Versuch 1: Reaktion von Aluminiumionen und Hydroxidionen

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Praktikum vom 14.09.
Komplexverbindungen; Zusammensetzung
Ariane Bulant
Versuch 1: Reaktion von Aluminiumionen und Hydroxidionen
1. Einleitung
Ziel des Praktikums ist es, mithilfe der pH-Messung nachzuvollziehen was bei der Entstehung
von Komplexen geschieht. Dabei soll die stöchiometrische Zusammensetzung eines
Komplexes ermittelt werden.
2. Material
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Becherglas
Messzylinder
Bürette
Messpipette (10ml)
pH-Messgerät mit Eichlösung
Magnetrührer
Glastrichter
Schlifffett
Rührfisch
Stativ
Schwarzer Karton
Chemikalien:
 0.1M Aluminiumsulfatlösung (V=20ml)
 0.2M NaOH-Lösung (V=50ml)
3. Methoden
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Gib in das Becherglas genau 10ml der Aluminiumsulfatlösung (Messpipette).
Fülle mit dest. Wasser auf ca. 50ml auf.
Stelle das Becherglas auf den Magnetrührer und gib einen Rührfisch hinein
Stelle ein schwarzes Stück Karton hinter das Becherglas.
Befestige die Elektrode des pH-Meters so, dass die Elektrode (Glaskugel) vollständig
in die Lösung taucht (evt. Mehr Wasser einfüllen), aber den Rührfisch beim Rühren
nicht berührt (schalte den Rührer noch nicht ein!)
6. Baue die Bürette zusammen und stelle sicher, dass der Hahnen gefettet und
leichtgängig ist.
7. Befülle die Bürette mit einem Trichter mit 50ml 0.2M Natronlauge (nicht über Kopf
befüllen!)
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8. Befestige die Bürette am Stativ über dem Becherglas.
9. Notiere den Startwert auf der Bürette, vor Beginn der Zugabe der Lösung (erinnere
dich, wie man von der Bürette korrekt abliest).
10. Tropfe nun langsam Natronlauge zum Aluminiumsulfat und miss permanent den pHWert der Lösung (jeweils nach der Zugabe von ca. 1ml Lauge) und beobachte, wie
sich die Lösung verändert.
11. Notiere den pH-Wert und die zugehörige Veränderung.
12. Der Versuch ist beendet, wenn die Lösung wieder das ursprünglich Aussehen hat (pHWert ca. 12).
4. Auswertung
Messkurve: pH-Wert und zugegebene Volumen Natronlauge im Vergleich
Was passiert bei der Zugabe der ersten ml Natronlauge?
 Die Lösung wird immer trüber, denn es entstehen kleine weisse Flöckchen.
Welcher Stoff fällt aus? Welche Formel hat er?
 Das Salz Aluminiumhydroxid (Al(OH)3) fällt aus.
Warum bleibt der pH-Wert am Anfang praktisch konstant?
 Bei der Salzbildung werden die für den pH-Wert ausschlaggebenden OH- -ionen gleich
in das nun gebildete Salz eingeschlossen (Al(OH)3) und sind nun nicht mehr
ausschlaggebend für den pH-Wert.
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Warum steigt der pH-Wert später wieder an?
 Von einem gewissen Zeitpunkt an wird ein Komplex gebildet ([Al(OH)4]-). Dieser
Komplex benötigt nur 4 OH- -ionen, zwei weniger als das Salz. Somit werden mehr
OH- -ionen frei und die Lösung basischer.
Welcher Stoff ist entstanden, als sich die Trübung wieder vollständig gelöst hat?
 Der Komplex Tetrahydroxoaluminat [Al(OH)4]Was kann über die Zusammensetzung des entstandenen Komplexes gesagt werden, wenn
man die verbrauchte Menge Natronlauge in Betracht zieht?
 Das Verhältnis von Aluminiumsulfat und Natronlauge:
Al2(SO4)3 : NaOH
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: 2
Stelle Reaktionsgleichungen für die Vorgänge in der Lösung auf.
 2Al3- + 3(SO4)2- + 6Na+ + 6OH-  2Al(OH)3 + 3Na2SO4
 Al(OH)3 + OH-  [Al(OH)4]-
2. Versuch: Ermittlung der Koordinationszahl nach der Methode der
„molaren Verhältinisse“
1. Einleitung
Anhand der Koordinationslehre von Werner, kann die dreidimensionale Struktur des
Komplexes ermittelt werden. Jedoch sagt diese Lehre nichts darüber aus, welcher Komplex
zustande kommt, wie stabil er ist und welche Koordinationszahl im Komplex vorliegt. Am
besten sind Experimente geeignet, um dies heraus zu finden.
2. Material
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50ml Messkolben
Reagenzgläser
Reagenzglasständer
Waage
Messpipette
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Chemikalien:
 0.1M Kupfersulfatlösung (ca. 10ml)
 0.1M Nicklsulfatlösung (ca. 10 ml)
 0.1M Ethylendiaminlösung (in dest. H2O; ca. 15ml)
3. Methoden
1. In fünf Reagenzgläser wird je 1ml Kupfersulfatlösung gefüllt.
2. In die Reagenzgläser wird nun von der Ethyldiaminlösung gegeben. Das erste RG
bleibt ohne Zugabe, bei den RG’s 2-5 wird die Zugabe je um 1ml erhöht.
3. Die Reagenzgläser werden mit Wasser auf dasselbe Niveau gefüllt.
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Dasselbe wird nochmals durchgeführt, jedoch Anstelle von Kupfersulfat wird
Nickelsulfat verwendet.
Farbabstufungen der Lösungen mit Kupfersulfat
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Farbabstufung der Lösungen mit Nickelsulfat
4. Auswertung
Welche Beobachtungen machst du?
 Kupfersulfat: schöne Farbabstimmung von Helltürkis bis Königsblau
 Nickelsulfat: Türkis (grün) –Türkis (blau) – Blau – Violett – Lila
 Bei den Kupfer- sowie bei Nickelsulfatlösungen unterscheiden sich die Farben der
letzten beiden Reagenzgläser nur gering.
Wie unterscheiden sich die Lösungen in den Reagenzgläsern?
 Die Farben der Kupfersulfatlösungen sind sehr kräftig und undurchsichtig.
 Die Farben der Nickelsulfatlösungen sind wässrig und durchsichtig.
Warum ändert sich die Farbe bei erhöhter Zugabe nicht mehr?
 Es stehen nicht mehr genügend Zentralteilchen zur Verfügung.
Welche Schlüsse kann man über die Zusammensetzung des Chelatkomplexes ziehen, wenn
man die verwendete Stoffmenge der Partner in Betracht zieht?
 Sie liegen in folgenden Verhältnissen vor:
CuSO4 : C2H8N2
NiSO4 : C2H8N2
2 :
1
3 : 1
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