Wer ist die gesuchte Person? – Ein Detektivspiel M1 Die folgenden Kärtchen enthalten verschlüsselte Informationen zu einer bestimmten Person in der Bibel. Sherlock Holmes kennt sich nicht so gut aus in der Bibel wie du. Hilf ihm beim Entschlüsseln. Wie heißt die gesuchte Person? Bei wem lernte bzw. studierte die gesuchte Person? ??? Wo wurde die gesuchte Person geboren? Apg 22,3 Wenn du den anderen Hinweisen folgst, wirst du es herausfinden. Apg 22,3 Worin wurde die gesuchte Person unterwiesen? Hier erfährst du etwas über die Person und den Vater der gesuchten Person. Welche Familienangehörige der gesuchten Person werden hier genannt? Apg 23,6 Apg 23,16 Apg 22,3 Welchen Beruf hat die gesuchte Person? Wofür setzt sich die gesuchte Person ein? Welche Staatsbürgerschaft hat die gesuchte Person? Apg 18,3 Apg 22,3 Apg 16,37 Gal 1,14 Apg 22,27 Aufgabe Hilf Sherlock Holmes, die Informationen zu entschlüsseln: Schlage die angegebenen Bibelstellen nach und beantworte die Fragen auf den Kärtchen. 2 von 19 Die Bibel 3 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) IV Eine Lebenslinie gestalten – das Leben des ______________________ Die Lebenslinie eines Menschen ist wie ein Zeitstrahl. Sie erzählt uns von wichtigen Ereignissen im Leben dieser Person. Geburtsname: _________________________ Geboren im Jahr _____________________ Geburtsort: später wächst er in ___________________ auf _________________________ Er lernt schon als Kind , studiert in Jerusalem bei und wird wie schon sein Vater Er gehört zum Volk der © Thinkstock/iStockphoto Staatsbürgerschaft: Beruf: Familie: Der Vater ist ein Mutter: nicht bekannt Geschwister: 1. Trage deine Ergebnisse aus den entschlüsselten Kärtchen in die Lebenslinie ein. 2. Bastele dir eine Schriftrolle aus dem Blatt. M2 Aufgaben IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 3 von 19 Wer ist Paulus? – Bildkärtchen Die Bilderkärtchen verraten dir noch einiges mehr über Paulus. Geboren ca. 1 n. Chr. Benannt nach König Saul (Geburtsname), dem ersten König des Volkes Israel. Denn die Familie von Saulus gehört zu den Juden. Tarsus als Hauptstadt von Zilizien ist Handelszentrum und Universitätsstadt. Hier leben Römer, Juden und Griechen. Die Muttersprache von Saulus ist Griechisch. Das Land, in dem Saulus lebt, gehört zum römischen Weltreich. Zu dieser Zeit regiert der Kaiser Augustus. Saulus ist auch römischer Bürger. Sein römischer Name ist Paulus. Der Vater ist ein Pharisäer. Die Pharisäer sind eine gelehrte Gruppe unter den Juden. Ihr oberstes Ziel ist die genaue Kenntnis und Einhaltung der Gebote und Gesetze Gottes (Tora). Schon als Kind lernt Paulus in Tarsus, was ein Jude wissen muss. Er beschäftigt sich mit den Grundlagen des jüdischen Glaubens zu Hause und in der Synagoge. Er ist ein sehr guter Schüler. Paulus lernt die hebräische Sprache, um die Schriftrollen der Tora lesen zu können. Die Tora ist nämlich auf Hebräisch geschrieben. Später wächst Paulus in Jeru- Um Geld zu verdienen, lernt salem auf. Dort steht der Tem- Paulus in Jerusalem den Beruf pel der Juden. des Zeltmachers. In Jerusalem studiert Paulus bei Rabbi Gamaliel. Er wird Pharisäer. Streng hält er sich an die Gebote und Gesetze Gottes. Er will alles richtig machen. Er erklärt den Menschen die Tora. Aufgaben 1. Lies dir die Angaben auf den Kärtchen durch und sieh dir die Bilder an. 2. Ergänze die Lebenslinie des Paulus. M3 4 von 19 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Die Bibel 2 IV Wo lebte Paulus? – Eine Landkarte Mithilfe der Landkarte kannst du feststellen, an welchen Orten Paulus sich im Laufe seines Lebens aufgehalten hat. Aufgabe Suche auf der Karte den Geburtsort von Paulus und die Stadt, in der er bei Gamaliel studiert hat, und markiere sie farbig. M4 IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 5 von 19 Todesurteile im Namen der Tora? – Paulus und das Gesetz M 5 Folgende Begebenheit hat Lukas in der Apostelgeschichte beschrieben. Wir befinden uns in Jerusalem, im Jahr 31 n. Chr. Mit zusammengezogenen Brauen blickt Paulus von einem Freund zum anderen … Paulus: Ich kann es nicht fassen! Die Anhänger von diesem Jesus werden immer zahlreicher. 1. Freund: Du meinst diesen Jesus, der neulich gekreuzigt wurde? 5 Paulus: Ja, genau den. 2. Freund: Du hast recht, Paulus. Sie verstoßen gegen das Gesetz. Sie behaupten, dieser Jesus sei Gottes Sohn. 10 15 Paulus: Das ist Gotteslästerung! Ein Gottessohn, der am Kreuz stirbt – das ist lächerlich! Wie die Schrift sagt: „Verflucht ist, wer am Pfahl hängt.“ Verbrecher sterben am Die Tora: Die Gebote und Gesetze Gottes Kreuz. Gesetzlose sterben am Kreuz. Aber doch nicht Gottes Sohn! Unser Gott − der Einzige, der Höchste − würde nie zulassen, dass die Menschen Seinem Sohn etwas antun! Wir müssen noch strenger gegen diese Lügner vorgehen! Im Namen des Gesetzes. Wütend läuft Paulus auf und ab. 3. Freund: Sie behaupten, dieser Jesus sei auferstanden. Paulus: Gotteslästerung! Das ist alles Gotteslästerung! Sie sind eine Sekte! 20 4. Freund: Sie sagen: „Gott hat seinen Sohn am Kreuz sterben lassen.“ Sie sagen: „Jesus hat die Strafe für die Schuld der Menschen auf sich genommen.“ Paulus: Ha! Sie verbreiten Lügen über Lügen! Merkt euch, liebe Brüder! Das Gesetz ist das Wichtigste! Wir müssen das Gesetz befolgen. Nur durch die genaue Einhaltung des Gesetzes können wir Gott gerecht werden. Und wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen das Gesetz hören und befolgen. Wer sich nicht an Gottes Gesetze hält, muss bestraft werden. 25 1. Freund: Du hast recht, Paulus. Wir halten uns an das Gesetz. Wir müssen sie bestrafen. 2. Freund: Ja, denn Gott wird uns nur gnädig sein, wenn wir das Gesetz ganz genau befolgen. Paulus: Und deshalb müssen wir mit Entschiedenheit gegen diese Sekte vorgehen. 30 Einige Tage später wird ein Mann vom Hohen Rat verhört. Er heißt Stephanus. Er kümmert sich um die Armen und erzählt den Menschen von der Auferstehung Jesu. Als er vor Gericht steht, spricht Stephanus auch dort von seiner Überzeugung. Stephanus: Ihr werft mir vor, dass ich gegen das Gesetz verstoße und Lügen verbreite. Hört zu! Ich sage euch die Wahrheit über Jesus. Er ist der Christus. Er ist der Sohn Gottes. Stephanus hält eine lange Rede. Er spricht von Gottes Plan und seiner Liebe zu den Menschen. Wütend starren ihn die gesetzestreuen Juden danach an. 35 1 Schriftgelehrter: Das ist unerhört! 6 von 19 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Die Bibel 2 IV 2 Schriftgelehrter: Schweig still, du Lügner! Das ist gegen das Gesetz! 40 Stephanus: Ihr seid es, die gegen das Gesetz verstoßen! Der Hohe Rat und ihr Schriftgelehrte habt mit Schuld daran, dass Gottes Sohn umgebracht wurde! Ihr bildet euch ein, nach Gottes Willen zu handeln. Ihr denkt, ihr haltet euch an das Gesetz, wenn ihr die Anhänger der neuen Lehre verfolgt. Aber das ist falsch. Ihr Halsstarrige! Verräter und Mörder seid ihr! Einige sind so wütend, dass sie mit den Zähnen knirschen. Doch Stephanus lässt sich nicht beirren. Er spricht weiter von Jesus Christus. Dann schaut er nach oben und spricht: Stephanus: Ich sehe den Himmel offen! Jesus steht an der rechten Seite Gottes, seines Vaters. Jetzt schreien alle durcheinander. 45 3. Schriftgelehrter: Ruhe! 2. Schriftgelehrter: Sei still! Sie halten sich die Ohren zu und stürmen auf ihn ein. Sie jagen ihn zur Stadt hinaus. 3. Schriftgelehrter: Dieser Gotteslästerer muss getötet werden. 1. Schriftgelehrter: Ja, lasst uns Steine nehmen und ihn totschlagen! 50 55 2. Schriftgelehrter: Ja, er soll gesteinigt werden! Dieser Mann verdient den Tod. Er ist ein Gotteslästerer! Die Überlieferung unserer Väter ist das Einzige, was zählt! Die Menschen umringen Stephanus und bewerfen ihn mit Steinen. Paulus steht dabei und schaut zu. Einige Männer geben Paulus ihre Kleider, damit sie sich besser bewegen können. Immer mehr Steine werfen sie auf ihn. Große Steine. Stephanus wird verletzt. Er blutet. Er sinkt auf die Knie. Stephanus: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Und verzeihe diesen Menschen! Danach stirbt Stephanus. Paulus: Es ist gut, dass er tot ist. Und mit den anderen räumen wir auch noch auf. Los, Männer! Lasst uns noch mehr von diesen Gotteslästerern töten! 60 Paulus und seine Freunde gehen von Haus zu Haus. Männer und Frauen, die an die Auferstehung Jesu glauben, werden herausgezerrt und verhaftet. Sie werden ins Gefängnis geworfen und getötet. Viele haben Angst vor Paulus. Paulus: Sie verdienen diese Strafe. Wir müssen die neue Lehre ausrotten! Das Gesetz fordert es von uns! Das Gesetz ist das Einzige, was zählt! Aufgaben 1. Lest den Text mit verteilten Rollen. 2. Markiert alle Stellen farbig, in denen ihr etwas über Paulus und das Gesetz Gottes erfahrt. 3. Fasst in eigenen Worten zusammen, was aus Sicht des Paulus an dem Glauben des Stephanus und der anderen Anhänger Jesu falsch ist. IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 7 von 19 Ein Gemälde von Caravaggio M6 © akg-images / Pirozzi Sherlock Holmes betätigt sich als Bilddetektiv. Er möchte herausfinden, wovon das Bild berichtet. Dazu muss er erst einmal die richtigen Fragen stellen. Hilf ihm dabei! 8 von 19 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Aufgabe Sieh dir das Bild genau an. Was siehst du? Die Bibel 2 IV IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 9 von 19 Auf der Straße nach Damaskus – Paulus erblindet! M7 Paulus hat sich vom Hohen Rat ein Schreiben geben lassen. Es erlaubt ihm, auch in Damaskus die Nachfolger von Jesus gefangen zu nehmen. Einige Zeit nach dem Tod des Stephanus ist Paulus mit einigen Begleitern unterwegs nach Damaskus. Paulus: 5 10 15 Jetzt werden wir in Damaskus aufräumen! Wir werden die Anhänger dieser neuen Lehre auf das Härteste bestrafen. Dann werden wir schon sehen, ob ihnen dieser Jesus hilft, der angeblich auferstanden ist. Alle Welt soll sehen, dass wir uns diese Lügengeschichten nicht gefallen lassen. Wir schleppen sie nach Jerusalem, dort bekommen sie ihre Strafe! Diese neue Lehre muss ausgerottet werden! Sie verstößt gegen das Gesetz! Von Jerusalem nach Damaskus ist es ein weiter Weg. Doch dann, kurz vor Damaskus, wird Paulus plötzlich von einem hellen Licht geblendet. Es strahlt heller als alles, was Paulus bisher gesehen hat. Paulus stürzt zu Boden und hört eine Stimme. Stimme: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Paulus: Herr, wer bist du? Stimme: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Stehe auf! Gehe in die Stadt. Dort wird man dir sagen, was du tun sollst! 1. Begleiter: Was war das? 2. Begleiter: Keine Ahnung. Es war wie … wie Donner. Oder eine Stimme, die man nicht versteht. 20 Paulus versucht aufzustehen. Er reibt sich die Augen. 25 Paulus: Ich … ich kann nichts sehen! Ich bin blind! 3. Begleiter: Was ist geschehen, Paulus? Paulus: Diese Stimme – das war Jesus! Habt ihr nicht gehört, was Er gesagt hat? 1. Begleiter: Welcher Jesus? Ich habe nichts gehört. 2. Begleiter: Ich auch nicht. Kein Wort habe ich verstanden. Paulus: Ich …ich muss in die Stadt. Das hat er gesagt. Aber ich sehe nichts! 3. Begleiter: Wir bringen dich in die Stadt. Du bist gestürzt. Du musst dich ausruhen. Paulus: Jesus. Das war Jesus. Jesus, der Sohn Gottes. Aufgaben 1. Lest den Text mit verteilten Rollen. 2. Schaut euch noch einmal das Gemälde von Caravaggio an. 3. Beantwortet nun gemeinsam die Fragen, die ihr zu diesem Bild zusammengetragen habt. 10 von 19 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Die Bibel 2 Sherlock Holmes stellt neue Fragen die Christen in Damaskus IV M8 Paulus ist unterwegs nach Damaskus, um die Anhänger von Jesus gefangen zu nehmen. Doch auf der Straße nach Damaskus begegnet ihm Jesus. Sherlock Holmes fragt sich: Was wird geschehen, wenn Paulus nach Damaskus kommt? 5 Stellt euch vor, ihr seid Juden, die an Jesus Christus glauben, den Auferstandenen. Ihr habt gehört und erlebt, dass Jesus da ist. Jeder von euch hat seine eigenen Erlebnisse mit dem Auferstandenen gehabt. Das macht euch froh. Ihr glaubt und hofft nun auf ein ewiges Leben bei Gott nach dem Tod. Ihr trefft euch regelmäßig zum Beten und um in der Die Jesusanhänger in Damaskus Bibel − also im Alten Testament − zu lesen. 10 Ihr wollt noch anderen Menschen von Jesus Christus erzählen. Ihr wisst aber auch, dass es fromme Juden gibt, die euch als Unruhestifter ansehen. Eines Tages bekommt ihr Besuch von einem Boten. Er teilt euch mit, dass Paulus mit anderen Bewaffneten in eure Stadt kommt. Paulus besitzt eine Vollmacht. Er darf alle Jesusanhänger gefangen nehmen. 15 Ihr wisst, dass Paulus euch, die jüdischen Anhänger Jesu, grausam behandelt und hart bestrafen will. Wie reagiert ihr auf die Ankündigung des Boten? Worüber sprecht ihr? Was könntet ihr tun? Aufgaben 1. Lest euch den Text aufmerksam durch. 2. Bildet Gruppen von vier bis sechs Schülern. Denkt euch ein Rollenspiel aus, in dem ihr die Fragen am Ende des Textes szenisch darstellt. 3. Stellt eure Ergebnisse der Klasse vor. IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 11 von 19 Sherlock braucht Hilfe – was geschah in Damaskus? Sherlock Holmes hat einen Tipp bekommen. Lukas hat aufgeschrieben, was tatsächlich in Damaskus geschah. Doch Sherlock besitzt das Schreiben von Lukas nicht. 1. Was wird über Paulus gesagt? (Verse 8 und 9) 2. Was erlebt Hananias? (Verse 10−12) 3. Was antwortet Hananias? (Verse 13 und 14) Was geschah in Damaskus? 4. Welche Antwort bekommt Hananias? (Verse 15 und 16) 5. Was tut Hananias? (Vers 17) 6. Was erfährst du über Paulus? (Verse 17 und 18) 7. Wie findest du das, was Hananias tut? Denke dabei auch an euer Rollenspiel. 8. Was mögen die Christen in Damaskus gedacht und gefühlt haben? Aufgaben 1. Lies Apostelgeschichte 9,8–19. 2. Beantworte die Fragen von Sherlock Holmes mit eigenen Worten. M9 12 von 19 Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Sherlock ermittelt – was hat sich im Leben des Paulus verändert? IV M 10 Paulus ist auf der Straße nach Damaskus Christus begegnet. Eine solche Begegnung hinterlässt Spuren. Sherlock Holmes will wissen, was sich im Leben von Paulus verändert hat. 5 10 Paulus ist sich nun sicher, dass Jesus der auferstandene Sohn Gottes ist, der Messias. Er kann wieder sehen. Und es fällt ihm wie Schuppen von den Augen, denn er stellt fest, dass er auch im Herzen blind war. Er hat diejenigen verfolgt, die an den Sohn Gottes glauben. Er hat viele Menschen gefoltert und getötet. Das bereut er jetzt zutiefst. Paulus: Schuld, Schuld, Schuld! Ich habe viel Schuld auf mich geladen. Ich wollte das Gesetz erfüllen. Ich wollte alles richtig machen. Ich wollte Gott dienen und habe Gottes Sohn verfolgt. Ich habe alles falsch gemacht. Ich bin ein Versager. Wie kann ich mit dieser Schuld weiterleben? Hananias: Jesus Christus hat die Strafe für deine Schuld getragen. Dafür ist er gestorben. Paulus lässt sich taufen 15 Paulus: Für meine Schuld ist er gestorben? Ich kann es noch immer nicht fassen. Ein Gottessohn, der die Stafe für die Schuld der Menschen auf sich nimmt und am Kreuz stirbt. Wie ein Verbrecher. Hanaias: Er hat es aus Liebe getan. Aus Liebe zu uns Menschen. Aus Liebe zu dir, Paulus. 20 25 Paulus: Aus Liebe zu mir? Ich habe diese Liebe nicht verdient! Diese Liebe ist eine besondere Liebe. So sehr lieben kann kein Mensch. Er ist für einen wie mich gestorben – einen, der seine Anhänger verfolgt hat. Ab jetzt will ich zu ihm gehören. Was muss ich tun, um zu ihm zu gehören? Hanaias: Glaube an ihn. Bekenne deine Schuld. Und lass dich taufen. Jesus Christus wird deine Schuld abwaschen. Und dann sollst du ihm dienen. Er hat dich auserwählt. Du sollst die Botschaft von seiner Auferstehung in alle Welt tragen. Allen Menschen sollst du davon erzählen, nicht nur den Juden. Paulus: So soll es sein. Ich werde ihm alle meine Schuld bekennen. Dann möchte ich getauft werden. 30 Paulus bekennt sein Versagen und bittet Gott um Vergebung. Er bittet auch die Christen um Vergebung. Er lässt sich taufen. Er gehört nun zu den Christen. Der Verfolger lebt nun mit denen zusammen, die er verfolgt hat. Sie treffen sich regelmäßig, das stärkt ihren Glauben und macht sie froh. Sie sprechen über Jesus und sie beten gemeinsam. Aus Verfolgten werden Freunde. Paulus: Jesus Christus, der Sohn Gottes ist mir begegnet. Darüber kann und darf ich nicht schweigen. Ab sofort will ich allen Menschen sagen, dass Jesus lebt. Was ich bisher getan habe, war falsch. Jesus lebt. Er hat die Strafe für unsere Schuld ans Kreuz getragen. 35 Paulus geht in die Gebetshäuser und spricht dort. Paulus: Hört zu, ihr Juden! Die Christen haben recht, Jesus lebt! Er ist auferstanden. Gott hat ihn auferweckt, denn Jesus ist Gottes Sohn. IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 13 von 19 Schriftgelehrter 1: Was redet der da? Er ist doch einer von uns! 40 Schriftgelehrter 2: Ist das nicht der Mann, der in Jerusalem alle Christen bestrafen wollte? Ist er nicht hierher gekommen, um die Christen gefesselt zum Hohepriester zu schleppen? Wieso redet der jetzt so? Schriftgelehrter 3: Was redest du? Das ist Gotteslästerung! Du kennst die Tora. Jesus kann nicht Sohn Gottes sein. Gott wird seinen Sohn irgendwann in der Zukunft zu uns schicken. 45 50 Paulus: Ich verstehe eure Einwände. Noch vor Kurzem habe ich genau so gedacht wie ihr. Ihr wisst, dass ich einer der schlimmsten Feinde der Christen war. Doch das war falsch. Jetzt weiß ich ganz sicher, dass Jesus lebt. Er ist mitten unter uns. Er ist Gottes Sohn. Er hat zu mir gesprochen, als ich auf dem Weg hierher war. Paulus berichtet von seinem Erlebnis und fordert alle auf, an Jesus Christus zu glauben. Die Männer widersprechen ihm weiter und versuchen zu beweisen, dass er Unrecht hat. Aber Paulus widerlegt ihre Argumente. Er kennt sich in der Tora und im jüdischen Glauben aus. Die Männer fühlen sich in die Enge getrieben. Früher war Paulus einer von ihnen, jetzt wenden sie sich gegen ihn. Einige Tage später klopft es an der Tür des Hauses, in dem Paulus wohnt. Bote: Paulus, du bist in Gefahr! Die Schriftgelehrten haben sich beraten. Sie wollen dich töten! Sie suchen dich in der ganzen Stadt. Die Stadttore haben sie auch besetzt! 55 Christ 1: Sie dürfen dich nicht finden. Wir müssen dich verstecken. Christ 2: Aber wo soll er sich verstecken? Sie werden überall nach ihm suchen. 60 Paulus: Jesus hat mir ganz deutlich gesagt, was ich tun soll. Ich soll den Menschen erzählen, dass er auferstanden ist. Jesus Christus, du Sohn Gottes, ich vertraue dir. Du wirst mir helfen. Früher war ich stolz auf mich und habe auf meine Leistung vertraut. Jetzt setze ich all mein Vertrauen auf dich! Christ 1: Ich habe eine Idee. Wir werden dich aus der Stadt schmuggeln. Bote: Wie soll das gehen? Sie haben alle Tore besetzt! Christ 1: Ich weiß etwas. Kommt her, ich will es euch ganz leise sagen. Damit uns niemand belauschen kann! Und du, Paulus, musst uns vertrauen. 65 70 Heimlich schmieden sie einen Plan. In der Nacht treffen sie sich. Jemand schleppt einen großen Korb herbei. Sie binden den Korb fest an dicke Seile. Draußen vor der Stadtmauer ist alles ruhig. An diesem Teil der Mauer kommt niemand vorbei. Die Wachen stehen an den Stadttoren. Die Christen stellen den Korb aufs Fensterbrett. Paulus setzt sich hinein. Er vertraut sich den Christen an. Vorsichtig lassen sie ihn im Korb auf der anderen Seite der Mauer hinab. Schnell klettert Paulus heraus und flieht. Aufgaben 1. Lest den Text mit verteilten Rollen. 2. Was ist im Leben von Paulus anders geworden? Unterstreicht die entsprechenden Textstellen farbig. 3. Fasst kurz in eigenen Worten zusammen, was sich für Paulus verändert hat. 14 von 19 Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) IV Wie werde ich vor Gott gerecht? – Die Rechtfertigungslehre des Paulus M 11 Durch die Begegnung mit Jesus Christus hat Paulus neue Einsichten gewonnen.Darüber schreibt er auch in seinen Briefen an die Gemeinden. Gal 2,16−17 16 Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind doch deshalb Christen geworden, weil wir davon überzeugt sind, dass wir allein durch den Glauben an Christus von unserer Schuld freigesprochen werden; nicht aber, weil wir die Forderungen des Gesetzes erfüllen. Denn wie die Heilige Schrift sagt, findet kein Mensch durch gute Werke Gottes Anerkennung. 17 Wenn aber auch wir Juden allein durch den Glauben an Christus Anerkennung bei Gott finden wollen, dann sind wir ebenso wie die Menschen aus anderen Völkern, nämlich ohne jedes Gesetz. Hoffnung für alle © 1983, 1996, 2002 by Biblica Inc.TM Röm 3,21−31 21 Jetzt aber hat Gott uns gezeigt, wie wir vor ihm bestehen können, nämlich unabhängig vom Gesetz. Dies ist sogar schon im Gesetz und bei den Propheten bezeugt. 22 Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich: 23 Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. 24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. 25 […] Bisher hat Gott die Sünden der Menschen ertragen; er hatte Geduld mit ihnen. Jetzt aber vergibt er ihnen ihre Schuld und erweist damit seine Gerechtigkeit. Gott allein ist gerecht und spricht den von seiner Schuld frei, der an Jesus Christus glaubt. 27 Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott rühmen können? – Nein, gar nichts! Woher wissen wir das? Etwa durch das Gesetz, das unsere eigene Leistung verlangt? Nein! Nur durch den Glauben, der uns geschenkt ist. 28 Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten werde ich von meiner Schuld freigesprochen, sondern erst, wenn ich mein Vertrauen allein auf Jesus Christus setze. 29 Gilt dies vielleicht nur für die Juden, weil Gott ein Gott der Juden ist? Oder gilt das auch für die anderen Völker? Natürlich gilt das auch für sie, denn Gott ist für alle Menschen da. 30 Es ist ein und derselbe Gott, der Juden wie Nichtjuden durch den Glauben an Jesus von ihrer Schuld befreit. 31 Bedeutet das etwa, dass wir durch den Glauben das Gesetz Gottes abschaffen? Nein, im Gegenteil! Wir bringen es neu zur Geltung. Hoffnung für alle © 1983, 1996, 2002 by Biblica Inc.TM Aufgaben 1. Lies dir die Texte genau durch. – Unterstreiche mit Rot: Wodurch kann ein Mensch vor Gott bestehen? – Unterstreiche mit Blau: Wer ist schuldig und wie kann ein Mensch seine Schuld loswerden? – Unterstreiche mit Grün: Welche Völker können vor Gott gerecht werden? – Unterstreiche mit einer anderen Farbe: Was sagt Paulus über das Gesetz? – Vergleiche deine Ergebnisse mit denen aus dem Text „Paulus und das Gesetz“. 2. Lege eine Tabelle nach folgendem Beispiel an und fülle sie aus: Was denkt Paulus über die Frage: Wie werde ich vor Gott gerecht? Vor seiner Begegnung mit Jesus Christus Nach seiner Begegnung mit Jesus Christus IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 15 von 19 Sherlock Holmes folgt Paulus – die Reisen des Paulus M 12 Nun muss Sherlock Holmes gut aufpassen, dass er die Spur von Paulus nicht verliert. Denn der ist jetzt ständig unterwegs. Aufgaben 1. Markiere die im folgenden Text genannten Orte auf deiner Landkarte und zeichne den Weg des Paulus ein. Nach seiner Flucht aus Damaskus geht Paulus in die römische Provinz Arabien. Anschließend kehrt er noch einmal nach Damaskus zurück und besucht dann Jerusalem, um die Apostel* Petrus und Jakobus kennenzulernen. Dort begegnet er Barnabas. Auch in Jerusalem wird Paulus von den frommen Juden verfolgt. In einer Vision befiehlt ihm Jesus, Jerusalem zu verlassen. Paulus reist über Cäsarea zu seinem Geburtsort Tarsus und predigt in seiner Heimatreigion Syrien und Zilizien. Bis ihn Barnabas nach Antiochia holt. In Antiochia bekommt Paulus von Gott einen neuen Auftrag. * Laut Paulus werden nach der Auferstehung Jesu die Jünger „Apostel“ (= Gesandter) genannt, die von Jesus Christus als Apostel eingesetzt wurden. Sie haben eine besondere Leitungsfunktion in den entstehenden Gemeinden. Apg 13,2−3 2 Als sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe. 3 Da fasteten sie und beteten und legten die Hände auf sie und ließen sie ziehen. Hoffnung für alle © 1983, 1996, 2002 by Biblica Inc.TM 2. Schreibe für Sherlock Holmes auf, was in der Gemeinde in Antiochia geschieht. Schau dir dazu auch noch einmal den Text „Sherlock ermittelt – was hat sich im Leben des Paulus verändert?“ an. Hananias sagt Paulus, was Gott mit ihm vorhat. 16 von 19 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) Die Bibel 2 IV Paulus auf Missionsreise – Buchstaben-Zahlen-Salat M 13 Von nun an legt Paulus weite Strecken zurück, um die Gute Nachricht von der Auferstehung Jesu in alle Welt zu tragen.Sherlock Holmes ist ratlos. Er hat in Antiochia die Spur von Paulus verloren. Aufgaben 1. Sieh dir das folgende Buchstaben-Zahlen-Gewirr an. Hier sind Orte versteckt, die Paulus auf seinen Reisen aufgesucht hat. Es gibt keine Satzzeichen. Die Reihenfolge entspricht dem Reiseablauf des Paulus. 2. Unterstreiche die Orte und markiere sie auf deiner Landkarte. Benutze für jede Reise eine andere Farbe. Die Striche Paulus ist unterwegs markieren die Abschnitte zwischen der ersten, der zweiten und der dritten Missionsreise des Paulus. 3. Vergleiche deine Ergebnisse mit der Karte im Anhang der Bibel. Wenn du magst, zeichne die Reiseroute des Paulus in deine Karte ein. AS2ZYPERNDUX1XSUMSELNXXQWXPERGEY Y A Q X 2 W E E E G A N T I O C H I A IN P I S I D I E N X Q 8 Q X WQYCXC§IKONIONXXLYSTRAXDERBE78LYS TRAVIKONION=ANTIOCHIAX231PERGEQQYX 5GFRDESYATTALIAX§532ANTIOCHIAINSYRI ENMBNVFC23§GCXYA QSLYSTRA!CXAXTROASBVNCPHILIPPIXYSW A Q W YC X T H E S S A L O N I C H C X A A X Y B E R Ö A X Q ! A THENVCXAQSYXWEDSQ13ADKORINTHXYAE PHESUSMNBVMÄUSELCHENSFELLVCJERUS ALEM13ANTIOCHIAINSYRIEN QALLANTIOCHIABBVCCXGALATIENQYXST&Z TDSPHRYGIEN319EPHESUMAZEDONIENK&L EMGRIECHENLANDQKORINTHXTROASQ3QA YTROASXYMILETYÜÄTYRUSVCS&HISCÄSAR EAXAJERUSALEM IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 17 von 19 Mit Paulus unterwegs – Bildkärtchen Durch die zahlreichen Briefe des Paulus und die Apostelgeschichte des Lukas wissen wir viel über das Leben des Paulus. Paulus möchte Jesu Auftrag erfüllen. Alle Völker sollen von der Auferstehung Jesu erfahren. Paulus reist mit dem Schiff übers Meer. Streckenweise hat Paulus verschiedene Begleiter. Die erste Reise macht Paulus mit Barnabas. Paulus predigt in Synagogen, Viele Wege legt Paulus auch auf Straßen und Plätzen und zu Fuß zurück. Oft hat er Hun- sogar im Gefängnis. Viele Menschen werden Christen. ger oder Durst. Paulus wird verfolgt, ausgepeitscht, gesteinigt und gefangen genommen. Paulus wird nach Cäsarea überführt. Dort muss er sich vor dem Statthalter verantworten (Apg 14,1 ff.). Der Prozess wird zwei Jahre verschleppt (Apg 24.22 ff.). Paulus legt Berufung beim Kaiser ein (Apg 25 ff.). Paulus wird nach Rom überführt (Apg 27 ff.). Auf der Reise dahin erleidet er Schiffbruch. Nach einer Legende stirbt er während der Christenverfolgung unter Kaiser Nero in Rom im Jahr 64. Paulus erzählt den Juden von Jesus Christus. Einige Juden werden Christen, aber viele verfolgen Paulus. Ungefähr im Jahr 57 wird Paulus in Jerusalem verhaftet (Apg 21,27 ff.). Dort gibt es auch eine Verschwörung und einen Mordanschlag auf ihn (Apg 23,13 ff.). Aufgaben 1. Lies dir die Angaben auf den Kärtchen durch. 2. Ergänze die Lebenslinie des Paulus M 14 18 von 19 Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) IV Sherlock Holmes will’s wissen – was steht in den Briefen des Paulus? Paulus hat in seinen Briefen zahlreiche Themen angesprochen. Sherlock Holmes möchte die Briefzitate gern ein wenig sortiert haben. Leider hat er die Briefe des Paulus nicht vorliegen. Gal 2,15 und 16, Eph 4,26; 2 Kor 5,19; Eph 6,18; Eph 3,12; 1 Tim 1,15; Röm 8,39; 1 Kor 3,11; Eph 5,19; 1 Thess 5,15; Röm 1,16; Röm 8,1; 1 Kor 15,20; 2 Kor 12,14; 2 Kor 13,11; Gal 6,2; Phil 1,12−14; Kol 3,8−10 Paulus schreibt … ... über sein Leben ... über Jesus Christus, die Auferstehung, Glaube, Liebe und Hoffnung ... über das Zusammenleben der Christen 2 Kor 5,19 Gal 2,15 und 16 Gal 2,15 und 16 Aufgaben 1. Schlage die Bibelstellen auf und lies sie dir genau durch. 2. Ordne die Ausschnitte in die Tabelle ein. Achtung: Einige Bibelstellen passen auch in mehrere Spalten. Eph 4,26 M 15 IV Die Bibel 2 Auf den Spuren von Paulus (Kl. 5/6) 19 von 19