DanielSommerDissertation

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Exzitatorische enterische Co-Innervation von quergestreifter Muskulatur
im Mäuseösophagus
Der Medizinischen Fakultät / Dem Fachbereich Anatomie
Der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg
zur
Erlangung des Doktorgrades Dr. med. dent.
vorgelegt von
Daniel Sommer
aus Nürnberg
2
Als Dissertation genehmigt
von der Medizinischen Fakultät / vom Fachbereich Anatomie
der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Tag der mündlichen Prüfung: 04.09.2013
Vorsitzender des Promotionsorgans: Prof. Dr. Jürgen Schüttler
Gutachter: Prof. Dr. Jürgen Wörl
Prof. Dr. Winfried Neuhuber
3
Inhaltsverzeichnis
1.
2.
3.
Zusammenfassung
1.1. Hintergrund und Ziele
1.2. Methoden
1.3. Ergebnisse und Beobachtungen
4
4
4
5
1.4. Praktische Schlussfolgerungen
5
Summary
2.1. Background and aims
6
6
2.2. Methods
2.3. Results and observations
2.4. Practical conclusions
6
7
7
Einleitung
3.1. Aufbau und Funktion des Ösophagus
3.2. Die enterische Co-Innervation der quergestreiften Ösophagusmuskulatur
8
8
9
3.3. Tachykinine im Gastrointestinaltrakt
3.4. Ziele der Arbeit
9
11
Methoden
12
4.1. Gewebe, Präparation und Fixation
4.2. Kryostatschnitte und Immunzytochemie
4.3. Mikroskopie
12
12
15
Ergebnisse
16
5.1. Motorische Endplatten:
enterische Co-Innervation und Co-Innervationsrate
5.2. Myenterische Neurone
16
20
5.3. Hirnstamm
20
6.
Diskussion
22
7.
Literaturverzeichnis
25
8.
Danksagung
29
9.
Lebenslauf
30
4.
5.
4
1. Zusammenfassung
1.1.
Hintergrund und Ziele
Quergestreifte Muskelzellen im Ösophagus werden zum einen von vagalen, cholinergen
Nervenfasern aus dem Hirnstamm und zum anderen von enterischen Nervenfasern aus
dem Plexus myentericus innerviert. Bisher wurden in den enterischen, coinnervierenden Nervenfasern morphologisch Neuropeptide nachgewiesen, die im
restlichen glattmuskulären Verdauungstrakt vor allem eine hemmende Funktion
ausüben. Erste funktionelle Untersuchungen mit ausgewählten Neuropeptiden an Invitro-Präparationen bestätigten diese Wirkung auf die vagal-induzierte Kontraktion der
quergestreiften Ösophagusmuskulatur. Typischerweise kommen im glattmuskulären
Verdauungstrakt auch exzitatorische Neurone vor, die oft Tachykinine als Transmitter
benutzen. Eine Beteiligung dieser exzitatorischen Neurone an der enterischen CoInnervation von motorischen Endplatten im Ösophagus ist nicht geklärt. Ziel der
vorliegenden Untersuchung war der morphologische Nachweis von enterischen
tachykinergen, co-innervierenden Nervenfasern an motorischen Endplatten im
Mäuseösophagus, um einen möglichen exzitatorischen Einfluss von enterischen
Neuronen auf die Ösophagusperistaltik einschätzen zu können.
1.2.
Methoden
Die Untersuchung wurde an adulten C57/Bl6 Mäusen beider Geschlechter durchgeführt,
denen nach Perfusionsfixierung mit Formaldhydlösung die Speiseröhre und der
Hirnstamm entnommen wurden. Der Ösophagus wurde in vier gleich große Stücke
unterteilt, die in etwa dem zervikalen, oberen und unteren thorakalen und abdominalen
Ösophagusabschnitt entsprachen. Kryostatschnitte des Ösophagus und des Hirnstamms
wurden für immunhistochemische Mehrfachfärbungen aufgearbeitet. Substanz P und
Neurokinin A wurden zur Charakterisierung von tachykinergen, exzitatorischen,
enterischen Neuronen, der vesikuläre Azetylcholintransporter (VAChT) zur Markierung
von cholinergen Neuronen im Plexus myentericus und im Hirnstamm und von
cholinergen Endigungen an motorischen Endplatten und α-Bungarotoxin (α-BT) zur
Markierung
von
motorischen
Endplatten
im
Ösophagus
verwendet.
Die
5
immunzytochemischen
Färbungen
wurden
qualitativ
und
quantitativ
mit
konventioneller und konfokaler Laserscanning-Mikroskopie ausgewertet.
1.3.
Ergebnisse und Beobachtungen
Sowohl Substanz P- als auch Neurokinin A-positive Nervenendigungen konnten an
vagal-innervierten, motorischen Endplatten im Mäuseösophagus nachgewiesen werden.
Die durchschnittliche enterische Co-Innervationsrate lag bei Substanz P bei ca. sieben
Prozent und bei Neurokinin A bei ca. drei Prozent. Substanz P bzw. Neurokinin A
waren teilweise mit VAChT in eher kleinen Endigungen an der motorischen Endplatte
co-lokalisiert, die immer von großen VAChT-immunreaktiven und Substanz P- bzw.
Neurokinin A-negativen Endigungen getrennt waren. Co-Lokalisation von Substanz P
bzw. Neurokinin A und VAChT war auch in wenigen myenterischen Neuronen
nachweisbar. Hirnstammuntersuchungen zeigten, dass in der kompakten Formation des
Nucleus ambiguus Neurone vorkamen, die immunreaktiv für VAChT, aber negativ für
Substanz P und Neurokinin A waren.
1.4.
Praktische Schlussfolgerungen
In der quergestreiften Ösophagusmuskulatur der Maus existiert neben einer
inhibitorischen eine schwach ausgeprägte cholinerge und tachykinerge, enterische CoInnervation. Das Vorhandensein dieser vermutlich exzitatorischen, enterischen
Innervationskomponente im Ösophagus deutet an, dass die Innervationsprinzipien der
glattmuskulären Verdauungsabschnitte auch im quergestreiften Ösophagusabschnitt
existieren, allerdings in modifizierter Form. Der exzitatorische, periphere Anteil dürfte
gegenüber der dominierenden exzitatorischen, vagalen Innervation aus dem Nucleus
ambiguus an der motorischen Endplatte eine eher untergeordnete Rolle spielen.
6
2. Summary
2.1.
Background and aims
Striated muscle fibers in the esophagus receive a dual innervation both from vagal
cholinergic nerve fibers originating in the brain stem and enteric nerve fibers originating
in myenteric neurons. Until now neuropeptides were detected in the enteric coinnervating nerve fibers by morphological approaches, which are typical for inhibitory
neurons in the smooth muscle of the digestive system. Functional studies of selected
neuropeptides in in vitro preparations confirmed this effect on the vagally induced
contraction of striated esophageal muscle. In the smooth muscle of the digestive tract
also excitatory neurons are typically present, which often use tachykinins as
transmitters. The participation of these excitatory neurons in the enteric co-innervation
of esophageal motor endplates is unclear. The aim of the present study was the
morphological detection of enteric tachykinergic co-innervating nerve fibers on motor
endplates in the mouse esophagus to assess a possible influence of excitatory enteric
neurons on the esophageal peristalsis.
2.2.
Methods
The study was carried out on adult C57/Bl6 mice of both sexes. After perfusion fixation
with formaldehyde solution the esophagus and the brain stem were removed. The
esophagus was divided into four equal parts, which approximately corresponded to the
cervical, upper and lower thoracic and abdominal portion. Cryostat sections of the
esophagus and the brain stem were processed for immunohistochemical multiple
stainings. Substance P and Neurokinin A were used as markers for tachykinergic
excitatory enteric neurons, the vesicular acetylcholine transporter (VAChT) as a marker
for cholinergic neurons in the myenteric plexus and in the brain stem and for cholinergic
terminals on motor endplates and α–bungarotoxin (α-BT) for labeling of motor
endplates in the esophagus. The immunocytochemical stainings were qualitatively and
quantitatively evaluated with conventional and confocal laser scanning microscopy.
7
2.3.
Results and observations
Both Substance P- and Neurokinin A-positive nerve endings were detected on vagally
innervated motor endplates in the mouse esophagus. The enteric co-innervation rate was
on average about seven percent for Substance P and about three percent for Neurokinin
A. Substance P and Neurokinin A, respectively, were partially co-localized with
VAChT in small nerve endings on motor endplates, which were always separated from
large VAChT-immunoreactive and Substance P- or Neurokinin A-negative endings. Colocalization of Substance P and Neurokinin A, respectively and VAChT was also
detectable in few myenteric neurons. Investigations of the brain stem demonstrated
neurons in the compact formation of the nucleus ambiguus, which were immunoreactive
for VAChT, but negative for Substance P and Neurokinin A.
2.4.
Practical conclusions
In the striated muscle of the mouse esophagus a distinct inhibitory coexists with a weak
cholinergic tachykinergic enteric co-innervation. The presence of this presumably
excitatory enteric component of the esophagus innervation suggests that the
organization of the enteric nervous system in the esophagus is similar, but modified to
that of the remaining digestive tract. Compared with the dominant excitatory vagal
innervation from the nucleus ambiguus the excitatory peripheral innervation is expected
to play a minor role at the neuromuscular junction.
8
3. Einleitung
3.1.
Aufbau und Funktion des Ösophagus
Die Speiseröhre ist ein elastischer, muskulöser Schlauch, der die Nahrung vom Pharynx
in den Magen transportiert. Die Speiseröhre wird in einen kurzen Halsteil, Pars
cervicalis, einen langen Brustteil, Pars thoracica, und einen kurzen Bauchteil, Pars
abdominalis, der die Strecke vom Durchtritt durch das Zwerchfell bis zum
Mageneingang umfasst, eingeteilt. Die Wand des Ösophagus zeigt die für den ganzen
Magen-Darm-Kanal charakteristische Schichtung in Tunica mucosa, Tela submucosa,
Tunica muscularis und Tunica adventitia. Die Tunica mucosa ist unterteilt in eine
Lamina epithelialis mucosae, die aus einem mehrschichtigen Plattenepithel aufgebaut
ist, einer dünnen bindegewebigen Lamina propria mucosae und einer aus glatten
Muskelzellen bestehenden Lamina muscularis mucosae. Die Tela submucosa ist eine
Schicht von lockerem bis dichtem Bindegewebe, die einzelne Lymphozyten, kleine
Lymphfollikel, Blutgefäße und Nerven enthält. Die Tunica muscularis besteht aus einer
inneren, zirkulären und einer äußeren, longitudinalen Muskelschicht, die durch einen
schraubenartigen Verlauf der Muskelzellen nicht vollständig getrennt vorliegen. Die
Tunica adventitia verbindet als bindegewebige Schicht den Ösophagus mit
angrenzenden Organen des Mediastinums. Nur im abdominalen Abschnitt ist die
Vorderwand der Speiseröhre von einem Peritonealüberzug bedeckt (Kaufmann et. al.,
1968, Geboes & Desmet, 1978, Benninghoff & Drenckhahn, 2003, Kallmünzer et. al.,
2008, Mittal, 2012).
Im Gegensatz zum restlichen glattmuskulärem Magen-Darm-Trakt besteht die Tunica
muscularis
bei
verschiedenen
Tierspezies
einschließlich
des
Menschen
aus
unterschiedlichen Anteilen von quergestreifter und glatter Muskulatur. Beim Menschen
und manchen Säugetieren ist die Tunica muscularis des oberen Ösophagusabschnitts
ganz oder mehrheitlich aus quergestreiften Muskelzellen aufgebaut, die sich mit
unterschiedlichen Anteilen von glatten Muskelzellen mischen. Nach kaudal nehmen die
quergestreiften schrittweise ab und die glatten Muskelzellen schrittweise zu, bis im
unteren Ösophagusabschnitt die Tunica muscularis nur noch aus glatten Muskelzellen
besteht. Im Gegensatz dazu existieren Spezies, bei denen die Tunica muscularis
komplett aus quergestreifter, z.B. bei Nagetieren, oder komplett aus glatter Muskulatur,
9
z.B. bei Vögeln, aufgebaut ist (Shiina et. al., 2005, Wörl & Neuhuber, 2005,
Kallmünzer et. al., 2008).
3.2.
Die enterische Co-Innervation der quergestreiften Ösophagusmuskulatur
Quergestreifte Ösophagusmuskulatur wird neben vagalen, motorischen Nervenfasern
aus dem Nucleus ambiguus des Hirnstamms von varikösen, enterischen Nervenfasern
innerviert, deren Ursprung in Neuronen des Plexus myentericus liegt (Wörl &
Neuhuber, 2005). In elektronenmikroskopischen Untersuchungen zeigte sich, dass die
enterischen, co-innervierenden Nervenendigungen im motorischen Endplattenbereich
enge Kontakte sowohl mit der postsynaptischen Membran als auch mit präsynaptischen,
vagalen Endigungen ausbildeten (Wörl et. al., 1997). Diese enge Beziehung ließ auf
einen modulierenden Einfluss der enterischen, co-innervierenden Nervenfasern auf die
vagal-induzierte Kontraktion der quergestreiften Ösophagusmuskulatur auf peripherer
Ebene schließen. Da die meisten der bisher in den enterischen, co-innervierenden
Nervenfasern
nachgewiesenen
Transmitter
und
Marker
wie
die
neuronale
Stickoxidsynthase (nNOS), Galanin, das Neuropeptid Y (NPY) und das vasoaktive
intestinale
Peptid
(VIP)
eine
hemmende
Wirkung
im
glattmuskulären
Verdauungssystem besitzen, lag die Vermutung nahe, das dies auch für den Ösophagus
gilt (Wörl & Neuhuber, 2005, Furness, 2006). Die zunächst auf morphologische Daten
gestützten Vermutungen wurden später durch physiologische Untersuchungen
untermauert. In einem Nervus vagus-Ösophagus-Präparat konnte in vitro ein
hemmender Effekt von Capsaicin auf die vagal-induzierte Kontraktion der
quergestreiften Ösophagusmuskulatur gezeigt werden, der über Capsaicin-empfindliche,
afferente und enterische Neurone vermittelt wird (Izumi et. al., 2003, Shiina et. al.,
2006, Boudaka et. al., 2007).
3.3.
Tachykinine im Gastrointestinaltrakt
Im Gastrointestinaltrakt kommen Tachykinine als Neurotransmitter in Neuronen vor,
die Motilität, Sekretion und Durchblutung der entsprechenden Magen-Darm-Abschnitte
regulieren. Sie sind weiter an der spinal-afferenten Innervation des Verdauungssystems
beteiligt und besitzen Funktionen in der Immunantwort des Verdauungstraktes auf
Entzündungsreize (Holzer & Holzer-Petsche, 1997, Holzer & Holzer-Petsche, 1997,
10
Severini et. al., 2002, Shimizu et. al., 2008). Tachykinine bewirken in der Regel eine
Kontraktion der glatten Muskulatur in allen Muskelschichten des Verdauungssystems.
Bisher konnten folgende Tachykinine beschrieben werden: Substanz P, Neurokinin A,
Neurokinin B und Hemokinin-1. Von Neurokinin A existieren zusätzlich die elongierten
Formen Neuropeptid K und Neuropeptid-γ, von Hemokinin-1 die elongierten Formen
Endokinin A und B. Tachykinine wirken auf spezifische Membranrezeptoren, die zur
Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren zählen. Drei Tachykinin Rezeptoren,
genannt NK1, NK2 und NK3 wurden bisher entdeckt und auf molekularer Ebene
charakterisiert (Holzer & Holzer-Petsche, 1997, Holzer & Holzer-Petsche, 1997,
Severini et. al., 2002, Shimizu et. al., 2008).
In
physiologischen
Untersuchungen
an
isolierten
Ösophaguspräparaten
mit
gemischtmuskulärem und rein quergestreiftem Phenotyp konnte herausgefunden
werden, dass Tachykinine im Ösophagus von Säugetieren nur die glattmuskulären
Anteile der Tunica muscularis und die Lamina muscularis mucosae kontrahieren und
den Druck im unteren ebenfalls glattmuskulären Ösophagussphinkter ansteigen lassen
(Daniel et. al., 1989, Holzer & Holzer-Petsche, 1997, Krysiak & Preiksaitis, 2001,
Kovac et. al., 2006, Shiina et. al., 2010). An Nervus vagus-Ösophagus-Präparaten von
Tierspezies mit rein quergestreiftem Phenotyp konnte zusätzlich gezeigt werden, dass
Tachykinine eine hemmende Wirkung auf die vagal-induzierte Kontraktion der
quergestreiften Ösophagusmuskulatur besitzen. Die Autoren postulierten einen
Reflexkreis, der Capsaicin-empfindliche und Substanz P-haltige spinale Afferenzen und
inhibitorische enterische Neurone, die vagal-innervierte, motorische Endplatten
kontaktieren, mit einbezieht (Izumi et. al., 2003, Shiina et. al., 2006). Obwohl
morphologische Daten über die Lokalisation von Tachykininen im Ösophagus nur
wenig detailliert verfügbar sind, bestätigen die vorhandenen Arbeiten den in
physiologischen Untersuchungen gesehenen Einfluss von Tachykininen auf die
Ösophagusperistaltik. Mehrheitlich in glattmuskulären, aber auch vereinzelt in
quergestreiften
Ösophagusabschnitten
von
verschiedenen
Säugetierspezies
einschließlich des Menschen konnten z.B. Substanz P-immunoreaktive Neurone im
Plexus myentericus und Nervenfasern vor allem in der Tunica muscularis, Lamina
muscularis mucosae und an Blutgefäßen nachgewiesen werden (Leander et. al., 1982,
Christensen et. al., 1989, Christensen & Fang, 1994, Singaram et. al., 1994, Uddman et.
al., 1995, Shochina et. al., 1997, Rumessen et. al., 2001, Kuramoto et. al., 2004).
11
3.4.
Ziele der Arbeit
In den bisherigen Untersuchungen über die Funktion der enterischen Co-Innervation
konnte nur ein inhibitorischer Anteil des enterischen Nervensystems an der
exzitatorischen Innervation der quergestreiften Ösophagusmuskulatur herausgearbeitet
werden (Izumi et. al., 2003, Wörl & Neuhuber, 2005). Da im glattmuskulären
Verdauungssystem
typischerweise
exzitatorische
und
inhibitorische,
enterische
Neuronen vorkommen und auch exzitatorische, cholinerge Neurone im Plexus
myentericus des Rattenösophagus beschrieben sind (Furness, 2006, Kuramoto &
Kadowaki, 2006), stellte sich die Frage, ob sich exzitatorische Neurone auch an der
enterischen Co-Innervation der quergestreiften Ösophagusmuskulatur beteiligen. Als
Marker für exzitatorische, myenterische Neurone wurde in der vorliegenden Arbeit
Substanz
P
und
Neurokinin
A
in
immunhistochemischen
Einfach-
und
Mehrfachfärbungen verwendet. Die Untersuchung wurde an C57/Bl6 Mäusen
durchgeführt, da diese Spezies einen komplett quergestreiften Ösophagus besitzt und
dort bereits ausführliche Ergebnisse zur enterischen Co-Innervation der quergestreiften
Ösophagusmuskulatur vorliegen (Wörl et. al., 2002, Breuer et. al., 2004, Wörl &
Neuhuber, 2005, Wörl et. al., 2009, Hempfling et. al., 2012).
12
4. Methoden
4.1.
Gewebe, Präparation und Fixation
Für die vorliegende Untersuchung wurden fünfundzwanzig Mäuse beider Geschlechter
im Alter von drei Monaten der Zuchtlinie C57/Bl6 von Charles River (Sulzfeld,
Deutschland) verwendet. Die Mäuse wurden mit einer Überdosis Thiopental
(Trapanal®, 250 mg/kg Körpergewicht), die intraperitoneal appliziert wurde, getötet.
Um Veränderungen des Gewebes durch den Zelltod zu vermeiden, wurde eine
Perfusionsfixierung der Mäuse über die Aorta ascendens durchgeführt. In einem ersten
Schritt wurde mit ca. 20ml Ringer-Lösung, der 200 I.E. Heparin zugesetzt war, das Blut
aus dem Gefäßsystem gespült. In einem zweiten Schritt wurde zur schnellen Fixierung
des Gewebes ca. 40ml einer 4%igen Phosphat-gepufferten Formaldehyd-Lösung, pH
7,4, durch das Gefäßsystem perfundiert. Anschließend wurden bei jeder Maus die
Speiseröhre in ihrer ganzen Länge und der Hirnstamm entnommen, für weitere 6-8
Stunden in der gleichen Fixierungslösung nachfixiert und danach für 24 Stunden in
Phosphatpuffer und für 12 Stunden in 12%igem Saccharose-Phosphatpuffer als
Gefrierschutz gespült. Die Ösophagi wurden in vier Teile geteilt, die in etwa dem
zervikalen, oberen und unteren thorakalen und abdominalen Abschnitt entsprachen.
4.2.
Kryostatschnitte und Immunzytochemie
Die vorbereiteten Ösophagusstücke und Hirnstämme wurden mit Einbettmedium
(Tissue Tek® embedding medium, Slee Technik GmbH, Mainz, Deutschland) bedeckt
und nachfolgend in einem durch flüssigen Stickstoff auf ca. -70°C gekühlten Behälter,
der mit 2-Methyl-butan gefüllt war, schockgefroren, mit Parafilm und Aluminiumfolie
umgeben und in einem Gefrierschrank bei -20°C gelagert.
Für die immunhistochemischen Untersuchungen wurden 12-14µm dicke Längsschnitte
der Ösophagusstücke und Querschnitte der Hirnstämme an einem Leica CM 1900
Kryostaten (Leica Mikrosysteme, Wetzlar, Deutschland) angefertigt. Die Temperatur
des Kryostaten wurde bei den Ösophagusschnitten auf ca. -18°C und bei den
Hirnstammschnitten auf ca. -12°C eingestellt. Alle Kryostatschnitte wurden auf Poly-L-
13
Lysin-beschichtete Objektträger aufgezogen, für eine Stunde bei Raumtemperatur (RT)
luftgetrocknet und kurz in Tris-gebufferter Salzlösung (TBS, 0,05 M, pH 7,4) gespült.
Doppeldarstellung von Substanz P bzw. Neurokinin A und α-Bungarotoxin: Zur
qualitativen Untersuchung von Substanz P bzw. Neurokinin A Immunreaktivität im
Ösophagus
wurden
Kryostatserienschnitte
für
eine
Stunde
mit
1%igem
Rinderserumalbumin (BSA; Roth, Karlsruhe, Deutschland), 5%igem Eselnormalserum
(Dako, Glostrup, Dänemark) und 0,5%igem Triton X-100, gelöst in TBS (pH 7,4)
inkubiert. Nach einer kurzen Spülung in TBS erfolgte die getrennte Inkubation mit den
primären Antikörpern Substanz P (Peninsula Laboratories, San Carlos, USA;
Kaninchen-IgG, Verdünnung 1:2000 in TBS mit 1% BSA und 0,5% Triton X-100) und
Neurokinin A (Peninsula Laboratories, San Carlos, USA; Kaninchen-IgG, Verdünnung
1:2000 in TBS mit 1% BSA und 0,5% Triton X-100) über Nacht bei RT. Bei jeder
Inkubation wurde jeweils ein Objektträger mit Ösophagusgewebe als Negativkontrolle
mitgeführt. Nach einer 30-minütigen Spülung mit TBS erfolgte eine einstündige
Inkubation mit der sekundären Antikörperlösung (Alexa-488-gekoppeltes Esel AntiKaninchen IgG; Molecular Probes, Eugene, USA; Verdünnung 1:1000 in TBS mit 1%
BSA und 0,5% Triton X-100). Nach einer weiteren Spülung in TBS wurden die Schnitte
zur Darstellung der
motorischen
Endplatten
mit
Alexa-594-gekoppeltem
α-
Bungarotoxin (α-BT) für zwanzig Minuten bei RT in einer Verdünnung von 1:1000 in
TBS mit 1% BSA und 0,5% Triton X-100 behandelt, nochmals gespült und in TBSGlycerin (1:1; pH 8,6) eingedeckt und ausgewertet.
Die
Kalkulation
von
Co-Innervationsraten
wurde
an
oben
beschriebenen
Doppelfärbungen durchgeführt. Es wurden jeweils für Substanz P und für Neurokinin A
jeweils 250 motorische Endplatten im zervikalen, oberen und unteren thorakalen und
abdominalen Ösophagusabschnitt ausgewertet, d.h. pro Ösophagus und Neuropeptid
1000 motorische Endplatten. Insgesamt wurden sechs Mäuse in die Untersuchung
einbezogen. Nachfolgend wurden Durchschnittswerte für den ganzen Ösophagus und
für den zervikalen, thorakalen und abdominalen Ösophagusabschnitt einschließlich des
Standardfehlers (SEM) ausgerechnet.
Dreifachdarstellung von Substanz P bzw. Neurokinin A, α-Bungarotoxin und dem
vesikulären Azetylcholintransporter: Zur Bestimmung der räumlichen Anordnung von
vagalen und enterischen Nervenendigungen an der motorischen Endplatte wurden
14
Kryostatschnitte nach einer oben beschriebenen Vorinkubation doppelt für die primären
Antikörper Substanz P bzw. Neurokinin A und dem vesikulären Azetylcholintransporter
(VAChT; Biotrend, Köln, Deutschland, Ziegen IgG, Verdünnung 1:200 in TBS mit 1%
BSA und 0,5% Triton X-100) über Nacht bei RT inkubiert. Die Visualisierung der
Bindungsstellen wurde mit Alexa-488-konjugiertem Esel Anti-Kaninchen IgG und
Alexa-647-konjugiertem Esel Anti-Ziege IgG (Molecular Probes, Eugene, USA;
Verdünnung 1:1000 in TBS mit 1% BSA und 0,5% Triton X-100) erreicht. Zur
Darstellung der motorischen Endplatten wurden die Kryostatschnitte mit Alexa-594bzw. Alexa-555-gekoppeltem α-BT für zwanzig Minuten bei RT in einer Verdünnung
von 1:1000 in TBS mit 1% BSA und 0,5% Triton X-100 behandelt, nochmals gespült
und in TBS-Glycerin (1:1; pH 8,6) bzw. Vectashield (Linaris, Wertheim, Deutschland)
eingedeckt und ausgewertet. Alexa-594-gekoppeltes α-BT wurde in der Anfangsphase
der Untersuchung für das Biorad Mikroskop und Alexa-555-gekoppeltes α-BT in der
Endphase für das Nikon Mikroskop verwendet (siehe Kapitel 3.3.).
Einfachdarstellung
von
Substanz
P,
Neurokinin
A
und
dem
vesikulären
Azetylcholintransporter: Zur Beurteilung der Immunreaktivität von Substanz P und
Neurokinin A im Nucleus ambiguus der Maus wurden Serienschnitte durch den
Hirnstamm angefertigt und alternierend für Substanz P, Neurokinin A und VAChT
(Phoenix, Mountain View, USA; Kaninchen IgG, Verdünnung 1:1000) gefärbt. Die
Vorinkubation und Inkubation mit den primären Antikörpern erfolgte wie oben
beschrieben. Als sekundärer Antikörper wurde Alexa-488-gekoppeltes Esel AntiKaninchen IgG verwendet. Die Schnitte durch den Hirnstamm wurden gespült und
anschließend in TBS-Glycerin (1:1; pH 8,6) eingedeckt und ausgewertet. Insgesamt
wurden sechs Hirnstämme qualitativ ausgewertet.
Die Spezifität der immunhistochemischen Reaktion von Substanz P und Neurokinin A
wurde
durch
den
Ersatz
der
primären
Antikörper
durch
TBS
oder
Kaninchennormalserum und durch Präabsorption mit dem entsprechenden Antigen
(Substanz P, Peninsula Laboratories, San Charlos, USA; Neurokinin A, Bachem,
Bubendorf, Schweiz) sichergestellt. Die Spezifität der primären Antikörper gegen
VAChT aus der Ziege und aus dem Kaninchen wurde bereits in vorhergehenden
Arbeiten getestet (Breuer et. al., 2004, Hempfling et. al., 2012).
15
4.3.
Mikroskopie
Die Gewebsschnitte wurden in der Anfangsphase der Untersuchung mit älteren
Mikroskopen ausgewertet, die in der Endphase durch neue ersetzt wurden. Folgende
Mikroskope wurden verwendet: (1) ein Leica Aristoplan Mikroskop für konventionelle
Mikroskopie, das mit den entsprechenden Filtern für Alexa-488 und Alexa-594
Fluoreszenz und einer CCD Kamera (Visitron Systems, Puchheim, Deutschland)
ausgestattet war; (2) ein kombiniertes Durchlicht- und Fluoreszenzmikroskop Nikon
Eclipse E1000-M (Nikon Corporation, Tokio, Japan), das mit der digitalen Kamera
Nikon Digital Sight DS-2MBWc kombiniert war; (3) ein konfokales LaserscanningMikroskop (Biorad) bestehend aus einem Dreilinien Krypton-Argon Laser (American
Laser Corporation, Salt Lake City, USA) mit den entsprechenden Filtern (488 nm
Erregung, Filter 522 DF 32; 594 nm Erregung, Filter 605 DF 32; 647 nm Erregung,
Filter 680 DF 32) und einem Nikon Diaphot 300 Invert-Mikroskop (Nikon,
Corporation, Tokyo, Japan). Für konfokale Aufnahmen wurde ein 60x Ölobjektiv
verbunden mit einem elektronischen Zoomfaktor von bis zu 2,5 verwendet; (4) ein
konfokales Laserscanning-Mikroskop (Nikon Digital Eclipse C1; Software EZ-C1 3.91;
Nikon Corporation, Tokyo, Japan), das mit einem 488 nm Argon Laser, einem 533 nm
Helium-Neon Laser (beide von Melles Griot Inc., Carlsbad, CA, USA) und einem 638
nm Diode Laser (Coherent, Santa Clara, CA, USA) ausgestattet war. Verwendet wurde
ein 60x Ölobjektiv in Kombination mit einem elektronischen Zoomfaktor von bis zu
4.0. Zur Gewinnung von Summationsbildern wurden bis zu 14 Schnitte mit einem
Abstand in der Z-Achse von 1 µm elektronisch überlagert. Die Bildverarbeitung
erfolgte mit der Confocal Assistant 4.02 Software für das Biorad Mikroskop oder mit
der Nikon Free Viewer Software (EZ-C1 3.60) für das Nikon Mikroskop und die
Justierung bezüglich Helligkeit und Kontrast mit dem Adobe Photoshop CS4 (Adobe
Systems, San Jose, CA, USA).
16
5. Ergebnisse
Im Mäuseösophagus konnten Substanz P und Neurokinin A in varikösen Nervenfasern
in der Lamina propria mucosae, Tela submucosa, zwischen den glatten Muskelzellen
der Lamina muscularis mucosae, zwischen den quergestreiften Muskelzellen der Tunica
muscularis, an α-BT-gefärbten motorischen Endplatten (Abbildungen 1, 2 und 3), an
Gefäßen, an myenterischen Neuronen (Abbildung 4) und in Nervenfaserbündeln der
Tunica adventitia in allen Abschnitten nachgewiesen werden. Substanz P und
Neurokinin A Färbung war zusätzlich in einzelnen Neuronen des Plexus myentericus
(Abbildung 4) zu finden. In der kompakten Formation des Nucleus ambiguus im
Hirnstamm fanden sich zahlreiche cholinerge, VAChT-immunoreaktive, aber keine
Substanz P- bzw. Neurokinin A-positiven Nervenzellen (Abbildung 5).
5.1. Motorische Endplatten: enterische Co-Innervation und Co-Innervationsrate
Motorische Endplatten von quergestreiften Muskelzellen waren unregelmäßig verteilt
im zervikalen, thorakalen und abdominalen Ösophagus zu finden. Ihre Dichte nahm
leicht von zervikal nach abdominal zu. Das Endplattengebiet war in der Regel kompakt
und oval und nur in wenigen Fällen verzweigt. Im Endplattengebiet kamen Bereiche mit
intensiver α-BT Färbung neben ungefärbten Stellen vor (Abbildungen 1a, b und 2a, b).
In Dreifachfärbungen für Substanz P bzw. Neurokinin A, α-BT und VAChT konnte
gezeigt werden, dass Substanz P- bzw. Neurokinin A-immunreaktive Nervenfasern im
ganzen Ösophagus Kontakt zu einer geringen Anzahl von α-BT-positiven motorischen
Endplatten besaßen (Abbildungen 1, 2 und 3). Substanz P- und Neurokinin A-positive
Nervenfasern kontaktierten das Endplattengebiet nur an wenigen Stellen und zeigten
sich in der Mehrheit auch positiv für VAChT (Abbildungen 1 und 2). Das mit α-BTangefärbte, motorische Endplattengebiet war vollständig mit eher größeren VAChTimmunreaktiven Boutons bedeckt, die sich weder für Substanz P, noch für Neurokinin
A anfärbten (Abbildungen 1 und 2).
Durchschnittlich wurden 7,4 ± 1,5% bzw. 3,1 ± 0,7% aller motorischen Endplatten im
Ösophagus von Substanz P- bzw. Neurokinin A-reaktiven Nervenfasern co-innerviert
(Abbildung 3a). Die enterische Co-Innervationsrate für Substanz P und Neurokinin A
17
wurde jeweils an 6000 motorischen Endplatten im zervikalen, thorakalen und
abdominalen Ösophagus in sechs Mäusen im Alter von drei Monaten erhoben.
Abbildung 1: Immunhistochemische Dreifachfärbung für Substanz P (grün makiert), VAChT
(blau markiert) und α-BT (rot markiert) dargestellt als Summationsbilder (a, b) oder
Einzelbilder (c, d) des Summationsbildes in b. Substanz P-positive Nervenendigungen traten
neben vagalen Endigungen in einen engen Kontakt mit motorischen Endplatten (a,b, langer
Pfeil). Während Substanz P-positive Nervenendigungen häufig auch immunreaktiv für VAChT
waren (b-d, langer Pfeil), gab es VAChT-reaktive Endigungen, die das motorische
Endplattenareal bedeckten, aber kein Substanz P besaßen (b-d, kurzer Pfeil). Konfokale Bilder
von Kryostatschnitten des zervikalen (a) und thorakalen (b-d) Ösophagus; z zeigt die Anzahl der
übereinander gelagerten Einzelschnitte. Scale bars = 10 µm.
18
Abbildung 2: Immunhistochemische Dreifachfärbung für Neurokinin A (grün makiert),
VAChT (blau markiert) und α-BT (rot markiert) dargestellt als Summationsbilder (a, b) oder
Einzelbilder (c, d) des Summationsbildes in b. Neurokinin A-positive Nervenendigungen traten
neben vagalen Endigungen in einen engen Kontakt mit motorischen Endplatten (a,b, langer
Pfeil). Während Neurokinin A-positive Nervenendigungen häufig auch immunreaktiv für
VAChT waren (b-d, langer Pfeil), gab es VAChT-reaktive Endigungen, die das motorische
Endplattenareal bedeckten, aber kein Neurokinin A besaßen (b-d, kurzer Pfeil). Konfokale
Bilder von Kryostatschnitten des zervikalen Ösophagus; z zeigt die Anzahl der übereinander
gelagerten Einzelschnitte. Scale bars = 10 µm.
Die enterische Co-Innervationsrate stieg bezüglich Substanz P von 6,8 ± 0,9% im
zervikalen auf 8,9 ± 2,1% im thorakalen Abschnitt an und fiel auf 4,8 ± 1,2% im
abdominalen Abschnitt ab. Bezüglich Neurokinin A stieg die enterische CoInnervationsrate von 2,5 ± 0,7% im zervikalen auf 4,1 ± 1,0% im thorakalen Abschnitt
an und fiel auf 1,9 ± 0,3% im abdominalen Abschnitt ab (Abbildung 3b).
19
3a
100
Co-Innervationsrate in %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
Substanz P
Neurokinin A
3b
100
zerikaler Abschnitt
thorakaler Abschnitt
abdominaler Abschnitt
Co-Innervationrate in %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
Substanz P
Neurokinin A
Abbildung 3: Enterische Co-Innervationsrate von adulten C57/Bl6 Mäusen dargestellt für
Substanz P und Neurokinin A im gesamten Ösophagus (a) und getrennt für den zervikalen,
thorakalen und abdominal Abschnitt (b). Sowohl für Substanz P als auch für Neurokinin A
ergab sich eine geringe durchschnittliche Co-Innervationsrate im gesamten Ösophagus (a), die
für beide Neuropeptide eine ähnliche kraniokaudale Verteilung aufwies (b). Prozentsätze sind
Durchschnittswerte ± SEM.
20
5.2.
Myenterische Neurone
Um den Ursprung von Substanz P- bzw. Neurokinin A-positiven Nervenfasern an
motorischen Endplatten abschätzen zu können, wurden in Doppelfärbungen mit VAChT
Neurone im Plexus myentericus des Ösophagus untersucht. Aufgrund von
Hintergrundfluoreszenz stellte sich der Plexus myentericus des Mäuseösophagus als ein
eher locker aufgebautes Netzwerk mit kleinen und schütter eingestreuten Ganglien dar.
Die Anzahl der Neurone pro Ganglion erstreckte sich in den untersuchten Ganglien von
eins bis zwölf. Substanz P bzw. Neurokinin A kam in diesem spärlich ausgeprägten
Plexus myentericus in wenigen einzelnen Neuronen in allen Abschnitten des Ösophagus
vor, oft mit VAChT co-lokalisiert. Die neuronale Färbung aller Marker war schwach,
aber deutlich im Zytoplasma erkennbar. Zellkerne der Nervenzellen waren nicht für
Substanz P und Neurokinin A positiv (Abbildung 4). Substanz P-positive Neurone
wurden teilweise von Substanz P-reaktiven, varikösen Nervenfasern kontaktiert, die
sich größtenteils auch positiv für VAChT darstellten (Abbildung 4). Bezüglich
Neurokinin A fanden sich Neurone, die nur von VAChT-positiven Nervenendigungen
umgeben waren (nicht dargestellt).
5.3.
Hirnstamm
In Serienschnitten durch die kompakte Formation des Nucleus ambiguus fanden sich
zahlreiche VAChT-positive Neurone, die bereits in einer vorhergehenden Untersuchung
gefunden wurden (Hempfling et. al., 2012). Im Gegensatz dazu waren keine Substanz Pbzw. Neurokinin-immunoreaktive Nervenzellen in der gleichen Schnittserie im Nucleus
ambiguus zu finden (Abbildung 5). Das Vorhandensein von Substanz P- und
Neurokinin A-immunreaktiven Nervenfasern in der Umgebung des Nucleus ambiguus
bestätigte
die
(Abbildung 5).
erfolgreiche
Anwendung
der
immunzytochemischen
Färbung
21
Abbildung 4: Myenterisches Ganglion im thorakalen Mäuseösophagus. Ein einzelnes Neuron
färbte sich schwach für Substanz P (a, b; Pfeil) und VAChT (a, c; Pfeil) an. Es war umgeben
von Substanz P- und VAChT-immunreaktiven und -co-lokalisierten, varikösen Nervenfasern.
Abbildung 5: Im Nucleus ambiguus stellten sich nur VAChT-positive Neurone dar (a). Es
kamen keine Substanz P- bzw. Neurokinin A-reaktiven Nervenzellen (b, c) vor. Die kompakte
Formation des Nucleus ambiguus ist mit einem weißen, gestrichelten Kreis markiert (a-c). Scale
Bar in Abbildung 4 = 20 µm, in Abbildung 5 = 50 µm.
22
6. Diskussion
Die vorliegende Untersuchung ergab folgende Hauptbefunde: (1) myenterische Neurone
und Nervenfasern waren im Mäuseösophagus immunreaktiv für die Tachykinine
Substanz P und Neurokinin A und häufig mit VAChT co-lokalisiert; (2) variköse,
Substanz P- bzw. Neurokinin A-reaktive und häufig mit VAChT co-lokalisierte
Nervenfasern
kontaktierten
motorische
Endplatten
der
quergestreiften
Ösophagusmuskulatur und waren dort nicht deckungsgleich mit größeren vagalen,
VAChT-positiven Endigungen; (3) die Co-Innervationsraten für Substanz P (~7%) und
für Neurokinin A (~3%) waren im Vergleich zu anderen bisher nachgewiesenen
Neuropeptiden in enterischen co-innervierenden Nervenfasern relativ niedrig; (4)
VACHT-positive, aber keine Substanz P- bzw. Neurokinin A-reaktive Neurone kamen
in der kompakten Formation des Nucleus ambiguus vor.
Substanz P- und Neurokinin A-immunreaktive Neurone waren in der kompakten
Formation des Nucleus ambiguus, der mit cholinergen, vagalen Efferenzen die
quergestreifte Ösophagusmuskulatur innerviert, nicht nachzuweisen. Gleichzeitig
fanden sich Substanz P- und Neurokinin A-reaktive Neurone in intrinsischen,
myenterischen Ganglienzellen. Diese Befunde sind im Einklang mit anderen
Neuropeptiden, z.B. nNOS oder VIP, in enterischen co-innervierenden Nervenfasern an
motorischen Endplatten im Mäuse- und Rattenösophagus (Neuhuber et. al., 1994, Wörl
& Neuhuber, 2005). Ein spinaler Ursprung scheidet aus, da spinale, afferente
Nervenfasern im Ösophagus Substanz P und das Calcitionin Gene Related Peptide, aber
kein VAChT besitzen (Holzer & Holzer-Petsche, 1997). In der vorliegenden
Untersuchung
zeigten
sich
Substanz
P-reaktive
myenterische
Neurone
und
Nervenfasern häufig mit VAChT co-lokalisiert. Folglich kann auch für Substanz P- und
Neurokinin A-positive Nervenfasern an motorischen Endplatten im Mäuseösophagus
ein enterischer Ursprung angenommen werden.
Die Co-Innervationsraten von Substanz P und Neurokinin A lagen bei ca. sieben bzw.
drei Prozent. Im Vergleich dazu liegen die Werte von anderen Neuropeptiden in coinnervierenden Nervenfasern im Ösophagus von C57/Bl6 Mäusen höher: die CoInnervationsrate von nNOS liegt bei ca. 37%, von VIP bei 39%, von Galanin bei 15%
und von Serotonin bei ca. 13% (Breuer et. al., 2004, Hempfling et. al., 2012). Diese
Unterschiede in den Co-Innervationsraten in dem gleichen Mäusestamm und bei
23
identischen Quantifizierungsmethoden lassen darauf schließen, dass unterschiedliche
Gewichtungen in der Bedeutung der verschiedenen Neuropeptide existieren. Im
glattmuskulären Darmsystem typischerweise inhibitorische Neuropeptide wie nNOS
oder VIP haben im Ösophagus eine wesentlich höhere Co-Innervationsrate als Substanz
P und Neurokinin A, die typischerweise im glattmuskulären Darmsystem exzitatorische
Funktion
ausüben.
Andererseits
hat
eine
niedrige
Co-Innervationsrate
nicht
zwangsläufig zu Folge, dass enterische, co-innervierende Nervenfasern einen sehr
geringen Effekt auf die Innervation der quergestreiften Muskelzellen im Ösophagus
besitzen. In In-vitro-Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Galanin trotz der
relativ niedrigen Co-Innervationsrate von 15% eine deutliche Hemmung der vagalinduzierten Kontraktion der quergesteiften Ösophagusmuskulatur in der Maus auslösen
kann (Boudaka et. al., 2009).
In Untersuchungen zur Entwicklung der enterischen Co-Innervation konnte im
Mäuseösophagus gezeigt werden, dass nach Ausbildung von motorischen Endplatten
ohne Nervenkontakt in der Perinatalzeit zunächst vagale gefolgt von enterischen,
nitrergen Nervernfasern Kontakt mit den motorischen Endplatte aufnehmen (Breuer et.
al., 2004). Während vagale Nervenendigungen an motorischen Endplatten persistieren,
ziehen sich enterische, nitrerge Nervenfasern nach einer Phase, in der alle motorischen
Endplatten co-innerviert werden, auf die adulte Co-Innervationsrate von ca. 37% wieder
zurück (Breuer et. al., 2004). Nitrerge, co-innervierende Nervenfasern repräsentieren in
diesen Untersuchungen den bisher bekannten hemmenden Anteil der enterischen CoInnervation. Diese geordnete Entwicklung der motorischen Endplatten im Ösophagus
erinnert an die vorübergehende polyneuronale Innervation von motorischen Endplatten
der sich entwickelnden Skelettmuskulatur (Lichtman & Colman, 2000, Craig &
Lichtman, 2001). Dort dient dieser Mechanismus dazu, aus eher diffusen neuronalen
Kontakten zwischen Rückenmark und quergestreiften Muskelzellen spezifische
Innervationsmuster auszubilden. Übertragen auf den Ösophagus könnte es bedeuten,
dass bei der Reifung der vagal-innervierten, motorischen Endplatten der hemmende
Anteil der enterischen Co-Innervation sich ebenfalls mit entwickelt, um im
Erwachsenenalter zentrale, vagale Impulse auf peripherer Ebene präzise zu modulieren.
Über die Entwicklung der tachykinergen, enterischen, co-innervierenden Nervenfasern
ist bisher nichts bekannt. Daten darüber könnten weitere Hinweise auf die Bedeutung
24
der tachykinergen, wahrscheinlich exzitatorischen Innervation von motorischen
Endplatten im Ösophagus geben.
Zusammenfassend zeigen die vorliegenden Befunde, dass neben einer inhibitorischen
höchstwahrscheinlich
auch
eine
exzitorische,
enterische
Co-Innervation
der
quergestreiften Muskulatur im Mäuseösophagus existiert. Diese exzitatorische
Innervation könnte im Zusammenspiel mit der inhibitorischen Komponente eine Rolle
bei der peripheren Feinregulation der vagal-induzierten Kontraktion der quergestreiften
Ösophagusmuskulatur spielen.
25
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29
8. Danksagung
Mein Dank für die hilfreiche Unterstützung bei der Erstellung meiner Doktorarbeit geht
vor allem an meinen Betreuer und Doktorvater, Herrn Professor Dr. Jürgen Wörl und an
den Leiter des Instituts für Anatomie, Herrn Professor Dr. Winfried Neuhuber. Weiterer
Dank geht an Frau Karin Löschner, Frau Hedwig Symowski, Frau Andrea Hilpert und
Frau Anita Hecht für die stets freundliche und sehr wertvolle Unterstützung im Labor.
Ganz besonders danken möchte ich meinen Eltern und Großeltern, die mich in jeder
Hinsicht während des Studiums unterstützten und einen großen Anteil am erfolgreichen
Abschluss des Studiums und dem Gelingen der Doktorarbeit hatten.
30
9. Lebenslauf
Persönliche Daten
Name:
Sommer
Vorname:
Daniel
Geburtsdatum:
22.03.1982
Geburtsort:
Nürnberg
Vater:
Werner Sommer
Mutter:
Angelika Sommer, geb. Hoppe
Schulbildung
09/1988 – 07/1992
Grundschule Thoner Espan, Nürnberg
09/1992 – 06/2001
Gymnasium Peter-Vischer-Schule, Nürnberg
30.06.2001
Allgemeine Hochschulreife
Wehrdienst
09/2001 – 07/2002
Gebirgsjägerbataillon 233 Mittenwald
Hochschulbildung
10/2002 – 02/2003
Studium der Chemie (Diplom) an der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg
03/2003 – 07/2009
Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg
02/2004
Naturwissenschaftliche Vorprüfung
08/2006
Zahnärztliche Vorprüfung
07/2009
Zahnärztliche Prüfung
03.08.2009
Approbation als Zahnarzt
Promotion
03/2009 – 02/2013
Doktorand am Institut für Anatomie (Lehrstuhl I)
der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
(Direktor: Prof. Dr. W.L. Neuhuber)
Thema: Exzitatorische enterische Co-Innervation von quergestreifter Muskulatur im Mäuseösophagus
(Betreuer: Prof. Dr. J. Wörl)
31
Beruflicher Werdegang
12/2009 - 04/2011
Assistenzzahnarzt, Praxis Dr. Schönwälder
(Weißenburg i. Bay.)
05/2011 – 10/2011
Assistenzzahnarzt, Praxis Dr. Dorn (Nürnberg)
seit 11/2012
Angestellter Zahnarzt, Praxis Dres. Pompl & Bienzeisler
(Forchheim)
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