Zu 3 Übergabestation

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Ergänzende Bestimmungen zu den
"Technische Anschlussbedingungen für den
Anschluss an das Mittelspannungsnetz, TAB
Mittelspannung 2008" des BDEW
Ausgabe: Mai 2008
EnergieNetz Mitte GmbH
Monteverdistraße 2
34131 Kassel
www.EnergieNetz-Mitte.de
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Vorwort:
Diese ergänzenden Bestimmungen geben Erläuterungen und Ausführungshinweise zu den
einzelnen Abschnitten der BDEW Richtlinie:
Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz TAB
Mittelspannung 2008 (im weiteren TAB MS genannt).
Sie ersetzt die Ergänzenden Bestimmungen für Bau und Betrieb von Übergabestationen zur
Versorgung von Kunden aus dem Mittelspannungsnetz von E.ON Mitte AG vom Juli 2010
zur Technischen Richtlinie des VDN "Transformatorenstationen am Mittelspannungsnetz
(VDN; Ausgabe 2003)".
Die EnergieNetz Mitte GmbH als Netzbetreiber ist verpflichtet, den ordnungsgemäßen
Betrieb ihrer Anlagen zu gewährleisten. Soweit erforderlich, hat sie die TAB MS zu
ergänzen, damit unzulässige Rückwirkungen aus nachgeschalteten Netzen vermieden
werden.
Mit diesen ergänzenden Bestimmungen tragen wir den gesetzlichen Vorgaben Rechnung.
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Stand Februar 2015
Inhaltsverzeichnis
Zu 1
Grundsätze ................................................................................................................................ 8
Zu 1.1
Geltungsbereich ................................................................................................... 8
Zu 1.2
Bestimmungen und Vorschriften ................................................................. 8
Zu 1.3
Anmeldeverfahren und anschlussrelevante Unterlagen und ........... 9
Zu 1.4
Inbetriebnahme .................................................................................................... 9
Fabrikfertige Stationen ..................................................................................... 9
Vor Ort errichtete nicht fabrikfertige Stationen .................................... 9
Errichterbestätigung ........................................................................................ 10
Zu 2
Netzanschluss ....................................................................................................................... 11
Zu 2.4
Zu 3
Netzrückwirkungen.......................................................................................... 11
Zu 2.4.1
Allgemeines ................................................................................... 11
Zu 2.4.7
Tonfrequenz-Rundsteuerung ................................................. 11
Übergabestation .................................................................................................................. 12
Zu 3.1.
Baulicher Teil ...................................................................................................... 12
Zu 3.1.1 Allgemeine Festlegungen ............................................................................. 12
Zu 3.2
Zu 3.1.2
Einzelheiten zur baulichen Ausführung ............................ 12
Zu 3.1.3
Elektrische und elektromagnetische Felder .................... 12
Elektrischer Teil ................................................................................................. 13
Zu 3.2.1
Allgemeines ................................................................................... 13
Zu 3.2.2
Isolation .......................................................................................... 13
Zu 3.2.3
Kurzschlussfestigkeit.................................................................. 13
Zu 3.2.4
Schutz gegen Störlichtbögen ................................................ 14
Zu 3.2.5
Überspannungsableiter ............................................................ 14
Zu 3.2.6
Schaltanlagen ............................................................................... 15
Zu 3.2.6.1 Schaltung und Aufbau ............................................................. 15
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Stand Februar 2015
Anmerkung 1 zu den Bildern 5, 6 und 7 im Anhang: ..................... 15
Anmerkung 2 zu den Bildern 5, 6 und 7 im Anhang: ..................... 15
Zu 3.2.6.2 Ausführung .................................................................................... 16
Einsatz von Kurzschlussrichtungsanzeigern .......................................... 16
Luftisolierte Schaltanlagen ........................................................................... 19
Gasisolierte Schaltanlagen ........................................................................... 19
Verriegelungen an gasisolierten Schaltanlagen: ................................. 20
2. Feldausführung: Trennschalter – Leistungsschalter –
Erdungsschalter ................................................................................................. 21
3. Feldausführung: mit Leistungstrennschalter.................................... 21
Zu 3.2.6.3 Kennzeichnung und Beschriftung........................................ 22
Zu 3.2.7
Betriebsmittel ............................................................................... 23
Zu 3.2.7.1 Schaltgeräte .................................................................................. 23
Zu 3.2.7.3 Transformatoren .......................................................................... 24
Zu 3.2.8
Sternpunktbehandlung............................................................. 24
Zu 3.2.9.1 Fernsteuerung .............................................................................. 24
Zu 3.2.9.2 Hilfsenergieversorgung ............................................................ 24
Zu 3.2.9.3 Schutzeinrichtungen .................................................................. 25
HH-Sicherungen ............................................................................................... 25
Einspeise- und Übergabeschaltfelder...................................................... 25
Zu 3.2.10 Erdungsanlage ............................................................................. 26
Zu 3.3.2
Zu 4
4/55
Zubehör .......................................................................................... 27
Abrechnungsmessung ...................................................................................................... 28
Zu 4.1
Allgemeines ........................................................................................................ 28
Zu 4.2
Wandler ................................................................................................................ 28
Zu 4.3
Spannungsebene der Messung ................................................................. 28
Stand Februar 2015
Niederspannungsseitige Messung ............................................................ 28
Mittelspannungsseitige Messung ............................................................. 29
Zu 4.5
Zu 5
Datenfernübertragung ................................................................................... 29
Betrieb ..................................................................................................................................... 30
Zu 5.3
Verfügungsbereich/Bedienung................................................................... 30
Zu 5.4
Instandhaltung .................................................................................................. 30
Zu 5.5
Betrieb bei Störungen .................................................................................... 30
Zu 5.6
Blindleistungskompensation ........................................................................ 30
Anhang: Übersichtsschaltpläne ..................................................................................................... 31
Bild 1: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator ...... 31
Bild 2: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator ...... 32
Bild 3: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit
einem Transformator ...................................................................................... 33
Bild 4: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit
einem Transformator ...................................................................................... 34
Bild 5: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als
Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren ............................ 35
Bild 6: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als
Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren ............................ 36
Bild 7: Kundenstation mit SF6 - isolierter Last/Leistungsschaltanlage mit mittelspannungsseitiger Messung mit
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Stand Februar 2015
Leistungsschalter als Übergabeschalter mit Transformatoren- und
Kunden- Leitungsabgängen ........................................................................ 37
Bild 11: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator ...... 38
Bild 12: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator ...... 39
Bild 13: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit
einem Transformator ...................................................................................... 40
Bild 14: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit
einem Transformator ...................................................................................... 41
Bild 15: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als
Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren ............................ 42
Bild 16: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als
Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren ............................ 43
Bild 17: Kundenstation mit luftisolierter Last/Leistungsschaltanlage mit mittelspannungsseitiger Messung mit
Leistungsschalter als Übergabeschalter mit Transformatoren- und
Kunden- Leitungsabgängen ........................................................................ 44
Angaben zur nieder- und mittelspannungsseitigen Messung ........................ 45
Bild 21: 24-kV metallgekapselte Kombiwandler ................................. 45
Bild 22: Tragegestell für metallgekapselte Kombiwandler in
begehbarer Station ........................................................................................ 46
Bild 23: 24-kV Stromwandler in Gießharzausführung ...................... 47
Bild 24: 24-kV Spannungswandler in Gießharzausführung............ 48
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Stand Februar 2015
Messfeldschränke................................................................................................................ 49
Bild 25: Zählerschrank (Größe 2) ............................................................... 49
Bild 26: Zählerschrank (Größe 1) ............................................................... 50
Bild 27: Wandlerschrank, zur Aufnahme von drei
Niederspannungs-Aufsteck-Stromwandlern ......................................... 51
Niederspannungsseitige Messung (halbindirekt) .................................................. 52
Bild 28: Wandleranschluss "niederspannungsseitige Messung" .. 52
Mittelspannungsseitige Messung (indirekt) ............................................................ 53
Bild 29: Anschlussschema "mittelspannungsseitige Messung" mit
einzelnen gießharzisolierten Strom- und Spannungswandlern ... 53
Bild 30: Anschlussschema "mittelspannungsseitige Messung" mit
metallgekapselten Kombiwandlern .......................................................... 54
Bild 31: Merkblatt, Anschluss von ZFA-Anlagen ................................ 55
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Stand Februar 2015
Zu 1
Grundsätze
Zu 1.1
Geltungsbereich
Diese Ergänzenden Bestimmungen und die TAB Mittelspannung 2008 des BDEW gelten
zusammen mit § 19 EnWG "Technische Vorschriften" und sind somit Bestandteil von
Netzanschlussverträgen und Anschlussnutzungsverhältnissen.
Diese ergänzenden Bestimmungen zur TAB MS gelten für den Anschluss und den Betrieb
von Anlagen, die an das Mittelspannungsnetz der EnergieNetz Mitte GmbH angeschlossen
sind oder angeschlossen werden sowie für die diesen nachgeschaltete
Mittelspannungsanlagen (z. B. Unterstationen).
Sie gelten ferner für Neubau, Änderung, Erweiterung, Außerbetriebnahme, zeitlich
begrenzte Anschlüsse (z. B. Baustromstationen) und Entsorgung von Anlagen im Interesse
eines störungsfreien Zusammenwirkens der Kundenanlagen mit dem Netz der EnergieNetz
Mitte. Kunde im Sinne dieser TAB MS sind der Anschlussnehmer und der Anschlussnutzer.
Für den bestehenden Teil der Kundenanlage gibt es seitens der TAB MS keine
Anpassungspflicht, sofern die sichere und störungsfreie Stromversorgung gewährleistet ist.
Für Teile der Übergabestation, die im Eigentum oder der Betriebsverantwortung der
EnergieNetz Mitte stehen, gelten besondere Bestimmungen nach Maßgabe der EnergieNetz
Mitte.
Zu 1.2
Bestimmungen und Vorschriften
Die ergänzenden Bestimmungen des Netzbetreibers haben Vorrang vor TAB MS des
BDEW. Eventuell notwendige Abweichungen bedürfen einer vorherigen schriftlichen
Vereinbarung mit dem Netzbetreiber.
Die Eigentumsgrenze wird im Netzanschlussvertrag festgelegt.
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Stand Februar 2015
Zu 1.3
Anmeldeverfahren und anschlussrelevante Unterlagen und
Zu 1.4
Inbetriebnahme
Spätestens sechs Wochen vor Bestellung der Komponenten für die Kundenanlage und vor
Baubeginn überreicht der Kunde dem Netzbetreiber folgende Unterlagen möglichst in
elektronischer Form bzw. in zweifacher Ausfertigung (siehe TAB Mittelspannung 2008
Anhang D.4 Errichtungsplanung sowie folgende Aufstellung):







Ausgefüllte Checkliste der zu errichtenden Kundenanlage. (siehe Anhang)
Einpoliges Übersichtsschaltbild der Mittelspannungsschaltanlage (inkl. des
nachgelagerten Netzes). Im Übersichtsschaltbild ist die Eigentumsgrenze
einzutragen
Messungsaufbau
Schutzkonzept
Trafodaten
Lageplan (Maßstab mind. 1:1000)
Schaltanlagendaten mit Prüfbericht einer erfolgreich durchgeführten Störlichtbogenprüfung (VDE 0671-200) sowie einer Bestätigung, dass die hier verwendete,
durch Hersteller und Fabriknummer zu identifizierende MS-Schaltanlage
nach VDE 0671-200 gebaut wurde
Fabrikfertige Stationen






Stationsdaten mit Typprüfberichten (VDE 0671-202).
erfolgreich durchgeführte Störlichtbogenprüfung des hier zu verwendenden
Stationbaukörpers mit der zu verwendenden MS-Schaltanlage oder eine
entsprechende Analogiebetrachtung einschließlich der zugrundegelegten
Prüfberichte.
wenn SF6- und luftisolierte Anlagen in einem Gebäude verwendet werden, ist jeder
Anlagentyp bezüglich der Störlichtbogensicherheit gesondert zu betrachten.
Schutzgrad Gebäude >= IP23D.
mech. Dachbelastbarkeit mind. 2500 N/m² .
mech. Schlagbeanspruchung Türen und Lüftungsgitter.
Vor Ort errichtete nicht fabrikfertige Stationen





9/55
Nachweis des Schutzes vor Gefährdung durch Störlichtbögen nach VDE 0101
Kap. 7.4, z. B. Druckberechnung für den Mittelspannungsraum im Störlichtbogenfall
und Darstellung der Führung der Störlichtbogengase und Nachweis, dass das
Bedienpersonal nicht gefährdet wird.
wenn SF6- und luftisolierte Anlagen in einem Gebäude verwendet werden, ist jeder
Anlagentyp bezüglich der Störlichtbogensicherheit gesondert zu betrachten.
Schutzgrad Gebäude >= IP23D.
mech. Dachbelastbarkeit mind. 2500 N/m².
mech. Schlagbeanspruchung Türen und Lüftungsgitter.
Stand Februar 2015
Die sichere Betriebsführung der Kundenanlage bedarf einer genauen Abstimmung der
Komponenten zum Netz der EnergieNetz Mitte. Hierzu gehören die betriebstechnischen
Erfordernisse der EnergieNetz Mitte.
Durch die rechtzeitige Abstimmung des Kunden mit der EnergieNetz Mitte wird
gewährleistet, dass bei der Errichtung der Station keine unnötigen Verzögerungen auftreten.
Die EnergieNetz Mitte ist berechtigt, sich jederzeit über den Stand der Bau- und
Montagearbeiten zu informieren.
Nach der Fertigstellung der Anlage, spätestens jedoch vor der Inbetriebsetzung, sind der
EnergieNetz Mitte eine Hersteller- bzw. Errichterbescheinigung nach BGV A3, eine
Anlagendokumentation einschließlich erforderlicher Revisionszeichnungen, ein
Messprotokoll über die Erdungsanlage und die Prüfprotokolle der eingesetzten
Schutzeinrichtungen zu übergeben.
Im Übersichtsschaltbild ist die Eigentumsgrenze einzutragen.
Errichterbestätigung
Die Errichterbestätigung muss folgende Angaben mindestens enthalten:



Bestätigung über die Errichtung und den Betrieb von kundeneigenen 20-kV-Stationen
Anlage: Name und Ort der Station
Errichter: Name und Anschrift
Der Errichter bestätigt, dass die 20-kV-Übergabestation inkl. aller Anlagenkomponenten,
den einschlägigen Vorschriften, insbesondere der VDE 0671-202 (bei fabrikfertigen
Stationen) bzw. VDE 0101 (bei vor Ort errichteten Stationen), und den technischen
Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel"
(BGV A3) entsprechend beschaffen bzw. geprüft ist und nach der Technischen Richtlinie der
EnergieNetz Mitte errichtet wurde.
Die Inbetriebsetzung des Netzanschlusses erfolgt vom Netzbetreiber bis zum Übergabepunkt.
Die Anlage wird in Anwesenheit der EnergieNetz Mitte in Betrieb genommen. Als Hilfsmittel
für die Abnahme, Inbetriebnahme und Dokumentation kann die in der TAB Mittelspannung
2008 im Anhang E aufgeführte Checkliste verwendet werden.
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Stand Februar 2015
Zu 2
Netzanschluss
Zu 2.4
Netzrückwirkungen
Zu 2.4.1
Allgemeines
Die Einhaltung der für Netzrückwirkungen zulässigen Grenzwerte wird auf Anforderung des
Netzbetreibers durch den Anlagenbetreiber mittels Messung nachgewiesen. Weiterhin
behält sich der Netzbetreiber vor, bei Erfordernis eigene Messungen zu Netzrückwirkungen
in der Kundenanlage durchzuführen.
Zu 2.4.7
Tonfrequenz-Rundsteuerung
EnergieNetz Mitte betreibt Rundsteueranlagen mit der Frequenz 2162/3 Hz.
(LK Altenkirchen: 216 2/3 und 183 1/3 Hz). Blindstromkompensationsanlagen und Filterkreise
sind so auszulegen und abzustimmen, dass sie den Betrieb dieser Rundsteueranlagen nicht
beeinträchtigen.
Damit das Rundsteuersignal im Netz nicht beeinträchtigt wird, sind die Technischen
Grundlagen der Broschüre "Technische Regeln zur Beurteilung von Netzrückwirkungen" zu
beachten und die Maßnahmen in der Broschüre "Tonfrequenz-Rundsteuerung, Empfehlung
zur Vermeidung unzulässiger Rückwirkungen" (beides vom VDEW) einzuhalten und
umzusetzen.
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Stand Februar 2015
Zu 3
Übergabestation
Zu 3.1.
Baulicher Teil
Zu 3.1.1 Allgemeine Festlegungen
Im Netzgebiet der EnergieNetz Mitte werden nur Kabelstationen zugelassen.
Mit Rücksicht auf die Versorgungssicherheit wird Stationen in separaten Gebäuden der
Vorzug gegenüber in andere Gebäude integrierten Stationen gegeben. Für Stationen mit
separatem Gebäude sind fabrikfertige Stationen gemäß DIN EN 62271-202 (VDE 0671-202)
zu errichten (Werte nach IAC AB 20 kA/1s).
Zu 3.1.2
Einzelheiten zur baulichen Ausführung
Türen, Abdeckungen und Belüftungsöffnungen müssen einer äußeren mechanischen
Schlagbeanspruchung mit einer Energie von 20 J entsprechend dem Schutzgrad IK10
standhalten.
Zur Vermeidung von Störungen muss die Übergabestation gegen das Eindringen von
Tieren, Fremdkörpern und Feuchtigkeit zuverlässig geschützt werden, insbesondere an
Kabeleinführungen und Türen.
Bezüglich der Belüftung der Transformatorräume ist die Berücksichtigung einer später
möglichen Erhöhung der Transformatorleistungen zu empfehlen.
Fußböden
Zwischenböden sind so auszuführen, dass sie den mechanischen Belastungen während
des Betriebes und während Baumaßnahmen (z. B. Trafotausch) ebenso standhalten, wie
den ggf. von unten auftretenden Druckbelastungen im Falle eines Störlichtbogens.
Der unbeabsichtigte Zugang vom Anlagenteil des Anschlussnehmers zu den unten offenen
Schaltfeldern der EnergieNetz Mitte ist durch bauliche Maßnahmen zu verhindern.
Zu 3.1.3
Elektrische und elektromagnetische Felder
Die Anzeige nach der Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV erfolgt
durch den jeweiligen Eigentümer der Anlagenteile, i. d. R. durch die EnergieNetz Mitte für
das Kabel und durch den Kunde für die Übergabestation und ggf. nachgeschaltete Anlagen.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2
Elektrischer Teil
Zu 3.2.1
Allgemeines
Kennwerte für die Dimensionierung der Übergabestation:


Bemessungsspannung: i. d. R. 20 kV, (LK Altenkirchen: 10 kV)
Bemessungskurzzeitstrom: Ik"=20 kA
Schutz gegen Störlichtbögen:
Schaltanlage:


IAC A FL 20 kA 1 s für Wandaufstellung
IAC A FLR 20 kA 1 s bei freier Aufstellung im Raum
Übergabestation:

IAC AB 20 kA, 1 s
Für Netzrückwirkungsbetrachtungen ist der minimale Anfangskurzschlusswechselstrom zu
verwenden.
Der elektrische Teil der Station wird grundsätzlich entsprechend den Bildern 1-7, 11-17,
21-31 ausgeführt. Im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes und gemäß DIN VDE 0101 ist
gekapselten, vollständig berührungssicheren Schaltanlagen und Transformatoren der
Vorzug zu geben.
Zu 3.2.2
Isolation
Übergabestationen sind entsprechend den höheren Werten der Tabelle 1 nach
DIN VDE 0101 zu isolieren.
Zu 3.2.3
Kurzschlussfestigkeit
Bei der Bemessung der Übergabestation ist zur Berücksichtigung zukünftiger Einspeiseanlagen von einer Kurzschlussleistung im 20-kV-Netz von Sk"=700 MVA
(Ik"=20 kA bei Un=20 kV (LK Altenkirchen: Ik"=20 kA bei Un=10 kV) auszugehen.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.4
Schutz gegen Störlichtbögen
Für die Schaltanlagen ist die IAC-Klassifizierung wie in "3.2.1 Allgemeines" angegeben
anzuwenden. Für andere Aufstellungen ist die IAC-Klassifizierung mit der EnergieNetz Mitte
abzustimmen.
Stationen in separaten Gebäuden müssen der DIN EN 62271-202 (VDE 0671-202)
entsprechen, d. h. die gesamte Station (Baukörper mit dem konkret verwendeten
elektrischen Ausbau) muss der hier beschriebenen Störlichtbogenprüfung genügen (IACKlassifizierung wie in "3.2.1 Allgemeines" angegeben).
Der Kunde bzw. der Anlagenerrichter überlässt der EnergieNetz Mitte einen Prüfbericht über
eine erfolgreich durchgeführte Störlichtbogenprüfung auf Grundlage der DIN EN 62271-200
und DIN EN 62271-202 (Kriterien 1-5) für die Zugänglichkeitsgrade A (unterwiesenes
Personal) und B (uneingeschränkter Zugang). Die Prüfung muss mindestens mit den unter
3.2.1 genannten Kurzschlussströmen durchgeführt worden sein.
Der Nachweis kann auch durch einen Analogieschluss aus durchgeführten Prüfungen
erbracht werden. Dieser ist gemeinsam vom Hersteller der Schaltanlage und dem Hersteller
des Baukörpers und ggf. dem Errichter der Station zu erstellen. Die Art des Nachweises ist
zwischen dem Kunden und dem Anlagenerrichter zu vereinbaren.
Wenn Übergabestationen in vorhandenen Gebäuden gebaut werden (siehe zu 3.1.1
Allgemeine Festlegungen) muss der Errichter die Störlichtbogensicherheit der Schaltanlage
in Verbindung mit dem Stationsraum belegen.
Die Station ist auf dem Typenschild mit der IAC-Klassifizierung zu kennzeichnen.
Zu 3.2.5
Überspannungsableiter
Die technischen Voraussetzungen für den Einbau von Überspannungsableitern (Typen nach
Angabe des Netzbetreibers) sind durch den Hersteller der Mittelspannungsschaltanlage
nachzuweisen. Dies gilt unabhängig von der derzeitigen Notwendigkeit im Hinblick auf
zukünftige Änderungen des Netzbetriebes.
Art und Umfang der einzusetzenden Überspannungsableiter werden vom Netzbetreiber
angegeben.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.6
Schaltanlagen
Zu 3.2.6.1 Schaltung und Aufbau
In den Eingangsschaltfeldern werden Lasttrennschalter verwendet. Zum Erden und
Kurzschließen werden Erdungsschalter verwendet. Bei mehr als einem Abgangsfeld auf der
Kundenseite ist ein Übergabeschaltfeld vorzusehen.
Als Übergabeschalter wird ein Leistungsschalter gefordert:


bei Kundenanlagen > 1 MVA als Summe der installierten Trafoleistung
wenn ein oder mehrere MS-Kabel aus der Übergabestation heraus gehen
Der Schutz ist hierbei auf 1 x Wandlernennstrom (max 400 A) des Stromwandlers und
Schnellzeit (< 100 ms) einzustellen.
Ausnahme: Wenn nach dem Übergabeschalter alle Abgänge (z. B. durch Leistungsschalter
oder Sicherungslasttrennschalter) abgesichert sind, kann als Übergabeschalter ein
Lasttrennschalter verwendet werden.
Das Schutzkonzept ist mit der EnergieNetz Mitte abzustimmen.
In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass die gewählte Schutzeinrichtung das
fehlerhafte Teil des Kundennetzes oder die gesamte Kundenanlage automatisch und
selektiv zu vorhandenen Schutzeinrichtungen der EnergieNetz Mitte abschaltet.
Anmerkung 1 zu den Bildern 5, 6 und 7 im Anhang:
Werden luftisolierte Messfelder mit einer gasisolierten Schaltanlage verknüpft, kann ggf. der
Erdungsschalter nach dem Messfeld entfallen, wenn eine Erdung am Messfeld möglich ist.
Anmerkung 2 zu den Bildern 5, 6 und 7 im Anhang:
Die Kombiwandler sind aufgrund Ihrer Bauart immer mit Kabeln angeschlossen.
Es ist daher unter bestimmten Voraussetzungen ausreichend, wenn das Kabel zu den
Kombiwandlern an dem Übergabeschalter mittels Erdungsschalter geerdet und
kurzgeschlossen wird und an der gegenüberliegenden Ausschaltstelle (ggf. auch außerhalb
der Übergabestation in der Kundenanlage) das Kabel zu den Kombiwandlern geerdet und
kurzgeschlossen wird.
Voraussetzung für Arbeiten an den Kombiwandlern ist in diesem Fall:


Das Kabel von einer Erdungsstelle (in der Regel am Übergabeschalter) bis zu den
Kombiwandlern muss optisch zu verfolgen sein oder
es ist eine Kabelauslese dieses Kabels von der Ausschaltstelle bis zu den
Kombiwandlern vorzunehmen.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.6.2 Ausführung
Allgemeines
An den Schaltfeldern, die im ausschließlichen Verfügungsbereich der EnergieNetz Mitte
stehen, müssen die Schalterbetätigungen abschließbar sein.
Bei Arbeiten an der Kundenanlage erfolgt die Freischaltung am Übergabeschalter des
Kunden. Bei Arbeiten am Übergabeschaltfeld ist eine Freischaltung der
Eingangsschaltfelder mit der Freigabe zur Arbeit von der EnergieNetz Mitte erforderlich.
Die Anlagen sind nach DIN EN 62271-200 (VDE 0671-200) auszuführen.
Die Anlagen, einschließlich aller zugehörigen Geräte und Hilfseinrichtungen, sind für
Umgebungstemperaturen von - 25 bis + 60 Grad Celsius, die Klasse "Luftfeuchte 95 %"
auszulegen.
Einsatz von Kurzschlussrichtungsanzeigern
1.) Einsatz in Kundenstationen (10kV und 20 kV Netz):
Lasttrennschalterfelder im Verfügungsbereich der EnergieNetz Mitte (eine Seite des
Kabeldurchgangs, und sonstige Abgänge) sowie Übergabeschaltfelder mit Lasttrennschalter
sind werksseitig mit einem Kurzschlussrichtungsanzeiger SIGMA D+ inkl. drei einphasiger
Durchführungsstromsensoren und einem teilbaren Summenstromwandler der Fa.
Horstmann auszustatten.
Eine genaue Aufstellung der jeweiligen Komponenten ist unter Punkt 3.) zu finden.
Sollte es zu einer Nachrüstung eines Kurzschlussrichtungsanzeigers in Kundenstationen
kommen, ist die Vorgehensweise mit der EnergieNetz Mitte abzustimmen.
2.) Einsatz in fernsteuerbaren Kundenstationen (10kV und 20 kV Netz):
Bei ferngesteuerten Anlagen ist ein Lasttrennschalterfeld des Kabeldurchgangs (Feld1) mit
dem Kurzschlussrichtungsanzeiger Compass B RT1 inkl. eines Spannungssensorsatzes
und 2 einphasiger Durchführungsstromsensoren (montiert auf den Phasen L1 + L3) und
einem teilbaren Summenstromwandler der Fa. Horstmann werksseitig auszustatten.
Eine genaue Aufstellung der jeweiligen Komponenten ist unter Punkt 3.) zu finden.
Alle weiteren Lasttrennschalterfelder sind werksseitig mit dem Kurzschlussrichtungsanzeiger
SIGMA D+ inkl. drei einphasiger Durchführungsstromsensoren und einem teilbaren
Summenstromwandler der Fa. Horstmann auszustatten.
Eine genaue Aufstellung der jeweiligen Komponenten ist unter Punkt 3.) zu finden.
Bei der Ausführung ist zwingend das EnergieNetz Mitte- Konzept für den Motorantrieb für
Schaltanlagen zum Zweck der Fernsteuerung zu beachten.
Sollte es zu einer Nachrüstung eines Kurzschlussrichtungsanzeigers kommen, ist die
Vorgehensweise mit der EnergieNetz Mitte abzustimmen
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Stand Februar 2015
3.) Komponentenaufstellung
Sigma D+ inkl. Zubehör:

1x Sigma D+ Ausführung: „EAM“
Artikelnr.: 37-6100-010

3x einph. Sensoren für Durchführungen
(Bei Anfragen/Bestellungen bitte angeben:
Schaltanlagenhersteller und Schaltanlagen Typ)
Artikelnr.: 49-6025-XXX

1x Sum-Sensor 180mm
Artikelnr.: 49-6023-010

1x Verbindungsleitung
(Verbindungsleitung zwischen Sigma D+
und Wega 1.2 C, L= 300mm)
Artikelnr.: 49-0509-180

1x Wega 1.2 C
(Bei Anfragen/Bestellungen bitte angeben:
Schaltanlagenhersteller und Schaltanlagen Typ
UN= 10-20 [kV], C1= [pF],
Artikelnr.: 51-1220-XXX
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Stand Februar 2015
ComPass B RT 1 inkl. Zubehör:

1x ComPass B RT1 Ausführung: „EAM“
Artikelnr.: 38-4112-020

2x einph. Sensoren für Durchführungen
(Bei Anfragen/Bestellungen bitte angeben:
Schaltanlagenhersteller und Schaltanlagen Typ)
Artikelnr.: 49-6025-XXX
(L1 +L3)

1x Sum-Sensor 180mm
Artikelnr.: 49-6023-010

1x Spannungssensorsatz
Mit 3,5m Anschlusskabel für folgende SteckerTypen: nkt CB- 24/ Tyco/Raychem RSTI-58xx/
RSTI-CC58xx
Artikelnr.: 38-9100-007

1x Wega 1.2 C
(Bei Anfragen/Bestellungen bitte angeben:
Schaltanlagenhersteller und Schaltanlagen Typ
UN= 10-20 [kV], C1= [pF],
Artikelnr.: 51-1220-XXX
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Stand Februar 2015
Luftisolierte Schaltanlagen
Es sind ausschließlich Endverschlüsse einzusetzen, die von der EnergieNetz Mitte
zugelassen sind. Die Typen der Endverschlüsse werden von der EnergieNetz Mitte auf
Anfrage genannt.
Auf Erdungsfestpunkte an der Sammelschiene kann verzichtet werden, wenn
Lasttrennschalter und Erdungsschalter nicht gegeneinander verriegelt sind. Die einzelnen
Schaltfelder sind nach Herstellervorgaben vollständig, d. h. im Sammelschienen-, Schalterund Kabelanschlussbereich durch Zwischenwände zu trennen.
Gasisolierte Schaltanlagen
Die Schaltfelder müssen folgende Bedingungen erfüllen:


Kapazitive Spannungsanzeige
Kabelanschlusstechnik:
Außenkonus nach DIN 47 636, 630 A oder 250 A in Schaltfeldern mit Sicherung oder
Innenkonus nach DIN 47 637, Größe 1, 630 A oder Größe 2, 800 A, abhängig von dem
anzuschließenden Kabelquerschnitt.

Anschlussmöglichkeit für Kabelmesstechnik bis zu einer Prüfspannung von 3x U0
Gleichspannung bzw. 0,1 Hz, bei gleichzeitig unter Spannung stehender
Sammelschiene. Eine Enterdung der Kabelanlage muss nach Anschluss der Prüftechnik
möglich sein. Prüfadapter sind beizustellen.
Benachbarte Schaltfelder sind aus Gründen der Störlichtbogensicherheit im
Kabelanschlussraum durch Stahlblech-Trennwände abzuteilen.
Es sind ausschließlich die von der EnergieNetz Mitte als Standard verwendeten Außenbzw. Innenkonus-Kabelstecker einzusetzen. Die Typen der Stecker werden von der
EnergieNetz Mitte auf Anfrage genannt. Die Erfüllung der oben genannten Bedingungen ist
nachzuweisen. Der Einbau der Stecker und Ableiter in eigenen Anlageteilen der
EnergieNetz Mitte erfolgt durch die EnergieNetz Mitte.
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Stand Februar 2015
Verriegelungen an gasisolierten Schaltanlagen:
Zwischen Schaltgeräten untereinander sowie zwischen Schaltgeräten und Abdeckhauben
eines Feldes sind mechanische Verriegelungen vorzusehen. Folgende
Verriegelungsbedingungen müssen erfüllt werden:
Kabelabgangsfeld:
Lasttrennschalter/Erdungsschalter
wechselseitige Verriegelung
Erdungsschalter/
Abdeckhaube des Kabelanschlusse
Öffnung des Kabelanschlussraumes bei
Erdungsschalter EIN, Erdungsschalter AUS für
Kabelprüfung möglich
Lasttrennschalter/
Abdeckung des Kabelanschlusses
nur bei geschlossener Abdeckung
Lasttrennschalter EIN möglich,
Lasttrennschalterantrieb über
Kulissenverriegelung gesperrt (Lasttrennschalter
– Rückwärtsverriegelung)
Trafoabgangsfeld:
Lasttrennschalter/Erdungsschalter
wechselseitige Verriegelung
Erdungsschalter/
Abdeckhaube des Kabelanschlusses
und Sicherungsköcher-Abdeckhaube
Öffnung des Kabelanschlussraumes und der
Sicherungsköcher-Abdeckhaube nur bei
Erdungsschalter EIN, Erdungsschalter AUS nur
bei geschlossenen Abdeckhauben.
Lasttrennschalter/
Abdeckhaube des Kabelanschlusses
und Sicherungsköcher-Abdeckhaube
Öffnung des Kabelanschlussraumes und der
Sicherungsköcher-Abdeckhaube nur bei
Erdungsschalter EIN oder nur bei geschlossener
Abdeckung Lasttrennschalter EIN möglich,
Lasttrennschalterantrieb über
Kulissenverriegelung gesperrt (Lasttrennschalter
– Rückwärtsverriegelung)
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Stand Februar 2015
Abgangsfeld mit Leistungsschalter
1. Feldausführung: Leistungsschalter – Dreistellungsschalter
Leistungsschalter (LS)/
Dreistellungsschalter
Keine Verriegelung des LS, bei LS EIN
Lasttrennschalter sowie Erder EINund AUS nicht
möglich.
Dreistellungsschalter/
Abdeckhaube des Kabelanschlusses
Öffnen des Kabelanschlussraumes nur bei
Erdungsschalter EIN, Erdungsschalter AUS für
Kabelprüfungen möglich. Nur bei geschlossener
Abdeckung Lasttrennschalter EIN möglich.
2. Feldausführung: Trennschalter – Leistungsschalter – Erdungsschalter
Trennschalter/Leistungsschalter (LS)/
Erdungsschalter
Trennschalter EIN nur bei LS und
Erdungsschalter AUS, Trennschalter AUS nur bei
LS und Erdungsschalter AUS; LS EIN bei Trennund Erdungsschalter AUS oder bei Trennschalter
EIN und Erdungsschalter AUS, LS AUS bei
Trenn- und Erdungsschalter AUS oder
Trennschalter EIN und Erdungsschalter AUS.
Erdungsschalter EIN nur bei Trennschalter und
LS AUS, Erdungsschalter AUS nur bei
Trennschalter und LS AUS.
Erdungsschalter/
Abdeckung des Kabelanschlusses
Öffnen des Kabelanschlussraumes nur bei
Erdungsschalter EIN, Erdungsschalte AUS für
Kabelprüfung möglich.
Trennschalter/
Abdeckung des Kabelanschlusses
Nur bei geschlossener Abdeckung Trennschalter EIN möglich.
3. Feldausführung: mit Leistungstrennschalter
Verriegelungen wie bei "Kabelabgangsfeld" beschrieben.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.6.3 Kennzeichnung und Beschriftung
Die Bezeichnung der Eingangsschaltfelder, Leitungsname und ggf. -nummer wird von der
EnergieNetz Mitte festgelegt und ausgeführt.
Die Einstecköffnungen für den Betätigungshebel des Erdungsschalters sind mit einem roten
Ring zu versehen.
Die Teile des Blindschaltbildes auf der Schaltanlagenfront zwischen Sammelschiene und
Erdungszeichen sind ebenfalls rot darzustellen.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.7
Betriebsmittel
Zu 3.2.7.1 Schaltgeräte
Die in den Eingangsschaltfeldern und Übergabeschaltfeldern einzusetzenden Schaltgeräte
(ggf. mit Schutz) sind mit dem Netzbetreiber abzustimmen.
In bestimmten Netzsituationen, wie zum Beispiel isoliertes Kabelnetz, schlecht einsehbare
Kabellage oder längere Kabelwege kann der Einsatz von Vollbereichssicherungen sinnvoll
sein.
Die technischen Daten der Schaltgeräte müssen den folgenden Anforderungen genügen:




Nennspannung 24 kV
Bemessungs-Blitzstoßspannung 125 kV
Mehrzwecklasttrennschalter nach DIN EN 60265-1 VDE 0670, Teil 301
o Nennstrom für Schalter ohne Sicherungen mindestens 400 A
o Nennstrom für Schalter mit Sicherungen mindestens 200 A, die Kombination
Sicherung - Lasttrennschalter muss DIN EN 62271-105 VDE 0671-105
entsprechen.
Kurzschlussleistung: siehe 3.2.1 Allgemeines
Mehrzwecklasttrennschalter ohne Sicherungen und Übergabeschalter sind mit
Sprungantrieb in EIN- und AUS-Schaltrichtung und Erdungsschalter mit KurzschlussEinschaltvermögen auszurüsten.
Schalter mit Sicherungen sollten vorzugsweise mit je einem Erdungsschalter vor und nach
der Sicherung ausgestattet sein, damit keine Werkzeuge zum Sicherungswechsel nötig
sind.
Bei luftisolierten Anlagen ist das Feststellen der Spannungsfreiheit am schalterseitigen
Kontakt der HH-Sicherung in der Regel aus Platzgründen nicht möglich. Der Wechsel der
HH-Sicherung kann nur ohne Sicherungszange erfolgen, wenn beidseitig der Sicherung ein
Erdungsschalter vorhanden ist oder die folgenden Bedingungen eingehalten werden und der
EnergieNetz Mitte in der Planungsphase durch geeignete Unterlagen glaubhaft darzulegen.
Nach dem EIN-Schalten des transformatorseitigen Erdungsschalters kann durch
Sichtkontrolle der zugehörigen Schalterstellungsanzeige und aller Schalterpole bei
geschlossener Schaltfeldtür (Sichtfenster vorhanden) sichergestellt werden, dass der
Erdungsschalter seine EIN-Endstellung erreicht hat.
Vor dem Einlegen der Einschubplatte kann durch Sichtkontrolle der
Schalterstellungsanzeige des Lasttrennschalters und aller Schalterpole bei geschlossener
Schaltfeldtür (Sichtfenster vorhanden) sichergestellt werden, dass der Schalter seine AUSEndstellung erreicht hat.
Durch eine dreipolige Freiauslösung für die Schlagstiftbetätigung der Sicherung ist eine
allpolige Ausschaltung beim Ansprechen einer Sicherung zu gewährleisten.
Die Schaltgeräte in den Eingangsschaltfeldern und gegebenenfalls im Übergabeschaltfeld
müssen vor Ort zu betätigen sein. Eine Abstimmung über eine eventuelle Fernsteuerung
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Stand Februar 2015
dieser Felder muss rechtzeitig mit der EnergieNetz Mitte herbeigeführt werden und an das
Konzept der EnergieNetz Mitte angepasst werden. Ist eine Fernsteuerung vorhanden, so ist
diese zum Schutz des Personales durch eine entsprechende Beschriftung an der
Eingangstür anzuzeigen.
Für die Nachrüstung einer Fernsteuerung muss die Möglichkeit bestehen, einen
Motorantrieb nachzurüsten.
Zu 3.2.7.3 Transformatoren
Die EnergieNetz Mitte empfiehlt den Anschluss mit Einleiterkabeln und berührungssicheren
Anschlüssen. Eine Übersetzung von 20 kV (LK Altenkirchen: 10 kV) auf 0,4 kV, eine
Kurzschlussspannung von uK = 4 % und ein Einstellbereich des Übersetzungsverhältnisses
von ± 4 % sind bei der EnergieNetz Mitte üblich.
Transformatoren mit Askarel (Clophen) als Kühlmittel dürfen gemäß
Gefahrstoffverordnung bei mehr als 50 ppm PCB seit dem 01.01.2000 in Deutschland
nicht mehr betrieben werden.
Zu 3.2.8
Sternpunktbehandlung
Das Versorgungsnetz der EnergieNetz Mitte verfügt über verschiedene Arten der
Sternpunkterdung:



Resonanzsternpunkterdung (Petersen-Spule),
niederohmige Sternpunkterdung (NOSPE) und
kurzzeitge niederohmige Sternpunkterdung (KNOSPE).
Die im betroffenen Netzbereich vorkommende Erdungsart ist beim Netzbetreiber zu
erfragen.
In Netzen mit Resonanzsternpunkterdung kommt es im Erdschlussfall zu einer bis zu √3fach erhöhten Leiter-Erdspannung. Dies ist bei der Auswahl der Betriebsmittel zu
berücksichtigen.
Für den Betrieb in Netzen mit niederohmiger und kurzzeitig niederohmiger
Sternpunkterdung ist der bauseitige Einbau von Kurzschlussrichtungsanzeigern erforderlich.
Fabrikat und Typ sowie die Einbauorte der Kurzschlussrichtungsanzeiger sind mit der
EnergieNetz Mitte abzustimmen.
Zu 3.2.9.1 Fernsteuerung
Ein Konzept für Fernsteuerung mit Motorantrieb ist bei der EnergieNetz Mitte zu erfragen. Ist
eine Fernsteuerung vorhanden, so ist diese zum Schutz des Personales durch eine
entsprechende Beschriftung an der Eingangstür anzuzeigen.
Zu 3.2.9.2 Hilfsenergieversorgung
Der Betrieb ohne funktionstüchtige, netzunabhängige Hilfsenergieversorgung ist unzulässig.
Ein Ausfall der netzunabhängigen Hilfsenergie für die Schutz- und Schaltgeräte muss
automatisch zur Abschaltung der Kundenanlage führen, da sonst bei Fehlern im Netz des
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Stand Februar 2015
Netzbetreibers oder im kundeneigenen Netz keine Auslösung der Schutzeinrichtungen und
somit auch nicht die notwendige Abschaltung erfolgen kann.
Zu 3.2.9.3 Schutzeinrichtungen
HH-Sicherungen
Bei Sicherungslastrennschaltern mit Freiauslösung müssen Hochleistungs-Sicherungen mit
Schlagstift verwendet werden.
Transformatoren, die mit Schutzrelais ausgerüstet sind, müssen hinter einem
Leistungsschalter angeschlossen werden, damit im Falle eines Transformatorfehlers eine
zuverlässige Abschaltung sichergestellt ist.
Um die Selektivität des EnergieNetz Mitte-Netzschutzes nicht zu gefährden, sind HHSicherungen nur bis zu einer Größe von 63 A (20 kV) bzw. 100 A (10 kV) pro Übergabestelle bzw. Trafoabgang zulässig. In Abhängigkeit von der Netzsituation und nach
schutztechnischer Prüfung durch die EnergieNetz Mitte sind ggf. größere HH-Sicherungen
möglich.
Einspeise- und Übergabeschaltfelder
Schutzeinrichtungen und die dazugehörigen Prüfklemmenleisten und/oder Prüfsteckdosen
müssen wartungsfreundlich montiert werden. Die Prüfklemmenleisten sind als
längstrennbare lösbare Verbindungen (Schraubklemmen) auszuführen. Schaltung,
Verdrahtung und Festlegung der Sekundärleitungen sowie der Aufbau der Klemmenleisten
an den
Einspeise-, Übergabe- und/oder Abgangsleistungsschaltern sind rechtzeitig vor der
Inbetriebnahme mit dem Netzbetreiber abzustimmen.
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Stand Februar 2015
Zu 3.2.10
Erdungsanlage
Die Erdungsanlage ist nach VDE 0101-2 auszulegen und zu errichten. Die
Ausführungsbeschreibung der Erdungsanlage stellt die Minimalanforderung dar.
Um jede Station ist ein Steuererder im Abstand von ca. 1 m um den Baukörper zu legen. Es
wird empfohlen als Material verzinktes Bandeisen (30 mm x 3,5 mm) oder verzinntes
Kupferseil (95 mm²) zu verwenden. Die maximale Eingrabtiefe dieses Oberflächenerders
beträgt 0,5 m.
Zusätzlich sind Zweistrahlerder (in Böden mit hohem spez. Erdwiderstand auch Drei- oder
Vierstrahlerder) zu legen. Die Bandlänge eines Strahles richtet sich nach den örtlichen
Gegebenheiten und sollte 25 m nicht unterschreiten. Der Winkel zwischen zwei
benachbarten Strahlen soll 60 Grad nicht unterschreiten, da kleinere Winkel wegen der
gegenseitigen Beeinflussung keine wesentliche Verringerung des Ausbreitungswiderstandes
bringen.
Alle zum Betriebsstromkreis gehörenden Metallteile, wie z.B. Trafokessel, Schaltanlage,
NSHV sind zu erden. Es wird ein Querschnitt von 50 mm² Kupfer empfohlen.
Alle nicht zum Betriebsstromkreis gehörenden metallischen Teile (z. B. Türen,
Lüftungsgitter, Ölwanne, Schirmbleche etc.) sind zu erden. Es wird ein Querschnitt von 16
mm² Kupfer empfohlen.
Die Niederspannungsbetriebserde ist mit der Mittelspannungsschutzerde
zusammenzuschließen.
Die einzuhaltende Impedanz der Station (RE) ist abhängig von der Sternpunktbehandlung
und muss vor dem Zusammenschluss mit dem Mittelspannungsnetz ermittelt werden.


RE im Bereich niederohmiger Sternpunkterdung: 5 Ω
RE im Bereich der Resonanzsternpunkterdung: 10 Ω
Das Messprotokoll ist rechtzeitig vor Inbetriebnahme dem Netzbetreiber vorzulegen. Für die
Messung wird die 3-Pol-Messung empfohlen.
Grundsätzlich wird durch den Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme der Station eine
Messung der Gesamterdungsimpedanz durchgeführt. Sollte die Gesamterdungsimpedanz
nicht eingehalten werden, so ist eine individuelle Betrachtung durch den Netzbetreiber
notwendig. Im Zweifelsfall muss die Erdungsanlage durch den Anlagenbetreiber verbessert
werden.
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Stand Februar 2015
Zu 3.3.2
Zubehör
Je nach Ausführung der Schaltanlage ist ggf. eine Sicherungszange notwendig.
Anzeigegeräte für die kapazitiven Anzeigesysteme bzw. für die Schaltanlage zugelassene
Spannungsprüfer müssen in der Station vorhanden sein oder vom Betriebspersonal
mitgeführt werden.
Als Zubehör für SF6-isolierte Anlagen muss weiterhin vorhanden sein:

Adapter für den Anschluss von Kabelmesswagen und Phasenbestimmungsgerät
entsprechend der in Punkt 3.2.6.2 genannten Anschlussbedingungen sind der
Schaltanlage beizufügen, wenn der Anschluss nicht über die von der EnergieNetz Mitte
standardmäßig verwendeten Außenkonusstecker und dem bei der EnergieNetz Mitte
vorhandenen Zubehör möglich ist.
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Stand Februar 2015
Zu 4
Abrechnungsmessung
Zu 4.1
Allgemeines
In Stationen mit nur einem Mittelspannungs-Transformatorabgang im Kundenteil und einer
maximalen Transformatornennleistung von 630 kVA ist der Einbau einer
niederspannungsseitigen Messung möglich.
Sind mehrere Mittelspannungsabgänge in dem Kundenteil der Schaltanlage vorhanden oder
ist die Transformatornennleistung höher als 630 kVA oder weicht die Nennspannung der
Niederspannungsanlage von dem Wert 3 x 230/400 V ab, so ist eine mittelspannungsseitige
Messung erforderlich.
Sofern in absehbarer Zeit eine Leistungserhöhung über 630 kVA vorgenommen werden soll,
ist die Messung mittelspannungsseitig aufzubauen.
Zu 4.2
Wandler
Der Anschluss der Wandler erfolgt nach den Anschlussbildern 28-30 im Anhang dieses
Dokuments. Zum Anschluss der Wandler stellt die EnergieNetz Mitte ein spezielles
Messfeldkabel vom Typ (N)YCY 7 x 2,5 RE/2,5 mm² zur Verfügung. Dieses Kabel ist bis zu
einer Entfernung von 25 m zwischen Wandler und Messfeldschrank geeignet. Entfernungen
darüber hinaus sind zu vermeiden.
Bei mittelspannungsseitiger Messung ist auf Kundenwunsch die Bereitstellung von
Sekundärklemmen der Strom- und Spannungsmesswandler möglich, sofern dies vor Ort
technisch machbar ist und eine entsprechende "Vereinbarung zur Bereitstellung von
Wandlerkernen zu Messzwecken" mit der EnergieNetz Mitte abgeschlossen wurde.
Einzelheiten hierzu sind rechtzeitig mit der EnergieNetz Mitte abzustimmen.
Zu 4.3
Spannungsebene der Messung
Niederspannungsseitige Messung
Die Stromwandler sind vorzugsweise direkt in der Niederspannungsverteilung der Station
einzubauen. Die Verdrahtung der Wandler ist nach Bild 28 im Anhang vorzunehmen. Nach
dem sekundärseitigen Anschluss wird der Bereich der Stromwandler inkl. der
Spannungspfadabsicherung von der EnergieNetz Mitte verplombt.
Bis zu einem primärseitigen Nennstrom von 250 A besteht weiterhin die Möglichkeit die
Stromwandler in einem separaten, kostenpflichtigen von der EnergieNetz Mitte
bereitgestellten Wandlerschrank einzubauen (Bild 27 im Anhang).
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Stand Februar 2015
Mittelspannungsseitige Messung
Die mittelspannungsseitige Messung erfolgt grundsätzlich mit einzelnen Spannungs- und
Stromwandlern in Gießharzausführung (feststoffisoliert). Die mittelspannungsseitige
Messung kann ebenfalls über metallgekapselte Kombiwandler erfolgen. Diese sind baulich
auf einem von der EnergieNetz Mitte bzw. dem Errichter der Anlage bereitgestelltes
Tragegestell zu montieren.
Beim Einsatz von Kombiwandlern wird ein zusätzliches Entgelt gem. unserer Anlage zum
aktuellen Preisblatt "Netzentgelte Strom" erhoben.
Die Verdrahtungen der Wandler sind nach Bild 29 bzw. Bild 30 im Anhang vorzunehmen.
Zu 4.5
Datenfernübertragung
Die EnergieNetz Mitte in der Rolle als grundzuständiger
Messstellenbetreiber/Messdienstleister liest die Lastgangdaten der Abrechnungsmessungen
täglich mittels Zählerstandsfernabfrage (ZFA) ab. Der Anschlussnehmer hat nach den
Regelungen im Netzanschlussvertrag dauerhaft und kostenfrei einen durchwahlfähigen
analogen Telekommunikations-Endgeräteanschluss und bei Bedarf einen
Hilfsspannungsanschluss in unmittelbarer Nähe des Messfeldes bereit zu stellen. Bei
fehlendem oder nicht termingerecht verfügbarem Telekommunikationsanschluss legt die
EnergieNetz Mitte das Verfahren zur
Ab-/Auslesung auf GSM-Technik fest (erhöhter Verrechnungspreis gem. aktuellem
Preisblatt "Netzentgelte Strom"). Ist keine der vorgenannten Auslesemöglichkeiten technisch
realisierbar, erfolgt eine monatliche manuelle Ablesung vor Ort. Die damit verbundenen
Mehrkosten werden dem Anschlussnehmer monatlich in Rechnung gestellt.
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Stand Februar 2015
Zu 5
Betrieb
Zu 5.3
Verfügungsbereich/Bedienung
Schalthandlungen an Schaltfeldern, die sich im ausschließlichen Verfügungsbereich von
EnergieNetz Mitte (Eingangsfelder) befinden, dürfen nur durch EnergieNetz Mitte-Personal
ausgeführt werden. Schalthandlungen, die durch EnergieNetz Mitte-Personal auf Wunsch
des Kunden bzw. aufgrund eines Betriebsführungsvertrages am Anlagenteil des Kunden
vorgenommen werden, sind durch die Dienstanweisung Netzbetrieb Strom von EnergieNetz
Mitte in der jeweils gültigen Fassung geregelt.
Schalthandlungen innerhalb des Verfügungsbereiches des Kunden werden vorher mit
EnergieNetz Mitte abgesprochen, sofern diese Auswirkungen auf das Mittelspannungsnetz
von EnergieNetz Mitte haben (z. B. bei Zustandekommen von Durchleitungen oder deren
Unterbrechung).
Zu 5.4
Instandhaltung
Der Turnus zur Überprüfung der Netz-Schutzeinrichtungen darf 5 Jahre nicht überschreiten.
Zu 5.5
Betrieb bei Störungen
Der Anlagenverantwortliche informiert den Netzbetreiber unverzüglich über bekannt
gewordene besondere Ereignisse, soweit diese von Belang für den Netzbetreiber sind (zum
Beispiel: Kabelfehler, Sicherungsauslösung …).
Zu 5.6
Blindleistungskompensation
Bei der Auslegung und Abstimmung von Kompensationsanlagen ist zu beachten, dass
EnergieNetz Mitte Tonfrequenz-Rundsteueranlagen betreibt. D. h., die in Punkt 2.4.7
genannten Maßnahmen zur Berücksichtigung von Rundsteueranlagen sind zu beachten.
Von dem Anlagenhersteller ist in Zusammenarbeit mit EnergieNetz Mitte zu prüfen, ob eine
Verdrosselung der Kompensationsanlage erforderlich ist.
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Stand Februar 2015
Anhang: Übersichtsschaltpläne
(Regelbauweise mit Standardeigentumsgrenzen, Messwandler und Messung im
EnergieNetz Mitte -Eigentum)
Bild 1: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitung
max. 630 kVA
Nennspannung 400 / 230 V
(1)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder und Überspannungsableiter
(2)
Sicherungslasttrennschalter
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Stand Februar 2015
Bild 2: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitungen
max. 630 kVA
Nennspannung 400 / 230 V
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter
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Stand Februar 2015
Bild 3: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit einem Transformator
Messung
Kunde
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitung
(1)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder und Überspannungsableiter
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Messwandler gemäß Punkt 4.3 Mittelspannungsseitige Messung
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Stand Februar 2015
Bild 4: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung ohne Übergabeschalter mit einem Transformator
EnergieNetz Mitte
Kunde
Messung
EnergieNetz MitteLeitungen
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Messwandler gemäß Punkt 4.3 Mittelspannungsseitige Messung
34/55
Stand Februar 2015
Bild 5: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als Übergabeschalter mit
mehreren Transformatoren
Kunde
EnergieNetz Mitte
Messung
EnergieNetz MitteLeitung
Übergabe
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter oder Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Messwandler gemäß Punkt 4.3 Mittelspannungsseitige Messung
(4)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder
Auf den Erder nach den Messwandlern kann verzichtet werden, wenn die Anforderungen
nach DIN VDE 0105-100 oder VDE 0105-100, Punkt 6.2.4 auf andere Weise sichergestellt
sind.
Siehe 3.2.6.1 Schaltung und Aufbau.
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Stand Februar 2015
Bild 6: Kundenstation mit SF6 - isolierter Lastschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Lasttrennschalter als Übergabeschalter mit
mehreren Transformatoren
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitungen
Kunde
Übergabe
Messung
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder (falls im Übergabefeld wegen
Bemessungsstrom erforderlich, dann Leistungsschalter)
(2)
Sicherungslasttrennschalter oder Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Messwandler gemäß Punkt 4.3 Mittelspannungsseitige Messung
(4)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder
Auf den Erder nach den Messwandlern kann verzichtet werden, wenn die Anforderungen
nach DIN VDE 0105-100 oder VDE 0105-100, Punkt 6.2.4 auf andere Weise sichergestellt
sind.
Siehe 3.2.6.1 Schaltung und Aufbau.
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Stand Februar 2015
Bild 7: Kundenstation mit SF6 - isolierter Last-/Leistungsschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Leistungsschalter als Übergabeschalter mit
Transformatoren- und Kunden- Leitungsabgängen
EnergieNetz Mitte
Kunde
EnergieNetz MitteLeitungen
Messung
KundenLeitung
Übergabe
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Trennschalter oder Lasttrennschalter (verriegelt)
(4)
Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung auch mit (3) kombinierbar
(5)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder
(6)
Messwandler gemäß Punkt 4.3 Mittelspannungsseitige Messung
(7)
Einschaltfester Erder
Auf den Erder nach den Messwandlern kann verzichtet werden, wenn die Anforderungen
nach DIN VDE 0105-100 oder VDE 0105-100, Punkt 6.2.4 auf andere Weise sichergestellt
sind.
Siehe 3.2.6.1 Schaltung und Aufbau.
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Stand Februar 2015
Bild 11: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitung
max. 630 kVA
Nennspannung 400 / 230 V
(1)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder und Überspannungsableiter
(2)
Sicherungslasttrennschalter
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Stand Februar 2015
Bild 12: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit
niederspannungsseitiger Messung mit einem Transformator
EnergieNetz
EnergieNetzMitte
Mitte
EnergieNetz MitteLeitungen
max. 630 kVA
Nennspannung 400 / 230 V
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter
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Stand Februar 2015
Bild 13: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit mittelspannungsseitiger
Messung ohne Übergabeschalter mit einem Transformator
Messung
Kunde
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitung
(1)
Eingangsfeld mit einschaltfestem Erder und Überspannungsableiter
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
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Stand Februar 2015
Bild 14: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit mittelspannungsseitiger
Messung ohne Übergabeschalter mit einem Transformator
EnergieNetz Mitte
Messung
EnergieNetz MitteLeitungen
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
Hinweis für den Kunden
Diese Messfeldanordnung ist nur zu empfehlen, wenn auf Dauer nur ein Transformator
benötigt wird. Bei einigen Herstellern kann das Messfeld nicht so umgebaut werden, dass es
in einer Anlage gemäß Bild 16 verwendbar ist. Der Anbau eines 2. Messfeldes dieser Art ist
zu vermeiden.
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Stand Februar 2015
Bild 15: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit mittelspannungsseitiger
Messung mit Lasttrennschalter als Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren
Messung
Kunde
EnergieNetz Mitte
EnergieNetz MitteLeitung
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
42/55
Stand Februar 2015
Bild 16: Kundenstation mit luftisolierter Lastschaltanlage mit mittelspannungsseitiger
Messung mit Lasttrennschalter als Übergabeschalter mit mehreren Transformatoren
EnergieNetz Mitte
Kunde
Übergabe/ Messung
EnergieNetz MitteLeitungen
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder (Falls im Übergabefeld wegen
Bemessungsstrom erforderlich, dann Leistungsschalter ohne Schutzeinrichtung)
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
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Stand Februar 2015
Bild 17: Kundenstation mit luftisolierter Last-/Leistungsschaltanlage mit
mittelspannungsseitiger Messung mit Leistungsschalter als Übergabeschalter mit
Transformatoren- und Kunden- Leitungsabgängen
EnergieNetz Mitte
Übergabe/ Messung
EnergieNetz MitteLeitungen
Kunden-Leitung
(1)
Lasttrennschalter mit einschaltfestem Erder
(2)
Sicherungslasttrennschalter od. Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung
(3)
Trennschalter oder Lasttrennschalter (verriegelt)
(4)
Leistungsschalter mit Schutzeinrichtung auch mit (3) kombinierbar
(5)
einschaltfester Erder
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Stand Februar 2015
Angaben zur nieder- und mittelspannungsseitigen Messung
Bild 21: 24-kV metallgekapselte Kombiwandler
Kombiwandler verfügbar in den folgenden Varianten:




50-100//5/5 A, 2 Kerne je 10 VA, Kl.0,2 s FS5
20.000 V/√3 / 100 V/√3 / 100 V/√3, 2 Wicklungen je 15 VA, Kl. 0,2
300-600//5/5 A, 2 Kerne je 10 VA, Kl.0,2 s FS5
20.000 V/√3 / 100 V√3 / 100 V/√3, 2 Wicklungen je 15 VA, Kl. 0,2
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Stand Februar 2015
Bild 22: Tragegestell für metallgekapselte Kombiwandler in begehbarer Station
(aus Gründen der Störlichtbogensicherheit ist dieses Tragegestell im Störlichtbogenkonzept
des Errichters zu berücksichtigen)
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Stand Februar 2015
Bild 23: 24-kV Stromwandler in Gießharzausführung
Ausführung nach DIN 42600 Teil 8 (schmale Bauform)
Stützer-Stromwandler in Gießharzausführung verfügbar in den folgenden Varianten:


50-100//5/5 A, 2 Kerne je 10VA, Kl.0,2 s FS5
300-600//5/5 A, 2 Kerne je 10VA, Kl.0,2 s FS5
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Stand Februar 2015
Bild 24: 24-kV Spannungswandler in Gießharzausführung
Spannungswandler einpolig isoliert in Gießharzausführung:
20.000 V/√3 / 100 V/√3 15 VA, Kl. 0,2.
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Stand Februar 2015
Messfeldschränke
Bild 25: Zählerschrank (Größe 2)
Zählerschrank (Gr. 2) inkl. Zählerwechseltafel für 2 Zähler in Dreipunktbefestigung:

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Linker Platz: Hauptzählung
Rechter Platz: Reservefeld (Kotrollzählung), Kommunikations- / Steuereinrichtung
Anwendungsbereich: Standartschrank
Tiefe 225
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Stand Februar 2015
Bild 26: Zählerschrank (Größe 1)
Zählerschrank (Gr. 1) inkl. Zählerwechseltafel für 1 Zähler und 1 Zusatzgerät
(Kommunikations-/Steuereinrichtung) in Dreipunktbefestigung:
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Linker Platz: Hauptzählung
Rechter Platz: Kommunikations-/Steuereinrichtung
Anwendungsbereich: Kabelverteilerschrank, Trafo-Station
Tiefe 225
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Stand Februar 2015
Bild 27: Wandlerschrank, zur Aufnahme von drei Niederspannungs-AufsteckStromwandlern
Hinweise:
Max. primärseitiger Nennstrom: 250 A
Primärseitiger Anschluss: 16 mm² - 120 mm²
Schutzklasse: IP54
Ausführung: 5 - polig
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Stand Februar 2015
Niederspannungsseitige Messung (halbindirekt)
Bild 28: Wandleranschluss "niederspannungsseitige Messung"
Die Sekundärleitungen der Stromwandler, sowie die Leitungen der Spannungspfade sind
ohne Unterbrechung vom Wandler bzw. dem Sicherungselement bis in den Schrank zu
legen.
An beiden Enden müssen ca. 1,5 m zum Anschluss der Kabel verbleiben.
Die Kabel sind einzuführen und abzumanteln.
Das 3-polige Sicherungselement (NEOZED DO1, komplett mit 10 A Sicherungen) ist in
unmittelbarer Nähe der Wandler in der Niederspannungsverteilung in einem plombierbaren
Gehäuse bzw. Abdeckung einzubauen, sodass ein gefahrloses Bedienen und Auswechseln
der Sicherungen möglich ist.
Neben dem Sicherungselement sind jeweils eine PHOENIX-Klemme USLKG 10 (grün-gelb)
und UK 10 (blau) vorzusehen.
Das Sicherungselement und die PHOENIX-Klemmen sind eingangsseitig nach VDE zu
verdrahten.
Die Wandler und das Sicherungselement sind im rechten Drehfeld anzuschließen.
Der Anschluss der Sekundärleitungen erfolgt grundsätzlich durch das Fachpersonal der
jeweiligen EnergieNetz Mitte-Organisationseinheit. Nach Absprache kann der Anschluss der
Sekundärleitungen auch durch den Errichter der Schaltanlage vorgenommen werden,
folglich ist dieser für die ordnungsgemäße Verdrahtung verantwortlich.
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Stand Februar 2015
Mittelspannungsseitige Messung (indirekt)
Bild 29: Anschlussschema "mittelspannungsseitige Messung" mit einzelnen
gießharzisolierten Strom- und Spannungswandlern
Die Sekundärleitungen der Strom- und Spannungswandler bzw. Kombiwandler sind ohne
Unterbrechung vom Wandler bzw. dem Sicherungselement bis in den Messfeldschrank zu
legen.
An beiden Enden müssen ca. 1,5 m zum Anschluss der Kabel verbleiben.
Die Kabel sind einzuführen und abzumanteln.
Das 3-polige Sicherungselement (NEOZED DO1, komplett mit 6 A Sicherungen) ist in
unmittelbarer Nähe der Wandler an der Messzelle der Schaltanlage in einem plombierbaren
Gehäuse einzubauen, sodass ein gefahrloses Bedienen und Auswechseln der Sicherungen
möglich ist.
Neben dem Sicherungselement sind jeweils eine PHOENIX-Klemme USLKG 10 (grün-gelb)
und UK 10 (blau) vorzusehen.
Das Sicherungselement und die PHÖNIX-Klemmen sind eingangsseitig nach VDE zu
verdrahten. Die Abschirmungen der Sekundärleitungen sind nur an der Prüfklemme im
Messfeldschrank aufzulegen. Die Wandler und das Sicherungselement sind im rechten
Drehfeld anzuschließen. Der Anschluss der Sekundärleitungen erfolgt grundsätzlich durch
das Fachpersonal der jeweiligen EnergieNetz Mitte -Organisationseinheit. Nach Absprache
kann der Anschluss der Sekundärleitungen auch durch den Errichter der Schaltanlage
vorgenommen werden, folglich ist dieser für die ordnungsgemäße Verdrahtung
verantwortlich. Der ungenutzte 2. Kern der Stromwandler ist direkt an den
Anschlussklemmen kurzzuschließen.
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Stand Februar 2015
Bild 30: Anschlussschema "mittelspannungsseitige Messung" mit metallgekapselten
Kombiwandlern
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Stand Februar 2015
Bild 31: Merkblatt, Anschluss von ZFA-Anlagen
Anschlussmöglichkeiten der Zählerstandsfernabfrage (ZFA)
Hinweise:
Bei der Installation/Verlegung des Telefonkabels ist darauf zu achten, dass am
Messfeldschrank mind. 1 m Reserveleitung vorhanden ist. Die Anschlussdose ist zunächst
provisorisch anzuschließen und zu prüfen. Die Anschlussdose wird vom Fachpersonal der
jeweiligen EnergieNetz Mitte - Organisationseinheit in den Messfeldschrank eingebaut.
Bei einer Änderung der Telefonnummer ist im Vorfeld die jeweilige EnergieNetz Mitte Organisationseinheit frühzeitig zu benachrichtigen, sodass es zu keinerlei
Beeinträchtigungen während der Zählerstandsfernabfrage der Lastgangdaten kommen
kann.
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Stand Februar 2015
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