Patientengerechte Rettung

Werbung
Patientengerechte
Rettung
Aus einem
PKW
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 2
Wirkungsbereich Airbag
Unfallanalysen zeigen eindeutig, daß mehr als zwei
Drittel aller Unfälle den Vorderwagen betreffen. Dabei
wirken Belastungskräfte frontal oder schräg auf das
Fahrzeug. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten
sind Fahrer und Beifahrer trotz angelegter
Sicherheitsgurte vor einem Aufprall auf das Lenkrad
oder die Armaturentafel nicht sicher. Das Airbagsystem
ist so konzipiert, daß es bei einem Frontal - oder
Schrägcrash in Abhängigkeit der Längsverzögerung
ausgelöst wird.
Die Airbagauslösung erfolgt nur, wenn sie tatsächlich
nötig ist. Damit wird eine Fehlauslösung bei
Bagatellunfällen oder extremen
Fahrsituationen ausgeschlossen, wodurch hohe
Reparaturkosten vermieden werden.
Durch die Zusatzschutzwirkung des Airbagsystems
werden schwere Schädelverletzungen vermieden und
die Gefahr des Schleudertraumas
wesentlich reduziert.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 3
Zeitlicher Ablauf
Als Beispiel für den zeitlichen Crashablauf wird hier ein Frontalcrash mit einer Geschwindigkeit von ca. 56 km/h auf eine
Wand dargestellt. Im einzelnen läßt sich das Unfallgeschehen in folgende Vorgänge einteilen:
•Zum Zeitpunkt ,,Null" berührt das Fahrzeug die Crashwand.
•25 ms später aktiviert der elektronische Sensor die Zündpille des Fahrermoduls.
•nach 30 ms ist die Abdeckung des Fahrermoduls aufgerissen und der Airbag wird aufgeblasen.
•die Zündpille auf der Beifahrerseite wird nach etwa 35 ms aktiviert.
•der Fahrerairbag ist nach etwa 55 ms vollständig aufgeblasen und der Fahrer taucht ein.
•nach ca. 65 ms ist auch der Beifahrerairbag vollständig entfaltet und der Beifahrer fällt ebenfalls in den Airbag.
•nach etwa 85 ms ist der Fahrer maximal in den Airbag eingetaucht und bewegt sich wieder vom Lenkrad weg.
•der Beifahrer taucht nach ca.100 ms maximal ein und bewegt sich dann ebenfalls zurück.
•das gesamte Unfallgeschehen ist nach ca. 150 ms abgeschlossen, die Insassen befinden sich in ihrer Ausgangsposition
und beide
•Airbags sind weitgehend entleert.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 4
Begriffe
C-Säule
A-Säule
B-Säule
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 5
Zuerst wird der PKW durch unterschieben eines Holzbalkens unter der A-Säule für die
weiteren Arbeiten stabilisiert und die noch nicht zerstörten Scheiben entfernt.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 6
Im zweitem Schritt wird die Fahrertür (oder auch Beifahrertür) durch Aufspreizen der
Tür im Bereich der Schaniere entfernt.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 7
Nun werden je Seite zuerst die A-Säule und B-Säule mit der Rettungsschere
durchtrennt, ...
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 8
und das Dach vor der CSäule mit 2 -3 Schitten in
Richtung Dachmitte
eingeschitten.
Anschließen kann das Dach nach Hinten aufgeklappt werden. Es sollte auf jeden Fall
durch Arbeitsleinen am zurückschnellen (Achtung! Unfallgefahr) gehindert werden.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 9
Nun werden mit der Rettungsschere mehrere Schnitte unterhalb der Armaturenbrettachse und am
Übergang der A-Säule zum Schweller in Richtung Radkasten im Kotflügel geschnitten.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 10
Jetzt kann der komplette Kotflügel zwischen
Radkasten und Ä-Säule weggespreizt werden. Zu
diesem Zweck klemmt man den Kotflügel
zwischen den beiden Schnitten ein und zieht, durch
den so entstandenen Hebelarm, den Kotflügel
ruckfrei nach vorne.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 11
Einen passenden Rettungszylinder zwischen Schweller und A-Säule einsetzten und ausgefahren.
Dabei wird das Lenkrad und das gesamte Armaturenbrett gradlinig nach oben weggedrückt
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 12
Aus einem
LKW
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 13
Rettung aus einem LKW
• Kritisch:
– Einsatzhöhe (um 1.80 m)
– Verstärke
Kabinenkonstruktion, da oft
Frontlenker
– keine „Knautschzone“
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 14
Fahrerhauskonstruktion
• Passive Sicherheit:
–
–
–
–
Airbag
Gurtstraffer
Sitzkonzeption
Crashelemente im Fahrerhaus
• Fahrerhaus
– Käfigbildung
– eigenständiges
Sicherheitselement
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 15
Begriffe
B-Säule
A-Säule
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 16
Arbeitsgrundlage
für die
Befreiungsöffnung
kann unter
anderem ein
Schnellbaugerüst
darstellen.
Ist genügend Platz
vorhanden kann
dazu auch eine
Drehleiter
eingesetzt werde.
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 17
Ansatz zum Herausspreizen
der Fahrertür bei einem LKW
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 18
Entlasgungsschnitte in der A Säule, im Schweller
unterhalb der Fahrertür und
falls erforderlich auch in den
Verstärkungselementen der
Frontpartie oder Konsole
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 19
Ansatzpunkte für den
Rettungszylinder zum
einseitigen Verschieben von
Frontpartie, Lenkrad und
Lenksäule
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 20
Auswechseln der
Rettungszylinder. Zur
weiteren Stabilisierung kann
ein weiterer Rettungszylinder
zwischen oberen und unterem
Fensterfalz eingebracht
werden. Behindert der erste
Zylinder die Personenrettung,
kann dieser versetzt werden...
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 21
...oder ganz entfernt werden.
Dies sollte jedoch nur dann
durchgeführt werden, wenn
die Befreiungsaktion
erheblich behindert wird.
Durch die zusätzliche
Abstützung bleibt die nach
vorne gebogene
Fahrzeugpartie in ihrer
Position
FFw Villmar
16.05.2016
Seite: 22
Herunterladen