9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences The Swiss health care system and its future: How effective are proposals for reform Gesundheitssystem Schweiz 2012: Das Gute besser machen Health care system in Switzerland 2012: Making what is good even better Prof. Dr. med. PJ Meier-Abt Universität und Universitätsspital Basel Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW ) 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences • Switzerland‘s health system is high performing and fit for purpose, but it is also costly • Switzerland should use cost-effectiveness criteria to determine what is in the benefit package • Switzerland should overcome co-ordination problems to define national policies for prevention and health promotion • Future health workforce shortages demand a long-term national view, more health personnel and getting more out of Switzerland‘s existing health workforce • The paucity of information on health inequities and quality of care makes it difficult to assess whether Switzerland receives value for money for its major financial investment in health care 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2004 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Symposium Ein nachhaltiges Gesundheitssystem für die Schweiz Die Akademien der Wissenschaften Schweiz stellen ihre Roadmap vor Dienstag, 4. Dezember 2012, Bern (Inselspital, Kinderklinik) 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Nachhaltige Medizin Definition: „ Eine nachhaltige Medizin ist eine Medizin, welche den gegenwärtigen Bedarf deckt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen Ihren Bedarf nicht mehr decken können.“ oder anders ausgedrückt: „Nachhaltig ist die Medizin dann, wenn gewährleistet ist, dass auch unsere Nachkommen von guten medizinischen Leistungen profitieren können, um auf ihre Gesundheitsprobleme zu reagieren.“ *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences „Gründe für Maximale- statt Optimale Medizin“ • das heutige „Fee-for-Service“ System bietet für die Leistungserbringer keine finanziellen Anreize, die Patienten in Richtung Optimum statt Maximum aufzuklären • neue Interventionsmöglichkeiten sind finanziell lukrativ und gelten rasch als „state of the art“ ohne dass entsprechende Evidenz dafür besteht. • der „informierte“ Patient fordert alle möglichen Massnahmen ein • Sicherheitsdenken von Seiten der Aerzte („sicher nichts verpassen !“) • es ist einfacher die Patientenwünsche nach zusätzlichen Abklärungen oder Behandlungen zu erfüllen als sie von deren Nutzlosigkeit zu überzeugen • Motto: „etwas machen ist besser als nichts tun“ 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Ein Grossteil aller Medizinischen Interventionen basiert nicht auf wissenchaftlicher Evidenz 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Lösungsansatz: 1) Die Forschung, namentlich die Versorgungs- und Effizienzforschung, ist ein Schlüssel zur nachhaltigen Medizin • es braucht mehr und bessere Outcome-Daten (Einrichtung von Registern !) • die Versorgungsforschung soll durch ein Nationales Forschungsprogramm gefördert und akademisch verankert werden • die Wirksamkeitsforschung (Comparative Effectiveness Research) vergleicht Nutzen und Risiken alternativer Methoden zur Prävention, Diagnostik, Behanldung oder Steuerung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Praxis • der optimale Nutzen für die Patienten muss bei allen medizinischen Interventionen im Zentrum stehen 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Die Medizin kann die „condition humaine“ als Einbettung des Lebens zwischen Geburt und Tod nicht aufheben. • die Technisierung der Medizin favorisiert die Aspekte des „Heilen (cure)“; das „Pflegen (care)“ hat an Bedeutung verloren. • je mehr die Medizin vermag, desto schwieriger wird es, auf das Machbare im richtigen Moment zu verzichten. • „das Sterben ist komplizierter geworden“ • es fehlen Strategien, um die Spannungen zwischen den Möglichkeiten der Medizin und einem harmonischen Lebendsende zielführend aufzulösen. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Lösungsansatz: 2) Die Auswahl medizinischer Interventionen hat mit Augenmass zu erfolgen • Motto: „das Richtige und genug zu machen, aber nicht zuviel“ („wise choices“) • unabhängige Guidelines definieren eine „Baseline“ für Qualität; ein Abweichen von den Guidelines muss begründet werden • Arzt und Patient entscheiden gemeinsam im Sinne des „shared decision making“ • Interessenskonflikte sind konsequent offen zu legen (gilt besonders bei der Erstellung von Guidelines und bei der Ausgestaltung von Anreizsystemen) • Fachgesellschaften: Erstellen Guidelines und eine Liste von 10 Interventionen welche offensichtlich unnötig sind und daher nicht mehr durchgeführt werden sollten (Modell: „Choosing wisely“, American Board of Internal Medicine) 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Gründe für den aktuellen und zukünftigen Mangel an Gesundheitsfachleuten • demographische Entwicklung mit der Zunahme von chronischen Krankheiten • nicht optimale Verteilung der Gesundheitsfachleute auf die verschiedenen Versorgungsbereiche bzw. Spezialisierungen • Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in andere Branchen und Sektoren • gesetzliche Arbeitszeitregelung (50h Woche in den Spitälern) • Teilzeitarbeit zahlreicher junger Aerztinnen und Aerzte • Herausforderungen neuer Versorgungsmodelle 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Lösungsansatz: 3) Ausgehend von den zukünftigen Patientenbedürfnissen ist sicherzustellen, dass genügend Gesundheitsfachleute ausgebildet werden, dass diese die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen und dass sie am richtigen Ort zum Einsatz kommen. • Zahl der Ausbildungs- und Praktikumsplätze für Gesundheitsfachleute ist zu erhöhen • Med. Fakultäten und Fachhochschulen für Gesundheit koordinieren die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Gesundheitsfachleute (AerztInnen, Pflegefachkräfte, Therapeutinnen) • Einsatz der Gesundheitsfachleute entsprechend ihren Kernkompetenzen in interdisziplinären Teams • Beenden der anachronistisch wirkenden Besitzstandskämpfe zwischen AerztInnen, Pflegenden und weiteren Gesundheitsfachleuten Ein Team ist kompetenter als eine Einzelperson ! 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Wie hoch darf das Kostenniveau für unser Gesundheitssystem sein ? • im internationalne Vergleich sind die Gesundheitskosten in der Schweiz relativ hoch. • kostentreibende Faktoren: - freie Wahl der Leistungserbringer - Zugang zu fast allen medizinischen Leistungen ohne Wartefristen - Föderalismus - andere ABER: • wir wissen nicht wieviel die Bevölkerung bereit ist für unser Gesundheitssystem zu bezahlen ? 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Lösungsansatz: 4) Medizinische Leistungen in Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sind nur dann zu vergüten, wenn sie den Kriterien von Evidenz Ethik und Oekonomie genügen • Health Technology Assessment (HTA) bzw. Gesundheitstechnikfolgeabschätzung ist für Kosten/Nutzen Analysen vermehrt einzusetzen • dabei sind auch ethische, juristische und soziale Aspekte („Chancengleichheit beim Zugang zu medizinischen Leistungen“) zu berücksichtigen • der Bund schafft die gesetzlichen Voraussetzungen zur Etablierung von HTA in der Schweiz und stellt gleichzeitig die Finanzierung sicher • das Swiss Medical Board soll als Kernelement seine Expertise und Kompetenz in die HTA-Aktivitäten einbringen 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Swiss Medical Board Swiss Medical Board: Kosten/Nutzen Analysen in den letzten zwei Jahren 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Warum kann das Schweizer Gesundheitssystem nicht besser gesteuert werden ? • es fehlt die Datengrundlage (v.a. keine Register für spezielle und komplexe Behandlungen) • unterschiedliche Finanzierungsschlüssel für verschiedene Versorgungsbereiche (ambulante Medizin, Spitex, akutstationäre Versorgung, stationäre Langzeitpflege) führen zu Fehlanreizen, die einer bedürfnisgerechten Versorgung zuwiderlaufen • Einzelleistungsysteme schaffen Anreize mehr zu tun als notwendig ist, um den Gewinn zu maximieren (Patient will möglichst viele Leistungen; Spital und Arzt möglichst viel Einkommen) • je höher die Aerztedichte desto mehr überflüssige Untersuchungen und Therapien werden durchgeführt ! 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Das heutige Anreizsystem (Leistungs- und Gewinnmaximierung) unterstützt die Medikalisierung der Gesellschaft 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Lösungsansatz: 5) Es braucht neue Versorgungs-, Steuerungs- und Finanzierungsmodelle • der Stellenwert der Prävention muss gestärkt werden • die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen ist zu verbessern und die Arbeitsund Kompetenzverteilung zu optimieren • Einführung von eHealth-basierten Patientendossiers • neue Anreizsysteme, die sowohl Unter- als auch Ueberversorgung verhindern • einheitlicher Finanzierungsschlüssel für ambulante und stationäre Versorgung sowie Langzeitpflege • (nationale) Steuerung des Gesundheitswesens über Qualität und Kosten 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 2012 Nachhaltige Medizin Positionspapier der Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften* 1) Der Nutzen medizinischer Interventionen ist nicht immer vorhanden, oder er wird überschätzt bzw. falsch interpretiert. 2) Die Medizin weckt unrealistische Erwartungen – und ist auch mit solchen konfrontiert. 3) Die Resourcen an Gesundheitsfachleuten sind nicht gesichert. 4) Die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sind nicht unbegrenzt. 5) Das Gesundheitssystem setzt oft falsche Anreize. *Arbeitsgruppe: Prof. D. Scheidegger, Basel (Leitung); Dr. H. Amstad, Basel; Prof. S. Hurst, Genf; A. Lehmann, Basel; Dr. J. Nadig, Bülach; A. Sax, Zürich; Dr. H. Schläpfer, Herisau; Prof. F. Sennhauser, Zürich; Prof. U. Sigwart, Genf; Prof. M. Täuber, Bern; Prof. JD Tissot, Lausanne; Ch. Widmer, St. Gallen; B. Züst, Winterthur. – Nach Vernehmlassung vom SAMW Vorstand genehmigt im Oktober 2012. The advent of Personalised Healthcare Today and tomorrow Personalised Healthcare: use of new molecular insights and molecular diagnostic tests to better tailor medicines and better manage a patient’s disease Molecular diagnosis Still today, almost all patients are treated in a few similar ways • Only 20-60 % of patients receive effective treatment* • Nearly 200.000 people die from adverse drug reactions* Increasingly, treatment will be tailored to selected patient groups defined by molecular biomarkers 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences The Swiss health care system and its future: How effective are proposals for reform Gesundheitssystem Schweiz 2012: Das Gute besser machen Danke ! 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Sustainable Medicine / Nachhaltige Medizin (Eckwerte nach Daniel Callahan 2004) „ Ein unbegrenzter Fortschritt lässt sich aus endlichen Resourcen nicht bezahlen. Deshalb braucht es eine endliche Sichtweise der Medizin, die nicht versucht, Krankheit, Altern und Tod zu überwinden, sondern nur, jedem zu helfen, einen vorzeitigen Tod zu vermeiden und ein anständiges, nicht ein perfektes Leben zu führen.“ „Eine nachhaltige Medizin verlagert den Schwerpunkt von der Länge des Lebens auf dessen Qualität.“ 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences • Financing reforms hold the potential to reduce the utilisation of hospitals in Switzerland • Switzerland should overcome co-ordination problems to define national policies for prevention and health promotion • The paucity of information on health inequities and quality of care makes it difficult to assess whether Switzerland receives value for money for its major financial investment in health care • Governance structures provide local responsiveness but can also stifle changes that need to be made in the national interest 9th Swiss Congress on Health Economics and Health Sciences Policy recommendations for reforming the Swiss health system - Design an overarching legal framework for health at the federal level that clearly defines a common vision …… - Establish nationally-agreed timetables and standards for better health information systems ….. - Introducing electronic patient records, a unique patient identifier, and individual computerized smart cards ….. - Strengthening and institutionalising co-ordination between the federal and the cantonal levels …. - Enhance quality, effectiveness, efficiency and co-ordination of care.