SCH AUS PIEL - Theater Bonn

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Schauspiel
theAter Bonn
14 15
Wams giechht
die Welt an
»Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten«, so formulierte
es ein Mitautor des Weltklimaberichts, der Mitte April in Berlin
vorgestellt wurde. Zehn bis zwanzig Jahre hat die Welt noch
Zeit, um den Klimawandel aufzuhalten. Naturkatastrophen,
Hunger, Kampf um Ressourcen, Umweltzerstörung – unser
Planet ächzt und stöhnt unter den Wachstumsbestrebungen
seiner Bewohner. Es kostet uns die Welt, wenn wir nichts tun.
Wir alle wissen das. Und tun trotzdem wenig:
Was geht mich die Welt an.
Bonn ist das Zentrum deutscher Umwelt- und Entwicklungs­
politik und in der weltweiten UN -Landschaft die Stadt, in der
primär an diesen Zukunftsfragen gearbeitet wird. Hier kämpfen
über tausend Experten in NGO s und Organisationen der UNO
gegen die globalen Bedrohungen. Inspiriert von den Begeg­nun­gen mit diesen »Weltrettern« untersuchen wir in dieser Spiel­
zeit, »was die Welt im Innersten zusammenhält« [Faust, Goethe].
»Wir brauchen neue Formen« sagt Prof. Messner vom Deutschen
Institut für Entwicklungspolitik. Neue Formen des Zusammen­
lebens, der Kommunikation. In unserer Weltgesellschaft ist
die globale Kooperation der Schlüssel zur Rettung der Welt.
»Neue Formen« klagt auch der junge Kostja in unserem Spiel­
zeiteröffnungsstück Die Möwe ein und meint damit eine neue
ästhetische Sprache, die auf die Veränderungen der Welt
reagiert. Kostja schreibt ein Stück über die »Weltseele«. Aber
niemand lässt sich davon berühren, niemand versteht dieses
Stück – statt darüber nachzudenken, beschäftigen sich die
Figuren in der Möwe lieber mit Angeln, Tee trinken und mit den
Ausweglosigkeiten ihres Daseins: Was geht mich die Welt an.
Was geht mich die Welt an? Alles! müsste man mit Faust argumentieren, denn die Fakten liegen längst auf dem Tisch: »Der
Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten
sehen!« Nur wie soll die Menschheit angesichts der komplexen
Problemlage aktiv werden? Wir schlafwandeln durch eine vernetzte Welt und sind überfordert von den zahllosen Optionen,
die sich bieten. Mut zur Entscheidung ist wieder gefragt. Bei
un­­serem theatralen Kongress »Save the World« versuchen
Wissen­schaftler, Experten und Künstler, gemeinsam die globalen Probleme der Menschheit zu benennen. Miteinander in
den Dialog treten, das ist immerhin ein Anfang. Wenn Gesell­
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schaften sich wandeln, kann Kunst sinnlich darauf reagieren.
Die Kunst darf den Anschluss an die Welt nicht verlieren.
Das Heutige, das Drängende, darüber sollten wir im Theater
berichten. Zeitlose Figuren und Geschichten, wie sie Goethe,
Camus, Shakespeare und Tschechow entworfen haben, können
dabei helfen, und sie sind nötig, denn ohne die emphatische,
sinnliche Sprache der Kunst fehlte unserer Haltung zur Welt
eine ganze, lebendige Dimension. In Stücken, Diskussionen,
Performances, Projekten und philosophischen Endzeit-Revuen
soll unsere Spielzeit davon erzählen, wie eng persönliche,
scheinbar private Befindlichkeit und gesellschaftliches Wirken,
der Zustand der Welt miteinander zusammenhängen. Wir
berichten als Theater aus und für Bonn von einem torkelnden
Planeten, der sich mit Ordnungen blendet [H. Müller].
Nicola Bramkamp
und das Team des Schauspiel Bonn
»Wie es bleibt, ist es nicht«, diesen Satz von Heiner Müller haben
wir als programmatischen Blickfang auf den Torbogen des Foyers
der Kammerspiele geschrieben. Prozess und Wandel – das soll
unsere Arbeit in Bonn prägen. Der Tod unseres Freundes und
Hausregisseurs Joerg Zboralski im März 2014 hat uns auf schmerzhafte Weise spüren lassen, wie wenig, was ist, bleibt. Wir trauern
um einen klugen, schlagfertigen Menschenfreund, in dessen Sinn
wir weitermachen werden.
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Halle Beuel 3 – 5
Okt
2014
Kongress
SAVE THE WORLD
Eine utopische Expedition mit Experten, Künstlern
und Wissenschaftlern
Go out there and have the courage to try something,
go out and do something good.
[Phantom Zero, Superhero, New York]
Ist die Welt noch zu retten? Oder sind die »letzten Tage der
Menschheit« [Karl Kraus] schon angebrochen? Wir wohnen in
einem globalen Dorf und die Zeitbomben ticken. Aber wer arbeitet an den Lösungen für die dringlichsten Probleme – Hunger,
Klimawandel, militärische Konflikte? Die Wissenschaft? Die
Politik? Die Kunst? Dieser Frage wollen wir mit einem »theatralen Kongress« nachgehen. Denn hier, in dieser Stadt, in Bonn
arbeiten sie, die Weltrettungs-Experten der UN und NGO s.
Gemeinsam mit Künstlern verschiedener Sparten gestalten
internationale Forscher ein sinnlich erfahrbares Ereignis aus
Musik, Wissenschaft und Kunst.
Konzept und Künstlerische Leitung
Nicola Bramkamp, Andrea Tietz
von & mit
Monique Barbut [UNCCD], Mirja Biel [Regisseurin], Jaap Blonk
[Klangpoet, Performer], Nicola Bram­kamp [Kuratorin, Dramaturgin],
Prof. Dr. Joachim von Braun [Welt­hunger­hilfe, ZEF], Richard Dictus
[UNV], Daniela Ebert [Projekt­referentin Beethovenfest], Christina
Figueres [UNFCCC], Dr. Martin Frick [Auswärtiges Amt], Sven-Daniel
Gettys [Wissen­schaftler, Science Slam], half past selber schuld [Hörund Bühnencomic-Produzen­ten], Dr. Lothar Kittstein [Autor, Dramaturg],
Folke Köbberling [bildende Künstlerin], Bernadette La Hengst
[Musikerin, Regisseurin], Jörg Lukas Matthaei [Regisseur, matthaei &
konsorten], Prof. Dr. Dirk Messner [DIE], Nick Nuttal [UNFCCC],
Prof. Dr. Jakob Rhyner [UNU / UNU-EHS], Prof. Dr. Bettina Schlüter
[Forum Internationale Wissen­schaft], The Company [Performerkolletiv],
Andrea Tietz [Kuratorin, Produzentin], Dr. Detlef Virchow [ZEF], Prof.
Dr. Nike Wagner [Intendantin Beethovenfest], Patrick Wengenroth
[Regisseur, Kreateur], Judith Wilske [Ökonomin, Regisseurin], u. a.
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»SAVE THE WORLD«
Ein Projekt des Theater Bonn in Kooperation mit dem Beet­
hovenfest Bonn. In Zusammenarbeit mit dem DIE – Deutschen
Institut für Entwicklungs­politik, der UNCCD – Sekretariat zur
Bekämpfung der Desertifikation, der UNFCCC – Sekretariat des
Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klima­
veränderungen, dem UNV – Freiwilligenprogramm der
Vereinten Nationen, der UNU-VIE – Universität der Vereinten
Nationen, dem UNU-EHS – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit, der Welthungerhilfe, dem ZEF – Zentrum für
Entwicklungs­forschung, Universität Bonn und dem Forum
Internationale Wissenschaften, Universität Bonn.
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und
Sport des Landes NRW. Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Bonn.
3. – 5. Okt 2014, Halle Beuel
WELCOME TO TEDxBONN
Wir glauben leidenschaftlich an die Macht der Ideen und
der persönlichen Einstellungen, das Leben und schließlich die Welt
zu verändern.
[www.ted.com]
Im Rahmen des Kongresses findet die weltweite Innovations­
konferenz TED x erstmals in Bonn statt. In nur je­­weils 18 Minu­
ten präsentieren Experten ihre außer­gewöhnlichen Ideen und
zukunftsweisenden Erkennt­nisse zu Globalisierung, Techno­
logie und Wissenschaft. TED x ist ein anregendes und unterhaltsames Forum für neugierige, wissenshungrige Menschen, die
die Welt in ihrer Komplexität und Diversität verstehen wollen.
Begrenzte Zuschauerzahl / Bitte Personalausweis mitbringen
Weitere Informationen unter www.tedxbonn.org
TEDx in Kooperation mit dem Theater Bonn
1. Okt 2014, Weltsaal, Auswärtiges Amt
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Spielzeit 2014 / 2015
SAVE THE WORLD
Halle Beuel
3. – 5. okt 2014
Kongress Eine utopische Expedition mit Experten, Künstlern und Wissenschaftlern
Kammerspiele
DIE MÖWE
12. Sept 2014
Komödie in vier Akten von Anton Tschechow
Regie: Sebastian Kreyer
ANATOL
Werkstatt
14. Sept 2014
Schauspiel von Arthur Schnitzler
Regie: Sebastian Schug
Halle Beuel
KÖNIGSDRAMEN I + II
3. okt 2014
Träume und Trümmer
nach den Rosenkriegen von William Shakespeare
Regie: Alice Buddeberg
Kammerspiele
9. nov 2014
DIE WILDEN SCHWÄNE
[UA]
Ein Märchen für die ganze Familie von Kristo Ş agor
nach Hans-Christian Andersen | Regie: Kristo Şagor
unterwegs
ab nov 2014
DIE LETZTEN FRAGEN
DER MENSCHHEIT
Ein Projekt von Bernhard Dechant & Alice Buddeberg
Regie: Alice Buddeberg
Halle Beuel
CALIGULA 28. Nov 2014
von Albert Camus | Regie: Martin Wuttke
Kammerspiele
29. nov 2014
GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN
nach dem Roman von
Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos
Regie: Mirja Biel
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Premieren
DER VOLKSHAI [UA] 24. Jan 2015
von Nolte Decar | Regie: Matthias Rippert
Werkstatt
Kammerspiele
HIOB 5. Feb 2015
nach dem Roman von Joseph Roth | Regie: Sandra Strunz
Werkstatt
8. Feb 2015
DIE LETZTEN HUNDERT JAHRE
DER MENSCHHEIT [UA]
CHRONIK EINES TORKELNDEN PLANETEN
Eine philosophische Endzeit-Revue von Patrick Wengenroth
Regie: Patrick Wengenroth
Werkstatt
27. März 2015
eine nacht lang familie
[UA]
von Sabine Harbeke | Regie: Sabine Harbeke
Kammerspiele
FAUST
17. April 2015
DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL
von Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Alice Buddeberg
Halle Beuel
23. April 2015
HERZ DER FINSTERNIS
nach einer Erzählung von Joseph Conrad
Regie: Jan-Christoph Gockel
Werkstatt
12. Juni 2015
TRAURIGKEIT UND MELANCHOLIE
[UA]
von Bonn Park | Regie: Mina Salehpour
Kammerspiele
13. Juni 2015
SCHLAFENDE HUNDE
[UA]
von Oliver Bukowski & Lothar Kittstein
Regie: Martin Nimz
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Spielzeit 2014 / 2015
Kammerspiele
Herbst 2014
Leonce und Lena
von Georg Büchner
Regie: Biel/Zboralski
Treffpunkt Kammerspiele
sept 2014
Schatten :: Frau
[UA]
Ein Projekt für je einen Zuschauer von
Ber nh a r d Mik esk a & L o t h a r K i t t st ein
Regie: Bernhard Mikeska
Werkstatt
Nullzeit
sept 2014
[UA]
nach dem Roman von Juli Zeh
für die Bühne bearbeitet von Ber nh a r d St udl a r
Regie: Sebastian Kreyer
Werkstatt
Okt 2014
Die Opferung
von Gorge Mastromas
von Den nis K elly
Regie: Stefan Rogge
Kammerspiele
Okt 2014
Die Wildente
Schauspiel von Henr ik Ibsen
Regie: Martin Nimz
Kammerspiele
Waffenschweine
Okt 2014
[UA]
Ein Theaterprojekt über schlagende Verbindungen von
Nicol a Br a mk a mp & Volk er L ösch
nach dem Dokumentarstück Bier, Blut und Bundesbrüder
von Gesine Schmid t
Regie: Volker Lösch
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WIEDERAUFNAHMEN
Kammerspiele
Okt 2014
Ansichten eines Clowns
nach dem Roman von Heinr ich Böll
Regie: Alice Buddeberg
Kammerspiele
Jan 2015
Die Nibelungen
Ein deutsches Trauerspiel von Fr iedr ich Hebbel
Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Halle Beuel
Metropolis
nach dem Film von Fr i t z L a ng
und dem Roman von T he a von H a r bou
Regie: Jan-Christoph Gockel
Halle Beuel
Welt am Draht
nach dem Film von R a iner Wer ner Fa ssbinder
Regie: Biel/Zboralski
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Kammerspiele 12
sept
2014
Premiere
DIE MÖWE
Komödie in vier Akten von Anton Tschechow
Tschechows Komödie beginnt mit einem Schuss – und endet
mit einem. Zuerst trifft es eine Möwe, dann den jungen Kostja.
Der angehende Schriftsteller scheitert mit seiner bedingungs­
losen Rebellion gegen eine im Stillstand verhaftete Welt.
Kostjas kleine Weltbühne, die Spielplatz ist für Tschechows
feinlächelnd scharfe Gegenwartsanalyse, spielt auf dem Landgut
seiner Familie. Dorthin hat man sich für den Sommer zurückgezogen, und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht Kostjas
Mutter, die berühmte Schauspielerin Arkadina. Kostja, von
Tatendrang und neuen Ideen durchdrungen, liebt Nina. Die
junge Frau will als Schauspielerin Karriere machen und soll in
Kostjas neuem Theaterstück die Hauptrolle spielen. Ein symbolistisches Dramolett, das mit den Traditionen brechen will:
»Neue For­men!«, ruft das wilde Künstlergenie aus. Doch die
interessieren niemanden. Daran wird Kostja zerbrechen.
Regisseur Sebastian Kreyer brachte in der letzten Spielzeit die
Uraufführung von Juli Zehs Roman Nullzeit auf die Werk­statt­
bühne. Er inszenierte bisher auch am Schauspiel Köln, am
Münchner Volkstheater und am Schauspielhaus Hamburg;
2013 wurde er zum Münchner Theaterfestival RADIKAL JUNG
eingeladen. Mit Tschechows Komödie eröffnet Kreyer die
Spielzeit in den Kammerspielen.
Regie Sebastian Kreyer
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14
sept
Werkstatt 2014
Premiere
ANATOL
Schauspiel von Arthur
Schnitzler
Was gehen Anatol die großen Probleme der Welt an? Anatol
liebt – und leidet. Denn wie kann er sicher sein, dass ihm die
Frauen, die er liebt auch wirklich treu sind? Anatol sucht.
Atemlos. Nach der einen, wahren Liebe. Dass er es auf dieser
Suche mit vielen Frauen versuchen muss, versteht sich von
selbst. Auch dass es nicht seine Schuld ist, dass die Beziehun­
gen, die er eingeht, nicht von Dauer sein können. Schließlich
sind es die Frauen, denen man einfach nicht über den Weg trauen kann. Armer Anatol. Wie soll er sie bloß finden, die Eine, die
Einzige? Wie kann er sich je sicher sein? Ist jede Liebe nur ein
Paradies auf Zeit? Oder gar eine Illusion? Zum Glück hat Anatol
seinen guten Freund Max, der ihm in allen Stürmen des Lebens
zur Seite steht. Die Frauen kommen und gehen, Max bleibt.
Regisseur Sebastian Schug, gebürtiger Rheinländer, inszenierte
zuletzt an den Staatstheatern in Kassel und Karlsruhe, am
Nationaltheater Mannheim und an den Schauspielhäusern
in Wien und Graz. Er arbeitet erstmals in Bonn und eröffnet
mit Anatols sprühend komischen und hochdramatischen
Liebesabenteuern die Werkstatt.
Regie Sebastian Schug
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3
Okt
Halle Beuel 2014
Premiere
KÖNIGSDRAMEN I + II
Träume und Trümmer
nach den Rosenkriegen
von William Shakespeare
übersetzt von Thomas Melle
König Richard II. verbannt den des Hochverrats angeklagten
Heinrich Bolingbroke aus seinem Reich – doch der kehrt
bald zurück, zwingt den König zur Abdankung und besteigt
als Heinrich IV. den Thron. Kaum gekrönt, beginnt der neue
Herrscher sich vor der Rache seines Vorgängers zu fürchten.
Plötzlich scheint es zur Sicherung des eigenen Lebens unabdingbar, dass Richard stirbt. So beginnt eine Kette von
Ereignissen, die England fast 100 Jahre lang nicht zur Ruhe
kommen lässt. Aufstände zerreißen das Land, Verrat bedroht
die Könige, und bald versinkt das Reich für Jahrzehnte im
offenen Bürgerkrieg. Shakespeares Königsdramen Richard II.,
Heinrich IV., Heinrich V., Heinrich VI. und Richard III. sind eine
atemberaubende Polit- und Familien­saga, ein gewaltiges Werk
über den Willen zur Macht und den fatalen menschlichen Hang
zur Selbstzerstörung.
Hausregisseurin Alice Buddeberg bringt den gesamten Zyklus
in zwei Teilen auf die Bühne – ein außergewöhnliches Theater­
erlebnis, das zugleich den Auftakt des theatralen Kongresses
Save the World bildet. Der Dramatiker Thomas Melle hat
gemeinsam mit Alice Buddeberg die Stücke bearbeitet und für
das Theater Bonn neu übersetzt.
Regie Alice Buddeberg
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9
nov
Kammerspiele 2014
Uraufführung
DIE WILDEN SCHWÄNE
Ein Märchen für die ganze Familie von Kristo Şagor nach Hans-Christian Andersen
für die Bühne bearbeitet von Kristo Ş agor
Die wilden Schwäne erzählt auf liebevolle Weise die abenteuerliche Geschichte der schönen Prinzessin Elisa, deren Brüder
von der bösen Stiefmutter in Schwäne verwandelt wurden. Von
zuhause fortgejagt, lässt Elisa nichts unversucht, um ihre Brüder
zu befreien, um dann am Ende wieder glücklich mit ihnen
vereint zu sein. Andersens Märchen ist eine herz­erwärmende,
fantastische Geschichte für jung und alt, die von selbstloser und
unbedingter Liebe erzählt, für die es sich immer zu kämpfen
lohnt.
Regisseur und Theaterautor Kristo Şagor, der für seine vielbeachteten klugen Kinder- und Jugendtheaterabende bereits
etliche Preise erhielt, unter anderem den angesehenen Theater­
preis »Faust «, wird in einer eigenen Fassung Andersens Mär­
chen auf die Bühne der Kammerspiele bringen, und sich damit
erstmals dem Bonner Publikum vorstellen.
Regie Kristo Şagor
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unterwegs ab
Nov
2014
DIE LETZTEN FRAGEN
DER MENSCHHEIT
Ein Projekt von Bernhard Dechant und
Alice Buddeberg
Herrscht Krieg in der Ukraine? Frieden in Sarajevo? Wer ist
warum, wo und wann fremd in Europa? Gibt es im politischen
und/oder im geografischen Sinne eigentlich noch so etwas
wie ein Zuhause? Ist es gefährlich, an einen Gott zu glauben?
Brauchen wir wirklich immer noch Geld, oder haben wir nicht
langsam genug davon? Wofür eigentlich mehr Demokratie
wagen? Ist der Kommunismus nun wirklich endgültig begraben? Wie lange erträgt uns Mutter Erde noch? Oder wir sie?
Schauspieler und Performer Bernhard Dechant, Hausregisseurin
Alice Buddeberg sowie Schauspieler des Bonner Ensembles
setzen die mit dem Kongress Save the World begonnene theatrale Forschungsreise fort und stellen diese und andere letzte
Fragen an unsere Gegenwart.
Konzept & Regie Bernhard Dechant, Alice Buddeberg
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19
28
Nov
Halle Beuel 2014
Premiere
CALIGULA
von Albert
Camus
Camus entscheidet sich für die Tragödie und gegen das intellektuelle Drama, als er 1938 die Arbeit an seinem ersten Theater­
stück Caligula aufnimmt, in dem er die Figur des dritten römischen Kaisers einen Erkenntnisprozess mit tödlichem Ausgang
durchleben lässt.
Camus hat es beschrieben: »Caligula, ein bis dahin eher
liebens­werter Kaiser, entdeckt beim Tod seiner Schwester und
Geliebten, Drusilla, dass die Welt schlecht eingerichtet ist.
Von diesem Tag an versucht er, vom Verlangen nach dem
Unmöglichen besessen, von Verachtung und Grauen vergiftet,
durch Mord und systematische Umkehrung aller Werte eine
Freiheit zu üben, die er letzten Endes als falsch erkennen wird.«
Dem muss man nicht viel hinzufügen. Man könnte hier aber gut
mit den Worten schließen, mit denen der – wie auch Caligula
und Camus – Zeit seines Lebens erkrankte französische
Schriftsteller, Schauspieler und Theatertheoretiker Antonin
Artaud seine Darstellung des Tyrannen Heliogabal enden lässt:
»Ein solches Leben, gekrönt von einem solchen Tod, spricht, wie
mir scheint, für sich selbst.«
Martin Wuttke, mehrfach zum Schauspieler des Jahres gewählt
und einem breiten Publikum durch seine Fernsehrolle als
»Tatort«-Kommissar bekannt, arbeitet regelmäßig auch als
Regisseur. Er inszenierte u. a. Der eingebildete Kranke nach
Molière und Trompe l’amour nach Balzac an der Berliner
Volksbühne, wo er derzeit außerdem in Inszenierungen von
Frank Castorf und René Pollesch als Schauspieler auf der Bühne
steht. Caligula ist seine erste Arbeit in Bonn.
Regie Martin Wuttke
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Kammerspiele 29
nov
2014
Premiere
GEFÄHRLICHE
LIEBSCHAFTEN
nach dem Roman von Pierre-Ambroise-François
Choderlos de Laclos
Aus Rache beauftragt die Marquise Merteuil den Verführer
Valmont, die blutjunge Cécile de Volanges noch vor ihrer Hoch­
zeit zu entjungfern. Gelingt ihm das, darf er mit der Marquise
eine Liebesnacht verbringen. Valmont führt den Auftrag aus
– eigentlich hat er es aber darauf abgesehen, das Herz der verheirateten Marie de Tourvel zu erobern, die für ihre moralischen
Grundsätze bekannt ist. Diese Tat soll seine Laufbahn als eiskalter Meisterverführer krönen. Doch was als frivoles Experiment
beginnt, gerät bald außer Kontrolle – die beiden Intriganten,
die so gekonnt mit den Gefühlen anderer spielen, werden selbst
in einen Strudel von Begierde und Hass hineingerissen, der
schließlich ihr Leben bedroht. 1782 erschienen, ist Gefährliche
Liebschaften weit mehr als ein Sittengemälde des ancien régime
– der Roman zeichnet das frappierend aktuelle Bild einer
Gesellschaft, deren vergnügungssüchtige Ober­flächlichkeit sie
zum Untergang verdammt.
Hausregisseurin Mirja Biel hat gemeinsam mit Joerg Zboralski
bereits Leonce und Lena auf die Bühne der Kammerspiele
gebracht; zuletzt inszenierten Biel/Zboralski in der Halle Beuel
Welt am Draht nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder.
Regie Mirja Biel
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24
jan
Werkstatt 2015
Uraufführung
Der Volkshai
von Nolte
[AT]
Decar
Eine Koproduktion mit dem Max-Reinhard-Seminar Wien
Nach der Uraufführung des etwas anderen »Königsdramas«
Helmut Kohl läuft durch Bonn, 2014 eingeladen zu den Autoren­
theatertagen ans Deutsche Theater Berlin, kommt 2014/15
mit Der Volkshai [AT] ein neues Stück des erfolgreichen
Theater­autorenduos Jakob Nolte und Michel Decar auf die
Werkstattbühne. Inszenieren wird das in Koproduktion mit
dem Wiener Max-Reinhard-Seminar entstehende Stück der
Regiestudent Matthias Rippert.
Der Schauplatz: Rimini im Jahr 1990. Italien im WM-Fieber.
Für den Touristenansturm wird die kaputte Stadt auf links
gedreht und auf Hochglanz gebürstet, um wie jüngst Sotschi
oder Katar als »Eldorado des internationalen Sports auf Zeit«
zu bestehen. Was hinter den Kulissen geschieht, bleibt wohlweislich unter Verschluss. Doch dann protestiert eine junge
Aktivistin gegen dieses System der Verschleierung, Macht- und
Profitgier. Ihr Protest wird jedoch ignoriert, und so sagt sie den
Verantwortlichen den Kampf an. Brot und Spiele für das Volk!
Und der Preis dafür … Für ihre theatrale Systemanalyse globa­ler Sportereignisse konfrontieren Nolte Decar Motive aus
Ibsens Drama Ein Volksfeind mit Steven Spielbergs Kultfilm
Der weisse Hai: Ein Spiel um politische Interessen, das Deckeln
von Missständen – und um den Willen zum Widerstand gegen
korrupte Verhältnisse.
Regie Matthias Rippert
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22
Kammerspiele 5
feb
2015
Premiere
HIOB
nach dem Roman von Joseph
Roth
Der Torahlehrer Mendel Singer und seine Familie leben in ärmlichen Verhältnissen im fiktiven Schtetl Zuchnow in Russland.
Ihr viertes Kind, Menuchim, wird geboren und scheint geistig
stark behindert: Menuchim spricht kaum, ist vollkommen
passiv und wird bald von seinen Geschwistern gemieden und
gequält. Als Mendels Frau Deborah Rat bei einem Wunderrabbi
sucht, sagt dieser Menuchim eine große Zukunft voraus. Die
Eltern dürften ihn keinesfalls aufgeben. Doch plötzlich bietet
sich der Familie die Möglichkeit, nach Amerika auszuwandern,
ein besseres Leben in einem freien Land ist endlich in Sicht.
Aber Mendel und Deborah dürfen nur fahren, wenn sie sich entschließen, Menuchim in Russland zurückzulassen.
Regisseurin Sandra Strunz inszenierte u. a. bereits am
Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel
Hannover sowie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg;
Joseph Roths ebenso berührende wie verstörende Geschichte
über Leiden, Freiheit und das Streben nach Glück in der modernen Welt ist ihre erste Arbeit in Bonn.
Regie Sandra Strunz
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Werkstatt 8
feb
2015
Uraufführng
DIE LETZTEN
HUNDERT JAHRE DER
MENSCHHEIT
CHRONIK EINES TORKELNDEN PLANETEN
Eine philosophische Endzeit-Revue von Patrick Wengenroth
Unser Planet torkelt. Wir stecken mittendrin in einer globalen Krise, die viele Gesichter hat – und weder Technik und
Wissenschaft, noch Kunst oder Religion scheinen einen
Ausweg aus der Abwärtsspirale aufzeigen zu können. »Das
Raumschiff Erde hat keinen Notausgang« und saust mit hoher
Geschwindigkeit seinem endgültig letzten Crashtest entgegen.
Regisseur Patrick Wengenroth, der regelmäßig an der Berliner
Schaubühne inszeniert, ist Spezialist für intelligent-ironische
Zitatmontagen im Geiste einer »fröhlichen Wissenschaft«. Mit
einem Projekt zwischen Schauspiel, Performance, Philosophie
und Pop unternimmt er eine theatrale Bestandsaufnahme:
Schauspieler des Bonner Ensembles konfrontieren sich und
uns mit dem »unmöglichen Haufen« einer hundertjährigen
Menschheits- und Philosophiegeschichte, fragen nach den
Möglichkeiten des Fortbestandes unserer absurden menschlichen Existenz auf Erden und suchen zwischen Thesen, Theorien
und Traumata der Geschichte nach einem Ausweg aus der
Überforderung.
Regie Patrick Wengenroth
SEITE
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27
märz
werkstatt 2015
Uraufführung
eine nacht lang
familie
von Sabine
Harbeke
plötzlich weiss margrit, wie sie mit ihrem leben umgehen möchte:
noch diese eine nacht inmitten ihrer nächsten, dann ist gut ... die
masken fallen ... und die nacht nimmt unaufhaltsam ihren lauf ...
Sabine Harbeke, seit 2009 Leiterin der Regieklasse an der
Zürcher Hochschule der Künste und eine der meistgespielten
Schweizer Dramatikerinnen, entwirft eine Familie, wie wir
sie alle kennen. Einen Kosmos der Vergeblichkeiten, in dem
die Figuren trotz der Kargheit des Alltags den Humor nicht
verlieren, den Widrigkeiten des Schicksals ihre Sehnsüchte
und Hoffnungen abtrotzen und manchmal am Rande des
Wahnsinns einen Augenblick der Glücksseligkeit finden. Wie
immer also und doch einmalig.
eine nacht lang familie ist eine Stückentwicklung, für die Sabine
Harbeke Schauspielern des Bonner Ensembles ihre Rollen
auf den Leib geschrieben hat. Zudem sind Recherchen in der
Stadt, wie z. B. Interviews mit Bonner Konvertitinnen und
Hafenarbeitern in die Arbeit eingeflossen.
margrit schaut sich um, es ist ihr fest. ein erstes fest der familie seit
jahren ...
Regie Sabine Harbeke
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17
april
Kammerspiele 2015
Premiere
FAUST
DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL
von Johann
Wolfgang von Goethe
Goethes klassische Tragödie über den Universalgelehrten
Heinrich Faust, der in der Mitte seines Lebens in eine tiefe Krise
gerät und einen Teufelspakt mit Mephisto schließt: Mit dessen
Hilfe will Faust endlich Erkenntnis darüber zu erlangen, »was
die Welt im Innersten zusammenhält«. Aber wem der Teufel
die Welt gibt, dem zerstört er sie zugleich – denn indem Faust
seine Seele verkauft, verliert er zugleich seine Empfindsamkeit,
die Verbindung zur Umwelt: Am Ende seiner Reise, die er mit
Mephisto unternimmt, hat Faust das geliebte Gretchen zugrundegerichtet und muss erkennen, wie unzulänglich, ja destruktiv
das menschliche Streben nach Erkenntnis und Weltherrschaft
ist. Helfen kann am Ende nur noch Mephistos ewiger Gegner:
Gott.
Die Bonner Hausregisseurin Alice Buddeberg inszeniert
Goethes Tragödie über die Verlorenheit des modernen Indivi­
duums in einer Welt, die der Mensch, der keine Liebe in sich
hat, weder beherrschen noch wirklich erkennen kann.
Regie Alice Buddeberg
SEITE
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Halle Beuel 23
april
2015
Premiere
HERZ DER FINSTERNIS
nach der Erzählung von Joseph Conrad
für die Bühne bearbeitet von Jan-Christoph Gockel
und David Schliesing
Dem dunklen Kontinent wollten sie Licht bringen, und verbreiteten doch nur mehr Finsternis. Der Kolonialismus am
Ende des letzten Jahrhunderts ist ein schwarzes Kapitel europäischer Geschichte. Eindrucksvoll schildert Joseph Conrad
davon in seiner auf autobiografischen Erfahrungen basierenden
Erzählung Herz der Finsternis. Darin erzählt Conrad von dem
Seemann Marlow und seiner Suche nach dem mysteriösen
Elfenbeinhändler Mr. Kurtz. Dieser hat im kongolesischen
Dschungel einen eigenen Staat errichtet, in dem er gottgleich
mit brutaler Härte über die Eingeborenen herrscht. Die
Erzäh­lung ist Ausgangsmaterial für das neue Theaterprojekt
von Jan-Christoph Gockel. Gleich dem Protagonisten geht
Gockel der Frage nach, wie sehr das »Böse« als Spaltprodukt
des Gutgemeinten auch heute noch gilt. Hat Europa dazu
beigetragen, Menschen wie Mr. Kurtz hervorzubringen?
Das Schreckensspiegelbild einer allzu sendungsbewussten
Zivilisation?
Jan-Christoph Gockel, ab 2014 Hausregisseur am Staatstheater
Mainz, setzt mit Herz der Finsternis seine theatrale Beschäfti­
gung mit dem Themenkomplex um den europäischen
Kolonialismus und dessen bis heute bestehenden Folgen fort.
Für sein in Stuttgart inszeniertes Projekt KongoMüller reiste er
eigens Anfang 2014 zu Recherchen in den Kongo. Am Theater
Bonn inszenierte er in der vergangenen Spielzeit Metropolis
nach dem Film von Fritz Lang und Thea von Harbou in der
Halle Beuel.
Regie Jan-Christoph Gockel
SEITE
27
12
juni
Werkstatt 2015
Uraufführung
TRAURIGKEIT UND
MELANCHOLIE
von Bonn
Park
George ist der letzte seiner Art. Und weil George schon mehrere
hunderttausend Jahre auf dem Panzer hat, hat er seine ganz
eigenen Erkenntnisse über die Welt gewonnen. In allumfassen­
der Einsamkeit präsentiert er anrührende und merkwürdige
Geschichten von Zeit-, Tausch- und Liebesverhältnissen.
»Som­­mer, Herbst, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, Winter,
Frühling, Sommer, Herbst, und so weiter. Sonnenuntergang,
Sonnenaufgang. Weltuntergang, Weltaufgang. Hundertfach«,
George hat alles erlebt. Und er verrät, wie das Arm-BeineMensch-Verhältnis durcheinandergekommen ist, wie man
Wissen gegen Neugier tauscht und die gnadenlosen Details
über das wahre Ende von Rapunzel.
Der junge Autor Bonn Park, aufgewachsen in Berlin, Korea und
Paris, schrieb mit Traurigkeit und Melancholie ein fragmentarisches Stück über die komisch-sensiblen, verwirrenden und
zutiefst hellsichtigen Betrachtungen einer Riesenschildkröte
von nicht geringem Verstand. Regie führt Mina Salehpour, die
bereits mit ihren ersten Inszenierungen zahlreiche Ur- und
deutsche Erstaufführungen in Hannover, Karlsruhe, Braun­
schweig und Berlin realisierte. 2012 wurde sie von Theater Heute
als beste Nachwuchskünstlerin nominiert, 2013 erhielt sie den
Deutschen Theaterpreis DER FAUST .
Regie Mina Salehpour
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13
juni
kammerspiele 2015
Uraufführung
SCHLAFENDE HUNDE
von
Lothar Kittstein &
Oliver Bukowski
25 Jahre Mauerfall: Die beiden Autoren Oliver Bukowski,
geboren 1961 in Cottbus, und Lothar Kittstein, geboren 1970
in Trier, schreiben gemeinsam an einer Geschichte mit zwei
Seiten. Ihr »Wende-Stück« richtet den Blick jen­­seits politischer
Großereignisse auf den Mikrokosmos Familie. Ein Todesfall
konfrontiert die Figuren ungefragt mit Vergan­genem und
Verdrängtem, reißt Wunden auf, von denen der eine oder
andere nicht einmal wusste, dass er sie hat. Es ist der Moment,
an dem plötzlich ein falscher Satz, ein Lachen an falscher
Stelle Minen hochjagt und »schlafende Hunde« weckt. Aus
unterschiedlichen, biografisch geprägten Perspektiven erzählen Bukowski und Kittstein von Aufbrüchen und Verlusten,
Assimilation und Verunsicherung. Wie geeint sind die Geeinten
wirklich? In einem Land, nach 25 Jahren, wagen zwei Autoren,
Ost und West, den gemeinsamen Blick zurück nach vorn und
die riskante Suche nach einer Wahrheit im Dazwischen. Regie
führt der gebürtige Brandenburger Martin Nimz, der u. a.
am Schauspiel Frankfurt, am Theater Konstanz und an den
Staatstheatern Dresden, Karlsruhe und Saarbrücken inszenierte.
In Bonn brachte er zuletzt Ibsens Wildente auf die Bühne.
Regie Martin Nimz
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WIEDERAUFNAHMEN
Kammerspiele
Herbst 2014
Leonce und Lena
»Mein Kopf ist ein leerer Tanzsaal.«
Ein Plädoyer für sinnfreudigen Müßiggang von Georg Büchner
Es spielen Benjamin Berger, Samuel Braun, Thomas Hatzmann,
Glenn Goltz, Johanna Falckner, Julia Keiling, Knarf Rellöm,
Sören Wunderlich
Regie & Bühne Biel / Zboralski | Kostüme Petra Winterer Musik Knarf Rellöm | Dramaturgie Nicola Bramkamp
Treffpunkt Kammerspiele
sept 2014
Schatten :: Frau
[UA]
»Was glaubst du, wer du bist?«
Die Grenze zwischen Fiktion und Realität verwischt in dieser
Erkundung für jeweils einen Beobachter von Bernhard
Mikeska und Lothar Kittstein. Eine Annäherung an eine
Politikerfrau im Schatten der Macht.
Es spielen Mareike Hein, Julia Keiling, Birte Schrein
Stimme Esther Hausmann
Regie Bernhard Mikeska | Text Lothar Kittstein | Bühne Michaela Kratzer | Kostüme Almut Eppinger | Sounddesign
Gregor Schwellenbach | Dramaturgie Nina Steinhilber
Werkstatt
Nullzeit
[UA]
sept 2014
»Du redest zuviel.«
Ein Höllentrip ins Paradies, ein skurril-komischer und
abgründiger Tauchgang in menschliche Abgründe nach dem
Roman von Juli Zeh.
Es spielen Sophie Basse, Johanna Falckner, Glenn Goltz,
Jonas Minthe
Regie Sebastian Kreyer | Bühne und Kostüme Lena Thelen | Dramaturgie Stawrula Panagiotaki
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WIEDERAUFNAHMEN
Werkstatt
Okt 2014
Die Opferung
von Gorge Mastromas
»Was ich sage, interessiert dich das? Ich, wer ich bin?«
Dennis Kellys Stück über ein Leben ohne Gewissen als
Erfolgs­modell.
Es spielen Bernd Braun, Johanna Falckner, Maya Haddad, Alois
Reinhardt, Wolfgang Rüter, Sören Wunderlich
Regie Stefan Rogge | Bühne und Kostüme Malte Lübben | Dramaturgie David Schliesing
Kammerspiele
Die Wildente
Okt 2014
»Jetzt wird alles gut. Jetzt fangen wir ein neues Leben an.«
Wieviel Wahrheit verträgt das Glück eines Menschen?
Henrik Ibsens Schau­spiel erzählt, wie eine Familie durch ein
Zuviel an Wahrheit und den Verlust aller Gewissheiten auseinander bricht.
Es spielen Bernd Braun, Benjamin Grüter, Maya Haddad,
Özgür Karadeniz, Wolfgang Rüter, Lydia Stäubli, Nina Tomczak,
Sören Wunderlich
Regie Martin Nimz | Bühne und Filmanimation Manuel Kolip Kostüme Jutta Kreischer | Sound- und Grafikdesign Lars Figge Dramaturgie Nina Steinhilber
Kammerspiele
Waffenschweine
Okt 2014
[UA]
»Hier kann man ganz friedlich männlich sein.«
Ein Theaterprojekt über schlagende Verbindungen von Nicola
Bramkamp und Volker Lösch nach dem Dokumentarstück
Bier, Blut und Bundes­brüder von Gesine Schmidt.
In Bonn mit seinen über 50 Verbindungen wirft Regisseur
Volker Lösch einen tiefen Blick in die Welt der archaisch anmutenden Rituale von Mensur und Bierverschiss, von Füchsen,
Burschen, Alten Herren, Zipfel­tausch und Couleurdamen.
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WIEDERAUFNAHMEN
Es spielen Sophie Basse, Benjamin Berger, Samuel Braun,
Daniel Breitfelder, Glenn Goltz, Benjamin Grüter, Robert Höller,
Jonas Minthe, Hajo Tuschy.
Regie Volker Lösch | Bühne und Kostüme Cary Gayler | Musik Johannes Winde | Dramaturgie Nicola Bramkamp
Kammerspiele
Okt 2014
Ansichten eines Clowns
»Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist. «
Hans Schnier, der Clown aus Heinrich Bölls berühmtem
Roman, sitzt noch immer auf den Stufen des Bonner Haupt­
bahn­hofs und wartet auf seine Marie...
Es spielt Bernd Braun
Regie Alice Buddeberg | Kostüm Nina Wellens Dramaturgie Martin Hammer
Kammerspiele
Jan 2015
Die Nibelungen
»Der Tag wird schön.«
Eine Geschichte um Schicksal, Lüge und Verrat – und ein
Rachefeldzug, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht:
Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel.
Es spielen Sophie Basse, Benjamin Berger, Johanna Falckner,
Glenn Goltz, Benjamin Grüter, Andrej Kaminsky, Alois
Reinhardt, Wolfgang Rüter, Laura Sundermann, Hajo Tuschy
Regie Thorleifur Örn Arnarsson | Bühne Vytautas Narbutas Kostüme Fillipia Elísdóttir | Musik Simon Birgisson &
Alois Reinhardt | Dramaturgie Nina Steinhilber
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WIEDERAUFNAHMEN
Halle Beuel
Metropolis
»Es gibt für den Erfindungsgeist des Menschen keine Utopie;
es gibt nur ein Noch-nicht.«
Die monumentale Filmutopie von Fritz Lang und Thea von
Harbou zu neuem Leben erweckt in der Halle Beuel.
Es spielen Benjamin Grüter, Mareike Hein, Robert Höller,
Andrej Kaminsky, Michael Pietsch, Wolfgang Rüter, Hajo Tuschy
Regie Jan-Christoph Gockel | Bühne Julia Kurzweg | Kostüme Amit Epstein | Musik Matthias Grübel | Dramaturgie David Schliesing
Halle Beuel
Welt am Draht
»Ich will ein Mensch sein. Und ich werde es schaffen.«
Ist unser Leben nur eine Simulation? Eine abgründige Reise in
die Welt von Rainer Werner Fassbinders 1973 gedrehtem
Thriller über virtuelle Realität.
Es spielen Benjamin Berger, Samuel Braun, Daniel Breitfelder ,
Mareike Hein, Robert Höller, Andrej Kaminsky, Julia Keiling,
Laura Sundermann, Hajo Tuschy
Regie & Bühne Biel/Zboralski | Kostüme Petra Winterer | Musik Jimi Siebels | Video Krzysztof Honowski | Dramaturgie Lothar Kittstein
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TEAM & ENSEMBLE
Ensemble Sophie Basse, Benjamin Berger, Bernd Braun, Samuel Braun,
Daniel Breitfelder, Bernhard Dechant*, Johanna Falckner, Glenn
Goltz, Ursula Grossenbacher, Benjamin Grüter, Maya Haddad,
Thomas Hatzmann*, Mackie Heilmann*, Mareike Hein, Robert
Höller, Andrej Kaminsky, Özgür Karadeniz*, Julia Keiling,
Jonas Minthe, Michael Pietsch*, Alois Reinhardt, Knarf Rellöm*,
Wolfgang Rüter, Birte Schrein, Maik Solbach*, Lydia Stäubli,
Laura Sundermann, Nina Tomczak*, Hajo Tuschy,
Sören Wunderlich [* Gäste]
Leitung Dr. Bernhard Helmich Generalintendant, Nicola Bramkamp
Schauspieldirektorin, Fritz Frömming Marketingdirektor,
Christiane Krüger Künstlerische Betriebsdirektorin, Inga-Annett
Hansen Referentin Schauspieldirektion und Dramaturgie,
Susanne Schenkenberger Mitarbeiterin Künstl. Betriebs­büro
Dramaturgie
Nicola Bramkamp, Dr. Lothar Kittstein, David Schliesing,
Nina Steinhilber Dramaturgen, Inga-Annett Hansen Referentin
Schauspiel­direktion und Dramaturgie, Angela Merl Theater­
pädagogin, Andrea Tietz Internationale Kontakte, Martin
Hammer, Anna Heesen, Stawrula Panagiotaki Gastdramaturgen
Regie
Alice Buddeberg, Mirja Biel, Joerg Zboralski † Hausregisseure
Thorleifur Örn Arnarsson, Jan-Christoph Gockel,
Sabine Harbeke, Sebastian Kreyer, Volker Lösch,
Bernhard Mikeska, Martin Nimz, Matthias Rippert,
Stefan Rogge, Kristo Şagor, Mina Salehpour, Sebastian Schug,
Sandra Strunz, Patrick Wengenroth, Martin Wuttke
Bühne und Kostüme
Mirja Biel, Fillipia Elísdóttir, Almut Eppinger, Amit Epstein,
Cary Gayler, Monika Goerner-Vogt, Sebastian Hannak,
Christian Kiehl, Manuel Kolip, Michaela Kratzer,
Jutta Kreischer, Julia Kurzweg, Britta Leonhardt, Malte Lübben,
Mascha Mazur, Vytautas Narbutas, Matthias Nebel,
Sandra Rosenstiel, Lena Thelen, Nina Wellens, Petra Winterer,
Joerg Zboralski † u. a.
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TEAM & ENSEMBLE
Musik & Video
Simon Birgisson, Lars Figge, Stefan Paul Goetsch, Krzysztof
Honowski, Matze Kloppe, Matthias Grübel, Knarf Rellöm,
Gregor Schwellenbach, Jimi Siebels, Jacob Suske,
Johannes Winde
Regieassistentinnen
Elisa Hempel, Katharina Nay, Christina Schelhas
Assistenten für Bühne & Kostüm
Ansgar Baradoy, Günther Hauber, Louisa Kaspar
Soufflage
Kerstin Heim, Miklós Horváth, Angelika Schmidt
Inspizienz
Hans-Jürgen Schmidt, Andreas Stubenrauch, Maurice Höchst
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Theater Bonn Spielzeit 2014/2015
Generalintendant Dr. Bernhard Helmich
Schauspieldirektorin Nicola Bramkamp
Gestaltung LMN – Berlin [www.lmn-berlin.com]
Redaktion Dramaturgie, Marketing & Kommunikation
Abbildungen
[01] Foto, Anonym, USA, 1990er Jahre.
[02] Illustration aus: Hugo Gernback, Ralph 124C 41 Puls.
Rastatt/Baden o. J. [= Utopia Nr. 52, Pabel Verlag].
[06] Foto, Anonym, USA, 1960er Jahre.
[09, 35] Illustration (Heinz Hähnel) aus: Alfred Fritz, Astropol.
Ferien auf einer im Weltraum.Reutlingen 1951.
[14] Foto, Anonym, USA, 1950er Jahre.
[30, 39] Illustration (Lee Falk) aus: Phantom. No. 9.
New Delhi 1990 [= Diamond Comics III].
[40] Foto, Anonym, USA, 1970er Jahre.
Alle Abbildungen Archiv GKB Berlin.
Druck Köllen Druck & Verlag GmbH
Redaktionsschluss 28. 4. 2014
Änderungen vorbehalten
Infos + Tickets +49 [0]228 – 77 80 08 und 77 80 22
www.theater-bonn.de
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