Fake News - Wirtschaft Lexikon der Argumente

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Autor/Tit
el
Begriff
Zusammenfassung
Kranton I 421
Falschinformation/Fake News/Kranton: ((s) Der
Begriff "Fake News" wird von den zitierten Autoren
nicht verwendet). Die individuellen Gewinne der
Mittler hängen von einer kollektiven Entscheidung ab,
wie beispielsweise der Wahl eines Kandidaten oder
der Genehmigung des Einsatzes einer neuen
Technologie. Die kollektive Entscheidungsfindung ist
als stilisierte "Abstimmung" modelliert, die den
erwarteten Nutzen der einzelnen Akteure aus der
Entscheidung widerspiegelt. Einige Mittler sind
unvoreingenommen und bevorzugen, dass die
Entscheidung korrekt mit dem wahren Zustand der
>
Welt übereinstimmt. (>Terminologie/Kranton). Andere
Kranton, >
Mittler sind voreingenommen und bevorzugen eine
Rachel Falschinformation bestimmte Entscheidung, unabhängig vom
E.
tatsächlichen Zustand. (Solche Mittler könnten
persönlich von der Entscheidung profitieren.) Mittler
haben zunächst eine eigene Einstellung über den
wahren Zustand. Ein zufällig ausgewählter Mittler
erhält möglicherweise genaue Informationen über
den wahren Zustand. Dieser Mittler, dessen Identität
nicht bekannt ist, kann eine falsche oder wahre
Botschaft erzeugen - ein Gerücht über den Zustand
der Welt. Voreingenommene Mittler haben den
Anreiz, eine falsche Nachricht zu erzeugen. Mittler,
die eine Nachricht erhalten, machen Rückschlüsse
auf die Wahrhaftigkeit der Nachricht und entscheiden,
ob sie diese weitergeben oder nicht, um zu
Metadaten
Kranton I
Rachel E.
Kranton
Francis
Bloch
Gabrielle
Demange,
Rumors
And Social
Networks
2018
Kranton II
Rachel E.
Kranton
George A.
Akerlof
Identity
Economics:
How Our
Identities
Shape Our
Work,
Wages,
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beeinflussen, wie andere über das kollektive
Ergebnis abstimmen.
>Falschinformation/Wirtschaftstheorien
Kranton I 423
In einem Satz von Modellen verbreiten sich
Meinungen wie Krankheiten, d.h. Individuen werden
durch den Kontakt mit einem anderen Mittler mit
dieser Krankheit infiziert (nehmen eine Meinung an)
(siehe z.B. Kapitel 7 von Jackson, 2008)(1). Solche
Diffusionsprozesse werden auch in den Bereichen
Informatik, statistische Physik und Soziologie
untersucht. In solchen Modellen sind
voreingenommene Mittler immer dann besser dran,
wenn es mehr von ihnen gibt (...).
In einem zweiten Satz von Modellen baut die
Meinungsbildung in sozialen Netzwerken auf
DeGroot (1974)(2) auf. Mittler, mit möglicherweise
unterschiedlichen früheren Einstellungen, "tauschen"
wiederholt ihre Überzeugungen mit ihren Nachbarn
aus und nehmen eine Statistik (z.B. den gewichteten
Durchschnitt) der Meinungen ihrer Nachbarn an.
Solche Mittler berücksichtigen nicht die Wiederholung
von Informationen, die sich über ein Netzwerk
ausbreiten können, was zu Überzeugungsvorurteilen
im Sinne von DeMarzo et al. (2003)(3) führt.
Kranton I 436
Allgemeine
Netzwerke/Kommunikation/Bloch/Demange/Kranton:
Wir identifizieren drei wesentliche vereinfachende
Annahmen, die die Analyse des allgemeinen
Metadaten
and WellBeing
Princeton
2011
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Netzwerks ähnlich der Analyse eines Baumes
darstellen.
1. Wenn Mittler eine Nachricht senden, senden sie
die Nachricht an alle ihre Nachbarn (außer
demjenigen, von dem sie die Nachricht erhalten
haben). Die Kommunikation ist multicast, und Mittler
können nicht endogen wählen, auf welchem Weg sie
die Nachricht versenden möchten.
2. Die Zeit, die eine Nachricht benötigt, um sich auf
einem Weg zu bewegen, ist proportional zur Länge
des Weges. Diese Annahme ist notwendig, um zu
gewährleisten, dass die Mittler die Mittler, von denen
sie die Nachricht beim ersten Mal erhalten, als
diejenigen Mittler identifizieren können, die sich in
kürzester Entfernung im Netzwerk befinden. Ohne
diese Annahme müssten Mittler komplexe
Berechnungen durchführen, um den Satz von Mittlern
zu identifizieren, von denen sie die Nachricht beim
ersten Mal erhalten.
3. (Am wichtigsten ist, dass) Mittler allein
entscheiden, ob sie die Nachricht beim ersten
Empfang weitersenden oder nicht; das heißt, obwohl
eine Nachricht einen Mittler auf mehreren Wegen
erreichen könnte und ein Mittler daher mehrere
Nachrichten empfangen könnte, ignorieren sie alle
Nachrichten außer der ersten.
>Netzwerkmodelle/Kranton,
>Kommunikationsmodelle/Kranton,
>Kommunikationsfilter/Kranton,
>Falschinformation/Wirtschaftstheorien,
Metadaten
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>Terminologie/Kranton.
1. JACKSON, M., Social and Economic Networks
(Princeton: Princeton University Press, 2008).
2. DEGROOT,M. H., “Reaching a Consensus,”
Journal of the American Statistical Association 69
(345) (1974), 118–21.
3. DEMARZO, P. M.,D.VAYANOS, AND J. ZWEIBEL,
“Persuasion Bias, Social Influence, and UniDimensional Opinions,” Quarterly Journal of
Economics 113 (3) (2003), 909–68.
Francis Bloch, Gabrielle Demange & Rachel Kranton,
2018. "Rumors And Social Networks," International
Economic Review, Department of Economics,
University of Pennsylvania and Osaka University
Institute of Social and Economic Research
Association, vol. 59(2), pages 421-448.
_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische
Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter
Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
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