Fruchtblätter

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Anmeldung zum Botanischen Anfängerpraktikum
Teil 2 - Analyseprojekt
Maximal 11 Teilnehmer pro Gruppe
Gruppen 1-5:
Mo-Fr, 13. – 17.02.2017, 08:30 – 13:00 Uhr ,
Praktikumsraum im Lernzentrum beim Fasanenschlössle
Anmeldelisten hängen an den Fenstern aus
– bitte heute eintragen.
Generative* Entwicklung: Blüte, Samen,
Früchte
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
2. Pollen (Sonnenblume)
3. Samen (Pinie, Kokosnuss)
4. Früchte (Apfel, Bohne, Mohn, Weinbeere)
* Bildung von Geschlechtszellen – Fortpflanzung auf
geschlechtlichem Weg
1. Aufbau einer Angiospermenblüte
Was ist eine Blüte?
= ein Kurzspross mit Sporophyllen
Sporophyll = die fruchtbaren, der Fortpflanzung dienenden
Blätter
Kapern
Kapern dienen als
Beigabe zu pikanten
Soßen, wie z.B.
Königsberger Klopsen,
Ragouts und
Fischgerichten
Folie 29 zur VL:
Geschmacksgebend ist Rutin, ein
Glycosid des Flavonoids Quercetin
am Disaccharid Rutinose
(Rhamnose+Glucose). Es schützt die
Pflanze vor UV, den Menschen vor
oxidativen Radikalen.
Präparat 1: Aufbau einer Angiospermenblüte
Blütenknospe des Kapernstrauches (Capparis spinosa - Capparidaceae),
Übersichtszeichnung der einzelnen Blütenorgane einer geöffneten Knospe,
Stereomikroskop
Familie: Capparidaceae (Kaperngewächse)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Durchführung
Öffnen Sie mit einer Präpariernadel eine
Blüteknospe und legen Sie die einzelnen
Blütenorgane frei. Zeichnen Sie die
geöffnete Blütenknospe
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Kelchblatt
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Kronblatt
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Fruchtknoten mit unreifem Griffel und Narbe
Besonderheit der Kaperngewächse: „gestielter Fruchtknoten“
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Samenanlagen im Inneren des Fruchtknotens
Brauchen Sie nicht zu zeichnen!
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Anthere und Filament
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Was ist zu sehen?
Die Angiospermenblüte ist aus mehreren Blattkreisen (Wirteln) aufgebaut.
Ganz außen finden sich zumeist die Kelchblätter (Sepalen), dann folgen
nach innen die Kronblätter (Petalen), die zumeist groß und auffällig
gefärbt sind und der Anlockung von Insekten dienen. Weitern innen folgen
die Staubblätter, ganz innen die Fruchtblätter (Narbe, Griffel,
Fruchtknoten). Die Angiospermenblüte ist also typischerweise zwittrig.
Die zwei Theken des Staubbeutels (Anthere), die je zwei Pollensäcke
enthalten, sind an einem langen Stiel (dem Filament) aufgehängt und über
das sogenannte Konnektiv verbunden. Im Innern der Pollensäcke findet
die Meiose statt, wobei sich der haploide Pollen bildet. In der Wand des
Pollensacks sind Zellen mit spangenförmigen Zellwandverdickungen
eingelagert. Beim Trocknen des Pollensacks zieht sich hier die Wand
zusammen und der Pollensack reißt an einer Sollbruchstelle auf und
entlässt den Pollen nach außen, wo er von Bestäuberinsekten
aufgenommen werden kann.
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
zwittrige* Angiospermenblüte
* Blüten, in denen Staub- und Fruchtblätter vorhanden sind
• Kelchblätter (Sepalen) – bei
ursprünglichen Angiospermen
fehlend. Grün, Morphologie und
Aderung reduziert, Spaltöffnungen
• Kronblätter (Petalen) - keine
Chloroplasten, gefärbt
(Anthocyane und/oder
Carotinoide), Spaltöffnungen
• Staubblätter (Stamina) – keine
Chloroplasten, bilden männliche
Keimzellen
• Fruchtblätter (Carpelle) - oft grün,
bilden weibliche Keimzellen
Folie 21 zur VL
Fruchtblätter
Sie sitzen im Zentrum der
Blüte, entsprechen also dem
innersten Blattkreis.
Im unbefruchteten Zustand
nennt man das Innere des
Fruchtknotens Samenanlage.
Folie 17 zur VL
Staubblatt
Die Antheren (Staubbeutel) sind an einem langen Stiel (dem Filament) aufgehängt und über das
sogenannte Konnektiv verbunden. Im Innern der Pollensäcke findet die Meiose statt, wobei sich
der haploide Pollen bildet.
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
Blütenknospe und geöffnete Blüte des Kapernstrauches
Im geschlossenen Zustand sind von außen nur die Kelchblätter (Sepalen) zu
sehen. Es folgen von außen nach innen Kronblätter (Petalen), Staubblätter
(Antheren) und Fruchtblätter (Carpelle).
1. Aufbau einer Angiospermenblüte (Kaper)
2. Pollenkörner
Pollen der Sonnenblume
(Helianthus annuus –
Asteraceae)
Präparat 2: Pollen
Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus - Asteraceae), Fertigpräparat,
Glycerinpräparat, Detailzeichnung eines Pollenkorns
Familie: Asteraceae (Korbblütengewächse )
Fertigpräparate!
2. Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus)
40x
2. Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus)
100x
2. Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus)
400x
2. Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus)
Was ist zu sehen?
Die Wand der haploiden Pollenkörner ist durch spezielle
Zellwandstrukturen und lipophile Auflagerungen stark strukturiert. Diese
Strukturen sind artspezifisch und man kann durch Pollenanalyse genau die
Herkunftsart bestimmen, was beispielsweise dazu benutzt wird, fossile
Proben zu identifizieren und so die Florengeschichte einer Region zu
untersuchen. Diese Oberflächenstrukturen der Exine (= äußere,
kutinisierte Schicht des Pollens) sind auch lichtmikroskopisch als stark
brechende Strukturen sichtbar* und haben für Erkennungsreaktionen bei
der Bestäubung eine große Bedeutung.
*Sonnenblumenpollen mit den charakteristischen "Stacheln" der Exine.
2. Pollen
•
Pollenkörner sind in Form, Größe und
Struktur sehr unterschiedlich und
können daher zur Artbestimmung
sehr gut eingesetzt werden.
•
Anwendung 1: Diagnose von Honig –
stammt sortenreiner Honig wirklich
von den angegebenen Arten
•
Anwendung 2: Florengeschichte – in
Sedimenten sind Pollen aufgrund der
schwer abbaubaren Exine gut
erhalten.
Aufgrund
der
Pollenzusammensetzung kann man
die Artzusammensetzung einer Flora
rekonstruieren.
3. Samen
Same =
die robuste Verbreitungs- und Überdauerungseinheit der Pflanze
Ein Same besteht aus einem vorübergehenden
ruhenden Embryo, der von einer Samenschale
umschlossen ist und meistens noch ein
Nährgewebe enthält
3.1. Samen - Pinienkern
Beispiel für ein Gymnospermensamen mit primärem Endosperm
Präparat 3.1: Gymnospermensame mit primärem Endosperm
Piniensame (Pinus pinea – Pinaceae), Längsschnitt, Stereomikroskop,
Übersichtszeichnung
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
3.1. Samen - Pinienkern
3.1. Samen - Pinienkern
3.1. Samen - Pinienkern
3.1. Samen - Pinienkern
3.1. Samen - Pinienkern
Was ist zu sehen?
Die Pinienkerne sind keine Früchte, sondern Samen und wie folgt aufgebaut:
Samenschale, Embryo mit 10 Keimblättern, Nährgewebe (primär und haploid –
bei den Gymnospermen gibt es keine doppelte Befruchtung!).
Zwischen Embryo und Nährgewebe gibt es lufterfüllte Bereiche.
Wie alle Nadelbäume (Koniferen) ist die Pinie ein Nacktsamer (Gymnosperme).
Warum sind Nacktsamer „nackt”?
Die Samenanlage ist nicht von einem Fruchtblatt/Fruchtblätter umschlossen
wie bei den Bedecktsamern (Angiospermen), sondern liegt frei auf der
Samenschuppe.
Kokosnuss
Beispiel für ein Angiospermensamen mit sekundärem Endosperm
Präparat 3.2.: Angiospermensamen mit sekundärem Endosperm
Frucht der Kokospalme (Cocos nucifera – Arecaceae), Übersichtszeichnung
eines Kokosnussbruchstücks
Familie: Arecaceae (Palmengewächse)
Vorlesung zu Kurs 8 - Folie 32
• Die Kokosmilch bzw. das feste
Kokosnährgewebe entspricht
dem sekundären Endosperm
(triploid, aus einer doppelten
Befruchtung hervorgegangen).
• Der harte Kern entspricht dem
Endokarp (Stein-Frucht), die
faserige Schicht dem Mesokarp.
• Zwischen festem Endosperm und
dem Endokarp befindet sich die
dünne braune Samenschale.
Der Embryo ist sehr klein
→ schwierig zu sehen
4. Früchte
Frucht =
die umgewandelte Blüte im Zustand der
Samenreife
Präparat 4.1.: Beispiel einer Sammelbalgfrucht
Apfel (Malus domestica – Rosaceae), Querschnitt, Übersichtszeichnung einer
Apfelhälfte
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Leitbündel
Einschub Vorlesung
Lufteinschluss
Aus den fünf Fruchtblättern der Apfelblüte, die je zwei Samenanlagen enthalten,
entstehen fünf Balgfrüchte mit jeweils 2 Samen. Diese werden durch den
Blütenboden (Sprossachse) von unten überwachsen.
Wir essen also eigentlich den Blütenboden.
Präparat 4.2.: Beispiel einer Hülsenfrucht
Frucht der Stangenbohne (Phaseolus vulgaris - Fabaceae), Längsschnitt,
Übersichtszeichnung einer geöffneten Hülse mit Samen
Familie: Fabaceae (Schmetterlingsblütengewächse)
Fruchtwand
Durchführung:
Öffnen Sie die Frucht an der Bauchund Rückennaht, in dem Sie mit
einem Messer oder Rasierklinge
entlang der Bauch- und Rückennaht
ein kleines Stückchen ins Gewebe
schneiden und die Frucht in zwei
Hälften teilen können.
Fruchtwand aus
1Fruchtblatt entstanden
Präparat 4.3.: Beispiel einer Kapselfrucht
Frucht des Schlafmohns (Papaver somniferum - Papaveraceae),Totalpräparat,
Übersichtszeichnung einer Mohnkapsel
Familie: Papaveraceae (Mohngewächse)
4.3. Beispiel einer Kapselfrucht
Schlafmohn (Papaver somniferum)
• Milchsaft enthält Morphine
Verwendung als Arznei → Schmerztherapie
• Samen
Verwendung als Zutat in Backwaren
(Mohnbrötchen,Mohnstollen…)
Narben (eingetrocknet)
Pore
Verwachsungsstelle benachbarter Fruchtblätter
Fruchtwand
entstanden
aus mehreren
miteinander
verwachsenen
Fruchtblätter
Sprossachse
Präparat 4.4.: Beispiel einer Beerenfrucht
Frucht der Weinbeere (Vitis vinifera - Vitaceae),
Übersichtszeichnung einer Fruchthälfte mit Samen
Familie: Vitaceae (Weinrebengewächse)
Einschub Vorlesung:
Die verschiedenen Schichten, die den
oder die Samen umgeben, heißen
(von außen nach innen): Exokarp,
Mesokarp, Endokarp und können
fleischig, holzig, fasrig, schleimig,….
sein.
Leitbündel
Abholen der Zeichnungen von Kurs 8
bei A. Häser:
Freitag 08.01., 15.01., 22.01.2016
11:15-12:00 Uhr, Bio-Praktikumsraum Lernzentrum
oder
im Praktikum Teil 2 Analyseprojekt
Anmeldung zum Botanischen Anfängerpraktikum
Teil 2 - Analyseprojekt
Maximal 11 Teilnehmer pro Gruppe
Gruppen 1-3:
Mo-Mi, 15. – 17.02.2016, 08:30 – 13:00 Uhr ,
Praktikumsraum im Lernzentrum beim Fasanenschlössle
Anmeldelisten hängen an den Fenstern aus
– bitte heute eintragen.
und gutes Gelingen
für alle Klausuren
Fruchtblätter (Carpelle)
Fruchtblätter sind die weiblichen
Geschlechtsorgane.
Die Fruchtblätter können einzeln stehen oder
in unterschiedlichem Grade verwachsen
sein.
Narbe(n), Griffel und Fruchtknoten sind
botanisch gesehen ein Fruchtblatt oder
mehrere miteinander verwachsene
Fruchtblätter je nach Pflanzenart.
Im Bereich des Fruchtknotens bildet das
Fruchtblatt bzw. die miteinander
verwachsenen Fruchtblätter einen
geschlossenen Hohlraum, in dem sich die
Samenanlage(n) befinden
Aus den Samenanlagen entwickeln sich nach der
Bestäubung und Befruchtung die Samen.
Stempel: Narbe, Griffel, Fruchtknoten
Anthere Konnektiv
Verwachsungstelle
von benachbarten
Fruchtblättern
Fruchtblätter
Sprossachse
Name, Vorname
Präparat 1: Aufbau einer Angiospermenblüte
Blütenknospe des Kapernstrauches (Capparis spinosa - Capparidaceae), Übersichtszeichnung der einzelnen
Blütenorgane einer geöffneten Knospe, Stereomikroskop, Vergrößerung
Familie: Capparidaceae (Kaperngewächse)
Name, Vorname
Präparat 2: Pollen
Pollen der Sonnenblume (Helianthus annuus - Asteraceae), Glycerinpräparat, Detailzeichnung eines
Pollenkorns, Vergrößerung
Familie: Asteraceae (Korbblütengewächse )
Name, Vorname
Präparat 3.1: Gymnospermensame mit primärem Endosperm
Piniensame (Pinus pinea – Pinaceae), Trockenpräparat, Längsschnitt, Stereomikroskop, Übersichtszeichnung,
Vergrößerung
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
Name, Vorname
Präparat 3.2.: Angiospermensamen mit sekundärem Endosperm
Frucht der Kokospalme (Cocos nucifera – Arecaceae), Frischpräparat, Übersichtszeichnung eines
Kokosnussbruchstücks
Familie: Arecaceae (Palmengewächse)
Name, Vorname
Präparat 4.1.: Beispiel einer Sammelbalgfrucht
Apfel (Malus domestica – Rosaceae), Frischpräparat,Querschnitt, Übersichtszeichnung einer Apfelhälfte
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Name, Vorname
Präparat 4.2.: Beispiel einer Hülsenfrucht
Frucht der Stangenbohne (Phaseolus vulgaris - Fabaceae), Frischpräparat, Längsschnitt, Übersichtszeichnung einer
geöffneten Hülse mit Samen
Familie: Fabaceae (Schmetterlingsblütengewächse)
1Fruchtblatt
Name, Vorname
Präparat 4.3.: Beispiel einer Kapselfrucht
Frucht des Schlafmohns (Papaver somniferum - Papaveraceae), Trockenpräparat,
einer Mohnkapsel
Familie: Papaveraceae (Mohngewächse)
Totalpräparat, Übersichtszeichnung
Name, Vorname
Präparat 4.4.: Beispiel einer Beerenfrucht
Frucht der Weinbeere (Vitis vinifera - Vitaceae), Frischpräparat, Längsschnitt,
Übersichtszeichnung einer Fruchthälfte mit Samen
Familie: Vitaceae (Weinrebengewächse)
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