Ambulante Gruppenangebote des Zentrums für Soziale Psychiatrie

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Gruppenangebote des Zentrums für Soziale Psychiatrie
Ambulatorium Heliosstrasse
Ambulante Skillsgruppe (Fertigkeitentraining)
Diese Gruppentherapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einer BorderlinePersönlichkeitsstörung oder -akzentuierung. Im Fertigkeitentraining nach der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT, M. Linehan 1990) erlernen die Patientinnen und Patienten alternative Bewältigungsstrategien im Umgang mit Anspannungszuständen und selbstschädigenden Verhaltensweisen.
Zentral beschäftigt sich die Therapie mit dem Annehmen von Gefühlen und der Regulation dieser.
Die Teilnehmer lernen, eine bewusste, achtsame und nicht wertende Haltung einzunehmen. Zwischenmenschliche Fertigkeiten und Skills im Umgang mit dem Selbstwertgefühl werden erarbeitet.
Die Gruppentherapie orientiert sich an einem standardisierten Manual. Die neu erlernten Strategien
werden mittels regelmässiger Hausaufgaben in das individuelle Umfeld der Patientinnen und Patienten übertragen und so gefestigt.
Durchführung: Offene Gruppe mit 8-9 Patientinnen/Patienten
einmal pro Woche, montags oder dienstags jeweils von 13.30-15.00 Uhr und dienstags 15.30-17.00 Uhr
Laufzeit: Insgesamt ca. ein Jahr
Leitung:
Franziska v. Keyserlingk, Oberärztin; Marlis Vogel, Pflegefachfrau
Gruppentraining sozialer Kompetenzen
Bei einem Defizit an sozialen Kompetenzen gelingt es nur ungenügend, einen günstigen Kompromiss
zwischen sozialer Anpassung einerseits und der Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse andererseits
zu finden. Im Zusammenleben zeigt sich dies oft in ängstlichen, unsicheren oder auch rücksichtslosaggressiven Verhaltensweisen. Ungenügende soziale Fertigkeiten können sowohl Ursache als auch
Folge von verschiedenen psychischen Erkrankungen sein; in vielen Fällen tragen sie zur Aufrechterhaltung einer Störung bei. Das Gruppentraining Sozialer Kompetenzen (GSK nach Hinsch & Pfingsten, 2007) vermittelt den Teilnehmenden neue Fertigkeiten auf der Verhaltensebene sowie kognitive
und emotionale Strategien, die gemeinsam in der Gruppe erarbeitet und dann mit Hilfe von Rollenspielen in die Realität und das häusliche Umfeld übertragen werden.
Durchführung: Geschlossene Gruppe einmal pro Woche über insgesamt 14 Wochen
1-2mal jährlich, je nach Nachfrage
Leitung:
Maja Braun, Mitarbeiterin Soziale Arbeit
Psychoedukationsgruppe für schizophrene Patienten (PEGASUS)
Dieses Gruppenprogramm ist geeignet für Menschen mit Erkrankungen aus dem schizophrenen
Formenkreis. Unter Psychoedukation versteht man psychotherapeutische Interventionen, die dazu
geeignet sind, Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlung zu informieren, das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der
Krankheit zu fördern sowie sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Es erfolgt eine aktive
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Informationsvermittlung über medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten,
Rückfallprophylaxe und Krisenbewältigung.
Der individuelle Austausch der Betroffenen untereinander und die Aufklärung über allgemeine Aspekte der Erkrankung tragen zu einer emotionalen Entlastung und zu einer verbesserten Compliance bei.
Durchführung: Geschlossene Gruppe einmal pro Woche über insgesamt 14 Wochen
1-2 Zyklen pro Jahr
Leitung:
Luigina Pozzi, Dipl. Pflegefachfrau
Gruppe für Stimmenhörende
Diese Gruppe richtet sich an Patientinnen und Patienten, die unter akustischen Halluzinationen in
Form von Stimmen leiden. Dies betrifft in erster Linie Personen mit psychotischen Störungen entweder aus dem schizophrenen Formenkreis, aber auch Drogenpsychosen. Die Betroffenen haben die
Möglichkeit, sich in einem sicheren und vertrauensvollen Rahmen über die Stimmen auszutauschen.
Mit Hilfe von Psychoedukation und Aufklärung über die Erkrankung entwickeln sie ein besseres Verständnis ihrer Symptome. Erlernt werden Strategien zur Realitätskontrolle sowie zur Einordnung der
Stimmen mit dem Ziel, sich durch die Stimmen weniger gestört zu fühlen. Darüber hinaus versuchen
wir gemeinsam zu verstehen, was die Stimmen persönlich für jeden einzelnen bedeuten könnten. Der
Austausch der Gruppenmitglieder untereinander führt zur emotionalen Entlastung und zum Abbau
des sozialen Rückzuges und der Isolation.
Durchführung: Offene und fortlaufende Gruppe, die einmal pro Woche stattfindet
Leitung:
Therese Bättig, Dipl. Pflegefachfrau
Anmeldung:
Sekretariat, Frau Kropf, Frau Ruckstuhl, Tel. 044 389 15 70
Akut-Tagesklinik, Militärstrasse
Training emotionaler Kompetenzen
In dieser Gruppe werden Fertigkeiten zum Umgang mit Stress und belastenden Gefühlen vermittelt.
Ziel ist die Reduktion psychischer Symptome, die durch negative bzw. belastende Gefühle aufrechterhalten werden. Es handelt sich um eine relativ anspruchsvolle Gruppe, in welcher die Patienten in
der Lage sein müssen, die gruppenpsychotherapeutische Situation auszuhalten.
Durchführung: Geschlossene Gruppe über 12 Wochen (8 Teilnehmer).
Leitung:
Sabrina Sanfilippo, Psychologin
Anmeldung:
Telefon 044 296 73 54, [email protected]
Supported Employment, Militärstrasse
Arbeit und Recovery
Die Gruppe Arbeit und Recovery ist ein Angebot, das sich an Menschen mit psychischer Erkrankung
richtet, die im freien Arbeitsmarkt tätig sind, sich darüber austauschen möchten und Interesse an
Öffentlichkeitsarbeit haben.
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Ziele: Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit sich und der Arbeitswelt. Die Patientinnen
und Patienten sollen ihre Rolle als Arbeitnehmende reflektieren und damit an Selbstsicherheit gewinnen und ihre sozialen Kompetenzen trainieren. Gleichzeitig wird aber auch besprochen, wie Hürden
in der Wiedereingliederung abgebaut werden können und anderen Betroffenen Mut zur Wiedereingliederung gemacht werden kann. Möglichkeiten von Öffentlichkeitsarbeit werden besprochen und
umgesetzt. Eine aktive Teilnahme an Öffentlichkeitsarbeiten der Psychiatrischen Universitätsklinik
Zürich wird gefördert.
Die Therapie soll dazu beitragen, dass sich die Patientinnen und Patienten gegenseitig unterstützen,
anderen Mut geben, ihren Handlungsspielraum ausbauen, ihre Kritikfähigkeit erhöhen, ihre Belastbarkeit besser einschätzen sowie ihre krankheitsbedingten Begrenzungen annehmen lernen und sich
selbstbewusst und proaktiv in der Arbeitswelt einbringen zu können.
Leitung:
Bettina Bärtsch, Leiterin Job-Coach, Rebekka Schneider, Job-Coach
Anmeldung:
Telefon 044 296 74 10, [email protected]
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