forum–med–dent Praxisorientierte Fortbildung - Dental

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In deutschen Zahnarztpraxen
das meistangewendete Lokalanästhetikum
Worauf Sie achten müssen !
➜
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➜
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Ultracain
®
Herzrhythmusstörungen
Anamnestische Fragen
Ursache der Rhythmusstörungen.
Art der Rhythmusstörungen
(Tachykardie, Bradykardie,
Extrasystolen).
Hämodynamische Relevanz
der Rhythmusstörungen
(Leistungsschwäche).
Bisherige Therapie (medikamentös, Schrittmacher).
Symptome
Synkopen.
Schwindel.
Leistungsschwäche.
Unregelmäßige Herzaktion.
Therapie
➜ Je nach Grunderkrankung
medikamentös mit Antiarrhythmika oder mit Herzschrittmacher.
Risiken
➜ Bei bradykarden Störungen
Adam-Stokes-Anfall (Auslösung durch Lokalanästhetika möglich).
➜ Bei tachykarden Störungen
Verstärkung durch vermehrte Adrenalinausschüttung
oder -zufuhr mit Gefahr der
Herzinsuffizienz, Dekompensation oder Kammerflimmern.
Prophylaxe
➜ Bei bradykarden Störungen
Vorsicht mit Lokalanästhetika (Pulskontrolle!).
➜ Bei ausgeprägter Bradykardie, AV-Block und schweren
Überleitungsstörungen Anwendung von Lokalanästhetika nur nach Rücksprache
mit dem behandelnden Arzt.
➜ Ggf. Monitoring
(Pulsoximetrie).
➜ Ggf. Prämedikation
(z.B. Benzodiazepine).
➜ Bei tachykarden Störungen
Vorsicht mit Adrenalin
(keine adrenalinhaltigen
Retraktionsfäden, Adrenalin-Zusatz zu Lokalanästhetika maximal 1:200.000).
Herzschrittmacher
➜ Bei Anwendung elektrischer
Herzschrittmacher werden
Geräte in Schrittmacher-Nähe
bei therapieresistenten HerzPulskontrolle (Monitoring).
rhythmusstörungen (v.a. Bra- ➜ Keine Anwendung von Kurzdykardien) implantiert.
oder Mikrowellengeräten.
Moderne Schrittmacher tre- ➜ Im Notfall kann der Schrittten nur bei Unterschreiten
macher durch Auflegen eines
einer bestimmten HerzfreMagneten auf starrfrequenquenz in Aktion (Demandten Betrieb umgeschaltet
Funktion) und sind häufig
werden.
frequenzadaptiv. Ihre Funktion kann daher grundsätzDie Abbildungen zur Herzlich durch elektromagnetischrittmacher-Therapie wursche Signale gestört werden.
den freundlicherweise von der
Firma Guidant GmbH & Co.,
Anamnestische Fragen
Medizintechnik KG in Gießen
➜ Betriebsart des Schrittmachers
zur Verfügung gestellt.
(unipolar, bipolar, frequenzadaptiv).
➜ Auftreten von Störungen
oder Ausfällen.
Risiken
➜ Inhibition des Impulsgebers
durch elektrische Geräte aller
Art (Mikromotor etc.) (Auslösung einer Synkope).
➜ Änderung der SchrittmacherProgrammierung.
Prophylaxe
➜ Ggf. Monitoring
(Pulsoximetrie).
➜ Kein wiederholtes Ein- und
Ausschalten oder Bewegen
elektrischer Geräte in Schrittmacher-Nähe.
Ultracain®
setzt den Standard
in der zahnärztlichen
Lokalanästhesie
Wirkstoff: Articainhydrochlorid. Verschreibungspflichtig.
Zusammensetzung: Arzneilich wirksamer Bestandteil:
1 ml Injektionslsg. enthält 40 mg Articainhydrochlorid.
Sonstige Bestandteile: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.
Anwendungsgebiete: Lokalanästhetikum zur Infiltrationsund Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde. Ultracain
D ohne Adrenalin eignet sich vor allem für kurze Eingriffe an Pat., die aufgrund bestimmter Erkrankungen (z. B.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Allergie gegen den
Hilfsstoff Sulfit) kein Adrenalin erhalten dürfen, sowie
zur Injektion kleiner Volumina (Anwendung in der
Frontzahnregion, im Bereich des Gaumens).
Gegenanzeigen: Ultracain D ohne Adrenalin darf nicht
angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen
Articain oder andere Lokalanästhetika vom SäureamidTyp. Ultracain D ohne Adrenalin darf außerdem nicht
angewendet werden bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen (z.B. AVBlock II. u. III. Grades, ausgeprägte Bradykardie), akuter
dekomp. Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung) oder schwerer Hypotonie. Eine Injektion in entzündetes Gebiet sollte unterbleiben. Das Arzneimittel ist
nicht geeignet für länger dauernde Eingriffe (über 20
Min.) sowie für größere zahnärztl.-chirurg. Eingriffe. Bei
Pat. mit Cholinesterasemangel muß Ultracain D ohne
Adrenalin mit Vorsicht angewendet werden, da mit verlängerter u. u. U. verstärkter Wirkung zu rechnen ist.
Nebenwirkungen: Dosisabhängig können Störungen des
Zentralnervensystems auftreten: Unruhe, Nervosität u.
Schwindelgefühl, Benommenheit bis z. Bewußtseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand, Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu generalisierten
Krampfanfällen, Übelkeit bis Erbrechen. Während oder
kurz nach der Injektion kann es zu vorübergehenden
Sehstörungen (Flimmern vor den Augen, Blindheit, Doppelbilder) kommen. Gleichfalls dosisabhängig können
Herz-Kreislauf-Störungen auftreten wie z.B. Blutdruckabfall u. Störungen der Herzrhythmik, in sehr seltenen
Fällen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch (Schock) u.
Herzversagen. Unverträglichkeitsreaktionen (allergische
u. allergieähnliche) können auftreten. Diese können sich
äußern als ödemat. Schwellung bzw. Entzündung an der
Injektionsstelle, daneben unabhängig von der Injektionsstelle als Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis,
Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem) mit Schwellung von
Ober- u./o. Unterlippe u./o. Wangen, Glottisödem mit
Schluckbeschwerden, Nesselsucht. In den schwersten
Fällen kann es zu starker Atemnot (auch durch Verkrampfung der Bronchien) u./o. zum Kreislaufzusammenbruch (anaphylakt. Schock) kommen. Eine solche
Reaktion erfordert sofortige ärztl. Behandlung. Nervenschäden sind keine spezifischen Nebenwirkungen von
Ultracain D ohne Adrenalin, sie können jedoch als nicht
ausschließbares Risiko jedes zahnärztlichen Eingriffs
auftreten.
Ultracain® D-S
Ultracain® D-S forte
Wirkstoffe: Articainhydrochlorid und Epinephrinhydrochlorid.
Verschreibungspflichtig.
Zusammensetzung: Ultracain D-S 1: 200.000: 1 ml Injektionslsg. enth. 40 mg Articainhydrochlorid u. 0,006 mg
Epinephrinhydrochlorid. Ultracain D-S forte 1:100.000:
1 ml Injektionslsg. enthält 40 mg Articainhydrochlorid
und 0,012 mg Epinephrinhydrochlorid. Sonstige
Bestandteile: Max. 0,5 mg Natriumdisulfit (entspr. max.
0,34 mg SO2 ), Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke. Die Zubereitungen Ultracain D-S 1: 200.000 u.
Ultracain D-S forte 1:100.000 in Mehrfach-Entnahmeflaschen enthalten zusätzl. 1mg Methyl-4-hydroxybenzoat
pro ml als Konservierungsmittel.
Anwendungsgebiete: Lokalanästhetikum zur Infiltrationsu. Leitungsanästhesie i. d. Zahnheilkunde.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Articain und
Epinephrin oder einen der anderen Inhaltsstoffe.
Warnhinweis: Ultracain D-S 1: 200.000 u. Ultracain D-S
forte 1:100.000 nicht bei Bronchialasthmatikern mit
Sulfit-Überempfindlichkeit anwenden. Bei Pat. mit Cholinesterasemangel mit Vorsicht anwenden, da mit verlängerter u. u. U. verstärkter Wirkung zu rechnen ist. Wg.
des Gehalts an Epinephrin Ultracain D-S 1: 200.000 u.
Ultracain D-S forte 1:100.000 nicht anwenden bei: Pat.
mit paroxysmaler Tachykardie; Pat. mit hochfrequenter
absoluter Arrhythmie; Pat. mit Kammerengwinkelglaukom; Pat., die nichtkardioselektive Betablocker (z.B. Propanolol) einnehmen; u. bei Anästhesien im Endstrombereich. Bei Pat. mit „Paragruppenallergie“ nur die
parabenfreien Zylinderamp. verwenden (1,7 ml, 2 ml).
Die i.v. Anwendung ist generell kontraindiziert. Eine
Injektion in entzündetes Gebiet sollte vermieden werden.
Nebenwirkungen: Dosisabhängig können zentralnervöse
Störungen auftreten: Benommenheit bis zum Bewußtseinsverlust, Atemstörungen bis hin zum Atemstillstand,
Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu generalisierten
Krampfanfällen, Übelkeit bis Erbrechen. Blutdruckabfall
bis hin zum Schock und Herzversagen. Selten vorübergehende Sehstörungen (Flimmern vor den Augen, Blindheit, Doppelbilder). Allergische und allergieähnliche
Unverträglichkeitsreakt. wie ödematöse Schwellung bzw.
Entzündung an der Injektionsstelle, daneben unabhängig von der Injektionsstelle Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem) mit
Schwellung von Ober- u./o. Unterlippe u./o. Wangen,
Glottisödem mit Schluckbeschwerden, Nesselsucht. In
den schwersten Fällen starke Atemnot (auch durch Verkrampfung der Bronchien) u./o. Kreislaufzusammenbruch (anaphylaktischer Schock). Eine solche Reaktion
erfordert sofortige ärztl. Behandlung. Häufig Kopfschmerzen, vermutl. auf den Epinephrin-Anteil zurückzuführen. Selten andere durch Epinephrin bedingte
Nebenwirkungen (Tachykardien, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg). In Einzelfällen können durch
unbemerkte intravasale Injektion ischämische Zonen im
Injektionsbereich bis hin zu Gewebsnekrosen entstehen.
Nervenschäden sind keine spezifischen Nebenwirkungen von Ultracain D-S 1: 200.000 u. Ultracain D-S forte
1:100.000, sie können jedoch als nicht ausschließbares
Risiko jedes zahnärztlichen Eingriffs auftreten. Allergische Reaktionen gegen das Konservierungsmittel
Methyl-4-hydroxybenzoat möglich (Mehrfachentnahmefl.). Besondere Hinweise: Aufgrund des Gehalts an
Natriumdisulfit im Einzelfall, insbes. bei Bronchialasthmatikern, Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich als
Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewußtseinsstörungen oder Schock äußern
können. Im Rahmen verschiedener unerwünschter Wirkungen (s.o.) möglicherweise Einschränkung von Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Aventis Pharma
Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt (Main);
Stand: Februar 2001. Angaben gekürzt – weitere Einzelheiten siehe Fach- bzw. Gebrauchsinformation, die wir
auf Wunsch gern zur Verfügung stellen. AV 510 00 113.
Internet: http://www.pharma.aventis.de
Call-Center: Tel.: 069/305-22044
Praxisorientierte
Fortbildung
Das Herz des
Menschen schlägt
Tag für Tag rund
100.000mal.
Ein gleichmäßiger
Rhythmus ist dabei
entscheidend für
einen optimalen
Blutfluß und somit
für eine optimale
Versorgung mit
Sauerstoff und Nährstoffen. Störungen
des Herzrhythmus
gefährden die Versorgung von Organen und Geweben
und verlaufen unter
Umständen sogar
lebensbedrohlich.
Herzrhythmusstörungen –
zum Teil harmlos,
zum Teil höchst gefährlich
Dominique Douieb/Alto
➜
Ultracain® D ohne Adrenalin
forum – med –dent
forum – med –dent
Christine Vetter,
Köln
Im Langzeit-EKG finden sich
praktisch bei jedem Menschen
Herzrhythmusstörungen, also
Herzschläge, die sich nicht in
den normalen gleichmäßigen
Takt des Herzens einordnen.
Solche Abweichungen von
der Norm sind in aller Regel
ohne gesundheitliche Relevanz. Gerät das Herz allerdings nachhaltig aus dem
Takt, so drohen zum Teil
massive Komplikationen bis
hin zum plötzlichen Herztod.
Ob im Einzelfall eine solche
Gefährdung besteht oder
nicht, hängt direkt von der
Art der jeweiligen Rhythmusstörung ab. Die Herzrhythmusstörungen werden dabei
forum – med –dent
Das Reizleitungssystem im Herzen
primär danach unterteilt, ob
der Herzschlag zu langsam
ist, also eine Bradykardie
vorliegt, oder ob das Herz zu
schnell schlägt, was als Tachykardie bezeichnet wird.
Davon unabhängig können
einzelne Herzschläge unregelmäßig sein. Solche Herzschläge außer der Reihe werden Extrasystolen genannt.
Je nachdem ob sie aus dem
Vorhof (Atrium) oder der
Hauptkammer (Ventrikel)
entstehen, spricht man von
supraventrikulären oder ventrikulären Extrasystolen. Sie
sind meist unbedenklich und
bedürfen keiner speziellen
Therapie.
Gesteuert wird die Kontraktion des Herzmuskels durch
eine komplexe Reizbildung
und Reizleitung im Herzen.
Diese basiert auf elektrischen
Impulsen, den Aktionspotentialen, welche ihrerseits eine
Depolarisation der Herzmuskelzellen und damit die
mechanische Kontraktion
des Herzmuskels induzieren,
so daß das Blut aus dem
Herzen ausgetrieben und
damit quasi in das Kreislaufsystem hineingepumpt wird.
Der zentrale Schrittmacher
für den Rhythmus, mit dem
diese Kontraktionen ablaufen, ist der Sinusknoten, der
sich an der Einmündung der
oberen Hohlvene in den Vorhof befindet. Gesteuert wird
die Herzfrequenz im Sinusknoten über das Zusammenspiel vom sympathischen und
parasympathischen Nervensystem, wobei der Sympathikus
den Herzschlag antreibt, der
Parasympathikus ihn dage-
Sinusknoten
AV-Knoten
His-Bündel
Rechter Schenkel
Linker Schenkel
Purkinje-Fasern
gen dämpft. Nimmt der Einfluß des Parasympathikus zu,
so sinkt die Herzfrequenz,
und es kommt zur Bradykardie. Überwiegt jedoch der
Sympathikus, so schlägt das
Herz schneller, und es resultiert eine Tachykardie.
Vom Sinusknoten breitet sich
die elektrische Erregung über
drei Leitungsbahnen im Vorhof bis in den Atrioventrikularknoten, meist kurz AV-Knoten genannt, aus. Dieser hat
ebenfalls Schrittmacherfunktion, besitzt aber einen geringeren Eigenrhythmus als der
Sinusknoten, der dem AVKnoten folglich seinen Rhythmus aufzwingt. Ist jedoch
der Sinusknoten geschädigt,
so folgt das Herz den Impulsen aus dem AV-Knoten.
Unterhalb des AV-Knotens
wird die Reizleitung über das
sogenannte His-Bündel bis in
die Herzspitze fortgeleitet.
forum – med –dent
forum – med –dent
Formen der Herzrhythmusstörungen
Bradykardie
Von einer Bradykardie ist
auszugehen, wenn die Herzfrequenz unter 60 Schlägen
pro Minute liegt. Ist der
Herzschlag zusätzlich noch
unregelmäßig, so daß das
Herz „stolpert“, spricht man
von einer bradykarden
Arrythmie.
Ein verlangsamter Herzschlag
kann viele Ursachen haben
und völlig harmlos sein. So
findet sich bei Sportlern fast
regelhaft eine Bradykardie.
Diese kann aber auch Ausdruck einer degenerativen
oder einer entzündlichen
Herzmuskelerkrankung sein
und stellt dann eine ernste
Bedrohung dar.
Die Bradykardie entsteht
zumeist durch eine Störung
der Reizbildung oder der
Erregungsleitung im Herzen.
Häufig ist eine Schädigung
des Sinusknotens oder des
natürlichen Reizleitungssystems die Basis des verlangsamten Pulsschlags. Zu einer
solchen Schädigung kann es
bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK)
kommen, bei Herzklappen- oder
auch allgemein
bei Herzmuskelerkrankungen.
Auch eine
Schilddrüsenunterfunktion oder
eine hochdosierte Behandlung mit Medikamenten wie
den Betablockern, die die
Herzfrequenz dämpfen, kann
die Grundlage der Bradykardie sein.
Typische Beschwerden sind
Schwindel und Palpitationen,
also starke, spürbare Herzschläge, sowie ein Herzstolpern bei der bradykarden
Arrhythmie. Auch kann es bei
kritisch absinkender Herzfrequenz zur kurzzeitigen
Bewußtlosigkeit kommen.
Durch die eingeschränkte
Pumpleistung des Herzens
können ferner Beschwerden
auftreten, wie sie ansonsten
für eine Herzinsuffizienz
typisch sind, etwa Atemnot
und eine Ödembildung.
Mit einer medikamentösen
Therapie gelingt es oftmals
nicht, die Herzfrequenz ausreichend und dauerhaft zu
beschleunigen. Die Therapie
der Wahl ist dann die Implantation eines Herzschrittmachers, der elektrische Impulse
an das Herz abgibt, sobald
der Pulsschlag unter eine
bestimmte Frequenz
absinkt.
Insignia™ Ultra.
Frequenzadaptiver
DDDR-Zweikammerherzschrittmacher mit
zwei Sensoren und
Automatic Capture
Tachykardie
Die Tachykardie ist definiert
als Herzfrequenz über 100
Schläge pro Minute. Ähnlich
wie die Bradykardie kann sie
harmloser Natur sein und
auf einer erhöhten körperlichen oder emotionalen Belastung beruhen. Sie kann
aber auch durch Erkrankungen bedingt sein, beispielsweise durch eine Schilddrüsenüberfunk-tion oder eine
Anämie. Auch Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien als angeborene oder
erworbene Herzfehler können eine Tachykardie nach
sich ziehen. Ebenso können
Störungen des Elektrolythaushalts die Ursache
eines schnellen Herzschlags
sein, und auch ein starker
Alkoholkonsum kann sich
entsprechend auswirken.
Tachykardien können in
unterschiedlichen Regionen
des Herzens entstehen, und
zwar sowohl im Sinusknoten
wie auch im AV-Knoten oder
sogar durch fokale Impulsbildungen oder kreisende elektrische Erregungen. Sie können dem Vorhof entspringen
und in Vorhofflimmern oder
Vorhofflattern übergehen
oder aus den Herzkammern
entstehen und sich bis hin zu
anhaltenden Kammertachykardien steigern und schließlich in den plötzlichen Herztod übergehen.
Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern ist eine
sehr häufige Herzrhythmusstörung, die als supraventrikuläre Tachykardie anzusehen ist. Betroffen sind rund
0,5 bis 1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, und zwar
vor allem ältere Menschen.
Charakteristisch ist eine
ungeordnete und schnelle –
bis zu 350mal pro Minute –
Kontraktion der Muskulatur
der beiden Vorhöfe, die auf
kreisende elektrische Erregungen zurückgeht und häufig mit der Entstehung von
Vorhofthromben assoziiert
ist. Die Vorhöfe erbringen
dabei praktisch keine Pumpleistung mehr, wodurch das
Schlagvolumen der beiden
Herzkammern um etwa
20 Prozent reduziert wird.
Gesundheitlich bedenklich
ist die Situation vor allem,
weil solche Vorhofthromben
sich aus dem Herzen lösen
und einen Schlaganfall auslösen können.
Ursache des Vorhofflimmerns
sind sehr häufig Veränderungen der Muskelzellen im
Atrium mit Entzündungsprozessen oder auch mit einer
Fibrosierung. Auch eine Vergrößerung der Vorhöfe kann
der Ausbildung kreisender
Erregungen Vorschub leisten
und damit das Vorhofflimmern auslösen.
Bemerkbar macht sich die
Störung zunächst durch eine
eingeschränkte körperliche
Leistungsfähigkeit, die direkt
auf das eingeschränkte
Schlagvolumen des Herzens
zurückgeht, sowie durch
Luftnot. Einige Patienten klagen außerdem über Herzstolpern und/oder Herzklopfen.
Allerdings kann das Vorhofflimmern auch völlig unbemerkt – und damit unbehandelt – bleiben und sich
schließlich in einem Schlaganfall oder einer Beinvenenthrombose manifestieren.
Diagnostizieren läßt sich die
Rhythmusstörung im EKG,
und therapeutisch wird bei
entsprechendem Befund versucht, eine Kardioversion zu
erwirken, das Herz also wie-
der in den normalen Sinusrhythmus zu überführen.
Das kann medikamentös
durch Antiarrhythmika
geschehen oder auch durch
eine elektrische Kardioversion.
Dabei wird unter Narkose mit
zwei Elektroden über einen
Defibrillator ein elektrischer
Stromschlag an den Brustkorb abgegeben mit dem
Ziel, von außen die kreisende
Erregung in den Herzvorhöfen abrupt zu beenden und
eine geordnete elektrische
Reizleitung als Sinusrhythmus quasi zu erzwingen.
Die Patienten müssen vor
und nach dem Eingriff durch
Antikoagulantien vor einer
Thrombenbildung geschützt
werden. Tritt das Vorhofflimmern häufiger auf oder
anhaltend, so müssen die
Antikoagulantien dauerhaft
eingenommen werden, um
das Schlaganfallrisiko zu
minimieren.
Kammerflattern
und -flimmern
Gefährlicher noch sind die
tachykarden Herzrhythmusstörungen der Herzkammer
wie das Kammerflattern und
das Kammerflimmern, hochfrequente Rhythmusstörungen mit zum Teil mehr als
500 Herzschlägen pro Minute
und mit unkoordinierter
Kontraktion der Herzkammer,
die in den plötzlichen Herztod übergehen können. Pro
Jahr sterben daran in Deutschland rund 100.000 Menschen.
Die einzige mögliche Behandlung besteht in einem sofortigen Elektroschock via Defibrillator, der allerdings schnell
erfolgen muß, da innerhalb
von drei bis vier Minuten
nach dem Kreislaufzusammenbruch bleibende Gehirnschäden drohen.
Bei etwa 50 bis 60 Prozent
der Patienten ist die Grundlage der Rhythmusstörung
eine vorbestehende Herzerkrankung, meist in Form
einer koronaren Herzerkrankung, die nicht selten bereits
zu einem oder mehreren
Herzinfarkten führte. Risikofaktoren für den plötzlichen
Herztod sind somit bereits
durchgemachte Herzinfarkte,
eine Herzinsuffizienz mit
eingeschränkter Pumpfunktion sowie ein einmal bereits
überlebter Herzstillstand.
Liegen solche Risikofaktoren
vor, so ist eine Prophylaxe
des plötzlichen Herztodes
dringend anzuraten. Diese
besteht primär im Abbau der
Risikofaktoren und hier insbesondere des Rauchens und
einer konsequenten Behandlung von hohen Lipidspiegeln,
einer Hypertonie sowie
einem Diabetes. Außerdem
muß die meist vorliegende
KHK behandelt werden, was
konkret auch bedeutet, daß
bei verengten Gefäßen eine
Ballondilatation oder gegebenenfalls eine Bypass-Operation zu erwägen ist.
Die früher übliche medikamentöse Therapie bei tachykarden Herzrhythmusstörungen ist in den vergangenen
Jahren in den Hintergrund
getreten, nachdem in Studien
eine Überlegenheit gegenüber Placebo nicht gezeigt
werden konnte. Dafür hat
andererseits die Behandlung
mit implantierbaren Defibrillatoren an Bedeutung zugenommen, was nicht zuletzt
daran liegt, daß die Geräte
durch die technischen Weiterentwicklungen entsprechend klein geworden sind.
Sie werden analog wie ein
Schrittmacher implantiert
und reagieren praktisch wie
ein „Wächter in der Brust“
bei drohendem Herzstillstand
mit einem kleinen Elektroschock. Auf diese Weise läßt
sich den bisherigen Daten
zufolge bei Risikopatienten
die Wahrscheinlichkeit für
einen plötzlichen Herztod
bestmöglich reduzieren.
forum – med –dent
Christine Vetter,
Köln
Im Langzeit-EKG finden sich
praktisch bei jedem Menschen
Herzrhythmusstörungen, also
Herzschläge, die sich nicht in
den normalen gleichmäßigen
Takt des Herzens einordnen.
Solche Abweichungen von
der Norm sind in aller Regel
ohne gesundheitliche Relevanz. Gerät das Herz allerdings nachhaltig aus dem
Takt, so drohen zum Teil
massive Komplikationen bis
hin zum plötzlichen Herztod.
Ob im Einzelfall eine solche
Gefährdung besteht oder
nicht, hängt direkt von der
Art der jeweiligen Rhythmusstörung ab. Die Herzrhythmusstörungen werden dabei
forum – med –dent
Das Reizleitungssystem im Herzen
primär danach unterteilt, ob
der Herzschlag zu langsam
ist, also eine Bradykardie
vorliegt, oder ob das Herz zu
schnell schlägt, was als Tachykardie bezeichnet wird.
Davon unabhängig können
einzelne Herzschläge unregelmäßig sein. Solche Herzschläge außer der Reihe werden Extrasystolen genannt.
Je nachdem ob sie aus dem
Vorhof (Atrium) oder der
Hauptkammer (Ventrikel)
entstehen, spricht man von
supraventrikulären oder ventrikulären Extrasystolen. Sie
sind meist unbedenklich und
bedürfen keiner speziellen
Therapie.
Gesteuert wird die Kontraktion des Herzmuskels durch
eine komplexe Reizbildung
und Reizleitung im Herzen.
Diese basiert auf elektrischen
Impulsen, den Aktionspotentialen, welche ihrerseits eine
Depolarisation der Herzmuskelzellen und damit die
mechanische Kontraktion
des Herzmuskels induzieren,
so daß das Blut aus dem
Herzen ausgetrieben und
damit quasi in das Kreislaufsystem hineingepumpt wird.
Der zentrale Schrittmacher
für den Rhythmus, mit dem
diese Kontraktionen ablaufen, ist der Sinusknoten, der
sich an der Einmündung der
oberen Hohlvene in den Vorhof befindet. Gesteuert wird
die Herzfrequenz im Sinusknoten über das Zusammenspiel vom sympathischen und
parasympathischen Nervensystem, wobei der Sympathikus
den Herzschlag antreibt, der
Parasympathikus ihn dage-
Sinusknoten
AV-Knoten
His-Bündel
Rechter Schenkel
Linker Schenkel
Purkinje-Fasern
gen dämpft. Nimmt der Einfluß des Parasympathikus zu,
so sinkt die Herzfrequenz,
und es kommt zur Bradykardie. Überwiegt jedoch der
Sympathikus, so schlägt das
Herz schneller, und es resultiert eine Tachykardie.
Vom Sinusknoten breitet sich
die elektrische Erregung über
drei Leitungsbahnen im Vorhof bis in den Atrioventrikularknoten, meist kurz AV-Knoten genannt, aus. Dieser hat
ebenfalls Schrittmacherfunktion, besitzt aber einen geringeren Eigenrhythmus als der
Sinusknoten, der dem AVKnoten folglich seinen Rhythmus aufzwingt. Ist jedoch
der Sinusknoten geschädigt,
so folgt das Herz den Impulsen aus dem AV-Knoten.
Unterhalb des AV-Knotens
wird die Reizleitung über das
sogenannte His-Bündel bis in
die Herzspitze fortgeleitet.
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Formen der Herzrhythmusstörungen
Bradykardie
Von einer Bradykardie ist
auszugehen, wenn die Herzfrequenz unter 60 Schlägen
pro Minute liegt. Ist der
Herzschlag zusätzlich noch
unregelmäßig, so daß das
Herz „stolpert“, spricht man
von einer bradykarden
Arrythmie.
Ein verlangsamter Herzschlag
kann viele Ursachen haben
und völlig harmlos sein. So
findet sich bei Sportlern fast
regelhaft eine Bradykardie.
Diese kann aber auch Ausdruck einer degenerativen
oder einer entzündlichen
Herzmuskelerkrankung sein
und stellt dann eine ernste
Bedrohung dar.
Die Bradykardie entsteht
zumeist durch eine Störung
der Reizbildung oder der
Erregungsleitung im Herzen.
Häufig ist eine Schädigung
des Sinusknotens oder des
natürlichen Reizleitungssystems die Basis des verlangsamten Pulsschlags. Zu einer
solchen Schädigung kann es
bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK)
kommen, bei Herzklappen- oder
auch allgemein
bei Herzmuskelerkrankungen.
Auch eine
Schilddrüsenunterfunktion oder
eine hochdosierte Behandlung mit Medikamenten wie
den Betablockern, die die
Herzfrequenz dämpfen, kann
die Grundlage der Bradykardie sein.
Typische Beschwerden sind
Schwindel und Palpitationen,
also starke, spürbare Herzschläge, sowie ein Herzstolpern bei der bradykarden
Arrhythmie. Auch kann es bei
kritisch absinkender Herzfrequenz zur kurzzeitigen
Bewußtlosigkeit kommen.
Durch die eingeschränkte
Pumpleistung des Herzens
können ferner Beschwerden
auftreten, wie sie ansonsten
für eine Herzinsuffizienz
typisch sind, etwa Atemnot
und eine Ödembildung.
Mit einer medikamentösen
Therapie gelingt es oftmals
nicht, die Herzfrequenz ausreichend und dauerhaft zu
beschleunigen. Die Therapie
der Wahl ist dann die Implantation eines Herzschrittmachers, der elektrische Impulse
an das Herz abgibt, sobald
der Pulsschlag unter eine
bestimmte Frequenz
absinkt.
Insignia™ Ultra.
Frequenzadaptiver
DDDR-Zweikammerherzschrittmacher mit
zwei Sensoren und
Automatic Capture
Tachykardie
Die Tachykardie ist definiert
als Herzfrequenz über 100
Schläge pro Minute. Ähnlich
wie die Bradykardie kann sie
harmloser Natur sein und
auf einer erhöhten körperlichen oder emotionalen Belastung beruhen. Sie kann
aber auch durch Erkrankungen bedingt sein, beispielsweise durch eine Schilddrüsenüberfunk-tion oder eine
Anämie. Auch Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien als angeborene oder
erworbene Herzfehler können eine Tachykardie nach
sich ziehen. Ebenso können
Störungen des Elektrolythaushalts die Ursache
eines schnellen Herzschlags
sein, und auch ein starker
Alkoholkonsum kann sich
entsprechend auswirken.
Tachykardien können in
unterschiedlichen Regionen
des Herzens entstehen, und
zwar sowohl im Sinusknoten
wie auch im AV-Knoten oder
sogar durch fokale Impulsbildungen oder kreisende elektrische Erregungen. Sie können dem Vorhof entspringen
und in Vorhofflimmern oder
Vorhofflattern übergehen
oder aus den Herzkammern
entstehen und sich bis hin zu
anhaltenden Kammertachykardien steigern und schließlich in den plötzlichen Herztod übergehen.
Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern ist eine
sehr häufige Herzrhythmusstörung, die als supraventrikuläre Tachykardie anzusehen ist. Betroffen sind rund
0,5 bis 1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, und zwar
vor allem ältere Menschen.
Charakteristisch ist eine
ungeordnete und schnelle –
bis zu 350mal pro Minute –
Kontraktion der Muskulatur
der beiden Vorhöfe, die auf
kreisende elektrische Erregungen zurückgeht und häufig mit der Entstehung von
Vorhofthromben assoziiert
ist. Die Vorhöfe erbringen
dabei praktisch keine Pumpleistung mehr, wodurch das
Schlagvolumen der beiden
Herzkammern um etwa
20 Prozent reduziert wird.
Gesundheitlich bedenklich
ist die Situation vor allem,
weil solche Vorhofthromben
sich aus dem Herzen lösen
und einen Schlaganfall auslösen können.
Ursache des Vorhofflimmerns
sind sehr häufig Veränderungen der Muskelzellen im
Atrium mit Entzündungsprozessen oder auch mit einer
Fibrosierung. Auch eine Vergrößerung der Vorhöfe kann
der Ausbildung kreisender
Erregungen Vorschub leisten
und damit das Vorhofflimmern auslösen.
Bemerkbar macht sich die
Störung zunächst durch eine
eingeschränkte körperliche
Leistungsfähigkeit, die direkt
auf das eingeschränkte
Schlagvolumen des Herzens
zurückgeht, sowie durch
Luftnot. Einige Patienten klagen außerdem über Herzstolpern und/oder Herzklopfen.
Allerdings kann das Vorhofflimmern auch völlig unbemerkt – und damit unbehandelt – bleiben und sich
schließlich in einem Schlaganfall oder einer Beinvenenthrombose manifestieren.
Diagnostizieren läßt sich die
Rhythmusstörung im EKG,
und therapeutisch wird bei
entsprechendem Befund versucht, eine Kardioversion zu
erwirken, das Herz also wie-
der in den normalen Sinusrhythmus zu überführen.
Das kann medikamentös
durch Antiarrhythmika
geschehen oder auch durch
eine elektrische Kardioversion.
Dabei wird unter Narkose mit
zwei Elektroden über einen
Defibrillator ein elektrischer
Stromschlag an den Brustkorb abgegeben mit dem
Ziel, von außen die kreisende
Erregung in den Herzvorhöfen abrupt zu beenden und
eine geordnete elektrische
Reizleitung als Sinusrhythmus quasi zu erzwingen.
Die Patienten müssen vor
und nach dem Eingriff durch
Antikoagulantien vor einer
Thrombenbildung geschützt
werden. Tritt das Vorhofflimmern häufiger auf oder
anhaltend, so müssen die
Antikoagulantien dauerhaft
eingenommen werden, um
das Schlaganfallrisiko zu
minimieren.
Kammerflattern
und -flimmern
Gefährlicher noch sind die
tachykarden Herzrhythmusstörungen der Herzkammer
wie das Kammerflattern und
das Kammerflimmern, hochfrequente Rhythmusstörungen mit zum Teil mehr als
500 Herzschlägen pro Minute
und mit unkoordinierter
Kontraktion der Herzkammer,
die in den plötzlichen Herztod übergehen können. Pro
Jahr sterben daran in Deutschland rund 100.000 Menschen.
Die einzige mögliche Behandlung besteht in einem sofortigen Elektroschock via Defibrillator, der allerdings schnell
erfolgen muß, da innerhalb
von drei bis vier Minuten
nach dem Kreislaufzusammenbruch bleibende Gehirnschäden drohen.
Bei etwa 50 bis 60 Prozent
der Patienten ist die Grundlage der Rhythmusstörung
eine vorbestehende Herzerkrankung, meist in Form
einer koronaren Herzerkrankung, die nicht selten bereits
zu einem oder mehreren
Herzinfarkten führte. Risikofaktoren für den plötzlichen
Herztod sind somit bereits
durchgemachte Herzinfarkte,
eine Herzinsuffizienz mit
eingeschränkter Pumpfunktion sowie ein einmal bereits
überlebter Herzstillstand.
Liegen solche Risikofaktoren
vor, so ist eine Prophylaxe
des plötzlichen Herztodes
dringend anzuraten. Diese
besteht primär im Abbau der
Risikofaktoren und hier insbesondere des Rauchens und
einer konsequenten Behandlung von hohen Lipidspiegeln,
einer Hypertonie sowie
einem Diabetes. Außerdem
muß die meist vorliegende
KHK behandelt werden, was
konkret auch bedeutet, daß
bei verengten Gefäßen eine
Ballondilatation oder gegebenenfalls eine Bypass-Operation zu erwägen ist.
Die früher übliche medikamentöse Therapie bei tachykarden Herzrhythmusstörungen ist in den vergangenen
Jahren in den Hintergrund
getreten, nachdem in Studien
eine Überlegenheit gegenüber Placebo nicht gezeigt
werden konnte. Dafür hat
andererseits die Behandlung
mit implantierbaren Defibrillatoren an Bedeutung zugenommen, was nicht zuletzt
daran liegt, daß die Geräte
durch die technischen Weiterentwicklungen entsprechend klein geworden sind.
Sie werden analog wie ein
Schrittmacher implantiert
und reagieren praktisch wie
ein „Wächter in der Brust“
bei drohendem Herzstillstand
mit einem kleinen Elektroschock. Auf diese Weise läßt
sich den bisherigen Daten
zufolge bei Risikopatienten
die Wahrscheinlichkeit für
einen plötzlichen Herztod
bestmöglich reduzieren.
forum – med –dent
Christine Vetter,
Köln
Im Langzeit-EKG finden sich
praktisch bei jedem Menschen
Herzrhythmusstörungen, also
Herzschläge, die sich nicht in
den normalen gleichmäßigen
Takt des Herzens einordnen.
Solche Abweichungen von
der Norm sind in aller Regel
ohne gesundheitliche Relevanz. Gerät das Herz allerdings nachhaltig aus dem
Takt, so drohen zum Teil
massive Komplikationen bis
hin zum plötzlichen Herztod.
Ob im Einzelfall eine solche
Gefährdung besteht oder
nicht, hängt direkt von der
Art der jeweiligen Rhythmusstörung ab. Die Herzrhythmusstörungen werden dabei
forum – med –dent
Das Reizleitungssystem im Herzen
primär danach unterteilt, ob
der Herzschlag zu langsam
ist, also eine Bradykardie
vorliegt, oder ob das Herz zu
schnell schlägt, was als Tachykardie bezeichnet wird.
Davon unabhängig können
einzelne Herzschläge unregelmäßig sein. Solche Herzschläge außer der Reihe werden Extrasystolen genannt.
Je nachdem ob sie aus dem
Vorhof (Atrium) oder der
Hauptkammer (Ventrikel)
entstehen, spricht man von
supraventrikulären oder ventrikulären Extrasystolen. Sie
sind meist unbedenklich und
bedürfen keiner speziellen
Therapie.
Gesteuert wird die Kontraktion des Herzmuskels durch
eine komplexe Reizbildung
und Reizleitung im Herzen.
Diese basiert auf elektrischen
Impulsen, den Aktionspotentialen, welche ihrerseits eine
Depolarisation der Herzmuskelzellen und damit die
mechanische Kontraktion
des Herzmuskels induzieren,
so daß das Blut aus dem
Herzen ausgetrieben und
damit quasi in das Kreislaufsystem hineingepumpt wird.
Der zentrale Schrittmacher
für den Rhythmus, mit dem
diese Kontraktionen ablaufen, ist der Sinusknoten, der
sich an der Einmündung der
oberen Hohlvene in den Vorhof befindet. Gesteuert wird
die Herzfrequenz im Sinusknoten über das Zusammenspiel vom sympathischen und
parasympathischen Nervensystem, wobei der Sympathikus
den Herzschlag antreibt, der
Parasympathikus ihn dage-
Sinusknoten
AV-Knoten
His-Bündel
Rechter Schenkel
Linker Schenkel
Purkinje-Fasern
gen dämpft. Nimmt der Einfluß des Parasympathikus zu,
so sinkt die Herzfrequenz,
und es kommt zur Bradykardie. Überwiegt jedoch der
Sympathikus, so schlägt das
Herz schneller, und es resultiert eine Tachykardie.
Vom Sinusknoten breitet sich
die elektrische Erregung über
drei Leitungsbahnen im Vorhof bis in den Atrioventrikularknoten, meist kurz AV-Knoten genannt, aus. Dieser hat
ebenfalls Schrittmacherfunktion, besitzt aber einen geringeren Eigenrhythmus als der
Sinusknoten, der dem AVKnoten folglich seinen Rhythmus aufzwingt. Ist jedoch
der Sinusknoten geschädigt,
so folgt das Herz den Impulsen aus dem AV-Knoten.
Unterhalb des AV-Knotens
wird die Reizleitung über das
sogenannte His-Bündel bis in
die Herzspitze fortgeleitet.
forum – med –dent
forum – med –dent
Formen der Herzrhythmusstörungen
Bradykardie
Von einer Bradykardie ist
auszugehen, wenn die Herzfrequenz unter 60 Schlägen
pro Minute liegt. Ist der
Herzschlag zusätzlich noch
unregelmäßig, so daß das
Herz „stolpert“, spricht man
von einer bradykarden
Arrythmie.
Ein verlangsamter Herzschlag
kann viele Ursachen haben
und völlig harmlos sein. So
findet sich bei Sportlern fast
regelhaft eine Bradykardie.
Diese kann aber auch Ausdruck einer degenerativen
oder einer entzündlichen
Herzmuskelerkrankung sein
und stellt dann eine ernste
Bedrohung dar.
Die Bradykardie entsteht
zumeist durch eine Störung
der Reizbildung oder der
Erregungsleitung im Herzen.
Häufig ist eine Schädigung
des Sinusknotens oder des
natürlichen Reizleitungssystems die Basis des verlangsamten Pulsschlags. Zu einer
solchen Schädigung kann es
bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK)
kommen, bei Herzklappen- oder
auch allgemein
bei Herzmuskelerkrankungen.
Auch eine
Schilddrüsenunterfunktion oder
eine hochdosierte Behandlung mit Medikamenten wie
den Betablockern, die die
Herzfrequenz dämpfen, kann
die Grundlage der Bradykardie sein.
Typische Beschwerden sind
Schwindel und Palpitationen,
also starke, spürbare Herzschläge, sowie ein Herzstolpern bei der bradykarden
Arrhythmie. Auch kann es bei
kritisch absinkender Herzfrequenz zur kurzzeitigen
Bewußtlosigkeit kommen.
Durch die eingeschränkte
Pumpleistung des Herzens
können ferner Beschwerden
auftreten, wie sie ansonsten
für eine Herzinsuffizienz
typisch sind, etwa Atemnot
und eine Ödembildung.
Mit einer medikamentösen
Therapie gelingt es oftmals
nicht, die Herzfrequenz ausreichend und dauerhaft zu
beschleunigen. Die Therapie
der Wahl ist dann die Implantation eines Herzschrittmachers, der elektrische Impulse
an das Herz abgibt, sobald
der Pulsschlag unter eine
bestimmte Frequenz
absinkt.
Insignia™ Ultra.
Frequenzadaptiver
DDDR-Zweikammerherzschrittmacher mit
zwei Sensoren und
Automatic Capture
Tachykardie
Die Tachykardie ist definiert
als Herzfrequenz über 100
Schläge pro Minute. Ähnlich
wie die Bradykardie kann sie
harmloser Natur sein und
auf einer erhöhten körperlichen oder emotionalen Belastung beruhen. Sie kann
aber auch durch Erkrankungen bedingt sein, beispielsweise durch eine Schilddrüsenüberfunk-tion oder eine
Anämie. Auch Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien als angeborene oder
erworbene Herzfehler können eine Tachykardie nach
sich ziehen. Ebenso können
Störungen des Elektrolythaushalts die Ursache
eines schnellen Herzschlags
sein, und auch ein starker
Alkoholkonsum kann sich
entsprechend auswirken.
Tachykardien können in
unterschiedlichen Regionen
des Herzens entstehen, und
zwar sowohl im Sinusknoten
wie auch im AV-Knoten oder
sogar durch fokale Impulsbildungen oder kreisende elektrische Erregungen. Sie können dem Vorhof entspringen
und in Vorhofflimmern oder
Vorhofflattern übergehen
oder aus den Herzkammern
entstehen und sich bis hin zu
anhaltenden Kammertachykardien steigern und schließlich in den plötzlichen Herztod übergehen.
Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern ist eine
sehr häufige Herzrhythmusstörung, die als supraventrikuläre Tachykardie anzusehen ist. Betroffen sind rund
0,5 bis 1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, und zwar
vor allem ältere Menschen.
Charakteristisch ist eine
ungeordnete und schnelle –
bis zu 350mal pro Minute –
Kontraktion der Muskulatur
der beiden Vorhöfe, die auf
kreisende elektrische Erregungen zurückgeht und häufig mit der Entstehung von
Vorhofthromben assoziiert
ist. Die Vorhöfe erbringen
dabei praktisch keine Pumpleistung mehr, wodurch das
Schlagvolumen der beiden
Herzkammern um etwa
20 Prozent reduziert wird.
Gesundheitlich bedenklich
ist die Situation vor allem,
weil solche Vorhofthromben
sich aus dem Herzen lösen
und einen Schlaganfall auslösen können.
Ursache des Vorhofflimmerns
sind sehr häufig Veränderungen der Muskelzellen im
Atrium mit Entzündungsprozessen oder auch mit einer
Fibrosierung. Auch eine Vergrößerung der Vorhöfe kann
der Ausbildung kreisender
Erregungen Vorschub leisten
und damit das Vorhofflimmern auslösen.
Bemerkbar macht sich die
Störung zunächst durch eine
eingeschränkte körperliche
Leistungsfähigkeit, die direkt
auf das eingeschränkte
Schlagvolumen des Herzens
zurückgeht, sowie durch
Luftnot. Einige Patienten klagen außerdem über Herzstolpern und/oder Herzklopfen.
Allerdings kann das Vorhofflimmern auch völlig unbemerkt – und damit unbehandelt – bleiben und sich
schließlich in einem Schlaganfall oder einer Beinvenenthrombose manifestieren.
Diagnostizieren läßt sich die
Rhythmusstörung im EKG,
und therapeutisch wird bei
entsprechendem Befund versucht, eine Kardioversion zu
erwirken, das Herz also wie-
der in den normalen Sinusrhythmus zu überführen.
Das kann medikamentös
durch Antiarrhythmika
geschehen oder auch durch
eine elektrische Kardioversion.
Dabei wird unter Narkose mit
zwei Elektroden über einen
Defibrillator ein elektrischer
Stromschlag an den Brustkorb abgegeben mit dem
Ziel, von außen die kreisende
Erregung in den Herzvorhöfen abrupt zu beenden und
eine geordnete elektrische
Reizleitung als Sinusrhythmus quasi zu erzwingen.
Die Patienten müssen vor
und nach dem Eingriff durch
Antikoagulantien vor einer
Thrombenbildung geschützt
werden. Tritt das Vorhofflimmern häufiger auf oder
anhaltend, so müssen die
Antikoagulantien dauerhaft
eingenommen werden, um
das Schlaganfallrisiko zu
minimieren.
Kammerflattern
und -flimmern
Gefährlicher noch sind die
tachykarden Herzrhythmusstörungen der Herzkammer
wie das Kammerflattern und
das Kammerflimmern, hochfrequente Rhythmusstörungen mit zum Teil mehr als
500 Herzschlägen pro Minute
und mit unkoordinierter
Kontraktion der Herzkammer,
die in den plötzlichen Herztod übergehen können. Pro
Jahr sterben daran in Deutschland rund 100.000 Menschen.
Die einzige mögliche Behandlung besteht in einem sofortigen Elektroschock via Defibrillator, der allerdings schnell
erfolgen muß, da innerhalb
von drei bis vier Minuten
nach dem Kreislaufzusammenbruch bleibende Gehirnschäden drohen.
Bei etwa 50 bis 60 Prozent
der Patienten ist die Grundlage der Rhythmusstörung
eine vorbestehende Herzerkrankung, meist in Form
einer koronaren Herzerkrankung, die nicht selten bereits
zu einem oder mehreren
Herzinfarkten führte. Risikofaktoren für den plötzlichen
Herztod sind somit bereits
durchgemachte Herzinfarkte,
eine Herzinsuffizienz mit
eingeschränkter Pumpfunktion sowie ein einmal bereits
überlebter Herzstillstand.
Liegen solche Risikofaktoren
vor, so ist eine Prophylaxe
des plötzlichen Herztodes
dringend anzuraten. Diese
besteht primär im Abbau der
Risikofaktoren und hier insbesondere des Rauchens und
einer konsequenten Behandlung von hohen Lipidspiegeln,
einer Hypertonie sowie
einem Diabetes. Außerdem
muß die meist vorliegende
KHK behandelt werden, was
konkret auch bedeutet, daß
bei verengten Gefäßen eine
Ballondilatation oder gegebenenfalls eine Bypass-Operation zu erwägen ist.
Die früher übliche medikamentöse Therapie bei tachykarden Herzrhythmusstörungen ist in den vergangenen
Jahren in den Hintergrund
getreten, nachdem in Studien
eine Überlegenheit gegenüber Placebo nicht gezeigt
werden konnte. Dafür hat
andererseits die Behandlung
mit implantierbaren Defibrillatoren an Bedeutung zugenommen, was nicht zuletzt
daran liegt, daß die Geräte
durch die technischen Weiterentwicklungen entsprechend klein geworden sind.
Sie werden analog wie ein
Schrittmacher implantiert
und reagieren praktisch wie
ein „Wächter in der Brust“
bei drohendem Herzstillstand
mit einem kleinen Elektroschock. Auf diese Weise läßt
sich den bisherigen Daten
zufolge bei Risikopatienten
die Wahrscheinlichkeit für
einen plötzlichen Herztod
bestmöglich reduzieren.
forum – med –dent
Christine Vetter,
Köln
Im Langzeit-EKG finden sich
praktisch bei jedem Menschen
Herzrhythmusstörungen, also
Herzschläge, die sich nicht in
den normalen gleichmäßigen
Takt des Herzens einordnen.
Solche Abweichungen von
der Norm sind in aller Regel
ohne gesundheitliche Relevanz. Gerät das Herz allerdings nachhaltig aus dem
Takt, so drohen zum Teil
massive Komplikationen bis
hin zum plötzlichen Herztod.
Ob im Einzelfall eine solche
Gefährdung besteht oder
nicht, hängt direkt von der
Art der jeweiligen Rhythmusstörung ab. Die Herzrhythmusstörungen werden dabei
forum – med –dent
Das Reizleitungssystem im Herzen
primär danach unterteilt, ob
der Herzschlag zu langsam
ist, also eine Bradykardie
vorliegt, oder ob das Herz zu
schnell schlägt, was als Tachykardie bezeichnet wird.
Davon unabhängig können
einzelne Herzschläge unregelmäßig sein. Solche Herzschläge außer der Reihe werden Extrasystolen genannt.
Je nachdem ob sie aus dem
Vorhof (Atrium) oder der
Hauptkammer (Ventrikel)
entstehen, spricht man von
supraventrikulären oder ventrikulären Extrasystolen. Sie
sind meist unbedenklich und
bedürfen keiner speziellen
Therapie.
Gesteuert wird die Kontraktion des Herzmuskels durch
eine komplexe Reizbildung
und Reizleitung im Herzen.
Diese basiert auf elektrischen
Impulsen, den Aktionspotentialen, welche ihrerseits eine
Depolarisation der Herzmuskelzellen und damit die
mechanische Kontraktion
des Herzmuskels induzieren,
so daß das Blut aus dem
Herzen ausgetrieben und
damit quasi in das Kreislaufsystem hineingepumpt wird.
Der zentrale Schrittmacher
für den Rhythmus, mit dem
diese Kontraktionen ablaufen, ist der Sinusknoten, der
sich an der Einmündung der
oberen Hohlvene in den Vorhof befindet. Gesteuert wird
die Herzfrequenz im Sinusknoten über das Zusammenspiel vom sympathischen und
parasympathischen Nervensystem, wobei der Sympathikus
den Herzschlag antreibt, der
Parasympathikus ihn dage-
Sinusknoten
AV-Knoten
His-Bündel
Rechter Schenkel
Linker Schenkel
Purkinje-Fasern
gen dämpft. Nimmt der Einfluß des Parasympathikus zu,
so sinkt die Herzfrequenz,
und es kommt zur Bradykardie. Überwiegt jedoch der
Sympathikus, so schlägt das
Herz schneller, und es resultiert eine Tachykardie.
Vom Sinusknoten breitet sich
die elektrische Erregung über
drei Leitungsbahnen im Vorhof bis in den Atrioventrikularknoten, meist kurz AV-Knoten genannt, aus. Dieser hat
ebenfalls Schrittmacherfunktion, besitzt aber einen geringeren Eigenrhythmus als der
Sinusknoten, der dem AVKnoten folglich seinen Rhythmus aufzwingt. Ist jedoch
der Sinusknoten geschädigt,
so folgt das Herz den Impulsen aus dem AV-Knoten.
Unterhalb des AV-Knotens
wird die Reizleitung über das
sogenannte His-Bündel bis in
die Herzspitze fortgeleitet.
forum – med –dent
forum – med –dent
Formen der Herzrhythmusstörungen
Bradykardie
Von einer Bradykardie ist
auszugehen, wenn die Herzfrequenz unter 60 Schlägen
pro Minute liegt. Ist der
Herzschlag zusätzlich noch
unregelmäßig, so daß das
Herz „stolpert“, spricht man
von einer bradykarden
Arrythmie.
Ein verlangsamter Herzschlag
kann viele Ursachen haben
und völlig harmlos sein. So
findet sich bei Sportlern fast
regelhaft eine Bradykardie.
Diese kann aber auch Ausdruck einer degenerativen
oder einer entzündlichen
Herzmuskelerkrankung sein
und stellt dann eine ernste
Bedrohung dar.
Die Bradykardie entsteht
zumeist durch eine Störung
der Reizbildung oder der
Erregungsleitung im Herzen.
Häufig ist eine Schädigung
des Sinusknotens oder des
natürlichen Reizleitungssystems die Basis des verlangsamten Pulsschlags. Zu einer
solchen Schädigung kann es
bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK)
kommen, bei Herzklappen- oder
auch allgemein
bei Herzmuskelerkrankungen.
Auch eine
Schilddrüsenunterfunktion oder
eine hochdosierte Behandlung mit Medikamenten wie
den Betablockern, die die
Herzfrequenz dämpfen, kann
die Grundlage der Bradykardie sein.
Typische Beschwerden sind
Schwindel und Palpitationen,
also starke, spürbare Herzschläge, sowie ein Herzstolpern bei der bradykarden
Arrhythmie. Auch kann es bei
kritisch absinkender Herzfrequenz zur kurzzeitigen
Bewußtlosigkeit kommen.
Durch die eingeschränkte
Pumpleistung des Herzens
können ferner Beschwerden
auftreten, wie sie ansonsten
für eine Herzinsuffizienz
typisch sind, etwa Atemnot
und eine Ödembildung.
Mit einer medikamentösen
Therapie gelingt es oftmals
nicht, die Herzfrequenz ausreichend und dauerhaft zu
beschleunigen. Die Therapie
der Wahl ist dann die Implantation eines Herzschrittmachers, der elektrische Impulse
an das Herz abgibt, sobald
der Pulsschlag unter eine
bestimmte Frequenz
absinkt.
Insignia™ Ultra.
Frequenzadaptiver
DDDR-Zweikammerherzschrittmacher mit
zwei Sensoren und
Automatic Capture
Tachykardie
Die Tachykardie ist definiert
als Herzfrequenz über 100
Schläge pro Minute. Ähnlich
wie die Bradykardie kann sie
harmloser Natur sein und
auf einer erhöhten körperlichen oder emotionalen Belastung beruhen. Sie kann
aber auch durch Erkrankungen bedingt sein, beispielsweise durch eine Schilddrüsenüberfunk-tion oder eine
Anämie. Auch Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien als angeborene oder
erworbene Herzfehler können eine Tachykardie nach
sich ziehen. Ebenso können
Störungen des Elektrolythaushalts die Ursache
eines schnellen Herzschlags
sein, und auch ein starker
Alkoholkonsum kann sich
entsprechend auswirken.
Tachykardien können in
unterschiedlichen Regionen
des Herzens entstehen, und
zwar sowohl im Sinusknoten
wie auch im AV-Knoten oder
sogar durch fokale Impulsbildungen oder kreisende elektrische Erregungen. Sie können dem Vorhof entspringen
und in Vorhofflimmern oder
Vorhofflattern übergehen
oder aus den Herzkammern
entstehen und sich bis hin zu
anhaltenden Kammertachykardien steigern und schließlich in den plötzlichen Herztod übergehen.
Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern ist eine
sehr häufige Herzrhythmusstörung, die als supraventrikuläre Tachykardie anzusehen ist. Betroffen sind rund
0,5 bis 1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, und zwar
vor allem ältere Menschen.
Charakteristisch ist eine
ungeordnete und schnelle –
bis zu 350mal pro Minute –
Kontraktion der Muskulatur
der beiden Vorhöfe, die auf
kreisende elektrische Erregungen zurückgeht und häufig mit der Entstehung von
Vorhofthromben assoziiert
ist. Die Vorhöfe erbringen
dabei praktisch keine Pumpleistung mehr, wodurch das
Schlagvolumen der beiden
Herzkammern um etwa
20 Prozent reduziert wird.
Gesundheitlich bedenklich
ist die Situation vor allem,
weil solche Vorhofthromben
sich aus dem Herzen lösen
und einen Schlaganfall auslösen können.
Ursache des Vorhofflimmerns
sind sehr häufig Veränderungen der Muskelzellen im
Atrium mit Entzündungsprozessen oder auch mit einer
Fibrosierung. Auch eine Vergrößerung der Vorhöfe kann
der Ausbildung kreisender
Erregungen Vorschub leisten
und damit das Vorhofflimmern auslösen.
Bemerkbar macht sich die
Störung zunächst durch eine
eingeschränkte körperliche
Leistungsfähigkeit, die direkt
auf das eingeschränkte
Schlagvolumen des Herzens
zurückgeht, sowie durch
Luftnot. Einige Patienten klagen außerdem über Herzstolpern und/oder Herzklopfen.
Allerdings kann das Vorhofflimmern auch völlig unbemerkt – und damit unbehandelt – bleiben und sich
schließlich in einem Schlaganfall oder einer Beinvenenthrombose manifestieren.
Diagnostizieren läßt sich die
Rhythmusstörung im EKG,
und therapeutisch wird bei
entsprechendem Befund versucht, eine Kardioversion zu
erwirken, das Herz also wie-
der in den normalen Sinusrhythmus zu überführen.
Das kann medikamentös
durch Antiarrhythmika
geschehen oder auch durch
eine elektrische Kardioversion.
Dabei wird unter Narkose mit
zwei Elektroden über einen
Defibrillator ein elektrischer
Stromschlag an den Brustkorb abgegeben mit dem
Ziel, von außen die kreisende
Erregung in den Herzvorhöfen abrupt zu beenden und
eine geordnete elektrische
Reizleitung als Sinusrhythmus quasi zu erzwingen.
Die Patienten müssen vor
und nach dem Eingriff durch
Antikoagulantien vor einer
Thrombenbildung geschützt
werden. Tritt das Vorhofflimmern häufiger auf oder
anhaltend, so müssen die
Antikoagulantien dauerhaft
eingenommen werden, um
das Schlaganfallrisiko zu
minimieren.
Kammerflattern
und -flimmern
Gefährlicher noch sind die
tachykarden Herzrhythmusstörungen der Herzkammer
wie das Kammerflattern und
das Kammerflimmern, hochfrequente Rhythmusstörungen mit zum Teil mehr als
500 Herzschlägen pro Minute
und mit unkoordinierter
Kontraktion der Herzkammer,
die in den plötzlichen Herztod übergehen können. Pro
Jahr sterben daran in Deutschland rund 100.000 Menschen.
Die einzige mögliche Behandlung besteht in einem sofortigen Elektroschock via Defibrillator, der allerdings schnell
erfolgen muß, da innerhalb
von drei bis vier Minuten
nach dem Kreislaufzusammenbruch bleibende Gehirnschäden drohen.
Bei etwa 50 bis 60 Prozent
der Patienten ist die Grundlage der Rhythmusstörung
eine vorbestehende Herzerkrankung, meist in Form
einer koronaren Herzerkrankung, die nicht selten bereits
zu einem oder mehreren
Herzinfarkten führte. Risikofaktoren für den plötzlichen
Herztod sind somit bereits
durchgemachte Herzinfarkte,
eine Herzinsuffizienz mit
eingeschränkter Pumpfunktion sowie ein einmal bereits
überlebter Herzstillstand.
Liegen solche Risikofaktoren
vor, so ist eine Prophylaxe
des plötzlichen Herztodes
dringend anzuraten. Diese
besteht primär im Abbau der
Risikofaktoren und hier insbesondere des Rauchens und
einer konsequenten Behandlung von hohen Lipidspiegeln,
einer Hypertonie sowie
einem Diabetes. Außerdem
muß die meist vorliegende
KHK behandelt werden, was
konkret auch bedeutet, daß
bei verengten Gefäßen eine
Ballondilatation oder gegebenenfalls eine Bypass-Operation zu erwägen ist.
Die früher übliche medikamentöse Therapie bei tachykarden Herzrhythmusstörungen ist in den vergangenen
Jahren in den Hintergrund
getreten, nachdem in Studien
eine Überlegenheit gegenüber Placebo nicht gezeigt
werden konnte. Dafür hat
andererseits die Behandlung
mit implantierbaren Defibrillatoren an Bedeutung zugenommen, was nicht zuletzt
daran liegt, daß die Geräte
durch die technischen Weiterentwicklungen entsprechend klein geworden sind.
Sie werden analog wie ein
Schrittmacher implantiert
und reagieren praktisch wie
ein „Wächter in der Brust“
bei drohendem Herzstillstand
mit einem kleinen Elektroschock. Auf diese Weise läßt
sich den bisherigen Daten
zufolge bei Risikopatienten
die Wahrscheinlichkeit für
einen plötzlichen Herztod
bestmöglich reduzieren.
In deutschen Zahnarztpraxen
das meistangewendete Lokalanästhetikum
Worauf Sie achten müssen !
➜
➜
➜
➜
➜
➜
➜
Ultracain
®
Herzrhythmusstörungen
Anamnestische Fragen
Ursache der Rhythmusstörungen.
Art der Rhythmusstörungen
(Tachykardie, Bradykardie,
Extrasystolen).
Hämodynamische Relevanz
der Rhythmusstörungen
(Leistungsschwäche).
Bisherige Therapie (medikamentös, Schrittmacher).
Symptome
Synkopen.
Schwindel.
Leistungsschwäche.
Unregelmäßige Herzaktion.
Therapie
➜ Je nach Grunderkrankung
medikamentös mit Antiarrhythmika oder mit Herzschrittmacher.
Risiken
➜ Bei bradykarden Störungen
Adam-Stokes-Anfall (Auslösung durch Lokalanästhetika möglich).
➜ Bei tachykarden Störungen
Verstärkung durch vermehrte Adrenalinausschüttung
oder -zufuhr mit Gefahr der
Herzinsuffizienz, Dekompensation oder Kammerflimmern.
Prophylaxe
➜ Bei bradykarden Störungen
Vorsicht mit Lokalanästhetika (Pulskontrolle!).
➜ Bei ausgeprägter Bradykardie, AV-Block und schweren
Überleitungsstörungen Anwendung von Lokalanästhetika nur nach Rücksprache
mit dem behandelnden Arzt.
➜ Ggf. Monitoring
(Pulsoximetrie).
➜ Ggf. Prämedikation
(z.B. Benzodiazepine).
➜ Bei tachykarden Störungen
Vorsicht mit Adrenalin
(keine adrenalinhaltigen
Retraktionsfäden, Adrenalin-Zusatz zu Lokalanästhetika maximal 1:200.000).
Herzschrittmacher
➜ Bei Anwendung elektrischer
Herzschrittmacher werden
Geräte in Schrittmacher-Nähe
bei therapieresistenten HerzPulskontrolle (Monitoring).
rhythmusstörungen (v.a. Bra- ➜ Keine Anwendung von Kurzdykardien) implantiert.
oder Mikrowellengeräten.
Moderne Schrittmacher tre- ➜ Im Notfall kann der Schrittten nur bei Unterschreiten
macher durch Auflegen eines
einer bestimmten HerzfreMagneten auf starrfrequenquenz in Aktion (Demandten Betrieb umgeschaltet
Funktion) und sind häufig
werden.
frequenzadaptiv. Ihre Funktion kann daher grundsätzDie Abbildungen zur Herzlich durch elektromagnetischrittmacher-Therapie wursche Signale gestört werden.
den freundlicherweise von der
Firma Guidant GmbH & Co.,
Anamnestische Fragen
Medizintechnik KG in Gießen
➜ Betriebsart des Schrittmachers
zur Verfügung gestellt.
(unipolar, bipolar, frequenzadaptiv).
➜ Auftreten von Störungen
oder Ausfällen.
Risiken
➜ Inhibition des Impulsgebers
durch elektrische Geräte aller
Art (Mikromotor etc.) (Auslösung einer Synkope).
➜ Änderung der SchrittmacherProgrammierung.
Prophylaxe
➜ Ggf. Monitoring
(Pulsoximetrie).
➜ Kein wiederholtes Ein- und
Ausschalten oder Bewegen
elektrischer Geräte in Schrittmacher-Nähe.
Ultracain®
setzt den Standard
in der zahnärztlichen
Lokalanästhesie
Wirkstoff: Articainhydrochlorid. Verschreibungspflichtig.
Zusammensetzung: Arzneilich wirksamer Bestandteil:
1 ml Injektionslsg. enthält 40 mg Articainhydrochlorid.
Sonstige Bestandteile: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.
Anwendungsgebiete: Lokalanästhetikum zur Infiltrationsund Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde. Ultracain
D ohne Adrenalin eignet sich vor allem für kurze Eingriffe an Pat., die aufgrund bestimmter Erkrankungen (z. B.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Allergie gegen den
Hilfsstoff Sulfit) kein Adrenalin erhalten dürfen, sowie
zur Injektion kleiner Volumina (Anwendung in der
Frontzahnregion, im Bereich des Gaumens).
Gegenanzeigen: Ultracain D ohne Adrenalin darf nicht
angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen
Articain oder andere Lokalanästhetika vom SäureamidTyp. Ultracain D ohne Adrenalin darf außerdem nicht
angewendet werden bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen (z.B. AVBlock II. u. III. Grades, ausgeprägte Bradykardie), akuter
dekomp. Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung) oder schwerer Hypotonie. Eine Injektion in entzündetes Gebiet sollte unterbleiben. Das Arzneimittel ist
nicht geeignet für länger dauernde Eingriffe (über 20
Min.) sowie für größere zahnärztl.-chirurg. Eingriffe. Bei
Pat. mit Cholinesterasemangel muß Ultracain D ohne
Adrenalin mit Vorsicht angewendet werden, da mit verlängerter u. u. U. verstärkter Wirkung zu rechnen ist.
Nebenwirkungen: Dosisabhängig können Störungen des
Zentralnervensystems auftreten: Unruhe, Nervosität u.
Schwindelgefühl, Benommenheit bis z. Bewußtseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand, Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu generalisierten
Krampfanfällen, Übelkeit bis Erbrechen. Während oder
kurz nach der Injektion kann es zu vorübergehenden
Sehstörungen (Flimmern vor den Augen, Blindheit, Doppelbilder) kommen. Gleichfalls dosisabhängig können
Herz-Kreislauf-Störungen auftreten wie z.B. Blutdruckabfall u. Störungen der Herzrhythmik, in sehr seltenen
Fällen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch (Schock) u.
Herzversagen. Unverträglichkeitsreaktionen (allergische
u. allergieähnliche) können auftreten. Diese können sich
äußern als ödemat. Schwellung bzw. Entzündung an der
Injektionsstelle, daneben unabhängig von der Injektionsstelle als Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis,
Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem) mit Schwellung von
Ober- u./o. Unterlippe u./o. Wangen, Glottisödem mit
Schluckbeschwerden, Nesselsucht. In den schwersten
Fällen kann es zu starker Atemnot (auch durch Verkrampfung der Bronchien) u./o. zum Kreislaufzusammenbruch (anaphylakt. Schock) kommen. Eine solche
Reaktion erfordert sofortige ärztl. Behandlung. Nervenschäden sind keine spezifischen Nebenwirkungen von
Ultracain D ohne Adrenalin, sie können jedoch als nicht
ausschließbares Risiko jedes zahnärztlichen Eingriffs
auftreten.
Ultracain® D-S
Ultracain® D-S forte
Wirkstoffe: Articainhydrochlorid und Epinephrinhydrochlorid.
Verschreibungspflichtig.
Zusammensetzung: Ultracain D-S 1: 200.000: 1 ml Injektionslsg. enth. 40 mg Articainhydrochlorid u. 0,006 mg
Epinephrinhydrochlorid. Ultracain D-S forte 1:100.000:
1 ml Injektionslsg. enthält 40 mg Articainhydrochlorid
und 0,012 mg Epinephrinhydrochlorid. Sonstige
Bestandteile: Max. 0,5 mg Natriumdisulfit (entspr. max.
0,34 mg SO2 ), Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke. Die Zubereitungen Ultracain D-S 1: 200.000 u.
Ultracain D-S forte 1:100.000 in Mehrfach-Entnahmeflaschen enthalten zusätzl. 1mg Methyl-4-hydroxybenzoat
pro ml als Konservierungsmittel.
Anwendungsgebiete: Lokalanästhetikum zur Infiltrationsu. Leitungsanästhesie i. d. Zahnheilkunde.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Articain und
Epinephrin oder einen der anderen Inhaltsstoffe.
Warnhinweis: Ultracain D-S 1: 200.000 u. Ultracain D-S
forte 1:100.000 nicht bei Bronchialasthmatikern mit
Sulfit-Überempfindlichkeit anwenden. Bei Pat. mit Cholinesterasemangel mit Vorsicht anwenden, da mit verlängerter u. u. U. verstärkter Wirkung zu rechnen ist. Wg.
des Gehalts an Epinephrin Ultracain D-S 1: 200.000 u.
Ultracain D-S forte 1:100.000 nicht anwenden bei: Pat.
mit paroxysmaler Tachykardie; Pat. mit hochfrequenter
absoluter Arrhythmie; Pat. mit Kammerengwinkelglaukom; Pat., die nichtkardioselektive Betablocker (z.B. Propanolol) einnehmen; u. bei Anästhesien im Endstrombereich. Bei Pat. mit „Paragruppenallergie“ nur die
parabenfreien Zylinderamp. verwenden (1,7 ml, 2 ml).
Die i.v. Anwendung ist generell kontraindiziert. Eine
Injektion in entzündetes Gebiet sollte vermieden werden.
Nebenwirkungen: Dosisabhängig können zentralnervöse
Störungen auftreten: Benommenheit bis zum Bewußtseinsverlust, Atemstörungen bis hin zum Atemstillstand,
Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu generalisierten
Krampfanfällen, Übelkeit bis Erbrechen. Blutdruckabfall
bis hin zum Schock und Herzversagen. Selten vorübergehende Sehstörungen (Flimmern vor den Augen, Blindheit, Doppelbilder). Allergische und allergieähnliche
Unverträglichkeitsreakt. wie ödematöse Schwellung bzw.
Entzündung an der Injektionsstelle, daneben unabhängig von der Injektionsstelle Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Gesichtsschwellung (Quincke-Ödem) mit
Schwellung von Ober- u./o. Unterlippe u./o. Wangen,
Glottisödem mit Schluckbeschwerden, Nesselsucht. In
den schwersten Fällen starke Atemnot (auch durch Verkrampfung der Bronchien) u./o. Kreislaufzusammenbruch (anaphylaktischer Schock). Eine solche Reaktion
erfordert sofortige ärztl. Behandlung. Häufig Kopfschmerzen, vermutl. auf den Epinephrin-Anteil zurückzuführen. Selten andere durch Epinephrin bedingte
Nebenwirkungen (Tachykardien, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg). In Einzelfällen können durch
unbemerkte intravasale Injektion ischämische Zonen im
Injektionsbereich bis hin zu Gewebsnekrosen entstehen.
Nervenschäden sind keine spezifischen Nebenwirkungen von Ultracain D-S 1: 200.000 u. Ultracain D-S forte
1:100.000, sie können jedoch als nicht ausschließbares
Risiko jedes zahnärztlichen Eingriffs auftreten. Allergische Reaktionen gegen das Konservierungsmittel
Methyl-4-hydroxybenzoat möglich (Mehrfachentnahmefl.). Besondere Hinweise: Aufgrund des Gehalts an
Natriumdisulfit im Einzelfall, insbes. bei Bronchialasthmatikern, Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich als
Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewußtseinsstörungen oder Schock äußern
können. Im Rahmen verschiedener unerwünschter Wirkungen (s.o.) möglicherweise Einschränkung von Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Aventis Pharma
Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt (Main);
Stand: Februar 2001. Angaben gekürzt – weitere Einzelheiten siehe Fach- bzw. Gebrauchsinformation, die wir
auf Wunsch gern zur Verfügung stellen. AV 510 00 113.
Internet: http://www.pharma.aventis.de
Call-Center: Tel.: 069/305-22044
Praxisorientierte
Fortbildung
Das Herz des
Menschen schlägt
Tag für Tag rund
100.000mal.
Ein gleichmäßiger
Rhythmus ist dabei
entscheidend für
einen optimalen
Blutfluß und somit
für eine optimale
Versorgung mit
Sauerstoff und Nährstoffen. Störungen
des Herzrhythmus
gefährden die Versorgung von Organen und Geweben
und verlaufen unter
Umständen sogar
lebensbedrohlich.
Herzrhythmusstörungen –
zum Teil harmlos,
zum Teil höchst gefährlich
Dominique Douieb/Alto
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Ultracain® D ohne Adrenalin
forum – med –dent
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