Untitled - Marionettenoper

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Wolfgang Amadeus Mozart
Die Entführung aus dem Serail
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Gioacchino Rossini
Der Barbier von Sevilla
Engelbert Humperdinck
Hänsel und Gretel
Georges Bizet
Carmen
Wolfgang Amadeus Mozart
Cosi fan tutte
Johann Strauss
Die Fledermaus
Giuseppe Verdi
La Traviata
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Entführung aus dem Serail
“Zu schön für unsere
Ohren und gewaltig
viele Noten, lieber
Mozart.”
Kaiser Joseph II.
“Gerade so viele Noten, Eure Majestät, als
nötig sind.”
Mozart
Die Uraufführung fand am 16. Juli
1782 am Wiener Burgtheater statt
und wurde zu einem großen Erfolg.
Danach trat die Oper schon bald ihren Siegeszug durch die deutschen
Theater an: 1783 fanden Aufführungen in Prag, Leipzig und Bonn sowie
1784 in München, Salzburg, Mannheim und Frankfurt am Main statt.
Bei der Weimarer Erstaufführung am
4. April 1785 ist auch Johann Wolfgang von Goethe anwesend, der sich
zu dem Ereignis mit den Worten
äußert: “All unser Bemühen, um im
Einfachen und Beschränkten abzuschließen, ging verloren, als Mozart
auftrat. ‘Die Entführung aus dem Serail’ schlug alles nieder.” Seither ist
die Oper von den Bühnen der Welt
nicht mehr wegzudenken.
“Die Entführung” ist ein Plädoyer für
Mut, Toleranz und Vergebung. Vor
einer exotischen Kulisse im Spannungsfeld zweier gänzlich verschiedener Kulturen entwirft Mozart eine
historische Utopie: Die Versöhnung.
“Nichts ist so häßlich wie die Rache!”
Vor dem Hintergrund rassischer und
religiöser Konflikte, die noch immer
für Blutvergießen sorgen, ist “Die
Entführung” ein hochaktueller Stoff.
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
“Das Reich der Nacht,
die Königin, das Sonnenreich, die Mysterien, Einweihungen, die Weisheit,
Liebe, die Prüfungen und
dabei die Moral, die in
ihrer Allgemeinheit vortrefflich ist - das alles,
bei der Tiefe der bezaubernden Lieblichkeit und
Seele der Musik, weitet
und erfüllt die Phantasie
und erwärmt das Herz.”
Georg Wilhelm Friedrich
Hegel
Die Uraufführung fand am 30.
September 1791 im FreihausTheater auf der Wieden - einer
Wiener Vorstadt-Bühne - statt.
Noch im Oktober 1791 brachte
es die Zauberflöte auf annähernd
zwanzig Aufführungen, und auch
in den darauffolgenden Monaten
blieb die Zauberflöte mit Erfolg
im Spielplan der Wiener Bühne.
Ein Jahr später, am 25. Oktober
1792, wurde sie mit großem Erfolg
in Prag gegeben, da-nach folgten
Aufführungen in München, 1793
in Frankfurt a.M., 1794 schließlich
in Berlin und in Weimar. Von
diesen Opernbühnen weitete sich
der Ruhm des Werkes über Italien
und Frankreich auf die Bühnen
der Welt aus. Im deutschsprachigen Raum ist die Zauberflöte bis
heute die meistgespielteste Oper.
Ganz bewußt entzieht sich die
Inszenierung der Marionettenoper den unzähligen Deutungsversuchen, die das Werk in
seiner über zweihundertjährigen
Geschichte erfuhr. Die Lindauer
Zauberflöte spielt im Märchenland.
Und dies nicht nur deshalb, weil
das Genre Märchen Logikbrüche
und Paradoxien gezielt einsetzt,
um im wahrsten Sinne zu verzaubern. Jeder Zuschauer darf
und soll in der Zauberflöte seine
eigene Geschichte finden und
erfinden.
Gioacchino Rossini
Der Barbier von Sevilla
“Ich schreibe göttliche Musik.”
Gioacchino Rossini
Die Premiere des ‘Barbier’ am 20.
Februar 1816 in Rom wurde zu
einem riesigen Skandal: Ein Darsteller stürzte, beim Ständchen riss eine
Gitarrensaite und schließlich lief
auch noch eine Katze über die Bühne. Doch bereits die zweite Aufführung wurde zum großen Erfolg. Noch
im Jahr der Uraufführung kam es
vor begeistertem Publikum zu Vorstellungen in Bologna und Florenz.
Der Siegeszug des “Barbier von Sevilla” hatte begonnen: Den Aufführungen in acht italienischen Städten
1817 folgten 1818 Vorstellungen
in Barcelona und Wien sowie 1819
in Paris und an der Mailänder Scala.
Über London hatte die Oper zehn
Jahre nach der Uraufführung New
York erreicht. Als Muster einer Ära
der Opera buffa zählt “Der Barbier
von Sevilla” zu den weltweit meistgespieltesten Werken des Musiktheaters.
Alle wollen nur die Eine: Rosina.
Der Graf, Dr. Bartolo, sein Gegenspieler - und auch Figaro, der Kuppler, ist der Schönen längst verfallen.
Und alle haben nur einen einzigen
Tag, um Ihr Ziel zu erreichen. Geld
oder Liebe? Oder gar beides? Alle
haben es eilig. Und Rossini treibt
dieses fast absurde Tempo mit seiner Komposition auf die Spitze.
Engelbert Humperdinck
Hänsel und Gretel
“Welch’ herzerfrischender
Humor, welch’ köstlich naive Melodik, welche Kunst
und Feinheit in der Behandlung des Orchesters, welche
Vollendung in der Gestaltung des Ganzen, welch’
blühende Erfindung, welch’
prachtvolle Polyphonie...”
Richard Strauss, 1893
Mit großem Erfolg ging die
Uraufführung am 23. Dezember
1893 in Weimar unter der
Leitung von Richard Strauss über
die Bühne. Nach Aufführungen
in Karlsruhe und München folgten rasch auch andere deutsche
Bühnen wie beispielsweise 1894
Berlins Lindenoper, die es bis
1964 auf die bemerkenswerte Zahl
von 425 Aufführungen brachte.
In 17 Fremdsprachen übersetzt,
hat “Hänsel und Gretel” auch im
Ausland rasch Verbreitung gefunden - bis nach Afrika, Nord- und
Südamerika, nach Australien, ja,
selbst dem Fernen Osten (1961 in
Tokio).
Knabenchöre wie die Wiener
Sängerknaben und Regensburger
Domspatzen nahmen das Werk in
ihr Repertoire auf.
Eine Märchenwelt zu erschaffen,
die Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zieht,
war von Beginn an das erklärte Ziel.
Dass der Spagat gelang, zeigen die
Reaktionen unserer Besucher. Die
erwachsenen Zuschauer ließen sich
vom magischen Zauberwald und
seinen Fabelwesen genauso einfangen wie die jüngeren Besucher.
Das schönste Kompliment machte
uns ein 10 Jahre altes Mädchen,
das seine Großmutter überredete,
ihm die Aufnahme zu schenken.
Dass sich auch Kinderohren von
der anspruchsvollen Musik, die
in der Orchestrierung oftmals an
Wagner erinnert, betören ließen, ist
eine schöne Bestätigung für diese
Produktion.
Georges Bizet
Carmen
“Sie ist von Anfang bis
Ende von einem betörenden Zauber. Ich bin
sicher, dass Carmen nach
zehn Jahren die populärste Oper der ganzen
Welt sein wird.”
Pyotr Il’yich Tchaikovsky
Tchaikovsky sollte Recht behalten.
“Carmen” ist heute das meistgespielteste Werk der Musiktheatergeschichte. Vor diesem Hintergrund
erscheint der frühe Tod des Komponisten Georges Bizet um so fataler.
Bizet starb nur drei Monate nach der
Pariser Uraufführung (3. März 1875),
nachdem sein Werk beim Pariser Publikum durchgefallen war.
Den Durchbruch erlebte “Carmen”
am 23. Oktober 1875 in Wien. Das
Publikum reagierte vom ersten Augenblick an enthusiastisch und die
Begeisterung steigerte sich von Akt
zu Akt. 1876 folgten Aufführungen
in Brüssel, Marseille und Lyon; 1878
in St. Petersburg, London, Dublin
und New York. In Berlin und München stand die Oper im Jahre 1880
zum ersten Mal auf dem Spielplan.
Der triumphale Erfolg der Oper war
nun nicht mehr aufzuhalten.
Carmen ist eine Figur, die in ihrer ganzen dramatischen Widersprüchlichkeit wie geschaffen für
die Opernbühne scheint: geheimnisvoll, verführerisch, unberechenbar:
der Inbegriff der femme fatale. Sie
macht die Männer, die ihr verfallen
sind, willenlos, treibt sie ins gesellschaftliche Abseits und überlässt sie
dann ihrem Schicksal. Doch dies
ist nur die Oberfläche dieser Geschichte einer tödlichen Leidenschaft, deren treibende Kraft das
aufrichtige Liebesbedürfnis einer
Frau ist, die es gewohnt ist, von den
Männern nur als Lustobjekt missbraucht zu werden.
Wolfgang Amadeus Mozart
Cosi fan tutte
“Die Oper irisiert gleich einer
Seifenblase in den Farben der
Buffonerie, der Parodistik,
des echten und geheuchelten
Ge-fühls; aber dazu kommt die
Farbe der Schönheit.”
Alfred Einstein
Die Uraufführung fand am 26.
Januar 1790 im Wiener Burgtheater statt. Bereits im folgenden
Jahr folgten Aufführungen in Prag,
Leipzig, Dresden, Frankfurt, Mainz
und Amsterdam. Der große Erfolg
blieb “Cosi fan tutte” allerdings vorläufig versagt. Zwar wurde Mozarts
Musik einhelliges Lob gezollt, doch
das Libretto von Da Ponte wurde
geradezu verrissen. Es sollte noch
mehr als hundert Jahre dauern, bis
“Cosi fan tutte” sich allmählich
durchsetzte. Ihren internationalen
Durchbruch erlebte die Oper erst
im 20. Jahrhundert. Am 24. März
1922 wurde “Cosi fan tutte” erstmals an der Metropolitan Opera in
New York aufgeführt. Seither gehört das Werk zum Repertoire der
meisten großen Opernhäuser.
Zwei Frauen. Zwei Männer. Alle
glauben unerschütterlich an die
große Liebe - und werden desillusioniert. Dennoch gewinnen alle.
Nachdem die Seifenblase der romantischen Liebe zerplatzt ist, haben die Akteure die Chance, sich
neu und ungeschminkt zu begegnen.
“Cosi fan tutte” ist ein Abgesang
auf die romantische Liebe. Ein
Pamphlet gegen den Kitsch. Die
Inszenierung der Marionettenoper
schließt sich dieser Kampfansage
an, indem sie ganz bewußt auf Stilbrüche verzichtet und sich in der
Entwicklung ihrer Bilderwelten in
erster Linie von den Wohlklängen
inspirieren läßt, die Mozart mit dieser Oper geschaffen hat.
Johann Strauss
Die Fledermaus
“Das klingt ans Ohr und rieselt durch das Blut hinab bis
in die Beine, und der faulste Mensch im Zuschauerraum
fängt unwillkürlich zu nicken an mit dem Kopfe und
wiegt den Leib und strampelt mit den Füßen. Man kann
jetzt in der Loge des Thetaers an der Wien die schönste
Seekrankheit kriegen, so wogt es im Parterre unter den
bezaubernden Tönen, die Johann Strauss mit seinem
Stabe aus dem Orchester wirbelt. Das zwitschert, flötet,
singt und trillert wie ein ganzer schöner Frühling.”
Rezension der Wiener Morgenpost zur Uraufführung
"Die Fledermaus" gilt als die Königin
der Operette und eroberte sich nach
der Wiener Uraufführung die Welt.
Sie gehört zu den wenigen Operetten, die auch an den bedeutenden
Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der
Wiener Staatsoper und auch am Royal Opera House Covent Garden in
London regelmäßig gespielt werden.
Weltausstellungsgeprotze, Börsencrash und der bevorstehende Untergang der K.u.K.-Monarchie bilden
den gesellschaftspolitischen Hintergrund für die "Fledermaus". Das Bürgertum mutiert zu einer narzistischen
Spaßgesellschaft, die sich scheinbar
am eigenen Untergang noch berauschen kann. "Glücklich ist, wer vergisst" ist das Motto dieser Gesellschaft des moralischen Vakuums, ihr
Fluidum der Champagner. Wir feiern
mit. Ohne Zeigefinger.
Giuseppe Verdi
"... Ein zeitgenössischer
Stoff. Ein anderer würde ihn vielleicht nicht
gemacht haben, wegen
der Sitten, wegen der
Zeiten und wegen tausend anderer Skrupel...
Ich mache ihn mit dem
größten Vergnügen."
Giuseppe Verdi
La Traviata
Inspiriert von Alexandre Dumas' Roman "Die Kameliendame", die 1852
im Pariser Théâtre du Vaudeville
in einer Bühnenfassung aufgeführt
wurde, komponierte Verdi mit "La
Traviata" eine der erfolgreichsten
Opern der Welt, deren Uraufführung
bereits wenige Monate später, am
06.März 1853 im Teatro La Fenice
in Venedig stattfand. Mit "La Traviata" begann ein neues Kapitel in
der Operngeschichte, denn zum ersten Mal wurde ein zeitgenössischer
Stoff auf die Opernbühne gebracht.
Drei Menschen. Drei Lebensstile.
Die oberflächliche Welt der HighSociety. Violetta Valery. Die naive Welt der romantischen Liebe.
Alfredo Germont. Die solide Welt
des Bürgertums. Giorgio Germont.​
Drei Menschen, die sich häuten, sich selbst neu entdecken.
Drei Menschen, denen es gelingt, die Oberfläche zu durchstoßen. Drei Menschen, die sich
öffnen, sich verletzbar machen.
Alfredo hat nichts zu verlieren, weil
er jung ist. Violetta hat nichts zu verlieren, weil sie todkrank ist. Der Vater hat alles zu verlieren. Seinen Ruf,
seinen Sohn, das Glück seiner Tochter. Doch auch er öffnet sich. Er sieht
den Menschen hinter der Kurtisane
Violetta und erkennt die Oberflächlichkeit seiner eigenen bürgerlichen
Moral.
LEISMÜLLER
BERNHARD
HECHELMANN
RALF
Bernhard Leismüller ist der Gründer und künstlerische Leiter der Marionettenoper. Unbestritten zählt er heute zur Elite der Puppenvirtuosen. Darüber hinaus gibt es nahezu keinen
Bereich, den er nicht mit seiner Kreativität
bereichert. Alle Marionetten, die heute zum
Repertoire der Marionettenoper zählen, hat
Bernhard Leismüller selbst gebaut. Sämtliche
Kostüme wurden von ihm entworfen und
angefertigt. Choreografie und Spielleitung
gehören ebenso zu seinem Aufgabengebiet.
Bernhard Leismüller bringt in die Marionettenoper fast zwanzig Jahre Spielerfahrung und
mehrere Jahre Regiearbeit mit ein, unter anderem am Marionettentheater der Stadt Bad Tölz,
wo er mit dem Puppenspielen und -bauen
unter dem legendären Puppenbauer Oskar
Paul begann.
Ralf Hechelmann verantwortet die Bereiche
Öffentlichkeitsarbeit und Organisation. Das
nötige Handwerkszeug erwarb er unter anderem als Marketingleiter eines Softwareunternehmens sowie bei zahlreichen Tätigkeiten
im Kulturmarketing. Seine Leidenschaft gilt
jedoch vor allem der Opernregie. Als Regisseur bringt Hechelmann knapp 20 Jahre
Inszenierungserfahrung mit. Schauspielund Musiktheaterinszenierungen zählten
dabei ebenso zu seinen Arbeiten wie die
Konzeptentwicklung und Leitung multimedialer Events (Arbeiten u.a. im Moussonturm
Frankfurt, Theater im Quadrat G7 Mannheim,
Landesmuseum Rheinland-Pfalz, Staatstheater
Mainz, Gasteig München, Pocket Opera
Company Nürnberg, Rossinifestival Wildbad).
Bei der Marionettenoper führte er erstmalig
bei “Carmen” Regie.
HUMMITZSCH
BETTINA
DEMMEL
SEBASTIAN
Die illusionäre Raumtiefe und athmosphärische Dichte ihrer Bühnenbilder verdankt die
Lindauer Marionettenoper der Dresdner Theatermalerin Bettina Hummitzsch, die nach ihrem
Abschluss als Diplom-Designerin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden an zahlreichen Bühnenproduktionen mitgewirkt hat,
u.a. am Stadttheater Ulm und den Bayreuther
Festspielen. Auch in der angewandten Malerei
(Arbeiten für Museen und Messen) hat Sie ihr
großes Können bereits unter Beweis gestellt. Dass man in "Carmen" die flirrende Hitze Sevillas spüren kann und die morbide Athmosphäre
von "La Traviata" einen frösteln läßt, ist nicht
zuletzt das Verdienst von Bettina Hummitzsch,
die es immer wieder aufs Neue schafft, eine
kleine Bühne in einen magischen Raum zu
verwandeln.
Da eine Puppe keine Mimik besitzt, müssen
alle Emotionen in einem Gesichtsausdruck
zu lesen sein. Dennoch verbietet der Stil der
Marionettenoper eine Überzeichnung der
Charaktere. Diese Aufgabe meistert der Tölzer Holzbildhauer Sebastian Demmel immer
wieder mit Bravour. Demmel, der vor mehr
als vierzig Jahren seine Karriere begann und
sich 1970 mit einer Holzbildhauer-Werkstatt
in Sachsenkam bei Bad Tölz selbstständig
machte, gehört zu den gefragtesten Holzbildhauern in Deutschland. Auch auf internationalem Parkett zeichnete sich Demmel bereits
mehrfach aus. (Arbeiten u.a. in den USA und
Kanada). Sein letzter großer Auftrag führte
ihn 2002 nach Portugal, wo er vierzig Christusfiguren aus verschiedenen Epochen, vom
8. Jahrhundert bis in die Neuzeit, fertigte. Die
mittlerweile ca. 300 Figuren der Marionettenoper danken ihm, dass er ihnen ein Gesicht
gegeben hat.
PATRICK
BRETZLER
KERSTIN
BRUNS
Chor
Fledermaus
Knabe
Zauberflöte
Elfe
Hänsel und Gretel
Chor
La Traviata
Monostatos, Dame,
Knabe
Zauberflöte
Adele, Frank
Fledermaus
Dancaïro
Carmen
Vater, Doktor, Gaston
La Traviata
Osmin
Entführung
Papageno, Pamina
Zauberflöte
Dr. Bartolo
Barbier
Hänsel
Hänsel und Gretel
Carmen
Carmen
Guglielmo,
Don Alfonso
Cosi fan tutte
Alfred, Falke, Frosch
Fledermaus
REGINA
MISSELWITZ
SABINE
MÜLLENBERG
BARBARA
PUSCHMANN
Monostatos, Dame
Knabe
Zauberflöte
Rosina
Barbier
Dorabella
Cosi fan tutte
Orlovsky, Blind
Fledermaus
Annina
La Traviata
Knabe
Zauberflöte
Chor
La Traviata
Sarastro, Dame, Knabe
Zauberflöte
Remendado
Carmen
Orlovsky, Blind
Fledermaus
Annina
La Traviata
NSEMBL
GISELE
BERINGER
SIBYLLE
GERBER
KARIN
KRESSER
BERNHARD
LEISMÜLLER
Sarastro, Dame, Knabe
Zauberflöte
Chor
Carmen
Chor
La Traviata
Pedrillo
Entführung
Papageno
Zauberflöte
Figaro
Barbier
Gretel, Mutter
Hänsel und Gretel
Michaëla, Frasquita
Carmen
Don Alfonso
Cosi fan tutte
Eisenstein
Fledermaus
Alfredo
La Traviata
Belmonte, Constanze
Entführung
Tamino, Königin
Zauberflöte
Graf Almaviva,
Rosina, Basilio
Barbier
Gretel, Hexe, Vater
Hänsel und Gretel
Carmen
Carmen
Fiordiligi, Despina
Cosi fan tutte
Rosalinde, Adele
Fledermaus
Violetta
La Traviata
NITA
RIEDEL
SABINE
STADLER
BEATE
STIEFENHOFER
UDO
WEIGELT
Constanze
Entführung
Tamino, Königin
Zauberflöte
Figaro
Barbier
José, Escamillo
Carmen
Fiordiligi
Cosi fan tutte
Alfred, Falke, Frosch
Fledermaus
Alfredo
La Traviata
Bassa Selim
Entführung
Pamina, Papagena,
Dame
Zauberflöte
Basilio
Barbier
Katze, Elfe
Hänsel und Gretel
Zuniga, Mercedes
Carmen
Despina
Cosi fan tutte
Frank, Adele
Fledermaus
Vater, Doktor, Gaston
La Traviata
Knabe
Zauberflöte
Chor
La Traviata
Knabe
Zauberflöte
Chor
La Traviata
Wie viele Puppenspieler hat die Marionettenoper?
Insgesamt zählen 13 Puppenspieler zum Ensemble. Das jüngste
Ensemblemitglied ist 17 Jahre, das älteste 52 Jahre alt. Zusammen
mit Produktions- und Organisationsteam sind 20 Menschen für die
Marionettenoper tätig.
Wie viele Puppen besitzt die Marionettenoper?
Im Moment besitzt die Marionettenoper ca. 300 Marionetten. Mit jeder
neuen Produktion kommen zwischen 30 und 50 neue Figuren dazu.
Weshalb wirken die Marionetten auf der Bühne viel größer als sie
in Wirklichkeit sind?
Die Bühnenbauten und sämtliche Requisiten sind der Grösse der Puppen
angepasst. Da das Auge keine Vergleichsmöglichkeiten hat, unterliegt der
Zuschauer einer optischen Täuschung. Würde man beispielsweise eine
Wasserflasche auf die Bühne stellen, wären die wahren Größenverhältnisse schnell klar.
Warum wirken Ihre Marionetten auf der Bühne so lebendig?
Die Bewegungen unserer Marionetten werden über ein Spielkreuz gesteuert, das komplexe Bewegungen ermöglicht. Diese Technik ist allerdings sehr anspruchsvoll und erfordert von den Puppenspielern die hohe
Schule der Marionettenspielkunst.
Woraus besteht eine Marionette?
Rumpf, Hände, Füße und Köpfe bestehen aus Lindenholz und werden
ausgehöhlt, damit die Puppe nicht zu schwer wird. Die Gliedmaßen
werden über Ringschrauben beziehungsweise Lederriemen miteinander
verbunden. Sämtliche Marionetten werden in der hauseigenen Werkstatt
der Lindauer Marionettenoper gefertigt. Auch die Kostüme werden im
Haus entworfen und geschneidert.
Wie viele Fäden hat eine Marionette?
Eine Lindauer Marionette hat mindestens 8 Fäden. Je nach Anforderung
kommen dann noch Spezialfäden hinzu. Eine Balletttänzerin mit insgesamt
23 Fäden ist die Spitzenreiterin der Marionettenoper. Die Fadenlänge beträgt 2 Meter. Die Köpfe unserer Puppen werden nicht über Fäden, sondern
über 3 Drähte bewegt. Diese erlauben den Puppenspielern auch schnelle
Kopfbewegungen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Puppenspieler?
Die Grundausbildung dauert etwa drei Jahre. Erst dann beginnt das eigentliche Spielen. Erst wenn man nicht mehr auf die Grundtechnik achten muss, kann man sich auf der Bühne sicher bewegen. Das Puppenspiel
ist vergleichbar mit dem Spielen eines Instrumentes. Bis ein Pianist zum
Virtuosen wird, vergehen Jahre. Ausgelernt hat man aber nie. Mit jeder
Vorstellung, mit jeder Probe verfeinert sich die Technik und wenn man das
entsprechende Talent besitzt, kann man irgendwann auch virtuos werden.
Welche Fähigkeiten muss ein Puppenspieler mitbringen?
Einen gesunden Rücken, Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit, Musikalität, Disziplin, Geduld und Teamfähigkeit.
Warum sind die Inszenierungen der Marionettenoper eher konventionell als zeitgeistig?
Wenn man dem Wortsinn folgt, sind unsere Inszenierungen gerade nicht
konventionell. Denn selbst die großen Musentempel des Musiktheaters wie
zum Beispiel Verona verlassen ihre traditionellen Pfade. Insofern ist Lindau gewissermaßen eine der letzten Pilgerstätten für Liebhaber des traditionellen Musiktheaters. Mal abgesehen davon, dass es uns großes Vergügen
bereitet, eine Geschichte zu erzählen und wir darüber hinaus den historischen Rahmen unseres Opernrepertoires wirklich spannend finden.
Lindauer Marionettenoper
Fischergasse 37
88131 Lindau
Telefon: +49 (0) 8382 / 944650
Telefax: +49 (0) 8382 / 944652
E-mail: info@marionettenoper.de
Internet: www.marionettenoper.de
Bankverbindung:
Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim
Konto: 620014852 BLZ: 73150000
Förderverein:
Freunde der Lindauer Marionettenoper e.V.
c/o Klaus P. Böhringer
Wackerstrasse 37
88131 Lindau
Bankverbindung:
Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim
Konto: 10097798 BLZ: 73150000
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