Planetarische Zirkulation

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Planetarische Zirkulation
Die allgemeine Zirkulation (kreisförmige Luftströmung) der Erde bezeichnet alle globalen Luftströmungen, die
auf der unterschiedlichen Energiezufuhr der Erde durch die Sonne beruhen. Dazu zählen
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die Passatwinde (0°-30° n. u. s. B.),
die außertropischen Westwinde (30°-60° n. u. s. B.),
die polaren Ostwinde (60°-90° n. u. s. B.).
Globale Luftdruckgürtel – globale Winde
Am Äquator herrscht die höchste Sonneneinstrahlung. Durch die Erwärmung steigt die warme, feuchte Luft
auf und es entsteht ein Tiefdruckgebiet, die sogenannte äquatoriale Tiefdruckrinne. Die aufsteigende Luft
strömt Richtung Nord- und Südpol. Auf der Höhe der Wendekreise sinkt die nun abgekühlte Luft als extrem
trockene Luft wieder ab. Absteigende Luftbewegungen führen zu Hochdruck (kalte Luft sinkt zu Boden). Es
entsteht der subtropische Hochdruckgürtel. Es ist eine Zone ständiger Trockenheit, in der die großen Wüsten
liegen, z.B. die Sahara.
Zwischen dem subtropischen Hochdruckgürtel und der äquatorialen Tiefdruckrinne wehen ständig Winde (Wind
= Ausgleichsströmung zwischen Hoch und Tief). Es sind dies die sogenannten Passate. Auf der Nordhalbkugel
kommen diese Winde aus dem Nordosten, deshalb heißen sie Nordostpassate. Auf der Südhalbkugel heißen sie
Südostpassate, da sie aus dem Südosten kommen. Beide Winde strömen Richtung Äquator. Da sich dort beide
Winde treffen, nennt man die äquatoriale Tiefdruckrinne auch innertropische Konvergenzzone (ITCZ)
(Konvergenz = Zusammenfließen).
Von den Polarkreisen in 66,5 Grad nördlicher bzw. südlicher Breite bis zu den Polen kann sich die Luft kaum
erwärmen (Ekliptik – flacher Strahlungswinkel der Sonne). Die Luft bleibt aufgrund der Kälte am Boden. Somit
entsteht das polare Kältehoch (kalte Luft sinkt zu Boden
hoher Druck), das nicht nur extrem niedrige
Temperaturen, sondern auch sehr geringe Niederschläge aufweist. Weiter südlich, wo es schon wärmer ist, steigt
die Luft wieder auf, es entsteht die subpolare Tiefdruckrinne. Zwischen dem polaren Kältehoch und der
subpolaren Tiefdruckrinne wehen die polaren Ostwinde.
Zwischen dem 35. und dem 65. Breitengrad fließen die polare Kaltluft und die subtropische Warmluft
zusammen. Zwischen dem subtropischen Hoch und dem subpolaren Tief wehen die sogenannten
außertropischen Westwinde. Österreich liegt im Bereich dieser Westwindzone. Ein Großteil der
Niederschläge kommt deshalb aus Westen bzw. Nordwesten. Im Westen Europas ist es auch wesentlich feuchter
als im Osten Europas.
RP
2015/16
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