Inferenzstatistik - Johannes Gutenberg

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Methoden der
Psychologie
Prof. Dr. G. Meinhardt
6. Stock, Taubertsberg 2
R. 06-206 (Persike)
R. 06-214 (Meinhardt)
Forschungsstatistik I
Sprechstunde jederzeit
nach Vereinbarung
Dr. Malte Persike
} [email protected]
http://psymet03.sowi.uni-mainz.de/
WS 2008/2009
Fachbereich Sozialwissenschaften
Psychologisches Institut
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Einführung
Deskription vs.
Inferenz
Stichprobe vs.
Population
Statistische Einheiten: Merkmalsträger,
Beobachtungsobjekte, von denen Daten erhoben werden
In der Psychologie zumeist Menschen, aber auch Tiere
oder Aggregate wie z.B. Abteilungen in Firmen
Population, Grundgesamtheit: Gesamtheit der
(interessierenden) Merkmalsträger.
Eine Population kann klein sein („alle
Psychologiestudierenden in Mainz“) oder beliebig groß
(„alle Menschen, alle Primaten etc.“)
Stichprobe: Für eine Datenerhebung ausgewählte
Subgruppe aus der Population
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Einführung
Deskription vs.
Inferenz
Deskription (Beschreibung) und Exploration (Entdecken):
Zusammenfassung, Darstellung und das Auffinden von
systematischen Strukturen in Daten einer untersuchten
Stichprobe oder Population
Stichprobe vs.
Population
Deskriptive Verfahren:
•
•
•
•
Tabellarische Darstellungen, z.B. Konfusionsmatrix,
Kreuztabellen
Grafische Darstellungen, z.B. Balkendiagramm
Histogramm, Scatterplot, Boxplot
Kennwerte, z.B. Mittelwert, Varianz, Schiefe,
Quantile, Korrelation
Regression
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Einführung
Deskription vs.
Inferenz
Deskription (Beschreibung) und Exploration (Entdecken):
Zusammenfassung, Darstellung und das Auffinden von
systematischen Strukturen in Daten einer untersuchten
Stichprobe oder Population
Stichprobe vs.
Population
Inferenz (schließende, induktive Statistik): Generalisierung
und Vorhersagen über gemachte Beobachtungen von der
untersuchten Stichprobe auf die Population
•
•
•
•
•
•
Binomialtest, z-Test
Konfidenzintervalle
t-Test, F-Test
U-Test, Wilcoxon-Test, Bartlett-Test, χ²-Test
Korrelationstest
Varianzanalyse (ANOVA)
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Einführung
Deskription vs.
Inferenz
Stichprobe vs.
Population
Schluss von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit
Was kann man mit Kennwerten, gewonnen aus
Stichproben, über die Kennwerte der Population
aussagen?
Schätzen
Wie und wie genau kann man Kennwerte der
Population aus Stichproben schätzen?
Testen
Kann man etwas über die Gleichheit und Ungleichheit
von aus Stichproben geschätzten Kennwerten mit einer
bestimmten statistischen Verlässlichkeit sagen?
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Inferenzstatistik
Konzepte
Statistische Methoden in der empirischen Forschung
Deskription vs.
Inferenz
Stichprobe vs.
Population
Methoden der
Psychologie
Nomenklatur
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Korrespondenz zwischen Stichprobe und Population
Deskription vs.
Inferenz
Stichprobe vs.
Population
Stichprobe, Daten aus
einem ZV-Experiment
Relative Häufigkeit
Relative
Häufigkeitsverteilung
Empirische
Verteilungsfunktion
Quantile
Mittelwert
Varianz
Kovarianz
Korrelation
Population, Theoretisches
Modell
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeitsverteilung
Theoretische
Verteilungsfunktion
Quantile
Erwartungswert
Varianz
Kovarianz
Korrelation
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Zufallsexperimente
Zufallsexperiment: Ein Zufallsexperiment ist ein
Prozess/Versuch, dessen mögliche Resultate im Voraus
festliegen. Es ist jedoch ungewiss, welches Resultat bei der
Durchführung tatsächlich eintritt
Formal: Der Stichprobenraum Ω ist wohldefiniert, die
gemessenen Realisierungen a priori unbekannt.
Dabei ist nicht der Merkmalsträger das Resultat, sondern
die gemessene Ausprägung (einer) seiner Eigenschaften
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Zufallsexperimente
Die Menge aller möglichen Realisierungen eines
Zufallsexperimentes ist der Stichprobenraum Ω
▪ Geschlecht = {m, w, n}
▪ Note = {1, 2, 3, 4, 5}
Das Resultat eines Zufallsexperimentes ebenso wie
Zusammenfassungen mehrerer Resultate ist ein Ereignis.
▪ Geschlecht = {{m,w}}
▪ Note = {{1, 5}}
„Entweder m oder w“
„Beste oder schlechteste Note“
Die Menge aller möglichen Ereignisse plus dem
unmöglichen Ereignis ∅ ist der Ereignisraum (σ-Algebra)
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Zufallsvariablen
Realisierungen eines Zufallsexperimentes müssen keine
Zahlen sein (z.B. „Kopf“).
Die Zuweisung von Zahlen zu diesen Realisierungen wird
als Zufallsvariable bezeichnet.
Formal: Ist Y eine Funktion, die jeder Realisierung aus dem
Stichprobenraum Ω eine Zahl y zuordnet, wird Y als
Zufallsvariable auf Ω bezeichnet.
Den einzelnen Realisierungen von Y werden nun Zahlen
zugeordnet, die der Wahrscheinlichkeitsdefinition von
Kolmogoroff genügen. Dies ist die
Wahrscheinlichkeitsfunktion von Y.
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Inferenzstatistik
Zufallsvariablen, diskret
Konzepte
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Inferenzstatistik
Zufallsvariablen, stetig
Konzepte
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Zufallsvariablen, Beispiele
Auswahl einer Studierenden in diesem Raum und
Messung ihrer Regressionskompetenz (i.e.
unangekündigter individueller Leistungstest)
Auswahl einer Studierenden in diesem Raum, Messung
ihrer Fertigkeiten in (I) einfacher linearer Regression, (II)
polynomischer Regression, (III) multipler Regression und
Bildung des Summenscores
Auswahl von N > 1 Studierenden in diesem Raum,
Messung ihrer Regressionskompetenz und Berechnung
eines Kennwertes (z. B. Mittelwert, Varianz)
Auswahl derselben/anderer N > 1 Studierenden in diesem
Raum, erneute Messung und Kennwertbildung (z.B.
Mittelwertsdifferenz der Versuche)
Methoden der
Psychologie
Zufallsexperimente
Überblick
Konzepte
Inferenzstatistik
Zielsetzung
Fragen, die die deskriptive Statistik beantwortet:
Zufallsvariablen
Zielsetzung
der Inferenzstatistik
• Wie wahrscheinlich ist ein Wert y in der Stichprobe?
• Wie hoch sind Mittelwert, Varianz etc. in der
Stichprobe
• Beschreibung des Zusammenhangs der gemessenen
Variablen (Korrelation, Regression)
Fragen, die die Inferenzstatistik beantworten soll:
• Wie sind die Kennwerte der Grundgesamtheit (i.e.,
Erwartungswerte)?
• Wie genau lassen sich diese schätzen?
• Ist ein β-Gewicht ungleich 0?
• Ist der Unterschied/Zusammenhang zwischen
Gruppen zufällig oder systematisch?
• Gehört Objekt X zur Grundgesamtheit?
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