Transmissionselektronen mikroskopie (TEM)

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Transmissionselektronen
mikroskopie(TEM)
im speziellen STEM
Inhalt
• 1. Einleitung
• 2. Das Messprinzip
• 3. Der Aufbau
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3.1 Unterschiede beim STEM
3.2 Bildgebung
3.3 Detektoren
3.4 Kontrast
3.5 Materialkontrast
4. Analyse von Polymeren
5. Spezielles Anwendungsgebiet der STEM
6.Probenpräparation
7. Zusammenfassung
Einleitung– warumTEM?
• Auflösung des Lichtmikroskops begrenzt durch Rayleigh‐Kriterium:
0,61 ∗
300nm
• De Broglie‐Gleichung:
1.22
 100keV = ~0.004nm
• Begrenzung durch Linsen (Abbildungsfehler)
Quelle: Versuchsanleitung 405‐Bilderfassung am Mikroskop, Universität Jena
DasMessprinzip
• Wechselwirkung zwischen Materie und Elektronen wird in Signale umgewandelt
• Intensität der Signale werden Grauwerte zugeordnet
Kontrastentstehung
• Viele unterschiedliche Wechselwirkungen 
unterschiedliche Detektoren Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.7
DerAufbau
3 wichtige Komponenten
Der Strahlengang
• Die Beleuchtung: Bild des Crossovers wird auf die Probe projiziert (broad /focused
beam)
• Die Probenhalterung: TEM: Objektivlinse und Halterung zusammen, Ausrichtung und Linse maßgebend für Qualität
• Die Bildgebung: unterschiedliche Detektoren nehmen Signale und leiten diese weiter, Umwandlung durch CL der Schirme
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.142
UnterschiedebeimSTEM
• Erhöhte Energie in einem bestimmten Punkt der Probe durch Fokussierung von • kein paralleler Strahl und schlechter Kontrast  keine Bildentstehung
• Rasterprozess
• Ablenkung des Strahls durch zwei gekreuzte magnetische Dipole
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.144 und S.147
Bildgebung
TEM
STEM
• Statisches Bild
Bildschirm in der Röhre
• Bildschirm ist mit fluoreszierendem Material beschichte (z.B
mit ZnS)
• Kleine Körner werden
nicht vom Auge wahrgenommen (~50 µm)
• Probe wird gescannt 
Signale werden digitalisiert, das digitale Scanning‐Bild wird auf einem fluoreszierendem Bildschirm dargestellt
• Möglichkeit zur Verbesserung der Bildqualität
Detektoren
• Halbleiter: dotierter Si‐Einkristall, Elektronenstrahl erzeugt Elektronen‐Lochpaar , Abnahme über angelegte Spannung 
Stromfluss
• Scintillator‐Photomultiplier: Elektronen werden über CL‐
Prozess in Lichtumgewandelt und durch Dioden verstärkt
• Al‐Beschichtung um „äußeres“ Licht zu reflektieren
• CCD‐Detektoren: Ladungen von Elektronenstrahlen werden in Millionen von Pixeln (Kondensatoren) gespeichert
• Auslesen der Matrix: Ladungen schrittweise verschoben 
Ladungspakte zum Ausleseverstärker  elektrische Spannung abhängig von der ursprünglichen Strahlungsintensität
Kontrast
•
∆
• Unterschiedliche Kontraste  unterschiedliche Informationen
• Entsteht durch Änderung der
• Amplitude  Materialkontrast, Brechungskontrast
• Phase Phasenkontrast
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.373
Materialkontrast
• Beruht hauptsächlich auf elastischer Streuung
•
∗ ∗
∗
; mit • Z: Ordnungszahl, e: elementar Ladung, V: Spannung, : Streuungswinkel
• Hohes Z  dunkel (im HF)
• Hohe Spannung  weniger Energie
• 3D  2D Abbildung schwierige Interpretation
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.374
3D  2D Abbildung schwierige Interpretation
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.375
AnalysevonPolymeren
Probleme
• Geringer Materialkontrast
Lösungen
• Bedampfung mit Schwermetallen
• Radiolyse: Zerstörung der • Mit kühlen, low dose Ketten, bzw. Entstehung imaging“
neuer Strukturen durch Abspaltung der Seitenketten  reaktive Enden
Quelle: Transmission Electron Microscopy, S.375 und S. 376
STEM– spezielleAnwendung
Anwendung für die Analyse von Hybridmaterialien
• Analyse von Anorganik/Organik‐Kompositen
• Interessante Stellen breiten sich über einen größeren Bereich aus (Phasengrenzen, Korngrenzen…)
• STEM liefert Flächenauflösung der Verteilung der einen Komponente in der anderen
• Beispiel: Analyse von ABC‐Block‐Tripolymeren
• Gezieltes Ausnutzen der Selbstanordnung  Kontrolle der Eigenschaften
Quelle: The Supramolecular Chemistry of Organic‐Inorganic Hybrid Materials, s. 614
100 nm scale bar
• Blockeinheiten: PEP(11% vol.), PEO‐
Aluminiumsilikat Domäne (35% vol.), PHMA (56% vol.)
• Abbildung: hexagonale Anordnung der PEO‐
Aluminiumsilikat Domäne mit lamellaren und sich überschneidenden Strukturen
Probenpräparation
Allgemeine Anforderungen: Elektronentransparent, stabil unter dem Elektronen Strom, (leitfähig und nicht magnetisch)
Ultramikrotom Messer schneidet die Probe in sehr dünne Filme  fließen über Wasser und werden auf dem Gittern gesammelt
Möglichkeit zur Präparation von Partikeln, Fasern oder porösen Material (Einbettung in Epoxyd‐
Matrix)
Quelle: Copyright 2001 Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg
Zusammenfassung
Abbildende Verfahren
REM (engl. SEM)
(Rasterelektronenmikroskopie)
Analytische Verfahren
AEM
(Analytical electron microscopy)
Reflektionsmikroskopie
EDX (engl. XEDS) (Energiedispersive
Röntgenspektroskopie
TEM
(Transmissionselektronen‐
mikroskopie)
EELS
(Elektronenenergie‐
verlustspektroskopie)
RTEM (engl. STEM)
Rastertransmissionselektronen‐
mikroskopie)
WDX
(Wellenlängen‐
dispersive
Röntgenspektrosk
opie)
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