LRZ 13 2016 Wohnen in der Metropole Frankfurt

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13/2016
Metropole Frankfurt
Herausforderung Städtebau
Ob Neubau oder Sanierung, Ziegel überzeugen im
Geschosswohnungsbau
mit
ihren
bauphysikalischen
Eigenschaften.
Juni
2016
(PRG)
–
Das
Rhein-Main-Gebiet,
eine
der
wirtschaftsstärksten Regionen Europas, zieht jährlich tausende
Menschen an. Frankfurt am Main zählt zu den deutschen Städten
mit dem größten Bevölkerungszuwachs. Der prosperierende
Dienstleistungssektor ist ein Mekka für Fachkräfte. Prognosen
besagen,
dass
verschiedenster
im
Jahr
Herkunft
2030
in
der
über
800.000
deutschen
Menschen
Finanz-
und
Handelshochburg leben werden.
In allen Wachstumsphasen entstanden in Stadtrandlagen neue
Quartiere. Die Lösungen für die City sind Nachverdichtung und
Umnutzung. Das Potenzial der vielfältigen Stadtviertel wird
nachhaltig genutzt. Im Jahr 2014 wurden insgesamt knapp 3.600
neue Wohnungen fertiggestellt, 28 Prozent mehr als im Vorjahr.
Kommunale
Aufgabe
Bevölkerungsgruppen
ist
es,
anzubieten
Wohnungen
und
sozial
für
alle
ausgewogene
Quartiere zu gestalten: Nach wie vor besteht Bedarf vor allem im
bezahlbaren Geschosswohnungsbau.
Darauf reagiert eine der größten Wohnungsbaugesellschaften
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Deutschlands, die ABG Frankfurt Holding, mit Ideen und hohem
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Nachhaltigkeitsanspruch. Mit einem Bestand von mehr als 51.000
Einheiten bietet sie Wohnraum für fast ein Viertel der Frankfurter
Bevölkerung
und
gestaltet
aktiv
die
kommunale
Wohnungswirtschaft – beispielgebend in Deutschland.
Renaissance einer Arbeitersiedlung
Im Stadtteil Riederwald passt die ABG Frankfurt Holding in
mehreren Bauabschnitten bei ihrem Bestand Wohnungsgrößen
und Grundrisse aktuellen Bedürfnissen an und baut zum Beispiel
Freisitze, um den Wohnwert typischer Reformarchitektur zu
verbessern. Die alten Arbeiterwohnungen mit zwei Zimmern
waren klein und eng. Nun können sich Singles, Paare, junge
Familien und Senioren in Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern auf
maximal 95 Quadratmetern einrichten.
Das Büro Christoph Mäckler Architekten setzte bei dem
Sanierungsvorhaben auf den Baustoff Ziegel. Das massive Material
garantiert gute statische Qualitäten und eine wohngesunde
Wärmedämmung. Für die neuen Wohnungstrennwände wurden
aus Schallschutzgründen Planverfüllziegel verarbeitet.
Die Sanierung wird gleichzeitig genutzt, um Energiekosten zu
minimieren – auch hier setzt der Ziegel Maßstäbe: An der
Außenwand
wird
bewusst
auf
ein
künstliches
Wärmedämmverbundsystem verzichtet und stattdessen auf eine
Wärmedämmfassade aus verfüllten Ziegeln gesetzt.
Nachverdichtung mit wissenschaftlicher Begleitung
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Die ABG erweitert die Riederwaldsiedlung zudem um 16
Reihenhäuser. Sie sind zugleich Forschungsprojekt des Instituts für
Stadtbaukunst
der
Technischen
Universität
Dortmund
für
energieeffizientes Bauen, gefördert durch Mittel der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt.
Die Häuser werden als Passivhaus und als KfW-Effizienzhaus 70
errichtet. Bei gleichen Wohnflächen von 115 Quadratmetern
variieren sie in Wandaufbau und Stärke der Außenwand. Ziel des
Forschungsprojekts ist es, über drei Heizperioden hinweg
monolithisches Mauerwerk aus Ziegel und Betonwände mit einem
Wärmedämmverbundsystem an der Fassade hinsichtlich der
energetischen Verbrauchswerte miteinander zu vergleichen.
Bereits Flächen in einem bestehenden Quartier für eine
Nachverdichtung zu nutzen und nicht auf einem neu zu
erschließenden Areal zu bauen, hat großen Einfluss auf die
Nachhaltigkeit
und
Gesamtenergiebilanz
der
Gebäude.
Berücksichtigt man dabei die Energie, die für Erschließung und
Mobilität aufgewendet werden muss. Im Sommer sollen die
Häuser in der Schlettweinstraße bezugsfertig sein.
Baustoff für nachhaltigen Städtebau
Mit „Wohnen bei St. Jakob“ entstanden in der Grempstraße im
Stadtteil
Bockenheim
im
Jahr
2001
Frankfurts
erste
Geschosswohnungen in Passivbauweise. Heute ist Frankfurt die
Passivhaus-Hauptstadt Europas. Seit 2007 gelten für alle städtischen
Neubau-
und
Sanierungsvorhaben
die
Anforderungen
nach
Passivhausstandard. Die Fokussierung allein auf einen geringen
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Primärenergiebedarf wird in der Fachwelt zugunsten einer
ganzheitlichen Betrachtung des Gebäudes über die gesamte
Standzeit kontrovers diskutiert.
Im Stadtteil Kalbach errichtete die ABG im Rahmen des
„Mittelstandsprogramms
seniorengerechten
der
Stadt
für
Mietwohnungsbau“
eine
familienWohnanlage
und
in
Passivhaus-Ziegelbauweise, mit 2-Zimmer-Wohnungen für Senioren
bis hin zu 5-Zimmer-Wohnungen für kinderreiche Familien.
In der Lebenszyklus-Betrachtung von der Rohstoffbeschaffung bis
zur Wiederverwertung ist Ziegel einer der nachhaltigsten Baustoffe.
Die
Vorgaben
des
Bauherrn
hinsichtlich
Energieeffizienz,
ökologischer Unbedenklichkeit und Langlebigkeit erfüllt der
gebrannte Ton optimal. Zudem benötigen die 49 Zentimeter
starken Außenwände der Gebäude „Am Hasensprung 129 und 131“
zur
Erreichung
des
Passivhausstandards
keine
zusätzliche
Dämmschicht. Ziegel mit einem ausgefeilten Lochbild und einer
Mineralwoll-Füllung aus natürlichem Basaltgestein gewährleisten
die erhöhten Anforderungen.
In fünf kompakten Gebäuden sind 50 Wohneinheiten mit offen
gestalteten Grundrissen entstanden, bei denen Bauweise und
Baustoffe zu hohem Komfort und einer effizienten sowie
nachhaltigen Nutzung beitragen.
Wohnraum auf altem Industrieareal
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Wo Anfang der 1980er-Jahre noch das Stammwerk der Vereinigten
Deutschen Metallwerke stand, erstreckt sich heute auf 60 Hektar
das Mertonviertel. Zunächst Büro-Retorte am Stadtrand, haben
sich ein Büro-, Verwaltungs- und Forschungsstandort und eine
lebenswerte Wohngegend entwickelt. Auf gut der Hälfte des
Areals stehen Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnhäuser in
modernem Baustil. Sie bieten Wohnraum für 3.000 Menschen, vor
allem für junge Familien – in grüner Umgebung und gut
angebunden an die City.
Zwischen Sebastian-Kneipp-Straße und Hildegard-von-BingenWeg befindet sich ein Ensemble aus neun Gebäuden direkt am
Urselbach.
Alle
Häuser
entstanden
nach
der
gleichen
Gestaltungsidee. Am Fassadenzustand deutlich zu erkennen:
Sechs davon wurden in massiver Ziegelbauweise errichtet, die
unter anderem die Veralgung der Fassade verhindert. Bauherr ist
die Merton Wohnprojekt GmbH, eine Tochter der AGB. Sie hat sich
durch Architekt Karl Dudler vom Baustoff Ziegel überzeugen
lassen. Dank der positiven Eigenschaften entstand wohngesunder
und wartungsarmer Bestand mit schallschutzoptimierten 2- bis 5Zimmer-Wohnungen,
mit
Größen
zwischen
62
und
142
Quadratmetern.
Das Online-Portal www.lebensraum-ziegel.de stellt die Vorzüge
des Traditionsbaustoffs Ziegel umfassend dar. Lebensraum Ziegel
ist
eine
Initiative
von
Mauerziegel-Herstellern
aus
ganz
Deutschland. Sie haben gemeinsam eine Plattform für die gesamte
Branche entwickelt – mit herstellerneutralen Informationen für
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Bauingenieure,
Architekten,
Multiplikatoren,
Investoren,
Entscheidungsträger und private Bauherren.
Zeichen: 6 635
Bild 1: Sanierung im Riederwald: Auch die Energiekosten sollen
gesenkt werden, dazu wird auf eine Wärmedämmfassade aus
verfüllten Ziegeln gesetzt. Foto: Lebensraum Ziegel / Deutsche Poroton
Bild 2: Die Passivhäuser in Kalbach überzeugen auch durch ihre
Ökobilanz: Ziegel sind in der Lebenszyklus-Betrachtung einer der
nachhaltigsten Baustoffe. Foto: Lebensraum Ziegel / Unipor
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Bild 3: Sechs der neun Häuser am Urselbach im Mertonviertel wurden
in massiver Ziegelbauweise gebaut. Die verhindert unter anderem
eine Veralgung der Fassade. Foto: Lebensraum Ziegel / Wienerberger
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