ABC der Tiere 2 - Mildenberger Verlag

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ABC der Tiere 2
Zur methodischen Konzeption von Sprachbuch und Arbeitsheft
Sprachbuch und Lesebuch im Verbund
Grundlage des ABC der Tiere 2 ist der LehrplanPLUS für das Fach Deutsch.
Die Materialien von ABC der Tiere fördern und fordern die Kinder auf dem Weg des Lesen- und Schreiben­
lernens. Dabei eröffnen sich für starke Schüler viele Möglichkeiten zum freien und individuellen Arbeiten –
schwächere Kinder erhalten so viel strukturierte Angebote, wie sie benötigen, um ebenfalls erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können.
ABC der Tiere 2 besteht aus dem Sprachbuch und dem Lesebuch, jeweils mit dazugehörigem Arbeitsheft.
Das Sprachbuch und das Lesebuch bilden einen Verbund. Die parallele Konzeption gründet auf folgende
thematische Einheiten:
SprachbuchLesebuch
Die Schule beginnt
Ferienende und Schulbeginn
Abc
Ich – Du – Wir
Der Herbst ist wieder da
Unglaubliche Geschichten
Ich – Du – Wir
Kinder und Tiere
Advent – Weihnachten
Die Welt um uns
Durch das Jahr
Märchenhafte Welten
Im Winter
Kinder der Welt – ein Projekt
Kennst du die Märchen?
Rund ums Buch
Frühling und Ostern
Gedichte und Feste im Jahreskreis
Welt der Bücher
Tiere als Freunde
Sommerzeit – Piratenzeit
Sowohl die Themen des Sprachbuchs als auch die des Lesebuchs entstammen dem unmittelbaren Lebens- und
Erfahrungsraum der Schüler. Jeder thematischen Einheit des Sprachbuchs lassen sich Texte des Lesebuchs zuordnen, was die integrative Gesamtkonzeption immer wieder deutlich werden lässt.
Methoden und Kompetenzen im Sprachbuch
Als methodische Fortführung der Arbeit mit dem obligatorischen Silbentrenner in Klasse 1 sind alle Texte des
Sprachbuches silbengegliedert dargestellt. Der Schriftgrad ist kleiner gewählt, weiterhin wurde auf überschaubare, nach Sinnschritten gegliederte Zeilen geachtet.
Beim Schreiben werden die Schüler immer wieder aufgefordert, mit zwei Farben silbengegliedert zu schreiben. Der
Schreibprozess läuft beim automatisierten silbengegliederten Schreiben kontrollierter und dadurch fehlerfreier ab.
Mündliches Sprachhandeln
Im Bezug zu Situationen und Handlungen kommt dem mündlichen Sprachhandeln eine wichtige Bedeutung zu.
Veränderte Familienstrukturen, die zeitintensive Begegnung mit audiovisuellen Medien und die verschiedene ethnische Herkunft haben Bedingungen geschaffen, die ganz neue Anforderungen an den Sprachunterricht stellen.
Immer mehr Kinder bringen wenig Erzählerfahrung mit und/oder sind in einer anderen Herkunftssprache aufgewachsen.
Um das spontane Mitteilungsbedürfnis der Schüler zu wecken, setzen die thematischen Einheiten gezielt am
stark visuell geprägten Interesse der Schüler an. Die Illustrationen der Kapiteleinstiegsseiten bieten den Schülern
die Möglichkeit, sich in ihrer Lebenswirklichkeit wiederzufinden oder neue Zusammenhänge zu entdecken und
mit anderen im Gespräch zu erschließen. Sie fungieren als zentrale Erzählanlässe, von denen die übrigen Lernbereiche ihren Ausgang nehmen.
Mildenberger Verlag · Bestell-Nr. 2402-31, 2402-33
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Konzeptionsbeschreibung für „ABC der Tiere 2“ Sprachbuch und Arbeitsheft
Konzeptionsbeschreibung für „ABC der Tiere 2“ Sprachbuch und Arbeitsheft
Alle Kapiteleinstiegsseiten regen je nach Thema zum Erzählen und Berichten, zur sachbezogenen Verständigung,
zum Einholen und Verarbeiten von Informationen, zum Rollenspiel, zum gemeinsamen Planen usw. an. Die zahlreichen Bildergeschichten regen in der ersten Phase der Erarbeitung ebenfalls zum Erzählen an.
Die 3 Häuschentypen A B C
Schriftliches Sprachhandeln
Zur methodischen Darstellung der entsprechenden Schreibregeln setzen wir das Häuschenmodell ein.
Schreiben entwickelt sich nicht aus dem Erzählen, bzw. mündlichen Sprachhandeln. Die Schriftsprache folgt ganz
anderen Regeln als die mündliche Sprache. Schrift muss unabhängig vom Schreibenden über Zeit und Raum hinweg verständlich sein, wogegen der Sprechende seine Aussage gleichzeitig durch Mimik und Gestik unterstützt.
Halbsätze, Wiederholungen, Auslassungen, Nebenbemerkungen, Andeutungen, wie sie in der situationsbezogenen Rede (Sprache der Nähe) üblich und verständlich sind, erschweren oder verhindern in der Schriftsprache
(Sprache der Distanz) das Verstehen.
Beim silbenweisen Schreiben mit zwei Farben werden die Leseregeln zu Schreibregeln, Orthografie gelingt intuitiv. Fehlschreibungen wie: Schüla, Käfär, Roiba, Kiersche usw. werden vermieden.
Das Häuschenschreiben (Haus = prominente Silbe mit Garage = Reduktionssilbe) macht die Schülerinnen und
Schüler mit der systematischen Schreibung der prototypischen deutschen Wörter vertraut. Deutsche geerbte
Grundwörter sind zweisilbig. Die erste Silbe ist betont.
Im Sprachbuch werden viele Übungen angeboten, um den Prozess des Schreibens anzuregen, ausgehend von der:
• Textplanung, über eine
• erste angeleitete Fassung zur
• Überarbeitung und Erweiterung und schließlich der
• Präsentation der Schreibergebnisse.
Durch die Anleitungen und Hilfen zur Formulierung soll jedem Schüler die Möglichkeit eröffnet werden, die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Bei der Überarbeitung stehen die vorrangigen Textprobleme im zweiten Schuljahr
im Vordergrund:
• das Abgrenzen von Sätzen,
• das Bilden grammatikalisch richtiger Sätze,
• das Beherrschen einfacher Satzmuster,
• das Vermeiden von Wortwiederholungen,
• das Variieren von Satzanfängen,
• das Nennen von Gefühlen und Befindlichkeiten
• sowie der Einstieg in eine detaillierte Form (z. B. Adjektive als Attribute) des Erzählens.
1. Silbe offen: Der Vokal ist bei losem Anschluss gespannt.
A
T u
A
be
R ie
se
1. Silbe geschlossen: Der Vokal ist bei festem Anschluss ungespannt.
B
K i n de r
Die spontane Schreibung der Doppelkonsonanten ergibt sich durch Unterscheidung der Wortrhythmen in Kon­
trastpaaren. Die Schreibung der Doppelkonsonanten wird in Klasse 2 systematisch erarbeitet.
C
A
R a
Rhythmischer
Kontrast
t e  R a t t e
C
A
Die Präsentation von Schreibergebnissen motiviert die Schüler, ihre Texte zu überarbeiten.
N a
Rhythmischer
Kontrast
s e  N ü s s e
Sprache untersuchen
Grundlage für die Lernziele dieses Lernbereichs ist die Duden-Grammatik. Die Entwicklung des Sprachbewusstseins erfolgt über praktisches Sprachhandeln in kindgemäßen und lebensnahen Situationen. Als Voraussetzung
zum Sprechen über Sprache werden die Fachausdrücke der wichtigsten Wort- und Satzarten erarbeitet. Das muss
mit dem Sichtbarmachen ihrer Ausdrucks- und Bedeutungsfunktion geschehen. Durch das Zusammenstellen von
Wortfeldern zu einem inhaltlichen Bereich, Wortfamilien, Ableitungen und Zusammensetzungen wird der Wortschatz der Kinder erweitert.
Durch das Erweitern einfacher Satzmuster steigert sich im Laufe des zweiten Schuljahres die Ausdrucksfähigkeit
und Detailgenauigkeit beim Schreiben von Geschichten, Vorgängen und Beschreibungen. Wichtig ist vor allem
in diesem Lernbereich der situations- und handlungsorientierte Ansatz, der entdeckendes Lernen und das Nachdenken über Sprachstrukturen sowie den eigenen und fremden Sprachgebrauch ermöglicht.
Die Silbenstrukturen, dargestellt in den Häuschen A, B und C, bilden die Grundlage der deutschen Orthografie.
Sie durchziehen alle anderen orthografischen Formate wie ein roter Faden. Wer damit vertraut ist, kann auch lange Wörter richtig schreiben.
Rechtschreiben
Der Vermittlung von Rechtschreibstrategien wird im Sprachbuch besondere Bedeutung beigemessen. Das
generelle Festhalten am silbengegliederten, zweifarbigen Schreiben erzieht die Schüler zu einem bewussten Umgang mit Schrift und verhindert viele Schreibfehler.
Die im Lehrplan genannten Phänomene, wie die Betonung der ersten Silbe, die ie-Schreibung, die Doppelkonsonanten, die Schreibung von „tz“ und „ck“, die Schreibung aller Nomen, Verben und Adjektive auf -er, -el und -en
werden in „ABC der Tiere“ systematisch in den Häuschen A, B und C dargestellt. Die Verschriftung des „schwa“ in
der Reduktionssilbe erfolgt immer mit „e“.
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Schauen wir uns die Analyse bei dem Wort „Verbesserungsvorschlag“ an:
• Auseinandernehmen von Grund- und Bestimmungswort: Verbesserung/Vorschlag;
• Erkennen des Fugen-s;
• Abtrennen des Prä- und Suffixes beim Bestimmungswort: Ver-besser-ung;
•Abtrennen des Präfixes beim Grundwort: vor-schlag;
Nach diesen Analyseschritten kann die Stammschreibweise erschlossen werden:
• beser (Häuschen A) oder besser (Häuschen C)?: der Sprech-Rhythmus entscheidet – kurzes „e“, also „ss“;
• schlag oder schlak: schlag weil schla-gen (Häuschen A);
Die Schreibung des „stummen h“ wird gegen Ende der Klasse 2 erfasst. Wir formulieren die Hauptregel:
Einsilber auf l m n r schreiben wir meist mit h: Zahl, Lehm, Zahn, Rohr
Subregeln werden in Klasse 3 und 4 im Sinne einer didaktischen Spirale formuliert.
Die Großschreibung von Nomen und Wörtern am Satzanfang wird weiter gefestigt.
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Konzeptionsbeschreibung für „ABC der Tiere 2“ Sprachbuch und Arbeitsheft
Fremdwörter geben sich zu erkennen: Kabine, Tribüne oder Dynamo sind dreisilbig. Sie werden nicht nach deutschen Regeln wie Biene, Bühne oder Düse geschrieben. Kamel ist auf der zweiten Silbe betont und wird nicht
wie Mehl geschrieben. Villa oder Lyra haben kein e in der zweiten Silbe und werden nicht wie Wille oder Lüge
geschrieben.
5% der Wörter bilden den peripheren Randbereich des Deutschen. Sie haben besondere Merkmale wie *Fux
oder Fuchs, *Fiebel oder Fibel, die man sich merken muss.
Lesen – Umgang mit Texten und Medien
Auf Märchen und Kinderliteratur wird in zwei Kapiteln eingegangen. Merkmale der jeweiligen literarischen Gattungen werden angesprochen. Individuelle Lesegewohnheiten werden in Buchvorstellungen deutlich. Mediathek
und verschiedene Medien werden vorgestellt.
Eigenverantwortliches Lernen
Auf fünf Doppelseiten werden Aufgaben zu den vorherigen Kapiteln angeboten, die den Schülern in besonderer
Weise die Gestaltung des eigenen Lernweges ermöglichen. Hier können sie ihren Lernstand ermitteln und die
behandelten Themen üben und ggf. wiederholen oder erweitern. Die Lösungen am Schluss des Sprachbuches
ermöglichen die Selbstkontrolle und damit die Selbsteinschätzung für die individuellen Lernfortschritte.
Eine Doppelseite führt in die Arbeit mit Wortkarten ein. Jeder Schüler arbeitet auf seinem individuellen Niveau in
Einzelarbeit oder in Partner- und Gruppenarbeit
Arbeitsheft zum Sprachbuch
Das Arbeitsheft zum Sprachbuch bietet Übungsaufgaben zu den jeweiligen Seiten des Sprachbuches an. Verschiedene Übungsformate – von einfachen Varianten zur Wiederholung bis zu selbstdifferenzierenden Aufgaben
zur individuellen Förderung – sind enthalten.
Auf eine klare Gliederung der Seiten und eine verständliche Aufgabenformulierung zur Unterstützung des selbstständigen Arbeitens wurde besonders geachtet. Die abwechslungsreich gestalteten Aufgaben motivieren die
Schüler zusätzlich. Das „Häuschenschreiben“ genießt gemäß der obengenannten Funktion für die Strategiebildung einen hohen Stellenwert. Durch nachhaltiges Einüben der Grundformen der deutschen Wörter wird das
korrekte Schreiben den Schülern zur zweiten Natur.
Differenzierung im Sprachbuch und Arbeitsheft
Sowohl das Sprachbuch als auch das Arbeitsheft enthalten soweit als möglich selbstdifferenzierende Aufgaben,
die ein individuelles Bearbeiten auf verschiedenen Lernstufen ermöglichen.
Zum Lehrgang gehören
Materialien für Schülerinnen und Schüler
Bestell-Nr.
Lesebuch 2402-30
Sprachbuch, Kartonbeilage
2402-31
Arbeitsheft Lesebuch 2402-32
Arbeitsheft Sprachbuch, CD-ROM
2402-33
Materialien für Lehrerinnen und Lehrer
Handbuch zum Lesebuch 2402-34
Handbuch zum Sprachbuch 2402-35
Folien zum Lesebuch und Sprachbuch 2402-36
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