Igor Strawinskij – Ein Leben in Stichworten 1882: Igor

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musikraum.wdr.de 2012 | 2013
Igor Strawinskij – Ein Leben in Stichworten
Igor Strawinskij – Ein Leben in Stichworten
1882: Igor Strawinskij wird am 17. Juni in der Nähe von St. Petersburg geboren. Sein Vater ist
Sänger am Mariinskij-Theater.
1891: Beginn des Klavierunterrichts, außerdem Stunden in Harmonielehre und Kontrapunkt.
1901–06: Er studiert Jura in St. Petersburg. Ab 1902 Privatunterricht bei Nikolaj Rimskij-Korsakow.
1903/04: Strawinskij komponiert sein erstes großes Werk, die Klaviersonate fis-moll.
1906–08: Hochzeit mit Jekaterina G. Nosenko. Geburt des Sohnes Fjodor und der Tochter Ludmilla.
1909: Uraufführung der Orchesterwerke »Feu d’artifice« und »Scherzo fantastique«. Erste Arbeiten
an der Oper »Le Rossignol« (vollendet 1913).
1910: Sergej Diaghilew, Leiter der »Ballets Russes«, bestellt bei Strawinskij die Musik zum Ballett
»Der Feuervogel«, die ihn auf einen Schlag berühmt macht. Von da an arbeitet er mit bedeutenden
Choreografen, Bühnenbildern und Künstlern zusammen: Vaslav Nijinskij, Michel Fokine, Jean
Cocteau, Henri Matisse und Pablo Picasso.
1911–13: Komposition der Ballette »Petruschka« und »Le Sacre du printemps«.
1914–19: Strawinskij findet Exil in der Schweiz und wird finanziell von Mäzenen unterstützt. Geburt
des Sohnes Swjatoslaw und der Tochter Maria Milena. Die »Histoire du Soldat« entsteht.
1920: Uraufführung des Balletts »Pulcinella«. Er verlagert seinen Hauptwohnsitz nach Paris. Beziehung mit Coco Chanel.
1921–25: Er komponiert die Oper »Mavra« und das Ballett »Les Noces«. Mit seinem Klavierkonzert
beginnt Strawinskijs auch seine öffentliche pianistische Tätigkeit.
1926–28: In Zusammenarbeit mit Jean Cocteau entsteht das Opern-Oratorium »Oedipus Rex«.
Premiere des Balletts »Apollon musagète« in Washington. Bruch mit Sergej Diaghilew nach der
Pariser Premiere des Balletts »Der Kuss der Fee«.
1930–31: Er wendet sich liturgischer Kirchenmusik zu und komponiert die »Psalmensinfonie«.
Außerdem entsteht das Violinkonzert.
1934–36: Strawinskij erhält die französische Staatsbürgerschaft. Er unterrichtet Komposition an
der Pariser »École normale de musique«. Es erscheint seine Autobiografie »Chroniques de ma vie«.
Seine erste Konzerttournee durch Amerika bringt ihm Kompositionsaufträge für das Ballett »Jeu des
cartes«, das Concerto in Es (»Dumbarton Oaks«) und die Sinfonie in C.
1939–46: Strawinskij übersiedelt endgültig nach Amerika und hält Lectures an der Harvard University. 1940 Hochzeit mit Vera Sudejkina, Umzug nach Beverly Hills. Er wird amerikanischer Staatsbürger. Komposition des »Ebony Concerto«, des »Concerto en Ré« für Streichorchester und des
Balletts »Orpheus« für die New York Ballet Society.
1951–66: Uraufführung der Oper »The Rakes Progress« in Venedig. Strawinskij interessiert sich für
die Musik der Wiener Schule: Arnold Schönberg, Alban Berg und insbesondere Anton von Webern.
Es entstehen sakrale Werke wie die »Cantata«, »Canticum sacrum«, »Threni« u. a. Er dirigiert viel
in Europa, Amerika und Asien. 1962 reist er erstmals wieder in die Sowjetunion.
1971: Strawinskij stirbt am 6. April in New York. Er wird in Venedig neben Diaghilew beerdigt.
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