Programm mit Erläuterungen (Word 97) programm-h

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kammerorchester der
basler chemie k o b c
KONZERT
Donnerstag, 13. November 2008, 20.15 Uhr
Peterskirche, Basel
Leitung:
Solistin:
Christina Schwob
Melanie Bieli, Flöte
W. A. Mozart
(1756-1791)
Ouvertüre zur Oper "Idomeneo"
S. Mercadante
(1795-1870)
Flötenkonzert e-Moll Op. 57
L. v. Beethoven
(1770-1827)
Symphonie Nr. 1 C-Dur
Eintritt: Fr. 25.- (Schüler und Studenten Fr. 15.-)
Abendkasse ab 19.30 Uhr
Information: www.kobc.ch
Programm
Donnerstag, 13. November 2008, 20.15 Uhr
Peterskirche, Basel
Leitung:
Solistin:
Christina Schwob
Melanie Bieli, Flöte
Wolfgang Amadeus
Mozart
(1756-1791)
Ouvertüre zur Oper "Idomeneo" KV 366
Saverio
Mercadante
(1795-1870)
Konzert für Flöte und Streicher e-moll Op. 57
Ludwig
van Beethoven
(1770-1827)
Symphonie Nr. 1 C-Dur Op. 21
Allegro
Allegro maestoso
Largo
Allegro vivace scherzando (Rondo Russo)
Adagio molto/Allegro con brio
Andante cantabile con moto
Allegro molto e vivace (Menuetto)
Adagio/Allegro molto e vivace
Nächstes Konzert:
Sonntag, den 17. Mai 2009, 17.15 Uhr
in der Theresienkirche Allschwil
zusammen mit dem Kammerorchester Allschwil KOA
Werke von Georges Bizet und Jeanne Louise Farrenc
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Ouvertüre der Oper "Idomeneo"
Mozart ist bereits 25 Jahre alt, als er sich der griechischen Mythologie
zuwendet. Idomeneo ist eine grosse heroische Oper, 1781 komponiert und
von Mozart mehrfach geändert. Das Textbuch stammt von Giambattista Varesco. Es behandelt den uralten Konflikt zwischen der Liebe und einem den
Göttern geleisteten Schwur. Idomeneo gelobt auf der Heimfahrt von Troja
dem Poseidon, das erste Lebewesen zu opfern, das ihm in der Heimat begegnet. Es ist sein Sohn Idomantes. Als sowohl Idomeneo als auch Ilia, die
Geliebte von Idomantes, sich als Opfer anbieten, verzichtet der Gott auf die
Erfüllung des Opfers.
Die Uraufführung im Kompositionsjahr selbst war ein grosser Triumph. Und
trotzdem war der Oper keine glückliche Bühnenlaufbahn beschieden. Sie
verschwand recht bald von den Theatern. Erst im 20. Jh. kam ihre Wiederentdeckung. Wolf-Ferrari, dann Richard Strauss, schliesslich Bernhard
Paumgartner (für die Salzburger Festspiele 1956) waren die wichtigsten
Bearbeiter, wobei letzterer sich, ohne eine Note zu verändern, auf die Mozartsche Fassung für eine spätere Wiener Aufführung stützte.
Giuseppe Saverio Mercadante (1795-1870) Konzert e-moll für Flöte und
Streicher
1795 in Altamura (Italien) geboren, wurde er 1808 ins Collegio di San Sebastiano aufgenommen. Von Rossini ermuntert, veröffentlichte Mercadante in der
Folge zwei Symphonien, Konzerte, eine Messe und eine Kantate. Dank des
Erfolgs dieser Werke wurde er 1819 ans Teatro San Carlo in Neapel berufen.
Hier wurde seine erste Oper unter lebhaftem Applaus aufgeführt. Mit der
Oper „Elisa e Claudio“ errang er 1821 europaweites Ansehen.
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Seine Werke wurden in Wien, Spanien und Portugal aufgeführt und er komponierte eifrig weiter. Nach Italien zurückgekehrt, feierte er triumphale Erfolge. Er übernahm das Kapellmeisteramt an der Kathedrale in Novara und
schuf umfangreiche kammermusikalische Werke. Von 1840 bis zu seinem
Tode war er Direktor des Konservatoriums in Neapel. Ausserdem war er
Mitglied der französischen Akademie. 1862 erblindete er vollkommen, komponierte aber weiter und diktierte seinen Schülern weitere kleinere Werke.
Seine Musik besteht aus kantabler Melodik mit solider Satztechnik. Das Flötenkonzert in e-moll ist mit fünf anderen um 1819 in den Jahren seiner Ausbildung entstanden. Neben der ursprünglichen Fassung für grosses Orchester mit voller Bläserbesetzung schrieb Mercadante, wohl aus praktischen
Ueberlegungen, eine reduzierte Fassung mit Begleitung durch Streichorchester. Dabei kommt der ausserordentlich virtuose und brillante Flötenpart wesentlich wirkungsvoller zur Geltung. Wir spielen diese Fassung.
Ludwig van Beethoven (1770-1827) Symphonie Nr. 1 C-Dur Op. 21
Beethoven hat sich der Hauptgattung der Instrumentalmusik erst spät
gewidmet: seine 1. Symphonie schloss er nach langen Vorstudien als 30jähriger ab. Die Uraufführung fand am 2. April 1800 im Hofburgtheater in
Wien statt, im Rahmen einer von Beethoven veranstalteten und geleiteten
„Akademie“. Im darauffolgenden Jahr wurden die Stimmen gedruckt, im Jahre
1820 dann die Partitur, die dem Freiherrn Gottfried van Swieten gewidmet ist.
Der Einfluss von Haydn und Mozart ist spürbar. So lässt die Typik der
Satzfolge von der langsamen Einleitung bis zum Kehraus-Finale zunächst an
Haydn denken und gleich der Beginn des Allegro con brio erinnert an Mozarts letzte Symphonie, die ebenfalls in C-Dur steht.
Die übersichtliche Formgestaltung seiner 1. Symphonie ist traditionell, wenn
auch die Verwendung kontrastierender Tonarten bei Beethoven weiter reicht
als bei seinen Vorbildern. Das Hauptthema seines ersten Satzes ist froh und
drängend. Es ist aus einer Reihe kleiner Motive zusammengesetzt, die im
Laufe des Satzes Eigenbedeutung erlangen. Der zweite langsame Satz hat
den Charakter eines Intermezzos . Dem dritten Satz - dem leichtgewichtigen
Menuett -, das thematisch aus nur einer vollständigen Tonleiter besteht, steht
ein Trio gegenüber, bei dem es statt melodischer oder rhythmischer Charakteristika nur noch harmonische Folgen stehender Akkorde, geziert mit
Bewegungsgirlanden schneller Violinläufe gibt. Im vierten Satz – dem Finale
– nimmt Beethoven in der langsamen Einleitung die bestimmende Hauptidee
des Menuetts in einer weiteren Verwandlung auf, um aus ihr, Ton für Ton das
beschliessende Rondothema entstehen zu lassen.
Musikalischer Lebenslauf von Melanie Bieli
Melanie Bieli, geboren 1987 in Basel, begann im Alter von 10 Jahren mit
Querflötenunterricht bei Marc Gutbub. Neben zahlreichen Preisen mit dem
Querflötenensemble der Musikschule Allschwil erwarb sie 2000 einen ersten
Preis in der Finalrunde des Schweizer Jugendmusikwettbewerbes. Im selben
Jahr erhielt sie den Kulturförderpreis der Gemeinde Allschwil. 2002 war sie
Preisträgerin des Impulsprogramms des Kantons Baselland und 2006 des
Schweizer Jugendmusikwettbewerbes. Es folgten weitere Konzertauftritte, in
kammermusikalischen Formationen wie etwa am Mozart-Extrakonzert der
Musikschule oder auch solistisch. Inzwischen studiert Melanie an der ETH
Zürich.
Christina Schwob, Violoncellistin und Dirigentin ist in einem
musikinteressierten Elternhaus aufgewachsen. Sie studierte Violoncello auf
dem 2. Bildungsweg bei Jean Paul Guéneux. 1981 erlangte sie das
Lehrdiplom beim Schweiz. Musikpädagogischen Verband.
Sie unterrichtete dieses Intrument an der Musikschule beider Frenkentäler in
Baselland und hat reiche Kammermusik- und Orchestererfahrung. Bei Bruno
Goetze studierte sie Orchesterleitung. Sie ist Dirigentin des
Kammerorchesters Allschwil und des Kammerorchesters der Basler Chemie.
Das Kammerorchester der Basler Chemie (KOBC) wurde 1965 als
“Orchester des Kunstkreises CIBA” gegründet. Es bestehen heute noch
starke Bindungen zur chemischen Industrie, das Orchester ist aber seit 2001
ein unabhängiger Verein.
Es
bietet Liebhabermusikern Gelegenheit, Werke von Barock bis
Hochromantik, gelegentlich auch bis zur Moderne, zu spielen. Auch Werke
der Unterhaltungsmusik stehen bei passenden Anlässen zur Verfügung.
Wir musizieren zur eigenen Freude, aber auch, um unserem Publikum
Bekanntes und Unbekanntes zu Gehör zu bringen. Das KOBC präsentiert
sich sowohl bei öffentlichen Konzerten als auch gelegentlich bei BenefizVeranstaltungen und musikalischen Umrahmungen feierlicher Anlässe.
Seit über einem Jahrzehnt steht das Orchester unter der musikalischen
Leitung der Dirigentin und Cellistin Christina Schwob.
Ein grosses Anliegen ist es uns, jungen Musikern/innen Gelegenheit zu
geben, öffentlich Solowerke mit Orchesterbegleitung zu spielen.
Seit 1999 wird das Orchester von einem professionellen Konzertmeister
angeführt.
Das Kammerorchester der Basler Chemie freut sich immer über
Neuzugänge. Im Moment können wir brauchen: Violine, Viola, Violoncello,
Kontrabass, Klarinette und Horn. Nähere Informationen zu Mitgliedern,
Proben und Aktivitäten finden sich im Internet unter der Webseite
www.kobc.ch.
Wilhelm Busch über Musik, Opern und Konzerte
Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.
(Dideldum, Der Maulwurf)

Musik ist angenehm zu hören,
Doch ewig braucht sie nicht zu währen.

Auch tadl' ich keinen, wenn's ihn gibt,
...
Dem's da erst wohl, wo Menschen drängeln.
Ihn fährt die Droschke, zieht das Herz
Zu schönen Opern und Konzerts,
Die auch im Grund, was nicht zu leugnen,
Zum Zwiegespräch sich trefflich eignen.
Man sitzt gesellig unter vielen
So innig nah auf Polsterstühlen,
Man ist so voll humaner Wärme,
Doch ewig stört uns das Gelärme,
Das Grunzen, Blärren und Gegirre
Der muikalischen Geschirre,
Die eine Schar im schwarzen Fracke
Mit krummen Fingern, voller Backe,
Von Meister Zappelmann gehetzt,
Hartnäckig in Bewegung setzt.
So kommt die rechte Unterhaltung
Nur ungenügend zur Entfaltung.
(Maler Klecksel)
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