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Presse-Information
5. November 2015
KTBL-LfL-Fachgespräch „Tierortung im Stall“
Damit Tiere zielsicher im Stall lokalisiert werden können, werden vor allem in der
Milchviehhaltung immer häufiger Tierortungssysteme installiert. Darüber hinaus lassen Ortungssysteme Rückschlüsse über den Gesundheitsstatus und die Brunst der
Tiere zu. Vor allem durch die Kopplung von zwei oder mehreren Sensoren kann der
Aussagewert der Daten enorm gesteigert werden. Mit den so gewonnenen Daten
kann das Tierwohl gefördert werden. Durch das frühzeitige Auffinden von auffälligen
oder kranken Tieren sowie durch die genaue Einhaltung des geeigneten Besamungszeitpunktes spart der Landwirt Zeit und letztendlich auch Geld.
Anfang Oktober fand in Poing-Grub ein Fachgespräch zum Thema „Tierortung im
Stall“ statt. Auf Einladung des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
tauschten sich über 40 geladene Wissenschaftler, Hersteller und Praktiker über Erfahrungen und Potenziale dieser Technologie aus.
Auf den Betrieben sind schon jetzt positive Effekte auf das Tierwohl, die Arbeitswirtschaft und das Management festzustellen und für die Zukunft verstärkt zu erwarten.
Die Milchviehhalter Johannes Mack aus Leutkirch-Ausnang und Martin Steinmann
aus Bottrop stellten die auf ihren Betrieben installierten Tierortungssysteme vor und
berichteten über ihre Erfahrungen. Beide Betriebsleiter äußerten sich überzeugt von
der Technik und die sich daraus für das Management ergebenden Möglichkeiten.
Die Teilnehmer waren sich einig darüber, dass mit der Technik zukünftig wesentliche
Impulse für die Tierhaltung zu erwarten sind. Der Wissenschaft kann die Technik, in
Verbindung mit weiteren Sensoren, beispielsweise bei der Erforschung des Tierverhaltens, neue Methoden bieten.
Die Ortung von Tieren im Stall unterscheidet sich grundsätzlich von der Ortung im
offenen Gelände, wie sie z.B. bei Fahrzeugen und Telefonen Standard ist. Das liegt
u.a. an der Abschirmung der Satellitensignale durch die Gebäudehülle.
Verbesserungspotenzial besteht u.a. im Informationsgehalt der Positionsdaten, da
häufig zwar der Aufenthaltsort aber nicht das tatsächliche Verhalten der Tiere erfasst
wird. Zudem sind die Daten für viele Einsatzzwecke noch zu ungenau, dies gilt insbesondere für die Verwendung in der Wissenschaft. Investitionswilligen Landwirten
steht derzeit noch keine Entscheidungshilfe zur Verfügung, da die am Markt verfügbaren Systeme von keiner neutralen Einrichtung zertifiziert wurden. Zudem müssen
die Systeme im Stall kalibriert, d.h. so angebracht, eingestellt und gewartet werden,
dass die Aufenthaltsorte der Tiere vollständig erfasst werden und die Bestandteile der
Anlage einwandfrei miteinander kommunizieren können.
Das Ergebnis des Fachgespräches stimmt optimistisch: Die Technik sollte weitere
Fortschritte machen, so dass z.B. der Einsatz auch bei Schweinen möglich sein wird.
Sich selbst kalibrierende Systeme und hybride Systeme, die unterschiedliche Übertragungstechniken miteinander kombinieren, können den Einsatz weiter erleichtern
und zusätzliche Informationen liefern. An die Hersteller der Systeme wurde appelliert,
den Datenaustausch zwischen den unterschiedlichen Systemen weiter zu verbessern.
Ansprechpartnerin im KTBL:
Katharina Claudi
Tel.: 06151 7001-242
E-Mail: k.claudi@ktbl.de
Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL)
Bartningstraße 49 • 64289 Darmstadt • www.ktbl.de
Kontakt: Andrea Trinoga • Telefon: 06151 7001-125 • E-Mail: a.trinoga@ktbl.de
V.i.S.d.P.: Dr. Martin Kunisch
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