Platon wurde am 27.5.427 v. Chr. in Athen geboren und starb dort

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Platon wurde am 27.5.427 v. Chr. in Athen geboren und starb dort 347. Er
stammte aus vornehmer Familie. Zuerst ein Dichter, wurde er durch den
Einfluss Sokrates’ neben Aristoteles zum bedeutendsten Philosophen der
Antike. Ein wichtiger Teil seiner Philosophie ist die Ideenlehre, nach der die
Wirklichkeit nur das Abbild von Ideen ist. Platons Ethik geht davon aus, dass
nur ein tätiges Leben nach der Richtschnur der Ideen die Sittlichkeit, d. h.
Tugend verwirklicht. Tugend ist Ordnung und Harmonie der Seele. Als vier
Haupttugenden unterscheidet Platon die Weisheit, die Mannhaftigkeit
(Tapferkeit), die Besonnenheit (Selbstbeherrschung) und als die anderen
ausgleichende und zusammenhaltende Haupttugend die Gerechtigkeit. 386
v. Chr. gründete Platon in Athen seine eigene Schule, die Akademie. Seine
Schriften, außer den Briefen, sind sämtlich in Dialogform verfasst.
Aristoteles lebte von 384 bis 322 v. Chr. Als Sohn des Nikomachos, eines
Leibarztes Amyntas III. von Makedonien, hatte er sicher gute
naturwissenschaftliche Kenntnisse, als er 368 mit 17 Jahren in Platons
Akademie in Athen eintrat. Als Schüler und später als selbstständiger Gelehrter
war er bis zum Tode Platons Mitglied dieser Forschungsstätte. Er folgte dem Ruf
des makedonischen Hofes, dort die Ausbildung des jungen Alexander zu
übernehmen. 335/34 kehrte Aristoteles nach Athen zurück und gründete eine
eigene Schule. Die dort in den nächsten 13 Jahren entwickelten Lehr- und
Forschungsmethoden, die praktische Organisation des Betriebs (Aufbau einer
Bibliothek, wissenschaftliche Sammlungen und Anschauungsmaterialien) sind
auf Jahrhunderte hinaus Vorbild aller gleichartigen Institutionen geworden. Als
Athen nach dem Tode Alexanders 323 seine staatliche Selbstständigkeit
zurückzugewinnen trachtete, drohte dem „Makedonenfreund“ Aristoteles ein
Prozess, dem er sich – das Schicksal des Sokrates vor Augen – durch Flucht
nach Euböa entzog. Dort starb er bald darauf. Von seinen Schriften sind fast
ausnahmslos die im Vorlesungsbetrieb entstandenen philosophischen
und naturwissenschaftlichen Abhandlungen erhalten.
Sokrates lebte von ca. 470 bis 399 v. Chr. Er war der Sohn eines Bildhauers in
Athen, zeichnete sich in mehreren Feldzügen durch seine Tapferkeit und seine
beispielhafte Haltung aus. Auf den Straßen und Plätzen Athens lehrte er vor
allem die Jugend, über die Wahrheit und das richtige Leben nachzudenken.
Nach seiner Überzeugung wird der Mensch nicht durch Wissen und Kenntnis
der Naturgesetze weise, sondern durch das unaufhörliche Fragen z. B. nach
dem, was gut ist, was das richtige Verhalten der Menschen in der
Gemeinschaft ist. Sokrates stellte seine Fragen so geschickt, dass sie jeden
zum Nachdenken brachten. Das verschaffte ihm aber nicht nur Freunde.
SeineGegner klagten ihn vor Gericht an, er verführe die Jugend und
beleidige die Götter.
Als er zum Tode verurteilt wurde, nahm er das Urteil an, wie er sich immer den
Gesetzen seiner Vaterstadt unterworfen hatte, und trank den Becher mit Gift –
eine damals übliche Todesstrafe –, obwohl er hätte fliehen können. Wir
kennen seine Lehre nur durch seine Schüler, besonders Platon und Xenophon.
Er selbst hat keinerlei Schriften hinterlassen.
Pythagoras lebte um 580–500 v. Chr. auf Samos. Er war Philosoph,
Mathematiker und Astronom, aber seine näheren Lebensumstände sind
ebensowenig bekannt wie seine Lehre. Er gründete in Kroton (Italien) einen
Bund für sittlich-religiöse Lebensform, der wegen seiner exklusiv aristokratischkonservativen Einstellung verfolgt wurde, sich aber bis zum Beginn des 4. Jh.
hielt. Über die Pythagoreer und ihre Lehre berichtet Aristoteles: Sie waren die
ersten, die sich ernstlich mit der Mathematik beschäftigten. Daraus
entwickelte sich auch ihre
Ansicht, die Prinzipien des Mathematischen – die Zahlen – seien auch die
Prinzipien des Seienden, die Zahlverhältnisse (Proportionen) aber Abbilder der
Harmonie der Welt selbst.
Euklid von Alexandria war ein griechischer Mathematiker. Außer seinen
unsicheren Lebensdaten 320–275 v. Chr. wissen wir sehr wenig über ihn. Sein
berühmtestes Werk sind die „Elemente“, ein dreizehnbändiges Kompendium
des gesamten mathematischen Wissens jener Zeit. Es enthält neben einer
systematischen Darstellung der geometrischen Grundbegriffe auch alles, was
damals über die Zahlentheorie bekannt
war. Hier steht auch der „Fundamentalsatz der Arithmetik“ zum ersten Mal:
Jede natürliche Zahl >1 ist entweder eine Primzahl oder kann auf eindeutige
Weise als Produkt von Primzahlen geschrieben werden. Viele der Resultate,
die Euklid in den „Elementen“ darlegt, stammen von früheren Mathematikern,
eine seiner Leistungen besteht aber eben auch darin, dass er sie sammelte
und in einer einheitlichen Form darstellte.
Ptolomaios I. (Ptolemäus), um 367/66 bis 283/82 v. Chr., war ein Jugendfreund
Alexander des Großen und nahm an fast allen großen Feldzügen teil. Nach
Alexanders Tod erhielt er die Provinz Ägypten, die er durch den Erwerb von
Kypern und Kyrene sowie Syriens grenzmäßig absicherte, und legte sich 304
den Königstitel zu. Damit waren die Fundamente für die wirtschaftliche und
kulturelle Blüte des reichen Pharaonenlandes sowie dessen politische
Vormachtstellung gelegt. 285 zog er sich aus der Regierung zurück und
widmete sich in seinen letzten Lebensjahren der Niederschrift seiner
Alexandergeschichte.
Der
wachsende
Reichtum
der
geistig
aufgeschlossenen und toleranten Herrscher nach ihm kam vor allem dem
glanzvollen Ausbau der Hauptstadt Alexandria zugute, die nach der
Gründung des Museions und der Bibliothek durch Ptolomaios bald Gelehrte
und Dichter wie z. B. Euklid und Theokrit anzog und zum Zentrum des
griechischen Geisteslebens wurde.
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