Fragenkatalog Psychologie

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Fragen Psychologische Grundlagen
1. Welche sind stark gedächnisassozierte Gehirnareale?
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Schläfen- und Scheitellappen, präfrontaler Cortex – assozialtive Felder (LZG)
Hypocampus und Amygdale (Mandelkern) – Zwischenspeicherung und
Transformation in eine permanante Gedächtnisform im Cortex (LZG)
Thalamus: Verbindung zu allen sensorischen Arealen, Informationsfilter
(Selektion und Konzentration) und hochkomplexe Informationsverarbeitung,
Beteiligung an emotionalen Prozessen
2. Was sind corticale Detektoren?
= Zellen, die durch bestimmte Reizmerkmale aktiviert werden
Corticale Zentren (= Großhirnrinde)
3. Vergessenskurve nach 3 Tagen?

nach 3 Tagen sind nur noch ca. 20% des aufgenommenen Materials
vorhanden
4. Was macht das sensorische Register?
Es speichert sehr kurz (für ca. 0,5 - 2 Sekunden) unkodiert weitgehend alle
Sinnesdaten und übergibt diese einem Filter, der
 nach bestimmten Merkmalen selektiert
 eine erste Mustererkennung vornimmt im Sinne "präattentiver Prozesse" und
 eine Informationsbündelung durchführt im Sinne des "chunking" .
In dieser Weise vorverarbeitet, gelangen die Informationen in einen
Kurzzeitspeicher.
5. Was bestimmt das Aktionspotential in der Triggerzone?
Die Triggerzone stellt das Datenverarbeitungs- oder Integrationszentrums des
Neurons dar. Die Zellmembran enthält in diesem Bereich eine hohe
Konzentration von Na+ - Kanälen. Wenn ein Generatorpotential, das die
Triggerzone erreicht, noch groß genug ist, um die Zellmembran mindestens
bis zu einem bestimmten Schwellenwert (Schwellenpotential) zu
depolarisieren, öffnen sich die spannungsgeladenenen Na* - Kanäle und ein
Aktionspotential entsteht.
Aktionspotentiale sind elektrische Signale, die entlang eines Axons übertragen
werden.
Ein sogenanntes Aktionspotential entsteht, wenn der Reiz stark genug ist und
ein bestimmtes Schwellenpotential übersteigt.
1.) Eingangssignal oder Input-Signal
2.) Integrationssignal (Trigger-Signal)
3.) Fortleitendes Signal (Aktionspotential)
4.) Ausgangssignal oder Output-Signal (synaptisches Signal)
6. Sprache: Wo wird das Gehörte analysiert?
 Das Gehörte wird im primären akustischem Areal analysiert
7. was bedeutet Assimilation?
= Tendenz des Kindes, Gegebenheiten der Umwelt gemäß den Möglichkeiten
seines psychischen Apparates an die bestehende Strukturstufe anzupassen
 Neue Reize werden so interpretiert, dass sie als vertraut erscheinen , die
Umwelt wird assimiliert
8. Von welchen Eigenschaften hängt das Behalten des Lernmaterials ab?

Sinnvolles Lernmaterial wird besser behalten und langsamer vergessen

Je größer der Neuigkeitswert, desto geringer das Behalten:
vorangegangene Lernprozesse bilden die Grundlage für das
Sinnverstehen

Wiederholungen sind notwendig, um den Inhalt fehlerfrei zu
reproduzieren

Wiedererkennen gespeicherter Inhalte

Eingliederung in die bisherige Erfahrungswelt

Material, das über mehrere Sinneskanäle gespeichert wird, wird besser
behalten
9. Welche Infos werden im phonologischen Gedächtnis gespeichert?
Sprachliche Informationen werden im sogenannten phonologischen
Kurzzeitgedächtnis gespeichert und zwar unabhängig davon, ob sie visuell
oder akustisch angeliefert worden sind.
10. "Angst" beim Lernen ist problematisch weil?
Ein Lerninhalt, der unter Angst gelernt wird, wird mit Angst verknüpft  ruft
man den Inhalt ab, wird die Angst mit abgerufen
11. Wo kann eine assoziative Lernhemmung vorkommen?
Assoziative Hemmung  Neue Merkmale, die mit alten Merkmalen eines
Inhalts verbunden sind, werden viel schwerer eingeprägt und reproduziert, da
die alten Assoziationen aufgelöst und neue gebildet werden müssen (zB.
Neue Telefonnummer  es fällt schwer, die alte zu vergessen und die neue
zu behalten)
12. Was bedeutet "Wahrnehmung ist ein Analyse-durch-Synthese-Prozeß"?
Aus dem Reizangebot werden die wesentlichsten Merkmale analysiert – durch
Vergleich mit bereits gespeichertem Wissen – und mit diesem zu einem Bild
synthetisiert
13. Wie funktioniert die Reizübertragung von einem Neutron zum anderen?
Die Reizübertragung zwischen zwei Neuronen (Nervenzellen) erfolgt über
Synapsen. Die Synapse ist die Kontaktstelle zwischen den Neuronen, die der
Reizübertragung dient.
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Eine Synapse besteht aus 3 Elementen:
Präsynapse oder präsynaptischer Teil: Der Teil, der die Erregung auslöst.
Postsynapse oder postsynaptischer Teil: Der Teil, der die Erregung empfängt.
Synaptischer Spalt: Der Raum, der zwischen beiden Strukturen liegt.
14. Beispiele für das prozedurale LZG?
= das, was uns begegnet, wenn wir Dinge tun. Das prozedurale Gedächtnis
sagt uns, wie wir die Dinge zu tun haben (zB. Gitarre spielen, Schifahren...)
15. Die 10 Lernregeln?
1. Transparenz der Lehr- und Lernziele („WOZU?“)
2. Überblick vor Einzelinformationen
3. Interesse wecken
4. Wiederholen
5. Mehrere Sinne nutzen – viele Eingangskanäle nutzen
6. Auf die Gefühle achten („Lernspass“!)
7. Rückmelden (richtig? Ja oder Nein?)
8. Pausen einlegen – Interferenz vermeiden
9. In der richtigen Reihenfolge lehren und lernen – Altes neu verpacken
10. Vernetzen und Verknüpfen mit der Realität
16. Bedeutung von "windows of opportunity", Beispiel päd. Konsequenz
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Für das Erlernen der Sprache gibt es eine sensible Phase.
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Nutzung der sensiblen Phasen wird mitunter in der frühen Fremdsprachenförderung überbetont, wenn bei MigrantInnen die Muttersprache nicht wirklich
beherrscht wird.
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Das Gehirn ist kein Schwamm, der alle Informationen aufsaugt. Im Gegenteil,
es filtert ständig Umweltreize heraus, die für gerade aktuelle Handlungsziele
relevant sind.
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Der Arbeitsspeicher ist begrenzt. Das bewirkt die Konzentration auf das
Wesentliche
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Kinder haben noch Defizite in der Handlungs- und Planungskompetenz
17. Was sind retroaktive Lernhemmungen? Beschreibung+päd.Konsequenz
Von retroaktiver Hemmung wird dann gesprochen, wenn eine
Beeinträchtigung eines früher gelernten Inhalts durch einen späteren Inhalt
erfolgt.
zB. Erlernen der Schrift – dann wird immer nur mehr mit dem Computer
geschrieben  es kann sein, dass die Schrift dann nicht mehr so gut
beherrscht wird (ev. Neuerlernen)
wichtig: Pausen, um das Gelernte zu festigen!
18. Was bedeutet "induktives" Lernen+Bsp?
Induktives Schließen (Ableiten von Schlussfolgerungen aus vorgegebenen
Fakten) ist zentrale Komponente des Denkens, wenn es darum geht,
Hypothesen aufzustellen und zu überprüfen, Bedingungszusammenhänge
aufzuspüren oder für das Auftreten bestimmter Ereignisse
Wahrscheinlichkeiten festzulegen
19. Was bedeutet "deduktives" Lernen + Bsp?
Unter Deduktion versteht man in der Logik ein Verfahren, dass es erlaubt, aus
allgemeinen, vorausgesetzten und elementaren Sätzen speziellere und
kompliziertere Sätze korrekt abzuleiten, dh. Die Deduktion ist der Weg von der
Theorie (Einzelfall) zur Praxis. Deduktives Lernen setzt Sprache oder
sprachähnliche Systeme voraus.
 Kinder experimentieren lassen (Experimente sind gut für das Erlernen von
Neuem)
20. Aufgaben der rechten Gehirnhälfte?
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Musikalisch
Nonverbales Gedächtnis
Bild- und Mustererkennung
Geometrisch / räumlich
Einheitlich / konkret
21. Aufgaben der linken Gehirnhälfte?
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Sprachlich
Verbales Gedächtnis
Begrifflich
Arithmetisch
Analytisch / abstrakt
22. Was versteht man unter pragmat. Info.-begriff?
z.B. Spaghetti  pragmatisch: Mag ich / mag ich nicht / Lieblingsspeise,...
23. In welchem Areal werden sprachliche Infos auf ihren Bedeutungsgehalt hin
analysiert?
 im Wernicke Zentrum (Sprachzentrum)
24. Was ist das limbische System?
 Funktionseinheit des Gehirns:
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Verarbeitung von Emotionen
Entstehung des Triebverhaltens
Intellektuelle Leistungen
 Regionen: Jede dieser Regionen besitzt wichtige Verbindungen zu
Steuerungszentren in anderen Hirnregionen
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Hypocampus
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Fornix
Präfrontaler Cortex
Gyrus cinguli
Thalamus
Septum
Balken
Hypothalamus
Hypophyse
Amygdala = Zentrale des limbischen Systems
 Störungen:
Unfähigkeit, emotionale Situationen einzuschätzen
Gedächtnisstörungen
Posttraumatische Belastungsstörungen
Authismus, Depressionen, Phobien
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