Agim Popa, Chefredakteur von "Zeri i Popullit", Dem Zentralorgan

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Agim
Popa, Chefredakteur
von "Zeri i Popullit",
Dem Zentralorgan
der PAA
Interview über die
albanische Außenpolitik
mit Prof. Agim Popa, Chefredakteur der Zeitung "Zeri i
Popullit", .Orqan des Zentralkomitees der Partei der
Arbeit Albaniens. (Dieses Interview ist nicht während der
in diesem Buch beschriebenen Reise entstanden, sondern erst zu Anfang des Jahres 1980.)
Frage: Die bürgerliche Propaganda hat Albanien stets als
Anhängsel einer Großmacht, früher der Sowjetunion,
dann Chinas hingestellt. Und nach dem Bruch mit Peking
zerbricht man sich den Kopf darüber, wem sich Albanien
denn nun anlehnen würde. Könnten wir das Gespräch
vielleicht damit beginnen, daß Sie die Beziehungen
Albaniens zur Sowjetunion - vor und nach der Machtergreifung Chruschtschows - und zu China darstellen?
Antwort: Die Behauptungen der bürgerlichen Propaganda. Albanien sei ein Anhängsel dieser oder jener
Großmacht, sind lediglich ein Versuch, das sozialistische
Albanien zu verunglimpfen. Darüberhinaus sind sie Bestandteil eines ganzen. Komplexes von versklavenden
Ideen, die der Imperialismus und der Sozialimperialismus,
insbesondere die Supermächte, unter den Völkern ver-
schiedener Länder - und zwar sogar auch viel größerer
als Albanien - zu verankern suchen, um ihnen einzureden, heute könne man in der Welt nichts ohne ihre
"Hilfe" tun und man könne sich nicht sicher fühlen, ohne
sich unter den "Schirm" der einen oder anderen Supermacht zu begeben.
Die Bourgeoisie, die schon längst das Banner der
nationalen Unabhängigkeit hat fallen lassen, die um der
Profite willen bereit ist, die Unabhängigkeit des Landes
an das Ausland zu verschachern und die von der Sklavenideologie der Unterwerfung des Kleineren unter den
Größeren, des Schwächeren unter den Stärkeren
geprägt ist, kann sich einfach nicht vorstellen, wie es für
ein kleines Land wie Albanien möglich ist, einen selbstständigen Weg und eine unabhängige Politik zu verfolgen.
Wie sieht nun die Wahrheit über die Beziehungen
Albaniens zur Sowjetunion und zu China aus?
Bekanntlich beruhten die albanisch-sowjetischen
Beziehungen, solange der große Marxist-Leninist und
Internationalist J. Stalin lebte, wie auch Genosse Enver
Hoxha in seinem Buch "Mit Stalin" (Erinnerungen) klar
. darlegt, von beiden Seiten vollständig auf dem Prinzip der
brüderlichen internationalistischen
Hilfe und Unterstützung, ohne an irgendeine Forderung oder Handlung
geknüpft zu sein, die - sei es noch so geringfügig - die
nationale Souveränität unseres Landes beeinträchtigt
härte. Sie beruhten auf den Prinzipien der Unabhängigkeit, der Gleichheit und der gegenseitigen Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten.
'
Die PAA und unser Land nahmen dieselbe prinzipienfeste Haltung auch dann ein, als in der Sowjetunion
N. Chruschtschow und seine Gruppe an die Macht
kamen. Die Chruschtschowrevisionisten,
die den proletarischen Internationalismus verrieten, bemühten sich,
unsere Partei und unser Land auf ihren antimarxistischen
Kurs zu bringen, griffen zu zahlreichen brutalen politischen, ideologischen, wirtschaftlichen und militärischen
Erpressungen, um unsere Partei und unser Volk zur
Kapitulation und Unterwerfung zu zwingen. Sie scheiterten jedoch völlig an der unbeugsamen prinzipienfesten
und mutigen Haltung der PAA, die entschieden den
Marxismus-Leninismus, das Recht, unabhängig und
gleichberechtigt ihre Meinung zu äußern, und die nationalen Interessen des sozialistischen Albaniens verteidigte. Diese Tatsachen sind auch durch den 19. Band der
Werke des Genossen Enver Hoxha und andere Materialien der PAA öffentlich bekannt. In aller Welt ist ebenfalls
der prinzipienfeste und unversöhnliche Kampf der PAA
gegen den sowjetischen Sozialimperialismus bekannt.
Auch in den Beziehungen zu China haben unsere
Partei und unser Land die gleiche prinzipienfeste marxistisch-leninistische Haltung eingenommen. "Die Partei
der Arbeit Albaniens und das sozialistische Albanien
haben sich mit China nicht für ein paar Brocken verbunden oder um diesen oder jenen Kredit zu bekommen,
sondern um einer revolutionären Einheit, einer großen
gemeinsamen Sache .der Menschheit willen: für den
Aufbau und die Festigung des Sozialismus und den
Kampf gegen den Imperialismus, den Sozialimperialismus und alle Reaktionäre, gegen den modernen Revisionismus chruschtschowscher
Art und aller anderen
Schattierungen. Das war der große Grund, der uns mit
China verband und nicht einfach, daß es unserem Land
Kredite gab." (E. Hoxha, "Albanien schreitet sicheren
Schritts und unerschrocken voran", S. 21.)
Die chinesische Führung jedoch verriet diese großen
Ideale. Und in ihrer Haltung zur PAA und zum sozialistischen Albanien ging sie ebenfalls den antimarxistischen
und chauvinistischen Weg, den vor ihr bereits die
Chruschtschow-Revisionisten
gegangen waren. Wie
diese scheiterten auch die chinesischen Revisionisten
vollständig an der unbeugsamen prinzipienfesten Haltung der PAA und unseres sozialistischen Staates. Diese
Fragen sind in einer Reihe Dokumente der PAA bis ins
Einzelne undvollständia darqestellt, insbesondere in dem
bekannten Tagebuch des Genossen Enver Hoxha "Betrachtungen über China".
Was zeigen also diese Tatsachen? Sie belegen, daß
das sozialistische Albanien niemals ein Anhängsel von
irgendwem war, sondern stets eine prinzipienfeste und
unabhängige marxistisch-leninistische
Politik verfolgt
hat. Andernfalls hätte es sich den sowjetischen oder
chinesischen Chauvinisten unterworfen. Was folglich die
"Logik" der bürgerlichen Propaganda in dieser Frage
.kennzeichnet, ist das Fehlen jeglicher Logik.
Nach der einseitigen Einstellung der chinesischen
Kredite und Hilfen für Albanien fehlte es in der bürgerlichen Propaganda nicht an Vermutungen, Prophezeiungen und Behauptungen, wem sich Albanien nun
anlehnen würde. Wer darauf wartet, wird bitter enttäuscht werden. Das sozialistische Albanien wird - wie
die PAA mehrmals eindeutig erklärt hat - aus eigener
Kraft vorwärtsschreiten und den Sozialismus aufbauen.
Es wird nie von seinem richtigen marxistisch-leninistischen Weg abgehen - sei es in der Innen- oder der Außenpolitik - , und es wird weder den sowjetischen Sozialimperialismus, noch den westlichen Imperialismus oder
sonst einen kapitalistischen oder revisionistischen Staat
um Kredite und Almosen anbetteln.
Denen, die sich den Kopf darüber zerbrechen, wem
sich Albanien nun anlehnen wird, hat unser Volk mit der
Verfassung der SVR Albanien die Antwort bereits gegeben. Darin ist niedergelegt, daß die Vergabe von Konzessionen, die Gründung von ausländischen oder mit
bürgerlichen und revisionistischen kapitalstischen Monopolen und Staaten gemeinsamen Wirtschafts- und
Finanzgesellschaften und anderen Institutionen sowie die
Annahme von Krediten von ihnen verboten und die
Stationierung
ausländischer Militärstützpunkte
und
Truppen in jeder Form auf dem Territorium der Sozialistischen Volksrepublik Albanien unzulässig ist.
Es wird behauptet, mit einer solchen Haltung würde
sich Albanien selbst isolieren. Wer behauptet dies aber
und was verstehen die, die es behaupten, unter Isolierrung? "Die Imperialisten und Revisionisten" betonte
Genosse Enver Hoxha auf dem 7. Parteitag der PAA und
erteilte damit denen, die "sich darum sorgen", wir
würden uns isolieren, die Antwort, "bezeichnen ein Land
als isoliert, das der Flut der versklavenden Kredite, der
Touristen und Spione, der dekadenten Kultur und der
Entartung einen Riegel vorgeschoben hat. Von diesem
Blickwinkel aus betrachtet, .sind wir tatsächlich ein
isoliertes Land und werden 'es bewußt bleiben. Aber
daraus entsteht unserem Volk nur Gutes und nie etwas
Schlechtes. Unser Land schreitet vorwärts und gedeiht,
unser Volk lebt sehr gut. Handelten wir anders, würden
wir zu Sklaven." (E. Hoxha, Bericht auf dem 7. Parteitag
der PAA, S. 204.)
Das sozialistische Albanien ist jedoch keineswegs
isoliert - und wird es nie sein - im richtigen marxistischleninistischen Sinn, und zwar nicht nur aufgrund der
Tatsache, daß es diplomatische Beziehungen mit 84
Staaten unterhält und mit Dutzenden und aber Dutzenden weiteren Staaten und Hunderten und aber Hunderten Handelsfirmen in der ganzen Welt Handel treibt,
sondern in erster Linie und vor allem aufgrund der
Tatsache, daß es zahlreiche Freunde in der Welt hat, daß
es die Solidarität, die Unterstützung, die Achtung und
Liebe des Weltproletariats, der freiheitsliebenden Völker,
der wahrhaften Marxisten-Leninisten und aller fortschrittlichen Menschen genießt, die in ihm die Verwirklichung ihrer besten Bestrebungen sehen.
Frage: Albanien hat diplomatische Beziehungen zu einer
Reihe von kapitalistischen Ländern. Es gibt jedoch auch
Länder, mit denen die SVR Albanien solche Beziehungen
grundsätzlich ablehnt. Können Sie die Prinzipien der
Haltung Albaniens in dieser Frage erläutern?
Antwort:
Grundsätzlich und in der Praxis ist unser
proletarischer Staat für die Entwicklung von diplomatischen, Handels- und kulturellen Beziehungen zum
gegenseitigen Vorteil zu Ländern mit unterschiedlicher
Gesellschaftsordnung, vorausgesetzt, es werden die
Prinzipien der Gleichheit, der Souveränität, der gegenseitigen Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten und des gegenseitigen Vorteils strikt eingehalten.
Das schließt weder die Polemik aus, die unser Land
gegen den Kapitalismus führt, noch die internationalistische Unterstützung, die sie dem revolutionären und
Befreiungskampf in der Welt gewährt.
"Unsere politische und ideologische Haltung gegenüber den kapitalistischen und revisionistischen Staaten",
hat Genosse Enver Hoxha gesagt, "haben wir eindeutig
bestimmt. Wir kämpfen gegen ihre Ideologie, ihre Politik,
ihre Methoden und Handlungen, ebenso wie sie gegen
den Marxismus-Leninismus,
gegen die Revolution,
gegen den Sozialismus kämpfen. Wir unterstützen die
Befreiungsbewegungen, wir solidarisieren uns mit den
marxistisch-leninistischen
Parteien und arbeiten mit
ihnen zusammen, um der proletarischen Revolution und
dem Nationalen Befreiungskampf zu helfen, wir mischen
uns aber weder durch Diversion, noch durch einen
bewaffneten Angriff ein. (E. Hoxha, "Albanien schreitet
sicheren Schritts und unerschrocken voran", S. 31.)
Mehrmals hat unser Land klargestellt, daß es keinerlei
Beziehungen zu den beiden Supermächten, den USA
und der sozialimperialistischen Sowjetunion, den wildesten und gefährlichsten Feinden des Sozialismus, der
Revolution, der Freiheit und Unabhängigkeit der Völker,
den größten internationalen Ausbeutern und Unterdrückern unterhält noch herstellen wird. Albanien wird
ebenfalls keine Beziehungen zu den Staaten aufnehmen,
in denen barbarische faschistische und rassistische
Regime an der Macht sind, wie in Südafrika.
Esgibt kapitalistische Länder wie Großbritannien oder
andere, die gegenüber Albanien Verpflichtungen zu
begleichen haben und die immer wieder ein" Signal" über
die Herstellung von diplomatischen Beziehungen aussenden. Der Standpunkt der SVR Albanien in diesen
Fällen ist eindeutig und entschieden: zuerst müssen diese
Staaten die Schulden begleichen, die sie gegenüber
unserem Land haben, und dann kann über die Aufnahme
von diplomatischen Beziehungen gesprochen werden.
Das ist ein prinzipieller Standpunkt, von dem unser Staat
nicht abrückt.
Frage: Was uns natürlich besonders interessiert, ist die
albanische Position gegenüber der Deutschen Bundesrepublik. Man konnte in letzter Zeit häufig von "Signalen"
Bonns in Richtung Tirana hören, allerdings weigert sich
die Bundesregierung nach wie vor, die berechtigten
albanischen Reparationsforderungen anzuerkennen.
Antwort: Zu den Ländern, die "Signale" über die
Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Albanien
aussenden, aber ihm gegenüber Schulden zu begleichen
haben, gehört auch die Deutsche Bundesrepublik. Und
die Haltung des sozialistischen Albanien ist völlig klar und
unzweideutig: bevor Bonn über diplomatische Beziehungen zu unserem Land spricht, soll es die Reparation
für die barbarischen Schäden bezahlen, die Hitlerdeutschland Albanien und dem albanischen Volk in der
Zeit der Nazibesatzung zugefügt hat, sowie für die
Verluste aufkommen, die sich daraus ergeben haben, daß
sie nicht rechtzeitig beglichen worden sind. Es ist ein
legitimes Recht des albanischen Volkes als einem aktiven
Mitglied der antifaschistischen Koalition, das im Vergleich zu seiner zahlenmäßigen Stärke einen hervorragenden Beitrag zur Zerschlagung des Faschismus
geleistet hat, diese sich auf Milliarden Mark belaufenden
Reparationen zu fordern und auf ihrer Begleichung zu
beharren. Dieses Recht ergibt sich auch aus internationalen Abkommen.
Die "Argumente" der Regierung Bonns, um sich vor
dieser Verpflichtung Albanien gegenüber zu drücken,
sind völlig haltlos und nichts als unannehmbare Vorwände. Die SVR Albanien wird ihre berechtigten Forderungen nicht aufgeben. Das ist eine prinzipielle und unerschütterliche Position von ihr.
Frage: Noch eine Frage zu den diplomatischen Beziehungen zum kapitalistischen und revisionistischen Ausland. Von besonderer Bedeutung für Albanien ist natür-
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lieh sein Verhältnis zu den Nachbarländern. Nehmen wir
als Beispiel Jugoslawien, das starke Widersprüche zum
sozialistischen Albanien hat und wo sich bekanntlich ganze Provinzen mit autochthoner albanischer Bevölkerung
befinden. Wie sehen die Beziehungen des sozialistischen
Albanienzu Jugoslawien aus und wie entwickeln sie sich?
Antwort:
Es ist verständlich, daß das sozialistische
Albanien in seiner Außenpolitik dem Verhältnis zu den
Nachbarländern, wie Griechenland, Italien, Jugoslawien
usw. besondere Bedeutung beimißt und normale Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil auf der Grundlage der
bekannten völkerrechtlichen Normen wünscht. In diesem
Rahmen war und ist unser Land für die Politik der guten
Nachbarschaft, für die normale Fortsetzung der Handeisund Kulturbeziehungen zum gegenseitigen Vorteil auch
mit Jugoslawien.
Diese Haltung steht keineswegs im Widerspruch zu
dem prinzipienfesten Kampf gegen den jugoslawischen
Revisionismus und auch nicht zur Verteidigung der
legitimen Rechte der albanischen Bevölkerung in
Jugoslawien. Die PAA hat mehrmals klargestellt, daß wir
Albaner zur jugoslawischen Führung unversöhnliche
ideologische Widersprüche hatten und haben. Wir haben
das anti marxistische Selbstverwaltungssystem kritisiert
und werden es weiter tun. Wir haben den jugoslawischen
Revisionismus und den modernen Revisionismus überhaupt bekämpft und werden ihn bekämpfen, um die
Reinheit des Marxismus-Leninismus zu verteidigen.
Die PAA hat ferner betont, daß die brüderlichen
Bluts- und Sprachbande mit den Albanern in Kossowo,
Mazedonien lind Montenegro, die Bande der nationalen
Tradition und nationalen Sitten und Gebräuche uns das
Recht geben, uns, ohne uns in die inneren Angelegen-
heiten des jugoslawischen Staates einzumischen und in
Achtung der internationalen Normen, dafür zu interessieren, daß sie alle Rechte und Freiheiten genießen, die auch
die anderen Völker des jugoslawischen Bundesstaates
aufgrund der Verfassung Jugoslawiens haben.
Gleichzeitig haben die PAA und unser sozialistischer
Staat entsprechend ihrer prinzipienfesten marxistischleninistischen Politik zur Unterstützung der gerechten
Kriege erklärt, daß "im Falle eines eventuellen Angriffs
von seiten der Sowjetunion oder irgendeiner anderen
Macht gegen Jugoslawien das albanische Volk den
Völkern Jugoslawiens beistehen wird" (E. Hoxha, Bericht
auf dem 7. Parteitag der PAA, S. 209), daß Albanien
niemals zulassen wird, daß sein Land als Stützpunkt
gegen Jugoslawien und Griechenland benutzt wird, daß
die Albaner auf der Seite der Völker Jugoslawiens und
Griechenlands im Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit
und nationale Souveränität stehen werden.
Frage: Die albanische Außenpolitik ist von den Prinzipien
des proletarischen Internationalismus geleitet. Wie sieht
die Sozialistische Volksrepublik Albanien ihre Stellung im
internationalen Kampf gegen Imperialismus, Sozialimperialismus, Revisionismus und Reaktion?
Antwort:
Die Grundlagen der Außenpolitik der Sozialistischen Volksrepublik Albanien sind in ihrer Verfassung
niedergelegt, wo es dazu heißt: "Die Sozialistische
Volksrepublik Albanien läßt sich bei ihren Auslandsbeziehungen von den Prinzipien des Marxismus-Leninismus
und des proletarischen Internationalismus leiten, verfolgt
eine Politik der Freundschaft, Zusammenarbeit und
gegenseitigen Hilfe mit den sozialistischen Staaten; sie
unterstützt die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse und denm Kampf der Völker für Freiheit, Unab-
hängigkeit, gesellschaftlichen Fortschritt und Sozialismus und stützt sich auf ihre Solidarität.
Die Sozialistische Volksrepublik Albanien ist für
Frieden und gute Nachbarschaft, für Beziehungen mit
allen Staaten auf der Grundlage der Gleichheit, der
Achtung der Souveränität, der Nichteinmischung in die
inneren Angelegenheiten und des gegenseitigen Vorteils.
Die Sozialistische Volksrepublik Albanien widersetzt
sich jeder Form der Aggression, der kolonialen Ausbeutung, der Vormundschaft, des Diktats und der Hegemonie, der nationalen Unterdrückung und der Rassentrennung. Sie hält an dem Prinzip der Selbstbestimmung
der Völker, der Ausübung der vollen nationalen Souveränität und der Gleichheit aller Länder in den internationalen Beziehungen fest."
Die PAA hat die opportunistische
These der
Chruschtschowrevisionisten
von der friedlichen Koexistenz als Wesen und Grundzug der Außenpolitik der
sozialistischen Länder, als Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung und als Weg für den
Sieg des Sozialismus im Weitmaßstab entlarvt und
zurückgewiesen. Diese These sollte die Annäherung an
die Bourgeoisie und den Imperialismus und den Verzicht
auf die Unterstützung der revolutionären und Befreiungsbewegung des Proletariats und der Völker rechtfertigen.
Wird dagegen der Außenpolitik eines sozialistischen
Landes der proletarische Internationalismus zugrundegelegt, was keineswegs die friedliche Koexistenz als
einen Aspekt der Außenpolitik ausschließt, schließt das
unbedingt den Kampf gegen die Feinde und Unterdrücker der Werktätigen und Völker - gegen Imperialismus, Sozialimperialismus, Revisionismus und Reaktion
- ein. "Unsere Politik", betont Genosse Enver Hoxha,
"entspricht den Interessen der Völker und nicht denen
von Cliquen und Ideologien, die die Völker unterdrücken.
Wir suchen die Freundschaft dieser Völker und nicht ihrer
Unterdrücker."
(E. Hoxha, Ausgewählte Reden und
Aufsätze, S. 229.)
Bekanntlich hat die PAA eine scharfe Polemik gegen
die antimarxistischen und opportunistischen Thesen und
Praktiken der chinesischen Führung geführt, die sich
zunächst für eine "Einheitsfront" mit der revisionistischen Sowjetunion aussprach, dann den Kampf gegen
den USA-Imperialismus einstellte und den Weg der
Annäherung an ihn einschlug, während sie Albanien riet,
prinzipienlose Bündnisse mit revisionistischen Ländern
zu schließen, um sich angeblich so vor dem sowjetischen
Sozialimperialismus zu schützen. Insbesondere verurteilte die PAA die konterrevolutionäre "Drei-Welten"Theorie, die nicht die Unterstützung des revolutionären,
antiimperialistischen und Befreiungskampfes fordert,
sondern den Verzicht auf diesen Kampf und die Vereini
gung ~es Proletariats und der werktätigen Massenmit der
Monopolbourgeoisie, mit den reaktionären und faschistischen Regimes, mit dem USA-Imperialismus und den
anderen westlichen Imperialisten predigt, um angeblich
dem einzigen Feind - dem sowjetischen Sozialimperialismus - zu widerstehen. Dementsprechend handelt
auch das revisionistische China.
Schließlich hat die PAA auch die von den jugoslawischen Revisionisten gepredigte Theorie der "Blockfreiheit" entlarvt. Wir sind, sagt Genosse Enver Hoxha,
"den Völkern verpflichtet, die für Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität kämpfen. Deshalb stehen wir an
der Seite der Völker, die sich zu revolutionären und
nationalen Befreiungskämpfen erheben, um sich von
jeglichem Joch zu befreien. Wir sind dem gemeinsamen
Kampf der Völker gegen den Imperialismus, den Sozialimperialismus und die Raktion verpflichtet und deshalb
stehen wir im Widerspruch zu den "Theoretikern" der
"Blockfreiheit" , die die Imperialisten um Almosen
ngehen und für die Wahrung des Status quo sind." (E.
Hoxha, Albanien schreitet sicheren Schritts und unerschrocken voran, S. 15-16.)
In einer Reihe von Dokumenten, besonders auf ihrem
7. Parteitag, hat die PAA klar und unzweideutig ihre
Haltung und die unseres sozialistischen Staates im
Zusammenhang mit dem Kampf gegen Imperialismus,
Sozialimperialismus, Revisionismus und Reaktion dargelegt.
Die Haltung gegenüber dem Imperialismus sah und
sieht die PAA als "Prüfstein" für alle politischen Kräfte
der Welt an, als eine Trennungslinie, die die Revolutionäre und Verteidiger der Lebensinteressen der Völker von
den Reaktionären und Verrätern scheidet, die die Revolution untergraben und diese Interessen mit Füßen
treten.
Im Rahmen des Kampfes gegen den Imperialismus
muß der Hauptschlag gegen die beiden Supermächte,
den USA-Imperialismus und den sowjetischen Sozialimperialismus, gerichtet werden, die - einzeln oder
gemeinsam, gleichermaßen und im gleichen Grad den
Hauptfeind für den Sozialismus, die Freiheit und Unabhängigkeit der Nationen, die größte Kraft zur Verteidigung der Ausbeuter- und Unterdrückersysteme, die
unmittelbare Gefahr darstellen, die die Menschheit in
einen dritten Weltkrieg zu stürzen droht.
Die PAA, der albanische Staat und das albanische
Volk sind zur gleichen Zeit gegen NATO und Warschauer
Pakt, gegen EG und RGW, die Instrumente der Expansions-, Ausbeuter- und Unterdrückerpolitik der beiden
Supermächte sind, Mittel in ihren Händen, um die
Revolution und den Befreiungskampf der Völker zu
untergraben.
Enge Bundesgenossen der Imperialisten und Sozialimperialisten sind die reaktionäre Bourgeoisie und die
Unterdrückerregime eines jeden Landes, auf das sich ihr
Einfluß erstreckt. Diese werden von ihnen versorgt und
aufgerüstet als Mittel, um die Revolution und den Befreiungskampf der Völker niederzuschlagen, und im
Interesse ihrer expansionistischen Ziele. Deshalb lassen
sich diese beiden Mächte nicht voneinander trennen.
Man kann die eine nicht bekämpfen, ohne die andere zu
bekämpfen. Was Albanien betrifft, kann es, wie Genosse
Enver Hoxha in "Imperialismus und Revolution" betont,
"nicht mit einem Staat gemeinsame Sache machen oder
- wie es die chinesischen Revisionisten nennen - einen
Kompromiß schließen, in dem eine reaktionäre Clique
herrscht, die im Interesse ihrer Klasse und zum Schaden
der Interessen des Volkes ein Bündnis mit der einen oder
anderen Supermacht eingeht." (S. 358)
Insbesondere hält die PAA an der Ansicht fest, daß
die These Lenins, nach der man den Imperialismus nicht
erfolgreich bekämpfen kann, ohne zugleich den Revisionismus zu bekämpfen, nach wie vor volle Gültigkeit hat
und heutzutage noch größere Bedeutung erhält. Und
zwar noch mehr, da bekanntlich die Machtergreifung des
Revisionismus in der Sowjetunion dazu führte, daß die
Sowjetunion zu einer sozialimperialistischen Supermacht
und einem der gefährlichsten Zentren der Konterrevolution in der Welt wurde. Von diesem Standpunkt aus hat
die PAA die Behauptungen zurückgewiesen, um der
Entwicklung normaler staatlicher Beziehungen der
friedlichen Koexistenz zu den revisionistischen Ländern
willen müsse man den Kampf gegen den Revisionismus
einstellen. Wie Genosse Enver Hoxha betont hat, schließt
die friedliche Koexistenz von Sozialismus und Kapitalismus "nicht ihre ideologische Versöhnung ein. Und
infolgedessen schließt die Verbesserung der internationalen Lage keineswegs die, Versöhnung' mit dem Revisionismus ein. Im Gegenteil, die friedliche Koexistenz auf
ideologischem Gebiet ist die bekannte Plattform der
Handlanger der imperialistischen
Bourgeoisie, der
Opportunisten und Revisionisten." (E. Hoxha)
Die PAA und der albanische sozialistische Staat
haben die Politik der Annäherung und des Bündnisses mit
der einen oder-anderen Supermacht und anderen imperialistischen Mächten, mit der NATO und EG, mit
verschiedenen reaktionären Regimen und Kräften
abgelehnt und zurückgewiesen, die von dem revisionistischen China unter dem Vorwand betrieben wird, die
zwischenimperialistischen Widersprüche auszunutzen,
womit allerdings die revolutionäre und Befreiungsbewegung sabotiert wird. In diesem Zusammenhang schreibt
Genosse Enver Hoxha: "Die Ausnutzung der zwischenimperialistischen Widersprüche oder der Widersprüche
zwischen den kapitalistischen und revisionistischen
Staaten (hat) nur dann einen Sinn, wenn sie zur Schaffung von möglichst günstigen Bedingungen für die
machtvolle Entfaltung der revolutionären und Befreiungsbewegung gegen die Bourgeoisie, den Imperialismus und die Reaktion dient. Die Ausnutzung dieser
Widersprüche muß daher erfolgen, ohne im Proletariat
und bei den Völkern Illusionen über den Imperialismus
und die Bourgeoisie zu wecken." (E. Hoxha, Imperialis-
Weltbewegung betrachtet, es hat seine nationale und
internationale Pflicht als sozialistisches Land stets ehrenvoll und ohne Schwanken erfüllt und wird es weiterhin
tun. "Die Volksrepublik Albanien", sagt Genosse Enver
Hoxha, "bekämpft den amerikanischen Imperialismus,
den sowjetischen Sozialimperialismus, die anderen
Imperialisten und die gesamte Weltreaktion, die die
Urheber allen Unglücks der Menschheit sind, die Urheber
der räuberischen und aggressiven Kriege, die Anstifter
von Spaltung und Streitigkeiten, von Diversion und
Komplotten, die auf unserem Erdball stattfinden. Sie sind
an dem Hunger und Elend im weltweiten Maßstab
schuld. Das sozialistische Albanien leistet seinen bescheidenen Beitrag zu diesem Kampf. Zusammen mit den
großen, Anstrengungen der Menschheit leistet es diesen
bescheidenen Beitrag aber offen, unerschrocken und
ohne Furcht vor irgendwem ... sie (verteidigt) ihre gerechte Sache, eine allen Völkern heilige und teure Sache.
Man muß verstehen, diese Sache zu suchen, zu finden,
sich zu eigen zu machen und mit allen Kräften zu verteidigen. Doch sie mit allen Kräften zu verteidigen, bedeutet
von vorneherein, alle Opfer auf sich zu nehmen. Die
Volksrepublik Albanien hat diesen Weg dank ihrer ruhmreichen Führung, der Partei der Arbeit, gewählt und sie ist
von diesem Weg nicht abgewichen und kein Sturm wird
sie davon abbringen." (E. Hoxha, Ausgewählte Reden
und Aufsätze, S. 229.)
Frage: Im Jahr 1979hat es eine Reihe von Umwälzungen
und großen Kämpfen der Völker gegeben, darunter an
erster Stelle der historische Sieg des iranischen Volkes
über das Regime des Schah. Wie beurteilen die Albaner
die gegenwärtige Lage im Ringen der Völker gegen den
Imperialismus? Welche Perspektiven sehen sie für die
achtziger Jahre?
Antwort: Auf ihrem 7. Parteitag formulierte die PAA auf
der Grundlage einer Analyse der gegenwärtigen Lage in
der Welt die Schlußfolgerung: "Die Welt befindet sich in
einer Phase, in der die Sache der Revolution und der
nationalen Befreiung der Völker nicht nur ein Ideal und
eine Perspektive ist, sondern auch ein Problem, das zur
Lösung ansteht." (E. Hoxha, Bericht auf dem 7. Parteitag, S. 163.) Ebenso legt Genosse Enver Hoxha in seinem
Werk "Imperialismus und Revolution" dar, daß infolge
der Verschärfung aller Widersprüche des kapitalistischrevisionistischen Systems in der Welt gegenwärtig eine
explosive revolutionäre Situation herrscht, daß in zahlreichen Länden} die revolutionäre Situation herangereift
ist oder rasch" heranreift, während dieser Prozeß in
anderen Ländern in Entwicklung begriffen ist, daß die
Lage im allgemeinen einem ausbrechenden Vulkan
gleicht.
Konkrete Tatsachen verdeutlichen, daß in einer Reihe
Länder revolutionäre Situationen entstanden sind und
daß sie auch mit revolutionären Ausbrüchen einhergehen. Die iranische Revolution, die nicht nur das ultrareaktionäre Regime der Pahlewi stürzte, sondern auch
den Positionen des Imperialismus im allgemeinen,
insbesondere denen des USA-Imperialismus,
einen
starken Schlag versetzte, veranschaulicht deutlich diese
Realität. Der entschlossene Kampf des Volkes von
Nicaragua gegen die blutige Somoza-Diktatur, der des
bolivianischen Volkes, um den Machtantritt des Faschismus zu verhindern usw. verdeutlichen ebenfalls die
Richtigkeit obiger Schlußfolgerungen der PAA und des
Genossen Enver Hoxha.
Der Verlauf der Ereignisse zeigte und zeigt, daß nicht
die bürgerliche Demagogie, nicht die faschistische
Militär- und Polizeigewalt, nicht die wirtschaftlichen,
politischen und militärischen Erpressungen, nicht die
Komplotte und bewaffneten Interventionen des Imperialismus und Sozialimperialismus - trotz der zahllosen
Hindernisse und Schwierigkeiten, die sie nach wie vor
verursachen - imstande waren und 'sind, die aufsteigende Flut der Revolution für immer aufzuhalten.
Wie sehen die Perspektiven aus? Die Tatsachen
zeigen, daß vor allem die Völker Asiens, Afrikas, der
arabischen Länder und Lateinamerikas vor Empörung
und, Haß gegen das Joch der Fremdherrschaft und das
der verkauften herrschenden Cliquen kochen, daß sie
jetzt erwacht sind und es nicht mehr hinnehmen, daß ihre
Reichtümer, ihr Schweiß und Blut geplündert werden,
sie können sich nicht mehr mit der wirtschaftlichen,
gesellschaftlichen und anderen Rückständigkeit abfinden, in die sie die ausländischen kolonialistischen und
neokolonialistischen Mächte und die mit diesen verbündete feudal-bürgerliche Herrschaft gestoßen haben. Sie
erstreben und kämpfen für die Beseitigung des neokolonialistischen
Systems,
jeder
imperialistischen
Abhängigkeit, jeder Ausbeutung durch das ausländische
Kapital. Die asiatischen, lateinamerikanischen, afrikanischen und anderen Völker lassen sich nicht mit einer
fiktiven Unabhängigkeit abspeisen und betrügen, sondern wollen wirkliche und vollständige wirtschaftliche
und politische Unabhängigkeit. Durch den Verlauf der
Ereignisse selbst werden sie sich immer bewußter, daß
diese Ziele durchaus für sie erreichbar sind, daß sie diese
Bestrebungen nur durch entschlossenen revolutionären
Kampfgegen den Imperialismus, den Sozialimperialismus
und die einheimische Reaktion, die die Interessen des
Landes und der Völker an das Ausland verschachert hat,
verwirklichen werden und auch tatsächlich verwirklichen. Diese ganze Entwicklung kündigt natürlich neue
revolutionäre Stürme in den folgenden Jahren und neue
unausbleibliche Siege der Völker an, die für die Verteidigung ihrer Interessen gegen die imperialistische und
sozialimperialistische Einmischung und Abhängigkeit
sowie für gesellschaftlichen Fortschritt kämpfen. Das
führt unweigerlich zu einer weiteren Schwächung der
Positionen des Weltimperialismus als System.
Wenn man diese Frage vom Standpunkt des Marxismus-Leninismus aus betrachtet, stellt sich allen wahren
Revolutionären, wie Genosse Enver Hoxha in seinem
Buch "Imperialismus und Revolution" schreibt, "die
Aufgabe, den' revolutionären und Befreiungskampf
dieser Völker vorbehaltlos zu unterstützen und ihm zur
Seite zu stehen, damit er ständig voranschreitet. damit
die Revolution stets ansteigt, bis zu ihrem vollständigen
Sieg." (S. 246-247.) Was die PAA und das albanische Volk
betrifft, werden sie, wie auch auf dem 7, Parteitag der
PAA erklärt wurde, auch in Zunkunft alle Kraft aufbieten
und gemeinsam mit allen anderen antiimperialistischen
und antisozialimperialistischen Völkern, mit allen Revolutionären kämpfen, damit die Sache der Befreiung der
Völker triumphiert, werden sie in jedem Augenblick an
der Seite all jener Völker stehen, deren Freiheit und
Unabhängigkeit bedroht wird und deren Rechte verletzt
werden.
Frage: Die PAA unterhält enge Beziehungen zu den im
Kampf gegen den Revisionismus entstandenen marxistisch-leninistischen Parteien. Wie beurteilt die PAA den
Kampf dieser Parteien, wie kann' sie als Partei an der
Macht einen solchen Kampf unterstützen und wie
beurteilt sie die weitere Entwicklung der marxistischleninistischen Weltbewegung ?
Antwort: Die in zahlreichen Ländern erfolgte Bildung
von marxistisch-leninistischen Parteien, die im Prozeß
des Kampfes gegen den Verrat des modernen Revisionismus entstanden und gewachsen sind, stellt einen großen
Sieg dar. Er beweist, daß sich die Arbeiterklasse tagtäglich ihrer historischen Mission und der Notwendigkeit der
revolutionären Organisierung bewußter wird, daß die
Ideen des Marxismus-Leninismus und die Sache der
Revolution unbesiegbar sind, daß weder die bürgerliche
Gewalt noch die revisionistische Verwirrung imstande
sind, sie aufzuhalten und niederzuringen. Zweifellos
werden noch weitere marxistisch-leninistische Parteien
im Kampf gegen den chinesischen Revisionismus entstehen, wie es nach dem Auftreten des ChruschtschowRevisionismus der Fall war, und zwar sowohl in Ländern,
wo sich die wahren proletarischen Revolutionäre noch
nicht in einer solchen Partei zusammengeschlossen
haben, als auch in Ländern, wo die Parteien, die es schon
gab, sich vom revolutionären marxistisch-leninistischen
Weg abgekehrt haben.
Auch wenn die marxistisch-leninistischen Parteien in
verschiedenen Ländern noch klein sind, ist die PAA der
festen Überzeugung, daß dies nur vorübergehend ist,
daß ihnen die Zukunft gehört, daß ihnen die große
historische Aufgabe gebührt, die von den Revisionisten
verratene und sabotierte Sache der Revolution in die
Hand zu nehmen und vorwärtszuführen. Das weitere
Voranschreiten revolutionärer Situationen, die die breiten
Massen der Arbeiterklasse und anderer fortschrittlicher
und freiheitsliebender werktätiger Schichten zum Er-
wachen und in Bewegung bringen, wird bestimmt dazu
führen, daß die marxistisch-leninistischen
Parteien
immer günstigere Bedingungen vorfinden, um eine breite
Tätigkeit entfalten und ihren Einfluß unter den Massen
ausdehnen zu können, so daß sie zu Inspiratoren und
Führern der revolutionären Aktion der Massen werden.
Schließlich ist nicht die Zahl der Mitglieder, sondern die
richtige marxistisch-leninistische Linie, die Ausarbeitung
und Durchführung einer richtigen revolutionären Strategie und Taktik entscheidend für den Erfolg der Vorhut, partei des Proletariats. Und das verhilft ihr auch zu
wachsender Autorität und zur Vergrößerung ihrer
Mitgliederzahl.
Die revolutionäre Tätigkeit der unter den Bedingungen des Kapitalismus kämpfenden marxistisch-leninistischen Bruderparteien ist besonders unter den gegenwärtigen Umständen bedeutsam und lebenswichtig.
Denn die objektive Situation für die Entwicklung der
Revolutiorrwird täglich günstiger. Entscheidend für die
Auslösung, richtige Orientierung und den Sieg der
Revolution ist die Hebung des subjektiven Faktors, indem
die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen von dem
bürgerlich-revisionistischen Opium befreit werden.
Die PAA hat ständig und eindeutig ihre volle internationalistische Solidarität mit den marxistisch-leninistischen Bruderparteien bekundet. Sie vertritt die Ansicht,
daß jede marxistisch-leninistische Partei - während sie
sich in erster Linie auf den inneren Faktor als dem entscheidenden, auf das Proletariat und das Volk des
eigenen Landes stützt - auch die Unterstützung und
Solidarität des Proletariats der ganzen Welt, aller wahren
marxistisch-leninistischen Parteien der anderen Länder
und vor allem der wirklich sozialistischen Länder haben
muß. "Wie uns in der Vergangenheit die marxistischleninistischen Parteien und fortschrittlichen Menschen
auf der Welt bei unserer nationalen Befreiung und der
Errichtung der Diktatur des Proletariats unterstützt
haben", erklärte Genosse Enver Hoxha auf dem 7. Pateitag der PAA, "ist es auch unsere Pflicht, dem Proletariat,
den marxistisch-leninistischen Parteien und allen fortschrittlichen Kräften in ihrem Kampf beizustehen, damit
auch ihre Völker die Freiheit und den Sozialismus erringen." (S. 250-251.)
In den Beziehungen zu den marxistisch-leninistischen
Parteien hält sich die PAA strikt an die proletarischinternationalistischen Prinzipien und Normen der brüderlichen Hilfe und Unterstützung, der Unabhängigkeit und
vollen Gleichberechtigung, der Nichteinmischung in die
jeweiligen inneren Angelegenheiten, der kameradschaftlichen l<onsultationen und Diskussionen. über F~a~e~
gemeinsamen Interesses. Die PAA hat die chauvinlstischen, arroganten und spalterischen Positionen und
Handlungen der revisionistischen Führung der KP Chinas
gegenüber den marxistisch-leninistischen Parteien und
der marxistisch-leninistischen
Bewegung insgesamt
entschieden zurückgewiesen und verurteilt, die Versuche, diesen Parteien ihren antimarxistischen und
konterrevolutionären Kurs aufzuzwingen, die Erpressungen, um sie zu zwingen, sich dem Diktat der "Mutte~partei" zu unterwerfen, die Anstrengungen, die rnarxistisch-leninistischen Parteien zu einem Anhängsel und
"verlängerten
Arm" der jeweiligen prinzipienlosen
chinesischen Politik zu machen, ihre verächtliche,
spalterische und unterhöhlende Praxis, in verschiedenen
Ländern mit Organisationen und Gruppen Beziehungen
zu unterhalten, die den wahren marxistisch-Ieninisti-
schen Parteien feindlich gegenüberstanden, usw.
Im Rahmen der Beziehungen der Zusammenarbeit,
gegenseitigen Unterstützung und Hilfe zu den marxistisch-leninistischen Bruderparteien leistete und leistet
die PAA ihren Beitrag zur Erarbeitung gemeinsamer
Positionen zu verschiedenen Problemen, die die marxistisch-leninistische Bewegung interessieren; nämlich
durch ihren konsequenten Kampf, um den Imperialismus, Sozialimperialismus, modernen Revisionismus aller
Schattierungen und die Reaktion im Weitmaßstab oder in
einzelnen Ländern zu entlarven und ihnen Widerstand
entgegenzusetzen, ferner durch den Austausch revolutionärer Erfahrungen mit den Bruderparteien sowie durch
die Bekundung der Solidarität und Unterstützung für die
Bruderparteien Und ihre revolutionäre Tätigkeit, für die
revolutionäre und Befreiungsbewegung
in anderen
Ländern. Sie leistet außerdem ihren Beitrag zur Erhaltung
und Festigung der kämpferischen Einheit der marxistischleninistischen Bewegung auf der Grundlage der Prinzipien des Marxismus-Leninismus und des proletarischen
Internationalismus.
Mit der Kommunistischen
Partei Deutschlands/
Marxisten-Leninisten verbindet die Partei der Arbeit
Albaniens eine enge und aufrichtige internationalistische
Freundschaft, die im gemeinsamen Kampf gegen den
modernen Revisionismus sowie gegen den Kapitalismus,
Imperialismus und Sozialimperialismus für den Triumph
der Sache der Revolution, des Sozialismus und der
Befreiung der Völker entstanden ist und geschmiedet
wurde. Unsere Partei hat eindeutig erklärt, daß der
Kampf der KP Deutschlands/ML für den Sieg der sozialistischen Revolution in ganz Deutschland und für ein
vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland,
der die volle Unterstützung der deutschen Werktätigen
wie auch aller marxistisch-leninistischen Revolutionäre
und revolutionären Menschen in der Welt hat, auch die
flammende Unterstützung der Partei der Arbeit Albaniens
und des albanischen Volkes hat und haben wird.
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