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Griechische Philosophie

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Griechische Philosophie
6C, 2006/07
Sokrates – Platon – Aristoteles
Weg von der Religion  hin zu „logischen Gesetzen“
Dialektik – Diskussionsmethode, Schulung der Redner und Politiker
Sokrates – 470 bis 399 v. Chr.
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“
Sokrates hinterließ keine Schriften, war ein „Sophist“ (Sprachtheorie – Rhetorik, Poetik,
Grammatik und Ethik – Theorien über Staat, Gesetz, Moral und Recht; waren von einem
gegen Tradition und Religion gerichteten erkenntnistheoretischen Skeptizismus geprägt);
Sokrates wollte Politik aber hauptsächlich moralisch begründen und strebte nach
Elitenschaffung durch Bildung
Platon – 427 bis 347 v. Chr.
gründete eine Hochschule, die den Namen „Akademie“ erhielt und fast 1000 Jahre bestand
Die Welt wurde in seiner Begrifflichkeit in ein Reich des ewigen Seins und ein Reich der
wechselnden Erscheinungen eingeteilt. Das berühmte Höhlengleichnis Platons beschreibt
diese Einteilung: Das Reich der Erscheinungen ist eine Höhle, in der die Menschen mit dem
Rücken zu einem flackernden Feuer sitzen, während zwischen den Menschen und dem Feuer
wirkliche Gestalten vorbeiziehen. Wir aber sehen nur ihre schwankenden Schatten auf der
Wand, diese unsere Wirklichkeit sind.
Platons Entwurf vom Idealstaat, indem Familie und Eigentum abgeschafft sind und
stattdessen eine staatliche Erziehungsdiktatur mit Elitezüchtung nach festgelegtem
Bildungsprogramm vorherrscht, lässt an Attraktivität im heutigen Denken nach. Dieses
utopische Bildungsprogramm mit einem Hang ins Totalitäre gliederte sich nach Platon wie
folgt:
In der Kindheit Mythenerzählung, Lesen und Schreiben, mit 14-16 Jahren Dichtung, mit 1618 Jahren Mathematik, von 18-60 Jahren militärische Ausbildung
Danach bleiben die Minderbemittelten beim Militär, die Begabten durchlaufen eine
wissenschaftliche College-Ausbildung. Nach Ausscheiden der praktisch Veranlagten, welche
die niedere Beamtenlaufbahn einschlagen, beschäftigt sich die Elite fünf Jahre mit reiner
Ideelehre, bewährt sich 15 Jahre in hohen Regierungsämtern um dann mit 50 Jahren die
Führung des Staates übernehmen zu können.
Aristoteles – 384 – 322 v. Chr.
studierte 20 Jahre an der Akademie Platons, wurde Lehrer des jungen Alexanders (später
Alexander der Große); Nach Alexanders Tod wurde er wie seinerzeit Sokrates der
Gottlosigkeit angeklagt und starb wenig später im Exil.
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Griechische Philosophie
6C, 2006/07
Reine Form, das Unwahrscheinlichste und zugleich das Realste, ist göttlicher Geist. Er ist die
erste Ursache, die aus Stoff form werden lässt; in allen anderen Dingen sind Form und Stoff
gemischt. Das lässt sich auf die Frage der Seele übertragen. Der Leib ist die Form, die Seele
der Stoff. Innerhalb der Seele lassen sich dieselben Differenzen zwischen animalischer,
vegetativer und rationaler Seele finden. Solange ein Ding sich verändert und beweglich ist, ist
es noch nicht vollkommen. Unveränderlichkeit und Ruhe sind somit Zeichen der äußersten
Vollkommenheit.
Welche Zitate und Erklärungen passen zu welchem Philosophen?
Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern,
kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer.
___________________ wurde angeklagt die Jugend mit seiner Philosophie zu verderben und
gegen die alten Riten und Sitten aufzuhetzen. Er verteidigte sich selbst vor Gericht, und mit
nur geringer Mehrheit der Richterstimmen wurde er aufgefordert, nach altem Brauch seine
Bestrafung selbst zu wählen. Er jedoch verlangte stattdessen nach Belohnung woraufhin er
vom Richtertum zum Tode verurteilt wurde. Kurz vor seinem Tode unterhielt er sich mit
einem seiner Schüler über den Tod und trank dann den Becher mit dem Gift.
Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des
Körpers und umgekehrt: ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies
zugleich auch den Zustand der Seele.
Redekunst = Die Kunst, Glauben zu erwecken.
Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen,
sondern das, was hätte geschehen können, das heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder
Notwendigkeit möglich ist.
Seine Frau Xanthippe hat kein Verständnis dafür das die Frage, was das Wesen der
Tugend sei, wichtiger sein sollte als Essen für die Familie. Aufgrund dessen führte
sie mit ihm lautstarke Beziehungsgespräche, die _________________ liebend
entgegennahm um seine Dialektik trainieren zu können.
Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen,
die nur dummes Zeug reden.
Heirate auf jeden Fall! Kriegst du eine gute Frau, wirst du glücklich. Kriegst du
eine böse, dann wirst du ein Philosoph.
Es gibt also, mein Freund, keine Beschäftigung eigens für die Frau, nur weil sie Frau ist, und
auch keine eigens für den Mann, nur weil er Mann ist, die Begabungen finden sich
vielmehr gleichmäßig bei beiden Geschlechtern verteilt.
Lösungen Griechische Philosophie
Welche Zitate und Erklärungen passen zu welchem Philosophen?
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Griechische Philosophie
6C, 2006/07
Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern
mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer. (SOKRATES)
___________________ wurde angeklagt die Jugend mit seiner Philosophie zu verderben und
gegen die alten Riten und Sitten aufzuhetzen. Er verteidigte sich selbst vor Gericht, und mit
nur geringer Mehrheit der Richterstimmen wurde er aufgefordert, nach altem Brauch seine
Bestrafung selbst zu wählen. Er jedoch verlangte stattdessen nach Belohnung woraufhin er
vom Richtertum zum Tode verurteilt wurde. Kurz vor seinem Tode unterhielt er sich mit einem
seiner Schüler über den Tod und trank dann den Becher mit dem Gift. (SOKRATES)
Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des
Körpers und umgekehrt: ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies
zugleich auch den Zustand der Seele. (ARISTOTELES)
Redekunst = Die Kunst, Glauben zu erwecken. (ARISTOTELES)
Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen,
sondern das, was hätte geschehen können, das heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder
Notwendigkeit möglich ist. (ARISTOTELES)
Seine Frau Xanthippe hat kein Verständnis dafür das die Frage, was das Wesen der
Tugend sei, wichtiger sein sollte als Essen für die Familie. Aufgrund dessen führte
sie mit ihm lautstarke Beziehungsgespräche, die _________________ liebend
entgegennahm um seine Dialektik trainieren zu können. (SOKRATES)
Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen,
die nur dummes Zeug reden. (PLATON)
Heirate auf jeden Fall! Kriegst du eine gute Frau, wirst du glücklich. Kriegst du
eine böse, dann wirst du ein Philosoph. (SOKRATES)
Es gibt also, mein Freund, keine Beschäftigung eigens für die Frau, nur weil sie Frau ist, und
auch keine eigens für den Mann, nur weil er Mann ist, die Begabungen finden sich
vielmehr gleichmäßig bei beiden Geschlechtern verteilt. (PLATON)
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