Heil- und Küchenkräuter

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Ausgabe 2015/2016
Heil- und Küchenkräuter
Aktuelle Bestandsliste mit Kurzbeschreibungen
Buntes Sortiment an
Fruchtgemüse
Unser grünes Genussprogramm
wächst und wächst...
Fruchtgemüse aus dem eigenen Garten erfreut sich
wieder größter Beliebtheit! Durch das Anlegen von
Hochbeeten, der Freude am Ausprobieren neuer Sorten und dem Gärtnern auch im kleineren Umfeld auf
Balkon oder Terrasse. Deshalb erweitern wir gerade
in diesem Sortiment regelmäßig die Sortenvielfalt.
Und auch hier sind wir nicht auf lange Transportwege angewiesen - die Pflanzen wachsen von klein
auf in unserer Gärtnerei!
Paradeiser, Paprika, Pfefferoni, Chilli, Gurken, Zucchini, Zucker- und Wassermelonen, Andenbeeren,
Melanzani – vieles auch in veredelter Form. Die
größte Auswahl in diesem Bereich finden Sie je nach
Witterung von Anfang April bis Ende Mai und auch
im Sommer als Fertigpflanzen. Seit einigen Jahren
kreieren die OÖ Gärtner auch das Gemüse des Jahres,
welches natürlich auch direkt bei uns kultiviert wird!
Unter der Produktlinie „Vom Gärtner empfohlen“
haben wir diese Sorten zusammengefasst.
Aus eigener Produktion
und von regionalen
Gärtnern
Über hundert Kräuter umfasst unsere Auswahl an
heimischen und exotischen Heil- und Küchenkräutern. Jedes Jahr wandern ein paar dazu und nur
selten werden wieder einige Sorten aus dem Sortiment genommen. So wächst es unaufhörlich. Und
so bleibt es auch spannend für Sie! Unsere Bio-Gemüsepflanzen kommen jedes Jahr von Mitte Februar
bis Ende August aus dem Hause Czink in Hörsching.
Bio-Saatgut bekommen wir ganzjährig vom Saatgutbetrieb Reinsaat aus dem Waldviertel, welcher auch
viele Raritätensorten im Sortiment hat.
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Laufende Vermehrung
in Sätzen
Die Kräuterproduktion findet in unseren Kulturgewächshäusern vor Ort statt. Damit die Pflanzen frisch
und wüchsig bleiben werden diese in verschiedenen
Abständen immer wieder neu vermehrt. So ergibt
sich für Sie die beste Qualität und ein Weiterwachsen
ist garantiert.
Alle Kräuter werden übrigens in OÖ Gärtnererde herangezogen – ein weiterer Garant für die hervorragende Qualität. Außerdem führen wir in diesen Kulturen keine chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen
durch!
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Heil- und Küchenkräuter
Allium tuberosum - Grüner Schnittknoblauch
Er hat einen milden Zwiebel-Knoblauch-Geschmack.
Gehackte Blätter und Blütenknospen gibt man zu Salaten, Weichkäsen und Kurzgebratenem. Gebleichte
Blätter werden in der chinesischen Küche mit Reis
und Schweinefleisch verwendet. Schnittknoblauch
verursacht keinen Mundgeruch.
Schnittknoblauch hat winterharte kräftige Rhizome.
Seine Größe und die attraktiven Blüten machen ihn
zur Zierde von Rabatten und Kräutergärten. Zusätzlich vertreibt er ausgepflanzt Wühlmäuse und Maulwürfe im unmittelbaren Umfeld!
Karl Ploberger sagt: „Der Schnittlauch steht gerne im
Halbschatten auf frischen Böden, die gut gedüngt sind.
So wird gepflanzt: Kompost, Hornspänne und zerstoßene
eierschalen ins Pflanzloch streuen, angießen und mit Kaffeesatz mulchen. Bewährt has sich auch gut abgelagerter Hühnermist, der ins Pflanzloch gestreut wird. Schneiden Sie den Schnittlauch nie um mehr als 2/3 der Blätter
zurück. Die Pflanze braucht das Sonnenlicht, um wachsen
zu können. Daher gilt auch: Nach dem 15. August nicht
mehr abschneiden, es sei denn er ist ein „Opferstock“, der
bis zum Herbst geerntet und dann entsorgt wird.“
Allium schoenoprasum - Schnittlauch
Schnittlauch sollte nur frisch (Geschmacks- und Vitaminverlust bei Erhitzen und Trocknung) in Salaten,
Topfen, Eierspeisen, Weichkäse und Soßen verwen-
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det werden. Schnittlauch stammt wahrscheinlich
aus dem Mittelmeerraum, kommt aber auch an
unseren Flussufern gelegentlich wild vor. Bereits im
Mittelalter wurde von Karl dem Großen der Anbau
von Schnittlauch in den Kräutergärten befohlen.
Schnittlauch treibt im Frühjahr aus und zieht im
Winter die Blätter ein. Dieser ist voll winterhart und
sollte an einem sonnigen, nährstoffreichen Platz
gepflanzt werden. Die rosaroten Blüten sind sehr
schön und essbar. Schnittlauch ist reich an Vitamin
B2 und C, Carotin und den Mineralien Natrium,
Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen.
Allium ursinum - Bärlauch
Die Bärlauchblätter besitzen einen Knoblauch ähnlichen Geschmack ohne den störenden Mund- oder
Körpergeruch der bei Knoblauch Auftritt. Das führt
dazu das auch bei uns in der Küche der Bärlauch
immer beliebter wird. Verwendet werden können
die feingehackten Blätter zum Würzen von Salaten,
für Suppen, Pesto, Bärlauchspinat und vielen mehr.
Bärlauch verwendet man am besten frisch, kann
aber auch als Pesto verarbeitet werden und eignet
sich zum Einfrieren.Bärlauch kommt in der freien
Natur hauptsächlich in Auwäldern, Laub- und Mischwäldern, Parkanlagen sowie im Gebüsch vor. Er liebt
einen nährstoffreichen, humosen, feuchten Boden.
Der Standort sollte schattig sein.
Aloysia triphylla - Zitronenverbene, -strauch
Ein Klassiker, auf den man gerne vergisst! Die Blätter
dieser kleinen Sträucher sind so voller ätherischer
Öle, dass sie schon bei leichter Berührung ein intensives Zitrusaroma abgeben. Die Intensität ist dabei
stärker als bei den meisten anderen nach Zitronen
riechenden Pflanzen. Daher wird es oft als Badezusatz verwendet, der eine erfrischende Wirkung
entfaltet. Gerne werden sie auch zu Tee verarbeitet
Rezept für selbstgemachtes Sprite: Einen 5-Liter-Topf bis
zu einem Drittel mit Zitronenverbeneblätter anfüllen, 2kg
Zucker und 3 EL Zitronensäure dazugeben, mit Wasser
auffüllen, 2-3 Tage stehen lassen, die Kräuter herausfischen und den Sirup kurz aufkochen, durch ein Tuch
abseien und randvoll in Flaschen füllen. Zum Trinken 1:6
mit Mineralwasser verdünnen!
Anredera cordifolia Madeira-Wein, Peru-Portulak
Neuheit & Top-Rarität. Ein Basellagewächs wie der
Ceylon-Spinat. Eine fast unbekannte Schlingpflanze aus Peru mit Doppelnutzen: essbar sind die sehr
weichen, großen sukkulenten Blätter , die wie Portulak schmecken, aber auch die Rhizome. Auch gut
als Ampelpflanze verwendbar, leicht zu ziehen und
trockenresistent - sie zieht einfach ein, und verliert
die Blätter, wenn kein Wasser mehr an die Wurzeln
kommt. Weiße, honigduftende Blüten. Überwintern
Sie die Pflanze frostfrei!
oder zum Würzen von Obstsalaten und anderen Süßspeisen verwendet. Zum Würzen von anderen (nicht
süßen) Salaten sind die Blätter auch gut geeignet.
Als Kübelpflanze sollten sie im Sommer im Freien
an sonniger Stelle und im Winter frostfrei gehalten
werden.
Anethum graveolens - Dill
Bereits die Ägypter und Römer verwendeten den
Dill, der im Mittelmeergebiet und Vorderasien heimisch ist, als Gewürz- und Heilpflanze. Die Ägypter
gebrauchten ihn gegen Kopfschmerzen und zur
Beruhigung; die Griechen gegen Schluckauf. In der
Küche findet Dill (die Blütenstände, Blätter oder
Samen) vor allem bei verschiedenen Gemüsen, Salaten, zum Einlegen von Gurken, zu Sauerkraut, zu
Krebsen, Krabben und Fisch Verwendung. Die Samen
werden ganz oder gemahlen an Suppen, Kohl, Apfelkuchen, Dillbutter und Brot gegeben, die Blätter
an Kartoffelsalat, Gurkensalat, Weichkäse, Eier, Lachs
und gegrilltes Fleisch. Dill läßt sich besser tiefgefrieren als trocknen. Das frische Kraut entfaltet besonders beim Zerreiben seinen Wohlgeruch. Kurz vor
dem Blühen ist das Aroma am intensivsten.
Dill ist einjährig und kann nur über Samen vermehrt
werden!
Die zarten, dickfleischigen jungen Blätter vom Peru-Portulak können in Salate gemischt oder wie Spinat blanchiert.
Anthriscus cerefolium - Kerbel
Kerbel läßt sich nicht trocknen (Aromaverlust), wird
aber frisch zu folgenden Gerichten empfohlen: Fisch,
Geflügel (speziell Huhn), Hammelfleisch, Kalbfleisch, jungem Gemüse, Eier- und Käsegerichten,
Suppen, Kerbelsuppe und Soßen. Kerbel ist Bestandteil der fines herbes und wird häufig zusammen mit
Estragon verwendet.
Sein Anwendungsbereich ähnelt dem der Petersilie.
Kerbel ist einjährig und kann problemlos über Samen vermehrt werden!
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Artemisia abrotanum - Eberraute
Eberraute wird verwendet wie Beifuß. Man nimmt
es für fette Braten wie Ente, Gans, Schweinebraten. Man verwendet die Blattspitzen frisch oder
getrocknet. Wegen seines spezifischen Geschmacks
und seiner Seltenheit sollte man dies Kraut nur mit
Grundgewürzen wie Pfeffer, Zwiebel oder Knoblauch
verwenden. Vor ungefähr 1.000 Jahren brachten
Mönche die Eberraute aus Westasien mit nach Europa. Aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe war sie jahrhundertelang fester Bestandteil
der Kloster- und Bauerngärten.
Eberraute ist voll winterhart und braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten!
Artemisia abrotanum var. maritima Coca-Cola-Strauch
Die klassische Eberraute besitzt herb-aromatische,
etwas zitronig duftende, aber bittere Blättchen, die
die Verdauung fördern. In der Küche wird diese nur
sparsam verwendet, besonders zu kräftigen Fleischgerichten, Saucen und Aal. Die feinfiedrige Art, die
als Volksnamen auch Coca-Cola-Strauch genannt
wird, hat feingeteilteres Laub und dichteren Wuchs.
Die Blätter haben einen süßen, moschusartigen Duft
wie Coca Cola. Das Aroma ist etwas milder und lieblicher als bei der Eberraute, die Verwendung ebenso.
Verwendung findet der Strauch auch als schädlingsabweisendes Duftkraut! Die getrockneten Blätter
kann man in Duftsäckchen füllen und in den Kleiderschrank hängen oder als Likör ansetzen! Die Pflanze
ist ebenfalls voll winterhart und wächst deutlich
buschiger in einer Höhe von ca. 70cm.
Artemisia absinthium - Wermut
Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und
dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer. Mit seinem stark bitteren
Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet
werden. Aber der Genuss des Wermuts ist auch ein
zweischneidiges Schwert, denn seine ätherischen
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Öle wirken bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung
sinnverwirrend, wie viele Künstler in der Blütezeit
des Absinth-Getränks leidvoll erfahren mussten.
Wermut kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.
Wermut ist voll winterhart und bevorzugt einen sonnigen Platz im Garten.
Artemisia dracunculus var. sativa Französischer Estragon
Der Vielfach Unterschätzte. Vielfältige Verwendung
findet Estragon hauptsächlich in der französischen
Küche: als Bestandteil der fines herbes, zur Senfherstellung, als Estragon-Essig, an der Sauce Béarnaise,
an Omelettes, an Kräuterbutter, zu Seezunge, Geflügel, Eiern, Salaten, Gurken, Gemüse, Soßen sowie
für Liköre und Parfüme. Nicht zu vergessen für alle
Paradeiser-Gerichte und zur Kürbissuppe!
Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene
Sorten: den russischen und den französischen (auch
„deutscher“) Estragon. Der französische Estragon ist
frostempfindlicher, aber feiner im Geschmack als der
russische. In milden Wintern kommt er jedoch problemlos durch.
Die Soldaten im alten Römischen Reich legten Estragon-Zweige in ihre Schuhe, was gegen Erschöpfung vorbeugen sollte.
Artemisia vulgaris - Beifuss
Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle
Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis
zu 1,5m emporreckt. Seine dunkle Blattfarbe und
unauffälligen Blüten führen zu dieser allgmeinen
Ignoranz. Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte
man sie nicht mehr missen. In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er
wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und
Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen. Der
Beifuss ist voll winterhart.
püriert ihn zu Cremesuppen. Mangold ist zweijährig,
wobei im zweiten Jahr die Blüte folgt. Pflanzen sie
diesen daher regelmäßig, damit er für Sie zum Langzeitgenuss wird.
Borago officinalis - Gurkenkraut
Der auch Gurkenkraut genannte Boretsch stammt
ursprünglich aus Syrien. Gurken, Salate, kalte Soßen,
Mayonnaise, Raviolifüllungen, Käse- und Eierspeisen
werden mit Boretsch zubereitet. Die frischen oder
kandierten Blüten finden oft als Dekoration verschiedener Speisen und in Getränken wie Apfelwein und
Zitronenlimonade Verwendung. Boretsch wird durch
Trocknung wertlos, da dadurch das gesamte Aroma
verloren geht. Einfrieren ist dagegen möglich. Boretsch ist einjährig.
Mangold wurde bereits in Großmutters Küche gerne und
vielseitig verwendet. Heute gilt er als neu entdecktes
Liebhabergemüse. Mangold schmeckt würziger als Spinat, seine Stiele erinnern auch an Spargel, weshalb Mangold vor allem durch seine Vielseitigkeit imponiert.
Beta vulgaris subsp. vulgaris var. vulgaris Grünes und Buntes Mangold
Botanisch ist Mangold mit den Roten Rüben verwandt. Küchentechnisch und geschmacklich spielt
diese Verwandtschaft keine Rolle, da bei Mangold
die Blätter und nicht die Knollen verwendet werden.
Mangold schmeckt etwas würziger als Spinat und
kann für die selben Gerichte verwendet werden.
Da die Stiele geschmacklich an Spargel erinnern, ist
Mangold sogar noch vielseitiger einzusetzen. Mangold ist kalorienarm und verfügt über einen hohen
Gehalt an Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Vitamin B1, B2, Beta-Carotin sowie reichlich Vitamin C. Darüber hinaus sind eine Reihe bioaktiver Substanzen enthalten, denen verschiedene
krankheitsvorbeugende Wirkungen zugesprochen
werden. Mangold kann einfach nur gedünstet und/
oder mit Crème Fraîche verfeinert werden, oder man
Eine Nahaufnahme führt die Schönheit der Blüten der
Katzenschwanzpflanze vor Augen. Verwendet werden
jedoch die Blätter. Frisch geerntet kann ein dickflüssiger
Tee hergestellt werden, der gegen Verkühlung, Husten
und Arthritis hilft.
Bulbine frutescens Medicus - Katzenschwanz
Die Katzenschwanzpflanze ist eine wichtige afrikanische Heilpflanze, die zunehmend auch für den
amerikanischen und europäischen Markt interessant
wird. In Südafrika wird sie „Brenngeleepflanze“ genannt, weil aus den zerrissenen frischen Blättern ein
geleeartiger Saft austritt, der von der Bevölkerung
als Heilsalbe gegen Verbrennungen, Wunden, Insektenstiche, Ekzeme und Hautausschläge verwendet
wird.
Bulbinen gehören wie Aloe vera zu der Familie der
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Asphodelaceae (Affrodillgewächse). Sie ist eine
attraktive Kübelpflanze, die mit trockenem Boden
zurecht kommt, wächst schnell und blüht sehr ausdauernd. Die orangenen Blütenblätter ergeben einen schönen Kontrast mit den gelben Staubgefäßen.
Wenn die abgeblühten Blütenstängel entfernt werden regt das die Pflanze zu weiterer Blütenbildung
an. Die Bulbine verträgt keine Staunässe.Die Blätter
der Bulbine enthalten ein Gel, das ähnlich wie das
der Aloe vera verwendet wird.
Äußerlich: bei Hautunreinheiten, Verbrennungen
und Insektenstichen. Innerlich: Aufguß der Blätter
mit heißem Wasser gegen Erkältungen.
Bulbine frutescens ist mehrjährig – sie produziert
also mehrmals im Leben Blüten und Samen. Auf trockenen Weiden und entlang von windigen Küstenstreifen treten Katzenschwanzpflanzen oft in Massen
auf. Überwinterung hell bei 5-15°C!
Kümmel ist sehr anspruchslos und wächst selbst in
rauhen Lagen. Besonders gut gedeiht er in tiefgründigen, nährstoffreichen und kalkhaltigen Böden.
Selbst Halbschatten verträgt er gut. Nässe sollte vermieden werden. Es handelt sich um eine zweijährige
Pflanze, die sich jedoch auch aussät.
Calea zacatechichi Mexikanisches Traumkraut
Neuheit. Heil- und Magiepflanze. Die Blätter dieses
Strauches sind in Mexiko ein wichtiges Heilmittel,
denn ein Tee aus den Blättern soll helfen, während
des Traumschlafes Visionen zur Heilung von augenblicklichen Leiden zu empfangen. Nach dem Genuss
dieses Tees wird das Kraut bei den Chontal-Indianern
(Oaxaca), die die Pflanze auch „Thle-pelakano“ =
„Blatt von Gott“ nennen, außerdem noch geraucht.
Weitere Wirkungen: akustische Wahrnehmungen
vertiefen sich und die Sinne werden gereinigt. Fördert ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit. Warm
überwintern, öfters zurückschneiden!
Centella asiatica - Gotu Kola, Fo Ti Tien
Altbewährtes Wunderkraut nun auch bei uns! Der
chinesische Name „Fo Ti Tien“ beschreibt das Wunderkraut mit wenigen Worten: „Elixier für ein langes
Leben“. Hauptsächlich wird es zur Verbesserung der
mentalen Leistungsfähigkeit eingesetzt und soll außerdem eine verjüngende Wirkung auf unsere „grauen Zellen“ haben.
Ihre runden, fleischigen Blätter können auch roh wie
Gemüse oder einfach im Salat gegessen werden.
Auch getrocknet als Tee entfaltet sie ihr Aroma und
ihre medizinische Wirkung optimal. Und das Beste es schmeckt wirklich lecker!
Wichtig ist ein feuchter und eher schattiger Standort.
Frostempfindlich!
Carum carvi - Kümmel
Kümmel schmeckt zu Brot, Sauerkraut, Kohlgemüse,
Kartoffeln, Roten Rüben, Eintopf, Hammel- und
Kaninchenfleisch, Wurst, Käse, Salaten, Suppen und
Topfen. Am stärksten ist die Würzkraft, wenn der
Kümmel zermahlen wird. Die jungen Blätter können
auch als Salatwürze verwendet werden. Den Samen
nimmt man auch zur Likörherstellung.
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Die Liste der medizinischen Wirkungen von Gotu Kola ist
lange. Unter anderem wirkt es entgiftend, beruhigend
auf die Nerven, erhöht die Vitalität und Fruchtbarkeit und
hilft bei Krampfadern und Besenreissern.
Coleus canina - Verpiss-dich-Pflanze
Wenn Sie Verwüstungen Ihres liebevoll angelegten
Gartens und Verunreinigungen von gepflegten Beeten vermeiden wollen, dann finden Sie mit Coleus canina, auch Katzenschreck oder Anti-Hunde-Pflanze,
eine ökologische Lösung. In den dicken, fleischigen
Blättern der Pflanze werden Duftstoffe erzeugt, die
für Liköre und Wermutgetränke.
Die Samen und die Blätter sind Bestandteil von Curry
(Gewürz), das getrocknete Koriandergrün ist auch
Bestandteil indischer Curries (Fleisch- und Gemüsegerichte). Koriandersamen sind licht- und luftempfindlich. Konservierung der Blätter erfolgt durch
Trocknen, Einfrieren oder Einlegen in Öl. Koriander
ist einjährig.
Frisch in unserem Sortiment erstrahlt die „Verpiss-Dich-Pflanze“ nun auch mit weiß panaschierten
Blättern und herrlicher Blüte im Spätsommer!
zwar für uns Menschen nicht wahrnehmbar sind,
Vierbeiner jedoch im Umkreis von 2 Metern fern hält.
Eine essbare Verwendung hält die Pflanze jedoch
nicht bereit.
Die Verpiss-dich-Pflanze ist nicht winterhart, eine
frostfreie Überwinterung an einem hellen Standort
ist jedoch problemlos machbar.
Coriandrum sativum - Koriander
Koriander ist ein sehr altes Gewürz, denn es wird
bereits in Sanskritschriften, Papyri und im Alten
Testament erwähnt. Ursprünglich stammt es aus
Vorderasien, verbreitete sich aber schnell über den
gesamten Mittelmeerraum. In den Gräbern der Pharaonen fanden sich Koriandersamen, die Griechen
und Römer würzten mit Koriander den Wein. Die
Römer brachten den Koriander nach Mitteleuropa.
Im Mittelalter wurde Koriander zur Bekämpfung
von Flöhen und Läusen benutzt, galt aber auch als
Aphrodisiakum. Als Gewürz passt Koriandersamen
zu Fisch- und Fleischgerichten (grob gemahlen zu
Lamm, Ziege, Schwein), ist in Lebkuchen, Aachener
Printen, Spekulatius und anderen Backwaren (Apfeltorte, Biskuits, Brot) enthalten, wird in Marmeladen, Würsten, Pasteten, Schinken, Senf, Soßen und
Marinaden verwendet, das Öl und die Samen auch
Crithmum maritimum Ligurisches Krabbenkraut
Klingende Neuheit! Die dem Fenchel ähnliche Pflanze, auch Meerfenchel genannt, wächst an den europäischen Meeresküsten. Die noch zarten Blätter
werden dort vor der Blüte in Wein gekocht und als
Salat gegessen oder als Wintervorrat in Salzbrühe
konserviert und wie Salzgurken eingelegt. Medizinisch wurde aus dem Kraut und Samen ein Tee gebraut, der gegen Nieren- und Blasensteine nützlich
sein sollte. Bereits Dioskurides und Plinius schätzten
das Kraut wegen seiner ätherischen Öle, Mineralsalze, Jod und Vitamine, die appetitanregend, blutreinigend und tonisch wirken. Mehrjährige Pflanze,
jedoch nur bedingt winterhart. Wir raten einfach
ausprobieren!
Koriander verwendet Jamie Oliver immer frisch zur Genüge, aber auch die Samen sind in der Küche gern gesehen.
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Cymbopogon citriatus - Zitronengras
Verwendung finden beim Zitronengras die Blätter,
welche im grünen Zustand von der Pflanze geerntet
werden. Die restlichen Teile der Pflanze können im
Boden bleiben und weiterwachsen. Sie finden vor
allem in der südostasiatischen Küche als Gewürz
Verwendung.
Besonders passend sind sie zu Meeresfrüchten, Fisch
und Geflügel und auch in Suppen. Am besten nutzt
man die Blätter wenn sie frisch sind, da sie im getrockneten Zustand deutlich an Aroma verlieren.
Hat man kein Zitronengras zur Hand, kann man es
notfalls durch Zitronenmelisse ersetzen. Auch für
Gewürzmischungen, Tees und erfrischende Getränke
lässt sich Zitronengras verwenden. Ein vollsonniger
Standort sagt der Pflanze zu. Ab den Eisheiligen bis
in den Herbst wird der Aufenthalt im Freien gut vertragen. Die Überwinterung an einem hellen, warmen Ort bei Raumtemperatur oder leicht darunter
wird vertragen. Kurze Trockenphasen werden vertragen. Staunässe vermeiden!
In Thailand hegt man mit dem Zitronengras einen ganz
besonderen Brauch: Bei anhaltendem, starken Regen
steckt man umgekehrte Zitronengrasstängel in die Erde.
Das soll dem Niederschlag Einhalt geben.
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Eriocephalus africanus - Antimückenpflanze, Afrikanischer Rosmarin
Eine neue Würzpflanze aus Südafrika! Der volkstümliche Name „Kapokhbos” bezieht sich auf die
schneeartigen Fruchtstände nach der Blüte im
Winter (Kapok = Schnee, Bos = Strauch). Neben
seiner Verwendung als Tee bei Husten, Erkältungen,
Blähungen und Koliken und als harntreibendes Mittel, werden die aromatischen, ganz eigentümlich
duftenden Blätter in der Küche der westlichen KapProvinzen, wo der Strauch auch heimisch ist, z.B. in
Fleischgerichten und Gemüseeintöpfen verwendet.
Ein Fußbad mit einem Aufguß aus den Zweigen hilft
bei geschwollenen Füßen und Beinen. Auf dem Kopf
angewendet ein gutes Mittel gegen Schuppen und
zur Anregung des Haarwuchses.
Der eigentümliche Duft dieses Strauches hält Mücken und andere geflügelte Plagegeister fern. Frostfrei überwintern, anspruchslose wüchsige Pflanze,
welche jederzeit beerntet werden kann!
Eruca sativa - Rucola
Beliebter Zeitgenosse. Scharfer, würziger, kresseähnlicher Geschmack.Häufigste Verwendung als Salat
oder Pesto. Die Blätter können laufend geerntet werden! Um den Nitratgehalt des Salates zu verringern
sollten Sie nur ganz frischen Rucola verwenden und
die Stiele vor der Zubereitung entfernen! Er enthält
wie alle Kohlgewächse Senföle, ist wassertreibend
und verdauungsfördernd.
Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein und
humos mit guter Wasserversorgung. Rucola ist einjährig und kann über Samen leicht vermehrt werden.
Eucalyptus gunnii - Eukalyptus
Eukalyptusblätter enthalten ein ätherisches Öl mit
Eucalyptol als Hauptbestandteil, Flavonoide und
eine Phloroglycin-Verbindungen mit terpenoider
Struktur, die als Euglobale bezeichnet werden. Das
durch Destillation gewonnene ätherische Öl wird von
schleimhautreizenden Verbindungen gereinigt und
enthält mindestens 80% Cineol. Es wirkt schleim-
und leicht krampflösend, erleichtert das Abhusten
von Bronchialsekret und hemmt das Wachstum von
Bakterien und Viren. Der Kühleffekt bei der Inhalation vermittelt das Gefühl einer verbesserten Nasenatmung. Zubereitungen aus Eukalyptusblättern und
–öl werden daher innerlich und/oder äußerlich bei
Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und
Nasennebenhöhlenentzündungen verwendet.
Eucalyptus ist als Kübelpflanze zu halten, die Überwinterung erfolgt hell bei 5-18°C. Im Sommer ist ein
sonniger Standort zu bevorzugen.
Galium odoratum - Waldmeister
Eine klassische Anwendung des Waldmeisters ist die
Maibowle, die erstmals 854 durch die Benediktiner
erwähnt wurde. Waldmeister sollte nur rund 20 Minuten in den Wein für die Bowle eingelegt werden,
da sonst durch das Cumarin Kopfschmerzen ausgelöst werden können. Durch das Einlegen in Milch
wurde Pudding mit Waldmeister-Aroma hergestellt.
Dieses Aroma wird in der Lebensmittelindustrie vielfältig eingesetzt.
Waldmeister ist eine einheimische Pflanze kalkreicher Buchen- und Hainbuchenwälder, wo der
Waldmeister große Bestände bilden kann. Seit dem
9. Jahrhundert kultivierten die Benediktiner den
Waldmeister. Er diente zur Parfümierung der Wäsche
und wurde in Kräuterkissen gelegt. Waldmeister gehört zu den Stauden und ist an einem halbschattigen
bis schattigen Standort voll winterhart.
Gynostemma pentaphyllum Kraut der Unsterblichkeit, Jiaogulan
[sprich Dschiau-gu-lan]. Für oder gegen alles, je
nach Sichtweise, ist angeblich ein Kraut gewachsen.
In der chinesischen Volksmedizin gilt auch Gesundheit gleichsam als essbar. Jiaogulan, das „Kraut der
Unsterblichkeit“, soll, wenn schon nicht das ewige
Leben, so doch ein extralanges Erdendasein bescheren. Es ist eine Kletterpflanze aus der Familie der
Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist in China,
Japan und Thailand beheimatet. Es trägt ebenso
diesen Namen, weil in bestimmten Regionen Chinas
eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung
auf den Konsum der Pflanze zurückgeführt wird.
Jiaogulan wurde erst 1976 von der modernen Wissenschaft „entdeckt“, nachdem japanische Forscher
zuvor seine bemerkenswerten Wirkungen im Labor untersucht hatten. Inzwischen hat es aufgrund
seiner außergewöhnlichen therapeutischen Qualitäten zahlreiche Anhänger. In China trägt Jiaogulan
den Namen „Unsterblichkeitskraut“ (Xiancao) oder
„Wundergras“. Weitere Bezeichnungen sind „Miracle Grass“, „Five Leaves Ginseng“ und etliche mehr.
Wie der begleitende Name „Five Leaves Ginseng“
andeutet, werden dem Jiaogulan die Heilkräfte von
Ginseng nachgesagt, allerdings soll er viermal mehr
heilkräftige Inhaltsstoffe als dieser enthalten. Es
gibt auch eine Reihe von Studien zur Heilwirkung.
Das Kraut soll vor stressbedingten Erkrankungen
schützen, den Blutdruck regulieren, Herzinfarkt und
Schlaganfall vorbeugen, immunsystemstärkend und
tumorhemmend wirken.
Die Pflanze ist eine starkwüchsige Kletterpflanze (bis
1,5 m), sie kann aber auch in Töpfen eine beachtliche
Höhe erreichen. Die Pflanze ist mehrjährig, gilt bis 15 °C als winterhart und kann sowohl im Zimmer als
auch im Freien gezogen werden. Wird es warm überwintert, kann es auch im Winter beerntet werden.
In Südchina wird das „Kraut der Unsterblichkeit“ täglich
als Tee getrunken, um für den Tag Kraft und Energie zu
tanken. Am Abend soll sie den Stoffwechsel anregen und
den Fettabbau unterstützen. In Asien gilt diese Pflanze
als Anti-Aging-Pflanze.
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Hedeoma viminea - Jamaika-Minzestrauch
Bewährte Neuheit. Tropischer Strauch mit kleinen
runden Blättern, die mit herrlichem Minzaroma
aufwarten und bei Magenbeschwerden Anwendung
finden. Köstliches, sehr trockenes Minzearoma, wie
Pfefferminztraubenzucker. In Jamaika als Tee gegen
Magenbeschwerden. Gewürzkraut für Speisen und
Salate und auch für wohlschmeckenden Teeaufguss
zu verwenden. Die Pflanze wird neuerdings wegen
ihres Gehaltes an ätherischem Öl zur Likörbereitung
kultiviert. Ihr Geruch soll Insekten, besonders Fliegen und Moskitos, vertreiben, weshalb man in moskitoreichen Gegenden Sprays von Hedeoma-Spiritus
gebraucht.
Kann im Sommer draußen stehen. Im Winter ist ein
heller Fensterplatz zu empfehlen. Lässt sich problemlos zurückschneiden. Nicht winterhart!
Helichrysum italicum - Currypflanze
Das starke Aroma hat eine insektenabwehrende
Wirkung und kann als natürlicher Raumlufterfrischer verwendet werden. Das Kraut gibt Suppen und
Schmorgerichten einen leichten Currygeschmack.
Vor dem Servieren sollten die Blätter jedoch entfernt
werden, da Magenreizungen auftreten können. Die
Ernte der frischen Blätter ist ganzjährig möglich!
Curry ist an sich eine Gewürzmischung, bei der
Bockshornkleesamen den Duft ausmachen. Doch
diese Pflanze verströmt diesen Duft bei Berührung
und auch im Sommer bei Sonneneinstrahlung. Im
Garten wirkt sie ähnlich wie Lavendel. Der Zwergcurry wächst buschiger und bleibt deutlich kleiner
als der übliche Curry. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, die in milden Wintern auch draußen
überdauert.
Hypericum perforatum - Johanniskraut
Vor allem die Wirkung des Johanniskrauts gegen
leichte und mittelschwere Depressionen ist bekannt.
Aber auch als Wundheilmittel wird das rote Johanniskraut-Öl gerne verwendet. Johanniskraut ist voll
winterhart und benötigt einen sonnigen Standort!
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Sonnengelb erstrahlt das Johanniskraut wenn es blüht!
Hyssopus officinalis - Ysop
In der Küche werden die Blätter in kleinen Mengen
an fetten Speisen (Fisch, Wild, Rind), Salaten, Bohnen, Hülsenfruchtsuppen, an der Kartoffelsuppe,
an Bowle, Ragouts, Pasteten, Käse, Aprikosen- und
Pfirsichkuchen, Kräuterbutter, Topfen und Würzmischungen sowie bei Likören verwendet.Ysop ist
bereits ein seit sehr langer Zeit verwendetes Gewürz
und Heilmittel, das seine Heimat im Mittelmeerraum
hat. Im Alten Testament wird es als reinigendes und
desinfizierendes Mittel empfohlen, die Hebräer
setzten den Ysop zur Tempelreinigung und zur Behandlung Leprakranker ein. Die Perser nutzten ihn
für die Körperpflege oder legten ihn auf, um Krankheiten fernzuhalten.
Ysop ist voll winterhart und benötigt einen sonnigen
Standort!
Wenn Sie den Ysop schon nicht verwenden - etwas Gutes
für unsere Bienen tun sie allemal. Noch dazu wo er über
mehrere Woche in sattem Blau erstrahlt!
Iboza sp. - Rosenweihrauch
Eine einfache, leicht zu ziehende Zimmerpflanze,
die mit wenig Wasser auskommt. Die Blätter duften
bei zarter Berührung wie eine Mischung von Weihrauch mit Rose, wie griechischer Rosenweihrauch.
Schöne gezackte und behaarte Blätter mit rötlichen
Blattvenen, violette Blüten im Sommer. Sehr dekorativ, allerdings nicht in der Küche verwendbar.
Die Pflanze ist mehrjährig, muss jedoch unbedingt
frostfrei überwintert werden. Ein Rückschnitt ist jederzeit machbar.
von Gurken, für Marinaden, Essig und Sülzen verwendet, es eignet sich auch für Fischgerichte, Wild,
säuerliche Speisen, Suppen und Soßen. Lorbeer wird
auch beim Pökeln von Fleisch, in Eintöpfen und in der
Kartoffelsuppe verwendet. Er ist auch Bestandteil
des Bouquet garni. Am aromatischsten sind frische
Lorbeerblätter, die wie die getrockneten immer mit
gekocht werden sollten, da sie ihr Aroma nur langsam freigeben.
Eine unserer meist verkauften Neuheiten der vergangenen Jahre - der Rosenweihrauch.
Jasminum officinalis „Grandiflorum“ Chinesischer Teejasmin
Neuheit. Heil- und Teepflanze. Sehr reichblühende
Art, die ganz ähnlich dem Franz. Jasmin, fein geteilte
Blätter hat, jedoch besser als Zimmerpflanze geeignet ist. Blüht vom Sommer weg bis tief in den Herbst.
Zusammen mit anderen Jasminarten zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet, ist es in China das
beliebteste Hausgetränk. Wird in Frankreich auch zur
Gewinnung von ätherischem Öl verwendet. Jasminsirup wurde bereits im 19. Jhd. als exzellente Medizin bei Erkältungen und anderen Erkrankungen der
Atemwege gelobt. Probieren Sie auch mal Jasminbutter! Nicht winterhart.
Laurus nobilis - Echter Lorbeer
Robuster Klassiker. Lorbeer ist ein natürliches Konservierungsmittel. Es wird nicht nur zum Einlegen
Der robuste Lorbeer besticht als mediterrane Kübelpflanze und als Gewürz in der Küche. Viele vergessen jedoch,
dass er nicht winterhart ist. Verwechseln Sie ihn daher
nicht mit dem Kirschlorbeer - dieser ist zwar winterhart,
für die Küche jedoch wertlos!
Der in Vorderasien und im Mittelmeerraum verbreitete Lorbeer wird bereits in 7000 Jahre alten Keilschriften erwähnt. Schon die Sumerer verwendeten
Lorbeerkränze als Siegessymbol im Faustkampf.
Die römischen Feldherren wurden nach einer gewonnenen Schlacht mit einem Lorbeerkranz geschmückt. Der Lorbeer war bei den Griechen heilig
und dem Gott Apollon geweiht, seine Tempel waren
mit Lorbeer geschmückt. Und noch heute „ruhen
wir uns auf unseren Lorbeeren aus“, wenn wir mit
unserer Arbeit und unserem Erfolg zurfrieden sind.
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Lorbeeressenzen und -salben werden zur äußerlichen Rheumabehandlung eingesetzt. Lorbeeröl
wird äußerlich bei Verstauchungen und Quetschungen verwendet, es hilft dann meist schnell. Lorbeer
wirkt antibakteriell, kann aber in größeren Dosen
Rauschzustände erzeugen, v. a. wenn Lorbeer als Tee
verwendet wird. Lorbeer ist bei uns als Kübelpflanze
zu halten, die Überwinterung erfolgt hell bei 0-15°C.
Im Sommer am sonnigen/halbschattigen Standort.
Schon die Römer benutzten Lavendel, um daraus duftende Bade-Essenzen zu gewinnen: Der Name dieser
Pflanze leitet sich dementsprechend vom lateinischen
Wort lavare = „waschen“ ab. Lavendel gehört zur Familie
der Lippenblütler (Lamiaceae), zu denen auch Minze und
Salbei zählen. Heute ist vor allem der Süden Frankreichs
für seine riesigen Lavendelfelder berühmt.
für den Schriftsteller Jean Giono war Lavendel die „Essence de Provence“, die Seele der Provence.
Lavandula sp. - Lavendel
Als eine der beliebtesten Gartenpflanzen wird heute
der Lavendel bezeichnet. Erinnert er doch an Süden,
an‘s Mittelmeer, an die Provence und weckt damit
verbundene Erinnerungen. An einem sonnigen
Standort im Garten oder auf dem Balkon verströmt
der Lavendel seinen unverkennbaren Duft, der nicht
nur von Menschen sondern auch von Bienen, Hummeln und Faltern geschätzt wird. Neben der gärtnerischen Verwendung kann
Lavendel als Haus- und Gesundheitsmittel vielseitig
eingesetzt werden. Bekannt ist seine Wirkung, um
unerwünschte Insekten fernzuhalten. Säckchen mit
getrockneten Lavendelblüten in den Kleiderschränken halten die Motten fern. Für einen guten Duft
werden getrocknete Blütenstände angezündet und
abgebrannt. Die Lavendel-Essenz wird als Antisep-
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tikum, als Beruhigungs- und Schmerzmittel eingesetzt, schwächt Insektenstiche und leichte Verbrennungen ab. Als Tee aufgegossen lindert Lavendel
Kopfschmerzen, beruhigt die Nerven und vertreibt
schlechten Atem. Auf verschiedene Weise findet
Lavendel auch in der Küche vielseitige Verwendung:
kandierte Lavendelblüten, mit Lavendel gewürzte
Konfitüren und Essig.
Achten Sie beim Kauf auf die Winterhärte des Lavendels. Der hübsche Blütenlavendel ist in unseren
Breiten nicht ausreichend frostfest und kann nur als
Kübelpflanze verwendet werden!
Levisticum officinale - Liebstöckl, Maggikraut
Die ganze Pflanze kann verwendet werden: Zu
Fleisch- und Fischgerichten, Fleischfüllungen, Rouladen, Suppen, Soßen, Hammelbraten, Hackfleisch,
Schwein, Eintöpfen und Salaten (speziell Tomatenund Paprikasalaten) passt dieses Gewürz als Blatt
oder Same. Die Samen schmecken sehr gut auf
Käsebroten, im Brot, Kuchen, in Salaten, zerdrückt
zu Reis oder Kartoffelbrei, in Likören dienen sie als
Stärkungsmittel. Die Blattstiele können gedünstet
als Gemüse gegessen werden oder passen in Eintöpfe. Liebstöckel ist sehr intensiv, daher empfiehlt sich
eine sparsame Verwendung.
Die Pflanze ist an einem sonnigen, nährstoffreichen
Platz gut aufgehoben und voll winterhart.Liebstöckl
kann auch im Topf gehalten werden, sofern dieser
gut mit Nährstoffen versorgt wird!
Liebstöckel mag nährstoffreiche, feuchte Böden und
kommt auch mit Halbschatten zurecht. Allerdings sollte
das Kraut mit mindestens einem Meter Abstand zu anderen Pflanzen stehen, da es das Wachstum anderer Arten
hemmen kann.
Das Aztekisches Süßkraut ist in den letzten Jahren als
ergiebige Alternative zu Stevia bekannt geworden. Es ist
eine schöne Zierpflanze, verströmt einen aromatischen
honigmelonigen und minzigen Duft und eignet sich wegen der langen Ranken für Blumenampeln. Eine noch
immer unterschätzte Zierpflanze mit Mehrwert!
Lippia dulcis - Aztekisches Süßkraut
Bewährte Neuheit. Dieses Süßkraut ist zu Unrecht
eine nahezu unbekannte Pflanze. Wie die bekanntere Stevia enthalten beide einen natürlichen Süsstoff,
der um ein Vielfaches stärker süsst als Zucker. Dazu
trocknet und pulverisiert man die üppig wachsenden
Blätter und Blüten.Es ist eine schöne Zierpflanze,
verströmt einen aromatischen honigmelonigen und
minzigen Duft und eignet sich wegen der langen
Ranken auch für Blumenampeln. Die meterlangen
Ranken sind das gesamte Jahr mit kleinen, weissen
Blüten besetzt, die ebenfalls zum Süssen geeignet
sind.
Da das Aztekische Süßkraut nicht nur ein gutes Süßmittel ist, sondern auch ein besonderes Aroma hat,
eignet es sich für Tees und viele Süßspeisen. Der Süßstoff ist 10x stärker als Zucker. Die Azteken nutzten
das Süßkraut als Universalheilmittel.
Das aztekische Süsskraut kann seine Blätter im Winter behalten. Dies tut es allerdings nur bei optimalen Bedingungen von mindestens 15°C und einem
hellen Platz. Aber auch wenn es sie abwirft treibt es
im Mai wieder zuverlässig aus. Die dem Fenchel und
Kümmel ähnlichen Inhaltsstoffe wirken bei Husten
schleimlösend.
Majorana hortensis - Majoran
Majoran hat eine starke Würzkraft und darf deshalb
nur sparsam verwendet werden. Er rundet zusammen mit anderen Gewürzen den Geschmack ab.
Bekannt ist er als Wurstgewürz, findet aber auch
Verwendung bei Soßen, Kartoffeln, Fleisch- und Pilzgerichten sowie bei Geflügel, Hülsenfrüchten und
Fischsalaten. Für vegetarische Brotaufstriche nimmt
man ihn zusammen mit Äpfeln und Zwiebeln. Beim
Schmalzausbraten wird er ebenfalls gebraucht. Majoran ist einjährig und kann aus Samen vermehrt
werden.
Matricaria chamomilla - Echte Kamille
Die Kamille ist eine der allerbeliebtesten Heilpflanzen in Europa. Zu Recht verwenden viele Grossmütter die Kamille für alle Arten von Beschwerden, denn
sie kann als wahrer Tausendsassa eingesetzt werden.
Leider ist sie in der freien Natur kaum noch anzutreffen, weil sie die Nähe von Getreide liebt, dort aber
bekämpft wird.
Am vollsonnigen Standort wird die Matricaria chamomilla zu einem zuverlässigen Dauerblüher, welche sich jährlich selbst durch Aussaat vermehrt. Wilde Vorkommen der Matricaria sind häufig Feldränder
und auf magere Trockenwiesen. Doch auch wenn der
Korbblütler überaus anpassungsfähig ist, so werden
doch humusreiche Lehmböden bevorzugt.
Mit den wirkungsvollen Inhaltstoffen und ätherischen
Ölen können Entzündungen und Krämpfe gelindert werden. Die weißen Blüten mit den gelben Köpfen erscheinen
zwischen Mai und Ende September.
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Melissa officinalis - Zitronenmelisse
Die frischen Blätter eignen sich für Salate, Wild- und
Fisch-, Geflügel- und Pilzgerichte, Eierspeisen, Kräutersoßen, Mayonnaise, Sauerkraut, Salzheringe,
Fruchtsuppen und -salate, Gelees, Fruchtsaft und
Bowlen. Nicht zu vergessen ist das frische MelissenBlättchen auf dem Nachtisch. Das Öl wird in der
Lebensmittelindustrie anstelle des teureren Zitronenöls verwendet. Auch in der Getränke- und Likörindustrie wird Melissenöl eingesetzt.
Zitronenmelisse ist reich an ätherischem Öl, das eine
beruhigende und nervenstärkende Wirkung hat, bei
unregelmäßiger Herzfunktion hilft und bei Migräne,
Schlaflosigkeit, nervösen Schlaf- und Magenbeschwerden angewendet wird.
Die Pflanze ist voll winterhart und bevorzugt des
Aromas wegen einen sonnigen Platz.
Mentha gentilis - Kärntner Nudelminze
Unverwechselbar wird die regionale Spezialität „Kasnudeln“ auch durch ihre Füllung, die mit der besonders milden Kärntner Nudelminze gewürzt ist. Wie
alle Minzearten voll winterhart!
Mentha nemorosa Mojitominze, Hemingway-Minze
Die aus Kuba stammende Mojito-Minze wird aufgrund ihres geringen Mentholgehalts für den Mojito,
Hemingways Lieblings-Drink, verwendet. Wie viele
andere Minzen ist diese voll winterhart, anspruchslos und daher sehr beliebt.
Mentha piperita - Heimische Pfefferminze
Verwendet werden die Pfefferminzblätter zu Rohkostsalaten, Suppen, Marinaden und Kräutersuppen.
Sie sind aber auch ein Bestandteil der englischen
Mintsoße, die hauptsächlich zu Hammelfleisch gegessen wird. Für Rohkost und Diät ist Pfefferminze
besonders geeignet, auch als Bestandteil des Gewürzessigs. Häufig wird Pfefferminze für Tee verwendet. Die Pfefferminze ist bestimmt jedem als
Kräutertee bekannt, den man auch trinkt, wenn man
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Mentha x piperita „After Eight“ Schokoladenminze
Bewährte Neuheit. Eine leicht zu handhabende,
voll winterharte Minze mit schokoladeartigen Duft.
Ausbreitender Wuchs. Gut zum Tee, Saftmachen und
Dekorieren geeignet!
Zitronenmelisse und die Vielfalt der Minzen nutzt man
gerne für Wohlschmeckendes. Meist handelt es sich dabei um ein kleines Dolci oder auch um eine warme Tasse
Tee bzw. an heißen Sommertagen einen gekühlten Eistee
- am besten aus frisch geernteten Blättern, die man sich
gerade aus dem eigenen Garten geholt hat!
nicht krank ist. Dabei hat die Pfefferminze eigentlich
eine ziemlich starke Heilwirkung und ist von daher
gar nicht allzu sehr als Haustee geeignet. Wer sie
aber gut verträgt, braucht nicht auf seinen regelmässigen Pfefferminztee zu verzichten. Pfefferminze
wächst ziemlich unkompliziert in Hausgärten und
kommt Jahr für Jahr wieder, wenn sie erst mal heimisch geworden ist.
Mentha species - Erdbeerminze
Bewährte Neuheit. Die Erdbeerminze verblüfft jeden. Tolles Aroma der Blätter, dass vor allem im Frühsommer stark nach reifen Erdbeeren duftet. Die Erdbeerminze wächst überraschend zart. Sie hat kleine
Blätter und wird nur etwa 50 cm hoch. Sie wuchert
auch nicht so stark, wie einige große Verwandte.
Erdbeerminze schmeckt vor allem Kindern im Tee.
Sie passt zu Obstsalaten und Süßspeisen. Erdbeerminze, die im Herbst getrocknet wird, entwickelt ein
eigenwilliges Aroma und schmeckt wie Tee mit viel
Rum!
Mentha spicata var. crispa Marokkanische Minze
Starkes belebendes Aroma, wird in Nordafrika als Tee
getrunken, die Blätter würzen auch Kaffee. Wie alle
Minzearten voll winterhart! In unserem Cafe servieren wir in den Wintermonaten unseren heißen Tee
mit dieser Minze! Und sie hat mittlerweile auch die
heimische Pfefferminze vom ersten Platz verdrängt.
Mentha suaveolens „Variegata“Ananasminze, Weißbunte Minze
Die Blätter der Ananasminze werden frisch oder getrocknet verwendet. Die Ernte sollte vor der Blüte erfolgen, dann kommt das fruchtig-frische Aroma am
besten zur Geltung. Der Tee hilft bei Magenverstimmungen, Darmbeschwerden und Kopfschmerzen.
Gerade diese Minzenart wird gerne für Torten und
Desserts aller Art zur Verzierung angewandt!
Mit ihren weißgrün panaschierten Blättern ist die
Ananasminze eine attraktive Zierpflanze und bereichert auch jede Sommerblumenpflanzung im Beet
und Balkonkasten. Voll winterhart!
Mertensia maritima - Austernpflanze
Neuheit. Die Auster für Vegetarier! Die kriechende
Küstenpflanze mit den glatten, fleischigen, helltürkisen Blättern und den blauen Blüten ist nicht nur sehr
schön, sondern sie hat auch einen delikaten Austerngeschmack. Der erstaunliche Austerngeschmack
macht sie für Menschen interessant, die zwar das
Aroma lieben, jedoch dem Verzehr roher Tiere nicht
viel abgewinnen können. Als dekorative Beigabe zu
Seafood-Gerichten können die Blätter eine überraschende Geschmackskomponente beisteuern. Die
Austernpflanze ist sehr schneckengefährdet und
deshalb besser in Pflanzgefäßen aufgehoben. Gelegentlich mit Kochsalz düngen. Für locker humose
bis sandige Böden. Die hübschen blaugrünen, sukkulenten Blätter haben ein ausgeprägtes Aroma wie
Austern und Borretsch. Die Blätter der Austernpflanze lassen sich gut unter andere Blattsalate mischen.
Blüht bis in den Herbst hinein mit fleischigen dunkelblauen Blüten. Bildet große Rosetten mit kriechenden Ausläufern. Sowohl die Blätter als auch der
Stiel können roh und gekocht verzehrt werden.
Austernpflanzen sind Küstenpflanzen und bevorzugen einen sandigen bis leicht lehmigen Boden mit
guter Drainage. Der Erde kann man etwas Salz beimengen. Der Standort sollte möglichst sonnig sein.
Diese Pflanze ist pflanzlich betrachtet ein Phänomen.
Manchmal scheint diese einzugehen, um dann mit voller
Kraft erneut auszutreiben und weiß dann mit ihren azurblauen Blüten zu betören genauso wie mit ihrem einzigartigen Geschmacksaroma.
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Wie ihre rote Schwester fliegen auch auf das Oswegokraut Bienen, Schmetterlinge und Insekten aller Art!
Die Indianernessel besitzt so große und kräftig rote
Blüten, dass Sie eine besonders große Zierwirkung im
Hochsommer entfaltet. Es gibt auch Sorten in rosa und
pinken Farbtönen, deren Inhaltsstoffe sind jedoch nicht
so wertvoll!
Monarda didyma - Goldmelisse,
Indianernessel
Sie blüht und gedeiht am besten in sonnigen Lagen
auf humosen, tiefgründigen Böden mit guter Wasser- und Nährstoffversorgung. Die Goldmelissenblüten haben einen aromatischen, meist zitronigen
Duft und Geschmack. Sie eignen sich zum Würzen
von Desserts, zur Herstellung erfrischender Eistees
und Limonaden ebenso wie zur Dekoration von Salaten und kalten Platten. Es gibt auch Varietäten mit
einem feinen blumigen Duft, der stark an Rosenduft
erinnert. Goldmelisse gilt als fiebersenkendes und
verdauungsförderndes Mittel. Meist werden die
Goldmelissen - Blüten jedoch zum Aromatisieren
und als Schmuckdroge für Teemischungen verwendet. Die Pflanze ist voll winterhart. Geben Sie ihr ein
genug Platz, damit sie eine gute Wirkung in einer
Gruppe entfalten kann!
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Monarda fistulosa - Pizzakraut, Oswegokraut
Vielversprechende Neuheit! Die aromatische Staude,
deren Duft an blumiges Parfum und Rosen erinnert,
ist mit ihren lavendelfarbenen Blüten eine attraktive
Pflanze, die auch als Schnittblume verwendet werden kann.
Getrocknet oder frisch können die Blätter des Oswegokrauts als Tee verwendet werden. Wegen ihres
angenehm scharfen, oreganoähnlichen Geschmacks
sind die Blätter besonders beim Würzen von Fleisch,
Bohnen, Chili und mexikanischen Gerichten beliebt.
Robuste, bedingt winterharte Pflanze für sonnige bis
halbschattige Plätzchen.
Murraya koenigii - Indisches Curryblatt
In Südindien ist es eines der wichtigsten Gewürze
überhaupt, und viele Familien haben einen HausCurrybaum im Garten stehen. Denn die Blätter
schmecken nur frisch wirklich lecker - getrocknet
verlieren sie schnell ihr köstliches Aroma. Beliebt
sind die würzigen Blätter mit dem nussigen, vollen
Aroma auch bei Vegetariern, weil sie so schön deftig
schmecken. Die Blätter werden in Sri Lanka sehr viel
verwendet, und entweder zum Ende des Kochens
dazugegeben oder am Anfang mit anderen Zutaten
leicht angeröstet.
Das Curryblatt ist eine tropische Pflanze und sollte
daher auch im Winter bei mindestens 15°C gehalten
werden. Der Vorteil davon - auch dann ist es beerntbar!
Blüten und Früchte leihen dem Indischen Curryblatt zusätzliche Attraktivität!
Nasturtium officinale - Echte Brunnenkresse
Brunnenkresse ist eine von vielen Hobbygärtnern
geschätzte Sumpf- bzw. Wasserpflanze, die als
winterharte Staude vorzugsweise beim Gartenteich
oder Bachlauf angepflanzt wird. Die wintergrüne,
krautige Pflanze ist darüber hinaus sehr beliebt
als gesundes Gemüse, reich an Vitamin C und eine
wohlschmeckende Beigabe zu Salaten und Suppen.
Ocimum basilicum var. citriodorum Zitronenbasilikum
Das kräftige Basilikumaroma erhält durch die Beimischung von zitronigen Geschmackskomponenten
eine Steigerung, womit diese Züchtung zu einem
der interessantesten Kräuter avanciert. Gourmets
wissen diese intensiv schmeckende und herrlich
duftende Kombination beim Würzen von Salaten,
von Fleisch und Fisch, beim Grillen, in Suppen und
an Rohkost zu schätzen.
Ocimum basilicum - Rotes Strauchbasilikum
Die meisten Sorten vom Basilikum werden hierzulande einjährig kultiviert, doch das Strauchbasilikum
gilt als mehrjährig und kann gut im Haus überwintert werden. Frost darf es jedoch nicht ab bekommen. Bei der Überwinterung muss man darauf achten, dass die Pflanze mäßig warmen Temperaturen
um 15°C und ausreichend Licht ausgesetzt wird. Verwenden Sie Basilikum immer frisch, denn getrocknet
geht viel vom Aroma verloren. Bewährt hat sich auch
das Konservieren in Eiswürfeln.
Ocimum basilicum var. cinnamomum Zimtbasilikum
Zimtbasilikum hat ein wunderbares Aroma. Zimt-,
Orangen-, und Nelkenduft und eine Ahnung vom
bekannten italienischen Basilikum verbinden sich
hier zu einem unbeschreiblichen Bouquet. Es schmeckt delikat in einem Marillenkompott, passt aber
auch gut zu Eierschwammerln! Sehr gut geeignet für
die extravagante Küche, für Kräutertees oder auch
wegen seiner hübschen Blüten und der Schmuckwirkung seiner violetten Stängel.
Ocimum basilicum „Rubin“ - Rotes Basilikum
Die Verwendung ist die gleiche wie bei ähnlichen
Basilikum-Sorten, jedoch lassen sich die Blätter auch
zu attraktiven Dekorationen gebrauchen. Wegen der
auffallenden Blätter und der hübschen Blütenstände
mit einer Fülle rosaroter Blüten findet diese Sorte
auch Eingang in den Ziergarten.
Ocimum basilicum var. minimum Griechisches Basilikumwergbasilikum
Das griechische Basilikum, auch Zwergbasilikum genannt, hat, wie der Zweitname schon verrät, kleine
Blätter und einen gedrungenen Wuchs.
Um seine fehlende Größe auszugleichen sind sein
Duft und sein Aroma unter allen Basilikumsorten am
ausgeprägtesten.
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Ocimum basilicum „Pesto Perpetuo“ Weißbuntes Basilikum
Wieder da! Eine widerstandsfähige Basilikum-Sorte
vom Geschmack her ähnlich dem klassischen, großblättrigen Genoveser-Basilikum. Zudem eine tolle
Färbung der Blätter - so kann man es auch in sommerlichen Arrangements verwenden!
Basilikum ist sehr wärme- und lichtbedürftig. Zu zeitig im
Frühjahr gekauft sind nicht nur der Geschmack, sondern
auch die Überlebenschancen sehr gering - deshalb immer
auf Vorrat einfrieren!
Ocimum basilicum - Genoveser-Basilikum
Der Klassiker. Basilikum ist eines der am angenehmsten riechenden Gewürzkräuter und unerläßlich
für einige Mittelmeerküchen. Da das empfindliche
Aroma beim Kochen rasch zerstört wird, streut man
gehackte Basilikumblätter oft über kalte oder warme
Speisen. Ein typisches und bekanntes Beispiel ist insalata caprese (Capri-Salat) aus Tomatenscheiben,
die mit Mozzarella und Basilikum belegt und mit bestem Olivenöl abgeschmeckt werden. Weiter nördlich aromatisiert man diesen Salat (wahrscheinlich
wegen der weniger geschmackvollen Tomaten) auch
noch zusätzlich mit dem exclusiven aceto balsamico
(Balsam-Essig).
Ocimum basilicum „Thai“ Thailändisches Basilikum
Im Fernen Osten wird Basilikum zu ähnlichen Zwecken herangezogen; besonders beliebt ist es in Vietnam und Thailand. Jedem Besucher Bangkoks, der
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sich an die authentische Küche wagt, wird das unbeschreibliche Aroma des thailändischen Basilikums,
das fast jedem Kochtopf entströmt, unvergesslich
bleiben. Die Philosophie der thailändischen Küche
offenbart sich in gai pad krapao, Huhn mit Chili,
Fischsauce und Basilikum: Dieses Gericht ist zwar
höllisch scharf, gleichzeitig aber durch das feine
Basilikumaroma ein himmlischer Genuß. Wer selbst
gerne südostasiatisch kocht, sollte unbedingt bedenken, dass die thailändischen Basilikumkultivare
ganz anders schmecken als der bei uns hauptsächlich
verwendete Mittelmeertyp.
Ocimum sanctum - Heiliges Basilikum, Tulsi
Tulsi gilt in Indien als pflanzliche Manifestation des
Gottes Vishnu, und wird dementsprechend hoch geschätzt und verehrt. Es heißt, die Göttin Tulasidevi sei
in die Gestalt dieser Heilpflanze geschlüpft, um den
Menschen zu dienen und sie zu schützen. Die „Königin der Kräuter“ wächst in Indien als heilige Pflanze
im Garten eines jeden Tempels und Hauses. Das Haus
eines Hindus wäre ohne dieses heilsame Kraut einfach unvollständig! - Was für ein Wunder wäre es da,
wenn die Wissenschaft keine Beweise für die einzigartige Wirksamkeit dieser Heilpflanze finden würde!
Origanum vulgare „Aureum“ - Goldoregano
Der Goldoregano entfaltet seine magenstärkende
und verdauungsanregende Wirkung besonders bei
der Verwendung in der Küche. Er ist das klassisch
mediterrane Gewürz für Pizza und Pasta, ideal für
Fleisch- und Grillspezialitäten und ein absolutes
Muss zu Lammfleisch. Getrocknet bewahren die
Blätter das typische Aroma und der Tee hat sich bei
Muskelschmerzen bzw. Muskelkater bewährt. Der
Goldoregano bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Voll winterhart und auch als
Zierpflanze gut zu verwenden!
Origanum dictamnus - Kretischer Diktam
Der Origanodost wächst endemisch auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta. Die Pflanze gedeiht
besonders gut an steilen Hängen mit felsigen Untergrund im Gebirge auf 800-1400 m Höhe. Diktam gilt
als ein Universal-Heilkraut. Aufgüsse von Diktam sollen die Wundheilung fördern, Tee von Diktam viele
Verdauungsprobleme lindern. Die griechischen Ärzte
der Antike glaubten, dass Diktam alle Krankheiten
heilen könne. Es existiert auch die Bezeichnung
„Artemideion“ für dieses Kraut, das auf die Göttin
der Geburt und des neuen Lebens Artemis zurückzuführen ist. Aufgüsse von Diktam in Wasser oder Wein
sollen auch Geburten förderlich begleiten können.
Geruch und Geschmack sind kräftig und unserem
Majoran ähnlich.
Origanum maru - Syrischer Majoran
In allen Teilen dem unsrigen Majoran sehr ähnlich.
Die Blütenstände sind jedoch noch dicker und die
Pflanze insgesamt größer. Das ausgezeichnete Aroma ist noch majoranähnlicher. Es fehlt aber die feine
Kapernnote, typisch für unseren Majoran. Noch ein
Origanum dem nachgesagt wird, der biblische Ysop
zu sein. Auch „Arabischer Zatar“ genannt.
Origanum vulgare - Oregano
Ähnlich würziges aber weniger holziges, wärmeres
Aroma als Majoran, köstlich zusammen mit Basilikum in italienischen Pizza- und Pastagerichten, für
Salate, Meeresfrüchte, Kartoffelgerichte, Auberginen, Zucchini und weiße Bohnen, Hammelfleisch,
Marinaden, Kräuteressige und Öle, Marinaden, Majonaisen und Dips, Pilzgerichte, Schmalz, Kräuterbutter. Der Oregano ist im Gegenzug zum Majoran
voll winterhart und damit mehrjährig.
Bei uns wächst der sogenannte „Kreta-Majoran“ ca. 2030cm, ist jedoch nur bedingt winterhart. Und wenn Sie
das Kraut auch nicht verwenden - eine tolle Zierwirkung
besitzt es allemal!
Origanum vulgare „Compactum“ Kleinblättriger Oregano
Diese Sorte unterscheidet sich nur durch die Blattgröße. Das Aroma ist jedoch noch ein bißchen intensiver als der klassische!
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Origanum vulgare „Hot & Spicy“ Scharfer Oregano
Es handelt sich um eine amerikanische Züchtung mit
einem kräftigen, intensiven scharf-würzigen Orangenaroma, in Übersee eine der beliebtesten Sorte für
Pizza, Spaghetti und Lasagne. Diese Oregano-Sorte
hat frischgrünes Laub mit weißen Blüten und möchte einen möglichst windgeschützten, warmen und
sonnigen Platz. Er braucht einen lockeren humusreichen nahrhaften Gartenboden, aber auf keinem Fall
zu feucht. Diese Sorte ist voll winterhart!
Pelargonium odoratissumum Duftpelargonien
In großer Vielfalt. Sie verzaubern durch ihre duftenden Blätter, die ätherische Öle enthalten und
die bei der leisesten Berührung oder starken Sonneneinstrahlung freigesetzt werden. Im Sommer
tränken sie die Luft unserer Gärten und Balkone mit
ihrem Duft, der unserer Seele Streicheleinheiten
verabreicht. Pelargonienduft steht für Harmonie
und Ausgeglichenheit für Körper und Psyche. Jede
Pflanze hat ihren eigenen Duft - Zitrone, Rose, Minze, Muskat; harzige, blumige oder fruchtige Düfte. Je
nach Sorte können diese auch für Süßspeisen verwendet werden (Gourmet-Geranien). Die Pflanzen
sind mehrjährig und sehr robust. Überwintern Sie
diese hell bei 5-15°C. Ein Rückschnitt tut jederzeit
gut. Wir führen über zehn verschiedene Sorten, die
wir hier aus Platzgründen nicht anführen können.
Duftpelargonien bezaubern zuallererst mit dem Duft,
manche haben auch attraktive Blattzeichnungen und die
ein oder andere auffällige Blüte!
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Pepperomia inaequalifolia Zimtpfeffer, Congona
Diese ursprünglich aus Südamerika stammende sukkulente Pflanze hat sich mittlerweile auch auf den
Kanarischen Inseln fest als Gewürzpflanze etabliert.
Sie wird dort auch Kanarisches Zimt genannt.
Der scharfe Geschmack wird ergänzt durch ein
deutliches Zimtaroma und passt dadurch gut zu
Fleischgerichten. Die Pflege ist einfach: an einem
voll sonnigen Standort, sparsam gießen und ab und
zu düngen. Congona gehört der Familie der Pfeffergewächse an und verträgt keinen Frost, kann aber
durchaus auch kühl überwintert werden.
Diese Neuheit haben wir seit einem Jahr im Programm
und findet seither immer mehr Anhänger. Auch wenn Sie
manchem einfach zu scharf ist.
Petroselinum crispum - Petersilie
Bereits die Griechen gaben ihr einen hohen Stellenwert: Die heilige Petersilie galt als Symbol festlicher Fröhlichkeit, bekränzte Sieger im sportlichen
Wettkampf. Die Römer brachten die Petersilie wahrscheinlich nach Mitteleuropa, wo sie dann aber wieder in Vergessenheit geriet. Petersilie wird am besten
nicht gekocht (Vitaminverlust), beim Einfrieren oder
Trocknen verliert sie an Aroma. Glatte Petersilie ist
geschmacksintensiver als Krausepetersilie. Petersilie
ist Bestandteil des Bouquet garni, wird für Soßen,
Kräuterbutter, Suppen, Eierspeisen, Fisch, Muscheln,
Fleisch, Geflügel, Kartoffeln, Semmelknödel und
als Garnierung zu fast allen europäischen Gerichten
verwendet. Die Wurzelpetersilie wird in Suppen und
Soßen eingesetzt.
Jeder schätzt den würzigen Geschmack Asiens!
Polygonum odoratum Vietnamesischer Koriander
Asiatisches Genusskraut. Der vietnamesische Koriander ist eines jener zahllosen Kräuter, die der vietnamesischen Küche ihr spezielles Gepräge geben. Außer in Vietnam wird er auch in Malaysia zum Würzen
genutzt; er ist besonders für die Küche Singapores
typisch. Dort werden die frischen Blätter in solch üppiger Anzahl über jedes Gericht gestreut, dass man
vom Gericht selbst nichts mehr sehen kann. Verwendung findet die Pflanze bei uns für Salate, Suppen
und Gemüsegerichte der südostasiatischen Küche.
Geerntet werden die frischen Blätter und Triebe.
Im Sommer wächst sie üppig und benötigt deshalb
einen gelegentlichen Rückschnitt, um in Form zu
bleiben. Der Vietnamesische Koriander ist nicht
winterhart, kann also nicht ausgepflanzt werden.
Im Topf benötigt er einen frostfreien Standort (5 °C)
und kann bei gutem Lichtangebot auch am warmen
Küchenfenster stehen.
Rosmarin und Thymian sind die wichtigsten Kräuter aus
der mediterranen Küche.
Portulaca oleracea - Gewürz-Portulak
Portulak-Blätter schmecken frisch und säuerlich. Er
kann wie Salat zubereitet werden. Die erfrischend
säuerlichen Blätter passen klein geschnitten auch
hervorragend zu Topfen und Butterbroten. Zubereiten kann man den Salat beispielsweise in Verbindung mit Zwiebeln, Chicoree und Kresse oder auch
wie Spinat dünstend. Blätter mit weißen Blüten sind
ebenfalls essbar. Sie machen sich entzückend als Dekoration in der Salatschüssel oder auf kalten Platten.
Winterportulak, auch Winterpostelein oder Kubaspinat genannt, schmeckt säuerlich nussartig, enthält
Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen.
Die Pflanzen kommen im März/April in Blühstimmung, sobald die Tage länger werden. Bis dahin
bringt diese Gemüseart bei günstiger Witterung unentwegt saftige herzförmige Blätter hervor.
Rosmarinus officinalis - Rosmarin
Der mediterrane Klassiker. Rosmarin wächst wild an
den Küsten des Mittelmeers. Den Ägyptern, Griechen, Römern und Juden war der Rosmarin heilig.
Die Griechen weihten den Rosmarin der Aphrodite;
Jungfrauen waren mit Rosmarin bekränzt. Rosmarin galt als Grün der hoffenden Liebenden und als
Liebesbeweis. Junge Paare steckten einen Rosmarinzweig in die Erde, wuchs er an, verhieß dies Glück
für die Ehe. Er ist Sinnbild für Treue und Verlässlichkeit.
In der italienischen Küche ist Rosmarin stark vertreten. Zu Kartoffeln, Teigwaren, Gemüse und in Soßen,
zum Fleisch, speziell bei Lamm, Kitz, Kalb, Kaninchen, aber auch Fisch und Muscheln wird Rosmarin
zusammen mit Wein und Knoblauch verwendet. Für
Salate eignen sich Rosmarinblüten. Rosmarin ist
aber auch beim Bierbrauen und im Wein, in Backwaren, Gelees und Limonaden sowie in der Parfümund Kosmetikindustrie beliebt.
Rosmarin ist als Kübelpflanze mehrjährig, in milden
Wintern kommt er geschützt auch ausgepflanzt
durch. Die kälterobusteste Sorte ist „Blue Winter“.
Rosmarinus pendula ist unsere Sorte mit überhängendem Wuchs.
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Rumex acetosa - Sauerampfer
Frische junge Sauerampferblätter können zu Salaten
und grüner Frankfurter Soße verwendet werden.
Feingehackt und kurz in Salzwasser gekocht und
dann in Butter gedünstet, ist Sauerampfer ein sehr
schmackhaftes Gemüse. Man kann ihn auch mit Spinat oder Mangold kochen. Besonders gut schmeckt
dieses Gemüse zu Fisch, Eiern, Omelett sowie zu
Kalb- und Schweinefleisch. Gerne nimmt man Sauerampfer auch als säuerliche Würze zu Kerbel- und
Kartoffelsuppen, Linsen, Tomaten, Gurken, Milch
und Hühnerbrühen. Sauerampfer ist voll winterhart
und benötigt einen nährstoffreichen Boden.
Wie alle Ampfer sollte er in Maßen verzehrt werden.
Blutampfer bevorzugt normal feuchte Böden, leicht
halbschattig und ist voll winterhart!
Der Name trifft es exakt! Das Pilzkraut (englisch „Mushroom Plant“) schmeckt tatsächlich wie eine Mischung
verschiedener Pilze. Genießbar ist es roh, gekocht und
gedünstet, was Ihnen in der Küche alle Möglichkeiten
offen lässt.
Blutampfer hat zwei Vorteile gegenüber dem heimischen
Sauerampfer: er ist milder und daher geschmacklich in
Salaten die bessere Alternative. Und er sieht mit seiner
roten Aderung einfach toll zwischen dem Gemüse aus!
Rumex x sanguineum „Bloody Dock“ Blutampfer
Blutampfer ist ein Wildkraut, welches auch in unseren Breiten in Laubwäldern wächst. Die auffallenden roten Adern machen ihn zu einer hübschen
Bereicherung des Kräuterbeetes. Sein Aroma ist
milder als das des Sauerampfers, so wird er gerne
als Salatbeigabe zugefügt. Seine Wirkung wird als
blutreinigend und harntreibend beschrieben, weshalb der Blutampfer gerne für eine Frühjahrskur
benutzt wird. Aus ihm kann ebenfalls Saft gewonnen werden, der gerne für Mundspülungen bei
Entzündungen des Mundraumes angewendet wird.
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Rungia klossii - Pilzkraut
Vielversprechende Neuheit. Küchenkraut mit
Wald-pilzaroma. Diese mehrjährige, exotische,
sehr gesunde Pflanze aus dem Hochland von Papua-Neu-Guinea wird dort auf Feldern angebaut. Die
Blätter enthalten außergewöhnlich viel Chlorophyll
und sind daher besonders gut zur Blutreinigung
und Blutbildung geeignet. Sie sind reich an Eisen,
Vitamin C, Beta - Carotin und enthalten auf 100g
Blätter 272mg Kalzium. Für die Einheimischen ist
es eine wichtige Proteinquelle und eine der wertvollsten und bekanntesten Gemüsepflanzen. Die
Pflanzen können wirklich das ganze Jahr über wie
eine Art Spinat oder, um Speisen ein zartes Pilzaroma zu verleihen, beerntet werden. Frische Blätter auf
Sandwiches, kalte Platten, Salate - auch die Stängel
sind essbar. Für Wok - Gerichte, Gemüse, Fleisch,
Kartoffeln - am Ende der Kochzeit leicht mitdünsten,
dadurch verstärkt sich das Aroma.
Pilzkraut möchte ein schattig bis halbsonniges Plätz-
chen und reichlich Wasser ohne Staunässe. Bei über
13 Grad kann es auch im Winter auf einer Fensterbank beerntet werden. Unter 13 Grad stellt es das
Wachstum ein und kann alternativ in einem dunklen, frostfreien Raum für einige Wochen überwintert
werden. Damit es schön buschig wird, immer die
Triebspitzen ernten.
Ruta graveolens - Weinraute
Die Weinraute ist eine alte, heutzutage fast vergessene Heilpflanze. Sie duftet intensiv, ähnlich
wie Waldmeister. Früher wurde sie in der Pflanzenheilkunde vor allem gegen Frauenbeschwerden
eingesetzt. Als homöopathisches Mittel wird Ruta
graveolens vor allem gegen stumpfe Verletzungen
des Bewegungsapparates angewendet. Sie ist voll
winterhart und liebt sonnige Standorte.
Santolina chamaecyparissus - Heiligenkraut
Das Heiligenkraut ist mit seinem intensiven, würzigen Geruch, seinen graufilzigen, fiedrig eingeschnittenen Blättern und den gelben, hoch aufragenden Blüten eine attraktive Pflanze. Man findet
das Heiligenkraut oft in Steingärten und auf Friedhöfen als Ziergewächs. Es ist bedingt winterhart.
Die Heilwirkungen der Pflanze waren schon im
Altertum bekannt. Die im Monat Juli gepflückten,
blühenden Sproßspitzen, wirken stimulierend (anregend) und magenstärkend. Ein Teeaufguss hilft besonders gut bei Magenkrämpfen. Die Samen dieser
Heilpflanzen gelten als Wurmmittel.
Santolina virdis - Olivenkraut
Neuheit mit erstaunlichem Aroma. Die grünen,
weichen Blätter bestechen mit einem unverwechselbaren Aroma nach eingelegten Oliven. Vorzugsweise verwendet man das beliebte Würzkraut zu
mediterranen Nudelgerichten und selbstgemachten
Kräuterölen und Pestos. Das Olivenkraut harmoniert
kurz gesagt zu allen Gerichten und Gelegenheiten
perfekt, zu denen Oliven gerne genossen werden.
Die Pflanze ist mehrjährig, sehr pflegeleicht und
Tipp: Probieren Sie unbedingt einmal Olivenkraut in
Sekt! Einfach 5cm lange Stiele ins Sektglas stellen.
Das Ergebnis ist nicht nur dekorativ, sondern auch ein
herrliches Gaumenerlebnis!
anspruchslos. Wichtig sind ein sonniger bis halbschattiger Standort und regelmäßige Düngung. In
milden Wintern überdauert die Pflanze auch im Freien - also unbedingt ausprobieren!
Santolina rosmarinifolia ‚Lemon Fizz‘ Gold-Olivenkraut
Dies ist eine neue Sorte vom Heiligenkraut bzw. Olivenkraut mit duftendem gelbgrünen Laub, welche
sich hervorragend für trockene sonnige Standorte
eignet. Die Verwendung ist dem grünen Olivenkraut
gleichzusetzen. Auch diese Art sollte in milden Wintern ausgepflanzt ausreichend winterhart sein. Staunässe jedoch vermeiden!
Salvia buchananii Samtpfotensalbei, Purpursalbei
Diese Art stammt aus Mexico, hat sehr große einzelne Blüten, welche in einem leuchtenden purpur-magentarot leuchten. Die Blüten erscheinen von
Juni bis November und sind sehr reizvoll! Die Blätter
sind auch nicht zu verachten, sehr ledrig, klein oval
und ganz dunkelgrün. Mit einer Endgröße von ca.
50cm gehört er zu den „kleinen“ Salbeis und passt
wunderbar in Töpfe. Frostfrei überwintern. Über eine
Verwendung als Heilpflanze konnten wir nichts in
Erfahrung bringen.
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Salvia divinorum - Aztekensalbei
Absolute Rarität. Der Zaubersalbei wirkt halluzinogen. Oft wird davon berichtet das sich die Personen
in einen Gegenstand verwandelt fühlen. Auch das
Gefühl, in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden, scheint von den meisten Konsumenten empfunden zu werden. Von den Mazateken-Indianern
wird der Aztekensalbei bei Kopfschmerzen und
Rheumatismus eingesetzt. Einigen scheint Salvia
zumindest für relativ lange Zeit die Kopfschmerzen
zu lindern. Außerdem bei Blutarmut, Störungen des
Stuhlgangs und Urinieren. Auch wird es wegen ihrer
halluzinogenen Wirkung für Wahrsagerituale und für
Krankendiagnostik genutzt.
In seiner Beliebtheit ist der Aztekensalbei in den
letzten Jahren ständig gestiegen. Das Rauchen des
Salbeis macht jedoch nicht süchtig. Die Pflanze
selbst ist sehr wüchsig, braucht viel Wasser und muß
bei 12-20°C an einem hellen Standort überwintert
werden.
Salvia elegans - Mandarinensalbei
Die frischen Blätter verwendet man in kleinen Mengen für Obstsalate. Man kann damit auch frisch
fruchtige Tees zubereiten. Zwei bis drei Zweiglein mit
heißem Wasser übergießen und je nach Geschmack
mit Zucker oder Honig süßen. Das riecht und schmeckt fruchtig-frisch. Die schmackhaften Blüten sind
eine farbenfrohe und aromatische Dekoration für
Nachspeisen und Salate. Der Duft dieser Pflanze ist
sehr intensiv.
Der Mandarinensalbei stammt wie der etwas größere verwandte Ananassalbei aus Mexiko und Guatemala. Die Pflanze ist nicht winterhart, jedoch als
Kübelpflanze mehrjährig. Vom Spätsommer bis in
den Herbst hinein blüht der Mandarinensalbei mit
kleinen quirlständigen leuchtendroten Blüten.
Salvia greggii - Pfirsichsalbei
Der Pfirsichsalbei ist ein immergrüner, sehr stark blühender Strauch aus Mexiko. Je nach Zuchtform reicht
die Farbe von rot bis hin zu violett. Das intensive
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Salvia rutilans ‚Aurea‘ - Apfelsalbei
Neuheit mit fruchtigem Geschmack! Der Apfel-Salbei
besticht mit seinem frischen Apfel-Duft, gold-gelben
Blättern und im Spätsommer erscheinenden blutroten Blüten. Sein einzigartiger Geschmack erfreut sich
vor allem in den Dessert-Küche größter Beliebtheit.
Auch als wohltuender Tee für Rachen und Nase oder
einfach kleingehackt im Joghurt, in der Topfencreme
oder im Obstsalat genießen! Der Apfelsalbei ist bei
frostfreier Überwinterung mehrjährig.
Der Pfirsichsalbei blüht in Pastelltönen und es gibt auch
Formen mit weiß-grünen Blättern!
Pfirsicharoma, das diese Salbeiart verströmt betört
die Sinne. Es gibt sogar eine weißblättrige Form. Aus
den Blättern lässt sich ein leckerer Tee bereiten. Die
Pflanze ist leicht im Kübel zu ziehen und verträgt,
da sie sehr üppig wächst schon mal einen Rückschnitt. Überwintert werden sollte der Pfirsichsalbei
an einem eher kühlen, aber frostfreien und hellen
Standort.
Salvia leucantha - Mexikanischer Samtsalbei
Diese wunderschöne Salbeiart besticht mit weißem,
behaarten Laub und ebenso samtig weichen, violetten und purpur-farbenen Blüten. Diese beginnt
im Freien normalerweise im Spätsommer ab Ende
August und hält bei rechtzeitigem Einräumen in
den Wintergarten bis zum kommenden Frühling an.
Die Blüten sind frostempfindlich, das heißt Temperaturen unter 0°C Grad beeinträchtigen diese. Der
Wurzelstock selber verträgt maximal -4°C, daher ist
eine frostfreie Überwinterung notwendig!
Salvia officinalis - Gewürz-Salbei
In der Küche werden vornehmlich junge Blätter
verwendet. Da Salbei eine große Würzkraft besitzt,
sollte er nur sparsam eingesetzt werden. Typische
Gerichte mit Salbei sind: Fleisch-, Fischgerichte,
Hammel, Lamm, Ente, Leber, Blutwurst, Suppen
(speziell Aalsuppe), Käsegerichte, Gans, Schweinefleisch, Würste, Aal, Leber, Kalb, Salat, dicke Bohnen,
Erbsen und Hühnerleber. Auf trockenen und felsigen
Hängen an den Nordküsten des Mittelmeeres wächst
Salbei wild. Den Griechen war der Salbei heilig und
sie versuchten, mit ihm die Götter gnädig zu stim-
Der Mexikanische Samtsalbei ist wunderbar als Kübelpflanze im Wintergarten zu halten. Dort blüht er dann in
der kühlen Jahreszeit mehrere Monate durch!
men. Es gibt heute viele Varietäten mit verschiedenen Blattverfärbungen. Allesamt haben diese
auch hervorragende Würzkraft. Alle Sorten sind voll
winterhart und bevorzugen sonnige Standorte mit
eher trockenen, steinigen Böden.
Salvia rutilans - Ananassalbei
Aus dem Hochland von Mexiko kommt diese robuste, äußerst wüchsige Salbeiart, die - obwohl
nicht frostfest - auch in kühlen Sommern im Freien
gedeiht, und im Spätsommer meist zu einem stattlichen Busch herangewachsen ist. Blüten und Blätter
schmecken unaufdringlich und verströmen schon
bei leichter Berührung ein zartes Aroma - wie frische
Ananas. Zweiglein werden kalten Getränken und
Fruchtsalaten hinzugefügt. Frische Blätter
können in Biskuitkuchenteig untergerührt werden
und ergeben einen feinen Duft. Frische oder getrocknete Blätter aromatisieren Gerichte mit Schweinefleisch. Auch zu Fischgerichten empfehlenswert! Die
Überwinterung erfolgt hell bei 5-15°C. Regelmäßiger Rückschnitt fördert das Aussehen.
Salvia uliginosa - Pfeffersalbei,
Hummelschaukel
Toller Blickfang! Die leuchtend blauen Blüten sind
von August bis Oktober eine Attraktion für Hummeln
wie für Menschen gleichermassen. Im Volksmund
wird die Pflanze daher auch Hummelschaukel genannt. Das Laub ersetzt fein gewiegt den Pfeffer in
der Salatsoße. Die Pflanze selber liebt einen sonnigen Standort, aufgrund des hohen Wuchses (bis
160cm) ist ein Auspflanzen im Sommer sinnvoll. Er
sät sich auch sehr gut aus.
Eine Attraktion für Hummeln - der Pfeffersalbei bzw. die
„Hummelschaukel“. Blitzblaue Blüten ragen hoch über
den Blättern und machen so im Spätsommer auf sich
aufmersam. Ganz in rot hingegen der Ananassalbei.
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vielen relativ großen weißen Blüten. Sie wächst gern
über Steine, auch als Duftrasen. Essbare Wildpflanze,
heimisch in gemäßigten Breiten Asiens oder Nordamerikas.
Auch das Bohnenkraut ist nicht nur ein Gewürz, welches
viel zu selten verwendet wird, sondern auch ein beliebtes
Flugziel aller Bienen und Schmetterlinge. Auch hier haben wir vier Sorten im Angebot.
Satureja hortensis - Bohnenkraut
Aus der Region des Schwarzen Meeres und dem östlichen Mittelmeer stammt dieses Gewürz. Bohnenkraut empfiehlt sich als Beigabe zu Hülsenfrüchten,
da dann weniger Blähungsgase gebildet werden. Es
schmeckt aber auch sehr gut zu fetten Fleischgerichten, Rot- und Weißkohl (zusammen mit Thymian),
Suppen, Bratkartoffeln, Kartoffel-, Bohnen- und
Gurkensalat, Wild, Tomaten und Pilzgerichten. Kartoffelpuffer erhalten durch ein wenig Bohnenkraut
ein besonderes Aroma. Es wird auch als Gewürz für
Würste verwendet. Das Bohnenkraut wird einjährig
gezogen.
Satureja montana - Bergbohnenkraut
Im Mittelalter wurde früher jedem Käufer von grünen Bohnen ungefragt Bohnenkraut zusätzlich mitgegeben, daher stammt wohl der Name. Im Prinzip
ist das Bergbohnenkraut nur die mehrjährige, winterharte Form des einjährigen Krauts.
Satureja repanda syn. spicigera Kriechendes Bohnenkraut
Die Pflanze hat keine verholzenden Triebe wie das
Berg-Bohnenkraut, sondern ist eine spät austreibende herbstblühende Staude mit schmalen lanzettlichen Blättern an niederliegenden Trieben und
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Satureja thymbra - Pfefferkraut
Wir lieben vor allem den süß-pfefferscharf-würzig
mediterranen Geruch nach Thymian, Oregano und
Minze sehr und wünschen uns, dass dieses Würzkraut die verdiente Beachtung findet. Im Sommer
sind die schönen Lippenblüten eine ausgezeichnete
Bienenweide! Von Griechenland bis Israel beheimatet und (das ist der einzige Wermutstropfen) in Mitteleuropa (noch) nicht ganz winterhart.
zu haben. Doch vielleicht machen Sie es ja wie die
Griechen und warten erst gar nicht, bis die Erkältung
zugeschlagen hat, sondern trinken immer mal ein
Tässchen. Quasi zur Vorbeugung. Der aromatische
Tee hat eine leichte Bitternote und ein Aroma, das an
Zimt denken lässt.
Stevia rebaudiana - Zuckerblatt
Stevia ist in aller Munde. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen schauen Sie doch in einen Buchladen - oder
einfach ins Internet. Sie werden bestimmt fündig.
Sehr beliebt zeigt sich auch der Griechische Bergtee - neu
in unserem Sortiment.
Sideritis syriaca - Griechischer Bergtee
Trockenheitsliebende Pflanzen brauchen eine vollsonnige und heiße Lage mit gut durchlässigen
Böden. Deshalb sind sie ideal für Steingärten und
Trockenmauern. Der Boden sollte kiesig, mager,
kalkhaltig und nicht zu nährstoffreich sein. Besonders wichtig ist Schutz vor Winternässe. Dann ist die
Frosthärte auch in unseren Breiten recht gut.
Inzwischen hat auch die moderne Wissenschaft die
heilende Wirkung des Griechischen Bergtees nachgewiesen. Durch seine entzündungshemmende und
antibakterielle Wirkung kann dieses Kraut manche
Erkältung und Entzündung der oberen Atemwege
wirksam bekämpfen und das Immunsystem stärken.
Wie beruhigend, ein solches Kraut bei der Hand
Stark im Kommen. Steviablätter sind das traditionelle, praktisch kalorienfreie Süßungsmittel für Matetee – das Nationalgetränk Paraguays. Die Blätter
dieser subtropischen Staude enthalten einen Süßstoff (Steviosid), der die Süßkraft anderer natürlicher
Süßstoffquellen bei weitem übertrifft. Geeignet für
Diabetiker. Durch die Koch- und Backfestigkeit (bis
200°C) und das fehlende Eigenaroma sind die Blätter vielseitig anwendbar: 1 bis 3 von den frischen,
3-8cm langen Blättern genügen, um eine Kanne Tee
(mind. 15min. mitziehen lassen) zu süßen. Oder Sie
vermahlen die getrockneten Blätter in einer elektrischen Kaffemühle und geben das Puder wie Salz
mit dem Streuer an Müsli, Früchte, Rhabarber und
andere Süßspeisen! Der Geschmack ist niemals aufdringlich, unecht oder penetrant wie bei manchen
künstlichen Süßungsmitteln. Ältere Blätter haben
den höchsten Wirkstoffgehalt.
Die Pflanze blüht ab Oktober bis Februar mit kleinen
weißen Blüten. Im Sommer kann Stevia als Kübelpflanze draußen stehen. Ab und zu nachdüngen,
mäßig gießen und die Spitzen auskneifen, damit sie
buschiger wird. Überwinterung: bei 15-20°C, sehr
hell, sparsam gießen. Seit Dezember 2010 auch in
der EU erlaubt!
Talinum paniculatum - Erdginseng, Tu Ren Shen
Bewährte Neuheit! Erdginseng gibt das berühmte
Qi zurück. Es ist eine chinesische Heilpflanze, die
Energie und Kraft gibt um die Leistungsfähigkeit
für Sport, Arbeit und Gesundheit zu verbessern. Die
Heilpflanze enthält viele Vitamine und kann sehr
gut frisch in Salat oder als Spinat gegessen werden.
Die Chinesen nutzen sie täglich um Kraft und den
Alltagsbelastungen zu trotzen. Diese Pflanze hat in
China einen festen Platz in der Heilkunde und wird
ganzjährig als Fensterbankheilkraut genutzt. Sie ist
leicht im Haus zu kultivieren. Das Kraut hat einen
frisch würzigen Geschmack, der nach mehr verlangt.
Es ist eine sukkulente Pflanze die mehrjährig ist,
aber keinen Frost verträgt. Sie gehört zur Familie
der Portulakgewächse, mag Sonne und wird 50 bis
60cm hoch. Das fleischig aufrecht wachsende Kraut
hat glänzend leuchtend grüne Blätter und wunderschöne rote Blüten in Terminalrispen, die mehrmals
im Jahr blühen. Durch Abnehmen der Spitzen wird
die Pflanze noch buschiger und wuchsfreudiger.
Erdginseng ist sehr robust und kaum anfällig für
Krankheiten.
„Tu Ren Shen“ wird auf jedem Markt
in Japan angeboten
- unser Geheimtipp für alle Freunde von gutem Blattgemüse. Aufs Butterbrot, gedünstet in der Pfanne zu Nudeln oder als Salat. Probieren geht über
Studieren!
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Thymus citriodorus - Zitronenthymian
Die kleinen, ovalen Blätter dieser winterharten Staude duften herrlich nach Zitrone. Zitronenthymian
passt besonders gut zu Geflügel, Fisch, scharfen Gemüsen, Fruchtsalat und Konfitüre. Die Sorte `Silver
Queen´ trägt weißliche Blätter, die ihr ein silbriges
Aussehen verleihen. Die Blätter der Sorte `Aureus´
erscheinen gold-gelblich. Die Sorte ´Doone Valley`
fällt durch dunkelgrün und gelb geschecktes Laub
auf.
Thymus herba-barona - Kümmelthymian
Besonders reich blühende, kriechende Art, die mit
der Zeit einen dichten, relativ trittfesten Duftrasen
bildet. Ab Juni schmücken unzählige, dunkelrosafarbene Blüten den Kümmel-Thymian, die sehr gut
Kräuterquarks würzen und zieren können. Das pikante Kümmel-Aroma macht diesen Thymian zu etwas Besonderem und kann überall dort verwendet
werden, wo sonst Kümmel zum Einsatz kommt.
Thymus vulgaris - Thymian
Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze sondern auch eine wichtige Heilpflanze im
Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde
Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten
und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer läßt er
kleine zartrosa Blüten sprießen. Die kleinen Blätter
lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel reiben und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Die
Verwendung von Thymian in der Küche ist vielfältig deshalb nennen ihn die Franzosen auch „Das Herz der
raffinierten Küche“. Zu Suppen, Gemüse (speziell Tomaten, Kartoffeln, Kürbis, Auberginen und Gemüseparika), Fisch, Blut- und Leberwürsten, Hackbraten,
Nieren und Leberknödeln, für Füllungen, mit Wein
und/oder Branntwein, Zwiebeln und Knoblauch zu
Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichten; zu Fleischbrühe und Schalentieren harmoniert er hervorragend.
Auch der Thymian gehört zum Bouquet garni. Das
Thymian- und Quendel-Öl findet bei der Herstellung
von Mundwässern und Zahnpasten Verwendung.
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Übrigens - wussten Sie, dass in der Provence ein junger Mann seiner Angebeteten einen kleinen Strauß
mit Thymianzweigen vor die Tür legt. Der Thymianstrauß gilt dort nämlich als Offenbarung der Liebe erfüllt dort also quasi die Funktion der „Roten Rose“
bei uns.
Valeriana officinalis - Baldrian
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen
Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten
sanft im Winde wiegen. Baldrian wirkt zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper. Bei allen
Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B.
Magengeschwür oder - krämpfe) kann Baldrian als
Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt
werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem
Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuß
und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er
auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden.
Baldrian ist voll winterhart.
Der Schnittknoblauch fasziniert mit seinen wunderschönen Blüten als Kübelpflanze und Gewürzpflanze. Und
nicht vergessen - nach dem Verzehr Küssen erlaubt - er
hinterlässt keinen üblen Nachgeschmack.
Tulbaghia violacea - Schnittknoblauch,
Wühlmausschreck, Knobiflirt
Unermüdlich bringen diese etwa 50 cm hohen
Lauchgewächse immer neue Stiele mit rosafarbenen
Blütenkugeln zwischen den grasartig
schmalen, blaugrünen, intensiv nach Knoblauch
und Zwiebeln riechenden Blatthorsten hervor, die
Lästlinge wie Mücken, Fliegen und Falter fern halten. Während des Sommers im Garten ausgepflanzt,
halten sie Wühlmäuse auf Distanz. Durchlässige Erde
und Wassergaben in größeren Abständen bewahren
die Knollen davor, zu faulen. Ein vollsonniger Platz
ist ideal. Ernte wie Schnittlauch, verwendbar als
Fischgewürz, für Fleisch und Salate, Saucen, Tzaziki;
Knoblauchersatz. Diese Art lässt sich als Kübelpflanze frostfrei einfach überwintern. Als Alternative gibt
es auch den weißblühenden Schnittknoblauch Allium tuberosom, welcher zusätzlich winterhart ist
und somit ganzjährig ausgepflanzt bleiben kann.
pflanze und wichtiger Bestandteil der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM). Die Anwendung des
Eisenkrautes erfolgt zumeist als Tee, Aufguss oder
Tinktur. Zu Beginn der Blütezeit sollten die oberen
Stängelabschnitte mit den Blättern geerntet werden. Es enthält im Wesentlichen Bitter-, Schleimund Gerbstoffe sowie Kieselsäure und wenig ätherisches Öl.
Verbena officinalis ist eine eher kurzlebige Wildstaude, die sich durch Aussaat erhält. Sie bevorzugt
feuchte Böden und ist ein guter Bestandteil in naturnahen Pflanzungen.
Wasabia japonica - Echter Wasabi
Scharfe Neuheit! Wer gerne Sushi und Japanisch isst,
der kennt das Geschmackserlebnis Wasabi. Obwohl
er auch Meerrettich genannt wird, hat er mit dem
Heimischen nichts gemeinsam. Zwar wird grün gefärbter Meerrettich oft als billiger Wasabi als Paste in
Tuben oder Pulver verkauft, der echte Wasabi ist und
bleibt jedoch eine Top-Rarität für Feinschmecker.
In seiner Heimat wächst die Wasabipflanze an seichten Gewässern und braucht deshalb auch bei Ihnen
zuhause ein feuchtes Plätzchen und Schutz vor direktem Sonnenlicht mit Idealtemperaturen zwischen
8 und 20 Grad. Die Blätter der Pflanze können frisch
im Salat verwendet werden. Üblicherweise wird die
„Wurzel“ einfach frisch in die Speise gerieben. Im
Kühlschrank lässt diese sich einige Wochen lagern.
Der vielen Nachfrage wegen jetzt im Sortiment: das Echte
Eisenkraut - Verbena officinalis
Verbena officinalis - Echtes Eisenkraut
Das Echte Eisenkraut ist seit dem Altertum eine
hochgeschätzte Heilpflanze und eine der vier heiligen Pflanzen der Kelten. Wundkraut hieß es bei den
alten Germanen und galt als Wundermittel bei Verletzungen durch Eisenwaffen. Plinius bezeichnete sie
als berühmteste Pflanze der römischen Flora, von der
immer Bündel auf dem Altar des Jupiter lagen.
Sie ist eine unauffällig blühende Heil- und Räucher-
Wenn auch oft von der „Wasabiwurzel“ die Rede ist, so ist
der verwendete Teil der Pflanze ein vertikal wachsender
beblätterter Wurzelstock, von dem man die Blätter entfernt hat.
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Gärtnern mit der Natur
Der Naturkreislauf ist ein geschlossenes, in sich funktionierendes System. Seit Jahrtausenden bildet das Bodenleben immer wiederkehrend neuen nährstoffreichen Humus. Dieses Prinzip wird bei der natürlichen, aber
nur bei der natürlichen Düngung aufgegriffen und gefördert. So kann die Natur ihren gewohnten Kreislauf
fortführen und profitiert zusätzlich von einer regelmäßigen Bodenverbesserung.
„Nur auf einem gesunden Boden wachsen gesunde Pflanzen.“
So lautet die erste und wohl plausibelste Erfolgsformel für einen gedeihenden Garten. Sorgen Sie z. B. mit
Oscorna-Bodenaktivator für aktives Bodenleben und hohe Bodenfruchtbarkeit. Und schon haben Sie die alles
entscheidende Grundlage für ein reiches, gesundes Wachstum Ihrer Pflanzen. Denn mit dem richtigen Rezept
für einen gesunden Boden können Sie in Ihrem Garten viel bewegen.
„Gib nur in den Boden, was der Regenwurm verdauen kann.“
Ist der Boden bereit, ist es wichtig, daß Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und vor allem gesund ernähren. Naturdünger bewähren sich seit Jahrzehnten, denn sie nutzen den Kreislauf von Mutter Natur und verstärken ihn.
Die vielen natürlichen Rohstoffe dienen dem Bodenleben als ausgiebiges Futter. Die enthaltenen Nährstoffe
werden von Millionen Mikroorganismen gleichmäßig und über einen langen Zeitraum hinweg den Pflanzen
kontinuierlich zur Verfügung gestellt.
„Vorbeugen ist besser als heilen.“
Diese Erfahrung verspüren wir täglich am eigenen Leib. Wer also regelmäßig etwas für Seele und Körper tut,
lebt einfach gesünder. Genau so verhält es sich mit den Pflanzen. Wenn der Lebensraum stimmt, wachsen
Pflanzen gesünder und widerstandsfähiger. Achten Sie zum Beispiel auf eine gute Nachbarschaft mit allen
Vorteilen der Mischkultur. Setzen Sie nur Pflanzen in ein gemeinsames Beet, die sich optimal ergänzen. Durch
regelmäßige Fruchtfolge und eine natürliche Bodenbearbeitung wird ein Ermüden des Bodens verhindert.
die gärtnerei zum stift sankt florian
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