SPSO-LLB - Jura - farat

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SPSO-Bachelor Good Governance
Stand: 09.4.2014
Studiengangsspezifische
Prüfungs- und Studienordnung
für den Bachelorstudiengang
Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft, Recht
der Universität Rostock
Vom xx. April 2014
Aufgrund von § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 38 Absatz 1 des Landeshochschulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Januar 2011 (GVOBl. M-V S. 18), das zuletzt durch Artikel 6 des
Gesetzes vom 22. Juni 2012 (GVOBl. M-V S. 208, 211) geändert wurde, und der Rahmenprüfungsordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität Rostock vom 9. Juli 2012 (Mittl.bl. BM MV 2012 S. 740), die zuletzt durch die Erste Satzung zur Änderung der Rahmenprüfungsordnung für die
Bachelor- und Masterstudiengänge vom 29. September 2013 (Amtliche Bekanntmachungen der Universität Rostock Nr. 46 2013) geändert wurde, hat die Universität Rostock folgende Studiengangsspezifische Prüfungs- und Studienordnung für den Bachelorstudiengang Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht als Satzung erlassen:
Inhaltsübersicht
I. Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zugangsvoraussetzungen
II. Studiengang, Studienverlauf und Studienorganisation
§ 3
§ 4
§ 5
§ 6
§ 7
§ 8
§ 9
§ 10
§ 11
§ 12
Ziele des Studiums
Studienbeginn, Studienaufbau, Regelstudienzeit
Individuelles Teilzeitstudium
Lehr- und Lernformen
Zugang zu den Lehrveranstaltungen
Anwesenheitspflicht
Studienaufenthalt im Ausland
Praktische Studienzeit
Organisation von Studium und Lehre
Studienberatung
III. Prüfungen
§ 13
§ 14
§ 15
§ 16
Prüfungsaufbau und Prüfungsleistungen
Prüfungen und Prüfungszeiträume
Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten
Zulassung zur Abschlussprüfung
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§ 17
§ 18
§ 19
§ 20
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Abschlussprüfung
Prüfungsausschuss
Einsicht in die Prüfungsakten
Diploma Supplement
IV. Schlussbestimmungen
§ 21 Übergangsbestimmung
§ 22 Inkrafttreten
Anlagen:
Anlage 1:
Anlage 2:
Anlage 3:
Anlage 4:
Prüfungs- und Studienplan
Modulübersicht und Modulbeschreibungen
Diploma Supplement (Deutsch)
Diploma Supplement (Englisch)
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I. Allgemeine Bestimmungen
§1
Geltungsbereich
Diese Ordnung regelt auf Grundlage der Rahmenprüfungsordnung für die Bachelor- und Masterstudiengänge der Universität Rostock (als RPO-Ba/Ma bezeichnet) Ziele, Inhalt und Ablauf und bestimmt die
studiengangsspezifischen Regelungen des juristischen Bachelorstudiengangs Good Governance Wirtschaft, Gesellschaft, Recht an der Universität Rostock.
§2
Zugangsvoraussetzungen
Der Zugang zum Bachelorstudiengang Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft, Recht ist gemäß
§ 2 RPO-Ba/Ma an folgende weitere Zugangsvoraussetzung gebunden:
Studienbewerberinnen und Studienbewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens nachweisen.
II. Studiengang, Studienverlauf und Studienorganisation
§3
Ziele des Studiums
(1) Der Bachelorstudiengang Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht ist ein interdisziplinär angelegter juristischer Studiengang. Mit seinem erfolgreichen Abschluss erlangen die Studierenden
den akademischen Grad Bachelor of Laws (LL.B).
(2) Die Studierenden werden befähigt, das Recht unter besonderer Berücksichtigung seiner historischen, wirtschaftlichen, philosophischen, politischen und soziologischen Grundlagen zu erfassen, anzuwenden und selber zu gestalten. Hierbei werden auf den interdisziplinären Grundlagen aufbauend
Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen des Bürgerlichen und Öffentlichen Rechts sowie des
Strafrechts unter Berücksichtigung der rechtsprechenden, verwaltenden, rechtsberatenden und rechtsetzenden Praxis sowie der erforderlichen kommunikativen Schlüsselqualifikationen vermittelt. Leitbild
der Ausbildung ist der dem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat verpflichtete Jurist.
§4
Studienbeginn, Studienaufbau, Regelstudienzeit
(1) Der Bachelorstudiengang Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft, Recht wird in deutscher
Sprache angeboten.
(2) Das Bachelorstudium Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Einschreibungen erfolgen zu den von der Verwaltung der Universität Rostock
jährlich vorgegebenen Terminen. Die Bewerbung erfolgt in der Regel online über das Universitätsportal
oder ein dort genanntes anderes Portal.
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(3) Die Regelstudienzeit, innerhalb der das Studium abgeschlossen werden soll, beträgt acht Semester.
(4) Der Bachelorstudiengang gliedert sich in Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule im Spezialisierungsbereich. Im Pflichtbereich sind 25 Module im Umfang von 216 Leistungspunkten, im Wahlpflichtbereich 2 Module im Umfang von 24 Leistungspunkten zu studieren. Für das Bestehen der Bachelorprüfung sind insgesamt mindestens 240 Leistungspunkte zu erwerben.
(5) Eine sachgerechte und insbesondere die Einhaltung der Regelstudienzeit ermöglichende zeitliche
Verteilung der Module auf die einzelnen Semester ist dem als Anlage 1 beigefügten Prüfungs- und Studienplan zu entnehmen. Der Prüfungs- und Studienplan bildet die Grundlage für die jeweiligen Semesterstudienpläne, die den Studierenden ortsüblich zur Verfügung gestellt werden. Dabei gewährleisten
die zeitliche Abfolge und die inhaltliche Abstimmung der Lehrveranstaltungen, dass die Studierenden
die jeweiligen Studienziele erreichen können.
(6) Für die Wahlpflichtmodule im Spezialisierungsbereich (7. und 8. Semester) haben sich die Studierenden spätestens zum Semesterbeginn des 7. Semesters zu entscheiden.
(7) Eine Kurzbeschreibung aller Module (Inhalte, Qualifikationsziele, Voraussetzungen, Aufwand und
die zu erbringenden Prüfungsvorleistungen und Prüfungsleistungen) befindet sich in Anlage 2. Ausführliche Modulbeschreibungen werden ortsüblich veröffentlicht.
§5
Individuelles Teilzeitstudium
(1) Die/Der Studierende kann gegenüber dem Prüfungsausschuss bis zum Ende der Vorlesungszeit
einen Antrag auf ein Teilzeitstudium für die darauffolgenden zwei Semester stellen. In dem Antrag ist zu
erklären, dass sie/er in den darauffolgenden zwei Semestern wegen einer von ihr/ihm ausgeübten
Berufstätigkeit oder wegen familiärer Verpflichtungen in der Erziehung, Betreuung und Pflege nur etwa
die Hälfte der für ihr/sein Studium vorgesehenen Arbeitszeit aufwenden kann. In dem Antrag ist anzugeben, welche der vorgesehenen Module nicht erbracht werden und in welchen späteren Semestern
die entsprechend angebotenen Module nachgeholt werden sollen. Die Erbringung von Modulteilen ist
nicht möglich. Genehmigt der Prüfungsausschuss den Antrag, kann er dabei andere als die im Antrag
aufgeführten Module zur Nachholung vorsehen, insbesondere, wenn dies aus Gründen der Sicherung
eines ordnungsgemäßen Studiums erforderlich ist. In Härtefällen kann der Antrag auch zu einem späteren Zeitpunkt gestellt werden.
(2) Der Antrag ist an den Prüfungsausschuss zu richten und bei dem Prüfungsamt einzureichen.
Weicht die Entscheidung von dem Antrag ab, ist die/der Studierende vorher zu hören. Der Antrag kann
bis sechs Wochen nach Beginn des Semesters zurückgenommen werden.
(3) Im Fall des Absatz 1 werden zwei Semester auf die Regelstudienzeit nicht angerechnet und
bleiben dementsprechend bei der Berechnung der in § 9 und § 10 RPO-Ba/Ma genannten Fristen
unberücksichtigt. Während des Teilzeitstudiums können andere Prüfungen als diejenigen, die in der
Entscheidung des Prüfungsausschusses angegeben sind, nicht wirksam abgelegt werden; ein Doppelstudium in dieser Zeit ist unzulässig. Ansonsten bleiben die Rechte und Pflichten der betreffenden
Studierenden unberührt.
(4) Jede/jeder Studierende kann die Regelung nach Absatz 1 maximal drei Mal in Anspruch nehmen.
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(5) Ist der Studiengang zulassungsbeschränkt, kann der Prüfungsausschuss die Zahl der Teilzeitstudierenden pro Semester begrenzen, aber auf nicht weniger als 5 % der Studierenden des Semesters.
Übersteigt die Nachfrage diese Zahl, entscheidet der Prüfungsausschuss unter Berücksichtigung der
Bedeutung der von den Studierenden vorgebrachten Gründen.
§6
Lehr- und Lernformen
(1) Die Inhalte des Studiums werden in unterschiedlichen Lehrveranstaltungen vermittelt. Die Lehrveranstaltungsarten sind durch die Anwendung unterschiedlicher Lehr- und Lernformen gekennzeichnet. In
der Regel werden die Lehrveranstaltungen nur einmal jährlich angeboten. Folgende Lehrveranstaltungsarten kommen im Bachelorstudiengang Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht zum
Einsatz:
- Vorlesung
In einer Vorlesung wird den Studierenden der Lehrstoff vorwiegend als Vortrag des Lehrenden
mit Unterstützung von Medien (Tafeln, Folien, Skripten) präsentiert. Vorlesungen können als Präsenz- oder Online-Veranstaltung durchgeführt werden
- Übung
In einer Übung bearbeiten die Studierenden vorgegebene Übungsaufgaben zur Vertiefung und
Anwendung der Kenntnisse und der Vermittlung fachspezifischer Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Eine Übung bietet die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Problemlösungen zu diskutieren und Mittel
zur Selbstkontrolle des erreichten Kenntnisstandes zu verwenden.
- Seminar
In einem Seminar erhalten die Studierenden Gelegenheit, selbstständig erarbeitete Erkenntnisse
vorzutragen, zur Diskussion zu stellen und in schriftlicher Form zu präsentieren. Seminare können als Präsenz- oder Online-Veranstaltung durchgeführt werden.
- Kolleg
In einem Kolleg werden wissenschaftliche Themen in Gesprächen zwischen Studierenden und
Lehrenden vertiefend behandelt.
- Konsultation (zur Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten)
Konsultationen sind individuelle Beratungsgespräche zwischen Studierenden und Lehrenden. Die
Studierenden fertigen längerfristig wissenschaftliche Studien- bzw. Studienabschlussarbeiten an.
Der Lehrende unterrichtet sich in bestimmten Zeitabständen über den Stand der Arbeiten und
gibt Anregungen.
- Praktikum
Ein Praktikum wird außeruniversitär in Unternehmen durchgeführt. Dabei werden die bis dahin im
Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in der betrieblichen Praxis angewendet und betriebsorganisatorische Abläufe und Arbeitsmethoden erlernt.
(2) Das Erreichen der Studienziele setzt neben der Teilnahme an den genannten Lehrveranstaltungen
ein begleitendes Selbststudium voraus.
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§7
Zugang zu Lehrveranstaltungen
Als Aufnahmegrenze für Lehrveranstaltungen in Pflicht- und Wahlpflichtmodulen gelten die Veranstaltungsgrößen aus der Kapazitätsverordnung. Melden sich zu Lehrveranstaltungen mehr Studierende als
Plätze vorhanden sind, so prüft der Prüfungsausschuss, ob der Überhang durch andere oder zusätzliche Lehrveranstaltungen abgebaut werden kann. Ist ein Abbau des Überhangs nicht möglich, so trifft
die für die Lehrveranstaltung verantwortliche Person die Auswahl unter denjenigen Studierenden, die in
einem Studiengang eingeschrieben sind, in dem die Lehrveranstaltung in einem Pflicht- oder Wahlpflichtmodul prüfplanmäßig vorgesehen ist, sich rechtzeitig angemeldet haben und die in der Modulbeschreibung vorausgesetzten Vorleistungen für die Teilnahme erfüllen, in folgender Reihenfolge:
1. Zunächst werden Studierende berücksichtigt, die den entsprechenden Leistungsnachweis im vorhergehenden Semester nicht bestanden haben und deshalb nach Maßgabe dieser Ordnung als
Wiederholer erneut an der Lehrveranstaltung teilnehmen müssen.
2. Sodann werden Studierende berücksichtigt, die sich in dem Fachsemester befinden, in dem die
Lehrveranstaltung nach dem Prüfungs- und Studienplan vorgesehen ist sowie Studierende, für
deren ordnungs- und studienplanmäßiges Studium der Besuch dieser konkreten Lehrveranstaltung erforderlich ist und die im vorhergehenden Semester aus kapazitären Gründen um ein Semester zurückgestellt worden sind.
3. Danach werden Studierende berücksichtigt, die in dem vorangegangenen Semester bereits einen
Platz in der betreffenden Lehrveranstaltung erhalten hatten und aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht teilnehmen konnten.
4. Die übrigen Plätze werden unter den verbliebenen Studierenden aufgeteilt.
Übersteigt die Zahl der Studierenden in einer der Gruppen 2 bis 4 bei der Vergabe die Zahl der freien
Plätze, entscheidet ein Losverfahren in dieser Gruppe. Wer dabei ausscheidet, gehört im darauf folgenden Semester zur Gruppe nach Ziffer 2. Über Härtefälle entscheidet der Prüfungsausschuss.
§8
Anwesenheitspflicht
(1) Sofern in den Modulbeschreibungen als Prüfungsvorleistung bestimmt, ist zum Erreichen des
Lernziels an Seminaren und Kollegs regelmäßig teilzunehmen. Das Erfordernis einer regelmäßigen
Teilnahme gilt als erfüllt, wenn nicht mehr als ein Siebtel der Unterrichtszeit unentschuldigt versäumt
wurde. Ist das Erfordernis der regelmäßigen Teilnahme nicht erfüllt, wird die Zulassung zur Modulprüfung versagt.
(2) Abwesenheit ist grundsätzlich vor Veranstaltungsbeginn unter Angabe des Grundes zu entschuldigen (im Regelfall per E-Mail); sollte dies im Einzelfall nicht möglich sein, hat die Entschuldigung unverzüglich im Nachhinein zu erfolgen. Wird von der Dozentin/dem Dozenten kein triftiger Grund für das
Fernbleiben festgestellt, gilt die Abwesenheit als unentschuldigt.
(3) Kann die/der Studierende schriftlich darlegen und glaubhaft machen, dass es aus von ihr/ihm nicht
zu vertretenden triftigen Gründen (z. B. eigene Erkrankung, Pflege eines erkrankten oder sonst hilfsbedürftigen nahen Angehörigen, Schwangerschaft, Tod eines nahen Angehörigen) zu längeren Fehlzeiten
gekommen ist, so entscheidet die Dozentin/der Dozent, ob die tatsächliche Teilnahmezeit noch als
regelmäßige Teilnahme gewertet werden kann. Mit Rücksicht auf die Fehlzeit kann das Erbringen einer
angemessenen Äquivalenzleistung vorgegeben werden. Die Art dieser kompensatorischen Leistung
wird durch die Dozentin/den Dozenten nach eigenem Ermessen festgelegt. Der Zeitaufwand für die
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Erbringung der Äquivalenzleistung darf höchstens das Dreifache der versäumten Unterrichtszeit betragen.
(4) Wir das Erfordernis der regelmäßigen Teilnahme nicht erfüllt und kann auch keine Äquivalenzleistung erbracht werden, so teilt die Dozentin/der Dozent dies der/dem Studierenden schriftlich unter
Angabe der Gründe und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen mit. Gegen die Entscheidung ist
der Widerspruch an den Prüfungsausschuss statthaft.
§9
Studienaufenthalt im Ausland
(1) Der Bachelorstudiengang Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft, Recht eröffnet den Studierenden alternativ zum Prüfungs- und Studienplan die Möglichkeit, während ihres Studiums gemäß § 5
Absatz 2 und 3 RPO-Ba/Ma freiwillig bis zu zwei Semester in Form eines Auslandsaufenthaltes an einer
ausländischen Hochschule zu absolvieren. Insbesondere für den Spezialisierungsbereich „Globalisierung und Internationale Beziehungen“ bietet sich ein Auslandsaufenthalt an.
(2) Der Auslandsaufenthalt ist frühzeitig vorzubereiten. Er ist durch die Studierende/den Studierenden
selbständig zu organisieren und zu finanzieren und kann nach Maßgabe von § 19 Absatz 7 RPO-Ba/Ma
auf Antrag an den Prüfungsausschuss je nach Dauer bis zu einem Semester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Studierende und die zuständigen Lehrenden schließen gemäß § 5 Absatz
3 RPO-Ba/Ma vor Aufnahme des Auslandaufenthalts eine Lehr- und Lernvereinbarung ab.
§ 10
Praktische Studienzeiten
(1) Während des Studiums sind praktische Studienzeiten im Umfang von einem Monat (juristisches
Praktikum) und sechs Wochen (berufsbezogenes Praktikum) abzuleisten, in deren Rahmen an einer
Stelle außerhalb der Universität Rostock unter angemessener Betreuung berufsbezogene Fertigkeiten,
die in einem sachlichen Zusammenhang mit den Zielen des Studiengangs oder Teilen desselben stehen, erlernt werden sollen. Die zu absolvierenden Praktika müssen nicht zwingend in verschiedenen
Unternehmen stattfinden. Die praktische Studienzeit soll in der vorlesungsfreien Zeit liegen und kann
auch im Ausland absolviert werden. Abweichende Praktikumsdauern oder -zeiten sind mit dem Prüfungsamt abzustimmen.
(2) Über die Eignung der Praktikumsstelle entscheidet auf schriftlichen Antrag der/des Studierenden
das Prüfungsamt rechtzeitig vor Beginn des Praktikums. Auf schriftlichen Antrag können auch bereits
abgeleistete Praktika, die in direktem Bezug zum Studium stehen, anerkannt werden. Die Anträge sind
an das Prüfungsamt zu richten.
(3) Die praktische Studienzeit ist durch eine unbenotete Bescheinigung der Praktikumsstelle nachzuweisen. Der Nachweis ist durch einen Praktikumsbericht als Prüfungsleistung der Studierenden/des
Studierenden zu ergänzen. Dieser ist spätestens vier Wochen nach Beendigung des Praktikums im
Prüfungsamt abzugeben.
(4) Über die inhaltliche Gestaltung und die fachlichen Anforderungen der Praktika sowie Regelungen
zur Überprüfung der Ableistung des Praktikums erlässt der Fakultätsrat als Richtlinie eine Praktikumsordnung.
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§ 11
Organisation von Studium und Lehre
(1) Jeweils zu Beginn des Semesters wird ortsüblich an der Fakultät eine Terminübersicht für das
gesamte Semester bekannt gegeben. Er beinhaltet: die Vorlesungszeiten, die Prüfungszeiträume, die
vorlesungsfreien Zeiten, den Beginn des nächsten Semesters.
(2) Auf der Grundlage des Prüfungs- und Studienplanes (Anlage 1) erarbeitet das Prüfungsamt in
Abstimmung mit den Modulverantwortlichen für jede Matrikel und für jedes Semester einen
Semesterstudienplan. Er beinhaltet Angaben zu den Lehrfächern, zu den Lehrkräften, zum
Stundenumfang aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Formen der Lehrveranstaltungen und zur
zeitlichen Einordnung der Lehrveranstaltungen.
(3) Lehrveranstaltungen außerhalb des Studienplanes planen die Lehrenden in eigener Verantwortung
und in Abstimmung mit dem Prüfungsamt. Sie werden dabei bei Bedarf von der
Verwaltungsorganisation der Juristischen Fakultät unterstützt.
(4) Den Tausch beziehungsweise die Verlegung von Lehrveranstaltungen in begründeten
Ausnahmefällen organisieren die Lehrverantwortlichen selbstständig in Abstimmung mit dem
Prüfungsamt.
(5) Alle Sonderinformationen, die die Lehrkräfte zur Organisation des Lehrbetriebes an Studierende
weitergeben, sind vorher dem Studienbüro mitzuteilen. Sonderinformationen sind solche, die von den
Informationen der Studienorganisation abweichen.
§ 12
Studienberatung
(1) Die Beratung der Studierenden, der Studieninteressierten sowie Studienbewerberinnen und
-bewerber zu allgemeinen Angelegenheiten des Studiums Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft,
Recht erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Universität.
(2) Innerhalb der Juristischen Fakultät wird die Studienberatung von der Fachstudienberatung des
Studiengangs Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht wahrgenommen. Die
Fachstudienberatung berät die Studierenden unter anderem zum Konzept und zu den Inhalten, zu den
beruflichen Einsatzmöglichkeiten, zu Fragen der Studienorganisation, bei nicht bestandenen Prüfungen,
zur Belegung von Wahlpflichtmodulen und bei Auslandsaufenthalten. Die Fachstudienberatung arbeitet
eng mit der Allgemeinen Studienberatung zusammen.
III. Prüfungen
§ 13
Prüfungsaufbau
(1) Die Zusammenstellung der zu belegenden Module, die Art der Prüfungsvorleistungen, die Art, die
Dauer und der Umfang der Modulprüfungen, der Regelprüfungstermin und die zu erreichenden
Leistungspunkte folgen aus dem Prüfungs- und Studienplan (Anlage 2) und den Modulbeschreibungen
(Anlage 1). Die Abschlussprüfung (Abschlussarbeit gemäß § 15) ist Bestandteil der Bachelorprüfung.
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(2) Insbesondere folgende Prüfungsleistungen kommen zum Einsatz:
a) mündliche Prüfungsleistungen
- Mündliche Prüfung
In einer mündlichen Prüfung sollen die Studierenden Fragen zu einem oder mehreren Prüfungsthemen mündlich beantworten.
- Referat
Ein Referat (auch Präsentation) ist eine Darstellung zu einem wissenschaftlichen Thema und
fasst Forschungs-, Untersuchungsergebnisse und/oder die Ergebnisse eines Literaturstudiums
zusammen. Im Referat sollen unterstützt durch einen sinnvollen Einsatz von Medien wesentliche
Inhalte der verwendeten Literatur kurz vorgestellt, erläutert und Fragen zur weiterführenden Diskussion formuliert werden. Ergänzend zu dem Referat kann ein Handout, ein Thesenpapier oder
eine Verschriftlichung des Referates gefordert sein.
- Diskussionsleitung
Die Diskussionsleitung kann den Studierenden übertragen werden, die sich darauf vorbereiten,
die Diskussion durch geeignete Thesen und Fragen in Gang zu setzen, sie zu strukturieren und
ihre Ergebnisse zusammenzufassen.
- Simulation von Gesprächsarten
In der Simulation von Gesprächsarten sollen die Studierenden zeigen, dass sie verschiedene
Gesprächsarten und die dazu gehörenden Techniken beherrschen. Als Gesprächsarten kommen
insbesondere in Betracht: Diskussionen, Debatten, Verhandlungsgespräche, Verhandlungsleitung, Mandanten- und Kundengespräche, Führungs- und Personalgespräche, Beratungsgespräche, Brainstorming- und sonstige Kreativrunden, Konflikt- und sonstige Problemlösungsgespräche, Round-Table-Gespräche.
b) schriftliche Prüfungsleistungen
- Klausur
Bei einer Klausur sollen die Studierenden in einer vorgegebenen Zeit unter Aufsicht und ohne
oder mit beschränkten Hilfsmitteln eine Aufgabe schriftlich bearbeiten.
- Bericht/Dokumentation
Ein Bericht/ eine Dokumentation ist eine schriftliche sachliche Darstellung eines Geschehens oder die strukturierte Darstellung von Sachverhalten. Ein Bericht kann in Form eines Portfolios erfolgen. Ein Portfolio ist eine geordnete Sammlung von schriftlichen Dokumenten beziehungsweise eigenen Werken. Beispiele für Berichte sind: Praktikumsberichte, Hospitationsprotokolle, Rechercheberichte, journalistische Artikel und Literaturberichte.
- Hausarbeiten
Bei einer Hausarbeit sollen die Studierenden in einer vorgegebenen Zeit ohne Aufsicht und mit
Hilfsmitteln eine Aufgabe schriftlich bearbeiten. Sie sollen dabei nachweisen, dass sie innerhalb
einer begrenzten Zeit Literaturquellen erschließen, die reflektierten Texte in eigenen Worten in
einem eigenständigen Argumentationszusammenhang darstellen können und Aufgaben selbstständig und vollständig bearbeiten können. Mögliche Sonderformen einer Hausarbeit können insbesondere eine Fallstudie/Fallanalyse oder ein Forschungsexposé sein.
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(3) In einem Modul können zu erbringende Studienleistungen als Voraussetzung für die Zulassung zur
Modulprüfung bestimmt werden (Prüfungsvorleistungen). Die Prüfungsvorleistungen können bewertet
und benotet werden, gehen aber nicht in die Modulnote ein. Prüfungsvorleistungen können sein Referat
und Anwesenheitspflicht. Die konkrete Prüfungsvorleistung ist der jeweiligen Modulbeschreibung sowie
dem Prüfungs-und Studienplan (Anlage 1) zu entnehmen.
(4) Mündliche Prüfungsleistungen können auch als Gruppenprüfung abgelegt werden. Es können bis zu
fünf Studierende gleichzeitig geprüft werden. Die Dauer der Prüfung der einzelnen Studierenden/des
einzelnen Studierenden reduziert sich in der Gruppenprüfung gegenüber der Einzelprüfung um fünf
Minuten.
§ 14
Prüfungen und Prüfungszeiträume
(1) Die studienbegleitenden Modulprüfungen werden in dem dafür festgelegten Prüfungszeitraum
abgenommen (Regelprüfungstermine). Der Prüfungszeitraum eines Semesters erstreckt sich über die
gesamte vorlesungsfreie Zeit.
(2) Abweichend von Absatz 1 können studienbegleitende Modulprüfungen in Form von mündlichen
Prüfungsleistungen vorlesungsbegleitend abgelegt werden, wenn die Studierenden spätestens in der
ersten Vorlesungswoche über die für sie geltende Prüfungsart, deren Umfang und den jeweiligen Termin in Kenntnis gesetzt werden.
(3) Im Einvernehmen zwischen Studierenden und Prüferinnen/Prüfern können Prüfungen unter
Wahrung der in der Rahmenprüfungsordnung angegebenen Fristen und Anmeldemodalitäten auch zu
anderen Zeitpunkten abgehalten werden.
(4) Die Rücknahmeerklärung der Anmeldung zu Modulprüfungen muss schriftlich beim Prüfungsamt
erfolgen. Gleiches gilt für den Antrag auf Wertung einer Modulprüfung als Freiversuch.
(5) Im Falle einer zweiten Wiederholungsprüfung entscheidet die Prüferin/der Prüfer, ob abweichend
von der in den Modulbeschreibungen festgelegten Prüfungsform eine mündliche Prüfung durchgeführt
werden soll. Diese Entscheidung ist für alle Studierende eines Semesters einheitlich vorzunehmen.
§ 15
Zulassung zur Abschlussprüfung
(1) Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer gemäß § 25 RPO-Ba/Ma die folgende weitere Zulassungsvoraussetzung erfüllt:
- der Erwerb von mindestens 180 Leistungspunkten in diesem Studiengang kann nachgewiesen
werden.
(2) Die/der Studierende hat die Zulassung zur Abschlussprüfung schriftlich beim Prüfungsausschuss
zu beantragen. Der Antrag ist bis 7 Tage nach Beginn der Vorlesungszeit des 8. Fachsemesters zu
stellen.
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§ 16
Abschlussprüfung
(1) Die Abschlussprüfung enthält das Modul Bachelorarbeit Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft, Recht. Sie besteht aus der schriftlichen Abschlussarbeit (Bachelorarbeit) und einer Konsultation.
(2) Die Themenfindung für die Bachelorarbeit erfolgt auf der Grundlage von Angeboten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der am Studiengang beteiligten und anderer Fakultäten der Universität Rostock, anderer außeruniversitärer wissenschaftlicher Einrichtungen oder nach eigenen
Vorschlägen der Studierenden, stets vorausgesetzt, es findet sich dafür eine Betreuerin/ein Betreuer
gemäß § 27 RPO-Ba/Ma.
(3) Die konkrete Aufgabenstellung der Bachelorarbeit erarbeiten die Studierenden zusammen mit der
Betreuerin/dem Betreuer. Dabei stellt die Betreuerin/der Betreuer sicher, dass die Aufgabenstellung den
Anforderungen an eine solche Arbeit entspricht.
(4) Die Anfertigung der Bachelorarbeit erfolgt im achten Semester. Die Frist für die Bearbeitung beträgt
zehn Wochen. Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag der Prüfungsausschuss die Bearbeitungsfrist
ausnahmsweise angemessen um höchstens drei Wochen verlängern. Die Bachelorarbeit ist fristgemäß
beim Prüfungsamt abzugeben.
(5) Die Bachelorarbeit hat entsprechend den Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und
zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Universität Rostock zu erfolgen.
(6) Der Bearbeitungsaufwand beträgt für die Bachelorarbeit zwölf Leistungspunkte (360 Stunden) sowie
drei Leistungspunkte (90 Stunden).
§ 17
Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten
Aus dem Prüfungs- und Studienplan (Anlage 2), der Modulübersicht und den Modulbeschreibungen
(Anlage 1) geht hervor, welche Module benote und, welche mit „Bestanden“ oder „Nicht Bestanden“
bewertet werden. Alle benoteten Module werden gemäß § 13 Absatz 5 RPO-Ba/Ma bei der Bildung der
Gesamtnote berücksichtigt.
§ 18
Prüfungsausschuss und Prüfungsorganisation
(1) Dem Prüfungsausschuss gehören fünf Mitglieder an, darunter drei Mitglieder aus der Gruppe der
Hochschullehrerinnen/Hochschullehrer, ein Mitglied aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter sowie eine studentische Vertreterin/ein studentischer Vertreter. Die Amtszeit der
wissenschaftlichen Mitglieder beträgt zwei Jahre, die der studentischen Vertreterin/des studentischen
Vertreters ein Jahr.
(2) Die Planung und Organisation des Prüfungsgeschehens und die Überprüfung von Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung (Prüfungsvorleistungen) erfolgen in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss der Juristischen Fakultät durch das Prüfungsamt der Fakultät. Insbesondere erfolgt die Anmeldung zu den Modulprüfungen über das Prüfungsamt. Das Prüfungsamt erarbeitet auf der Grundlage der
Anmeldungen Prüfungspläne und macht diese bekannt.
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§ 19
Diploma Supplement
Das Diploma Supplement (Deutsch und Englisch) enthält die aus den Anlagen 3 und 4 ersichtlichen
studiengangsspezifischen Angaben.
IV. Schlussbestimmungen
§ 20
Übergangsbestimmung
(1) Diese Studiengangsspezifische Prüfungs- und Studienordnung gilt erstmals für Studierende, die im
Wintersemester 2014/2015 an der Universität Rostock für den Bachelorstudiengang Good Governance
– Wirtschaft, Gesellschaft, Recht immatrikuliert wurden.
(2) Diese Studiengangsspezifische Prüfungs- und Studienordnung gilt für Studierende, die vor dem
Inkrafttreten dieser Ordnung im Bachelorstudiengang Good Governance – Wirtschaft, Gesellschaft,
Recht immatrikuliert wurden, sofern sie nicht binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten dieser Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung schriftlich widersprechen. Im Falle des Widerspruchs
finden die Prüfungsordnung vom 20. Oktober 2010 und die Studienordnung vom 24. September 2010,
jeweils in ihrer aktuellen Fassung, weiterhin Anwendung, dies jedoch längstens bis zum 30. September
2018. Ein Widerspruch gegen einzelne geänderte Regelungen ist ausgeschlossen. Der Prüfungsausschuss informiert rechtzeitig vor dem Inkrafttreten dieser Ordnung durch ortsüblichen Aushang über das
Widerspruchsrecht. Erfolgt kein Widerspruch, gelten die Änderungen in den Modulbeschreibungen für
alle Studierenden, welche die von der Änderung betroffenen Modulprüfungen noch ablegen müssen.
Wiederholungsprüfungen sind jedoch jeweils nach Maßgabe der Modulbeschreibung in der Fassung
abzulegen, die für die zu wiederholende Prüfung galt.
§ 21
Inkrafttreten
Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der
Universität Rostock in Kraft. Sie gilt erstmalig zum Wintersemester 2014/15.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Akademischen Senats der Universität Rostock vom [Datum
des Senatsbeschlusses] und der Genehmigung des Rektors.
Rostock, den [Datum der Ausfertigung]
Der Rektor
der Universität Rostock
Universitätsprofessor Dr. Wolfgang Schareck
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