Baureportage Südostschweiz, 10.9.2015

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BAUREPORTAGE BISCHOFALP
Südostschweiz | Samstag, 10. September 2016
Das Berggasthaus Bischofalp ist ein wahres
Bijou auf 1650 Metern über Meer.
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Traumhafte Auszeit
auf der Bischofalp Elm
I
Bericht der Bauherrschaft
m Jahr 2000 wurde anlässlich der
Jahresversammlung der Alpkorporation Bischof über die touristische
Ausrichtung diskutiert, denn bereits
dazumal war der Trend hin zum Wandern erkennbar. Treibende Kraft hinter
dem ganzen Projekt war Korporationsmitglied Sämi Hefti.
Gemäss Planung sollen auch in Zukunft die 30 Heuerhütten, Ghaltigen genannt, erschlossen und touristisch genutzt werden. Das Konzept sieht die Erhaltung der sonnengebräunten Fassaden
vor und im Innern ist ein einfacher Ausbau geplant.
Für die Verpflegung der Hüttengäste
drängte sich somit der Bau eines Berggasthauses auf. Dies auch als touristische Angebotserweiterung für das bestehende Wander- und Skigebiet Elm.
Architekt Alexander Steffens projektierte
ein in die Landschaft passendes Gebäude. Die Alpkorporation als Eigentümerin
hatte der eigens dafür gegründeten Projektgruppe Alp Bischof Tourismus, welche dann in die Alp Bischof Tourismus AG
überführt wurde, das Land für Gebäude
und Zufahrtsstrasse im Baurecht abgetreten.
Vorarbeiten unerlässlich
Bauarbeiten in diesem Gelände stellen
eine grosse Herausforderung dar. Nachdem die juristischen Streitereien beigelegt waren, konnte endlich mit den Erschliessungsarbeiten begonnen werden.
Diese Vorarbeiten beinhalteten die verschiedenen Erschliessungsleitungen sowie die 185 m lange Zufahrt (Kofferung)
im Skipistentrasse vom Dunkelboden bis
zum Steinibach sowie die Erstellung der
250 m langen Strasse durch ein Moorgebiet bis zum geplanten Standort des
Berggasthauses.
Beim Bau der Strasse mussten die
verschiedenen Bedürfnisse wie Landwirtschaft, Naturschutz und Strassenbelastung berücksichtigt werden, da
man das benötigte Material mit Lastwagen und nicht mit Helikoptern zuführen
wollte. Die getroffenen Massnahmen
und Bauarbeiten haben sich gemäss den
Die prächtige Aussicht in die imposante Glarner Bergwelt und die Tektonikarena Sardona von der Terrasse aus.
Rückmeldungen sehr positiv ausgewirkt. Die Wanderer schätzen den nun
gut begehbaren Weg, für die Landwirtschaft bedeutet es eine Erleichterung
der Heuarbeiten und im Winter konnte
die Präparation der Skipiste zur Talstation hin optimiert werden (Synergien).
Somit ist eine Win-win-Situation für alle
entstanden.
Der Spatenstich zu diesem Bauobjekt
mit zirka 3000 m3 Volumen erfolgte am
8. August 2014. Dank dem speditiven und
grossen Einsatz aller am Bau beteiligten
einheimischen Unternehmungen war der
Rohbau in nur zwölf Wochen unter Dach.
Weitere 16 Wochen wurden für den Endund Innenausbau benötigt, so dass der
Betrieb am 11. September 2015 im heimeligen Berggasthaus gestartet werden
konnte. Die letzte Etappe, Einbau von
sieben Doppel- und Mehrbettzimmern
mit insgesamt 24 Betten, erfolgte im Vorsommer 2016. Somit dauerte die gesamte und zum Glück unfallfreie Bauzeit 35
Wochen, dies unter Einhaltung der budgetierten Kosten.
Bilder Sämi Hefti
Logistische Meisterleistung
für einen ökologischen Bau
Trotz der enormen Belastung durch die
verschiedenen Lastwagentypen befindet
sich die neu erstellte Erschliessungsstrasse in einem ausgezeichneten Zustand. Allein für die Betonarbeiten einer
Etappe waren 36 Fahrten nötig. Das Berggasthaus wird CO2-neutral mit Pellets beheizt. Zudem wurde eine Solar- und Wärmerückgewinnungsanlage installiert. Für
E-Biker steht eine Ladestation gratis zur
Verfügung, währenddem sie sich im Berggasthaus stärken können.
Dank an alle Beteiligten
Heute präsentiert sich das Berggasthaus
Bischofalp mit dem heimeligen Baustil
aussen und innen als ein wahres Bijou auf
1650 Metern über Meer. Dank dem Einsatz der beiden Geschäftsführerinnen,
dem motivierten Personal und dem erfreulich grossen Zulauf an Gästen aus nah
und fern zeigen sich die Verantwortlichen
erfreut über den erfolgreichen Start. Die
prächtige Aussicht in die imposante Glarner Bergwelt und die Tektonikarena Sardona runden das vielfältige Angebot ab.
Die Bauherrschaft dankt dem Architekten, Bauleiter, Planer, den Unternehmungen, dem Gewerbe sowie den freiwilligen Helfern für ihren tollen, grossen und
unermüdlichen Einsatz. Aber nicht zuletzt
gilt der Dank den Bischofalpkorporationsmitgliedern für deren weitsichtigen Entscheid, den Boden im Baurecht abzutreten um damit schlussendlich das touristische Angebot zu bereichern. Diverse
Rückmeldungen bestätigen uns, dass das
Berggasthaus Bischofalp mit den sieben
heimeligen Zimmern und den insgesamt
24 Betten positiv wahrgenommen wird
und für die Ferienregion Elm eine optimale Ergänzung und Aufwertung bedeutet.
Der Dank gilt aber auch den vielen Aktionären, Geldgebern, den Mitgliedern der
damaligen Projektgruppe und den Verwaltungsräten – ohne diese wäre die Realisation nicht möglich gewesen.
Für den Verwaltungsrat
Sämi Hefti
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BAUREPORTAGE BISCHOFALP
Südostschweiz | Samstag, 10. September 2016
I
Bericht des Planers
nfolge der zwischenzeitlichen Pensionierung des Architekten Alexander
Steffens erhielten wir im August 2013
den Auftrag für die weitere Planung,
Realisierung und Bauleitung des
Neubaus Bergrestaurant «Bischofalp». In
der darauffolgenden Zeit wurden verschiedene Varianten des Ausbaus geprüft
und mit den Fachplanern die Detailplanung vorangetrieben.
Rekordverdächtiger Bauverlauf
Nach erfolgtem Spatenstich am 11.August 2014 und sehr nassem Wetter während den ganzen Aushubarbeiten konnte
der Bau Mitte November 2014 (nach nur
zwölf Wochen) mit eingedecktem Dach
und eingesetzten Fenstern der Winterruhe übergeben werden. Während des
Winters konnte der Bau austrocknen und
am 20. April 2015 erfolgte, nach der
Schneeschmelze, die Wiederaufnahme
der Arbeiten für den weiteren Ausbau innen und aussen. Dank des unermüdlichen Einsatzes aller beteiligten Unternehmen konnte der Bau Ende August der
Bauherrschaft übergeben werden und die
Eröffnung erfolgte wie vorgesehen am
11. September 2015.
Im Untergeschoss wurden sämtliche
Technik- und Lagerräume, Gäste-WC und
drei Gästezimmer inkl. Skiraum eingebaut. Im EG die kompakte Küche, ein
kleines Büro, die Gaststube und eine
grosse Terrasse. Im OG wurden dann im
Frühling 2016 noch zusätzlich die Gästezimmer ausgebaut. Durch die Hangneigung des Geländes konnte ein grosser
Teil des Gebäudes im Erdreich versteckt
werden. Sichtbar ist somit nur ein kleiner
Teil des Gebäudes.
Natürlicher heimeliger Ausbau
Der Bauherrschaft war es wichtig, ein
heimeliges und passendes Berggasthaus
in diesem schönen Berggebiet zu realisieren. Die Fassadenschalung wurde mit
Das heimelige Restaurant lädt zum Verweilen ein.
einer liegenden Holzschalung ausgeführt, welche vorgängig gebrannt wurde.
Durch das Brennen der aussen sichtbaren
Holzteile wird die natürliche Alterung der
Fassade vorgezogen.
Im Innenausbau wurde ebenfalls auf
viel Holz Wert gelegt. Die Lüftung wurde
mit Holz eingekleidet, wie auch ein Teil
der Wandverkleidungen. So wurde auch
die Bestuhlung dem Innenausbau angepasst. In den Gästezimmern im OG wurden Holzdecken eingebaut und sämtliche Einbauten in den Zimmern UG+OG
sind ebenso aus Holz gefertigt. Die
durchwegs positiven Rückmeldungen
bestätigen das gewünschte Ambiente im
Restaurant, auf der Terrasse und in den
Gästezimmern.
Bild Ruth Rhyner
Dank
An dieser Stelle möchten wir allen beteiligten Unternehmen und Helfern für ihren
unermüdlichen Einsatz recht herzlich
danken. Der grösste Dank gilt aber der
Bauherrschaft und dem Verwaltungsrat.
Diese ist mit Beharrlichkeit ihren langen
Weg gegangen und durch die Realisierung des Projektes wurde eine Bereiche-
rung im Ski- und Wandergebiet von Elm
geschaffen.
Markus Brunner
Planung und Bauleitungen
Matt/Glarus
F. Hösli AG
8762 Schwanden
Servicestellen in Elm und Linthal
Besten Dank der
Bauherrschaft
für den Auftrag
der inneren
Malerarbeiten
Spenglerei, Sanitär, Solaranlagen
und Energieberatung
Telefon 055 / 644 10 06
Telefax 055 / 644 39 12
Internet www.f-hoesli-ag.ch
Besten Dank
für den Auftrag
der Lüftungsanlagen
Grischa Kälte AG
Tardisstrasse 215
CH-7205 Zizers
www.grischa-kaelte.ch
Fon: +41 81 322 33 33
Fax: +41 81 322 33 11
[email protected]
Ihr Partner für Kälte- und Klimatechnik
RAU N ER AG
Plattenbeläge – Chem inéebau – Ofenbau
8775 Luchsingen; 8754 Netstal
Natel 079 406 93 57, [email protected]
Wir danken der Bauherrschaft für den geschätzten Auftrag.
Planung und Ausführung Sanitäranlage
Wir danken der Bauherrschaft für
diesen Auftrag.
Mollis AG
Heizungen
Lüftungen Klima
8753 Mollis
Tel.
Fax
E-Mail:
055 618 80 90
055 618 80 97
[email protected]
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BAUREPORTAGE BISCHOFALP
Südostschweiz | Samstag, 10. September 2016
Ausgeführte Arbeiten:
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Energielieferant
Energieberatungen
Netz-Infrastruktur und -Dienstleistungen
Stark- und Schwachstrom-Installationen
universelle Kommunikationsverkabelungen
TV-, Haushalt- und Elektrogeräte
PV-Installationen
Swisscom-TV-Installationen
Satellitenempfangsanlagen
7 x 24-Stunden-Pikett-Dienst
Wir danken
der Bauherrschaft
für den geschätzten
Auftrag.
Innentüren
Ausstellung – Planung – Ausführung & Baukoordination
Alles für ein komfortables Zuhause – „wir machen’s“
Im Fennen 13
8867 Niederurnen
055 610 27 36
www.selinerag.ch
Wir danken der Bauherrschaft
für den geschätzten Auftrag.
Ausgeführte Arbeiten:
Einbau Heizungsanlage – Kaminanlagen
tbgs – Technische Betriebe Glarus Süd
Farbstrasse 22 · 8762 Schwanden
Telefon 058 611 90 00 · www.tbgs.ch
Jürg Schuler • Heizungen • 8766 Matt
Dorfstrasse 3 • Tel. 055 642 19 74
[email protected]
Herzlichen Dank für die schönen und speziellen Aufträge.
Das Berggasthaus Bischofalp mit seinen sieben heimeligen Zimmern (24 Betten) wird durchaus positiv wahrgenommen.
Bilder Urs Heer
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