Prüfungsfragen Königinnenzucht

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Prüfungsfragen Königinnenzucht - Imkermeister 2013
Frage 1: Die Mendelschen Gesetze?
1. Uniformitätsregel
2. Spaltungsregel
3. Unabhängigkeitsregel
1. Uniformitätsregel: Kreuzt man zwei verschiedene reine Linien, so sind die Nachkommen – also die
erste Generation Mischlinge oder „F1-Generation“. (Bastarde, Hybriden oder Heterozygoten)
untereinander gleich (uniform). Ausprägung ist dominant oder rezessiv.
2. Spaltungsregel: Kreuzt man die Individuen der ersten Generation (F1) unter sich, ergibt sich eine
Aufspaltung der Merkmale. Bei der zweiten Generation „F2-Generation“ spalten sich also die
Merkmale der Großeltern auf, die gegensätzlichen Eigenschaften treten wieder hervor und zwar in
einem bestimmten Zahlenverhältnis. Diese ist abhängig davon, ob ein Merkmal dominant (3:1) oder
rezessiv ist.
3. Unabhängigkeitsregel: Kreuzt man Individuen, die sich in zwei oder mehreren Merkmalen
unterscheiden, so vererben sich diese unabhängig voneinander und treten in den Bastardgeneration
in neuen Zusammenstellungen in bestimmten Zahlenverhältnissen auf.
Frage 2: Was wissen sie über die Geschlechtsbestimmung im Allgemeinen und insbesondere bei
unserer Honigbiene?
homogametisches Geschlecht = weiblich, XX-Chromosom, heterogametisches Geschlecht =
männlich, XY-Chromosom (bei Säugetieren), bei Vögeln umgekehrt. Geschlechtsbestimmung erfolgt
bei Säugetieren über Spermien.
Bei Honigbienen wird das Geschlecht genotypisch determiniert. Diploide, Heterozygote Eier
entwickeln sich weiblich. Haploide und später diploide homozygote Körperzellen werden männlich,
werden zu Drohnen. Welche der beiden weiblichen Formen – Königin oder Arbeiterin - entstehen,
wird modifikativ (über die Nahrungszusammenstellung) bestimmt.
Frage 3: Erklären sie den Begriff Parthenogenese?
Parthenoenese ist Jungfernzeugung (eingeschlechtliche Vermehrung). Aus unbefruchteten Eiern
entstehen lebensfähige Nachkommen. In der Natur sehr selten, jedoch bei Insekten oft die Regel,
z.B. Blattläuse, Bienen. Die Entstehung von Drohnen aus unbefruchteten Eiern – Drohnen haben nur
den halben Chromosomensatz (16 Chromosomen)  haploider Typ. Drohnen haben keinen Vater
sondern nur einen Großvater.
Frage 4: Was ist eine diploide Drohne, Zusammenhänge und Hintergründe?
Normal sind die Drohnen haploid – homozygot – mit 16 Chromosomen – nur ein Gen. z.B. durch
Inzucht  2 Gene, wobei ein Gen dominant ist – in der Regel sind diploide Drohnen nicht
überlebensfähig bzw. nicht zeugungsfähig – Maden werden von den Bienen ausgeräumt =
lückenhafte Brut – „Inzucht“!!! Da in jeder diploider Zelle der doppelte Chromosomensatz
vorhanden ist, sind für eine bestimmte Merkmalsprägung zumindest zwei Allele (zwei Gene)
verantwortlich.
Frage 5: Erklären sie die Reinzucht?
Reinzucht ist die Selektion und Zucht innerhalb einer Rasse. Sowohl die zur Nachzucht selektierten
Mütter als auch die Drohnenmütter stammen aus einer Rasse. Eine kontrollierte Paarung
(Belegstelle – künstliche Besamung) und die nachträgliche Überprüfung des Paarungsergebnisses
sind Voraussetzungen zur Reinhaltung der Rasse. Die Reinzucht ist von jedem Imker durchführbar
und führt auch bei relativ kleinen Bienenbeständen zu sicheren Zuchterfolgen. Sie ist die einzige
zufriedenstellende Zuchtmethode.
Frage 6: Erklären sie Hybridzucht
Entsteht durch Kreuzungszucht. Darunter versteht man die Paarung zweier oder mehrerer Rassen
oder Linien innerhalb einer Rasse. Bei dieser Zuchtmethode wird der Heterosiseffekt genutzt. Es
müssen sogenannte „Passerpaarungen“ durchgeführt werden, also zwei Linien oder Rassen
ausgesucht werden, die bei der Kreuzung auch das gewünschte Ergebnis bringen. Dann müssen die
Linien möglichst einheitlich gemacht werden, damit das gewünschte Kreuzungsergebnis immer
gleich ausfällt. Die aus diesen Paarungen entstandenen Kreuzungstiere bezeichnet man als
„Hybriden“. Von den Hybriden kann man nicht nachziehen da der Heterosiseffekt nach und nach
wieder verloren geht. (Aufspaltung – 2. Mendelsche Regel) Man muss daher laufend die Hybriden
neu erstellen oder zukaufen. Bisher konnten nachhaltig keine besseren Leistungen als bei der
Carnica–Reinzucht nachgewiesen werden.
Frage 7: Rasse – Stamm – Linien sind Begriffe der Zucht: Unterscheide und erkläre sie?
Rasse: Ist eine Population von Bienen, die in einer bestimmten geografischen Region ihre
Lebensbedingungen darauf abgestimmt hat. (z. B. Carnica, Italienerbiene, Nigra)
Stamm: Ist die kleinste züchterisch bearbeitete Gruppe gleicher Rasse. Sie ist ein fester
unveränderlicher bleibender Bestandteil. (z.B. Stamm Sklenar, Troisek)
Linie: (Abgrenzung) Ist die Zucht innerhalb einer Bienenrasse die sich durch messbare
Körpermerkmale (Körung von anderen Rassen) unterscheiden lässt.
Linienzucht: Paarung weniger engverwandter Tiere.
Frage 8: Was ist ein Heterosiseffekt?
Durch die Paarung von zwei oder mehreren Rassen oder Linien werden bestimmte für die Leistung
verantwortliche Gene kombiniert, die meist dominant vererbt werden und sich in ihrer Wirkung
aufschaukeln. Die Hybridbienen übertreffen so die Leistung ihrer Eltern. Der Heterosiseffekt kommt
nur in der ersten Hybridgeneration F1 voll zum Tragen. Würde man die Hybriden nachzüchten, so
kämen in der F2 Generation nach der Unabhängigkeitsregel bereits eine Aufspaltung des
Erbmaterials mit den negativen Folgen, so auch zu einer Leistungsdepression.
Frage 9: Unterscheiden sie zwischen Keimzellen und Körperzellen – Aufgaben und Funktion?
Keimzellen haben nur einen halben Chromosomensatz, d.h. ihre Chromatiden sind nur einmal
vorhanden. Bei Körperzellen ist jeder Chromatid zweimal vorhanden, das nennt sich dann
Chromosom.
Als Stammzellen werden allgemein Körperzellen bezeichnet, die sich in verschiedenen Zelltypen oder
Gewebe ausdifferenzieren können. Je nach Art der Stammzelle (Körperzelle) und ihrer Beeinflussung
haben sie das Potential, sich in jegliches Gewebe (Embryonale Stammzelle) oder in bestimmte
festgelegte Gewebetype (Adulte Stammzellen) zu entwickeln.
Gameten, auch bekannt als Geschlechtszellen oder Keimzellen, sind haploide Zellen, die von sich
geschlechtlich fortpflanzenden Organismen, meist besonderen Organen, erzeugt werden. Der
Geschlechtsvorgang besteht aus einer Verschmelzung von zwei Gameten und wird Gametogamie
genannt. Das Verschmelzungsprodukt nennt man Zygote.
Frage 10: Wie kommt ein Inzuchtschaden zustande und wie macht er sich bemerkbar?
Inzucht ist die Paarung enger Verwandter. Die Vitalität der Völker gibt nach, und in den Brutwaben
besonders Drohnenwaben sind löchrig (Inzucht – diploide Drohnen werden angezogen und danach
ausgefressen). Berechnung der Inzucht über Pedigrees durch Testpaarungen am Computer.
Frage 11: Erklären sie Blender?
Weist selbst gute Eigenschaften auf, vererbt diese aber nicht an die Nachkommenschaft weiter
(Nicht jede Spitzenleistung ist erblich!)
Frage 12: Wie werden Drohnen auf einer Belegstelle in einer Zuchtkarte vermerkt: Nach wem
werden sie benannt? Oder wie wird ihre Abstammung vermerkt?
Die Drohnen werden nach der Drohnengroßmutter benannt. Von der Geschwistergruppe
(Vatervölker – die Königinnen sind die Töchter der Drohnengroßmutter) wird die Lebensnummer
(Zuchtnummer der Drohnengroßmutter) in die Zuchtkarte vermerkt.
Frage 13: Was wissen sie über den Drohnensammelflug und die Paarung von Königinnen?
Drohnensammelplätze sind ein Areal von der Größe eines Fußballfeldes wo sich die
geschlechtsreifen Drohnen alltäglich versammeln und die Ankunft der jungen Bienenköniginnen am
Begattungsflug erwarten. Mit bloßen Augen ist die Ansammlung der Drohnen kaum wahrzunehmen
auch wenn sie nur wenige Meter über dem Erdboden fliegen. Etwa zwei Wochen nach dem Schlupf
sind Drohnen geschlechtsreif, bei Temperaturen über 20°C ausfliegen, genau Umstände sind noch
nicht bekannt, wonach die Sammelplätze aufgesucht werden. In 1 bis 2 km Entfernung von der
Belegstelle (oder Bienenhäuser). Hohe genetische Vielfalt bei der Begattung der Königinnen – 10 bis
20 Drohnen mit einer Königin gepaart – im Flug begattet – Begattungszeichen – der letzte Drohne
die Begattungsöffnung mit einem Pfropfen versperrt – dieses Begattungszeichen wird dann von den
Pflegebienen im Bienenstock entfernt. Nach wenigen Tagen mit Begattungsflügen kann sie in Eilage
gehen.
Frage 14: Unterscheiden sie zwischen Nachschaffung – Umweiselung und Schwärmen; Stimmung,
Ursache usw.
Nachschaffungszellen: Weiselzellen werden in der Mitte der Brutwabe gebildet. Ursache: Königin
wurde entfernt oder verloren, erdrückt. Nur wenige Zellen werden aus der offenen ArbeiterinnenBrut gebildet.
Umweiselung: Die alte Königin wird durch eine neue Königin ersetzt (durch den Imker!). Bei der
stillen Umweiselung wird die Königin durch das Volk getauscht, ohne dass das Volk in
Schwarmstimmung kommt, meistens im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Gründe: Königin nicht
leistungsfähig oder nicht bzw. mangelhaft begattet. Alte Königin lebt oft bis zum Schlupf der neuen
Königin im Bienenvolk, oft bis zur Begattung der jungen Königin.
Schwärmen: Natürliche Fortpflanzung des Bienenvolkes. Die alte Königin fliegt mit einem Teil der
Bienen aus und bildet ein neues Bienenvolk (Vorschwarm). Beim Nachschwarm fliegt die
erstgeschlüpfte Königin mit einem weiteren Teil der Bienen aus dem Volk. Beeinflussung der
Schwarmstimmung: Raummangel, keine Baumöglichkeit, alte Königin, viele Jungbienen,
Futtersaftstau, Vererbung, Trachtpause. Am Unter- oder Seitenrand der Brutwabe werden bis zu 20
Weiselzellen (Schwarmzellen) angebaut.
Frage 15: Beschreiben sie ein Pflegevolk.
Bienenvolk, welches die künstlich beweiselten Zuchtrahmen aufzieht. Muss nicht zuchtwürdig sein.
Gesundheit der Bienen und Vitalität ist die Voraussetzung für ein Pflegevolk. Volksstärke und
Entwicklungszustand sind entscheidend für eine höchstmögliche Anzahl der aufzuziehenden
Königinnen. Das Pflegevolk muss in der Entwicklung kurz vor der Schwarmreife sein. Bei Zuchtbeginn
muss ein mehrzargiges Volk auf eine Zarge eingeengt werden. Drohnen und verdeckelte Brut
müssen vorhanden sein. Viele pflegetüchtige Jungbienen (Ammen) sind erforderlich. Bei mehreren
Zuchtserien müssen verdeckelte Brutwaben hinzugegeben werden. Das Volk darf kein Stecher sein,
wegen wiederholten Kontrollen. Nach 5 Tagen sind die Weiselzellen verdeckelt und mit
Schutzkäfigen verschult oder im Brutschrank gegeben bei mehreren Zuchtserien. Im Schlupfkäfig
wird wenig Zuckerteig gegeben.
Frage 16: Methoden um einen Anbrüter zu erstellen?
Geschlossener Starter: 5 Waben-Ablegerkasten, eine Leerwabe, eine Pollenwabe, eine Leerwabe mit
Wasser, 2 bis 2,5kg Bienen von offenen Brutwaben (viele Ammenbienen), kühlen schattigen Ort –
Keller - abstellen. Weiselunruhe abwarten, 1 bis 2 Zucht-Latten mit 15 bis 16 Weiselnäpfchen
zugeben.
Offener Starter: In der oberen Zarge B ist die Königin – starkes Volk. Die Zarge A wird mit 2
Pollenwaben, 3 – 6 Futterwaben, 1 Leerwabe, mittig freilassen für die Zuchtlatte. Von der Zarge B
mit der Königin werden die Bienen mit Rauch in die A Zarge gedrängt, bis 2 - 3 kg Bienen vorhanden
sind. Dann wird die Zarge B abgenommen und hinter die Zarge A aufgestellt. Beute wird geschlossen.
Am Beuteeingang ein Lüftungsgitter angebracht. Nachdem in Zarge A Weiselunruhe eintrifft wird die
Zuchtlatte (2-3 Stück) in den Starter eingehängt. Die angezogenen Weisel kommen dann nach 24h
Stunden in das Pflegevolk. Dann wird das Volk wieder vereint. Zarge B wird über Absperrgitter auf
die Zarge A gegeben, leicht gefüttert und nach 2-3 Tagen Ruhe wieder eine Zuchtserie angesetzt.
Kunstschwarm: Schwarmkasten, Absperrgitter mit einer Zarge mit Pollen und Futterwaben. 5 bis 6
kg junger Bienen, in den Schwarmkasten kommt noch eine mit Wasser gefüllte Wabe damit die
Bienen die Luftfeuchtigkeit regulieren können. Der Starter wird für 3 Tage in diesen Kasten gehalten.
Am ersten Tag gibt man 120 Zellen, am 2ten Tag 90 Zellen und am 3ten Tag 60 Weiselnäpfchen.
Dann können die Bienen für Begattungskästchen verwendet werden.
Frage 17: Die Aufzucht von Königinnen vom Ei bis zum Schlupfen (Methoden,
Entwicklungsschritte)
Ei-Stadium 3 Tage, 7 Tage Made und Vorpuppe, Verdeckelung 8. Tag, 6 Tage Puppe, Schlupf 16. Tag,
Geschlechtsreif 17. bis 24. Tag, Legebeginn 24. bis 30. Tag.
Frage 18: Verwertung von Weiselzellen
Weiselzellen nicht bei offener Brut zusetzen. Die Weiselzellen können in die Begattungskästchen
gegeben werden am 14. Tag, mit Ausfressschutz. Den Ableger etwas flüssiges Futter geben und die
Weiselzelle zusetzen oder in ein erstelltes Begattungskästchen geben. im Brutschrank ausbrüten
lassen und dann die Königin mit Zusetzkäfig dem Ableger oder dem Begattungskästchen zuführen.
Drohnenbrütige Völker sollte man nicht beweiseln.
Frage 19: Verwertung von unbegatteten Königinnen
Begattungskästchen und Brutableger.
Frage 20: Die Belegstelle: Beschickung, Vorbereitung der Begattungseinheiten und Sieben von
Drohnen
Futterkranzprobe, Gesundheitszeugnis, Begattungskästchen mit MW-Streifen, Vorab Futtertasche
mit Futterteig zugeben. Bienen von mehreren Völkern in Schwarmkiste füllen, Kellerhaft. Nächsten
Tag Bienen sieben (Drohnengitter). Begattungsvölkchen füllen (Wasserspritze verwenden!)
Nulltoleranz bei Drohnen! Zusetzen der Weiselzelle oder unbegattete Königin, nach 3 Tagen
Kellerhaft - abhorchen auf Weiselrichtigkeit - zur Belegstelle bringen, in 14 Tagen Kontrolle auf
Begattung, einweiseln in Ableger, Wirtschaftsvölkern, Kunstschwärme oder Verkauf.
Frage 21: Aufbau von Vatervölkern für die Belegstelle
Die Vatervölker (Drohnenvölker) werden im Vorjahr des Einsatzes als Kunstschwarm oder Ableger
mit Königinnen – Töchtern - von gekörten und leistungsgeprüften Zuchtmüttern erstellt. Weil die
Entwicklung der Drohnen aus unbefruchteten Eiern erfolgt, ist der zuchtwert der Großmutter der
Drohnen der Vatervölker maßgebend. Es werden frühzeitig im Jahr Drohnenwaben (als MW oder
Baurahmen) in das Volk gegeben. In der Frühjahrsentwicklung können je nach Stärke des Volkes 3
bis 4 Drohnenwaben gegeben werden. Ein ständiger Futterfluss muss unbedingt gewährleistet sein.
Genügend Raumgabe, Schwarmkontrolle alle 7 – 9 Tage, bei Schwarmdruck Flugling erstellen,
später wieder vereinigen. Durch die große Drohnenpopulation erhöhter Varroadruck, daher
permanent Diagnosegitter einsetzen. Bei Notwendigkeit eine Behandlung mit AS durchführen. Nur
die besten und vitalsten Drohnen können sich entwickeln und sich mit den Königinnen paaren. Der
Drohn ist nur etwa 10 bis 12 Tage geschlechtsreif, daher müssen für eine ausreichende Begattung
immer wieder Drohnen nachgepflegt werden. Die Entwicklung zum geschlechtsreifen Drohn dauert
45 Tage (vom Einlegen des Drohnenrahmens bis zur Geschlechtsreife). Futterkranzprobe, eventuell
Wanderbescheinigung.
Frage 22: Die Qualität von Königinnen – Kriterien in der Aufzucht
1. Genetische Qualität der Zuchtmütter – Leistungsprüfung, Zuchtwertschätzung, Selektion
2. Aufzucht - Alter der Larven
3. Zustand des Pflegevölker: Ammenbienen, Anzahl der zu pflegenden Larven,
Pflegebereitschaft, Pollenversorgung, Futterreserven, Wärmehaushalt, Tracht, Brutstadien
Unsere Wunschbiene:
Hoher Erlebniswert – Streichelbiene
Geringer Arbeitsaufwand – Schwarm = unnötige Mehrarbeit
Hoher Ertrag – Honig ist Geld – Selbstbestätigung
Varroatolerante Biene – rückstandsfreie Imkereiprodukte
Frage 23: Die Pflegestimmung – Einflüsse und Voraussetzungen
Gesundheit und Vitalität ist die Voraussetzung für einwandfreie Zucht. Volksstärke – Schwarmreife
haben – Alterszusammensetzung der Bienen, Futtervorrat und ständiger Futterfluss – keine Stecher
Frage 24: Das Wiederbesiedeln von Zuchtkästen oder Begattungsablegern
Die begattete Königin entnehmen und sofort mit Weiselzellen mit Ausfressschutz oder unbeg.
Königin mit Zusetzkäfig wieder besetzen – bei Bedarf etwas Jungbienen nachfüllen bzw mit
verdeckelten Brutwaben verstärken.
Frage 25: Die Verwendung von begatteten Königinnen
Ableger – Brutableger, Kehrschwärme, Wirtschaftsvölker, Verkauf
Frage 26: Welche Zuchtziele gibt es in der Bienenzucht? Kontrolle – Erreichbarkeit – Beschreibung
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Honigleistung – Sammeleifer, Eigenverbrauch, Kontrolle durch Wiegen der Honigernte
(Schleuderliste)
Sanftmut – Aufzeichnungen in Stockkarte bei jedem Eingriff machen. Notenskala 1 – 4.
Jahresdurchschnitt ermitteln. Sanftmut streng beurteilen. Nur eine sanfte, ruhige Biene
ermöglicht auch das Imkern in Siedlungsgebieten.
Schwarmneigung – Aufzeichnungen in Stockkarte. Notenskala 1 - 4. Niedrigste
(schlechteste) Note für die Beurteilung maßgebend. Keine Nachzucht von
schwarmfreudigen Völkern – Umweiselung mit Königinnen aus schwarmträgen Völkern.
Schwarmvölker bereiten unnötige Mehrarbeit und Kraxlerei!
Wabensitz – Ruhiges Verhalten auf der Wabe bei geöffneter Beute, keine Wabenflucht!
Aufzeichnungen in Stockkarte. Jahresdurchschnitt ermitteln.
Varroatoleranz – Kontrolle mit Diagnosegitter zur Salweidenblüte, Kontrolle durch
Auswaschen oder Puderzuckerprobe im Juli – Diagnosegitter nach Behandlungen. Die
Zucht einer varroatoleranten Biene ist langfristig der einzige Weg, von
Medikamenteneinsatz wegzukommen.
Frage 27: Was versteht man unter Körung?
Darunter versteht man die Beurteilung von Tieren in Bezug auf ihre Eignung zur Zucht und ihren
Zuchtwert.
Frage 28: Warum wird in der Imkerei gekört?
Es wird in der Imkerei gekört, um die leistungsmäßigen, die züchterischen und rassischen Merkmale
und Werte eines Bienenvolkes festzustellen.
Frage 29: Welche Merkmale – Kriterien- Parameter werden in der Körung berücksichtigt?
Die Leistung – das wichtigste Kriterium
Die Zuchtmerkmale – Verhalten und Entwicklung
Die Rassenmerkmale – Erbfestigkeit
Die Leistung: Honigertrag je Prüf Volk muss genau gewogen werden – keine Schätzung. Wiegen der
Waben vor und nach dem Schleudern. Differenz ist Honigertrag.
Die Zuchtmerkmale: Sanftmut, Wabensitz, Schwarmneigung, nach 4-Punkte Systemen. 4=Sehr
sanft/sehr ruhig, 3=sanft/ruhig, 2=sticht/läuft, 1=sehr böse/läuft stark. Schwarmneigung, 4=keine,
3=bestiftete offene Weisel Zelle, 2=eingriff getätigt, 1=geschwärmt.
Die Rassemerkmale: Flügelindex (Mindestens 2,54), Panzerzeichen (frei von gelben Ecken oder
Ringen), Behaarung – Filzbinden breite (breite Filzbinden und kurze Haare Carnica, schmale
Filzbinden und lange Haare Mellifera)
Frage 30: Was ist ein Zuchtwert?
Der Zuchtwert einer Königin ergibt sich aus dem Wert ihrer Erbanlagen (genetische Veranlagung) die
sie an ihre Nachkommen weitergibt. Er ist unabhängig von Umweltfaktoren. Anhand des
Zuchtwertes lassen sich alle Königinnen untereinander einer Population vergleichen.
Frage 31: Die Zuchtwerte und ihre Beurteilung – Gewichtung?
Die Zuchtwerte kann man nicht direkt messen, sondern nur anhand der Leistungsdaten von
möglichst vielen verwandten Völkern in einem aufwändigem statistischem Verfahren schätzen.
Dabei wird zunächst aufgrund der Abstammungsdaten die Verwandtschaft jedes geprüften Volkes zu
jedem anderen geprüften Volk ermittelt.
Die berechneten Zuchtwerte werden als Prozentwert, relativ zum Durchschnitt der in den letzten 5
Jahren geprüften Völker angegeben. 105% bedeutet dass dieses Volk über dem Durchschnitt aller
geprüfter Völker liegt. Es werden Zuchtwerte für Honigleistung, Sanftmut, Wabensitz,
Schwarmneigung und Varroa Toleranz ermittelt.
Frage 32:
Zuchtwerte 112/99/102/98/109 und CI 2,75
Zuchtwerte 87/101/95/100/104 und CI 3,41
von welcher Königin ziehen Sie nach und warum?
Von der ersten Königin, weil sie einen überdurchschnittlichen Honigertrag (112) aufweist, die
Sanftmut nur gering unter 100% (99) ist, kann bei der nächsten Paarung mit guten Vatervölkern
ausgebessert werden. Hat einen guten Wabensitz (102), die Schwarmneigung (98) kann durch
entsprechender Betriebsweise verbessert werden und sie eine sehr gute Varroa Toleranz aufweist
(109). Der Cubitalindex von 2,75 weist eine typische Carnica aus (>2,54) und ist genügend für eine
Weiterzucht.
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