mit3_990 - der Weidigschule Butzbach

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WEIDIGSCHULE
Mitteilungen der Weidigschule Butzbach Nr. 3/1999/2000 10.01.2000
Millenniumausgabe
Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde und
Förderer der Weidigschule!
Nun ist es also so weit, das Jahr 2000 hat Einzug
gehalten und wir möchten mit Ihnen zusammen
einen Rückblick auf unsere Schule werfen, Historisches aufgreifen, Erinnerungen wach rufen,
Amüsantes und Ernstes aus vergangenen Jahrzehnten noch einmal Revue passieren lassen.
Darüber hinaus enthält diese Millenniumausgabe
im zweiten Teil alle aktuellen Neuigkeiten.
Schauen Sie sich doch auch einmal die InternetHomepage der Weidigschule an. Dort sind die
meisten Fotos dieser Ausgabe in Farbe hinterlegt.
Viel Spaß nun beim Lesen!
Mit freundlichen Grüßen
Das Redaktionsteam
März 2000
02.03.00, 17:00
06.03. und 07.03.00
Schulkonferenz 5. Sitzung
5./6.Std. frei
April 2000
07.04.00
25./26./28.04.00
nach der 3.Std.: Osterferien
bis zum 24.04.00
schriftliches Abitur
Mai 2000
01.05.00
02.05.00
frei (1.Mai)
frei (2. bew. Ferientag)
Juni 2000
01.06.00
frei (Himmelfahrt)
02.06.00
frei (3. bew. Ferientag)
05.06. – 07.06.00 mündliches Abitur
12.06.00
frei (Pfingstmontag)
13.06.00
Zeugniskonf. Jg. 10, 9, 8
15.06.00
Zeugniskonf. Jg. 11, 5, 6, 7
19.+ 20.06.00
Sporttage / Abschlussfest
21.06.00
nach der 3. Std: Sommerferien
bis zum 04.08.00
Termine
Januar 2000
13.01.00, 17:00
24.01.00 – 11.02.00
31.01.00
Schulkonferenz 3. Sitzung
Betriebspraktikum Jg. 10
Zeugniskonf. Jg. 5, 6, 7
Februar 2000
01.02.00
03.02.00, 17:00
04.02.00, 3.St.
07.02.00
11.02.00, 15:00–19:00
24.02.00, 14:30
Weidigschule
Zeugniskonf. Jg. 8, 9, 10
Schulkonferenz 4. Sitzung
Zeugnisausgabe
frei (1. bew. Ferientag)
Elternsprechtag
Gesamtkonferenz
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
1
Teil 1, Millennium-Specials
Millennium: Ist es der richtige Zeitpunkt?
Liebe Leserinnen und Leser, mit unserer Millenniumausgabe möchten wir ja einen Rückblick auf vergangene
Jahrzehnte unserer Schule verbinden. Stellt sich aber
zunächst einmal die Frage: „Feiern wir eigentlich zum
richtigen Zeitpunkt das Millennium, das übrigens im Gegensatz zu etlichen Veröffentlichungen der letzten Zeit
tatsächlich mit „nn“ geschrieben wird?“
Betrachtet man unsere Zeitrechnung unter historischen
Aspekten, so ist Folgendes zu bedenken:
Im Jahre 753 vor Christus gründeten die Römer ihre
Stadt, feierten allerdings im Jahre 248 n.Chr. ihre 1000Jahr-Feier, was ja wohl nicht so recht stimmen konnte.
Im Jahre 525 n.Chr. befasste sich dann ein Abt namens
Dionysius mit der Zeitrechnung und gilt als einer der Väter unserer Zeitrechnung.
Heute geht man davon aus, dass unsere Zeitrechnung
eigentlich bereits 7 vor Christus hätte einsetzen müssen,
und somit das neue Millennium bereits am 01.01.1994
begonnen hätte. Durch die Gregorianische Kalenderreform von 1582 wurde die bis dahin gültige Rechnung um
11 Tage verschoben.
Bei allen historischen Interpretationen wird immer wieder
deutlich: So ganz genau stimmt es mit der Zeitberechnung nicht, vieles ist Interpretationssache.
Aber betrachten wir das Ganze einmal an einem einfachen Beispiel. Ein Kind, das seinen 10. Geburtstag feiert,
beginnt damit sein 11. Lebensjahr. Auf ein volles Jahrhundert bezogen bedeutet dies: Ein Jahrzehnt endet
z.B. am 31.12.1980, am 01.01.1981 beginnt dann ein
neues Jahrzehnt, am 31.12.1900 endet ein Jahrhundert,
am 01.01.1901 beginnt ein neues Jahrhundert und somit
endet am 31.12.2000 ein Jahrtausend, das neue beginnt
am 01.01.2001.
So betrachtet dürften wir dann also erst in einem Jahr
das neue Millennium feiern. Würden wir aber all die bisher erkannten Verschiebungen innerhalb der Zeitberechnung berücksichtigen, so hätten wir, wie schon erwähnt,
bereits am 01.01.94 das neue Millennium feiern müssen.
Alles also nur eine Frage der Interpretation! [Ex, Kn]
Historie der Weidigschule
„Der Hessische Landbote“, die sich gegen die Unterdrückung der Bauern und armen Leute wandte („Frieden
den Hütten, Krieg den Palästen“). Deshalb wurde er noch
im selben Jahr (1834) auf eine Pfarrstelle in Obergleen
bei Alsfeld strafversetzt. Dort wurde Weidig wegen der
Weiterverteilung von Flugschriften am 22. April 1835
verhaftet und nach Darmstadt in Untersuchungshaft gebracht. Freunde hatten ihn verraten. Am 23. Februar
1837 starb Weidig im Alter von 46 Jahren unter mysteriösen Umständen im Gefängnis in Darmstadt, nachdem
er dort gefoltert worden war.
Aus der Geschichte der Weidigschule
Der Ursprung der heutigen Weidigschule führt zurück ins
Jahr 1540, als die Butzbacher Lateinschule (Scola Butisbacensis) auf Veranlassung des Landgrafen Philipp von
Hessen gegründet wird. In den Jahren 1604 bis 1643 erfährt sie durch Landgraf Philipp von Butzbach eine sehr
starke Förderungen und erreicht in dieser Zeit ihre
höchste Blüte. Als der Landgraf 1643 stirbt, beginnt der
langsame Verfall der Schule. Um 1700 weist die Schule
noch den Charakter einer Lateinschule auf. Die veränderten Zeitverhältnisse der nachfolgenden Jahrzehnte,
der Sinn der Bürger mehr auf das Reale und Praktische
gerichtet, lässt Latein zur Nebensache werden. Die
Schulordnung von 1777 weist Latein nur noch als Wahlfach aus. Die Schule geht dann allmählich in eine Bürgerschule mit erweiterten Lehrzielen über. Ihr bedeutendster Lehrer ist Rektor Dr. Friedrich Ludwig Weidig
(1812-1832).
Der Geist der Schule lebt jedoch weiter, und auch die
Bürgerschaft wünscht schon bald, die frühere Form der
Schule wieder zu erhalten. Die Clermont-Lateinpreise
werden weiterhin verliehen und die Schüler, die die Butzbacher höhere Schule verlassen, werden problemlos ins
Gießener Gymnasium oder die Realschule aufgenommen. Die Schule heißt nun „Rektoratsschule“, deren tatkräftigster Leiter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Rektor Wollweber ist (1854-1867).
Viele Jahre später wird schließlich die Gründung einer
städtischen Höheren Bürgerschule beantragt und genehmigt. Sie wird im Lahntor-Schulhaus eingerichtet und
am 12. Juni 1876 feierlich eröffnet. Der nächste Schritt in
der Entwicklung zur Realschule erfolgt nach schweren
Kämpfen. Schließlich erfolgt Ostern 1891 die Anerkennung als staatliche Realschule durch das Ministerium.
Das alte Schulhaus genügt den Verhältnissen bald nicht
mehr, das neue Realschulgebäude wird errichtet und
1902 bezogen. Nach dem 1. Weltkrieg (1914/18), in dem
2 Lehrer und 92 Schüler ihr Leben verloren, wurde die
Schule weiter ausgebaut. Im Jahre 1926 wird die Schule
als staatliche Ober-Realschule anerkannt und die erste
Reifeprüfung abgelegt.
Weidig - Namensgeber unserer Schule
Wer war eigentlich Friedrich Ludwig Weidig, der Namensgeber unserer Schule. Er wurde am 15.02.1791, also vor über 200 Jahren, in Oberkleen geboren. Die Familie zog 1803 nach Butzbach, wo der junge Friedrich
Ludwig fünf Jahre lang die Lateinschule besuchte. Später
war er Schüler des Gymnasiums in Gießen. Danach studierte er Geschichte und Theologie in Gießen und beendete das Studium mit „lobenswertem“ Abschluss. Dann
war er von 1812 bis 1832 als Konrektor und Rektor an
der Lateinschule Butzbach tätig. Weidig verfasste zusammen mit dem Dichter Georg Büchner die Flugschrift
2
Im 2. Weltkrieg (1939-1945) werden die höheren Schulen durch die Besatzungsmacht aufgehoben. Danach erfolgt im Jahre 1946 der Wiederaufbau und die Einrichtung der Weidigschule als staatliches Realgymnasium.
All diese Informationen sind dem Buch „Die Weidigschule in Vergangenheit und Gegenwart“ entnommen, das
1987 von der Weidigschule herausgegeben wurde. Im
Auftrag der Schule wurde es von Dr. Paul Görlich bearbeitet. An der Herausgabe des Buches haben viele ehemalige und heutige Lehrerinnen und Lehrer mitgewirkt
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
und durch ihre interessanten Beiträge ein lebendiges Bild
der Weidigschule gestaltet. [Kn]
stehend seine Rose übergibt. Mit dem Rücken dem Fotografen zugewandt sitzt Herr Wink.
Bild steht nur in Zip-Datei zur Verfügung
Einblick in frühere Zeiten
In alten Protokollbüchern der Lehrerkonferenz der Weidigschule finden sich u.a. die folgenden Eintragungen,
die den Wandel der Zeit doch etwas verdeutlichen.
1.
16.03.1887
Zwei Schüler aus Klasse I und Klasse II wurden wegen ungehörigen Betragens (Lügen) in Klasse II
resp. III zurückversetzt.
2.
06.10.1891
L. wurde wegen unpassenden Benehmens einer älteren Frau gegenüber mit 2 Stunden Arrest bestraft.
3.
25.05.1892
Die Schüler der Klasse I: K., L., Ö. und R. haben
Sonntag, 22.5. d.J., an einem öffentlichen Orte,
nämlich in der Wirtschaft von Zimmer in Espa Zigarren geraucht. (2-3 Stunden Karzer)
4.
12.04.1893
Die Schüler der Klasse II: B., K. und W. ... haben am
11. April in einer Wirtschaft in Hausen ohne Begleitung Erwachsener Bier getrunken. ... B. hat Geld
durch Verkauf von Büchern erlangt. In der Untersuchung hat sich ferner herausgestellt, dass B. zweimal von zu Hause Wein mitgenommen und ihn mit
K. und W. an entlegenem Orte getrunken hat. (3-4
Stunden Karzer)
5.
05.05.1893
Der Schüler W. der I. Klasse hat sich bei Anfertigung
eines Klassenaufsatzes eines schweren Täuschungszweckes schuldig gemacht. Wegen dieses
Vergehens wird er mit 2 Stunden Karzer bestraft.
6.
22.03.1906
K. hat B. beauftragt, zwei Mädchen von der Stadtschule durch Anfragen zu veranlassen, mit ihm unzüchtige Handlungen zu begehen. Für K. ist bereits
von dessen Onkel der Austritt erklärt.
7.
25.06.1929
Auf der Wanderung von StR Sch. mit der IIa durch
die Rhön hat sich der Schüler C. einen unerhörten
Verstoß gegen die guten Sitten zuschulden kommen
lassen. Er sang ein zotenhaftes Lied. Dieses Verhalten des Schülers wurde allerdings auch durch
das ebenso scharf zu missbilligende Verhalten der
an dem Ausflug teilnehmenden Mädchen begünstigt.
Strafe: 4 Stunden Karzer und Androhung der Ausweisung.
Ein Glück, dass sich die Zeiten geändert haben! [Ex, Kn]
Feiern in den 90er Jahren
Dass Schule etwa 60 Jahre später doch wesentlich anders war, belegen die Fotos, die 1984 aus Anlass des
Geburtstages von Frau Schmieden-Lührmann gemacht
wurden. Als Kavaliere „der alten Schule“ erwiesen sich
einige Kollegen, die als Rosenkavaliere auftraten. Auf
dem Foto gut zu erkennen ist vor allem Herr Meckel, der
Weidigschule
Auch ein Ständchen sollte ja nicht fehlen. Und so erhoben (v.li.) die Herren Wink, Meckel, Göttling, Kiefer und
Wagner ihre Stimmen. [Bn, Kn]
Bild steht nur in Zip-Datei zur Verfügung
Weidig - Turnen - Leibesübungen - Sport Weidigschule
Der Namensgeber unserer Schule, Dr. Friedrich Ludwig
Weidig, war nicht nur Pfarrer, Rektor und Jugendbildner,
Volksmann, Lehrer und Freiheitskämpfer, sondern auch
einer der ersten hessischen Turnväter, dessen Geist und
Tat über Generationen wirkten. Er richtete nach dem
Vorbild von Friedrich Ludwig Jahn, der 1811 auf der Berliner Hasenheide seinen Turnplatz eröffnete und Knaben
und Jünglinge aus allen Schichten und Ständen der
Stadtbevölkerung um sich versammelte und in Gesinnung und Tun im Geiste des Turnertums erzog, im Jahre
1814 als Konrektor der Lateinschule in Butzbach Hessens ältesten Turnplatz auf dem Schrenzer ein. Hier
konnte er mit seinen Schülern und Jugendlichen in Gottes freier Natur wandern und Turnübungen abhalten,
denn natürliche Gegebenheiten zum Laufen, Werfen,
Springen, Klettern, Stoßen und Balancieren gab es hier
und im Walde genug!
Weidig ist aber nicht der Begründer des WeidigBergturnfestes. Das erste Weidig-Bergturnfest fand am
12./13. Juni 1937 an der Gedenkstätte und am WeidigGedenkstein auf dem Schrenzer statt - hundert Jahre
nach seinem Tod. Durch die Weidigstiftung wurde um
den Stein der Weidighain gepflanzt, um den jedes Jahr
das Weidig-Bergturnfest gefeiert wird, das bis heute ein
fester Bestandteil im Kalender der Stadt Butzbach, des
TSV Butzbach und der Weidigschule geblieben ist.
Aber was wären das Turnen, die Leibesübungen und der
Sport an der Weidigschule ohne den „Turnvater Jahn“
Werner Meyrahn aus Butzbach. Seine immer wieder geforderte tägliche Turnstunde wurde sogar 1937 Wirklichkeit (s. Festvortrag 100 Jahre Weidigschule 1976): „Der
Frühsport beginnt gleich nach dem Heraustreten um 7.35
Uhr. Das elektrische Licht soll so wenig als nötig benutzt
werden.“ Werner Meyrahn, der 1996 im Alter von 86 Jahren verstarb, wird all denen, die ihn kennen gelernt haben, die von ihm unterrichtet wurden, in unvergesslicher
Erinnerung bleiben. [Ra]
Sportliches Geschehen - Rückblick
Ein Rückblick zu den Höhepunkten im sportlichen Geschehen der Weidigschule zeigt, dass neben Fußball,
Volleyball, Basketball, Brennball, Hockey, Leichtathletik,
Tischtennis und Schwimmen der Handballsport seit
Jahrzehnten die dominierende Sportart an der Weidigschule ist, was auf der einen Seite dem besonderen
Engagement der Sportlehrer Rautmann und Röhrig zu
verdanken ist, zum anderen auf die sehr gute Grundausbildung der Schüler und Schülerinnen im TSV Butzbach
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
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und in den umliegenden Handballvereinen zurückzuführen ist:
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1975,
Platz 5 mit Trainer Horst Rautmann und folgenden Spielern: Irving Osimowitz (Tor), Dieter Brödner, Matthias
Danowski, Lorenz Himer, Thomas Hlawiczka, Bernd
Klass, Antonius Lunemann, Harald Ohly, Jörg Scherbarth, Eckard Stowasser, Manfred Vogt und KlausJürgen Wetz.
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Berlin 1975
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Berlin 1994
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1994,
Platz 8 mit Trainer Hans-Joachim Röhrig und folgenden
Spielerinnen: Nina Rohm und Tina Schickedanz (Tor),
Katrin Beppler, Stephanie Gärtner, Janina Jäger, Ute
Kaprykowski, Denise Knorz, Heike Michel, Anne Röhrig,
Nastasia Schäfer und Indra Weil.
Tischtennis Deutsche Meisterschaften in Berlin 1999,
Platz 3 mit Nelson Bergenthum, Adrian Buss, Frederik
Buss, Timo Gmell, Christian Löffler, Fabian Moritz und
Geert Steffens. [Ra]
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1976,
Deutscher Meister, mit Trainer Horst Rautmann und folgenden Spielern: Irving Osimowitz (Tor), Michael Braun,
Matthias Danowski, Reinhard Gans, Lorenz Himer,
Thomas Hlawiczka, Bernd Klass, Harald Ohly, Eckard
Stowasser, Manfred Vogt und Klaus-Jürgen Wetz.
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Berlin 1976
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Berlin 1999
Drei Ausnahme-Athleten an der Weidigschule
Charles Friedek
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1977,
Platz 3 mit Trainer Horst Rautmann und folgenden Spielern: Irving Osimowitz (Tor), Matthias Danowski, Peter
Fabian, Herbert Grieb, Manfred Krüger, Uwe Müller,
Hans-Joachim Popp, Gerold Reitz, Eckard Stowasser,
Manfred Vogt und Klaus-Jürgen Wetz.
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1977,
Platz 4 mit Trainer Werner Meyrahn und folgenden Spielern: Holger Schaumann (Tor), Jürgen Buß, Matthias Euler, Dieter Gass, Rüdiger Hahn, Ralf Krüger, Joachim
Prüfer, Gunnar Sauer, Holger Sauer, Martin Stoll und
Uwe Müller.
17.59 m - Sensation 1999: Charles Friedek, ehemaliger
Weidigschüler, Abitur 1991 mit Sport-Abitur. Sein Aufstieg vom Kreismeister, Bezirksmeister, Hessenmeister,
Deutscher Meister, Grand-Prix- und Welt-Cup-Sieger
zum Dreisprung-Doppelweltmeister in Halle und Freiluft.
Begonnen hatte alles in der Weidigschule und bei der LG
Langgöns-Oberkleen. Nach dem Wechsel zur LG Frankfurt startet er heute für Bayer Leverkusen.
Nächstes großes Ziel für den Perfektionisten und das
Ausnahme-Talent in der Deutschen Leichtathletik: Olympia 2000 in Sydney! [Ra]
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Charles Friedek, 2. v.li.
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Berlin 1977
Harald Ohly
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1981,
Deutscher Meister mit Trainer Horst Rautmann und folgenden Spielern: Holger Schaumann (Tor), Jürgen Buß,
Matthias Euler, Dieter Gass, Rüdiger Hahn, Ralf Krüger,
Joachim Prüfer, Gunnar Sauer, Holger Sauer, Udo
Schmidt und Günter Siegmund.
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Berlin 1981
Fabian Moritz
Hallenhandball Deutsche Meisterschaften in Berlin 1994,
Platz 3 mit Trainer Horst Rautmann und folgenden Spielern: Nils Weckmann (Tor), Oliver Buß, Sebastian Fleck,
Andre Glaum, Sebastian Hankel, Gregor Herbel, Clemens Krauß, Tobias Reinl, Daniel Schütz, Frank Weber
und Tobia Zeiß.
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Harald Ohly, ehemaliger Weidigschüler, Abitur 1976, s.
Foto 1975, hinten Mitte, ehemaliger Bundesliga-Spieler
beim TV Hüttenberg, galt als eines der Ausnahmetalente
im Deutschen Handball. Bundestrainer Vlado Stenzel
sagte 1979, vom Talent her sei bei ihm alles vorhanden,
was einen erstklassigen Handballer ausmache. Harald
Ohly war maßgeblich an vielen Länderspielsiegen beteiligt, hatte leider das Pech, nicht mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Moskau teilnehmen zu können, da die Bundesrepublik Deutschland aus
politischen Gründen ihre Zusage zurückzog. [Ra]
Er ist zur Zeit Weidigschüler, Jahrgang 1983, s. Foto
1999 3. v.re., 2.-Bundesliga-Spieler beim ESV Jahn Kassel, vormals TV Großen-Linden. Fabian Moritz gilt als eines der Tischtennis-Talente der kommenden Jahre. In
vielen Spielen der Nationalmannschaft war er im In- und
Ausland als Jugendlicher erfolgreich, dank seines u.a.
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
exzellenten Aufschlags. Sein neuester Titel: Hessenmeister 1999 der männlichen Jugend. [Ra]
1988
3 Aufführungen der „Rocky-Horror-Show“ in der
Aula
88/89
Austauschkonzert mit der Niedersächsischen
Singakademie, Brahms-Requiem; Aufführungen
auch in Bockenem und Hannover
90/91
Zusammenarbeit mit dem Chor cantus firmus
aus Rockenberg; Poulenc-Stabat mater; Aufführung auch in Friedberg und Gotha
1991
Musicaltournee nach Wetzlar, Köppern und
Langgöns mit dem Musical „Der kleine Horrorladen“ und zwei Aufführungen im Bürgerhaus
1992
4. Austauschkonzert mit England; szenische
Aufführung der „Carmina Burana“ von Orff im
Bürgerhaus
1993
Austausch mit dem Chor „Fortius“ aus Riga;
Veranstaltung mit szenischen Ausschnitten aus
diversen Musicals in Riga und Butzbach
Schulkonzerte, ein fester Bestandteil im Kulturleben unserer Schule
Seit 1974 führt unsere Schule regelmäßig Schulkonzerte
durch, die mittlerweile aus dem Kulturleben - auch der
Stadt Butzbach - nicht mehr wegzudenken sind. Die
nachfolgende Chronik der wichtigsten Schulkonzerte mit
dem Oberstufenchor, teilweise auch dem Unterstufenchor unter Leitung von Hela Menger, der Weidigschule
unter Leitung von Friedhelm Göttling und ab 1981 mit organisatorischer Hilfe von Manfred Wink zeigt das enorme
Engagement auf, das hinter diesen Veranstaltungen
steckt. Auch die szenischen Aufführungen, die die Musiktheater-AG der Weidigschule seit 1980 regelmäßig auf
die Beine stellt, sind feste Kultur-Bestandteile unserer
Schule und in der nachfolgenden Chronik im Einzelnen
dargestellt. Die Leitung dieses Bereichs obliegt Friedhelm Göttling und Manfred Wink.
1974
Mozart-„Spatzenmesse“ mit dem Collegium musicum Butzbach
1994
2 Aufführungen des Musicals „Bugsy Malone“ im
Bürgerhaus
1975
Musikshow im Bürgerhaus
94/95
1976
Musik im 20. Jahrhundert - Werke von Eisler,
Bartok und Eigenkompositionen von Schülern
im Bürgerhaus
5. Austauschkonzert mit England HaydnNelson-Messe; Aufführung auch in Friedberg
1995
3 Aufführungen des Musicals „Linie 1“ im Bürgerhaus
1977
1. Austauschkonzert mit der Herschelschule
Hannover, u.a. Motetten op. 110 von Brahms
1996
1979
2. Austauschkonzert mit der Herschelschule
Hannover - C. Orff - Carmina Burana
3 Aufführungen des Musicals „Die Moskitos sind
da“ im Bürgerhaus und 1 Aufführung in Eilenburg bei Leipzig
99/00
5 Aufführungen des Musicals „Avador“ im Bürgerhaus unter Mithilfe der Referendarinnen Tanja Thorn und Ricarda Flicker; Komponist und
Textdichter der Schüler Christian Müller
1980
Dreigroschenoper von Brecht/Weill im Saal
Wanie in Gambach
81/82
1. Austauschkonzert mit der Cheadle Hulme
School bei Manchester/England, u.a. Händel Dettinger Te Deum
83/84
2. Austauschkonzert mit Cheadle Hulme - Mendelssohn - Elias / Aufführung auch in der Pfarrkirche Marburg
1984
Auftritt mit einem Ausschnitt aus „Cats“ im Kinderheim „Waldfrieden“
Wanderung mit dem Chor durch den Odenwald
/ 4 Konzerte, u.a. Bach Motette: Der Geist hilft
unserer Schwachheit auf
84/85
3. Austauschkonzert mit Hannover u.a. Vivaldi Gloria; außerdem: Aufführung Requiem von
Fauré, auch in der Bonifatiuskirche in Gießen
85/86
3. Austauschkonzert mit England; Bach Motette;
Singet dem Herrn; Mozart-Requiem; Aufführung
auch in Dillenburg; außerdem Jazz-KonzertTournee u.a. in Amoeneburg und Gießen
1987
3 Aufführungen der Oper „Der Mond“ von C. Orff
im Bürgerhaus und 1 Aufführung im TAT Frankfurt im Rahmen der Frankfurter Schultheatertage
Zur Vorbereitung all dieser Veranstaltungen fanden seit
1982 jährlich - bis auf 1996 und 1998 - Chorfreizeiten
statt, meist in der Jugendherberge Odersbach in Weilburg. Geleitet wurden diese Freizeiten von Manfred Wink
und Friedhelm Göttling, Martin Göbler und zeitweise
auch Hela Menger. [Gö, Wk, Kn]
Schulbibliothek der Weidigschule
„Man fühlt sich beim Beschauen einer Bibliothek wie in
der Gegenwart eines großen Kapitals, das geräuschlos
unberechenbare Zinsen spendet.“(JWvG)
Als hätte der große Jubilar des Jahres 1999 bei dem
ehrgeizigen Projekt einer zentralen Schulbibliothek Pate
gestanden - so entschieden, wenn auch zunächst zögernd, später doch überzeugt stimmte die Mehrheit der in
der Gesamtkonferenz versammelten Lehrer für die Errichtung einer Schulbibliothek. Als zentraler Ort der
Schule sollte sie Informations-, Medien-, Lern- und
Kommunikationszentrum werden - durchaus mit dem z.T.
großen vorhandenen Kapital von Sachbüchern, Lexika,
Jugend- und Weltliteratur. Das war 1996. Was ist daraus
geworden?
Nach einer sehr planungs- und arbeitsintensiven, überraschend kurzen Vorbereitungsphase konnte am 27.2.97
Weidigschule
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
5
mit einer großen Eröffnungsfeier unter dem Thema „Lesewelten“ eine neue Ära der Weidigschule beginnen. Mit
allen Merkmalen eines Experiments zunächst mit provisorischen Lösungen gestaltete sich das erste Jahr spannend, kompliziert, improvisiert, mit Zettelausleihe, unregelmäßigen Ausleihzeiten, überraschend auftretenden
Fragen zur Organisation und Systematik, gebeutelt von
einem Einbruch und Diebstahl, mit Anfängen der Datenerfassung im Bibliotheksprogramm Littera, mit der Suche
nach ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Elternschaft,
mit Internet-Zugang und nicht nutzbaren Nebenräumen.
Doch von Anfang an wurde die SB genutzt als das, was
sie sein sollte: als Ort individuellen oder gemeinsamen
Lernens, als Steinbruch für Information und Lektüre, als
Werkstatt und Ausstellungsraum. Spielregeln, Verfahrensweisen, Koordination verschiedener Gruppen und
Projekte mussten erprobt werden und funktionieren i.d.R.
inzwischen reibungslos. Die ständige Mitarbeit von 20 24 Müttern, die Bücher erfassen, ausleihen, aufräumen,
etikettieren, einbinden, anmahnen, Medien verwalten,
Recherche unterstützen und Schüler beraten, betreuen,
beaufsichtigen und von 8 - 13.00 Uhr eine offene SB gewährleisten - dies ist die Lebensader dieser Einrichtung.
Sie ist inzwischen wegen ihrer einzigartigen Elternmitarbeit, wegen des vielfältigen Angebots und auch wegen
der angenehmen Atmosphäre und des vorbildlichen Betriebs mehrfach Ziel externer Besucher gewesen, die aus
ganz Hessen anreisen, um die SB zu besichtigen, sich
Anregungen und Ideen zu holen und sie an anderen
Schulen zu verwirklichen. Seit Frühjahr 1998 können
endlich zwei Nebenräume mitgenutzt werden als Medienund Kopierraum, sowie als Material-, Lager-, Sozial- und
Werkstattraum. Auch die vollständige Erfassung aller
Bücher und Medien im Bibliotheksprogramm Littera
konnte 1998 abgeschlossen werden, so dass alle Bücher
über Barcode-Einlese ausleihbar und mit gezielter Recherche über Schlagwort, Titel, Autor auch auffindbar
sind. Diese Möglichkeit wird zunehmend von Schülern
und Lehrern genutzt.
Im Frühjahr 1999 erhiet die SB der Weidigschule auf
dem Hessischen Schulbibliothekstag einen Preis für hervorragende Öffentlichkeitsarbeit, im Sommer eine neue
Heizung und im Winter 1999 weitere Rechner sowie eine
neue Vorhangausstattung für die Fenster. Mitarbeiterinnen, die aus beruflichen oder privaten Gründen aufhören,
können immer reibungslos und zuverlässig durch „nachwachsende“ Mütter von Fünftklässlern ersetzt und
schnell eingearbeitet werden. Ganz selbstverständlich
finden in der SB außerdem Ausstellungen (bisher 20),
Schreibwerkstätten, Vorträge und Diskussionen mit externen Referenten, Lehrer- und Pressekonferenzen, Lesenächte, „Philosophische Tage“, fächerübergreifende
Projekte, Littera-Schulungen und Tage der offenen Tür
statt. Kleingruppen- und Klassenunterricht, InternetRecherche und Beratung bei Referaten gehören zur täglichen Praxis. Es geht nicht immer so geräuschlos zu,
wie sich Goethe im Eingangszitat eine Bibliothek vorstellt, oder wie sich die Mitarbeiterinnen einen seriösen
Lesesaal einer Uni-Bibliothek
vorstellen (manchmal
wünschen sie sich das!), aber die tägliche intensive Nutzung des breiten Angebots der SB zeigt, dass das “Kapital“ Schulbibliothek arbeitet und sicher auch Zinsen
bringt in den Köpfen und Lebens- und Berufswegen der
Schüler. Sie wirft aber auch die Frage auf: Gab es eine
Ära der Weidigschule ohne SB ? Und die Antwort lautet:
Ja, aber nie wieder ohne!!! [Ky]
6
Weidigschule online - „Internet“, ein Schlagwort
zum Jahrtausendwechsel
Die Weidigschule Butzbach stellt sich seit vielen Jahren
den Herausforderungen der Informationsgesellschaft und
integriert wichtige Entwicklungen der Informatik in den
Unterricht.
Bereits 1979 wurden die ersten Tischcomputer (Commodore PET) gekauft. Unsere Schülerinnen und Schüler
konnten in Arbeitsgemeinschaften erste Erfahrungen im
interaktiven Arbeiten mit Computern sammeln. Nachdem
sich mehrere Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Freizeit
weitergebildet hatten, wurde die Weidigschule 1984 Versuchsschule für das neue Fach Informatik. Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 9 und 10 wurde eine Einführung in die elektronische Datenverarbeitung angeboten,
in der Oberstufe konnten Grundkurse „Informatik“ belegt
und in die Abiturprüfung eingebracht werden.
In den nachfolgenden Jahren mussten viel Energie und
Geld aufgebracht werden, um mit der Entwicklung einigermaßen Schritt zu halten. Die Schülerrechner wurden
nach jeweils rund 5 Jahren gegen Neuentwicklungen
ausgetauscht. Die „Haltbarkeitsdauer“ der Unterrichtsinhalte nebst eingesetzter Software lag noch darunter.
Seit 1993 erhalten alle Schülerinnen und Schüler der
Klassenstufe 8 im Rahmen der Arbeitslehre Unterricht in
IKG (Informations- und kommunikationstechnische
Grundbildung). Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 9
und 10 wird eine Einführung in die Programmiersprache
„Visual Basic“ angeboten. In der Oberstufe können
Grundkurse zu „Anwendungen der EDV“ und „Pascal“
besucht werden.
In diesen Veranstaltungen sind Inhalte zum Thema „Internet“ integriert. Dieses neue Kommunikationsmittel soll
von unseren Schülerinnen und Schülern erlebt werden.
Sie sollen auf die Chancen, aber auch auf die Risiken
hingewiesen werden, die dieses neue Medium bietet.
Der Umgang mit dem Internet ist aber nicht auf den Informatikunterricht begrenzt. Die Schulbibliothek ermöglicht das Arbeiten an zwei Internetrechnern. Der Informatikraum kann für den Unterricht in allen Fächern genutzt
werden. Dabei kann das Internet als zusätzliche und aktuelle Informationsquelle genutzt werden. Den Lehrerinnen und Lehrern steht ebenfalls ein Internetrechner für
die Unterrichtsvorbereitung zur Verfügung.
Seit rund 3 Jahren ist die Weidigschule online. Sie hat
eine eigene Homepage (www.weidigschule.de), in der
sich die Schule vorstellt. Inhalte sind Berichte über Projekte und Aktivitäten, das Mitteilungsblatt, E-MailAdressen der Lehrerinnen und Lehrer, Verweise auf die
privaten Homepageseiten unserer Schülerinnen und
Schüler, ...
Die Homepage wurde im vergangenen Jahr etwa 5000
Mal abgerufen. Insbesondere unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler sind treue Besucher der „Weidigpage“, können sie doch nun weltweit (wörtlich zu nehmen) Kontakt zu ihrer alten Wirkungsstätte halten.
Für die nahe Zukunft plant die Weidigschule ein InternetProjekt mit der Schrenzerschule. Über das Internet sollen
Kurse beider Schulen zeitgleich an gemeinsamen Projek-
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
ten arbeiten. Der Informationsaustausch wird dabei live
per Bildschirm, Mikrofon, Kopfhörer und Videokamera
(Webcam) erfolgen. So können wir im Informatikunterricht den Ablauf weltweiter Projektentwicklungen simulieren.
Für das nächste Jahrtausend wünscht sich das Fach Informatik:
- kein Y2K(Jahr-2000)-Problem
- junge Informatikkolleginnen und -kollegen, die mit ihrem
Fachwissen „up-to-date“ sind
- nicht versiegende Geldquellen, die uns den Anschluss
an die Entwicklungen der EDV und Informationstechnologien sichern
- motivierte Schülerinnen und Schüler.
Auf ein gutes 2000! [Rp]
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Teil 2, Weidig-News
Vorstellungen
Heute möchten wir gerne die Serie der Vorstellungen unserer neuen Lehrerinnen und Lehrer fortsetzen.
Monika Zimmermann
„Eigentlich hatte ich gar nicht mehr damit gerechnet, eine
Stelle im Schuldienst zu bekommen. Eigentlich war ich
gerade dabei, mich als Sportpädagogin selbständig zu
machen. Dass ich jetzt an die Weidigschule an der ich
mich während meines Referendariats so wohl gefühlt
habe, zurückkommen konnte, empfinde ich als Erfüllung
eines lang gehegten Traumes, sozusagen 6 Richtige mit
Zusatzzahl!“
Frau Zimmermann hat von 1977 bis 1983 in Gießen
Sport und Englisch studiert, anschließend ihr Referendariat bis 1985 an unserer Schule absolviert. Im Anschluss
daran legte sie eine Pause ein, Familie war angesagt.
Weil die zwei, mittlerweile 10 und 13 Jahre alten Söhne
sie stark in Anspruch nahmen, lehnte sie Anfang der
neunziger Jahre eine Stelle in Wiesbaden ab, arbeitete
dann aber ab 1992 als pädagogische Mitarbeiterin bei
der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Butzbach.
Hier brachte sie ihre Kenntnisse in den Eltern-KindBereich und in die Gesundheitserziehung ein, indem sie
Rückenschulkurse gab und Entspannungsverfahren anwendete. 1998 übernahm Frau Zimmermann die Organisation und Leitung von Fortbildungen für Erzieherinnen
im Bereich der Bewegungserziehung.
Ihre Freizeit widmet sie am liebsten zusammen mit ihrer
Familie dem Sport, wobei Skifahren, Surfen, Inlineskaten und Fußball die Favoriten sind. Sport hat es ihr in allen Varianten angetan, egal ob aktiv oder passiv als Zuschauer. Darüber hinaus hört Frau Zimmermann gerne
Rockmusik, liest viel und arbeitet gerne in ihrem Garten.
Dort betreut sie auch ihre Haustiere: 3 Hühner und einen
zahmen Hahn. Frau Zimmermann hat übrigens einen lebendigen Wecker: Hahn Harri weckt sie jeden Morgen
Weidigschule
überpünktlich, so dass Zuspätkommen wegen Verschlafens nahezu ausgeschlossen ist! [Zi/Kn]
Maritta Bedenbender
Schule ist mit allem Drum und Dran ein Ort, an dem ich
mich (meistens) wohl fühle. Deshalb fand ich es zunächst sehr schade, dass meine schulische Zukunft zunächst mit dem Referendariat, was ich übrigens an der
Weidigschule absolvierte, endete. Haushalt und Familie
waren erst einmal angesagt.
Aber schnell merkte ich: „Das kann doch nicht alles
sein“, und ich bewarb mich als meine jüngste Tochter in
den Kindergarten kam in Nordrhein-Westfalen für den
Schuldienst. Siegen hatte ich als Wunschort angegeben,
denn diese Entfernung was aus meiner Sicht zu bewältigen. Mit einer tatsächlichen Einstellung hatte ich zu diesem Zeitpunkt (1989) nicht mehr gerechnet.
Aber, wie das bei Einstellungen von Lehrern häufig der
Fall ist, zwei Tage vor Schuljahresbeginn teilte man mir
mit, ich könne in Düsseldorf eine Schulstelle antreten
oder in Dorsten und müsse mich bis zum nächsten Tag
entscheiden. Fest stand: 250 km von Gießen entfernt zur
Schule zu gehen war etwas weit. Ich schaute mir die
Schule in Dorsten an und wusste: „Hier willst du arbeiten!“ Es war gut so, dass ich keine Zeit hatte mir bewusst
zu machen, welche Schwierigkeiten auf mich zukommen
könnten, denn sonst hätte ich vermutlich abgesagt. So
war das Ziel für die nächsten Jahre, näher an Gießen
heranzukommen.
1990 wurde ich nach Neunkirchen (bei Siegen) an das
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium versetzt, wo ich mich
sehr wohl gefühlt habe, nicht zuletzt auch deshalb, weil
der Religionsunterricht einen hohen Stellenwert im Rahmen der Unterrichtsfächer und bei den Schülerinnen und
Schülern hatte.
Zum 01. August 1999 wurde ich dann, auf meinen
Wunsch hin, an die Weidigschule versetzt, wo ich mit
meinen Fächern Ev. Religionslehre und Mathematik gebraucht wurde. Gedanken, die mich von da an beschäftigten, waren z.B.: Wie wird es wohl in Butzbach sein?
So?
Bild steht nur in Zip-Datei zur Verfügung
Oder so?
Oder?
Quelle: GEW, Erziehung und Wissenschaft, 7-8/99, S. 40
Fest steht bisher:
1. Auch in Butzbach gibt es nette Schüler/innen und
ein nettes Kollegium.
2. Auch in Butzbach schlägt mein Herz für den Religionsunterricht, der in vielfacher Hinsicht ein sehr
wichtiges Unterrichtsfach ist. [Bb]
Rechtschreibecke
Nachdem wir in unserer letzten Ausgabe über die Neuregelung der s-Laut durch die Rechtschreibreform berichtet
haben, möchten wir heute das Stammprinzip und die
entsprechenden Veränderungen näher betrachten.
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
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Der Wortstamm, der den „Sinn“ eines Wortes erkennen
lässt, wird innerhalb der Wortfamilie i.d.R. gleich geschrieben. D.h., die Konsonanten bleiben unverändert,
bei den Vokalen kann sich eine Änderung ergeben, wenn
Wörter abgeleitet werden (Beispiel: a  ä). Dieses
Stammprinzip wurde vor der Reform sehr häufig nicht
eingehalten, wie sich an vielen Beispielen belegen lässt.
Hier sollen aber nur wenige aufgeführt werden. So
schrieb man früher „numerieren“, obwohl Nummer mit
„mm“ geschrieben wird, „plazieren“, obwohl Platz mit „tz“
geschrieben wird, Tolpatsch, obwohl toll mit „ll“ geschrieben wird.
Das zugrunde liegende Stammprinzip wird durch die
Neuregelung konsequenter eingehalten, wodurch - auf
obige Beispiele bezogen - sich folgende neue Schreibweisen ergeben: Tollpatsch, platzieren, nummerieren.
Weitere Beispiele ließen sich problemlos anführen. Bei
einigen Ableitungen existieren nun zwei Alternativen in
der Schreibweise. Beispielsweise kann man nun „aufwendig“ oder „aufwändig“ schreiben, „aufwendig“ abgeleitet von „aufwenden“, „aufwändig“ abgeleitet von „Aufwand“. „Schenke“ lässt sich nun auch mit „ä“ schreiben,
abgeleitet von Schank, Ausschank, während „Schenke“
von „schenken“, „ausschenken“ abgeleitet wird.
Auch in Wortzusammensetzungen sollen nun die Wortstämme und somit alle Buchstaben erhalten bleiben. Daraus ergibt sich oft eine Schreibweise, die drei gleiche
Buchstaben hintereinander aufweist. Beispiele hierfür
sind: Schifffahrt, Stofffetzen, Teeernte, Balletttänzer. Um
die Lesbarkeit solcher Zusammensetzungen zu fördern,
kann hier ein Bindestrich gesetzt werden, wodurch sich
folgende Alternativ-Schreibweisen ergeben: Schiff-Fahrt,
Stoff-Fetzen, Tee-Ernte, Ballett-Tänzer. [Kn]
„Jugend schreibt!“
Was ist das überhaupt? Einfach nur irgendetwas schreiben? Was hat das mit mir zu tun? Muss ich mich überhaupt interessieren? Na klar muss einen dieses Projekt
interessieren! Weißt du denn nicht, dass schon drei
Deutschkurse der Weidigschule an diesem Projekt teilgenommen haben? Letztes Jahr war sogar eine Schülerin unserer Schule, Sarah Roller, Jahrespreisträgerin.
Das ganze Projekt dauert ein Jahr lang, und das Gute
daran ist, dass wir ein ganzes Jahr lang die FAZ zugeschickt bekommen und die Familie was zu lesen hat. Ist
doch klasse, oder? Was auch noch spitze ist, dass kein
Thema, über das man schreibt, vorgeschrieben ist. So
kann man sich selbst für ein Thema, das einem gefällt
und Spaß macht, entscheiden. Ein paar Beispiele sind
Familie, Sport, Krieg, Gewalt, Armut, Behinderte, Hobbys
usw. Wenn viele gute Texte von einem Thema zusammenkommen, wird eine Themenseite erstellt und einmal
im Monat in der FAZ veröffentlicht.
Die Beiträge sollten einen Spannungsbogen beinhalten,
außerdem sollte man Situationen sehr detailliert beschreiben. Zusätzlich kann sogar ein Redakteur der FAZ
zu uns in die Schule kommen, um die Texte zu besprechen und zu redigieren. Die Qualität der Artikel verbessert sich dadurch meistens und die Abdruckchance
steigt.
Auch wenn ein Artikel schon eine halbe Ewigkeit bei der
FAZ im Themenkasten liegt und man die Hoffnung auf
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eine Veröffentlichung schon fast aufgegeben hat, leuchtet am Ende des Tunnels noch ein Licht. Denn die Chancen auf eine spätere Veröffentlichung sind noch sehr
groß. Es müssen erst mal ein paar Artikel zu diesem bestimmten Thema zusammenkommen. Erst dann wird eine Seite veröffentlicht. Aber auch im Unterricht wird viel
mit der Zeitung gearbeitet. Wir lernen verschiedene Ressorts und Textsorten kennen und erfahren, wie ein Artikel
aufgebaut wird.
„Jugend schreibt“ ist ein Projekt für Schulen in Deutschland und deutsche Schulen im Ausland. Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten im Jahr etwa tausend Schülerinnen und Schüler mit der FAZ im Unterricht und schreiben
auf der Seite „Jugend schreibt“. Junge Menschen legen
in ihren Beiträgen dar, was sie denken und empfinden.
Der jetzige Deutschleistungskurs von Frau KrystekTheissen ist voller Erwartungen. Was wird das Projekt
uns bringen? Werden unsere Artikel veröffentlicht? Bekommen wir vielleicht sogar einen Preis dafür?
Auf jeden Fall wird eine Menge Stress auf uns zukommen, so viel wissen wir schon! Aber wir gehen mit Spaß
und Engagement an die Sache heran und werden auch
in diesem Jahr die Weidigschule gut vertreten. Die Weidigschule beteiligt sich übrigens in dritter Runde - die am
01. Februar 2000 beginnt - an diesem Projekt. [AW]
Schulgremien
Schulelternbeirat
Bereits in der letzten Ausgabe der Weidig-Mitteilungen
haben wir allgemein über den Schulelternbeirat berichtet
und möchten diese Serie heute mit Erläuterungen zu den
Ausschüssen, denen Mitglieder des Elternbeirats angehören, und konkreten Namen ergänzen.
Vorsitzende des Schulelternbeirats der Weidigschule ist
Frau Elisabeth Schrader, zu erreichen unter Telefon
06403/68822. Sie wird vertreten durch Frau Sigrun Müller
(Telefon 06033/63544).
Als Schriftführer des Elternbeirats fungieren Dr. Dieter
Bodenmüller, Dieter Elsner und Claudia Weiland. An unserer Schule existiert ein Bewilligungsausschuss, dessen
Aufgabe es ist, über die Verwendung der Gelder, die
durch Elternspenden eingegangen sind, zu entscheiden.
Diesem Ausschuss gehören an: Elisabeth Schrader,
Achim Mosch und Rita Biehl-Kammer.
Werden neue Schulbücher für die Weidigschule angeschafft, so ist davor auch der Schulbuchausschuss zu
hören. Seine Mitglieder gehören den einzelnen Schulbuch-Fachausschüssen an. Im Einzelnen sind vertreten:
Dagmar Meinl für die Bereiche Deutsch, Englisch, Französisch und Latein; Ulrich Bering für Mathematik und Informatik; Dr. Dieter Bodenmüller für Physik, Chemie und
Biologie; Petra Herchenröder für Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Religion. Im Ausschuss für Erdkunde,
Geschichte, Gemeinschaftskunde und Arbeitslehre wirkt
Gabriele Lohaus-Interwies.
Die Aufgaben der Kassenwartin des Schulelternbeirats
nimmt Rita Biehl-Kammer wahr. Delegierte unseres
Schulelternbeirates beim Kreiselternbeirat sind: Elisabeth
Schrader, Sigrun Müller, Ulrich Bering. Diese drei Personen werden u.a. zu den Tagungen des Kreiselternbeira-
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
tes eingeladen. Bei Verhinderung werden sie vertreten
durch Annegret Büning, Petra Herchenröder sowie Achim
Mosch. [Kn]
Wert eines Schulprogramms
Was ist das Schulprogramm der Weidigschule wert?
Seit Anfang Dezember 99 hat unsere Schule ein Programm, also ein Schulprogramm. Nicht, dass dies etwas
grundsätzlich Neues wäre; Schulprogramme gab es
schon im vorigen Jahrhundert. Dennoch hat diese Schule
viel Arbeit in ihr Programm investiert, und so hat die Frage eine gewisse Berechtigung, was diese 7 Seiten wert
sind? Über den pädagogischen Wert des Programms
kann erst die Zukunft Auskunft geben; im nächsten Jahrtausend werden wir (vielleicht) mehr darüber wissen!
Die in der Überschrift aufgeworfene Frage ist also nicht
pädagogisch gemeint, sondern volkswirtschaftlich.
Schließlich hat dieses Programm Arbeit gemacht; und
Arbeit lässt sich wirtschaftlich bewerten, man kann sie in
Mark und Pfennig und neuerdings sogar noch zusätzlich
in € und 'Cent' ausdrücken.
Der Schlüssel zum Verständnis dieses Sachverhaltes ist
die häufig genannte volkswirtschaftliche Größe Bruttoinlandsprodukt (BIP) bzw. Bruttosozialprodukt (BSP), was
fast das Gleiche ist; der minimale Unterschied kann hier
vernachlässigt werden. Wenn von (Wirtschafts-) Wachstum die Rede ist, meint man die prozentuale Zunahme
dieser Größe abzüglich der ebenfalls in Prozent ausgedrückten Inflationsrate. Staatsschulden werden in Relation zum BIP betrachtet und das BIP pro Kopf (jetzt aber in
DM oder € gerechnet) soll ein Wohlstandsindikator sein.
Um eine Vorstellung von der Größenordnung zu haben:
1996 hatten wir in Deutschland ein BIP von
3.542.000.000.000 DM. Teilt man diese rund 3,5 Billionen durch die ca. 82 Mio. Einwohner, so kommt immerhin ein Betrag von ca. 43.000 DM BIP pro Kopf zusammen. Das ist fast doppelt so viel wie eine entsprechende
Zählung in Griechenland ergeben hat. Ob es uns damit
auch doppelt so gut geht, ist nicht einfach zu beantworten; schließlich ist in Griechenland das Wetter besser
und das Meer schöner!
Wie ermittelt nun das Statistische Bundesamt, von dem
die genannten Zahlen stammen, diese Werte? Wirtschaftliche Leistungen werden bei uns zunächst von Firmen erbracht. Der Beitrag einer Brauerei zum BIP ergibt
sich aus der Wertschöpfung dieses Unternehmens. Dazu
subtrahiert man von den Umsatzerlösen der Firma ihre
Kosten für Vorprodukte, hier also das Geld, das die
Brauerei z.B. für Wasser, Hopfen, Hefe und Malz bezahlt
(sofern sie nach dem bayerischen Reinheitsgebot aus
dem 16. Jhdt. braut). Die Lohnkosten darf man natürlich
nicht abziehen, denn diese müssen ja von der Brauerei
echt erwirtschaftet werden. Von den Umsatzerlösen subtrahiert werden dürfen also nur solche Kosten, die schon
bei anderen Firmen (Zulieferbetriebe meistens) ebenfalls
ins BIP eingehen, damit sie nicht doppelt gezählt werden.
Nun kommt der Staat, der von sich behauptet, dass er
mehr als 10% zum BIP beitragen würde. Da aber viele
staatliche Leistungen, wie z.B. auch die Arbeit, die in
dieser Schule geleistet wird, unentgeltlich abgegeben
wird, hätte sie ja eigentlich keinen Wert ("Man ging kosWeidigschule
tenlos zur Schule, aber es war umsonst!"). Kann das
sein? Natürlich nicht, denn tatsächlich kostet diese Arbeit
Geld – und zwar eine ganze Menge, die von den Steuerzahlern und -innen aufgebracht werden muss. Auf diese
Weise findet der Staat eine Möglichkeit, seinen Beitrag
zum BIP wenigstens rechnerisch einzubringen: Staatliche Dienstleistung ist (natürlich nur im volkswirtschaftlichen Sinne) so viel wert, wie viel sie kostet. Und diese
Kosten ermittelt man über das Gehalt, das die Staatsdiener und -innen verdienen bzw. bekommen.
Wie viel Arbeit wurde nun für das Schulprogramm bislang aufgewendet? Diese Zeit kann natürlich nur grob
geschätzt werden, aber auch eine grobe Schätzung liefert doch gewisse Anhaltspunkte: Es gab zwei sog. pädagogische Tage, an denen die Lehrkräfte der Weidigschule intensiv am Programm gearbeitet haben (wir
rechnen 2 mal 70 Arbeitstage); es gab eine Gesamtkonferenz der Lehrkräfte, bei der u.a. das Programm diskutiert und verabschiedet wurde (wir rechnen 0,25 mal 70
Arbeitstage); diese Zeit summiert sich auf 157,5 Arbeitstage; nun haben daneben einzelne Lehrkräfte diskutiert
und konferiert, Entwürfe für das Programm geschrieben
usw.; diese Zeit schätzen wir bescheiden auf 35,5 Tage,
damit sich eine Summe von (vorläufig) 193 Tagen ergibt.
Dies ist in etwa die Zahl der Unterrichtstage pro Schuljahr zuzüglich 10 Tage Ferien, in denen viele Lehrkräfte
auch noch für die Schule tätig sind. Demnach hat das
Schulprogramm der Weidigschule ungefähr die Jahresarbeitszeit einer einzelnen Lehrkraft gekostet bzw. ist so
viel wie diese wert.
Und was ist das nun in Geld ausgedrückt.? Der frühere
hessische Kultusminister Holzapfel gab in einem Interview die Kosten für einen Lehrer bzw. eine Lehrerin für
das Land Hessen pro Jahr mit 120.000 DM an. Darin
sind allerdings fiktive Pensionsrückstellungen (entspricht
den Rentenversicherungsbeiträgen von Arbeitnehmern
und Arbeitgebern) sowie die sog. 'Beihilfe' im Krankheitsfall (entspricht dem Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen
Krankenversicherung) enthalten. Also liegt das Bruttoeinkommen einer Durchschnitts-Lehrkraft deutlich unter
diesem Betrag (damit keine falschen Vorstellungen über
Lehrergehälter aufkommen). Dennoch sind die genannten 120.000 DM (entspricht 61.355 €) ein brauchbarer
Anhaltspunkt für den Betrag, mit dem die Jahresarbeitsleistung einer Lehrkraft in das deutsche BIP eingeht. Und
somit hat das Schulprogramm der Weidigschule zur
Zeit einen volkswirtschaftlichen Wert von 120.000
DM. Hätten Sie gedacht, dass das Programm den Wert
von 3 Mittelklasse-Neuwagen hat?
P.S. Dieser Artikel hat keinen (volkswirtschaftlichen)
Wert; er wurde in der Freizeit geschrieben. [Ex]
Nicht Um-, sondern Verbau
Sporthallen gesperrt – Materiallager- dunkle Rohre – helle Rohre – weiße Rohre – Bogen – Knie – Dübel –
Schrauben – Bohrer – Bohrmaschinen – von Baudreck
verschmutzte Kästen – Ketten-Flaschenzug – Unterlegscheibe – Haken – Radiomusik und Wurstbrote – von
Baudreck verschmutzte Matten – weiße Heizkörper –
Zeitverzögerung - Fahrgerüst – sächsischer Dialekt –
Stahlträger – Bohrlöcher – falsch – zu klein – richtig - zu
groß – zu hoch – zu tief – Kurzschluss – Türaushang –
Schrankverschiebung – von Baudreck verschmutzte Barren – Entlüftung – Belüftung – Schächte – Schweißge-
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
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ruch – Wassereinbruch – Plastikeimer – Kälte – Gebläse
– Ölmangel – Kabelstecker – Badmintonbälle – Zeitverlust – Probelauf-Zeit ...
... all dies und vieles mehr in vorderen Flur, im mittleren
Flur, im hinteren Flur, in den vorderen Umkleideräumen,
in den mittleren Umkleideräumen, in den hinteren Umkleideräumen, in der rechten Hallenhälfte, in der linken
Hallenhälfte, in der Gymnastikhalle!
Fazit: Fortschritt oder Rückschritt??? [Ra]
Unterrichtseinblicke
Was sollen wir tun? Was können wir wissen?
Dies sind zwei von Kant so formulierte Grundfragen des
Menschen, mit denen sich viele Schüler und Schülerinnen in der Oberstufe im Fach Philosophie beschäftigen.
Schon das vierte Jahr kann man an der Weidigschule
Philosophie als Grundkurs wählen. Es ist auch möglich,
nach der Teilnahme in Stufe 12 und 13 mündliches oder
schriftliches Abitur in Philosophie zu machen.
Wir beschäftigen uns mit diesen Fragen, indem wir Texte
von Philosophen heranziehen, sie zu verstehen versuchen und über viele Fragen diskutieren – oft ohne letzte
Antwort, das ist so in der Philosophie:
z.B. Vorsokratiker
Sokrates
Descartes
Kierkegaard
z. B. Jaspers, Sartre,
Camus
Stufe 12:
Was sollen wir tun?
Erfüllung und Glück suchen.
Aristoteles
Nach dem Guten streben.
Platon
Die Pflicht erfüllen.
Kant
Den größten Nutzen für die
größte Zahl bedenken.
J. St. Mill u.a.
Den herrschaftsfreien
Diskurs durchhalten.
Habermas u.a.
Fragen zur politischen Ethik, z.B. Gewalt
Stufe 13:
Was können wir wissen?
Ideen und Abbilder
Stoff und Form
Christliches Weltbild
Ausgedehnte u. denkende Sache
Ich bin eine Monade.
Die Natur ist Substanz ist Gott
Das Ding an sich erkennen
wir nicht.
Wir erkennen, was die Evolution
für überlebensnotwendig hält
Was ist das: Ich?
Im Fach Arbeitslehre, das an der Weidigschule seit 10
Jahren unterrichtet wird, können sich die SchülerInnen
auf eine besondere Weise auf das Betriebspraktikum
und auf die Berufswelt vorbereiten. Mehrere Kollegen
und Kolleginnen führen seit Jahren in den entsprechenden Klassen 10 eine Betriebssimulation durch.
Dieses Projekt läuft über den Zeitraum eines Halbjahres
und setzt sich aus mehreren Phasen zusammen, die
teilweise zeitversetzt ablaufen und hier stichwortartig notiert sind:
1. Vorphase
Theoretische Grundlagen über verschiedene Unternehmensformen
2. Schaffung von Strukturen
Betriebsgründung und Einstellung von Führungskräften
nach schriftlichen Bewerbungen und Einstellungsgesprächen. Danach entscheidet der Betrieb (seine Führung)
weitgehend autonom. Der Lehrer wird zum Berater.
3. Kreativphase
Suche nach einem geeigneten herzustellenden Produkt
4. Produktionsplanung
Festlegung der Produktionsstrukturen (Einzel-, Gruppen-,
Fließarbeit) in einem Netzplan
5. Produktion
Einen ganzen Tag lang werden die Produkte hergestellt.
6. Verkauf/Vertrieb
Mit entsprechenden Werbemaßnahmen werden die Produkte zu einem festgelegten Termin verkauft (z.B. Adventsbazar in der Weidigschule)
Ende der Betriebssimulation durch Abschlussbericht,
Auswertung, 360°-Feedback, Ausstellung von Arbeitszeugnissen, Liquidierung der Firma und Auszahlung
möglicher Gewinne: Die Klasse 10c hat in diesem Jahr in
ihrer Firma "hard-card GmbH" die Einlagen der Gesellschafter verdoppelt!
Platon
Aristoteles
Descartes
Leibniz
Spinoza
Kant
Vollmer
Metzinger u.a.
Wir treffen uns zu besonderen Aktionen:
 Beim ‚Philosophischen Lesetreff‘ mehrmals im Jahr lesen wir jeweils eine zum Thema passende Ganzschrift
und nehmen uns dafür viel Zeit.
10
Zu meiner großen Freude gibt es das: Schüler und Schülerinnen, die dieses Fach freiwillig und zusätzlich wählen.
[Sy]
Betriebssimulation im Fach Arbeitslehre
Philosophie-Unterricht
Stufe 11:
Sinn d. Phil. u. Zugänge zu ihr
Philosophie ‚auf dem Marktplatz‘
Philosophie ‚im Lehnstuhl‘
Philosophie der Innerlichkeit
Existenzialismus
-
 Einmal im Jahr veranstalten wir einen ‚Philosophischen
Tag‘ für alle Philosophieschüler und –schülerinnen zu einem Thema, das wir von ganz verschiedenen Seiten her
fächerübergreifend betrachten. Nach den Themen „Das
Lachen“, „Die Zeit“ und „Die Postmoderne“ findet im
kommenden Mai der Tag über ‚Höhlenausgänge‘ statt.
Hier sind Gäste willkommen!
Es zeigt sich, dass in diesen Projekten in vielfältiger
Weise fachübergreifend gearbeitet wird.
Hier eine Auswahl:
Deutsch
Bewerbungen - Lebenslauf - Protokolle der Eigenleistungen - klare Anweisungen geben - Mitarbeiter richtig informieren - Entscheidungen begründen
Wirtschaftskunde/-wissenschaft
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
Bilanzierung - Verfassen und interpretieren von Arbeitszeugnissen - Entwickeln von Fragebögen zur Leistungsbeurteilung von Mitarbeitern - Rechtsformen von Unternehmen - Netzplantechnik - Aufbau eines Betriebes 360°-Feedback - Unfallverhütung
Sozialkunde
Die Bedeutung von Arbeit in der Gesellschaft - Betriebsverfassung - Jugendarbeitsschutz - Kommunikationsstrukturen - Bewerbungsgespräch - Teamarbeit - Hierarchien - Mitbestimmung - Gewerkschaften - Betriebsrat
Rechtskunde
Rechtsformen versch. Unternehmen (Einzelunternehmen, GmbH, KG, AG) - Betriebsverfassungsgesetz - Jugendarbeitsschutz - Unfallschutz - Mitbestimmungsgesetz - Betriebsratsgesetz - BGB
Mathematik
Dreisatz - Gleichungen mit mehreren Unbekannten - geometrisches Zeichnen - Kopfrechnen
Informatik/EDV - PC
Exel-Tabellenkalkulation - Word - Bildbearbeitung - Internet
Kunst
Produktgestaltung/Design - graphische Gestaltungen Layout - Plakat - Werbung
Darstellendes Spiel
lebendig informieren und präsentieren, angemessene
Selbstdarstellung, Rollenspiel
Philosophie
Der Wert der Erwerbsarbeit - Arbeitsethos - arbeitslos
Insbesondere werden die folgenden Fähigkeiten trainiert:
Selbstständigkeit - Führungsverhalten - Planungsvermögen - Kooperation und Koordination - Kommunizieren Entscheidungen treffen - Disziplin - Arbeiten.
Die Möglichkeiten zur umfangreichen Differenzierung erlauben eine stärkere Förderung der individuellen Anlagen
und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. [Lt]
Sportliche Aktivitäten
Mit zwei Mannschaften zum Hessenentscheid
Rechtzeitig zur Jahrtausendwende konnten sich der WK
II (83-84) und der WK III (85-87) der Jungen der Weidigschule im Handball für den Hessenentscheid im März
2000 in Gießen qualifizieren.
WK II: Durch die Neuordnung der Regionen in Hessen
fand der Regionalentscheid in Kronberg/Taunus statt.
Die Weidigschule aus Butzbach traf damit auf unbekannte Schulmannschaften: Altkönigschule Kronberg, Schule
am Ried Frankfurt und Albert-Einstein-Gymnasium Maintal. Die Handballer der Weidigschule hatten ihre „liebe
Not“, die Maintaler in den Griff zu bekommen. Nach Treffern von Fabian Neumeier (2), Mattäus Mientus (2), Fabian Strohschein und Max Ungerwetter (je 1) wurden die
Seiten mit einem 2-Tore-Vorsprung (6:4) gewechselt.
Max Ungerwetter erhöhte auf 7:5, Christian Manderla auf
8:6, aber die Maintaler blieben dran. Nach zwei Toren
Weidigschule
über Rechtsaußen durch Fabian Neumeier gab es nach
einem 9:9-Zwischenstand durch einen Treffer von Matthäus Mientus mit dem Schlusspfiff mit 11:9 dann die ersten Punkte.
Als sehr starker Gegner erwies sich die Frankfurter
Schule am Ried, die durch ihre „direkte“ Abwehr nur ein
Halbzeitergebnis von 3:2 für die Butzbacher nach Toren
von Max Ungerwetter, Matthäus Mientus und Fabian
Neumeier zuließ. Über die Stationen 4:4, 5:5 und 6:6
schaffte die doch clevere Weidig-Mannschaft nach erfolgreichen Würfen durch Matthäus Mientus (2), Max Ungerwetter und Fabian Neumeier (je 1) einen sehr knappen 7:6-Sieg. Torwart Bastian Fitz - leicht angeschlagen tat sein Bestes und hielt alle entscheidenden Bälle.
Kronberg im Taunus, das mit einem Jugendnationalspieler antrat, zeigte nicht die erwartete Qualität, sondern lag
nach 10 Minuten mit 7:4 im Rückstand. Eine hervorragende kurze Manndeckung von Matthias Heinelt engte
die Kreise des Nationalen mehr als deutlich ein. Die Treffer fielen über Rechtsaußen durch Fabian Neumeier (2),
aus dem linken Rückraum mit Max Ungerwetter (2),
durch den Linksaußen Christian Manderla (2) und durch
zwei Kreistore von Fabian Strohschein. In der zweiten
Halbzeit konnte der Vorsprung langsam ausgebaut werden - Matthias Heinelt lieferte sich ein hautnahes Duell
mit dem „DHB“, die Tore erzielten inzwischen der jetzt
bestens agierende Max Ungerwetter (4) und mit „links“
Fabian Neumeier (4) zum Endstand von 15:10 Toren für
den Butzbacher Vertreter. Damit war die Qualifikation für
den Hessenentscheid geschafft. Trainer Horst Rautmann
und Co-Trainer Daniel Sohn siegten mit folgender Mannschaft. Im Tor: Bastian Fitz; Fabian Neumeier (12), Max
Ungerwetter (9), Matthäus Mientus (5), Christian Manderla (3), Fabian Strohschein (3), Christian Häuser, Matthias
Herling, Marco Meyer, Johannes Brückel und Matthias
Heinelt.
WK III: Die Gegner der jüngeren Schulmannschaft der
Weidigschule waren: Adolf-Reichwein-Schule NeuAnspach, Schule am Ried Frankfurt und das AlbertEinstein-Gymnasium Maintal. Im ersten Spiel legten die
Nachwuchshandballer durch Daniel Müller (2), Johannes
Wohlrab (2), Steffen Häuser, Rafael Thelen und Tim
Straßheim (je 1) neun Mal den Ball zum 9:5Halbzeitstand ins gegnerische Netz. Durch die gute
Spielübersicht von Daniel Müller und Johannes Wohlrab
wurden die Mitspieler Steffen Häuser (3), Andreas Krüger
(2) sowie Rafael Thelen bestens bedient, die mit Daniel
Müller (1) den 16:8-Sieg über Maintal herauswarfen.
Die zweite Partie wurde in der ersten Halbzeit eine Abwehrangelegenheit, bei der beide Mannschaften nicht
über das 2:2 hinauskamen: Pfostentreffer, über das Tor
und neben das Gehäuse. Für das Butzbacher Team waren erfolgreich: Tim Straßheim und Daniel Müller. Dann
allerdings schlug „die Stunde“ von Johannes Wohlrab,
der nach dem Seitenwechsel fünf Mal die Handballkugel
ins Netz setzte. Sehr bemerkenswert auch die Torwartleistung von Jens Elsner, der bis auf ein Mal souverän alle nur möglichen Bälle des Gegners zunichte machte.
Die weiteren Treffer zum 15:5-Sieg: Daniel Müller (2) und
Andreas Krüger mit einem Strafwurferfolg.
Die letzte Begegnung hatte nur noch statistischen Wert,
da die Schule aus Frankfurt zu den schwächsten Mannschaften des Turniers zählte. Fast alle Spieler der Schule
Weidigs konnten sich bis zum 11:1-Halbzeitstand in die
Torschützenliste eintragen: Steffen Häuser (3), Andreas
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
11
Krüger (3), Daniel Müller (2), Tim Straßheim (2) und Johannes Wohlrab. Die letzten 10 Minuten des Spieles erhöhten die Frankfurter auf 4, die Wetterauer Buben dagegen auf 21 Tore. Johannes Wohlrab (3), Tim Straßheim (2), Felix Großmann (1), Andreas Krüger (1), Daniel
Müller (1) und Merten Mosch (1). Den Treffer des Tages
erzielte Torwart Jens Elsner, der mit einem 7-m-Wurf
sein Team zum 21:4-Gesamtsieg und zur Hessenteilnahme warf. Trainer Horst Rautmann und Co-Trainer
Daniel Sohn setzten folgende Spieler ein. Im Tor: Jens
Elsner und Björn Mandler; Johannes Wohlrab (11), Daniel Müller (9), Andreas Krüger (8), Tim Straßheim (6),
Rafael Thelen (2), Merten Mosch (1), Felix Großmann
(1), Christian Jänicke und Torwart Jens Elsner mit einem
Strafwurftor, Steffen Häuser (8). [Ra]
Sonstige Aktivitäten
Bundeswettbewerb Mathematik 2. Runde 1999
Der ehemalige Weidigschüler Alexander Rothkegel, der
1999 an unserer Schule sein Abitur machte, belegte in
der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik
einen ausgezeichneten 3. Platz. In Hessen haben sich
insgesamt 5 Personen den Anforderungen der 2. Runde
gestellt, wovon ein Teilnehmer einen 1. Platz erzielte und
zwei Teilnehmer einen 3. Preis erreichten. An der Preisverleihung nahm von der Weidigschule auch Dr. Graubner teil. Herzliche Gratulation, Alexander Rothkegel, zu
diesem hervorragenden Ergebnis! [Sa/Kn]
E-Mail-Kontakte mit Schule in England
E-Mail for you ...
... heißt es jetzt auch im Englischunterricht der Klasse 9b
unserer Schule. Frau Monika Zimmermann - seit diesem
Schuljahr Lehrerin an der Weidigschule - steht im Kontakt mit der 10. Klasse einer englischen Mädchenschule
in Maccleshield in der Nähe von Manchester, die Interesse an einer E-Mail-Freundschaft geäußert hatte.
Interesse bestand in der 9b von Anfang an, doch es gab
ein kleines Problem mit den E-Mail-Anschlüssen. Frau
Zimmermann erklärte sich bereit, als Übermittlerin der
Mails zu fungieren. Die Klasse bildete Gruppen, die die
deutschsprachigen E-Mails der Schülerinnen der King´s
School in englischer Sprache beantworten.
Die englischen Schülerinnen integrieren sie in ihren
Deutschunterricht. Aus diesem Grund sind die E-Mails
thematisch noch etwas eintönig; doch das wird sich im
Laufe der Zeit sicherlich noch ändern. Nach Abschluss
der Unterrichtseinheit wird der Kontakt zu den Engländerinnen auf privater Basis (per E-Mail oder Brief) weitergeführt. [DT]
Briefkontakte mit Afrika und Ostasien
Während der Bearbeitung der Themen „Christen in aller
Welt“ im Religionsunterricht der Klassen 7 und „Bedeutende Weltreligionen“ in den Klassen 10 äußerten sich
Schülerinnen und Schüler mit dem Wunsch, Kontakte zu
gleichaltrigen Jugendlichen in anderen Kontinenten aufzunehmen, um deren Leben, ihre Kultur und Religion
besser kennen zu lernen. Inzwischen sind Briefkontakte
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entstanden mit Schülerinnen aus höheren Schulen in
Südafrika, Kenia, Nigeria und China.
Die ersten Briefe hin und her dienten mehr dem persönlichen Kennenlernen. Im weiteren Verlauf der Korrespondenz werden unsere Schülerinnen und Schüler Fragen
stellen und Antworten erhalten, die dann im Unterricht
besprochen und diskutiert werden können. [Kf]
Klassenfahrt nach Oberreifenberg
Der kleine Umweg ...
Am Mittwoch, den 1. September 99 fuhren wir, die Klasse
6g und unsere Parallelklasse 6a auf Klassenfahrt in die
Jugendherberge nach Oberreifenberg. Am ersten Tag
wanderten wir zum Großen Feldberg und besuchten dort
die Falknerei. Am Donnerstagmorgen liefen wir zur „Burg
Oberreifenberg“, danach hatten wir eine kurze Einkaufmöglichkeit im Dorf. Dann mussten wir zurück in die Jugendherberge zum Mittagessen.
Um ca. 15 Uhr wollten wir die dritte Wanderung in Folge
machen. Als Erstes liefen wir zu einem Spielplatz, der
am Rande von Oberreifenberg lag. Dort verbrachten wir
eine gute Stunde. Kurz bevor es langweilig wurde, kam
von Alena ein guter Vorschlag. Sie fragte, ob wir, die
Jungs, mit zum Minigolfplatz gehen würden. Die Idee
fanden wir ganz gut, baten allerdings noch um etwas Bedenkzeit, die kurz darauf zweimal von Herrn Kuczeras
lauter Trillerpfeife unterbrochen wurde. Das Signal bedeutete, sofort beim Lehrer sammeln. Die verantwortlichen Lehrkräfte gaben uns hochoffiziell den restlichen
Ablauf des Tages bekannt.
Wir bekamen die Wahl zwischen Minigolfspielen mit Frau
Schmitt oder einer sofortigen Rückwanderung zur Jugendherberge mit einem „kleinen Umweg“ unter Leitung
von Herrn Harney. Da sich viel zu viele Kinder für Frau
Schmitt entschieden hatten, entschloss ich mich mitzuwandern.
Der Wandertrupp marschierte durch Oberreifenberg hindurch in den großen Wald. Eine halbe Stunde verging,
bis wir Rast machten. Dann schaute Herr Harney auf die
Wanderkarte und verkündete, dass wir noch mindestens
eine Stunde laufen müssten. Fast alle waren enttäuscht,
dass nun aus dem „kleinen Umweg“ schon wieder eine
größere Wanderung würde. Wir liefen und liefen, bis wir
endlich - kurz vor der totalen Erschöpfung - eine große
Wiese sahen. Alle wussten, dass es jetzt nicht mehr sehr
weit sein könne, denn am Beginn unseres „kleinen Ausflugs“ liefen wir ebenfalls diesen Weg.
Auf dem letzten Stück zur Jugendherberge begegneten
uns auch noch die Minigolfspieler. Danach gab es
Abendbrot. Nach dem Essen begaben sich noch ein paar
müde Krieger - eigentlich fast alle - mit Herrn Harney und
Frau Schmitt auf eine Nachtwanderung. In dieser Zeit
war Discotime, was aber nicht so spannend war, da unsere Parallelklasse im Nebenzimmer viel bessere Musik
abspielte. Nach der Rückkehr der Nachtwanderer ging es
in die Betten. Marcel und Sascha erzählten noch eine
echt gute Gruselgeschichte.
Von den Anstrengungen des Tages und der letzten
Nacht waren wir alle so fertig, dass wir gleich einschliefen. Am nächsten Morgen bliesen Florian, mein Bläserkollege, und ich auf unseren Jagdhörnern den Weckruf.
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
Weidigschule
Dann packten wir, frühstückten und fuhren wieder mit
dem Bus nach Butzbach. Alles in allem eine gelungene
Klassenfahrt, die viel Spaß brachte, aber auch mächtig
anstrengend war. [MR]
Vorschau auf die Mitteilungen Nr. 4/1999/2000
Die nächste Ausgabe der Weidig-Mitteilungen wird im
März erscheinen und u.a. die Arbeit der Schülervertretung genauer beleuchten. [La]
Pompeji-Fahrt
Pompeianis – huc feliciter – Bei den Pompejanern lebt
man glücklich!
Impressum:
Die Mitteilungen werden vom Schulleiter der Weidigschule herausgegeben.
Januar 2000
Bild steht nur in Zip-Datei zur Verfügung
Redaktion / Produktion:
Viele Generationen von Lateinschülern und –
schülerinnen konnten auf der Pompejifahrt der Weidigschule ihre Kenntnisse über eine Region erweitern,
die besonders reich an Ausgrabungen, vulkanischen Erscheinungen, herrlicher Natur und Stadtkultur ist. Die
ersten Fahrten fanden durch die Initiative von Herrn
Bidmon statt, später habe ich die Organisation und Leitung der Fahrten übernommen, immer unterstützt von
Kollegen und jugendlichen Begleitern.
Und so werden die Lateinschüler der jetzigen Klassen
10 im kommenden Mai ihre Studienfahrt erleben können:
 Freitag/Samstag: Reise über München mit dem Nachtzug nach Neapel
 Unterkunft in der terrassierten (viele Stufen!) Wohnanlage ‚Bleu Village‘ in Meta di Sorrento direkt am Meer
 Sonntag: Besuch der Ausgrabung in Herkulaneum mit
Siesta in der alten Stadt. Danach Fahrt zum Vesuv und
Besteigung des Vulkans, dessen Ascheregen im Jahre
79 n.Chr. viele Städte und Siedlungen verschüttet hat.
 Montag: Besuch der alten Stadt Pompeji. Siesta bei der
Keimzelle der Stadt, dem Forum Triangolare mit den
Resten eines Heraklestempels.
 Dienstag: Schifffahrt zur Insel Capri und Aufstieg zur
Villa Iovis, den Resten einer römischen Kaiservilla. Siesta auf dem Wandelgang mit weitem Blick zum Festland.
Nachmittags Schwimmen oder Sesselbahn auf den Monte Solaro.
 Mittwoch: Besuch des Nationalmuseums, in dem wir
ausgesuchte Kunstschätze aus der Antike betrachten.
Danach Siesta in einem kleinen Park und Abstieg in die
Unterwelt Neapels, das auf einem heute völlig durchlöcherten Tuff-Massiv erbaut ist.
 Donnerstag: Begehung des Vulkans Solfatara im Westen Neapels. Nach der Siesta im Vulkan Besichtigung
des antiken Amphitheaters in Pozzuoli und des Serapäums, einer antiken Marktanlage, deren Säulen Spuren
der Hebungen und Senkungen des Gebietes über die
Jahrhunderte zeigen.
 Donnerstagabend und Freitag: Rückfahrt wieder mit
dem Nachtzug.
Reiner Laasch [La]
Ilona Kaufmann [Kn]
Beiträge: Edith Bennett [Bn], Heribert Exler [Ex], Friedhelm Göttling [Gö], Ilona Kaufmann [Kn], Georg Kiefer
[Kf], Reiner Laasch [La], Maximilian Reuhl [MR], Peter
Ruppel [Rp], Gerhard Sann [Sa], Dr. Antje Syfuß [Sy],
Diana Theis [DT], Anne Christin Weisel [AW], Manfred
Wink [Wk], Monika Zimmermann [Zi]
Weidigschule (Gymnasium des Wetteraukreises)
Im Vogelsang 8
35510 Butzbach
Tel.:
Fax:
E-Mail:
Internet-Homepage:
06033 91170
06033 911733
Schulleitung@weidigschule.de
http://www.weidigschule.de
Und so erfüllt sich unsere „Italiensehnsucht“:
Licht und Sonne, antike Wohnungen und Ruinen, Meer
und Inseln, Kunst und alte und neue Kultur, Getriebe einer pulsierenden Großstadt und ihre Geheimnisse,
Abende am Meer oder in geselliger Runde und – natürlich – Pizza und Pasta! Weitere Fahrten sind schon in
Planung. [Sy]
Weidigschule
Mitteilungen Nr. 3/1999/2000
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