Pressemitteilung Schilddrüsenerkrankungen schonend behandeln

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46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin
23. – 26. April 2008
Congress Center Leipzig
Kongresspräsident
Univ.-Prof. Dr. Osama Sabri
Universität Leipzig
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Stephanstraße 11, D–04103 Leipzig
Kongressveranstalter
Nuklearmedizin Interaktion GmbH
Prof. Dr. Manfred Fischer
Im Bodden 60, D–34125 Kassel
PRESSEMITTEILUNG
Schilddrüsenerkrankungen schonend behandeln
Kongressorganisation
vokativ GmbH
Hospitalstr. 7, D–37073 Göttingen
Tel. +49.551.48857-0, Fax -79
[email protected]
Kongress-Homepage
www.nuklearmedizin2008.de
(Leipzig, 18. April 2008) Die Radioiodtherapie ist bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen,
insbesondere bei nahezu allen Formen der Schilddrüsenüberfunktion, die unblutige und risikolose
Alternative zur Schilddrüsenoperation. Sie ist schmerzlos und hat mit einer durchschnittlichen
Wirkungssicherheit von mehr als 95 Prozent eine der höchsten Erfolgsraten medizinischer
Behandlungsverfahren. Im Gegensatz zur Operation sind eine Schädigung der Stimmbandnerven, der
Nebenschilddrüsen und ein Narkoserisiko ausgeschlossen. Zudem bleibt der gesunde Anteil der
Schilddrüse erhalten.
Die Radioiodtherapie bei Schilddrüsenerkrankungen ist ein Schwerpunktthema auf der Jahrestagung
NuklearMedizin 2008 der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN). Diese findet vom
23. bis 26. April 2008 im Congress Center Leipzig statt. Experten diskutieren dann den aktuellen
Forschungsstand und innovative Verfahren in diesem Bereich.
Etwa jeder dritte Deutsche – Frauen viermal häufiger als Männer – hat krankhafte Veränderungen an
der Schilddrüse. Viele Betroffene wissen davon jedoch nichts. In den meisten Fällen liegt eine
Schilddrüsenvergrößerung vor, oft mit gutartiger Knotenbildung – eine so genannte Struma. Zudem
können Schilddrüsenüberfunktionen unterschiedlicher Ausprägung entstehen. Neben Herzklopfen,
vermehrtem Schwitzen und Haarausfall bei erhöhtem Schilddrüsenhormonspiegel kann eine
vergrößerte Schilddrüse beispielsweise Druckbeschwerden im Hals verursachen.
Jährlich werden deutschlandweit etwa 60.000 Patienten in nuklearmedizinischen Kliniken mit Radioiod
behandelt. Der Patient nimmt dabei eine auf die individuellen Eigenschaften seiner Schilddrüse
abgestimmte Medikamentenkapsel mit radioaktivem Iod ein. Das Iod gelangt über das
Verdauungssystem und den Blutkreislauf in die Schilddrüse. Der Betastrahler Iod-131 lagert sich
ausschließlich im erkrankten Schilddrüsengewebe an und zerstört dieses gezielt. Umliegendes
gesundes Gewebe bleibt unbeschädigt. Im Verlauf mehrerer Wochen bilden sich die kranken Zellen
zurück. Viele Patienten sehen hier eine Gefahr, weil sie die Stärke der Strahlenbelastung nicht
einschätzen können. Dies ist aber völlig unbegründet. „Für den erwachsenen Patienten ist die
auftretende Strahlenbelastung ungefährlich. Sie ist in der Regel nicht höher als beispielsweise bei
einer mehrfachen Computertomografie“, sagt Prof. Dr. Osama Sabri, Direktor der Klinik und Poliklinik
für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig und Kongresspräsident der Jahrestagung
NuklearMedizin 2008.
Weitere Informationen sowie das Programm zur Jahrestagung NuklearMedizin 2008 der DGN stehen
auf der Kongresshomepage www.nuklearmedizin2008.de zur Verfügung.
Nuklearmedizin Interaktion GmbH, Im Bodden 60, 34125 Kassel, Amtsgericht Hannover, HRB 5489,
Geschäftsführer: Prof. Dr. Manfred Fischer, Bankverbindung: Volksbank Hannover, BLZ 25190001, Konto 3977 757 02,
IBAN DE29 2519 0001 0397 7757 02, Ust.-IdNr. DE223021833, St.Nr. 02624020110
Szintigrafische Darstellung eines überaktiven, „heißen“ Schilddrüsenknotens vor der Radioiodtherapie
(Bild links) und dieselbe Schilddrüse nach der Radioiodtherapie (Bild rechts). Der „leuchtende“ Knoten
und die Überfunktion sind durch die Therapie verschwunden.
Bildquelle:
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig.
________________________________________________________
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Julia Schilling
Hospitalstraße 7, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, [email protected], www.nuklearmedizin.de
Weitere Informationen sowie Text- und Bildmaterial zur Jahrestagung NuklearMedizin 2008 stehen auf
der Kongresshomepage www.nuklearmedizin2008.de im Pressebereich zur Verfügung. Dort ist auch
eine Presseakkreditierung zum Kongress möglich.
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