# Das kleine Helferlein

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Mag. Heidi Eichberger * Mag. Ingrid Keppel * Mag. Andreas Olbrich
Der kleine Helfer f&uuml;r die Diplomarbeit
bei Univ. Prof. Dr. Werner Herkner
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................................................... 2
Vorwort .................................................................................................................................................................... 2
Das Deckblatt........................................................................................................................................................... 2
Empirischer Teil ...................................................................................................................................................... 4
Deskriptivstatistik ................................................................................................................................................ 6
Inferenzstatistischer Teil ...................................................................................................................................... 8
t-Test: ............................................................................................................................................................... 9
ANOVA ......................................................................................................................................................... 10
U-Test ............................................................................................................................................................ 13
H-Test ............................................................................................................................................................ 14
Faktorenanalyse ............................................................................................................................................. 15
Korrelation ..................................................................................................................................................... 17
Regression...................................................................................................................................................... 18
Kreuztabellen ................................................................................................................................................. 19
Reliabilit&auml;tsanalyse ........................................................................................................................................ 20
Vorwort
Die Diplomarbeitszeit ist wohl die spannendste Periode w&auml;hrend des Studiums. Die
meisten Studierenden befinden sich gerade in einer schwierigen Entwicklungsphase.
Die „normale“ Studienzeit mit s&auml;mtlichen positiven Pr&uuml;fungen abgeschlossen, st&uuml;rzt
man sich auf die letzte gro&szlig;e Arbeit. Meistens glaubt man, dass man diese Arbeit in
Windeseile abgeschlossen haben wird, da man alles Wissen bereits w&auml;hrend des
Studiums vermittelt bekommen hat. Dass es meistens anders kommt als man denkt und
die Zeit immer knapper wird, l&auml;sst gerade im letzten Drittel der Diplomarbeit diese Zeit
als M&uuml;h und Plag erscheinen.
Ein reales Zeitmanagement kann an dieser Stelle nicht abgegeben werden, da jede
Diplomarbeit einzigartig ist. Eine erste Berechnung von einigen Praktikern lautet aber:
Gesamtdauer der Diplomarbeit = Wunschdauer * Pi
Dieses kleine elekronische Helferlein soll euch durch eure Arbeit im positiven Sinn
begleiten und Euch sehr viel Arbeit (Kleinkram) abnehmen.
Wir w&uuml;nschen Euch viel Spass &amp; Ausdauer!
Mag. Heidi Eichberger
Mag. Ingrid Keppel
Mag. Andreas Olbrich
Das Deckblatt
Das Deckblatt kann wie folgt aussehen:
DER TITEL DER DIPLOMARBEIT
(Version: 9. 10. 2001)
Diplomarbeit
Magister der Naturwissenschaften / der Philosophie
an der Human- und sozialwissenschaftlichen Fakult&auml;t
der Universit&auml;t Wien
eingereicht von
ausgef&uuml;hrt am
Institut f&uuml;r Psychologie der Universit&auml;t Wien
Layout
Ein „korrektes“ Layout soll zwei Ziele verfolgen: einerseits soll die Diplomarbeit gut
lesbar sein, andererseits sollen Probleme beim Binden der Arbeit vermieden werden.
-
Seitenr&auml;nder
oben:
3 cm
unten:
3 cm
3,5 – 4 cm
rechts:
2,5 cm
Diese Angaben sind Richtwerte, sie k&ouml;nnen ge&auml;ndert werden, sollten insgesamt aber
einheitlich sein. Der linke Rand mu&szlig; allerdings mindestens 3,5 cm betragen, weil
die Arbeit sonst nicht mehr gebunden werden kann.
-
Schriftgr&ouml;&szlig;e und Zeilenabstand
Um das Korrekturlesen der Arbeit zu erleichtern, soll die Schriftgr&ouml;&szlig;e 12 und ein
Zeilenabstand von 1,5 eingehalten werden.
.
Der theoretische und der empirische Teil beginnen mit einem Deckblatt, z.B.:
A Theoretischer Teil
B Empirischer Teil
-
Zusammenfassung
Die Kurzzusammenfassung des empirischen Teils der Diplomarbeit (siehe Anhang)
ist m&ouml;glichst allgemeinverst&auml;ndlich (auch f&uuml;r den Laien!) zu verfassen und wird
zweimal ben&ouml;tigt: Sie mu&szlig; f&uuml;r die Begutachtung der Diplomarbeit an Prof. Herkner
abgegeben werden und auch in der Diplomarbeit mitgebunden werden.
-
Lebenslauf
Der Lebenslauf mu&szlig; auf die letzte Seite der Diplomarbeit (wird am Dekanat
&uuml;berpr&uuml;ft!).
-
Anhang
In den Anhang geh&ouml;ren:
1. der Fragebogen
2. alle Tabellen, Werte, .... die ihr im empirischen Teil der Diplomarbeit nicht
dargestellt habt. Alle Berechnungen (Ergebnisse) sollen nachvollziehbar sein.
-
Literaturverzeichnis, ev. Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Alle w&ouml;rtlich oder sinngem&auml;&szlig; &uuml;bernommenen Gedanken anderer Autoren m&uuml;ssen
zitiert werden, am besten anhand der Zitierregeln (siehe Anhang)!!
Reihenfolge der Darstellung in der Diplomarbeit:











Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
ev. Danksagung
Theoretischer Teil
Empirischer Teil
Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Kurzzusammenfassung
Literaturverzeichnis
Tabellen und Abbildungsverzeichnis
Anhang
Lebenslauf
Empirischer Teil
Bevor wir &uuml;ber die Darstellung der statistischen Ergebnisse sprechen, m&ouml;chten wir noch
einige Tipps f&uuml;r die Auswertung geben.
1. Legt eine Mappe mit mehreren Deckbl&auml;ttern an: Eine Abteilung sollte die
Frageb&ouml;gen enthalten (mit den korrekten Kodierungen (z. B. wie werden
M&auml;nner kodiert)). Eine weitere die deskriptive Statistik. Die anderen
Unterteilungen sollten f&uuml;r jede Hypothese die Berechnungen enthalten.
2. In SPSS sollten alle Variablen Labels erhalten, damit sie besser auffindbar sind.
Sehr ungeeignet ist die Benennung der Variablen in item1, item2, item3,....
3. Legt eine Sicherheitsdiskette mit den Daten an und verwahrt diese gut aber
auffindbar.
4. Gute Statistikb&uuml;cher sind w&auml;hrend der Auswertung sicherlich notwendig. Wir
empfehlen die B&uuml;cher von Bortz. F&uuml;r die Bedienung von SPSS ist das
„Sch&auml;fchenbuch“ (B&uuml;hl &amp; Z&ouml;fel, 2000; Brosius, ) sehr hilfreich.
5. SPSS wird mit jeder Version bedienerfreundlicher aber auch umfangreicher. Wir
bitten Euch nur jene Werte in den Text eurer Diplomarbeit zu &uuml;bernehmen, die
unbedingt notwendig sind. Im folgenden werden wir einige Tipps zur Gestaltung
der Ergebnisse geben. Ihr k&ouml;nnt die Tabellen ganz einfach in eure Diplomarbeit
hin&uuml;berkopieren und eure Ergebnisse einsetzen.
Deskriptivstatistik
Der Empirische Teil sollte mit einer Beschreibung der Stichprobe beginnen. Unter dem
Kapitel „Deskriptive Statistik“ sollen alle Ergebnisse, die zur Beschreibung der
Stichprobe
dienen,
zusammengefasst
werden.
Hierzu
z&auml;hlen
einerseits
die
demographischen Variablen (Alter, Geschlecht, Wohnort, Einkommen, etc.) und
andererseits die Ergebnisse in den einzelnen Tests bzw. Frageb&ouml;gen. Die Ergebnisse
werden auf zwei Kommastellen genau dargestellt (Ausnahme: Ganzzahlige Ergebnisse).
Zum besseren Verst&auml;ndnis kann man die deskriptiven Ergebnisse auch f&uuml;r die
Versuchsgruppen gesondert angeben. Dies erleichtert die weitere Auswertung
ungemein.
Die Darstellung dieser Ergebnisse kann auf verschiedene Arten erfolgen:
1. Tabellen
Tabellen sind die &uuml;bersichtlichste Darstellungsform in diesem Abschnitt. Im Text sollte
aber immer auf die Tabelle verwiesen werden (siehe Tabelle 1). Die Tabellen werden
mit einer &Uuml;berschrift versehen und nummeriert. Sie d&uuml;rfen nicht allein im Raum
„herumstehen“. Die Schriftgr&ouml;&szlig;e kann ruhig kleiner sein, als eure normale
Schreibgr&ouml;&szlig;e.
Tabelle 1. Darstellung der demographischen Variablen der Versuchs- und Kontrollgruppe.
Versuchsgruppe1
Mittelwert
Standardabweichung Median
Untertest 1
Untertest 2
Untertest 3
2. Grafiken
Mit Grafiken sollte man in diesem Abschnitt sparsam umgehen. Sie sollten nur bei
wirklich wichtigen Ergebnissen eingesetzt werden. Grafiken werden mit einer
Unterschrift versehen, nummeriert und im Text erkl&auml;rt. D. h. Grafiken sind nicht
„selbstredend“, sondern bed&uuml;rfen einer Erkl&auml;rung!
3. Text
Auf deskriptive Ergebnisse kann auch im Text hingewiesen werden. Die
Geschlechterverteilung bedarf nicht unbedingt einer Tabelle.
Inferenzstatistischer Teil
Dieser Abschnitt ist wohl das heikelste Kapitel der gesamten Diplomarbeit und in der
Vergangenheit ist es bei sehr vielen Diplomanden zu gro&szlig;en Frustrationen bei der
Bearbeitung dieses Kapitels gekommen. Wie geht man hier am besten vor?
1. Hypothesen als &Uuml;berschrift. Mit dieser Vorgehensweise legt man klar, welche
interessante empirische Fragestellung mit der folgenden Berechnung gekl&auml;rt werden
soll. Im Anhang befindet sich eine Visualisierung, welche statistische Verfahren f&uuml;r
welche Fragestellungen geeignet sind und welche Voraussetzungen erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen.
2. Man beginnt mit der Beschreibung der unabh&auml;ngigen und abh&auml;ngigen Variable, wie
viele Versuchsgruppen (Kontrollgruppen) es gibt. Danach wird das verwendete
Verfahren beschrieben (t-Test, ANOVA, U-Test,..).
In der ersten Tabelle werden die Mittelwerte (Standardabweichungen) der einzelnen
Versuchsgruppen in der abh&auml;ngigen Variable dargestellt (z. B. wie in Tabelle 2).
Kleiner Tipp: Stellt die abh&auml;ngige Variable kursiv dar, damit wird der Text lesbarer.
Tabelle 2. Die Mittelwerte (Standardabweichungen) der drei Versuchsgruppen in der abh&auml;ngigen
Variable Konzentration
Sensation-Seeker
Feldabh&auml;ngige
Feldunabh&auml;ngige
n = 15
n=15
n = 15
Konzentration
50,55 (2,40)
55,30 (2,22)
70,80 (3,44)
Danach folgen die Angaben, ob die Normalverteilung gegeben ist und ob
Varianzhomogenit&auml;t besteht (wichtig f&uuml;r ANOVA, t-Test).
Jetzt erst werden die Ergebnisse der inferenzstatistischen Berechnung dargestellt. Im
folgenden sollen nun einige Tabellen vorgestellt werden, die die wichtigsten
Kennzahlen pr&auml;sentieren.
t-Test:
Tabelle 2 kann bei einem t-Test ausgelassen werden, wenn die Tabelle 3 verwendet
wird:
Tabelle 3: t-Test f&uuml;r unabh&auml;ngige Stichproben
n
MW
Feldabh&auml;ngige
30
Feldunabh&auml;ngige 30
SD
t
Bitte das Ergebnis im Text kurz beschreiben und interpretieren!
p
ANOVA
F&uuml;r die Varianzanalyse gibt es verschiedene Darstellungsformen. Hier sollen mehrere
vorgestellt werden.
Einfache Varianzanalyse mit drei Versuchsgruppen:
Man beginnt mit der Darstellung der Mittelwerte und Standardabweichung der
abh&auml;ngigen Variable in den einzelnen Versuchsgruppen (Tabelle 4):
Tabelle 4. Die Auspr&auml;gung Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit in den einzelnen Versuchsgruppen
N
Mittelwert Standardabweichung
Versuchsgruppe
,00
9
2,22
,83
1,00
10
,40
1,77
2,00
13
,30
1,88
Gesamt
32
,87
1,79
Danach werden die Homogenit&auml;ten der Varianzen gepr&uuml;ft (Tabelle 5).
Tabelle 5. Test der
Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Levenedf1
Statistik
5,453
2
Homogenit&auml;t
der
Varianzen
der
abh&auml;ngigen
Variable
Salienz
der
df2 Signifikanz
29
,010
Jetzt folgt das Ergebnis der einfachen Varianzanalyse (Tabelle 6).
Tabelle 6. ANOVA, abh&auml;ngige Variable: Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Mittel der
F
Signifikanz
Zwischen den Gruppen
22,775
2
11,388 4,304
,023
Innerhalb der Gruppen
76,725 29
2,646
Gesamt
99,500 31
Post-hoc Tests: Zwei Post-hoc Tests sollen ganz besonders empfohlen werden Scheffe
und Duncan. Scheffe ist der „strengste“ Post-hoc Test, gibt aber die einfachst zu
interpetierenden Ergebnisse aus. Er &uuml;berpr&uuml;ft, ob sich die Versuchsgruppen in den
Mittelwerten signifikant unterscheiden (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7. Mehrfachvergleiche
Abh&auml;ngige Variable: Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Mittlere Standardfehler Signifikanz
95%Differenz
Konfidenzintervall
(I-J)
(I) dummy (J) dummy
Untergrenze Obergrenze
Scheff&eacute;,00
1,00
1,8222
,7474
,067
-,1058
3,7502
Prozedur
2,00
1,9145
,7053
,038
9,495E-02
3,7341
1,00
,00
-1,8222
,7474
,067
-3,7502
,1058
2,00 9,231E-02
,6842
,991
-1,6727
1,8573
2,00
,00
-1,9145
,7053
,038
-3,7341 -9,4949E-02
1,00 -9,2308E,6842
,991
-1,8573
1,6727
02
* Die mittlere Differenz ist auf der Stufe .05 signifikant.
Der Duncan-Test ist etwas schwieriger zu interpretieren. Er wurde bei fr&uuml;heren
Versionen des SPSS sehr gerne angewendet, da er eine sehr simple grafische Ausgabe
lieferte. Ab Version 7.5 entspricht die Ausgabe aber ganz korrekt der Intention dieses
Tests, n&auml;mlich: Der Duncan Test &uuml;berpr&uuml;ft ob sich homogene Untergruppen bilden
lassen (siehe Tabelle 8)!
Tabelle 8. Die post-hoc Tests Duncan und Scheffe
N
Untergruppe
f&uuml;r Alpha =
.05.
dummy
1
2,00
13
,3077
Duncan
1,00
10
,4000
,00
9
Signifikanz
,898
2,00
13
,3077
Scheff&eacute;Prozedur
1,00
10
,4000
,00
9
Signifikanz
,992
2
2,2222
1,000
,4000
2,2222
,052
Die Mittelwerte f&uuml;r die in homogenen Untergruppen befindlichen Gruppen werden angezeigt.
a Verwendet ein harmonisches Mittel f&uuml;r Stichprobengr&ouml;&szlig;e = 10,415.
b Die Gruppengr&ouml;&szlig;en sind nicht identisch. Es wird das harmonische Mittel der Gruppengr&ouml;&szlig;en verwendet. Fehlerniveaus des Typs
I sind nicht garantiert.
Jetzt werden die Ergebnisse interpretiert. Wie man aus Tabelle 8 erkennen kann
unterscheidet sich die Gruppe 0 signifikant von den anderen Gruppen. Zur besseren
Lesbarkeit setzt bitte statt Gruppe 1, 2, 0 die Bezeichnungen dieser Gruppen ein.
Zweifaktorielle Varianzanalyse, Multivariate Varianzanalyse
F&uuml;r diese Arten der Varianzanalysen gilt genau das selbe Darstellungsprinzip wie f&uuml;r
die einfache ANOVA. Was ab einer zweifaktoriellen Varianzanalyse noch hinzukommt,
sind die Interaktionen. Ist eine Interaktion zwischen zwei unabh&auml;ngige Variablen
signifikant, ist es ratsam die Mittelwerte der abh&auml;ngigen Variablen f&uuml;r die einzelnen
Auspr&auml;gungen der unabh&auml;ngigen Faktoren grafisch in einem Diagramm darzustellen.
Wichtig ist hierbei, dass diese Abbildung(en) auch verbal interpretiert werden. Beispiele
f&uuml;r eine Darstellung von signifikanten Interaktionen und ihrer Interpretation findet ihr in
den B&uuml;chern von Bortz.
U-Test
Der U-Test wird immer dann angewandt, wenn die Varianzen nicht homogen sind und
somit kein t-Test verwendet werden kann.
Man beginnt die Darstellung wiederum mit den deskriptiven Werten und erst danach
stellt man die R&auml;nge und die Ergebnisse des U-Tests dar (Tabelle 9 und 10).
Tabelle 9. R&auml;nge der Versuchsgruppen in der abh&auml;ngigen Variable Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Druckaus&uuml;bung
N
Mittlerer
Rangsumme
Rang
Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
,00
15
17,83
267,50
1,00
17
15,32
260,50
Gesamt
32
Tabelle 10. Statistik des U-Tests
Mann-Whitney-U
Wilcoxon-W
Z
Asymptotische Signifikanz (2-seitig)
Exakte Signifikanz [2*(1-seitig Sig.)]
a Nicht f&uuml;r Bindungen korrigiert.
b Gruppenvariable: Druckaus&uuml;bung
Jetzt wird das Ergebnis interpretiert.
Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
107,500
260,500
-,774
,439
,455
H-Test
Der H-Test ist das Pendant zur ANOVA bei nicht homogenen Varianzen. Auch hier
beginnen wir mit der Darstellung der deskriptiven Werte. Im zweiten Schritt werden die
R&auml;nge dargestellt (Tabelle 11).
Tabelle 11. R&auml;nge der Versuchsgruppen in der abh&auml;ngigen
XXX
N
Positivit&auml;t der eigenen Gruppe
,00
1,00
2,00
Gesamt
11
10
11
32
Mittlerer
Rang
21,32
12,25
15,55
Im dritten Schritt wird das Ergebnis und die Signifikanz des H-Tests dargestellt
(Tabelle 12).
Tabelle 12. Statistik f&uuml;r H-Test
df
Asymptotische Signifikanz
a Kruskal-Wallis-Test
b Gruppenvariable: XXX
Positivit&auml;t der eigenen Gruppe
5,358
2
,069
Jetzt wird das Ergebnis interpretiert.
Faktorenanalyse
Bei der Faktorenanalyse k&ouml;nnen die Ausgaben von SPSS &uuml;bernommen werden. Wir
bitten Euch aber, die Tabellen zu layoutieren, um Platz zu sparen. Ergebnisse m&uuml;ssen
nur auf zwei Kommastellen genau dargestellt werden. Faktorenladungen unter .10
k&ouml;nnt ihr getrost weglassen (Tabelle 13).
Tabelle 13. Deskriptive Statistiken
Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Positivit&auml;t der eigenen Gruppe
Positivit&auml;t des eigenen F&uuml;hrers
Positivit&auml;t der Fremdgruppe
Positivit&auml;t des Fremdf&uuml;hrers
Aggressive Handlung gegen Fremdgruppe
Gruppenwechsel
Mittelwert
1,08
,68
,32
-,60
-,44
-1,24
-1,32
Standardabweichung
1,80
1,70
1,65
1,32
1,26
2,08
1,65
Analyse N
25
25
25
25
25
25
25
Als n&auml;chstes stellt ihr die Eigenwerte der Faktoren dar (siehe Tabelle 14). Die Tabelle
k&ouml;nnt ihr wiederum aus SPSS &uuml;bernehmen, aber ihr m&uuml;sst sie wieder layoutieren. Hier
werden &uuml;brigens nur jene Faktoren dargestellt, die einen Eigenwert gr&ouml;sser als 1
aufweisen!.
Tabelle 14. Erkl&auml;rte Gesamtvarianz und Eigenwerte der drei Faktoren
Anf&auml;ngliche
Eigenwerte
Komponente
Gesamt
% der
Varianz
Kumulierte
%
1
2
3
2,94
1,53
1,03
42,04
21,98
14,84
42,04
64,02
78,87
Summen von
f&uuml;r Extraktion
Gesamt
2,94
1,53
1,03
% der
Varianz
Rotierte
Summe der
Kumulierte
Gesamt
%
42,04
21,98
14,84
42,04
64,02
78,87
2,02
1,80
1,69
% der
Varianz
Kumulierte
%
28,87
25,74
24,25
28,87
54,61
78,87
Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse.
Als n&auml;chstes wird die Komponentenmatrix in Tabelle 15 dargestellt. Diese Tabelle sagt
aus, welche Variablen in welchen Faktoren hochladen. Aufgrund dieser Tabelle benennt
Ihr die Faktoren und setzt bitte auch die Bezeichnungen ein.
Tabelle 15. Komponentenmatrix
Positivit&auml;t der Fremdgruppe
Positivit&auml;t der eigenen Gruppe
Positivit&auml;t des Fremdf&uuml;hrers
Positivit&auml;t des eigenen F&uuml;hrers
Aggressive Handlung gegen Fremdgruppe
Gruppenwechsel
Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse.
a 3 Komponenten extrahiert
Komponente
1
-,79
,78
-,74
,63
,55
-,29
,58
2
,48
,10
,40
-,26
,29
-,71
,67
3
,22
,37
,40
,57
-,43
,30
,27
Falls ihr eine Rotation durchf&uuml;hrt (empfohlen: VARIMAX-Rotation) stellt ihr das
Ergebnis wie folgt dar (Tabelle 16):
Tabelle 16. Rotierte Komponentenmatrix
Komponente
1
,92
,90
-,25
-,26
Positivit&auml;t des Fremdf&uuml;hrers
Positivit&auml;t der Fremdgruppe
Positivit&auml;t des eigenen F&uuml;hrers
Positivit&auml;t der eigenen Gruppe
Gruppenwechsel
Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
,11
Aggressive Handlung gegen Fremdgruppe
-,44
Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse. Rotationsmethode: Varimax mit KaiserNormalisierung.
a Die Rotation ist in 7 Iterationen konvergiert.
2
-,15
-,31
,83
,78
,59
Als letzte Tabelle stellt ihr dann die Komponentenrotationsmatrix dar (siehe Tabelle
17).
Tabelle 17. Komponententransformationsmatrix
Komponente
1
2
3
1
-,66
,63
,39
2
,52
,02
,85
3
,53
,77
-,34
Extraktionsmethode: Hauptkomponentenanalyse. Rotationsmethode: Varimax mit KaiserNormalisierung.
Danach interpretiert ihr das Ergebnis.
3
-,17
,27
-,83
,70
,62
Korrelation
Mittels
Korrelationen
werden
Zusammenhangshypothesen
gepr&uuml;ft.
F&uuml;r
Unterschiedshypothesen verwendet man andere Verfahren (t-Test, ANOVA, U-Test, HTest, etc.). Stellt bitte immer die Korrelationen gemeinsam mit dem Signifikanzniveau
dar. Die Signifikanz p bedeutet, ob die Korrelation von Null verschieden ist (Tabelle
18)!
Tabelle 18. Korrelationen
Salienz der
Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Positivit&auml;t der
eigenen Gruppe
Salienz der
Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Positivit&auml;t der
eigenen Gruppe
Positivit&auml;t des
eigenen F&uuml;hrers
Korrelation nach
Pearson
1,00
,54
,38
Signifikanz (2seitig)
,
,00
,03
N
32
32
32
Korrelation nach
Pearson
,54
1,00
,57
Signifikanz (2seitig)
,00
,
,00
32
,57
32
1,00
,00
,
32
32
N
32
Korrelation nach
,38
Pearson
Signifikanz (2,03
seitig)
N
32
** Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 (2-seitig) signifikant.
* Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,05 (2-seitig) signifikant.
Positivit&auml;t des
eigenen F&uuml;hrers
Regression
Bei manchen Fragestellungen ist die Berechnung einer linearen Regression die
geeignete Methode. Hier soll nur kurz erl&auml;utert werden, welche Werte bedeutsam f&uuml;r
die Darstellung im Text sind.
Zuerst sollten jene Variablen angegeben werden, die in die Regressionsgleichung
eingehen. Welche ist die abh&auml;ngige Variable, welche sind die unabh&auml;ngigen?
Danach wird die Regression mittels Tabelle 19 dargestellt.
Tabelle 19. Modellzusammenfassung. Lineare Regression
Modell
R
1
,300
,090
Standardfehler
des Sch&auml;tzers
-,045
1,8312
a Einflu&szlig;variablen : (Konstante), Opposition in der eigenen Gruppe, Zeitliche Begrenzung der
L&ouml;sungsfindung, Integrative Komplexit&auml;t, Druckaus&uuml;bung
Unter der Fu&szlig;note a werden von SPSS 10.0 automatisch die abh&auml;ngigen Variablen, die
in die Regressionsgleichung eingegangen sind, ausgegeben.
In Tabelle 20. werden nun die einzelnen Koeffizienten wiedergegeben.
Tabelle 20. Koeffizienten
Nicht
standardisierte
Koeffizienten
Modell
1
Standardisierte
Koeffizienten
B
Standardfehler
(Konstante)
1,489
,806
Druckaus&uuml;bung
-,413
,706
Integrative
Komplexit&auml;t
9,349E-03
Zeitliche Begrenzung
der L&ouml;sungsfindung
Opposition in der
eigenen Gruppe
T Signifikanz
Beta
1,848
,076
-,117
-,585
,563
,197
,009
,047
,962
,309
,764
,079
,405
,689
-,918
,703
-,258
-1,306
,203
a Abh&auml;ngige Variable: Salienz der Gruppenzugeh&ouml;rigkeit
Die Regressionsgleichung lautet daher:
Auspr&auml;gung der Salienz =
-0,413 * Druckaus&uuml;bung + 0,009 * Integrative Komplexit&auml;t + 0,309 * zeitliche
Begrenzung + (-0,918) * Oppositon in der eigenen Gruppe + 1,489
Kreuztabellen
Wir verwenden im Allgemeinen zur Unterschiedspr&uuml;fung das 2 nach Pearson. Das
Layout einer Kreuztabelle ist in Tabelle 21 dargestellt.
Tabelle 21. Der Zusammenhang zwischen Variable1 und Variable2
Variable 1
Ja
Variable1
nein
Variable2
ja
nein
Gesamt
Das Ergebnis ist signifikant (2 (df)=xx,xx , p=.xx))
Gesamt
Reliabilit&auml;tsanalyse
Die Analyse der Frageb&ouml;gen ist ein wichtiger Abschnitt bei neukonstruierten oder
&uuml;bersetzten Frageb&ouml;gen. Folgende Werte sind f&uuml;r uns im Text interessant (Die gesamte
Analyse sollte im Anhang dargestellt werden).
1. Darstellung aller in die Analyse eingegangener Items
2. Item total statistics (Die Trennsch&auml;rfe der Items “verbirgt” sich in der Spalte
„Corrected Item-Total Correlation!). Siehe hierzu Tabelle 22.
3. Reliabilit&auml;t (standardized alpha)
Leider ist die Ausgabe in SPSS 10.0 noch immer nicht “sch&ouml;n”, sodass man f&uuml;r die
Diplomarbeit im Text selbst Hand anlegen muss. F&uuml;r den Anhang kann aber der
Ausdruck &uuml;bernommen werden.
Tabelle 22. Item-total Statistics
DRUCK
ZEITBEGR
F&Uuml;HRSCHW
HOMOGR
PROBVER
GRUL&Ouml;SUN
UNVERLET
MORAL
B&Ouml;SE
OPPOSDRU
MORALISI
OPPOSITI
OPPOSITO
GUT
Alpha =
Scale
Mean
if Item
Deleted
Scale
Variance
if Item
Deleted
3,8095
4,1429
4,2857
3,8095
4,1429
4,0952
4,2381
4,0952
4,0952
4,1905
4,0952
3,7619
4,0000
4,1905
4,6619
4,6286
4,7143
5,4619
5,2286
4,2905
4,4905
3,8905
4,1905
3,9619
4,4905
5,0905
5,6000
3,8619
,4931
Corrected
ItemTotal
Correlation
,1044
,1750
,2625
-,2411
-,1360
,3352
,3478
,5711
,3920
,6392
,2257
-,0848
-,2972
,7106
Squared
Multiple
Correlation
Alpha
if Item
Deleted
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Standardized item alpha =
,4946
,4748
,4629
,5809
,5446
,4329
,4411
,3660
,4173
,3646
,4618
,5422
,5914
,3460
,5531
Nachwort
Wir haben versucht, m&ouml;glichst einfach die Gestaltungsrichtlinien zu beschreiben, die zu
einer formsch&ouml;nen Diplomarbeit f&uuml;hren. Falls noch Fragen offen geblieben sind, wendet
Euch bitte an die Tutoren des Privatissimums.