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Energieverbrauch
Energie: Aktualität und Szenarien für die Zukunft
Der Energieverbrauch der Menschheit hat seit der industriellen Revolution kontinuierlich zugenommen.
Immer mehr Maschinen ersetzten menschliche Arbeitskraft.
Doch damit diese auch funktionieren können brauchen sie Treibstoffe als Energie.
Auch die alltäglichen Gegenstände die wir immer mehr und mehr benutzen um mobiler zu sein, durch
die neue Art der Telekomunikation und dem Informationsaustausch an dem wir alle partizipieren
verbrauchen wir in der Summe eine beachtliche Menge an Energie. Doch die fossilen Energieträger
sind begrenzt und es stellt sich schon aktuell die Frage ob wir die Fördermenge bereits überschritten
haben.
Welche Alternativen bieten sich schon heute und auch in Zukunft um den Energiehunger der Welt zu
decken. Wie wollen wir leben und wie müssen wir mit den Energiereserven umgehen, damit auch
zukünftige Generationen den gleichen Lebensstandard und die gleiche Lebensqualität in Anspruch
nehmen können.
Das Thema in der Schule
Die Schüler sollen einen Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland erhalten, sich mit
Zukunftsszenarien auseinandersetzten und erfahren welche Alternativen sich für die aktuellen Probleme
und zukünftigen Generationen vorhanden sind.
Wie wird Energie erzeugt und wo wird sie Verbraucht?
Fossile Energieträger leisten heutzutage noch den größten Anteil zur Energieerzeugung.
Erdöl, Kohle, Erdgas und Kernenergie sind da zu nennen.
Diese sind jedoch nur begrenzt auf der Erde vorhanden und neigen sich in naher Zukunft dem Ende zu.
Laut aktuellen Studien könnten wir bereits die “Peak Oil” Grenze überschritten haben.
Also die Grenze an der die maximale Förderung erreicht ist.
Selbst optimistische Prognosen gehen maximal von einer Grenze bis zum Jahr 2037 aus.
Daraus resultiert, dass die Schüler zeit ihres Lebens von der Knappheit der Ressourcen betroffen
werden. Ein Ende der möglichen Förderung überhaupt wird bis zum Ende dieses Jahrhunderts
vorhergesagt. Aus diesem Grunde muss überlegt werden, wie der Energiehunger der Welt weiter
gesichert wird. Hier bieten sich jedoch einige Alternativen.
In Haushalten, Gewerbe, Industrie und im Verkehrssektor wird die erzeugte Energie verbraucht.
Diese betreffen uns direkt oder indirekt. In einigen ist es möglich, durch direktes Handeln einzugreifen,
um einerseits eine Lebensqualität aufrecht zu erhalten und andererseits den Verbrauch zu sinken, bis
der Sektor der regenerativen Energieträger weiter ausgebaut ist.
Der Sektor der regenerativen Energieträger macht trotz des stark geförderten Ausbaus in den letzten
Jahren, aktuell nur etwa 10% aus. Es dominieren noch immer stark die fossilen Energieträger.
Die Schüler sollen kennenlernen, welche alternativen in Frage kommen und wie diese neue Technik
funktioniert.
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M1 Energieverbraucher
http://idowns.net
http://3.bp.blogspot.com
http://4.bp.blogspot.com
http://3.bp.blogspot.com
M2 Energieerzeugung/Energieverbrauch in Deutschland
Energie, Was ist das?
In der Physik versteht man unter Energie „die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten“.
Diese Fähigkeit „Energie“ können wir nicht sehen, hören, schmecken oder riechen.
Dennoch begegnen wir ihr in all ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen im Alltag.
Wir treffen auf sie z.B. in Form der Wärme des Feuers, vom Licht der Sonne und als Bewegung des
Windes.
Durch die Fähigkeit, dass Energie Arbeit verrichtet, kann z.B. Wasser erwärmt, eine Glühbirne zum
Leuchten oder ein Fahrzeug in Bewegung gebracht werden.
Energieformen:
Energie kommt in unterschiedlichen Formen vor.
Die bekanntesten davon sind sicher Licht, Wärme- oder Bewegungsenergie.
Es gibt jedoch noch etliche andere Energieformen, die uns im Alltag begegnen, wie z. B. der elektrische
Strom, Spannungsenergie, chemische Energie.
Ein Beispiel:
Die chemische Energie von Brennstoffen (Kohle) wird durch Verbrennen in thermische Energie
(Wärme) umgewandelt. Dadurch wird Wasserdampf erzeugt, der diese Energie über Turbinen in
mechanische Energie und dann mittels Generatoren weiter in elektrische Energie („Elektrischer Strom“)
umwandelt.
Womit wird Energie erzeugt?
Fossile Energieträger wie Erdöl, Kohle, Erdgas und Atomenergie sind im Wesentlichen konzentrierte
Sonnenenergie, die vor Millionen von Jahren in Form von organischem Material gespeichert und in
einem langwierigen Prozess unter hohem Druck und hoher Temperatur umgewandelt wurde.
Verbrennt man heute dieses „Konzentrat“, so wird dabei eine riesige Menge Energie freigesetzt, die
unser tägliches Leben erleichtert (Autos, Heizen, Strom,...).
Die Menge in Deutschland zur Herstellung von Energie genutzten Quellen haben einen Unterschiedlich
hohen Anteil.
Kohle, im Laufe mehrerer hundert Millionen Jahre aus den abgestorbenen Pflanzen versunkener
Wälder entstanden, wird in Steinkohle und Braunkohle unterteilt. 2011 machte Steinkohle 12,60% und
Braunkohle 11,70% bei der Herstellung von Energie in Deutschland aus.
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Erdöl entstand durch Ablagerung von Kleinstlebewesen auf Meeres- und Seeböden, die von Sediment
bedeckt wurden. Durch den hohen Druck und hohe Temperaturen bildete sich im Laufe von
Jahrmillionen Erdöl. In Deutschland wurde im Jahr 2011, 34% Mineralöl zur Energieerzeugung
eingesetzt.
Erdgas ist ein brennbares Gas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen
mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht. Erdgase bestehen hauptsächlich aus Methan,
unterscheiden sich aber in ihrer weiteren chemischen Zusammensetzung. Der Anteil machte dabei im
Jahr 2011, 20,70% aus.
Kernenergie (Atomenergie) wird durch die Spaltung von Schwermetallen, wie z.B. Uran und Plutonium
erzeugt, die in Strom umgewandelt werden kann. Leider entsteht dabei auch gefährliche radioaktive
Strahlung. Die Menge an Kernenergie zur Energieerzeugung in Deutschland 2011, betrug 8%.
Neben den Fossilen Energieträgern wird in Deutschland auch Energie über Regenerative
Energiequellen erzeugt. Hierbei betrug der Beitrag 2011, 10.90%.
Ein kleiner Teil zur Energieerzeugung wurde im Jahre 2011 auch durch andere Energieträger
hergestellt z.B. durch Müllverbrennungsanlagen, dieser machte 1,60% aus.
Wo wird Energie verbraucht?
In unserer modernen Welt ist ein Leben ohne Energie und die damit betriebenen Geräte,
Fortbewegungsmittel, nicht mehr Vorstellbar. Auch die Herstellung und Weiterbearbeitung in Industrie
und Gewerbe sind in unserem Leben essentiell. Energie wird also in hohem Maße alltäglich gebraucht.
Nicht nur brauch z.B. unser Mobilfunktelefon Energie um zu funktionieren, sondern bereits bei der
Herstellung musste dafür Energie aufgewandt werden. Die Industrie in Deutschland verbrauchte 2011,
28% der Gesamtenergie. Auch wollen wir täglich mobil sein, sei es mit dem Auto, dem Bus, der
Straßenbahn oder dem Zug. Der Verkehrssektor verbrauchte 2011 in Deutschland 28% der
Gesamtenergie. In unserem Heim wollen wir es warm haben, wir brauchen Licht und nutzen diverse
elektrische Geräte. Haushalte in Deutschland brauchten 2011, 28% der insgesamt verbrauchten
Energie in diesem Jahr. Neben dem Industriesektor, werden dort hergestellte Produkte, im
Gewerbesektor weiterverarbeitet. Dieser benötigte im Jahr 2011, 16% der erzeugten Gesamtenergie in
Deutschland.
Aufgaben
Aufgabe1: Lies dir den Text sorgfältig durch!
Aufgabe2: Schreibe in das Diagramm „Energieerzeugung in Deutschland 2011“ zu den angegebenen
Prozentzahlen die jeweiligen Energiequellen!
Aufgabe3: Schreibe in das Diagramm „Energieverbrauch in Deutschland 2011“ zu den angegebenen
Sektoren die jeweiligen Prozentzahlen!
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M3 Energieerzeugung in Deutschland 2011
1.600%
10.900%
34%
20.700%
8%
11.700%
12.600%
Aufgabe
Aufgabe2: Schreibe in das Diagramm „Energieerzeugung in Deutschland 2011“ zu den angegebenen
Prozentzahlen die jeweiligen Energiequellen!
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5
M4 Energieverbrauch in Deutschland
Gewerbe
Haushalte
Industrie
Verkehr
Aufgabe
Aufgabe3: Schreibe in das Diagramm „Energieverbrauch in Deutschland 2011“ zu den angegebenen
Sektoren die jeweiligen Prozentzahlen!
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M5 „Peak Oil“
Das globale Ölfördermaximum ist die maximale Förderrate der weltweiten Erdölproduktion. Mit dem
englischen Begriff peak oil oder wird ein Zeitpunkt bezeichnet, zu dem ein globales Ölfördermaximum
erreicht ist und danach im globalen Maßstab abnimmt.
Das Suchen, Finden und Fördern von Erdöl ist sehr ähnlich wie die Schatzsuche im Wald.
Auch Erdöl ist ein hochbegehrter Stoff, der nicht erneuerbar ist, und das Finden beziehungsweise
Fördern von Erdöl kann durch Technik und Erfindergeist gesteigert werden. Beim Erdöl gilt ebenfalls,
dass das Entdecken von neuen Erdölquellen schwieriger wird, je mehr schon gefunden ist.
1859 wird in der USA zum ersten Mal erfolgreich nach Erdöl gebohrt. Erdöl wird dazumal vor allem als
Brennstoff für Lampen verwendet.
Im Laufe der Jahre steigt der Bedarf und die Einsatzmöglichkeiten von Erdöl stark an.
Es wird nicht nur zu Energieerzeugung in Kraftwerken und Motoren gebraucht, sondern ist in vielen
alltäglichen Produkten wie Plastik und auch Waschmitteln zu finden.
Da der Rohstoff nicht in unbegrenzter Menge auf der Erde vorkommt, wird der Punkt erreicht an dem
Maximal so viel gefördert werden kann wie gebraucht wird und danach die Erdölförderung abnehmen
wird, bis es völlig aufgebraucht ist.
Der Punkt der Maximalen Förderung wird als „peak oil“ bezeichnet.
Experten sind sich nicht vollständig einig, wann dieser Zeitpunkt genau erreicht ist, jedoch wird der
Zeitraum zwischen 2007-2037 eingegrenzt.
Nach diesem Zeitpunkt wird die Fördermenge abnehmen und es kann immer weniger Öl gefördert
werden. Mögliche folgen durch die Verknappung wäre ein enormer Preisanstieg des Rohstoffes.
Wann nun wirklich die Erdölreserven auf der Erde aufgebraucht sind lässt sich schwer abschätzen,
jedoch gehen Berechnungen davon aus das es in ca.50 Jahren der Fall sein könnte.
Aufgaben
Aufgabe 4: Lies dir den Text aufmerksam durch!
Aufgabe 5: Vervollständige das Diagramm „Peak Oil“!
Tipp: Auf die x-Achse gehören die Jahreszahlen.
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Didaktischer Kommentar:
Unterrichtsverlauf:
Phasen
Verlauf
Methoden/Medien
Einstieg:
-Bilder mit Energieverbrauchern zeigen
-Was haben alle Geräte gemeinsam?
(Wie funktionieren diese Geräte?)
-> sie brauchen Energie
Thema: Energieverbrauch/Erzeugung
-Womit wird die Energie Erzeugt?
-Infotext lesen
-Rubriken mit Werten in Diagramme
eintragen
(Energieerzeugung/Energieverbrauch)
-in Partnerarbeit überprüfen
-Infotext „Peak Oil“ lesen und Diagramm
vervollständigen
-OHP Folien mit Diagrammen ausfüllen
lassen von SuS und besprechen (evtl.
Korrektur für SuS möglich)
Bilder OHP/Beamer
Unterrichtsgespräch
Frontalunterricht
Erarbeitung
:
Sicherung:
- Arbeitsblatt (Text)
- Arbeitsblatt Diagramm
- EA
- PA
- Unterrichtsgespräch
- (Frontalunterricht)
- OHP Folien
Durch den Einstieg in die Stunde mit ausgewählten Bildern von Geräten welche Strom
verbrauchen, sollen die SuS aktiviert werden und Fragestellungen aufgeworfen.
Womit funktionieren diese Geräte?
Wie oder womit wird die Energie erzeugt die für die Funktionalität der Geräte verantwortlich ist?
Damit haben die SuS eine klare Struktur über den weiteren Verlauf der Stunde in denen die
aufgeworfenen Fragen beantwortet werden sollen.
An dieser Stelle ist klar wir haben eine Problem und das schauen wir uns jetzt gemeinsam an.
Über die Erarbeitungsphase werden den SuS Texte über Energieerzeugung und
Energieverbrauch an die Hand gegeben, in denen anschließend zur Festigung des Lernstoffes,
Diagramme ausgefüllt werden.
Die Ergebnisse werden anschließend mit den Schülern per OHP-Folien gemeinsam ausgefüllt
und tragen so zur Sicherung bzw. Korrektur falscher Ergebnisse bei.
Nachdem den Schülern ein Überblick über Erzeugung und Verbrauch von Energie dargestellt
wurde muss noch die Frage nach der Endlichkeit der Rohstoffe zur Energieerzeugung erläutert
werde. Hierfür wird ein weiterer Infotext zum Thema „Peak Oil“ bereitgestellt.
Abschließend soll hier auch ein Diagramm vervollständigt werden mit den Informationen aus
dem Text.
Es soll den SuS dabei bewusst werden, dass unsere fossilen Rohstoffe begrenzt sind und wir
möglicherweise bereits die maximale mögliche Fördermenge von Erdöl erreicht haben.
Erdöl soll hier Beispielweise für die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe behandelt werden.
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Damit soll den SuS bewusst werden, dass bereits zeit ihres Lebens dieses Ende der fossilen
Rohstoffe erreicht sein kann und man sich mit möglichen Alternativen auseinander setzen
muss, bzw. ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen auch im Alltag von Nöten ist.
Dieses Ende der Stunde eröffnet nun weitere Möglichkeiten in den folgenden Stunden Alltag
und Alternativen genauer zu betrachten.
Literatur:
www.bmwi.de
Bundesamt für Wirtschaft und Energie
Jahresbericht 2011 Energieversorgung Deutschland
Dünnhoff, E.,I.Stieß & C.Hoppenbrock(2006):
Energiekostenanstieg, soziale Folgen und Klimaschutz
ISOE/ifeu, Heidelberg, Frankfurt
Energiearmut,
Fachzeitschrift Gw-Unterricht nr.128,
2012
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Das Thema im Unterricht
Thematische Einführung
Immer mehr fossile Brennstoffe werden für die Energieerzeugung verbraucht. Um diese zu
gewährleisten werden immer härtere Methoden angewendet. Die Umsiedlung von ganzen Städten, die
Verwüstung von Landstrichen und weitere schwere Umweltschäden sind nur drei von vielen Beispielen,
die die weitere Ausbeutung dieser Rohstoffe auf langer Sicht untragbar machen. Allein in Deutschland
beruht ein drittel der CO2 Emissionen auf die Verwertung und Förderung von Braunkohle. Angesichts
des immer weiter steigenden Drucks seitens der Bevölkerung und Umweltverbänden auf Politik und
Wirtschaft ist ein Ausweichen auf alternative Energieträger unumgänglich, wenn wir nicht auf eine
Umweltkatastrophe und einem Energieengpass zusteuern wollen.
Ziele der 2. Stunde
Die Schülerinnen und Schüler sollen nach dieser Unterrichtseinheit den Zusammenhang zwischen dem
gesteigerten Stromverbrauch in Haushalte und der Förderung endlicher Rohstoffe verstehen,
wiedergeben können und die damit einhergehenden zukünftigen Problematiken verstehen. Dazu sollen
die Schülerinnen und Schüler für ihren persönlichen Stromverbrauch sensibilisiert werden.
Exemplarischer Stundenverlaufsplan
Einführung
-
M6 (Unterschied des Stromverbrauchs)
Aufgabe im Plenum (Siehe Aufgabe M6)
Durchführung
-
Aufteilung der Klasse in 4 Gruppen – Dazu Arbeitsblätter M7 bis M10
Bearbeitung der Aufgaben 1 und 2 in Gruppenbarbeit, Vorbereitung Aufgabe 3
Ergebnissicherung
-
Vorträge der einzelnen Expertengruppen
Klärung Fragen
Besprechung von Aufgabe 2 im Plenum
Internetquellen
http://www.bgr.de
http://www.kindernetz.de
http://www.braunkohle-wissen.de
Bilderquellen:
Siehe Bilder
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M 6 Unterschied des Stromverbrauchs in
Deutschland von 1960 im Vergleich zu heute
Nettostromverbrauch in TWh (Haushalte)
1960
Heute
0
100
200
300
400
500
600
http://www.volker-quaschning.de/artikel/klimaschutz/index.php
Aufgabe
Aufgabe: Überlege Gründe, warum der Stromverbrauch von 1960 im Vergleich zu
heute so gestiegen ist.
http://www.hochzeitlasvegas.
de/images/sb_frageze
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M7 Experte: Braunkohle
Braunkohle ist ein bräunliches bis schwarzes, brennbares Sedimentgestein. Sie besteht aus pflanzlicher
organischer Substanz (Humuskohle) und ist ein fossiler Energieträger. Braunkohle ist erdig bis bröcklig
und meist weich. Braunkohle bildet sich über mehrere Millionen Jahre bei einem warmen Klima durch
Anhäufung und Umwandlung von Pflanzen. Die abgestorbenen Pflanzen wandeln sich im Laufe der Zeit
in Torf um. Über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren wird dieser Torf mit Kohlenstoff
angereichert und durch diesen chemischen Prozess entwickelte sich Braunkohle daraus. Diese
Entwicklung wird Inkohlung genannt. Es gibt viele Vorkommen an Braunkohle in Deutschland und
nirgends wird so viel abgebaut wie in Deutschland. Ein Vorkommen befindet sich in der Nähe von Köln,
das Rheinische Braunkohlenrevier. Da die Kohle nur wenige Meter unter der Erde liegt, kann sie im
Tagebau gewonnen werden. Um die Braunkohle schnell und in größeren Mengen zu transportieren,
werden Schaufelradbagger eingesetzt, die die Braunkohle auf das Förderbänd befördert. Anschließend
wird die Braunkohle zu einem Braunkohlekraftwerk geliefert, dies mit Hilfe von Zügen. Dort wird die
Braunkohle zunächst zu Kohlestaub zermahlen und anschließend in einem Dampferzeuger verbrannt.
Die dabei freigesetzte Wärme dient zur Erzeugung von Dampf mit hoher Temperatur und hohem
Druck. Dieser wird in der Dampfturbine entspannt und treibt damit einen Generator an, der die
mechanische in elektrische Energie umwandelt. Über einen Transformator wird die elektrische Energie
schließlich in das Hochspannungsnetz eingespeist. Viele Haushalte in Deutschland werden zentral mit
diesem Strom versorgt. Der Verbrauch von Braunkohle wird in Deutschland zu 100 Prozent aus der
heimischen Förderung gedeckt. Um die Kohle fördern zu können, werden ganze Landstriche verwüstet
und das Grundwasser für Jahrhunderte geschädigt, da es immer schwieriger wird große Vorkommen zu
finden. Der Braunkohlebergbau im Tagebau greift tief in das Leben der Bewohner dieses Gebietes ein.
Die Kohleflöze dehnen sich über viele Quadratkilometer aus. Dörfer, Straßen und Höfe müssen dem
langsam vorrückenden Tagebau weichen. Ist die Kohle aus dem Tagebau erst einmal abgebaggert,
bleiben riesige Gruben übrig, die künstlich mit Wasser befüllt werden. Bei keinem anderen
Energieträger entsteht so viel Kohlendioxid, wie bei der Verbrennung von Braunkohle. Das
Treibhausgas Kohlendioxid verändert das Klima der Erde nachhaltig. Aus den Kohlekraftwerken stammt
über ein Drittel der Treibhausgase, die in Deutschland freigesetzt werden.
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Aufgabe
Aufgabe 1: Lies dir den Text aufmerksam durch und unterstreiche die Wörter, die du nicht verstehst.
Aufgabe 2: Nenne Gründe, warum Braunkohle eine „endliche Ressource“ genannt wird. Berücksichtige
dabei die Problematik, die sich aus dem Zusammenhang zwischen dem begrenzten Vorkommen
fossiler Energieträger und dem steigenden Energieverbrauch ergibt.
Aufgabe 3: Erläutert den Text in einem kurzen Vortrag vor der Klasse. Ihr könnt mit Hilfe der Bilder
euren Vortrag anschaulicher gestalten.
Unter dem Aspekt, das die fossile Rohstoffe endlich sind. Versuche es auf das Diagramm zu beziehen.
Versucht in eurem Vortrag langsam und laut zu sprechen.
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M7.1 Bilder zum Thema Braunkohle
Ein Stück Braunkohle
http://www.gesteine-projekt.de/braunkohle.jpg
Schauffelradbagger
http://www.cohn-music.de/Bildserien-TB-Inden/051226/Tagebau-Inden-Bildserie-261205-035-schaufelradbagger.jpg
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Schauffelradbagger aus der Nähe
http://img.fotocommunity.com/images/Energietechnik/Kraftwerke/RWE-Braunkohlentagebau-Garzweiler-Schaufelradbagger-in-Aktion-a28428784.jpg
Kohlekraftwerk
http://www.welt.de/img/bildergalerien/crop106287657/2098723358-ci3x2l-w620/germany-aachen.jpg
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Braunkohle Tagebau
http:
//img.f
otocommunity.com/Koeln-Rhein-Erftkreis/Rhein-Erft-Kreis/Braunkohle-Tagebau-a20366285.jpg
Tagebau in der Nähe einer Siedlung
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http://de.academic.ru/pictures/dewiki/84/Tagebau_Zwenkau.jpg
M8 Experte: Steinkohle
Steinkohle ist ein hartes, festes und schwarzes Sedimentgestein. Die Steinkohle entstand vor Millionen
von Jahren durch die Ablagerung von abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluss, wie Farne oder
Bäume. Steinkohle bildet sich aus Braunkohle. Sie ist wertvoller als Braunkohle, da man mehr Energie
aus ihr gewinnen kann als aus Braunkohle. Sie ist ein fossiler Energieträger und wird im Wesentlichen
für die Strom- und Wärmeerzeugung durch die Verbrennung und zur Koksproduktion benötigt. Um
überhaupt heizen zu können, benötigen wir das Koks. Steinkohle kommt in Deutschland vor allem im
Ruhrgebiet vor. Allerdings liegt sie so tief unter der Erde, dass Bergarbeiter mit schweren Geräten über
1.000 Meter tief graben müssen, bis sie "unter Tage" ankommen. Die Bergarbeiter bauen die Steinkohle
in Stollen ab, Fördertürme bringen sie dann nach oben. In einem Kraftwerk wird die Steinkohle zur
Stromgewinnung verbrannt. Dabei entsteht allerdings, genau wie bei der Braunkohle, das
umweltschädliche Treibhausgas Kohlendioxid. Kohlestaub und -reste werden zu Eierkohle und Briketts
gepresst, die dann auch in privaten Haushalten verbraucht werden. Wie bei der Braunkohle, wird die
Steinkohle in einem Dampferzeuger verbrannt. Die dabei freigesetzte Wärme dient zur Erzeugung von
Dampf mit hoher Temperatur und hohem Druck. Dieser wird in der Dampfturbine entspannt und treibt
damit einen Generator an, der die mechanische in elektrische Energie umwandelt. Über einen
Transformator wird die elektrische Energie schließlich in das Hochspannungsnetz eingespeist. Kohle ist
der einzige Energieträger, von dem in Deutschland noch viel vorhanden ist und der deshalb nicht
unbedingt aus anderen Ländern eingeführt werden muss. In Deutschland liegt jedoch die Steinkohle
sehr tief unter der Erde. In anderen Ländern mit Steinkohlevorkommen kann sie viel leichter gewonnen
werden. Deshalb wird die meiste Steinkohle in anderen Ländern eingekauft, da sie dort kostengünstiger
ist als würde man sie in Deutschland fördern. Jedoch ist zu sagen, dass die Vorkommen von Steinkohle
begrenzt sind und dass die Entwicklung von Steinkohle mehrere Millionen von Jahren dauert. Die
Bergwerksindustrie, die in Deutschland Steinkohle abbaut, wird noch von der Regierung mit Geld
unterstützt. Doch es gibt immer weniger Fördergeld. Viele Zechen mussten in den letzten Jahren
schließen und es werden noch mehr dazukommen. Die Bundesregierung plant nämlich, bis 2018 alle
Zechen still zu legen.
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18
Aufgabe
Aufgabe 1: Lies dir den Text aufmerksam durch und unterstreiche die Wörter, die du nicht verstehst.
Aufgabe 2: Nenne Gründe, warum Steinkohle eine „endliche Ressource“ genannt wird. Berücksichtige
dabei die Problematik, die sich aus dem Zusammenhang zwischen dem begrenzten Vorkommen
fossiler Energieträger und dem steigenden Energieverbrauch ergibt.
Aufgabe 3: Erläutert den Text in einem kurzen Vortrag vor der Klasse. Ihr könnt mit Hilfe der Bilder
euren Vortrag anschaulicher gestalten.
Versucht in eurem Vortrag langsam und laut zu sprechen.
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19
M8.1 Bilder zum Thema Steinkohle
Bergleute unter Tage
http://www.bgr.de/rohstoffportal_sgd/pics/energierohstoffe_steinkohle.jpg
Bergleute über Tage
http://www.igbce.de/image/23078/large16x9/640/360/df206f079a16440b309af4b3be1aa999/-/steinkohle-bergleute.jpg
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20
Transport der Steinkohle
http://bahnfotokiste.startbilder.de/1024/155-130-8-mit-gemahlene-steinkohle-131410.jpg
Ein Stück Steinkohle
http://glokal.reo.de/data/pages/100/stueck-steinkohle_web.jpg
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21
M9 Experte: Erdgas
Erdgas ist ein brennendes Naturgas und fossiler Energieträger. Erdgas befindet sich tief unter der Erde
und entsteht aus Kleinstlebewesen und Pflanzenresten, die sich in etwa 600 Millionen Jahren verändert
haben. Es besteht hauptsächlich aus Methan. In manchen Haushalten wird die Flamme am Gasherd mit
einem Streichholz angezündet – das Gas strömt aus der Leitung und entflammt durch einen einzigen
Funken. Hauptsächlich dient es der Beheizung von Wohn- und Gewerberäumen, als Wärmelieferant für
thermische Prozesse in Gewerbe und Industrie (z. B. in Großbäckereien) und zur elektrischen
Stromerzeugung. So werden manche Autos nicht mit Benzin, sondern mit Erdgas betrieben. Das ist
billiger und schadet der Umwelt nicht so sehr, wie die Abgase, die durch Benzin entstehen. Das
wichtigste Erdgasvorkommen liegt im Raum zwischen Lüneburger Heide und dem Oldenburger
Münsterland. Um Erdgas zu gewinnen, müssen tiefe Löcher gebohrt werden. Dazu gibt es Bohrtürme
oder Bohrinseln, von denen aus das gewonnene Gas durch zumeist unterirdische Rohre, so genannte
Pipelines, weitergeleitet wird. Deutschland selbst kann nicht viel Erdgas gewinnen und kauft es deshalb
von anderen Staaten. Russland ist für Deutschland der größte Erdgaslieferant. Über kilometerlange
Pipelines wird das Erdgas von Russland nach Deutschland transportiert. Das Gas wird gespeichert und
dann an Haushalte und an die Industrie weitergeleitet. Erdgas ist neben Kohle und Erdöl ein wichtiger
Energielieferant in Deutschland. Und es ist umweltfreundlicher, denn bei der Verbrennung entstehen
weniger Giftstoffe als bei anderen fossilen Rohstoffen. Erdgas ist nämlich die umweltfreundlichste der
fossilen Energiequellen. Aber auch Erdgas wird irgendwann verbraucht sein. Der Vorteil beim Gas ist,
dass es stets vorgezogen wird, als Kohle und Erdöl, weil es einen hohen Wirkungsgrad hat, nahezu
ohne Rückstände verbrennt und die Kraftwerke zumeist gut regelbar sind. Es gilt als
umweltfreundlichster fossiler Brennstoff und ist rußfrei. Es kann für viele Zwecke eingesetzt werden und
ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung vieler Produkte. Der Nachteil beim Erdgas ist der Transport,
der sehr aufwendig ist. Hinzu kommt, dass Erdgas mit Luft explosive Gemische bilden kann.
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22
Aufgabe
Aufgabe 1: Lies dir den Text aufmerksam durch und unterstreiche die Wörter, die du nicht verstehst.
Aufgabe 2: Nenne Gründe, warum Erdgas eine „endliche Ressource“ genannt wird. Berücksichtige
dabei die Problematik, die sich aus dem Zusammenhang zwischen dem begrenzten Vorkommen
fossiler Energieträger und dem steigenden Energieverbrauch ergibt.
Aufgabe 3: Erläutert den Text in einem kurzen Vortrag vor der Klasse. Ihr könnt mit Hilfe der Bilder
euren Vortrag anschaulicher gestalten.
Versucht in eurem Vortrag langsam und laut zu sprechen
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M6.1 Bilder zum Thema Erdgas
Pipelines
http://www.gas-preis-vergleich.com/grafik/Erdgas-Pipelines.jpg
Gasherd
http://www.asklubo.com/uploads/attachments/published/8/3711/de/erdgas.jpg
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Erdgasbohrung
http://www.dorstenerzeitung.de/storage/pic/mdhl/automatischer-bildimport/dz-hz/dorsten/2988488_1_0218SR-ERDGAS_BOHRUNG.jpg
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25
M10 Experte: Erdöl
Erdöl besteht vorwiegend aus tierischen und organischen Substanzen und ist ein fossiler Energieträger.
In Gesteinen mit hohen Gehalten an organischem Material wandeln sich die organischen Substanzen
bei Versenkung in der Erdkruste unter dem Einfluss steigender Temperaturen zu Erdöl um. Erdöl wird
nicht nur für die Erzeugung von Elektrizität benötigt, sondern auch für den Treibstoff für nahezu alle
Verkehrs- und Transportmittel. Etwa 2/3 des Verbrauches an Erdöl entfallen auf den Verkehr und etwa
1/3 wird in den privaten Haushalten verbraucht. Auch findet man Erdöl in der chemischen Industrie
wieder. Erdöl ist in Kunststoffen enthalten und damit in vielen Dingen, in denen man es gar nicht
erwartet. So findet man Erdöl zum Beispiel in Plastikflaschen, Joghurtbechern, Folien und selbst in
unserer Kleidung. Ein wichtiges Erdölvorkommen ist das Feld der Mittelplatte, die im Wattenmeer vor
der Westküste Schleswig-Holsteins steht. Um an das Erdöl zu kommen und um es zu fördern, werden
mit großen Meißeln an Bohrtürmen tiefe Löcher in den Boden gebohrt. In Deutschland gibt es keine
großen Erdölvorkommen. Um an das Öl zu gelangen, wird es von schwimmenden Bohrinseln
ausgefördert. Das Öl wird über Pipelines oder mit Tankwagen oder Tankschiffen aus den arabischen
Ländern, dem Iran oder dem Irak zu uns gebracht. Die Weiterverarbeitung findet in den Raffinerien statt.
Dort wird es zu Benzin oder anderen Treibstoffen verarbeitet. Das verarbeitete Öl wird anschließend mit
dem Lastkraftwagen oder auch mit dem Zug an die Zusteller geliefert. Die Förderung von Erdöl ist auch
nicht ganz ungefährlich: Immer wieder verunglücken Tanker oder verlieren durch ein Leck Öl, das in
den Ozean fließt. Dabei kommt es meist zu einer Ölpest, welche die Umwelt schwer belastet und die
Ökosysteme über Jahrzehnte schädigen kann. Viele Tiere sterben durch die Ölverschmutzung. Öl liefert
uns zwar eine Anzahl unterschiedlicher Kraftstoffe, von denen jeder für die moderne Zivilisation von
Bedeutung ist, aber die Erdölvorräte unserer Erde sind begrenzt und können nicht erneuert werden. Sie
werden also in absehbarer Zeit erschöpft sein. Öl ist im Vergleich zur Kohle ein besserer und
wirkungsvollerer Brennstoff. Öl ist außerdem ein bequemerer Brennstoff als Kohle. Zudem verursacht
Öl eine geringere Luftverschmutzung. Die Erdölförderländer sind enorm reich und mächtig geworden.
Sie können die Preise bestimmen und die Fördermengen festlegen. Auch Raffinerien verursachen
große Probleme. Durch die Entschwefelung des Öls gelangt gefährliches Schwefeldioxid in die
Atmosphäre, wodurch ein saurerer Regen auftreten kann.
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26
Aufgabe
Aufgabe 1: Lies dir den Text aufmerksam durch und unterstreiche die Wörter, die du nicht verstehst.
Aufgabe 2: Nenne Gründe, warum Erdöl eine „endliche Ressource“ genannt wird. Berücksichtige dabei
die Problematik, die sich aus dem Zusammenhang zwischen dem begrenzten Vorkommen fossiler
Energieträger und dem steigenden Energieverbrauch ergibt.
Aufgabe 3: Erläutert den Text in einem kurzen Vortrag vor der Klasse. Ihr könnt mit Hilfe der Bilder
euren Vortrag anschaulicher gestalten.
Versucht in eurem Vortrag langsam und laut zu sprechen.
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27
M9.1 Bilder zum Thema Erdöl
Erdöl
http://www.abendblatt.de/img/norddeutschland/crop105376501/8370696780-ci3x2l-h307/182603v1.jpg
Bohrinsel
www.erneuerbareenergiequellen.com/pictures/other/oil_some_questions/oil_rig.jp
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Pipeline
http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2011/03/oelkrise.jpg
Erdölraffinerie
http://img.fotocommunity.com/images/Industriefotografie/Industrie-Landschaft/Erdoel-Raffinerie-a28328020.jp
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29
Der Bohrmeißel
www.google.de/imgres?q=erd%C3%B6l&um=1&hl=de&biw=1680&bih=828&tbm=isch&tbnid=AIg07Lzq24s7M:&imgrefurl=http://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Erd%25C3%25B6l_Bohrmeissel.jpg&docid=D8qU5moBLvfe2M&imgurl=http://upload.wikimedia.
org/wikipedia/commons/0/0c/Erd%2525C3%2525B6l_Bohrmeissel.jpg&w=1867&h=1239&ei=rWbcUd2EIYfYsgbdnoCACg&zoom=1&iact=hc&vpx=976&vpy
=241&dur=2058&hovh=183&hovw=276&tx=164&ty=85&page=2&tbnh=131&tbnw=196&start=33&ndsp=49&ved=1t:429,r:46,s:0,i:230
Betroffene Tiere der Ölpest
http://aphorismen.hirnsalz.de/Bilder/ente-erdoel-oelpest-bp-golf-von-mexiko.jpg
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30
Nutzung von regenerativen Energiequellen
In diesem letzten Teil soll auf die möglichen Alternativen der Energiegewinnung
eingegangen werden. Die Schüler setzen sich mit der Frage auseinander, wie man
die Energieversorgung von den endlichen Rohstoffen abkoppeln könnte.
In diesem Fall werden verschiedene, ausgewählte regenerative Energiequellen in
einem Text vorgestellt und von den Schülern, in Einzelarbeit bearbeitet.
Anschließend werden Gruppen gebildet. Hierzu finden sich die Schüler in einer
Gruppe zusammen, die den gleichen Text gelesen haben. Die jeweiligen Gruppen
erhalten eine Grafik (als Overheadfolie) in der sie die Bauteile ihrer Anlage zur
Nutzung von regenerativen Energiequellen eintragen müssen. Diese haben sie
vorher durch den Text kennen gelernt. Haben alle Gruppen ihre Grafik ausgefüllt
sollen sie diese ihren Mitschülern vorstellen. Dazu gehört ein Überblick über die
Funktionsweise und die Art der so gewonnenen Energie. Zur Sicherungsphase, die
die Vorträge der einzelnen Gruppen enthält, bekommen alle anderen Schüler die
Grafiken der anderen Gruppen ausgehändigt.
Stundenverlauf regenerative Energien
Einstieg
Kurzer Aufgriff der Endlichkeit von fossilen Energieträgern.
Frage an Schüler was man für Alternativen nutzen könnte.
- Wie genau funktionieren diese?
- Gibt es noch welche die ihr nicht kennt?
Erarbeitung
- Einzelarbeit: Texte zu Regenerativen Energienutzung lesen/bearbeiten
- Texte: Solaranlage(Photovoltaik, Solarthermie), Wasserkraftwerke,
Geothermieanlage, Biogasanlage, Windkraftanlage
- In Gruppen mit gleichem Text zusammenfinden
- Gruppenarbeit: Grafik(auf Overheadfolie) beschriften! Vorstellung der Anlage zur
Gewinnung regenerativer Energie. (Funktion, Nutzungsmöglichkeit)
Sicherung
- Der Klasse die Folie vorstellen
- Alle Schüler erhalten alle Anlagentypen als Kopie und können diese während des
Vortrages ausfüllen.
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31
Literatur:
Geographische Rundschau 1/2008 Globale Energieressourcen
Geographische Rundschau 1/2013 Energiewende Deutschland
GW Unterricht 4/2012 Energiearmut Österreich
GW Unterricht 126 Energie aus Biomasse
Quellen Grafiken:
Biogasanlagen http://www.br.de/themen/wissen/biogasanlage106.html
Wasserkraftwerk http://www.planet-schule.de/sf/multimedia-interaktive-animationendetail.php?projekt=wasserkraftwerk
Windkraftanlage http://www.evdbag.de/content/strom/04_windpark.php
Geothermie
http://www.geothermie.de/fileadmin/useruploads/wissenswelt/Materialien/Schuelerbro
schuere.pdf
Solaranlagen http://www.solaranlage.eu/
Links:
http://dl.klima2012.de/ccf/schulpaket_solarsupport.pdf
http://www.biogas-kanns.de/rechts/Infocenter/Schule-und-Bildung/494/
http://www.planet-schule.de/sf/multimedia-simulationendetail.php?projekt=wasserkraftwerk
http://www.unimuenster.de/imperia/md/content/fachbereich_physik/technik_didaktik/regenerative_e
nergien.pdf
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Lösungsblatt Folienbeschriftung
Biogasanlage
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Gülle
Nachwachsende Rohstoffe
Gärbehälter
Fermenter\Gasspeicher
Dünger
Generator
Geothermieanlage
1.
2.
3.
4.
5.
Fußbodenheizung
Kaltes Wasser
Warmes Wasser\ erwärmtes Wasser
Erdsonde
Wärmepumpe
Solaranlagen Solarwärme
1.
2.
3.
4.
5.
Sonnenstrahlung
Solarzellen
Wasserrohre
Heizung
Dusche
Solaranlagen Photovoltaik
1.
2.
3.
4.
Sonneneinstrahlung
Solarzellen
Strom einspeisen
Strom beziehen
Wasserkraftwerke
1.
2.
3.
4.
5.
Stausee
Staudamm
Turbine
Generator
Stromnetz
Windkraftwerke
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Rotorblätter
Wind
Getriebe
Generator
Gondel
Stromnetz
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33
M11
Biogasanlagen als regenerative Energiequellen
Zuerst werden in der Vorgrube alle Reststoffe aufgefangen die zur Biogasproduktion
geeignet sind. Hierzu zählen nicht nur Gülle aus dem Gülletank von Kühen oder
Schweinen, sondern auch Pflanzenreste, die bei der Ernte übrig bleiben(Blätter von
Rüben). Außerdem kann man Pflanzen nutzen, die nur für diesen Zweck angebaut
wurden, wie zum Beispiel Mais. Von diesen beiden Quellen kommen die organsischen
Reststoffe dann in den Gärbehälter (Fermenter). Hier faulen die ganzen Stoffe,
wodurch Gas(Methan) entsteht. Der Fermenter wird etwas erwärmt und im Inneren
sorgen Rührwerkzeuge für eine ständige Durchmischung. Dadurch steigt noch mehr
Gas auf. Die Gase werden durch einen Filter geleitet und anschließend in einem
Gasspeicher gesammelt. Das so hergestellte Biogas ist brennbar und kann als
Treibstoff für Motoren eingesetzt werden. Man kann es aber auch in einer Gasheizung
verbrennen und so Wärme produzieren, oder in Biogasraftwerken zur Stromerzeugung
nutzen. Die Reste aus dem Gärbehälter werden als Dünger verwendet, da sie ja nur
aus natürlichen(organischen) Materialien bestehen.
Aufgaben
1. Lies aufmerksam den Text!
2. Unterstreiche Begriffe, die auf die funktion der Anlage hinweisen!
3. Füge die richtigen Begriffe aus dem text in die Grafik auf der Folie ein!
4. Erläutere deiner Klasse deine bearbeitete Anlage!
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34
M12 Geothermieanlagen als regenerative Energiequellen
Durch die große Hitze tief im Erdinneren wird auch Gestein in Schichten erwärmt, die
man mit heutiger Technik nutzen kann. Mit einer sogenannten Erdwärmesonde kann
man diese warmen Gesteinsschichten nutzen, um zum Beispiel Fußbodenheizungen zu
betreiben, oder Wasser für die Dusche zu erwärmen.
Zuerst werden Bohrungen gemacht die zwischen 80 – 150 Meter tief sind. Denn erst in
so einer Tiefe lohnt sich die Wärmeausbeute. Wenn die Bohrlöcher fertig sind, wird eine
Sonde mit Plastikrohren in die Bohrung eingelassen. Damit die Plastikrohre dann auch
fest sitzen, werden die Bohrlöcher mit Zement wieder verschlossen. Die Rohre werden
nun mit Wasser und einem Frostschutzmittel befüllt. Das kalte Wasser fließt in einem
Kreislauf erst in die Erde, wo es die Wärme aus dem Boden aufnehmen kann. Nachdem
das aufgewärmte Wasser wieder an die Oberfläche zurückgekehrt ist, gibt es die
gewonnene Energie an eine Wärmepumpe weiter, die die Wärme dann zum Beispiel an
die angeschlossene Fußbodenheizung weitergibt. Die meiste Wärme wird im Winter
zum Heizen benötigt, sodass sich der Boden im Sommer wieder aufwärmen kann. Um
ein Einfamilienhaus mit genügend Wärme aus dem Boden zu versorgen muss man
zuvor die Bodenschichten untersuchen. Durch diese Ergebnisse wird dann entschieden
wie viele Bohrungen man braucht und wie tief diese sein müssen, um genug Wärme zu
fördern. In Gebieten mit Trinkwasser in denen Bodenschichten sind solche
Geothermischen Anlagen nicht erlaubt. Hier möchte man kein Risiko eingehen, dass
Trinkwasser verschmutzt wird.
1. Lies aufmerksam den Text!
2. Unterstreiche Begriffe, die auf die funktion der Anlage hinweisen!
3. Füge die richtigen Begriffe aus dem text in die Grafik auf der Folie ein!
4. Erläutere deiner Klasse deine bearbeitete Anlage!
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35
M13
Solaranlagen als regenerative Energiequellen
Die Sonne schickt ständig Energie, in Form von Sonnenstrahlung auf die Erde. Diese
Strahlung kann man mit Solaranlagen(Photovoltaik) nutzen, indem die Sonnenstrahlung
auf die Solarzellen scheint. Solche Solarzellen produzieren aus dieser energiereichen
Sonnenstrahlung dann Strom. Wenn so eine Anlage an einem Tag mehr Strom
produziert als verbraucht wird, dann wird dieser in das öffentliche Stromnetz
eingespeist. Wird einmal zu wenig Strom produziert kann der Haushalt
selbstverständlich auf das öffentliche Stromnetz zugreifen.
Eine weitere Möglichkeit die Sonnenstrahlung zu nutzen ist mit einer anderen Art
Solaranlagen(Solarwärme). Diese Anlagen nutzen die Strahlung der Sonne um Wasser
zu erhitzen. In solchen Anlagen fließt Wasser, in einem geschlossenen Kreislauf, durch
kleine Rohre und wird durch die Strahlung aufgewärmt. Durch dieses Vorwärmen muss
die Heizung eines Hauses nun nicht mehr soviel Wärme, für zum Beispiel das
Duschwasser, produzieren und man kann Heizosten sparen.
Die Produktion von solchen Anlagen ist recht teuer, deshalb brauchen sie einige Jahre
um die Anschaffungskosten durch das Sparen von Heizkosten wieder auszugleichen.
Beide Typen von Solaranlagen sehen sich sehr ähnlich. Aber meistens sind
Photovoltaikanlagen blau und Solarwärmeanlagen schwarz.
Solaranlagen:
1. Photovoltaik produziert Strom
2. Solarwärme, Solarthermie produziert Wärme
Aufgaben
1. Lies aufmerksam den Text!
2. Unterstreiche Begriffe, die auf die funktion der Anlage hinweisen!
3. Füge die richtigen Begriffe aus dem text in die Grafik auf der Folie ein!
4. Erläutere deiner Klasse deine bearbeitete Anlage!
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36
M14
Wasserkraftwerke als regenerative Energiequellen
Wasserkraftwerke nutzen die Fließgeschwindigkeit von Flüssen oder angestauten Seen
um Turbinen anzutreiben. Aus der Drehbewegung der Turbinen kann dann ein
Generator Strom erzeugen, der in das Stromnetz eingespeist wird.
Das Speicherkraftwerk benötigt einen Stausee, der durch einen Staudamm erzeugt
wird, und ein Gefälle. Dadurch kommt es nur in Gebirgigen Regionen vor, wie zum
Beispiel den Alpen. Wenn viel Strom von der Bevölkerung verbraucht wird, kann man
die Schleusen öffnen und so mehr Strom produzieren. Wird Nachts hingegen wenig
Strom verbraucht kann man die Schleusen schließen und das Wasser für den nächsten
Tag sparen. Speicherkraftwerke haben allerdings den Nachteil das man einen Fluss
anstauen muss und ein Stausee entsteht. Dadurch wird diese Gegend für Tiere,
Pflanzen und auch den Menschen, als Lebensraum, unbrauchbar gemacht.
Ein weiterer Typ von Wasserkraftwerken ist das Laufwasserwerk. Der Betrieb kann nur
an einem Fluss vorgenommen werden, da man auf die Fließgeschwindigkeit des
Flusses angewiesen ist. Das Prinzip ist wie bei einer Wassermühle die früher benutzt
wurden. Ein Wasserrad wird durch die Wassergeschwindigkeit angetrieben und aus der
Drehbewegung kann ein Generator wieder Strom produzieren. Diese Typen von
Kraftwerken laufen die ganze Zeit ohne Unterbrechung. Positiv für beide
Wasserkraftwerke ist, dass sie durch zusätzliche Filteranlagen die Wasserqualität
verbessern können.
Aufgaben
1. Lies aufmerksam den Text!
2. Unterstreiche Begriffe, die auf die funktion der Anlage hinweisen!
3. Füge die richtigen Begriffe aus dem text in die Grafik auf der Folie ein!
4. Erläutere deiner Klasse deine bearbeitete Anlage!
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37
M15
Windkraftwerke als regenerative Energiequellen
Durch Wind hat man früher in Windmühlen Mühlensteine angetrieben oder mithilfe von
Segeln Schiffe fortbewegt. Auch heute wird Wind als erneuerbare Energiequelle genutzt
zum Beispiel als große Windräder(Windkraftanlagen), die Windräder auf freien Feldern
stehen. Solche Anlagen werden in Gebieten mit viel Wind aufgestellt, damit sie auch
viel Strom produzieren können. Diese Windkraftanlagen sind aber nicht für den eigenen
Verbrauch von Strom gedacht, sondern speisen den produzierten Strom in das
Stromnetz von Deutschland ein.
Die Funktion einer solchen Anlage ist eigentlich sehr einfach. Durch den Wind werden
die großen Rotorblätter angetrieben. Sie drehen sich schon bei einer
Windgeschwindigkeit von 10km/h(Kilometer pro Stunde) und treiben dabei ein Getriebe
an. Als Vergleich: Ihr könnt 6km/h schnell zu Fuß gehen, ohne zu rennen. Die
Drehbewegung wird von einem Generator in Strom umgewandelt, was genauso bei
eurem Dynamo am Fahrrad passiert. Getriebe sowie der Generator sitzen in der
Gondel, an der auch die Rotorblätter befestigt sind. Wenn der Standort von einem
Windrad gut gewählt kann es ca. 4000 Menschen mit Strom versorgen. Dabei ist Wind
auch noch kostenlos und produziert keine Abgase wie zum Beispiel ein Kohlekraftwerk.
Allerdings hat so eine Windkraftanlage auch Nachteile. Wenn kein Wind weht müssen
die Menschen ja trotzdem an Strom kommen, weswegen man Alternativen braucht.
Noch ein Problem sind die Windräder für Vögel und Fledermäuse, die durch Kollisionen
mit den Rotorblättern sterben können. Das passiert jedes Jahr ca. 1000 Tieren.
Aufgaben
1. Lies aufmerksam den Text!
2. Unterstreiche Begriffe, die auf die funktion der Anlage hinweisen!
3. Füge die richtigen Begriffe aus dem text in die Grafik auf der Folie ein!
4. Erläutere deiner Klasse deine bearbeitete Anlage!
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