Rem Koolhaas

Werbung
Rem Koolhaas
China Central Television
Headquarters
Seattle Public Library
*1944 Rotterdam
öffentliche
Bibliothek
Sendezentrale
CCTV
Architekturstudium
London
Seattle USA
Peking
1975 Gründung OMA
Eröffnung
2004
Status: im Bau
Niederländische Botschaft in
Berlin
Eröffnung 1992
Kosten: $12,5 Mio.
Architekturpreis
Berlin 2003
Mies van der
Rohe Award for
European
Architecture 2005
REM KOOLHAAS
Eröffnung 2004
vielfältige
Materialsprache
Kubus
2 Achsen
3 Ausstellungsräume
Designgalerie
Fotogalerie
Restaurant
Auditorium
Bibliothek
Verwaltung
Halle 2
Halle 1
Mit Baumstämmen
umhüllte Stützen
Technische
Innereien sichtbar
•
Treppe
Bindeglied
„Der interessanteste Aspekt der
Architektur ist der Aufbruch in neue
Welten, statt in alten zu verharren.“
•
Halle 3
Dachgarten
Rem Koolhaas
Kontinuierlicher
Rundgang
Stadtstruktur
Nadin Bierbauer_Isabel Janka_Gestalten&Entwerfen SS 2010_Hederer
Das Office for Metropolitan Architecture, (OMA), ist das in Rotterdam ansässiges Architekturbüro des niederländischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Rem Koolhaas. OMA ist international tätig und gehört zu den renommiertesten Vertretern avantgardistischer (Wegbereiter) zeitgenössischer Architektur. Das Büro wurde 1975 von Rem Koolhaas und Elia Zenghelis zusammen mit Madelon Vriesendorp und Zoe
Zenghelis in London und New York gegründet. 1984 verlegte Koolhaas das Büro nach Rotterdam, wo heute noch der Hauptsitz des Unternehmens ist.
Die Bauten und Projekte des OMA zeichnen sich durch ihre konzeptuelle Herangehensweise aus, bei sich den Entwürfen mit einer breiten Recherche, die in Diagrammen zusammengefasst sind und häufig direkt in die räumlichen Konzeptionen der Gebäude einfließen. Es dient demzufolge nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern wird von OMA bewußt im Entwurfprozeß eingesetzt um Konzepte zu generieren.
Formal verbindet die früheren Arbeiten des Büros eine Collagenhaftigkeit, die oft gespickt ist mit architektonischen Zitaten der klassischen Moderne (so findet man z.B. bei der Villa Dall‘Ava in Paris ironische
Zitate auf Le Corbusiers ebenfalls in Paris gebaute Ikone Villa Savoye). Immer wiederkehrendes Element ist auch die räumliche Durchdringung, die Auflösung des starren Geschossbauens. Bei der Kunsthal in
Rotterdam sind es schiefe Ebenen und Rampen, die die Geschosse miteinander verbinden.
Ein typisches Merkmal seiner Bauten ist ihre collagenartige und labyrinthische Konzeption. In ihnen verbinden sich verschiedene Ästhetiken und Funktionen oder prallen aufeinander. Koolhaas geht es dabei um
die Funktion des Bauwerks als „sozialen Katalysator“, also um die bewusste und oft auch provokative Beeinflussung sozialen Verhaltens durch Architektur.
KUNSTHALLE ROTTERDAM
1992 wurde in Rotterdam eine von den Architekten Rem Koolhaas und Fumi Hoshimo (OMA) geplante Kunsthalle eröffnet. Die Kosten des Gebäudes betrugen 12,5 Mil. $. Es befindet sich im innerstädtischen
Bereich von Rotterdam und grenzt im Norden an den Museumspark, ist ein Teil davon, und im Süden an den Maasboulevard.
Die Kunsthal selbst besitzt keine eigene Sammlung. Es finden im Jahr 25 Wechselaustellungen statt. Bei der Austtelungsplanung werden die unterschiedlichsten Aspekte der Bildenden, Darstellenden und Angewandten Kunst berücksichtigt. Das Planungskonzept sah Austellungsräume, die einzeln oder zusammen nutzbar sein sollten, ein Auditorium und ein Restaurant vor. So wurden auf 3.300 m² drei große Austellungshallen, eine Designgalerie, Fotogalerie, eine Bibliothek, ein Auditorium, ein Restaurant und die Verwaltung errichtet. Das Gebäude stellt ein Kubus dar, indem sich ungleiche Einzelteile befinden. Durch die
vielfältige Materialsprache entstehen unterschiedliche Charakter in den einzelnen Räumen. Es scheint als wären sie übereinander gestapelt und durch eine spiralförmige Erschließung verbunden. Für das Gebäude wurden folgende Materialien verwendet, wie z.B. Travertin, Glaspaneele, Kunststoffpaneele, Beton und Stahl, die zwei letzteren sind für das Tragsystem verantwortlich.
Die Komplexität der räumlichen Organisation und die konstruktive Struktur sind im Bauvolumen und Fassade nicht sichtbar. Das Quadrat wird von zwei Achsen durchschnitten, in östlicher Richtung parallel zum
Maasboulevard verlaufende Straße und von der Fußgängerrampe, die den Zugang von der Schnellstraße aus ermöglicht.
Die erste Halle ist zum Park hin ausgerichtet, wobei die mit Baumstämmen umhüllten Stahlstützen, den Anschein erwecken, als ob sie sich in den Bestand der Parkbäume vor den Scheiben einreihen. Dies hat
nicht nur einen optischen, sondern auch einen praktischen Nutzen, denn die Holzverkleidung dient den Stahlstützen als wirksamer Brandschutz.
Durch die Verbindungsrampe gelangt man zur zweiten Ausstellungshalle. Die technischen Innereien dieser Halle, wie z. B. Lüftungskanele und Kabel bleiben dort sichtbar und werden so zu einem Teil der Decke
bzw. der Wand.
Eine Treppe führt zur dritten Halle oder zum Dachgarten. Er besteht aus einer grünen Treppe die scheinbar direkt in den Himmel führt. Die vielen Variationen von transparenten, fast durchsichtigen und durchscheinenden Materialien von Glas, Metallgitter und Kunststoffen treiben ein Spiel mit den Surrealen.
Das Gebäude dient außerdem als Bindeglied zwischen Museumspark und Westseedeich. Die 6 m Höhendifferenz wird so mit der Verbindungsrampe ausgeglichen.
Koolhaas verfolgte das Prinzip eines kontinuierlichen Rundgangs.“Es ist eine Sequenz von kontrastierenden Raumerlebnissen wie die Szenenfolge bei einer Theaterinszenierung. Alle Parameter eines RaumesProportion, Ausblick, Konstruktion, Licht, Material und Farbe- verändern sich ständig.“ Die Kunsthal ist im Grunde genommen wie eine Stadt strukturiert, Koolhaas hat dem Verkehr ebensoviel Aufmerksamkeit
gewidmet wie allen anderen Funktionsbereichen. So dient z.B. das Auditorium zugleich als Durchgangsbereich für den Besucher.
Herunterladen