Fallbericht NN 4

Werbung
Fallbericht B.E.
Alter
34 Jahre
Grund der Vorstellung
leicht erhöhte Prolaktinspiegel unter Dostinex
6x1/Woche: 857-1260 mU/l [90-523]
in graviditate
bekanntes Mikroprolaktinom seit 17. LJ
alle 2 Jahre NMR Hypophyse und Perimetrie
Gewicht
67 Kg
Größe
166
Zyklus
Eu-/Oligomenorrhoe
Befunde
G3/P2, 3 spontane Grav.
Fallbericht B.E.
PRL
Med
Grav./SSW
Dez. 2000
1090
Dostinex 7 / Woche
März 2001
1390
Bromocr. 10mg/die
8. SSW
April 2001
1830
Bromocr. 15mg/die
14. SSW
Mai 2001
2110
Bromocr. 15mg/die
24. SSW
Juli 2001
2410
Bromocr. 15mg/die
August 2001
[3,4-24,1] 165
Bromocr. 15mg/die
32. SSW
September 2001 [3,4-24,1] 221
Bromocr. 15mg/die
37. SSW
Oktober 2001
4530
Bromocr. 15mg/die
Partus
November 2001
2448
Dostinex 6 / Woche
Postpartum (pr. abgestillt)
Dezember 2001
1911
Dostinex 7 / Woche
Januar 2003
701
Dostinex 8 / Woche
Eumenorrhoe
Fallbericht B.E.
Empfehlungen Prolaktinom in der Gravidität
• Diagnostik
• Therapie
Prolaktin [PRL]
In der Schwangerschaft kommt es als Folge der zunehmenden Östrogenbildung und -wirkung zu einem
kontinuierlichen Anstieg der Prolaktinspiegel auf 100 bis 150 ng/ml, also um das 15- bis 20fache.
Vier bis sechs Wochen nach der Geburt erreichen die Prolaktinspiegel wieder die Normalkonzentrationen außerhalb
der Schwangerschaft, es sei denn, die Patientin stillt. Der Stillvorgang führt zur akuten Prolaktin- und OxytocinFreisetzung.
Die Prolaktinbestimmung gehört bei Frauen mit gestörtem Zyklus zur Primärdiagnostik.
Die Blutentnahme sollte im streßfreien Zustand erfolgen. Unmittelbar vorher sollte die Brust nicht exzessiv palpiert
worden sein.
Prolaktin [PRL]
Follikelphase 2 - 18 ng/ml < 230 ng/ml
Lutealphase 2 - 25 ng/ml < 310 ng/ml
Postmenopause 2 - 15 ng/ml –
Prolaktin ist ein Proteohormon der Hypophyse, das als einziges hypophysäres Hormon einer konstanten
Hemmwirkung durch Dopamin unterliegt, während alle anderen hypophysären Hormone als Folge der Stimulation
der Hypophyse durch hypothalamische Releasinghormone freigesetzt werden. Die Prolaktinsekretion erfolgt in einem
Tag-Nacht-Rhythmus. Die nächtlichen Prolaktinanstiege und die frühmorgendlichen Prolaktinabfälle folgen dem
Tag-Nacht-Rhythmus des Corpus-pineale-Hormons Melatonin. Endogene, die Prolaktinsynthese und -sekretion
fördernde Substanzen sind Östrogene, endogene Opiate (z.B. Endorphine), TSH-Releasinghormon (TRH), Serotonin,
Vasopressin und andere.
Hemmer der Prolaktinsynthese und -sekretion sind unter den körpereigenen Substanzen u. a. die GammaAminobuttersäure (GABA) und Somatostatin. Alle Östrogenmangelzustände führen zur Abnahme der
Prolaktinsekretion und damit der Prolaktinspiegel. Veränderungen des Prolaktinhaushalts bei:
 prolaktinproduzierenden Tumore der Hypophyse (Prolaktinome)
 Laktation
 primäre Hypothyreose
 Medikamente (insbesondere Psychopharmaka)
 Chronisch-exzessive Östrogenwirkung (z.B. bei Zyklusstörungen)
 Störungen im Bereich des Hypothalamus- und des Hypophysenstiels (z.B. traumatische Hypophysenstielläsionen
nach chirurgischen Eingriffen und Unfällen, intra- oder supraselläre Tumore)
 neurogene und psychiatrische Störungen
Prolaktin [PRL]
 Reizung von Thoraxnerven, z.B. bei Herpes zoster, Verbrennungen im Thoraxbereich und bei Mammaprothesen
 Akromegalie
 Hirsutismus/Hyperandrogenämie
 akute Porphyrie
 Endometriose
 akute und chronische physische und psychische Streßsituationen (Depressionen, Operationen,
schmerzhafte Blutentnahme)
 Hypoglykämie
 Schwangerschaft
 Orgasmus, intensive Manipulationen der Brust
 Saugreiz beim Stillen
 proteinreiche Nahrung, hoher Bierkonsum
Hyperprolaktinämien findet man bei der Frau sehr viel häufiger als beim Mann, bei ca. 50 % bis 75 % aller Frauen
mit Galaktorrhoe, bei 20 % bis 40 % aller Frauen mit Amenorrhoe. Soweit Prolaktinspiegel nicht medikamentös
bedingt sind, sollten Werte über 40 ng/ml, insbesondere bei amenorrhoischen Frauen, Anlaß für den Ausschluß
eines Prolaktinoms mit Hilfe hochauflösender radiologischer Verfahren (Kernspintomographie) sein.
Hypothyreosen führen meist zu einer nur mäßigen Prolaktinerhöhung (15 - 40 ng/ml).
Bei Patientinnen mit nur vorübergehenden Erhöhungen der Basalspiegel oder bei sog. latenten
Hyperprolaktinämieen, die mit nächtlich exzessiven Prolaktinfreisetzungen korreliert sein sollen, kann ein ProlaktinStimulationstest (Metoclopramidtest oder TRH-Test) durchgeführt werden.
Fallbericht N.K.
verminderte ovarielle Reserve;
Fehlinterpretation LH
Fallbericht B.E.
Alter
34 Jahre
Grund der Vorstellung
leicht erhöhte Prolaktinspiegel unter Dostinex
6x1/Woche: 857-1260 mU/l [90-523]
in graviditate
bekanntes Mikroprolaktinom seit 17. LJ
alle 2 Jahre NMR Hypophyse und Perimetrie
Gewicht
67 Kg
Größe
166
Zyklus
Eu-/Oligomenorrhoe
Befunde
G3/P2, 3 spontane Grav.
Fallbericht N.K.
Alter
26 Jahre
Grund der Vorstellung
primäre Sterilität, Kinderwunsch ~ 1,5 Jahre
Zyklus
zunächst Eumenorrhoe
1984 - 2000 unter OC regelmäßiger Zyklus
03/01 Polymenorrhoe 10-28/ 4-6
mit prämenstr. Spotting (2d)
Menarche
12 Jahre
Befunde
Hitzewallungen
Stimmungsschwankungen
Fallbericht N.K.
August 2001
FSH U/l
80
LH U/l
23
Östradiol
26
24-195
pg/ml
Fallbericht N.K.
Diagnostik
gynäkologischer Befund:
bds. Hypoplastische Ovarien, flacher EMR
Endokrinologie: idem
Humangenetik regelrechter Karyotyp, DAZL negativ
Ovarielle und adrenale Auto-AK negativ
Partner: normogonadotrope Normozoospermie
Tubenstatus: ungeklärt
Diagnose
hypergonadotroper Hypogonadismus (WHO III)
WHO-Klassifizierung
Fallbericht N.K.
09/02 Zyklusmonitoring + Verkehr zum Optimum
Ausgangs-FSH 46 U/l, LH 20 U/l über 3 Wochen keine ovarielle Aktivität,
in 4. Woche spontane monofollikuläre Reaktion  FSH-Unterstützung
13 Tage Stimulation
10.
Ovar re mm
14.
18.
22.
24.
13, 11 13, 12 14, 12 14, 13, 12 16, 14
Ovar li mm
-
-
-
-
-
EMR mm
4
4
6
6
6
LH U/l
9,5
4,4
3,2
2,5
2,3
E2 pmol/l
630
710
1160
1100
1500
FSH-Dosis
100 …
100 …
100 …
100 …
HCG 10.000 E
25.
X
26
11.11.
GV …
hCG -
Fallbericht N.K.
Ovar rechts
27 x 10 mm
Ovar links
13 x 8 mm
Uterus
Endometrium 1 mm
Fallbericht N.K.
01/03 1. Intrauterine Insemination: 7 Tage Stimulation
25.
31.
Ovar re mm
13
Ovar li mm
-
EMR mm
5
LH U/l
14
FSH-Dosis
HCG 10.000 E
1.
3.
17.2.
INS
hCG 1,1Mio
99% motil
VCL99,9 µm/s
100 …
X
Fallbericht N.K.
Diskussion
• Stimulation der endogenen Follikulogenese bei Phase ovarieller Aktivität
• Stimulation mit r-FSH trotz bekannter hypergonadotroper Werte sinnvoll ?
• LH-Wert von 14 U/l reflektiert nicht den präovulatorischen Gipfel, sondern
resultiert aus der Grunddiagnose
Fallbericht N.K.
Empfehlung in erneutem Gespräch 03/03
„Die weitgehende Unkenntnis über Ursachen der Erkrankung lässt
eine kausale Therapie nicht zu.“
• Keine evidenzbasiertes therapeutisches Konzept vorhanden
• Intermittierende ovarielle Aktivität mit Spontankonzeptionsrate
5 – 10 % (van Kasteren et al 1999)
• 3-monatiges Zyklusmonitoring, Beschränkung therapeutischer
Maßnahmen auf Phasen ovarieller Aktivität (z.B. INS) bei
fallendem FSH
• Oozytenspende im Ausland oder Adoption als Alternative
ansprechen
• Komplettierung der Diagnostik: Molekulargenetische Analytik von
an ovarieller Regulation beteiligter Gene, fragiles X-Syndrom,
FRM1/2, POF1 und 2
• Sequenzielle HRT, Knochendichtemessung (DXA / Q-CT)
Fallbericht N.N. 1
Leitsymptom Oligomenorrhoe
Hypothyreose
Fallbericht N.N. 1
Klinik
Oligomenorrhoe, sekundäre Amenorrhoe
Fallbericht N.N. 1
FSH
4,2
U/l
Prolaktin
1.220
90-523 mU/l
Testosteron
2,6
0,21-2,85 nmol/l
SHBG
18
18-114 nmol/l
fT3
3,0
6-13 pmol/l
TSH
4,8
0,35-4,5 U/l
TRH-Test
überschießend
hCG
<2
U/l
Fallbericht N.N. 1
Diagnose
Nebendiagnose
Hypothyreose
sek. Hyperprolaktinämie
sek. Hyperandrogenämie
Therapie
Ausgleich der Hypothyreose
SD Diagnostik
Die Schilddrüsendiagnostik gehört zur Klärung einer Zyklusstörung.
TSH
< 0,4 - > 4,0 mU/ml
bei Hypo
(TSH > 4,0)
fT4
bei Hyper
(TSH < 0,4)
fT3 und fT4
Antikörperbestimmung
TSH R Ak, TPO Ak
Sono, Szintigraphie, Punktionszytologie
Thyreotropin [TSH basal]
0,4 - 4,0 mIU/ml
Die sensitive TSH-Bestimmungsmethode erlaubt die Abgrenzung zur Über- und Unterfunktion der Schilddrüse. Die
Sekretion des TSH wird durch die peripheren Schilddrüsenhormone reguliert und ist ein integrierender Parameter
der eigentlichen Wirkung der Schilddrüsenhormone im Körper.
Die basale TSH-Konzentration ist ein wichtiger Parameter zur Bestimmung der Schilddrüsenfunktion in der
Schwangerschaft. Während basale TSH-Konzentrationen zwischen 0,4 und 4,0 mIU/ml eine manifeste
Funktionsstörung ausschließen, ist in den Übergangsbereichen die Durchführung einer TRH-Stimulation zum
Nachweis bzw. Ausschluß einer latenten Funktionsstörung notwendig (TRH-Test).
Bei der sehr selten vorkommenden generalisierten Schilddrüsenhormonresistenz ist neben hohen fT3- und fT4Konzentrationen das basale TSH deutlich erhöht.
Auch bei Hyperthyreosen, bedingt durch einen TSH-produzierenden Hypophysentumor, ist die TSH-Konzentration
erhöht.
 Hypothyreose, primär
 TSH-produzierender Hypophysentumor
 Hyperthyreose, primär
 unter Levothyroxintherapie
 Hypothyreose, sekundär
Thyreotropin [TSH basal]
Die Gesamtbeurteilung sollte gemeinsam mit der fT3- und fT4-Bestimmung erfolgen. Gegebenenfalls sollte auch ein
TSH-Stimulationstest durchgeführt werden.
TSH-Stimulationstest
i.v.-Injektion von 200 µg TRH (TRH-Ferring®, Antepan®)
Blutentnahme
basal
nach 30 Minuten
Euthyreose
0,4 - 4,0 mIU/l
20,4 - 24,0 mIU/l
Hypothyreose
> 4,0 mIU/l
> 24,0 mIU/l
Hyperthyreose
< 0,4 mIU/l
< 20,4 mIU/l
Latente Hypothyreose:
Erhöhtes basales TSH oder pathologisches TSH nach TRH
normale fT3- und fT4-Konzentrationen
Manifeste Hyperthyreose:
TSH-basal supprimiert, kein TSH-Anstieg nach TRH
fT3 und fT4 erhöht
Falls kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden TSH-Werten nachweisbar ist, kann dieser Befund folgende
Ursachen haben:
1. TRH wurde versehentlich nicht injiziert
2. Reagenzgläser wurden verwechselt (in der Praxis oder im Labor)
3. der/die Patient/in hat eine Hyperthyreose
4. der/die Patient/in gehört zu der Gruppe der sogenannten „nonresponder“(äußerst selten)
freies Thyroxin [FT4]
7,0 - 14,8 pg/ml
Das freie T4 zeigt die Hormonproduktion der Schilddrüse an. Es liegt in nur sehr geringer Konzentration als freie
Form im Serum vor (0,5 %). Der Rest ist an das thyroxinbindende Globulin (TBG) gebunden.
 Hyperthyreose
 unter L-Thyroxin-Therapie
 Hypothyreose
Die Bestimmung des Parameters ist zur Verlaufs- und Therapiekontrolle von Schilddrüsenerkrankungen indiziert.
Wegen der erhöhten Konzentration der Bindungsglobuline in der Schwangerschaft sollte ausschließlich das fT4 neben
fT3 und TSH bestimmt werden.
Cave: Unter Einnahme von L-Thyroxin zur Substitution bei latenten oder manifesten Hypothyreosen oder bei
Therapie einer Struma kann die fT4-Konzentration erhöht sein. Eine Hyperthyreosis factitia kann durch die
Bestimmung von fT3 ausgeschlossen werden.
freies Trijodthyronin [FT3]
1,7 - 3,7 pg/ml
Die Konzentration des freien T3 wird durch die Sekretionsleistung der Schilddrüse und dieProteinbindungsverhältnisse sowie durch die Konversionsrate von T4 zu T3 in der Peripherie bestimmt.
Nur 0,1 bis 0,3 % des Gesamt-T3 liegen im Serum in der stoffwechselaktiven freien Form (fT3) vor.
Das fT3 kann bei veränderter Konversion in der Peripherie stark verändert sein und wird durch Medikamente
(Corticoide, Antiarhythmika, β-Rezeptorblocker) beeinflußt (Niedrig- fT3 -Syndrom).
 Hyperthyreose
 isolierte T3-Hyperthyreose (5 - 10 %)
 ausgeprägte Hypothyreose
Das fT3 ist gemeinsam mit dem fT4 und der basalen TSH-Konzentration sinnvoll zur Bestimmung des
Schilddrüsenfunktionszustandes (insbesondere in der Schwangerschaft, da dieser Parameter nicht durch
die steigende Konzentration der Bindungsproteine beeinflußt wird).
Pathophysiologie
Wie beeinträchtigt die gestörte SD Funktion den Zyklus ?
20 – 50 % der Frauen haben Zyklusstörung.
Warum ?
Hyperthyreose
Testosteron, AD, E2 und SHBG erhöht
LH erhöht, aber LH peak kann ausbleiben
FSH ?
im GnRH Test erhöhte Reaktivität
Hypothyreose
SHBG fällt, freies E2 und Testosteron steigt
Gonadotropine meist unverändert
Ovulation bei milder Hypothyreose
Zyklusstörungen, Gerinnungsstörungen
TRH erhöht und PRL selten erhöht, Zyklusstörung nicht mit TSH
korreliert
Fallbericht N.N. 2
Leitsymptom Oligomenorrhoe
Hyperprolaktinämie
Fallbericht N.N. 2
Klinik
Anamnese
Gyn. U.
prim. Diagnostik
sek. Amenorhoe seit 9 Monaten
Wohlbefinden
eher Leistungsbesserung im letzten Jahr
Zunahme der Kraft
alles o.B.
??
Fallbericht N.N. 2
FSH
7,2
U/l
Prolaktin
1560
90-523 mU/l
Testosteron
2,3
0,21-2,85 nmol/l
TSH
1,2
0,35-4,5 U/l
hCG
<2
U/l
Fallbericht N.N. 2
Therapie
Behandlung mit Dopaminagonist
nach 8 Wochen
positiver Schwangerschaftstest: hCG 2870 U/l
Dopaminagonist wird abgesetzt
Spontanentbindung am Termin
reifes Mädchen, 3190 gr, 51 cm
Apgar 9-10-10;
Zu berücksichtigende Faktoren bei Hyperprolaktinämie
•
•
•
•
Zeitpunkt der Blutentnahme
vorherige Untersuchung (insb. Brust)
Stress beim Arztbesuch
Medikamente: Psychopharmaka (Amitryptilin, SSRI, D2-RezeptorAntagonisten, Apomorphin)
Anti-Emetika (Metoclopramid, Ondansetron)
• Makroprolaktinämie?
big big PRL
Vier verschiedene PRL Isoformen mit unterschiedlichem Molekulargewicht
little bis „big-big“
die „little“Form hat die stärkste Rezeptorbindung.
je nach Essay sind alle Isoformen nachweisbar
Conclusio: der PRL Wert läßt keine absolute Aussage über die biologische
Wirksamkeit zu
PRL und Ovulation
Warum kommt es zur Anovulation durch PRL ?
Zentrale Hemmung der Gonadotropinfreisetzung
durch:
- hypothalamischen Prolaktin Rezeptoren
- reaktiver hypothalamischer Dopamin turnover
Dopamin (D2) Rezeptoren an der Hypophyse
PRL und Ovulation
verminderte Gonadotropin Ausschüttung (FSH, LH)
führt zu
Follikelreifungsstörung und Ovulationsstörung
Micro / Macro adenom
Prolaktinom
< 1 cm ist ein Mikroadenom
> 1 cm ist ein Makroadenom
Fallbericht N.N. 3
Leitsymptom
Oligomenorrhoe
Hyperandrogenämie
Primäre Amenorrhoe
PCO im Adoleszentenalter
Fallbericht N.N. 3
Grund der Vorstellung li.-seitig UB-Schmerzen seit 2 Monaten
Zyklus
seit 16 Jahren primäre Amenorrhoe
Gewicht
50 Kg
Größe
164
Pubarche
mit 12 Jahren
Thelarche
mit 12 Jahren
Befunde
geringgradiger Hirsutismus
leichte OS-Behaarung
Akneneigung
prim. Diagnostik
??
Fallbericht N.N. 3
Abdominalsonographie (Virgo)
EMR 15 mm
re Ovar 4,5 x 3 cm, ca. 20 SF
li Ovar nicht darstellbar
Fallbericht N.N. 3
FSH
8,7
U/l
LH
10,9
U/l
Östradiol
34
24-195 pg/ml
Prolaktin
15,6
3,4-24,1 ng/ml
Testosteron
0,47
0,06-0,82 ng/ml
SHBG
67
18-114 nmol/l
DHEAS
2790
200-3260 ng/ml
17-OH-P
2,7
0,30-3,40 nmol/l
Androstendion
1,21
0,47-2,68 ng/ml
hCG
<2
U/l
Fallbericht N.N. 3
weitere Diagnostik
Gestagentest
fakultativ: ACTH-Test
Therapie
nach positivem Gestagentest:
antiandrogene Pille
Beratung zur Lebensführung
und Ernährung
Fallbericht N.N. 4
Sekundäre Amenorrhoe
Familiärer Kleinwuchs
Fallbericht N.N. 4
Alter
23 Jahre
Grund der Vorstellung
sek. Amenorrhoe
Größe
149
BMI
34
Befunde
familiärer Kleinwuchs
Zehensyndaktylie
Gyn. Befund
konstitutionelle Entwicklungsverzögerung
als Kind
o. B.
Fallbericht N.N. 4
12/03
FSH
0,6
U/l
LH
0,3
U/l
Östradiol
18
24-195 pg/ml
Prolaktin
8,0
3,4-24,1 ng/ml
Testosteron
0,34
0,06-0,82 ng/ml
SHBG
238
18-114 nmol/l
DHEAS
2738
200-3260 ng/ml
TSH
1,54
0,35-4,5 U/l
Fallbericht N.N. 4
GnRH-Test
Bolus 100 g GnRH i.v
0
30
45 min
LH
0,1
2,2
2,3
FSH
0,1
0,5
0,6
Fallbericht N.N. 4
weitere Diagnostik
MRT Schädel: o.B.
humangenetisches Gutachten: 46 XX
Subtelomerenscreening o.B.
Fallbericht N.N. 4
Therapie
Gewichtsreduktion
Hormonersatztherapie
Auslassversuch in 6 Monaten
Wdh. GnRH-Test?
Fallbericht N.N. 5
Hirsutismus
Late onset AGS
Fallbericht N.N. 5
Alter
23 Jahre
Grund der Vorstellung
Hirsutismus
Befunde
18.-22. LJ antiandrogene Pille
2 Spontangeburten 1994 u. 1998
2000 NMR Nebenniere o.B.
2000 Laserepilation
Fallbericht N.N. 5
nach ACTH
nach Dexa
FSH
4,4
U/l
LH
1,5
U/l
Östradiol
50
110-330 pmol/l
Prolaktin
293
90-523 mU/l
Testosteron
4,4
SHBG
135
DHEA-S
6,9
17-OH-P
59,4
1,5
14-138 nmol/l
101,7
4,4
5,0-10,0 mol/l
2,0
1,0-2,5 nmol/l
Androstendion
Cortisol
0,7-3,0 nmol/l
0,47-2,68 ng/ml
270
284
13,5
50-250 ng/ml
Dexamethason Hemmtest
Dexamethason hemmt die ACTH-Freisetzung (negative Rückkopplung) und damit die
endogene Steroidproduktion. Der Dexamethason-Test werden in der
Differentialdiagnostik des Cushing-Syndroms und zur Differentialdiagnose der
Hyperandrogenämie eingesetzt.
Ein pathologischer Dexamethason-Hemmtest ist aber nicht beweisend
(endogener Depression, Anorexia nervosa und schwerer Sepsis).
Kurzzeittest
um 8.00 Uhr Blutentnahme nüchtern: Cortisol.
am Abend desselben Tages orale Gabe von 2 mg Dexamethason.
Am Folgetag um 8.00 Uhr Blutentnahme.
Ein deutlicher Abfall des Serum-Cortisolspiegels auf Konzentrationen von unter 40 ng/ml
schließt ein Cushing-Syndrom aus.
Langzeittest
Dexamethason 0,5 mg abends über 2-3 Wochen
10 Stunden nach der letzten Einnahme erfolgt um 8.00 Uhr eine Blutentnahme zur
Kontrolle der vor dem Test erhöhten Androgene sowie zur Bestimmung von Cortisol.
DHEA-S und T fallen nach Gabe von Dexamethason langsam ab. Falls nicht ->
ungenügende Dosierung, Nichteinnahme oder unregelmäßige Einnahme des Präparats,
Nichteinhalten von standardisierten Bedingungen, überwiegend oder ausschließlich
ovarielle Sekretion von Androgenen, Nebennierentumor
Fallbericht N.N. 5
Molekulargenetik
2 Mutationen im CYP21Gen (21-OH-lase)
IVS2-13: AG (heterozygot)
splicing der mRNA für 21-OH-Gen
kann verändert sein
V281L: G T an Pos. 281
heterozygoter compound Status
für AGS verantwortlich
Steroid-21-Hydroxylase-Gen
Die Erkrankung kommt auch als nicht-klassische Form (late-onset-Form) vor. Diese Verlaufsformen sind
deutlich milder. Symptome, die auf einen Androgenexzess hindeuten, zeigen sich klinisch beim nichtklassischen AGS erst nach der Pubertät.
Knaben und Männer sind meist asymptomatisch. Das klinischeBild bei Mädchen kann stark variieren
(prämature Pubarche, Akne, Seborrhöe, Hirsutismus, Kleinwuchs, akzeleriertes Knochenalter,
Klitorishypertrophie).
Das Gen für die Steroid-21-Hydroxylase ist auf dem kurzen Arm des Chromosom 6 lokalisiert und seine
Struktur ist vollständig aufgeklärt. Damit ist eine direkte Genanalyse möglich. Sie wird aber erschwert durch
die Anwesenheit eines Pseudogens (nicht funktionelle 2. Kopie des Gens, die durch zahlreiche Mutationen und
Deletionen inaktiv geworden ist) in unmittelbarer Nachbarschaft des aktiven Gens und durch die Tatsache, daß
sowohl Deletionen, Genkonversionen mit dem Pseudogen als auch Mutationen in verschieden Exons
vorkommen können.
Eine Pränataldiagnostik ist möglich und indiziert, wenn der begründete Verdacht besteht, daß ein weiblicher
Fötus homozygoter Träger eines Gendefektes sein könnte.
Geschlecht und Mutation können frühzeitig (Chorionzottenbiopsie) bestimmt werden.
Die nicht-klassiche Form des AGS beruht auf dem Vorliegen einer schwerwiegenden Mutation in einem Allel des
Steroid-21-Hydroxylase-Gens und eines gesunden Allels (heterozygoter Genotyp) oder einer milden Mutation
auf dem anderen Allel (Compound-Heterozygotie). Auch das gleichzeitige heterozygote Auftreten von Defekten
in zwei verschiedenen Enzymen der Steroidbiosynthese wird als Ursache für nicht-klassiche Formen des AGS
diskutiert.
Fallbericht N.N. 5
Therapie
Dexamethason 0,5 mg
Notfallmedikation 100 mg Hydrocortison
Notfallausweis
Dosisanpassung anhand Cortisoltagesprofil
Therapieempfehlungen bei Hyperandrogenämie und Kinderwunsch
Therapie
0,5 mg DXM abends
5mg Prednisolon abends
nach zwei Wochen
Kontrolle: Cortisol, 17a-OHP, Testosteron,
DHEAS
ggf. Dosisanpassung
bei CYP21 heterozygoter Mutation besser 2x5mg Hydrocortison
Glucokorticoide
Durch Dexamethasonbehandlung im Zyklus ist der Androstendiolanteil
der NNR supprimierbar.
Abraham GE. J Clin Endocrinol Metab 1974
50% des Testosteron wird aus AD rekrutiert.
Low-dose Dexamethason erhöht möglicherweise die ovarielle
Stimulierbarkeit (?)
Keay SD. et al. Hum Rep 2001
Dexamethason Behandlung beeinflußt möglicherweise
Autoimmunprozesse günstig
Fallbericht L.S.
Hirsutismus
Late onset AGS
mit niedrigem 17OHP
PCO Syndrom
Ovarielle Stimulation für IVF
Fallbericht L.S.
Alter
Grund der Vorstellung
Zyklus
Menarche
Größe
Gewicht
Befunde
34 Jahre
primäre Sterilität
Kinderwunsch seit 10/99
reg. GV
Oligomenorrhoe
17 Jahre
nach 1. Blutung sek. Amenorrhoe
Blutungsauslösung durch Utrogest oder OC
167
56
Ovarialinsuffizienz WHO II (PCO-S)
Z.n. Clomifenstimulation ’99 ohne Ovulation
Normogonadotrope Normozoospermie
Z.n. TE
Amoxycillin-Allergie
keine Tubendurchgängigkeitsprüfung
WHO-Klassifizierung
Fallbericht L.S.
d=3
FSH
6,5
U/l
LH
13,3
U/l
Östradiol
257
110-330 pmol/l
Prolaktin
294
90-523 mU/l
Testosteron
7,0
0,7-3,0 nmol/l
SHBG
106
14-138 nmol/l
DHEA-S
6,4
5,0-10,0 mol/l
Fallbericht L.S.
Spermiogramm
Normogonadotrope Normozoospermie
Zahl: 43 mill/ml
193,5 mill/Ejak
Motilität:
43 % (a)
18 % (b)
10 % (c)
29 % (d)
Morphologie:
23 % Normalformen
76 % Kopfdefekte
30 % Mittelstückdefekte
8 % Schwanzdefekte
Andrologische Diagnostik
Wichtige Punkte bei der Anamneseerhebung des Mannes sind
bereits im Erstgespräch angeführt. Das Basisspermiogramm
kann häufig vom Frauenarzt mit durchgeführt werden.
Die klinische, infektiologische und endokrinologische
Untersuchung obliegt dem Andrologen.
Volumen
Ph
Spermien-Konzentration
Gesamt-Spermien-Zahl
Motilität (Beweglichkeit)
Morphologie
Leukozyten
Verflüssigungszeit
Geruch
Hormonstatus
 2,0 ml
7,2-8,0
 20 Mio/ml
 40 Mio/ml
 25 % linear progressiv
 50 % WHO A+B
 30 % normal
weniger als 1 Mio/ml
30 Minuten, max. 1 Stunde
Kastanienblütenartig
FSH, LH, Te
WHO-Laborhandbuch zur Untersuchung des menschlichen Ejakulates und der
Spermien-Zervikalschleim-Interaktion [World Health Organization].
Übers. von Eberhard Nieschlag
Berlin, Heidelberg, New York: Springer-Verlag 1999
Fallbericht L.S.
Therapie
03/01 Versuch der Ovulationsinduktion
mit FSH 37,5 – 112,5 IE
Abbruch wg. Multifollikulärer Reifung.
04/01 Versuch der Ovulationsinduktion mit
FSH 75 IE – 150 IE / GnRH-Analogon
Abbruch wg. massivem E2-Anstieg und somit drohender
multifollikulärer Reifung.
09/01 IVF mit FSH 100 – 112,5 IE / GnRH-Analogon:
8 Oozyten / 5B, 6B ET / Einlings-Gravidität /
Spontanpartus
Aktuell
Vorbereitung zur 2. IVF bei erneutem Kinderwunsch
Fallbericht L.S.
E2 (pmol/l)
LH (U/l)
Ovar re
5
103
5,5
PCO
Ovar li
PCO
Stimulationstag
1
2
3
4
6
7
8
9
10 11 12 13 14 15
91
100
2,6
3
PCO
PCO
16
125
1,7
PCO
PCO
PCO
PCO
17
18
19
382
1,3
7,5
20
21
22
7,5
re (n)
> 15
> 15
> 15
> 15
> 15
li (n)
> 15
> 15
> 15
> 15
> 15
EMR (mm)
7
7
7
7
10
FSH (IE)
37,5 37,5 37,5 37,5 37,5 37,5 37,5 37,5 75 75 75 75 75 75 75 112,5 112,5 112,5 112,5 112,5 112,5 112,5
GnRH
hCG (1000 IE)
23
2865
1,1
9,5
24
12,5
9,5
9
15,5
15
12,5
12
12
2
5
1
3
75
25
1083
1,4
10,5
11
37,5
Fallbericht L.S.
Stimulationst
ag
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
E2 (pmol/l)
274
76
119
9
LH (U/l)
1,6
1,4
1,2
Ovar re
PCO
PCO
PCO
Ovar li
PCO
PCO
PCO
re (n)
>
15
>
15
> 15
li (n)
>
15
>
15
> 15
6
7
8
EMR (mm)
FSH (IE)
75
75
75
75
75
75
75
75
75
75
150
150
150
150
GnRH
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
2x
1
hCG
(1000 IE)
Fallbericht L.S.
Stimulationstag
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
E2 (pmol/l)
752
4462
7850
LH (U/l)
Ovar re
1,9
PCO
3,7
14
14
13
13
11
15
14
13
13
12
2,2
17
17
16
16
16
24
23
19
19
19
Ovar li
PCO
re (n)
> 15
10
10
li (n)
> 15
10
10
10
13
13,5
100
112,5 112,5 112,5 112,5 112,5
EMR (mm)
FSH (IE)
100
GnRH
2x1 2x1 2x1 2x1 2x1 2x1 2x1 2x1 2x1
hCG (1000 IE)
100
100
100
100
100
100
2x1
2x1
2x1
2x1
10
15
16
17
18
32
45
OPU:
ET:
hcG:
Sono:
8 Oozyten
5B
6B
Utrogest
3 x 200 mg
168 U/l Einling
Fallbericht I.G.
M. Addison in graviditate
Fallbericht I.G.
Alter
33 Jahre
Grund der Vorstellung
9. SSW
intakte Einlingsgravidität
spontaner Eintritt
„unklare Homonwerte“
Kommunikation erschwert
Fallbericht I.G.
FSH
0,4
2,0 - 12,0 U/l
LH
< 0,2
1,0 - 18,0 U/l
PRL
8,2
30,0 - 500,0 µU/ml
E-2
93,4
30 - 120 pg/ml
P
56,5
1. Trimenon
11 – 90 µg/l
ACTH
> 1300
9 - 52 ng/l
TSH
12,2
0,3 - 4,0 µU/ml
Cortisol
12,1
50 - 250 µg/l
Aldosteron
85,4
50 – 450 pg/ml
Fallbericht I.G.
Diagnose
M. Addison
V.a. Hypothyreose
Einstellung mit Hydrokortison durch
Internisten bereits durchgeführt
Beratung
FT3, FT4 komplettieren
Hintergrund
NNR-Unterfunktion (M. Addison) ist selten in
der Schwangerschaft, am häufigsten durch
Autoimmunadrenalitis (50-80%)
AK gegen NNR < 1:10
Risiken
Fehlinterpretation einer Addison-Krise
(Übelkeit, Erbrechen, akutes Abdomen) als
schwangerschaftsbedingt
Notfallmedikation
Rehydratation mit NaCl
100 mg Hydrokortison i.v.
Cortisol
vormittags 50,0 - 250 ng/ml zirkadiane Rhythmik
In der Schwangerschaft und unter oralen Kontrazeptiva ist die Cortisolkonzentration im Serum durch den Anstieg des
Cortisolbindungsglobulins (Transcortin) erhöht.
Cortisol wird durch die ACTH- bzw. CRH-Sekretion kontrolliert und zirkadian ausgeschüttet. Die Konzentration liegt
um 16.00 Uhr ca. 50 % und um 20.00 Uhr ca. 70 % niedriger als um 8.00 Uhr.
Da diese östrogenabhängige Erhöhung im wesentlichen gebundenes Cortisol repräsentiert, kommt es nicht zur
ausgeprägten klinischen Symptomatik des Cushing-Syndroms.
Bei jedem erhöhten Cortisolspiegel muß bei Frauen eruiert werden, ob sie einer Östrogenwirkung ausgesetzt
sind/waren (z.B. durch Bestimmung von SHBG
 endokrin aktive Nebennieren-Adenome, -Karzinome
 Morbus Cushing, ektope ACTH-Produktion, Glucocorticoid-Resistenz-Syndrom
 NNR-Insuffizienz (Morbus Addison)
 sekundäre NNR-Insuffizienz, Hypophysenunterfunktion, hypothalamische (tertiäre) NNR-Insuffizienz, NNRSuppression nach Glucocorticoid-Therapie.
Es gibt eine Kreuzreaktivität mit Prednisolon (ca. 30 %). Es besteht keine Kreuzreaktivität mit Dexamethason.
Ermittlung des Cortisoltagesprofils (Blutentnahme ca. 8.00 Uhr und 16.00 Uhr sowie 20.00 Uhr, falls möglich)
• Dexamethason-Hemmtest
• ACTH-Stimulationstest
• CRH-Test
Fallbericht I.G.
Robertson´sche Translokation
Fallbericht G.K.
Alter
32 Jahre
Grund der Vorstellung
prim. Ehesterilität
Kinderwunsch seit 4 Jahren
Zyklus
28-30
Menarche
13
Gewicht
57
Größe
160
Befunde
diagnostische Laparoskopie 09/03
li. prompt, re. auf starken Druck
Spermiogramm
Konzentration 9,4 Mio/ml
Motilität
40 % linear progressiv
Morphologie 11 % normal
Z.n. Hodenhochstand-Op re. 07/03
Z.n. Zink, Folsäure Therapie
Fallbericht G.K.
Plan
1 x INS
großzügige IVF-Indikation
Nach mehreren Kontakten Ergänzung der Familienanamnese:
Beim Bruder des Mannes habe es länger gebraucht bis zum Eintritt einer
Schwangerschaft: bei der Fruchtwasseruntersuchung sei eine genetische
Auffälligkeit beim Jungen festgestellt worden
Fallbericht G.K.
Genetik Frau
Genetik Mann
Genetik Bruder
Genetik Neffe
o.B.
Robertson´sche Translokation zwischen
14 und 22
idem
idem
Dieser Spezialtyp einer Translokation kommt dadurch zustande, dass
zwei nicht homologe akrozentrische Chromosomen letzlich miteiander
fusionieren. Am häufigsten sind die Chromosomen Nr. 13 und 14 unseres
Genoms davon betroffen:
Baccetti B, Capitani S, Collodel G, Estenoz M, Gambera L, Piomboni
P.Related Articles
Infertile spermatozoa in a human carrier of robertsonian translocation
Fertil Steril. 2002 Nov;78(5):1127-30.
CONCLUSION(S): The unusual structural sperm immaturity is
associated with the translocation 14;22. This chromosomal anomaly
may therefore negatively influence the spermatogenesis; an
interchromosomal effect on meiosis segregation is also suggested.
Fallbericht R.A.
Osteoporose
Osteopenie
Fallbericht R.A.
Alter
57 Jahre
Grund der Vorstellung
2. Meinung HRT
Zyklus
Menopause seit 10 Jahren
Gewicht
59
Größe
167
Befunde
Struma nodosa
grenzwertige Hyperthyreose (seit 10 Jahren)
Hypertonie
Aortenaneurysma
Osteoporose
Osteopenie
Knochennekrose li. Kniegelenk (04/03)
Schwerhörigkeit bds.
V.a. Polyneuropathie
Fallbericht R.A.
FSH
96
2,0 - 12,0 U/l
E-2
<15
30 - 120 pg/ml
P
1,6
0,3 - 4,0 ng/ml
TSH
0,12
0,3 - 4,0 µU/ml
fT3
3,5
2,3 – 4,3 pg/ml
fT4
1,0
0,8 – 1,8 ng/dl
Fallbericht R.A.
Knochendichtemessung 01-04
LWK 1-4
T-Wert –3,2 SD mäßig ausgeprägte Osteoporose
re. Femur
T-Wert –2,2 SD
altersbezogener Z-Wert –0,9 SD
stark ausgeprägten Osteopenie.
Sensibilitätsstörungen im Bereich des li. Unterschenkels und Fußes
zum Ausschluss einer Polyneuropathie
leicht erhöhte Werte für ANAS gefunden (1:240)
Fallbericht R.A.
Empfehlung
„Einer HRT steht die Pat. eher kritisch gegenüber. Dies ist auch aufgrund des
Aortenaneurysmas und der Hypertonie kein geeigneter Therapieansatz.
Ebenso erscheinen selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) wenig
geeignet.
Eine bereits geplante Schilddrüsenoperation bei bestehenden kalten und
warmen Knoten (nach Aussage der Pat.) wurde aufgrund des neu
diagnostizierten Aortenaneurysmas, das eine Länge von 5cm betrage,
abgesetzt. Hier wäre eine erneute Vorstellung in einer entsprechenden
Einrichtung sinnvoll, um diesen Eingriff nun doch durchführen zu lassen.“
Ca., Vit. D
Fallbericht K.R.
PCO Syndrom
normale Insulinresistenz
Fallbericht K.R.
Alter
Grund der Vorstellung
Zyklus
Menarche
Größe
Gewicht
Befunde
26 Jahre
sek. Amenorrhoe
Akne
Migräne ohne Zykluszusammenhang
kein Kinderwunsch
LR 09/02 nach Pille
17 Jahre
170
50
sonographisch PCO
NN sonographisch o.b.
Mutter Apoplex->
Gerinnungsdiagnostik:
heterozygote MTHFR-Trägerin
(Methylentetrahydrofolatreduktase)
Fallbericht K.R.
FSH
6,6
2,0 - 12,0 U/l
LH
18,5
1,0 - 18,0 U/l
PRL
169
30,0 - 500,0 µU/ml
E-2
108
30 - 120 pg/ml
P
0,8
0,3 - 4,0 ng/ml
T
83,9
20 - 80 ng/dl
TSH
6,6
2 - 12 U/l
Cortisol
14,9
4 - 19 µg/dl
DHEA-S
3,65
0,5 – 4,0 µg/ml
17--OH-P
41
2 - 10 pg/ml
Fallbericht K.R.
ACTH-Test (Kurzzeittest)
Injektion von 25 IE (= 0,25 mg)
synthetischem ACTH (Synacthen) nüchtern, 8.00 Uhr
0‘
60‘
Cortisol
12,6
35,3
5 - 25 µg/dl
17 -OH-P
2,0
2,4
0,2 - 1,0 ng/ml
Bei einem Anstieg von 17-OH-P um mehr als 2,5 ng/ml muß ein 21-Hydroxylasedefekt angenommen
werden.
Cortisol sollte mindestens um 10 µg/dl ansteigen. Sonst ist das Vorliegen einer NNR-Insuffiziens
möglich.
Fallbericht K.R.
Insulinresistent-Testung
Verabreichung von Glukose (1 g Glukose/kg KM als 20 %ige Lösung)
0
Blutzucker
77
Insulin
6,7
30
60 120
105 93
51
87
61
mg/dl
56
µU/ml
Das HOMA-Modell (homeostasis model assessment) ist ein mathematisches
Modell, das über die Nüchtern- Plasma-Glukose und Nüchtern-Insulin-Konzentration
eine Berechnung der Insulinresistenz erlaubt.
Normale Werte
Empfehlung Cyproteronacetat
Fallbericht F.N.
PCO Syndrom
path. Insulinresistenz
Fallbericht F.N.
Alter
Grund der Vorstellung
Zyklus
Menarche
Größe
Gewicht
BMI
Befunde
30 Jahre
prim. Ehesterilität
Hirsutismus
Oligomenorrhoe (4-5 Moate)
12 Jahre
160
65
25
sonographisch PCO
Fallbericht F.N.
4. ZT. Duphaston
FSH
2,7
2,0 - 12,0 U/l
LH
9,6
1,0 - 18,0 U/l
PRL
476
30,0 - 500,0 µU/ml
E-2
52
30 - 120 pg/ml
P
0,3
0,3 - 4,0 ng/ml
T
1,2
- 1,2 ng/ml
TSH
2,0
2 - 12 U/l
Cortisol
15,1
4 - 19 µg/dl
DHEA-S
1,2
0,5 – 4,0 µg/ml
17--OH-P
76
10 - 110 ng/dl
SHBG
31,8
18 – 144 nmol/l
AD
3,5
- 3,5 ng/ml
Fallbericht F.N.
Insulinresistent-Testung
Verabreichung von Glukose (1 g Glukose/kg KM als 20 %ige Lösung)
0
30
60
120
Blutzucker 86 111 143 116 mg/dl
Insulin
23
85
214 235 µU/ml
Das HOMA-Modell (homeostasis model assessment) ist ein mathematisches
Modell, das über die Nüchtern- Plasma-Glukose und Nüchtern-Insulin-Konzentration
eine Berechnung der Insulinresistenz erlaubt.
Norm: bis 4,0 hier: 20,5 -> path. Werte
Empfehlung: Metformin einschleichend bis 3x 500 mg/d
LSK mit Ovar-Drilling
Klinische Endokrinologie für Frauenärzte
Endokrinologikum Hamburg
Leidenberger, Freimut A.
Springer, Berlin
Zentrum für Hormon- und
Stoffwechselerkrankungen
Gynäkologische Gemeinschaftspraxis
gebunden, Neuaufl. 2004. 671 S. 236 Abb.
ISBN: 3-540-44162
Preis: EUR 159,95
Lornsenstraße 4-6
22767 Hamburg
www.endokrinologikum.com
Herunterladen