleiter Stephan Siegl
bildet das Bischöfliche Ordinariat Würzburg derzeit insgesamt 16 Jugendliche zu Bürokaufleuten oder zu
Fachinformatikern aus. Darüber hinaus absolvieren rund 30 Jugendliche in weiteren Einrichtungen der
Diözese eine Ausbildung.
(14 Zeilen/3612/0918; E-Mail voraus)
mh (POW)
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Im Gespräch
„Ein zeitgenössisches Werk mit
ungewöhnlicher Besetzung“
Domkapellmeister Professor Martin Berger und die Würzburger Dommusik
stimmen sich auf die Aufführung der Kirchenoper „Augustinus – ein klingendes
Mosaik“ vor Papst Benedikt XVI. ein – Vorab-Konzert in der Würzburger
Pfarrkirche Sankt Adalbero
Würzburg/Castel Gandolfo (POW) Mit einem klingenden Geschenk gratuliert das Bistum Würzburg am
Mittwoch, 26. September, Papst Benedikt XVI. nachträglich zu dessen 85. Geburtstag. Wie sich die
Würzburger Dommusik auf das Ereignis vorbereitet und was die musikalischen Herausforderungen sind,
erläutert Domkapellmeister Professor Martin Berger im folgenden Interview.
POW: Herr Domkapellmeister Berger, am 26. September führen Sie mit der Würzburger Dommusik die
Kirchenoper „Augustinus – ein klingendes Mosaik“ von Winfried Böhm und Wilfried Hiller in Castel
Gandolfo vor Papst Benedikt XVI. auf. Sind Sie schon nervös?
Domkapellmeister Professor Martin Berger: Nein, eher konzentriert. Wir vertreten ja vor dem Papst unser
ganzes Bistum und das soll dann ja auch wirklich gut werden. Wir haben uns sehr gefreut, dass unser
Bistum auf Anregung von Bischof Friedhelm dem Heiligen Vater Musik zum Geburtstag schenken möchte
und dass uns die Ehre zukommt, diese Idee umzusetzen. Benedikt XVI. ist ja ein großer Musikliebhaber
und ein ausgezeichneter Kenner des heiligen Augustinus. Ich bin gespannt, wie ihm ein zeitgenössisches
Werk gefällt, denn die zeitgenössische Kirchenmusik spielt ja sonst in Rom eine eher untergeordnete
Rolle.
POW: Wie weit sind Sie mit den Proben?
Berger: Zunächst stecken wir jetzt hauptsächlich in der Organisationsarbeit, denn solch ein Ereignis muss
sehr gut geplant sein. Der Kammerchor hat die Noten über die Ferien zu Hause, ebenso die
Instrumentalisten und Solisten. Jaromir Müller, einer unserer Domsingknaben, der den Sohn des heiligen
Augustinus singt, hat über die Ferien weiter Unterricht bekommen. Für die Produktion haben wir dann
vom 21.bis zum 23. September eine Kompaktarbeitsphase. Am 23. September um 17 Uhr spielen wir das
Werk in der Würzburger Pfarrkirche Sankt Adalbero, damit auch die Allgemeinheit erleben kann, was ihr
Bistum dem Heiligen Vater schenkt.
POW: Was ist musikalisch die größte Herausforderung des Stücks?
Berger: Es ist ein zeitgenössisches Werk mit ungewöhnlicher Besetzung, es gibt kein klassisches
Orchester, sondern eine Vielzahl von solistisch auftretenden Instrumenten. Es ist sehr rhapsodisch
geschrieben, das heißt, es gibt keine Arien, Chöre oder großen melodischen Bögen, wie man es von
klassischen Oratorien kennt. Das Werk besteht aus unterschiedlichen Klang- und Textfacetten. Hiller
nennt sein Stück ja auch „ein klingendes Mosaik“ und das zeigt die Schwierigkeit. Wie bei einem Mosaik
müssen sehr viele kleine Teile genau zusammenpassen, damit sich für den Hörer ein schlüssiges Bild
ergibt. Dazu müssen wir von zwei Bühnen aus musizieren, die an unterschiedlichen Orten der Kirche
stehen werden.
POW: So viele Sänger, Instrumentalisten und Musikinstrumente zu transportieren ist sicherlich kein
alltägliches Unterfangen. Wie organisieren Sie die Logistik?
Berger: Es ist wirklich ein sehr großes Unterfangen und die Zeit dafür ist sehr knapp. Die Umsetzung
funktioniert vor allem dank meiner Mitarbeiterin Franziska Weidner, die Enormes leistet, weil sie
krankheitsbedingt das Büro der Dommusik gerade alleine managen muss. Ein gutes Team ist immer ein
Glücksfall. Nun haben wir ja in der Vergangenheit schon einige große Dinge unternommen, auf diese
Erfahrung können wir natürlich zurückgreifen. In die Organisation eingebunden sind auch Domkapitular
Dr. Stefan Rambacher als Sekretär des Domkapitels und das Sekretariat unseres Bischofs. Das ist sehr
hilfreich, denn auch hier wird sehr viel geleistet. In Rom selbst arbeiten wir mit einem professionellen
Konzertveranstalter und natürlich der päpstlichen Präfektur. Die arbeitet hochprofessionell, denn dort hat
man natürlich Erfahrungen mit großen Veranstaltungen für den Heiligen Vater – und davon profitieren wir
sehr.
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POW: Wie lässt sich ein Konzert für den Papst für die Dommusik und Sie als Kirchenmusiker eigentlich
noch übertreffen?
Berger: Für den Papst zu singen ist natürlich immer etwas Besonderes. Wir hatten ja bereits die große
Ehre, im Jahr 2005 den Abschlussgottesdienst des Kölner Weltjugendtages für den Heiligen Vater zu
gestalten. Aber im Prinzip ist es für uns nicht anders als bei jedem Konzert und bei jedem Gottesdienst:
Wir versuchen wie immer, die Menschen, die uns zuhören, zu erreichen und für die Inhalte geistlicher
Musik zu sensibilisieren. Und letztlich musiziert ein Kirchenmusiker nicht nur zur Freude der Menschen,
sondern immer auch zur Ehre Gottes.
Interview: Markus Hauck (POW)
(51 Zeilen/3612/0917; E-Mail voraus)
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05.09.2012
Berichte
Augustinus-Oper für den Papst
Würzburger Dommusik führt Werk von Hiller und Böhm am 26. September in
Castel Gandolfo auf – Geschenk der Diözese Würzburg anlässlich des
85. Geburtstags von Papst Benedikt XVI. – Enge Verbindung zum Kiliansbistum
Castel Gandolfo/Würzburg (POW) Ein besonderes Geschenk hat die Diözese Würzburg für Papst
Benedikt XVI. vorbereitet: Der Kammerchor am Würzburger Dom unter der Leitung von
Domkapellmeister Professor Martin Berger führt am Mittwoch, 26. September, um 17.30 Uhr in der
Päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo die Kirchenoper „Augustinus – ein klingendes Mosaik“
auf. Anlass für diese Sonderaufführung ist der 85. Geburtstag des Papstes, den Benedikt XVI. heuer
feierte. „Das Bistum Würzburg möchte dem Musik- und Augustinusfreund auf dem Stuhle Petri eine
besondere Freude bereiten und ihm zugleich unsere tiefe Verbundenheit und unseren aufrichtigen Dank
für seinen großartigen Hirtendienst zum Ausdruck bringen“, betont Bischof Dr. Friedhelm Hofmann.
Die zeitgenössische Oper „Augustinus“ schildert in sieben musikalischen Bildern den Weg des
Augustinus von Hippo (354-430), der sich von weltlichen Vergnügungen und Verlockungen abwendet und
am Ende sich selbst und Gott findet. Nicht der Kirchenvater, sondern der Mensch Augustinus soll im
Mittelpunkt stehen. Dabei wird auf die Figur des Augustinus komplett verzichtet – stattdessen tritt er in
den Gedanken und Gesprächen anderer Menschen in Erscheinung. Das sind in erster Linie seine Mutter
Monnica, seine Geliebte Stella und sein Sohn Adeodatus. Das Libretto schrieb der Würzburger Professor
Winfried Böhm. Böhm ist international anerkannter Erziehungswissenschaftler, schreibt aber auch Texte
für Opern und inszeniert Opernaufführungen. Die Musik stammt vom Münchner Komponisten Wilfried
Hiller. Sein geistliches Spiel „Der Sohn des Zimmermanns“ wurde 2010 am Würzburger Dom
uraufgeführt. Schon für diese Oper wurde eine ungewöhnliche Perspektive gewählt – Jesus wird
ausschließlich musikalisch durch 33 Bratschen und eine Viola d’amore verkörpert.
Bischof Hofmann hatte Papst Benedikt XVI. bereits bei der Feier des 85. Geburtstags über das Geschenk
informiert. Zusammen mit den bayerischen Bischöfen nahm er am 16. April an der Geburtstagsfeier in
Rom teil. Die Diözese Würzburg würdigt mit dem Geschenk auch die besondere Verbundenheit des
Papstes mit der Bischofsstadt am Main: Der Würzburger Bischof Josef Stangl weihte den ernannten
Erzbischof von München und Freising, Joseph Ratzinger, am 28. Mai 1977 im Münchner Liebfrauendom
zum Bischof. Damals legte auch der damalige Paderborner Weihbischof Dr. Paul-Werner Scheele dem
späteren Papst Benedikt die Hände auf. Kardinal Ratzinger wiederum hielt bei der Beisetzung von
Bischof Stangl am 11. April 1979 das Requiem und die Predigt. Schließlich war Kardinal Ratzinger
Ehrengast bei der 400-Jahr-Feier des Priesterseminars Würzburg im Jahr 1989. Bei einer Festakademie
am 6. Mai 1989 eröffnete er in der Neubaukirche die Jubiläumsfeier und sprach über „Perspektiven der
Priesterausbildung heute“.
Neben Bischöfen, Mitgliedern des Domkapitels, Dekanen und weiteren Ehrengästen aus der Diözese
Würzburg wird eine Delegation des Zentrums für Augustinus-Forschung (ZAF) in Würzburg im Rahmen
eines fünftägigen Symposiums in Rom die Aufführung der Augustinus-Oper besuchen. Mit dem ZAF
verbindet Papst Benedikt XVI. eine langjährige wissenschaftliche Weggemeinschaft. In den 1970er
Jahren lehrte Professor Joseph Ratzinger an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Regensburg
Dogmatik und übernahm im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Aufgabe,
Gutachten für das aufkeimende Projekt „Augustinus-Lexikon“ zu erstellen. Bei einer Privataudienz im
vergangenen Jahr überreichte ihm Augustinerpater Professor em. Dr. Cornelius Petrus Mayer,
Herausgeber des Augustinus-Lexikons und Leiter des ZAF, den dritten Band des Augustinus-Lexikons.
Der Papst ist ein ausgewiesener Augustinus-Kenner: Schon in seiner Dissertation „Volk und Haus Gottes
in Augustins Lehre von der Kirche“ von 1951, ausgezeichnet mit summa cum laude, beschäftigte er sich
mit Augustinus von Hippo.
(42 Zeilen/3512/0891; E-Mail voraus)
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Diözese eröffnet „Jahr des Glaubens“
Auftaktveranstaltungen am 11. Oktober in Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen
sowie am 13. Oktober in Aschaffenburg – Katholische Akademie Domschule
startet am 16. Oktober Veranstaltungsreihe zum Zweiten Vatikanischen Konzil
Würzburg/Aschaffenburg/Bad Kissingen/Schweinfurt (POW) Anlässlich des 50. Jahrestags des
Zweiten Vatikanischen Konzils hat Papst Benedikt XVI. ein „Jahr des Glaubens“ ausgerufen. Es beginnt
am Donnerstag, 11. Oktober, dem Tag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, und endet am
24. November 2013. Die Diözese Würzburg feiert den Beginn des „Jahrs des Glaubens“ mit
Eröffnungsveranstaltungen, die am 11. Oktober in Würzburg, Schweinfurt und Bad Kissingen sowie am
13. Oktober in Aschaffenburg stattfinden. Das Zweite Vatikanische Konzil habe „uns allen wichtige
Impulse zur Erneuerung des kirchlichen Lebens geschenkt“, betont Bischof Dr. Friedhelm Hofmann. „Es
wäre ein ermutigendes Zeichen, wenn sich möglichst viele zusammenfinden könnten, um sich von Jesus
Christus neu auf den Weg des Glaubens rufen zu lassen und sich dabei gegenseitig bestärken.“
Bereits am Sonntag, 7. Oktober, spricht Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand von 10.05 bis 10.35 Uhr in der
Katholischen Morgenfeier im Hörfunkprogramm Bayern 1 des Bayerischen Rundfunks über das Zweite
Vatikanische Konzil. In Würzburg beginnt das „Jahr des Glaubens“ am Donnerstag, 11. Oktober, um
18.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann im Neumünster. Professor
Dr. Wolfgang Klausnitzer spricht um 20 Uhr im Kolping-Center Mainfranken, Kolpingstraße 1, zum Thema
„Kontinuität oder Bruch – Überlegungen zur Rezeption des Konzils“. In Schweinfurt feiert Weihbischof
Ulrich Boom um 18 Uhr eine Eucharistiefeier in der Heilig-Geist Kirche. Der Vortrag von Dr. Albrecht
Garsky um 19.30 Uhr im Dekanatszentrum, Schultesstraße 21, befasst sich mit dem Thema „Befreiender
Glaube – Freiheit, Lehramt und Verantwortung“. In Bad Kissingen beginnt um 18.30 Uhr in der HerzJesu-Kirche die Eucharistiefeier mit Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand. Um 20 Uhr hält er im
Gemeindezentrum in der Hartmannstraße 2 einen Vortrag über „Das Konzil und seine Folgen“.
In Aschaffenburg findet die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 13. Oktober, statt. Bischof em.
Professor Dr. Paul-Werner Scheele feiert um 17 Uhr eine Eucharistiefeier in der Sankt Agatha-Kirche.
Unter dem Motto „Löscht den Geist nicht aus!“ wird zudem von 10 bis 16.30 Uhr ein Studientag im
Martinushaus in Aschaffenburg angeboten. Konzils-Zeitzeuge Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele
referiert um 10 Uhr über „Erneuerung und Auftrag. Herausforderung und Ergebnisse des II. Vatikanischen
Konzils“. Die Workshops am Nachmittag befassen sich unter anderem mit den Themen „Wort des
lebendigen Gottes? Wenn Offenbarung und Vernunft aneinander geraten“ (Domkapitular Dr. Helmut
Gabel), „Worauf sollen wir hören? Wenn Gewissen und Lehramt aneinander geraten“ (Dr. Hildegard
Gosebrink) oder „Mit dem Rücken zum Volk? Errungenschaften der Liturgiereform“ (Michael Pfeifer).
Weitere Informationen und Anmeldung bis Montag, 8. Oktober, beim Martinusforum, Treibgasse 26,
63739 Aschaffenburg, Telefon 06021/392100, Fax 06021/392119, E-Mail [email protected],·Internet
www.martinusforum.de.
Die Katholische Akademie Domschule startet zudem eine Veranstaltungsreihe, die sich mit der
Auslegung und Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils befasst. Die Reihe beginnt am Dienstag,
16. Oktober, mit einem Akademieabend in der Augustinerkirche in Würzburg unter dem Leitwort „Anfang
eines Anfangs …“. Beginn ist um 17 Uhr mit einem Gottesdienst. Um 18 Uhr spricht Professor em.
Dr. Elmar Klinger, ehemaliger Ordinarius für Fundamentaltheologie und vergleichende
Religionswissenschaft an der Universität Würzburg, unter dem Titel „Ein Sprung nach vorn“ über die
Eröffnungsrede von Papst Johannes XXIII. - „Gaudet mater ecclesia“ (Es freut sich die Mutter Kirche) zum Zweiten Vatikanischen Konzil und das dahinter stehende Programm. Bischof Dr. Dr. Luigi Bettazzi,
einer der letzten noch lebenden Konzilsväter und Mitunterzeichner des Katakombenpakts, spricht um
20 Uhr über „Die Kirche der Armen auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil“. Die Veranstaltung findet in
Kooperation mit Pax Christi statt. Anmeldung für den Akademieabend bis Freitag, 12. Oktober bei der
Katholischen Akademie Domschule, Postfach 110455, 97031 Würzburg, Telefon 0931/38664500, Fax
0931/38664555, E-Mail [email protected], oder im Internet unter www.domschulewuerzburg.de.
(46 Zeilen/3612/0922; E-Mail voraus)
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05.09.2012
Papstreliquie in Würzburg
Dominik und Simon Renka überreichen Reliquie des seligen Papstes Johannes
Paul II. an Mariannhiller Missionare – Künftig in Krypta der Herz-Jesu-Kirche
Würzburg (POW) Eine Reliquie des seligen Papstes Johannes Paul II. (1920-2005) kann künftig in
Würzburg verehrt werden. Die beiden Brüder Dominik Josef und Simon Kilian Renka überreichten die aus
Krakau stammende Blutreliquie sowie einen Rosenkranz des Papstes am Donnerstag, 23. August, in
Würzburg an Pater Dr. Hubert Wendl, Provinzial der Mariannhiller Missionare, und Pater Siegfried Milz,
Hausoberer des Mariannhiller Piusseminars. Die Blutreliquie, ein Tropfen Blut auf einem Stoffteilchen der
Albe des Seligen, wollen die Mariannhiller in ein Reliquiar fassen lassen. Dieses soll dann zusammen mit
dem Rosenkranz, mit dem Johannes Paul II. bei seinen Missionsreisen gebetet hatte, und einer Ikone
des Seligen in der Krypta der Mariannhiller Herz-Jesu-Kirche aufgestellt werden.
„Johannes Paul II. war sehr mit der Mission und mit Afrika verbunden. Sein Leben und Wirken ist für uns
Mariannhiller Missionare Ansporn“, sagte der Provinzial. Dominik Renka, der in Krakau Medizin studiert,
betonte, mit der Übergabe der Reliquie danke er den Mariannhillern für die Unterstützung beim Bau eines
Kinderwaisenhauses in Lemberg in der Ukraine. Die soziale Einrichtung wurde am 27. Juni 2012 eröffnet.
Die Reliquie erhielt Renka vom Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz. Der einstige Papst-Sekretär hatte
zwei Ampullen mit Blut aufbewahrt, das dem schwerkranken Papst wenige Tage vor seinem Tod zur
Vorbereitung einer möglichen Bluttransfusion abgenommen worden war. Von einer Ampulle stammt der
Blutstropfen, der jetzt in Würzburg aufbewahrt wird. Nach Angaben der Brüder Renka besteht die
Möglichkeit, dass Kardinal Dziwisz zur öffentlichen Vorstellung des Reliquiars nach Würzburg reist. Der
Termin steht nach Angaben der Mariannhiller noch nicht fest.
Die Verehrung von Reliquien geht bis in die Frühzeit des Christentums zurück. Als Ausdruck der
Hoffnung auf die Auferstehung verehrten die Christen Gebeine und Gräber von Märtyrern besonders. Als
sich das Verlangen immer stärker entwickelte, in der Nähe solcher Gräber Eucharistie zu feiern, verteilte
man Reliquien auf Gemeinden und deren Gotteshäuser. „Reliquien haben dann ihren Sinn, wenn sie das
Glaubenszeugnis der Heiligen greifbar nahebringen und von da aus zu Jesus führen. Reliquien haben nie
eine Bedeutung in sich, sondern sind stets nur Verweis auf die größere Wirklichkeit Gottes, die sich in
den Heiligen bezeugt“, betont Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand in seinem Aufsatz „Mit Lichtgestalten
unterwegs“ zur Heiligenverehrung.
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05.09.2012
Ort für Gastfreundschaft und Bildung
Wiedereröffnung von Haus Klara am Freitag, 14. September – Generalsanierung
des Bildungs- und Exerzitienhauses der Oberzeller Franziskanerinnen
abgeschlossen – Schwester Katharina Ganz: „Klaras Spiritualität architektonisch
und künstlerisch zum Ausdruck bringen“
Kloster Oberzell (POW) Einladend, lichtdurchflutet und modern: So präsentiert sich das Haus Klara im
Kloster Oberzell in Zell am Main nach der Sanierung. Fast alles ist neu, von Leitungen und Installationen
über Technik und Einrichtung der Räume bis hin zur Aufteilung der Gebäude. Eine besondere Rolle für
die Atmosphäre spielen nun Licht und Glaskunst. Klara von Assisi wollte in ihrem Leben Christus zum
Leuchten bringen, erklärt Hausleiterin Schwester Katharina Ganz: „Wir wollten ihre Spiritualität auch
architektonisch und künstlerisch zum Ausdruck bringen.“ 7,3 Millionen Euro investierte die Gemeinschaft
in die Sanierung, die im Januar 2011 begann. Offiziell wiedereröffnet wird Haus Klara am Freitag,
14. September, gefeiert wird mit einem dreitägigen Filmfest.
Wenn die Sonne scheint, fallen sofort die farbigen Glaselemente am Nordflügel ins Auge. In Gelb und Lila
ziehen sie sich als leuchtendes Band vom Untergeschoss bis über das Dach. Sie sollen ausdrücken:
„Alles ist von der Liebe Gottes umfangen und durchdrungen.“ In der Kapelle erinnern drei farbige
Glasstelen an den vierten Brief Klaras an Agnes von Prag: Darin fordert sie die böhmische Königstochter
auf, in das Evangelium zu schauen wie in einen dreiteiligen Spiegel. Im Giebel der Kapelle strahlt ein
kreisrundes gelbes Fenster auch ohne Sonne ein warmes Licht aus. „Glaskunst schien uns der richtige
Weg“, erklärt Schwester Katharina Ganz. „Glas ist durchscheinend für Sonne und Licht und bringt die
Transzendenz Gottes zum Ausdruck.“ Geschaffen wurden die transparenten Kunstwerke von Claudia
Krämer-Marloh aus Neustadt am Main.
Seit dem Beginn der Sanierung im Januar 2011 hat sich Haus Klara grundlegend verändert. Zum einen
wurden die Gebäude neu geordnet. Der Westflügel, direkt an der Straße gelegen, ist nun ein reiner
Übernachtungstrakt. Auf drei Geschossen befinden sich 43 Schlafzimmer mit insgesamt 60 Betten, alle
ausgestattet mit Dusche und WC. Vor der Sanierung reichte der Platz für maximal 44 Gäste. Für einen
ruhigen Schlaf liegen alle Zimmer zum Innenhof. Telefon und Fernseher wird der Gast allerdings
vergebens suchen: „Ein Kloster ist ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen soll. Viele Menschen suchen
Entschleunigung, und wir möchten sie dazu einladen.“
Im Nordflügel befinden sich nun die Gemeinschafts- und Seminarräume. Der große Speisesaal im
Erdgeschoss kann bei Bedarf in zwei kleinere Säle geteilt werden. Neu ist ein „Selbstversorgerbereich“
mit Wohnküche, in dem Gruppen bis zu zehn Personen unabhängig vom sonstigen Betrieb im Haus
tagen können. Im Untergeschoss laden Cafeteria und Lounge Elisabeth zu Entspannung und
Gesprächen ein. Im Dachstuhl wurden die Zwischendecke herausgebrochen und die alten Holzbalken
freigelegt. Trotz seiner Größe strahlt der Raum Geborgenheit aus. Er soll künftig als Meditationsraum
genutzt werden. „Aufatmen“ kann man auch in der Hauskapelle: Das dunkle Chorgestühl ist weg, die Zahl
der Plätze von 17 auf 30 nahezu verdoppelt. In den Seminarräumen ist moderne Tagungstechnik
vorhanden, aber um sie zu nutzen, müssen die Teilnehmer den Medienwagen holen: „Die Technik soll
nicht das Haus dominieren.“
Die in den 1970er Jahren modernen dunklen Holzdecken und gedeckten Farben sind passé. „Unser Ziel
war, das Haus heller und freundlicher zu gestalten“, erklärt die Hausleiterin. „Die Gänge zum Beispiel
waren vorher lang, schlauchig, dunkel.“ Jetzt sind sie immer noch lang, aber die frisch lasierten
Ziegelsteine leuchten in einem hellen, warmen Umbra-Ton, und in die Gebäudeecken wurden zusätzliche
Fenster eingebaut. Die dunklen Nadelfilzböden wichen hellem Industrieparkett. Um mehr Licht in die
Gebäude zu bringen, wurden im Westflügel die schrägen Dachfenster durch Gauben ersetzt. Im
Nordflügel wurden unter anderem Glasfronten eingesetzt, das Untergeschoss ist nun teilweise freigelegt
und bekam ebenfalls große Fenster.
Vieles erinnert an die Zeit, als hier noch ein Gutshof der Prämonstratenser stand. „Bis vor rund 40 Jahren
standen hier noch die Stallungen, Scheune und Wirtschaftsgebäude der Ökonomie“, erzählt Schwester
Katharina Ganz. Im Klara-Saal, dem früheren Kelterhaus der Abtei, lassen die frisch geweißten
Zwischenräume die Schönheit des dunklen Gebälks hervortreten. Auch der barocke Dachstuhl im
Nordflügel, der von Hofbaumeister Joseph Greissing (1664-1721) stammen soll, kommt nach der
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Wegnahme der Zwischendecke erst richtig zur Geltung. Besonderer Wert wurde auf größtmögliche
Barrierefreiheit gelegt. Insgesamt drei Aufzüge bringen die Gäste vom Parkplatz in alle Etagen von Haus
Klara, zu den Schlafzimmern und in den Klara-Saal. „Jetzt können auch Rollstuhlfahrer in den großen
Tagungsraum gelangen, und auch die Bewirtschaftung ist dadurch leichter geworden.“ Zudem wurden
zwei der Schlafzimmer rollstuhlgeeignet ausgestattet. Ein unterirdischer Gang verbindet nun Haus Klara
mit dem Klara-Saal, so dass die Gäste bei jedem Wetter geschützt hin- und herlaufen können.
Dass eine Sanierung zwingend notwendig ist, hatte sich herausgestellt, als nach einigen Rohrbrüchen in
Küche und Schlafzimmern die völlig verkalkten Installationen zum Vorschein kamen. „Bei einem
Rohrdurchmesser von zwei Zentimetern hat nicht einmal mehr eine Stricknadel durchgepasst“, erinnert
sich Schwester Katharina Ganz. Vor die Wahl gestellt, das Haus entweder zu schließen oder komplett zu
sanieren, entschieden sich die Schwestern für die Generalsanierung. „Gastfreundschaft, Bildung und
Seelsorge sind für uns wichtige Schwerpunkte“, erklärt Schwester Katharina Ganz die Motivation hinter
der Entscheidung. „Wir wollen unsere Räume und unsere Spiritualität teilen.“ Und es gibt viele Menschen,
die an der besonderen Atmosphäre in Haus Klara teilhaben wollen: „Die Buchungen laufen bisher auch
ohne Werbung unglaublich gut.“
Die Wiedereröffnung wird mit einem Filmfest von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. September, gefeiert.
Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist eine Anmeldung erforderlich. Der Flyer mit dem Programm
kann im Internet unter www.hausklara.de heruntergeladen oder unter Telefon 0931/4601251 angefordert
werden.
sti (POW)
(66 Zeilen/3612/0913; E-Mail voraus)
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Für beide Seiten ein Gewinn
Teilnehmer des Projekts „Wohnen für Hilfe“ von Caritas und Katholischer
Hochschulgemeinde sind begeistert – Rentnerehepaar und Studentin
unterstützen sich gegenseitig – Wohnraumbietende gesucht
Margetshöchheim (POW) Sanft streicht Julia Barbier der Frau im Bett vor ihr über das schüttere Haar.
„Hast du Hunger?“, fragt sie liebevoll. Die 75-jährige Veronika Fischer blickt sie mit müden Augen an. „Ein
Wurstbrot oder Kuchen?“, hakt Barbier nach. „Wurst“, ist die gemurmelte Antwort. Die 22-Jährige
schmunzelt – sie kennt ihren Schützling eben sehr gut.
Was nach langjähriger Enkel-Großmutter-Beziehung aussieht, ist in Wirklichkeit innerhalb von vier
Monaten gewachsen. „Ein Glücksfall“, schwärmt Ehemann Willmar Fischer. Denn Anfang des Jahres
kannten sich Fischers und die Studentin noch gar nicht – die Not hat sie zusammengeführt. Barbier
brauchte ein Dach über dem Kopf und Willmar Fischer suchte jemanden, der ihm mit seiner
schwerkranken Frau hilft, ohne auf die Uhr zu schauen. Die Chemie stimmte von Anfang an. „Ich habe
sofort gemerkt, dass es passt“, freut sich der Rentner.
Zusammengefunden haben die beiden über das Projekt „Wohnen für Hilfe“ des Caritasverbands für die
Stadt und den Landkreis Würzburg und der Katholischen Hochschulgemeinde Würzburg. Dieses Projekt
bringt Studierende auf Wohnungssuche und hilfesuchende Menschen in Kontakt. Für einen
Quadratmeter Wohnraum helfen die jungen Leute eine Stunde im Monat mit – im Haushalt, im Garten
oder bei Behördengängen. Barbiers Aufgabe ist es, der kranken Veronika in den Rollstuhl zu helfen,
damit diese zur Tagespflege gebracht werden kann. Darüber hinaus geht sie mit dem Ehepaar spazieren
oder isst mit ihnen am Nachmittag Kuchen – ihr gemeinsames Ritual.
„Ich kann meine Frau nicht mehr alleine bewegen, da brauche ich Hilfe. Und Julia macht das
hervorragend“, schwärmt der einstige Malermeister. Auch die gebürtige Niedersächsin fühlt sich wohl
beim Rentnerehepaar. Berührungsängste hatte sie nicht: „Ich komme aus einer großen Familie und
kenne es, sich um andere zu kümmern – auch um Pflegefälle.“ Sie findet den Tausch von Wohnraum
gegen Hilfe sogar etwas unverhältnismäßig. Sie helfe doch nur ein bisschen mit und dafür bewohne sie
kostenlos eine 25-Quadratmeter-Wohnung mit kleinem Bad und Kochnische. Für Willmar Fischer aber ist
das Engagement der Studentin unbezahlbar.
„Ich wusste schnell, dass Frau Barbier und Herr Fischer zusammenpassen“, erinnert sich Mirjam Wagner,
Leiterin des Projekts „Wohnen für Hilfe“. Seit dem Start der Aktion im Juli 2011 konnte sie bereits
16 sogenannte Wohnpartnerschaften vermitteln. In Vorgesprächen klärt sie, welche Suchenden zueinander
passen, und vermittelt anschließend ein Treffen, alles kostenfrei. „An interessierten Studierenden mangelt
es nicht. Es ist schwieriger, Vermieter für das Projekt zu gewinnen“, erzählt Wagner. Viele hätten
anfänglich Bedenken. Auch der Sohn von Willmar Fischer habe seinem Vater abgeraten, gesteht der
begeisterte Ikonenmaler. Beeinflussen lassen habe er sich allerdings nicht – „zum Glück“.
Heute ist Barbier ein Teil der Familie geworden. „Meine zwei Kinder sind begeistert und auch der
gesamte Bekanntenkreis“, freut sich Fischer. Bald macht die Studentin vier Wochen lang ein Praktikum
im Archiv, dann springen mehrere Freundinnen von seiner Ehefrau ein und helfen. „Aber so gut wie Julia
kann das keiner“, lobt Fischer. Selbst bei ihm sei es ein Kampf, bis seine Frau einen Schluck aus der
Schnabeltasse trinkt. Julia schaffe es, dass die Seniorin sogar mehrere Becher freiwillig leere. „Ich
verhandle eben richtig“, kommentiert Barbier schmunzelnd.
Und auch neben den Hilfestellungen im Alltag profitieren Alt und Jung voneinander. „Willmar kennt sich
mit Ikonen und der Geschichte aus. Dadurch lerne ich viel über Heilige“, erzählt die Germanistik- und
Geschichtsstudentin. Noch bis März kommenden Jahres dauert ihr Studium an der Würzburger
Universität – aber anschließend will sie wieder Richtung Heimat nach Niedersachsen. „Dann müssen wir
unbedingt Postkarten schreiben.“
Wer Interesse an einer Wohnpartnerschaft hat, kann sich bei Mirjam Wagner vom Caritasverband für die
Stadt und den Landkreis Würzburg, Telefon 0931/38659128, E-Mail [email protected],
melden.
(45 Zeilen/3512/0905; E-Mail voraus)
vb (POW)
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05.09.2012
Aufbruch des Konzils lebendig halten
Neues Fortbildungsprogramm des Instituts für Theologisch-Pastorale Fortbildung
Würzburg (POW) Vom Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, das am 11. Oktober 1962 eröffnet
wurde, ist das neue Fortbildungsprogramm 2012/2013 des Instituts für Theologisch-Pastorale Fortbildung
in der Diözese Würzburg geprägt. In den 16 Konzilsdokumenten habe die katholische Kirche ihr
Selbstverständnis, ihren Auftrag für die heutige Zeit neu formuliert mit Blick auf die Hoffnungen und
Ängste der Menschen, schreiben Domkapitular Dr. Helmut Gabel und sein Stellvertreter Dr. Klaus Roos
im Vorwort.
In den Studientagen und Seminaren können sich Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter neu
vergewissern, was der Aufbruch des Konzils für ihr pastorales Handeln heute bedeutet. Unter dem
provokanten Titel „Charismen entdecken statt Mitarbeiter suchen“ wirbt der Gemeinde- und
Organisationsberater Dr. Reinhold Reck (Freising) – dem Kirchenbild vom Volk Gottes und Leib Christi
verpflichtet – am Donnerstag, 27. September, für eine „Charismenorientierte Pastoral“. Um zeitgemäße
Ansätze in der Eucharistie- und Firmkatechese geht es am Freitag, 5. Oktober, in Mosbach (Erzbistum
Freiburg). An dieser Veranstaltung wirkt Gemeindereferent Klaus Becker vom Referat
Gemeindekatechese des Bistums Würzburg als Referent mit. Der Pastoralpsychologe Professor Dr. Dr.
Klaus Kießling (Frankfurt) erschließt von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Oktober, insbesondere Diakonen
Quellen einer „Diakonischen Spiritualität in der Pastoral der Weltkirche“.
Hilfestellung für einen „konstruktiven Umgang mit Konflikten im Seelsorgealltag“ gibt Gemeinde- und
Organisationsberater Dr. Klaus Roos am Donnerstag, 18. Oktober. Möglichkeiten, krank machenden
Stress im pastoralen Dienst zu reduzieren, zeigt Supervisorin Barbara Fritzsche (Darmstadt) bei einem
Workshop am Dienstag, 11. Dezember, auf. Um ihren Dienst am Heil der Menschen noch besser
wahrnehmen zu können, haben die Pastoralreferenten im Bistum Würzburg ihre Fortbildung vom 15. bis
17. Januar 2013 unter das Thema „Heil – Heilung – Heilig? Von alten Sehnsüchten in neuen Formen“
gestellt. Mit Dr. Roos und Pfarrer Gerhard Reitz (Würzburg) können Seelsorger am 28. Januar 2013
Strategien und Konzepte zur Weiterentwicklung der Pfarreiengemeinschaften überdenken.
Das vollständige Programm ist im Internet unter www.tpf.bistum-wuerzburg.de als Download zu finden.
Die 52-seitige Broschüre ist kostenlos erhältlich beim Institut für Theologisch-Pastorale Fortbildung,
Priesterseminar, Domerschulstraße 18, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38664700, E-Mail [email protected]
(28 Zeilen/3612/0921; E-Mail voraus)
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05.09.2012
Kurzmeldungen
Neues Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt
Schweinfurt (POW) Das neue Halbjahresprogramm der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt
von September 2012 bis Februar 2013 ist da. Ein Schwerpunkt befasst sich mit dem Thema 50 Jahre
Zweites Vatikanisches Konzil. In der Reihe „Wie Glaube frei macht“ werden ausgewählte Konzilstexte
vorgestellt: Die einzelnen Abende befassen sich mit den Themen „Befreiender Glaube – Freiheit, Lehramt
und Verantwortung“, „Wertvolle Liebe – Partnerschaft, Ehe und Sexualität“ und „Dialog auf Augenhöhe –
Laien, Priester und die Pfarrgemeinde“. Bischof Luigi Bettazzi, Teilnehmer am Zweiten Vatikanischen
Konzil, spricht über das Thema „Christ sein nach dem Zweiten Vaticanum“. Einblicke in das Leben in der
Diaspora gibt Diakon Kaare Nielsen aus Kopenhagen in Dänemark – einem Land, in dem weniger als ein
Prozent der Einwohner Katholiken sind. In Zusammenarbeit mit der Palliativstation entstand die
Veranstaltungsreihe „Bilder vom Himmel – Einblicke aus Bibel, Kunst und Musik“, in der auch die aktuelle
Unterhaltungsmusik betrachtet wird. Das Programm listet zudem weitere Angebote auf, etwa des
Diözesanbüros Schweinfurt, der Kirchlichen Jugendarbeit, des Katholischen Senioren-Forums oder des
Gesprächsladens. Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Schweinfurt,
Dekanatszentrum, Schultesstraße 21, 97421 Schweinfurt, Telefon 09721/702531, Fax 09721/702535,
E-Mail [email protected]
(15 Zeilen/3512/0900)
Gerhard Heinrichs in den Ruhestand verabschiedet
Würzburg (POW) Nach 30 Jahren im Dienst des Bistums Würzburg ist am Freitag, 31. August, Gerhard
Heinrichs (63) in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit April 1989 arbeitete der Redakteur beim
Würzburger katholischen Sonntagsblatt. Chefredakteur Wolfgang Bullin würdigte Heinrichs als „Journalist
mit Leib und Seele“. Stets hilfsbereit, sei sich Heinrichs für keinen Termin und kein Thema zu schade
gewesen. Bullin hob zudem hervor, dass Heinrichs der an Alter und Dienstjahren Älteste der Redaktion
und zugleich für die Jugendseite verantwortlich war. „Bei den Jugendlichen genoss er für seine Arbeit
hohes Ansehen.“ Überhaupt kenne Heinrichs „Gott und die Welt“ und sei der „Investigator“, der es
praktisch immer geschafft habe, auch schwierig zugängliche Informationen zu bekommen. Seine
Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit sei mitunter für die Kollegen eine Herausforderung gewesen. Zugleich
habe Heinrichs mit seinem nahezu englischen, trockenen Humor viel zum guten Betriebsklima
beigetragen und sei ein tiefgründiger Mensch, wie seine Betrachtungen und Artikel zu Kunstthemen
zeigten. Dr. Dominik Faust, Leiter des Bereichs Medien der Diözese Würzburg, nannte Heinrichs einen
„Künstler und Lebenskünstler“, an dem er neben den vielen positiven Zügen, die Bullin bereits benannt
hatte, vor allem die Gelassenheit schätze, die den Afrikakenner auszeichne. Heinrichs dankte den
Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit und ihren verständnisvollen Umgang mit ihm. „In
der langen Zeit als Journalist habe ich die Entwicklung vom Bleisatz bis hin zur Digitalisierung miterlebt,
aber auch erfahren, wie groß die Vielfalt der Menschen ist – auch in der Kirche.“ Heinrichs stammt aus
Würzburg und studierte nach dem Abitur Geschichte und Jura, ehe er zu Beginn der 1970er Jahre als
freier Mitarbeiter und ab 1975 als Volontär beim Volksblatt arbeitete. Nach Stationen in der
Öffentlichkeitsarbeit des Würzburger Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer und beim Füssener
Blatt begann er 1982 in der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg (POW). 1989 wechselte
Heinrichs zum Sonntagsblatt. Er ist verheiratet und lebt in Zell am Main.
(22 Zeilen/3612/0914; E-Mail voraus)
mh (POW)
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05.09.2012
Klaus Schüll in den Ruhestand verabschiedet
Würzburg (POW) Nach 34 Jahren im Dienst des Bistums Würzburg ist am Mittwoch, 29. August, Klaus
Schüll (60), Sachbearbeiter in der Abteilung Kirchenstiftungen der Bischöflichen Finanzkammer, in den
Ruhestand verabschiedet worden. Als „freundlich, hilfsbereit, immer engagiert und ausgleichend“
charakterisierte ihn Bischöflicher Finanzdirektor Albrecht Siedler. Schüll habe immer einen guten Kontakt
zu den Pfarrern, Kirchenpflegern und Mitarbeitern der Pfarreien gepflegt: „Wir werden Sie vermissen.“
Schüll sei ein ebenso geduldiger wie im positiven Sinne hartnäckiger Mensch und eine „wichtige Stütze“
in der Pfarrgemeinde Sankt Jakobus im Würzburger Stadtteil Versbach, sagte Dr. Martin Schwab und
überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Mitarbeitervertretung (MAV). „Mit dieser Feier haben Sie
mir eine große Freude bereitet“, dankte Schüll. „Ich habe gerne hier gearbeitet, ich habe es als eine
interessante und spannende Zeit empfunden.“ Nach der Ausbildung zum Karosseriebauer und daran
anschließend zum Bürokaufmann arbeitete Schüll zunächst bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse
Unterfranken. Am 1. Oktober 1978 begann er seine Tätigkeit als Sachbearbeiter in der Pfründeabteilung
der Bischöflichen Finanzkammer. Von Juli 1991 bis Mitte 1993 war er stellvertretender Leiter der
Pfründeabteilung. Seit Mitte 1993 arbeitete er in der Abteilung Kirchenstiftungen im Team West. Schüll ist
verheiratet und hat zwei Kinder.
(15 Zeilen/3512/0904; E-Mail voraus)
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Gute Aussichten im Würzburger Berufsbildungswerk
Würzburg/Gadheim (POW) 120 Jugendliche und junge Erwachsene haben zum 1. September eine
Ausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahme im Berufsbildungswerk der Caritas-Don Bosco gGmbH
am Schottenanger und auf dem „Sankt Markushof“ in Gadheim begonnen. Neben Jugendlichen mit
besonderem Förderbedarf im Bereich Lernen bekommen dort nun auch junge Erwachsene mit
psychischen Beeinträchtigungen und Autismus-Spektrum-Störung die Möglichkeit, eine Ausbildung im
Berufsbildungswerk zu absolvieren. Die Ausbildungspalette der klassischen Handwerks-, Industrie- und
Dienstleistungsberufe, die 20 Berufssparten umfasst, wurde hierfür um sieben Berufe in den Bereichen
Bürokommunikation, EDV, Elektronik und Konditorei erweitert. Direktor Andreas Halbig und die
Mitarbeiter der Ausbildungsbereiche begrüßten die „Neuen“ am ersten Ausbildungstag. Halbig
überreichte rote Starterpakete mit Traubenzucker für ausreichend Energie, Tee zum Wachwerden und
Kaffee-Gutscheinen für die eigene Cafeteria für eine gelingende erste Zeit im Berufsbildungswerk. Der
Direktor wünschte alles Gute für den Ausbildungsstart und hob die individuellen Chancen hervor, die eine
Berufsausbildung im Berufsbildungswerk bietet. Zugleich zeigte Halbig sich nach den Umstrukturierungen
der vergangenen Monate vorsichtig optimistisch: „Nach massiven Einbrüchen der Auszubildendenzahlen
im vergangenen Herbst ist die Freude über 120 neue Teilnehmer nun groß. Die Weichen sind neu
gestellt.“ Das Berufsbildungswerk Würzburg bildet seit über 30 Jahren erfolgreich junge Menschen aus
und integriert sie in den ersten Arbeitsmarkt. Neben einer fundierten Berufsausbildung legt die
Einrichtung großen Wert auf die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt. Träger ist eine gemeinnützige
GmbH aus dem Caritasverband der Diözese Würzburg und der Deutschen Provinz der Salesianer Don
Boscos.
(20 Zeilen/3612/0919; E-Mail voraus)
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05.09.2012
Personalmeldungen
Ein Pilger mit Herz für die Menschen
Dompropst Weihbischof Ulrich Boom wird am 25. September 65 Jahre alt
Würzburg (POW) Er ist leidenschaftlich gerne bei den Menschen. Sein Amt bietet ihm dutzendfach die
Möglichkeit, Menschen zu begegnen – Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten. Fast täglich führen ihn
Firmungen, Weihen von Altären, Orgeln und Glocken sowie Jubiläen und Visitationen in die
180 Pfarreiengemeinschaften und Einzelpfarreien der Diözese Würzburg. Große Gelassenheit, natürliche
Fröhlichkeit und tiefe Frömmigkeit zeichnen ihn aus: Dompropst Weihbischof Ulrich Boom. Am Dienstag,
25. September, wird er 65 Jahre alt.
Vom Feiern will er wenig wissen, der Geburtstag ist für ihn Arbeitstag: Die Deutsche Bischofskonferenz
trifft sich vom 24. bis 27. September zur Herbstvollversammlung in Fulda. Weihbischof Boom wird dabei
den Studientag zur „Glaubenskommunikation in Religionsunterricht und Katechese“ mitgestalten und so
auch im neuen Lebensjahr „keinen Gang runterschalten“. 65 Jahre sind für ihn kein Alter, „aber man ist
doch weit über den Zenit des Lebens – das sollte man wissen“. Auch wenn man gesund sei, solle man
täglich in dem Bewusstsein leben, dass dies der letzte Tag sein könnte. „Bei meiner Wallfahrt zum Maria
Ehrenberg Mitte August durch die herrliche Rhön-Landschaft dachte ich: Wenn dies heute mein letzter
Tag wäre, wäre es nicht das Schlechteste.“ Damit will der Weihbischof nicht Trübsal blasen, denn er liebt
das Leben. „Aber das Leben ist nicht die letzte Gelegenheit. Ich bin ein Pilger. Unsere Heimat ist der
Himmel.“
Die Erdverbundenheit und der gleichzeitige Blick zum Himmel – das zeichnet den kunstsinnigen
Weihbischof aus. Und das Pilgersein. Immer wieder ist er in seinen 65 Lebensjahren zu Neuem
aufgebrochen. Als Pfarrer in Miltenberg – „dort war ich zuhause“ – muss Boom vor knapp vier Jahren die
wohl größte Veränderung in seinem Leben bewältigen: Papst Benedikt XVI. ernennt ihn am Nikolaustag
2008 zum Weihbischof in Würzburg und Titularbischof von Sulletto. „Ich habe immer gedacht, das
Pfarrersein in einer großen Seelsorgeeinheit wird bald wie das Leben eines Wandermissionars sein. Mit
der Ernennung zum Weihbischof hat mich diese Vorstellung eingeholt. Jetzt bin ich ein
Wandermissionar.“ Den Pilgerstab nimmt Boom gerne zur Hand. Gleich zu Beginn seines Amtsantritts
wandert er mit einer kleinen Gruppe von Priestern und Freunden von Miltenberg zur eigenen
Bischofsweihe am 25. Januar 2009 nach Würzburg. Übergang und Aufbruch will er damit symbolisieren
und sich geistig und körperlich dem Neuen und Unbekannten stellen.
Aufbrüche kennt Boom seit Jugendtagen. Der 1947 in Ahaus/Alstätte im Münsterland Geborene holt nach
einer Ausbildung als Bauzeichner sein Abitur über den zweiten Bildungsweg in Münster/Westfalen nach.
Er wechselt als Student der Theologie und später auch der Kunstgeschichte vom Münsterland nach
München und Würzburg und findet schließlich im Frankenland seine Bleibe. Bischof Dr. Paul-Werner
Scheele weiht Boom am 25. Februar 1984 im Kiliansdom in Würzburg zum Priester. Kaplansjahre in
Schweinfurt-Sankt Peter und Paul und Baunach folgen. Als Pfarrer wirkt Boom in Frammersbach,
Habichsthal und Partenstein im Spessart und ab 2000 in Miltenberg. Darüber hinaus engagiert er sich ein
Jahrzehnt als Dekan des Dekanats Lohr am Main.
Als Boom das Amt des Weihbischofs übernimmt, wird sofort deutlich: Hier kommt ein Mann, der vielfältige
und reiche Erfahrungen in der Seelsorge gesammelt hat. Für Bischof Hofmann Grund genug,
Weihbischof Boom zusätzlich die umfangreiche Aufgabe als Bischofsvikar für die Seelsorge im Bistum
Würzburg zu übertragen. Zum Dompropst, zum Vorsitzenden des Domkapitels zu Würzburg, ernennt ihn
der Bischof ebenso. Der Deutschen Bischofskonferenz scheint das langjährige Engagement Booms im
Deutschen Katecheten-Verein (DKV) bekannt zu sein: Nur wenige Monate nach seiner Bischofsweihe
gehört Boom der Pastoralkommission und der Liturgiekommission der Bischofskonferenz an. Wenig
später wird er außerdem Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Erziehung und
Schule. Die Verbindung von Gemeinde und Schule ist ihm ganz wichtig.
In die bundesweiten Schlagzeilen gerät Boom, als er 2006 die Glocken der Miltenberger Jakobuskirche
20 Minuten lang läuten lässt und so eine Kundgebung einer NPD-Jugendorganisation verhindert. Für
seinen couragierten Einsatz erhält Boom den Aschaffenburger „Mutig-Preis 2006“. Als „Don Camillo von
Miltenberg“ wird er deshalb immer wieder in Medien bezeichnet. Das hört er nicht gerne. Weil ihm die
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Auseinandersetzung mit rechtsextremen Gruppen zu ernst ist. Wobei er das Herz des Priesters Don
Camillo wohl schon als Vorbild sieht: ein Herz für die Menschen, kämpferisch, die Armen im Blick und ein
ganz persönliches Verhältnis zu Christus. Hier ist Weihbischof Boom dann doch dem italienischen
Priester wieder sehr nahe: Denn ein Herz für die Menschen – das hat er gewiss. Darauf weist nicht nur
das Herz auf seinem Bischofsring hin – das Zeichen der Priestergemeinschaft Jesus Caritas, die nach
dem Vorbild des seligen Charles de Foucauld Gott mitten in der Welt entdecken und brüderliche Nähe mit
den Menschen teilen will. Diesem Auftrag folgt Weihbischof Boom Tag für Tag – ganz getragen von der
Überzeugung: „Die schönsten Erfahrungen sind immer die Begegnungen mit den Menschen – und mit
ihnen Gott suchen und finden.“
bs (POW)
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Pfarrer i. R. Otto Storg wird 98 Jahre alt
Gerolzhofen/Bischwind (POW) 98 Jahre alt wird am Sonntag, 16. September, Pfarrer i. R. Otto Storg,
langjähriger Seelsorger von Bischwind und Mönchstockheim, in Gerolzhofen. Storg wurde 1914 in
Schweinfurt geboren. 1936 legte er in Würzburg das Abitur ab. Vier Wochen nach der Priesterweihe
durch Bischof Dr. Matthias Ehrenfried am 16. März 1941 wurde der junge Geistliche zum Kriegsdienst
eingezogen und musste beim Russlandfeldzug Sanitätsdienst leisten. Oft teilte er seine Mahlzeiten mit
bitterarmen russischen Frauen und Kindern, erzählte er rückblickend. In Kiew gelang es ihm, rund
200 gefangene Juden in die Freiheit zu entlassen. 1945 kehrte er in seine Heimat zurück und trat in
Fellen seine erste Kaplanstelle an. Die nächsten Stationen waren Wörth, Alzenau und Amorbach.
1952 wurde Storg Kuratus in Soden, 1959 Pfarrer in Hendungen. 1962 verlieh ihm Bischof Dr. Josef
Stangl die Pfarrei Bischwind. Gleichzeitig wurde Storg zum Seelsorger von Mönchstockheim ernannt.
Beide Gemeinden betreute er über 37 Jahre bis 1999. Storgs besondere Liebe galt der Wallfahrtskirche
„Bischwinder Kappel“, die er zwei Mal restaurieren ließ. Die Gemeinden Bischwind und Mönchstockheim
dankten ihrem langjährigen Seelsorger mit Ehrenbürgerurkunden und der Bürgermedaille in Gold für
seinen Einsatz. Pfarrer Storg hat sich seit 1980 für den Kirchenbau in Tansania engagiert und für drei
Gotteshäuser in den Diözesen Iringa, Njombe und Songea die Finanzmittel bereitgestellt. Dafür wurde
Storg zum Ehrenhäuptling der Wahehe, eines in Tansania lebenden Volkes, ernannt. Seit 2004 ist er
auch Ehrenkanoniker des Kapitels der Heilig-Geist-Kathedrale im tschechischen Königgrätz. Dort hatte er
sich schon in der Zeit des Zweiten Weltkriegs durch Großherzigkeit und Mut ausgezeichnet.
2004 benannte die Gemeinde Bischwind aus Anlass von Storgs 90. Geburtstag eine Straße „Pfarrer-OttoStorg-Straße“. Seinen Ruhestand verbrachte der Geistliche von seiner Versetzung in den Ruhestand im
April 1999 bis Juli 2008 in Michelau, seither wohnt er im Caritas-Sozialzentrum Wohnstift Steigerwald in
Gerolzhofen. Im März 2011 konnte er sein 70. Priesterjubiläum feiern.
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Pfarrer i. R. Anton Lutz wird 93 Jahre alt
Lülsfeld/Brendlorenzen (POW) 93 Jahre alt wird am Montag, 17. September, Pfarrer i. R. Anton Lutz,
Hausgeistlicher im Kloster „Maria Schnee“ der Erlöserschwestern in Lülsfeld und langjähriger Pfarrer von
Brendlorenzen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Lutz wurde 1919 in Würzburg geboren. Nach seinem Abitur
1938 wurde er zunächst zum Reichsarbeitsdienst, dann zum Kriegsdienst eingezogen. Mehrfach
verwundet, geriet er in russische Gefangenschaft. 1948 kehrte er in seine Heimat zurück und vollendete
sein Theologie- und Philosophie-Studium. 1950 weihte ihn Bischof Dr. Julius Döpfner in Würzburg zum
Priester. Lutz war zunächst Kaplan in Zell am Main und Großheubach, dann Kooperator in Alsleben und
Homburg. 1953 wurde er Kuratus in Theilheim bei Schweinfurt. In dieser Zeit war er auch
Jugendseelsorger des damaligen Dekanats Werneck. Ab 1961 wirkte Lutz 36 Jahre lang in Brendlorenzen.
Zu Lutz‘ Verdiensten gehören die Initiative zum Bau eines Kindergartens im Neubaugebiet, zur Errichtung
von Pfarrheim und Pfarrhaus sowie zur Innen- und Außenrenovierung der Kirche Sankt Johannes.
35 Jahre lang war er in Brendlorenzen auch Präses der Kolpingsfamilie. 1997 wurde er in den Ruhestand
versetzt, den er als Seelsorger des Klosters „Maria Schnee“ in Lülsfeld im Landkreis Schweinfurt verbringt.
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05.09.2012
Pudussery mitarbeitender Priester in der Pfarreiengemeinschaft
Eichenbühl
Kirchzell/Eichenbühl (POW) Suresh Varghese Pudussery (43), bislang mitarbeitender Priester in der
Pfarreiengemeinschaft Kirchzell, wechselt zum 1. November 2012 als mitarbeitender Priester in die
Pfarreiengemeinschaft Sankt Antonius Erfthal und Höhen, Eichenbühl. Sein Einsatz ist befristet und
endet am 31. August 2014. Vorgesetzter ist Pfarrer Artur Fröhlich.
(4 Zeilen/3512/0902)
Adam Possmayer neuer Pfarrer von Marktbreit
Birkenfeld/Marktbreit/Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat auf Präsentation des
Fürsten Karl zu Schwarzenberg Adam Possmayer (55), bisher Pfarrer von Birkenfeld und Kuratus von
Roden, auf die Pfarrei Marktbreit eingesetzt. Außerdem wurde Possmayer zum Vertriebenen- und
Aussiedlerseelsorger in der Diözese Würzburg ernannt. Dienstantritt ist voraussichtlich im ersten
Quartal 2013. Possmayer wurde 1957 im rumänischen Arad geboren. Er empfing 1996 in Würzburg
durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele die Priesterweihe. Anschließend wirkte er als Kaplan in
Kitzingen-Sankt Vinzenz und Hoheim, Miltenberg sowie in Hofheim, Goßmannsdorf und Kerbfeld.
2001 wurde Possmayer Pfarrer von Birkenfeld, 2002 zudem Kuratus von Roden. 2003 wurde Possmayer
auch zum Beauftragten für Liturgie im Dekanat Lohr ernannt. Von 2006 bis 2008 war er zudem Kuratus
von Ansbach. 2007 übernahm er außerdem die Aufgabe des Dekanatsbeauftragten für die Ausländerund Vertriebenenseelsorge. Seit 2010 ist er darüber hinaus Dekanatsbeauftragter für Familie und
Integration, Bereich Integration, im Dekanat Lohr.
(12 Zeilen/3512/0903; E-Mail voraus)
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Pfarrer i. R. Werner Bernhard im Alter von 81 Jahren gestorben
Würzburg/Lohr am Main/Kirchlauter/Sennfeld (POW) Im Alter von 81 Jahren ist Pfarrer i. R. Werner
Bernhard am Dienstag, 28. August, im Würzburger Juliusspital gestorben. Bernhard wurde am
12. Oktober 1930 in Würzburg geboren. Als Jugendlicher wurde er besonders durch die katholische
Jugendbewegung in der NS-Zeit geprägt. Nach der Zerstörung Würzburgs wohnte er mit seiner Familie
bis 1948 in Darstadt bei Ochsenfurt. Die Priesterweihe empfing Bernhard am 18. Juli 1954 durch Bischof
Dr. Julius Döpfner in Würzburg. Nach Kaplansjahren in Obernau, Oberthulba, Amorbach und Baunach
wurde er 1960 Pfarrer in Kirchlauter. Darüber hinaus engagierte er sich als nebenamtlicher
Religionslehrer an der Berufsschule Ebern, als Dekanatsjugendseelsorger und als Kreiscaritaspfarrer. Im
Kreiscaritasverband Haßberge ist er Gründungsmitglied. Von 1969 bis 1975 war er auch Dekan des
Dekanats Ebern, anschließend bis 1976 stellvertretender Dekan. 1976 wechselte er nach Sennfeld, wo er
ebenfalls zusätzlich stellvertretender Dekan sowie Schulbeauftragter für Schweinfurt-Nord wurde und
zehn Jahre wirkte. Von 1986 bis 1997 war Bernhard schließlich Pfarrer in Lohr-Sankt Michael und
Rodenbach, zudem war er seit 1989 Prokurator im Dekanat Lohr. Unter anderem war Pfarrer Bernhard in
seinem Priesterleben auch Geistlicher Beirat diverser Ortsverbände der Katholischen ArbeitnehmerBewegung, Kreiscaritasvorsitzender in Ebern und Haßberge und Präses der Kolpingsfamilie Lohr.
1997 trat er in den Ruhestand. Viele Jahre half Bernhard als Ruhestandspriester noch in der Seelsorge
mit und engagierte sich in der Notfallseelsorge. Seit 2009 lebte er im Elisabethenheim in Würzburg. Von
2000 bis 2010 war er Mitglied im Vorstand des Sankt Ansgarwerkes München. 2011 errichtete Bernhard
die „Pfarrer-Werner-Bernhard-Stiftung“ als sogenannte unselbständige Stiftung unter dem Dach der
Caritasstiftung Würzburg und stattete diese mit einem höheren fünfstelligen Betrag aus. Zweck der
Stiftung ist es, die Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen zu fördern und darüber hinaus
auch Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung, alleinerziehende Eltern und bedürftige Familien
zu unterstützen. Das Requiem für Bernhard wird am Montag, 3. September, um 11 Uhr im Würzburger
Neumünster gefeiert, die Beisetzung auf dem Würzburger Hauptfriedhof schließt sich um 12.45 Uhr an.
(24 Zeilen/3512/0897; E-Mail voraus)
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05.09.2012
Veranstaltungen
Kompaktseminar: „Mehr Erfolg mit pastoralen Projekten“
Würzburg (POW) Anregungen, wie man Veranstaltungen und Projekte in Pfarreien und
Pfarreiengemeinschaften erfolgversprechend planen und durchführen kann, bietet ein „Crashkurs zum
Gelingen pastoraler Projekte“, zu dem das Institut für Theologisch-Pastorale Fortbildung am Samstag,
29. September, von 9 bis 13 Uhr in das Würzburger Kilianeum – Haus der Jugend, Ottostraße 1, einlädt.
Pastoraltheologin und Pädagogin Dr. Christine Schrappe gibt bei dem Kompaktseminar Hilfestellung, wie
man mit einem Angebot die Zielgruppen passgenau ansprechen, Mitarbeiter und Kooperationspartner
gewinnen und andere für gute Ideen begeistern kann. Erfolg sei zwar kein Kriterium für die Pastoral, heißt
es in der Einladung, aber „Misserfolg aufgrund mangelhafter Planung muss nicht sein“. Die Teilnahme ist
kostenlos. Parkplätze sind im Hof des Kilianeums vorhanden. Nähere Auskunft und Anmeldung beim
Institut für Theologisch-Pastorale Fortbildung, Postfach 110455, 97031 Würzburg, Telefon
0931/38664700, Fax 0931/38664777, E-Mail [email protected] .
(11 Zeilen/3612/0915)
Grundkurs „Märchenerzählen“ im Exerzitienhaus Himmelspforten
Würzburg (POW) Einen Grundkurs „Märchenerzählen“ bietet die Katholische Akademie Domschule von
Freitag, 19., bis Sonntag, 21. Oktober, im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg an. Nach einer
Einführung in die Strukturen des Volksmärchens und die Grundlagen des Erzählens arbeiten die
Teilnehmer gemeinsam an einem kurzen Märchen. Atem- und Stimmtraining, Informationen rund ums
Märchenerzählen sowie eine Einführung in die Fachliteratur ergänzen das Programm. Ziel ist auch,
eigene Sprechängste der Teilnehmer abzubauen. Die Referentin Christel Bücksteeg (Rheine) arbeitet als
Studienrätin am Gymnasium, Seminarleiterin und Märchenerzählerin. Nähere Informationen und
Anmeldung bis Freitag, 12. Oktober, bei der Katholischen Akademie Domschule, Postfach 110455,
97031 Würzburg, Telefon 0931/38664500, Fax 0931/38664555, E-Mail [email protected],
oder im Internet unter www.domschule-wuerzburg.de.
(10 Zeilen/3512/0899)
Wochenende für Frauen im Exerzitienhaus Himmelspforten
Würzburg (POW) Ein Besinnungswochenende für Frauen bietet das Referat Frauenseelsorge der
Diözese Würzburg von Freitag, 19., bis Samstag, 21. Oktober, im Exerzitienhaus Himmelspforten in
Würzburg an. Unter dem Motto „Binde deinen Karren an einen Stern“ sind die Teilnehmerinnen dazu
aufgefordert, vergessenen Lebensträumen nachzuspüren und persönliche Pläne zu schmieden. Ein
Wechsel aus Musik und Stille, Austausch mit anderen und Zeit für sich sowie literarische Vorbilder sollen
dabei helfen, die eigenen Sehnsüchte und Lebensziele neu zu entdecken. Referentin ist Andrea KoberWeikmann, Diplom-Pädagogin und Diplom-Theologin. Anmeldung bis Montag, 17. September, sowie
nähere Informationen beim Referat Frauenseelsorge der Diözese Würzburg, Postfach 110661, 97032
Würzburg, Telefon 0931/38665201, Fax 0931/38665209, E-Mail [email protected]
(9 Zeilen/3512/0894)
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05.09.2012
Herbstwallfahrt der Aussiedler und Vertriebenen nach Retzbach
Würzburg/Retzbach (POW) Die Aussiedler- und Vertriebenenseelsorge sowie die AckermannGemeinde der Diözese Würzburg laden am Samstag, 29. September, unter dem Motto „Kirche – Heimat“
zur Diözesanwallfahrt der Aussiedler und Vertriebenen nach Retzbach ein. Die Wallfahrt zu „Maria im
grünen Tal“ beginnt um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche Thüngersheim. Nach einer Einstimmung geht es von
dort zu Fuß durch die Weinberge nach Retzbach. Ankunft und Begrüßung am Wallfahrtsort ist um 16 Uhr.
Für Gehbehinderte fährt ein Omnibus von Thüngersheim nach Retzbach. Speziell für diese Zielgruppe
wird um 15 Uhr in der Retzbacher Wallfahrtskirche eine Andacht gestaltet. Außerdem besteht
Gelegenheit zur Beichte. Um 18 Uhr feiern alle Teilnehmer der Wallfahrt gemeinsam mit Monsignore
Dr. Alexander Hoffmann (Bonn), Visitator der Deutschen Bischofskonferenz für die Deutschen aus
Russland, eine Wallfahrtsmesse mit anschließender Lichterprozession. Nähere Informationen bei:
Katholische Aussiedler- und Vertriebenen-Seelsorge, Kilianshaus, Am Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg,
Telefon 0931/38665310, Fax 0931/38665319, E-Mail [email protected],
Internet www.ackermann-gemeinde.bistum-wuerzburg.de.
(13 Zeilen/3612/0910)
Vesper zum Auftakt der Ökumenischen Schöpfungszeit
Würzburg/Bamberg (POW) Edmund Gumpert, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg, lädt am
Freitag, 7. September, um 13.30 Uhr zu einer ökumenischen Vesper in den „Gottesgarten der Religionen“
auf dem Gelände der Landesgartenschau 2012 in Bamberg ein. Mit dem Gottesdienst eröffnen die
christlichen Kirchen in Bayern die „Ökumenische Schöpfungszeit 2012“. Gestaltet wird die Vesper von
Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Dekan Otfried Sperl (Bamberg) von der EvangelischLutherischen Kirche in Bayern sowie Ionut Paun, Priester der Rumänisch-Orthodoxen Kirche. Die Feier
steht – wie die ökumenische Schöpfungszeit – unter dem Leitthema „Jetzt wächst Neues“ (Jes 43,19).
Organisiert wird sie durch die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen (AcK) in Bayern, die
Umweltbeauftragten der bayerischen Bistümer und die „Umwelt- und Klimaarbeit in der EvangelischLutherischen Kirche in Bayern“. Wer die Vesper in Bamberg mitfeiern will, benötigt eine Eintrittskarte zum
Gelände der Landesgartenschau. Ermäßigte Tickets können bestellt werden bei Stefanie Jahrsdörfer,
Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg, Telefon 0951/5021542, E-Mail [email protected]
Vor und nach der Vesper besteht mit diesen Eintrittskarten von 9 bis 19 Uhr Gelegenheit, die
Landesgartenschau zu erkunden. Das Gelände auf der ERBA-Insel kann bequem mit öffentlichen
Verkehrsmitteln erreicht werden. Die „Ökumenische Schöpfungszeit“ zwischen 1. September und
4. Oktober war beim Ökumenischen Kirchentag 2010 in München ausgerufen worden. In dieser Zeit sind
Gemeinden und Gruppen aufgerufen, einen „Ökumenischen Schöpfungstag“ zu gestalten. Weitere
Auskünfte bei Edmund Gumpert, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg, Telefon 0931/38665130
oder 0176/56720708; E-Mail [email protected]
(19 Zeilen/3512/0906; E-Mail voraus)
Vortrag: „Wie viel Religion braucht die Gesellschaft?“
Aschaffenburg (POW) „Wie viel Religion braucht die Gesellschaft?“ Mit dieser Frage eröffnet das
Martinusforum Aschaffenburg am Freitag, 21. September, um 19.30 Uhr sein Bildungsprogramm für die Zeit
von September 2012 bis Februar 2013. Die Religionsphilosophin und Fundamentaltheologin Professor
Dr. Saskia Wendel (Köln) geht in ihrem Vortrag der vielschichtigen Frage nach der Bedeutung von Religion
in modernen Gesellschaften nach. Entgegen der verbreiteten Annahme, dass im Zug der Säkularisierung
Religion mehr und mehr an Bedeutung verliere, gibt es deutliche Hinweise, dass sich Religion in modernen
Gesellschaften zwar verändert, aber nicht verschwindet. Trotz der formalen Trennung von Kirche und Staat
bleibt das Gemeinwesen auch auf Religion angewiesen; gerade im Bildungsbereich, Gesundheitswesen und
Sozialsystem gibt es vielfältige Kooperationen von Staat und Kirchen. Mit Blick auf das Jubiläum „40 Jahre
Martinushaus Aschaffenburg“, das am 11. November gefeiert wird, lässt sich der Eröffnungsabend auch als
ein Beitrag zur Standortbestimmung der kirchlichen Bildungseinrichtung am Untermain verstehen. Der Eintritt
ist frei; vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Veranstaltungsort ist der große Saal im Martinushaus
Aschaffenburg. Das 84 Seiten starke aktuelle Programmheft kann kostenlos angefordert werden beim
Martinushaus, Treibgasse 26, 63739 Aschaffenburg, Telefon 06021/392100, E-Mail [email protected]
(14 Zeilen/3612/0920)
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05.09.2012
Kongress „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg
Aschaffenburg (POW) Unter dem Leitwort „Die Kirche – mehr als eine Institution“ steht der zwölfte
Kongress „Freude am Glauben“, der von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. September, in der
Aschaffenburger Stadthalle stattfindet. Veranstalter ist das Forum Deutscher Katholiken. Bischof
Dr. Friedhelm Hofmann zelebriert das Pontifikalamt zur Eröffnung des Kongresses am Freitag,
14. September, um 13.30 Uhr in der Stiftsbasilika Sankt Peter und Alexander. Domdekan Prälat Günter
Putz leitet die Lichterprozession mit Marienweihe am Samstag, 15. September, um 20 Uhr. Diese beginnt
am Schloss Johannisburg und führt zur Muttergotteskirche. Ein breites Angebot an Vorträgen beschäftigt
sich unter anderem mit Themen wie „Was erwartet sich die Kirche heute von den Laien?“ (Bischof
Dr. Gregor Maria Hanke, Eichstätt), „Märtyrer und verfolgte Christen im 21. Jahrhundert“ (Karl Hafen,
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) oder „Im Zeichen des Kreuzes: 2012/13 – Das Jahr des
Glaubens und unser Auftrag zur Reevangelisierung Europas“ (Michael Hesemann). Parallel werden
Intensivworkshops angeboten zu Themen wie „Bringt das Evangelium zu allen Völkern – auch in
Facebook“ (Peter Winnemöller, Initiative Pro Ecclesia) oder der Frage, wie man einen wirksamen
Leserbrief schreibt (Thomas Schürer von „Durchblick e. V.“). Die beiden Podiumsgespräche stehen unter
dem Motto „Menschenwürdiges Leben in Zeiten unwürdiger Gesetze“ beziehungsweise „Wir greifen den
Aufruf des Heiligen Vaters zum Jahr des Glaubens auf“. Am Freitagabend um 18.30 Uhr wird zudem das
Theaterstück „Die Nacht vor dem Licht – die letzten Stunden im Leben von Edith Stein“ mit der
Schauspielerin Inge M. Hugenschmidt-Thürkauf in der Titelrolle aufgeführt. Im Jugendprogramm werden
eine Begegnung mit Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, eine Stadtrallye, geistliche Impulse und vieles mehr
angeboten. Ansprechpartner für das Jugendprogramm ist Dr. Martin Hafner, Telefon 07134/916213,
E-Mail [email protected] Der Kongress endet mit einem Pontifikalamt in der
Stiftsbasilika Sankt Peter und Alexander, zelebriert von Walter Kardinal Brandmüller, Rom. Weitere
Informationen und Anmeldung beim Forum Deutscher Katholiken, Postfach 1116, 86912 Kaufering,
Telefon 08191/966744, Fax 08191/966743, sowie im Internet auf www.forum-deutscher-katholiken.de.
Anmeldeschluss ist Freitag, 31. August.
(25 Zeilen/3512/0898; E-Mail voraus)
Quellentag für Trauernde in Bad Königshofen
Bad Königshofen (POW) Unter dem Motto „Räume schaffen in meiner Zeit der Trauer“ bietet das
Referat Frauenseelsorge der Diözese Würzburg am Samstag, 6. Oktober, von 9.30 bis 16 Uhr einen
Quellentag für Trauernde im Haus Sankt Michael in Bad Königshofen an. Der Tod eines geliebten
Menschen kann die Angehörigen in eine innere Wüste führen, in der es scheinbar nur Ödnis und
Einsamkeit gibt. Die Veranstaltung will dabei helfen, Kraft und Mut zu finden, um das Leben neu zu
entdecken. Referentin ist Andrea Kober-Weikmann, Diplom-Pädagogin und Diplom-Theologin. Weitere
Informationen und Anmeldung beim Referat Frauenseelsorge, Postfach 110661, 97032 Würzburg,
Telefon 0931/38665201, Fax 0931/38665209, E-Mail [email protected]
Anmeldeschluss ist Mittwoch, 19. September.
(9 Zeilen/3512/0893)
Seminar für alleinerziehende Mütter und Väter in Bad Königshofen
Bad Königshofen (POW) Was brauchen Kinder, wenn Mama und Papa sich trennen, und wie gehen
Erwachsene mit den Fragen und Selbstvorwürfen der Kinder um? Mit diesem Thema beschäftigt sich die
Veranstaltung „Mama, Papa, habe ich was falsch gemacht? Wie Kinder sich schuldig fühlen“ von Freitag,
19., bis Sonntag, 21. Oktober, im Haus Sankt Michael in Bad Königshofen. Angesprochen sind
alleinerziehende Mütter und Väter mit ihren Kindern. Die Kinder haben teilweise ein eigenes Programm.
Referentin ist Roswitha Hubert, Diplom-Theologin und Psychotherapeutin. Das Seminar wird veranstaltet
vom Referat Frauenseelsorge der Diözese Würzburg. Anmeldung bis Mittwoch, 19. September, sowie
nähere Informationen beim Referat Frauenseelsorge, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Telefon
0931/38665201, Fax 0931/38665209, E-Mail [email protected]
(9 Zeilen/3512/0895)
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Tage der Stille im Exerzitienhaus Kloster Salmünster
Bad Soden-Salmünster (POW) Die Möglichkeit zu „Kontemplation – Tage der Stille“ bietet das Referat
Frauenseelsorge der Diözese Würzburg von Montag, 8., bis Donnerstag, 11. Oktober, im Bildungs- und
Exerzitienhaus Kloster Salmünster in Bad Soden-Salmünster an. Neben der täglichen Eucharistiefeier
liegt der Schwerpunkt auf Zeiten der Stille zum Einüben einer kontemplativen Lebenshaltung. Mystiker
wie Meister Eckhart, Teresa von Avila oder Simone Weil gingen diesen Weg zur Gotteserfahrung.
Referent ist Pater Guido Joos. Anmeldung bis Mittwoch, 12. September, sowie nähere Informationen
beim Referat Frauenseelsorge, Postfach 110661, 97032 Würzburg, Telefon 0931/38665201, Fax
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(8 Zeilen/3512/0896)
Führung durch Clobes-Sonderausstellung
Tückelhausen (POW) Am Sonntag, 2. September, findet um 15 Uhr eine Führung durch die aktuelle
Sonderausstellung „Karl Clobes zum 100. Geburtstag“ im Kartäusermuseum Tückelhausen bei
Ochsenfurt statt. Das Museum zeigt mit etwa 50 Exponaten aus sechs Themenbereichen einen Überblick
über das umfangreiche Schaffen des Malers, der mit seinem Werk in der Nachkriegszeit die
unterfränkische Kunstlandschaft vor allem im Sakralbau mitgeprägt hat.
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