Aussaatanleitung

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Aussaatanleitung Winterkräuter
Bestell-Nr. 66215
Barbarakraut (auch Barbara- oder Winterkresse,
Barbarea vulgaris)
Die zweijährige Pflanze gehört zu den Kohlgewächsen (Brassicaceae) und ist in der gemäßigten Klimazone weltweit an
Ackerrändern, Wegrändern und Spülsäumen von Gewässern
verbreitet. Mit ihren länglich eiförmigen, sukkulenten Blättern
erinnert die Pflanze an die bekanntere Brunnenkresse. Wie
diese enthält sie Senföle, die ihr einen pikant-scharfen Geschmack verleihen, ebenso wie reichlich Vitamin C.
Im Unterschied zur Brunnenkresse, die in fließendem Wasser kultiviert werden sollte, gedeiht das Barbarakraut auch
im Garten. Da es recht frosthart ist und entsprechend lange
geerntet werden kann, wurde es in manchen Gegenden nach
der heiligen Barbara benannt, die am 4. Dezember ihren Namenstag hat.
Standort: sonnig bis schattig
Bodenansprüche: keine, auch feuchte und lehmige Plätze
Aussaat: Im zeitigen Frühjahr oder im August bis Oktober.
Breitwürfig oder in Reihen von 20–30 cm Abstand. Die Sämlinge auf einen Abstand von 15–20 cm vereinzeln.
Verwendung: als würzige Zutat zu Blattsalat, gedünstet als
Gemüse oder mit Brühe abgelöscht als Suppe
Winterportulak (auch Kubaspinat oder Postelein,
Claytonia perfoliata syn. Montia perfoliata)
Die ein- bis zweijährige Pflanze gehört zu den Quellkrautgewächsen (Montiaceae). Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet
liegt in den Berg- und Küstenregionen im Westen Nordamerikas. Dort ansässige Indianerstämme nutzten die Pflanze
traditionell als Nahrung, was von neu angesiedelten Bergleuten übernommen wurde und der Pflanze im Englischen die
Bezeichnung „miner’s lettuce“ oder „indian lettuce“ verlieh.
Charakteristisch sind die tellerförmigen Hochblätter an etwa
20 cm langen Stielen, aus denen sich die unscheinbaren kleinen, weißen Blütchen bilden.
Winterportulak eignet sich hervorragend zur Aussaat im
Spätsommer auf abgeernteten Beeten und im ungeheizten
Gewächshaus. Im Gegensatz zu Feldsalat keimt er erst,
wenn die Temperaturen unter 12 °C liegen, und er hält Fröste
bis zu –10 °C unbeschadet aus.
Standort: sonnig bis halbschattig
Bodenansprüche: Gedeiht auf jedem humosen Garten­
boden.
Aussaat: März bis Mai und September bis Oktober in Reihen
von 15 cm Abstand.
Verwendung: In Blattsalaten oder gedünstet als Gemüse.
Löffelkraut
(Cochlearia officinalis)
Die zweijährige Pflanze gehört zu den Kreuzblütlern (Cruciferae). Sie ist im salzhaltigen Marschland von den Küsten der
Antarktis bis in die gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel verbreitet. Die Pflanze sammelt Salz und scheidet dieses
nach und nach wieder über die Blätter aus. Früher wurde das
Vitamin-C-reiche Löffelkraut auf Seereisen mitgeführt, um
dem gefürchteten Skorbut vorzubeugen. Weitere Inhaltsstoffe
sind Senföle, Bitterstoffe und verschiedene Mineralien.
Die Pflanze wird 30–60 cm hoch und bildet im ersten Jahr
dunkelgrüne, glänzende, herzförmige Blätter. Im zweiten Jahr
verbreiten ihre unscheinbaren weißen Blüten einen angenehm
honigartigen Duft. Sie ist völlig winterhart.
Standort: sonnig bis halbschattig
Bodenansprüche: Anspruchslos, bevorzugt feuchte Gartenböden.
Aussaat: März bis April und September bis November in
Reihen von 15–20 cm Abstand, Saattiefe 0,5 cm. Auf einen
Abstand von 4 cm verziehen.
Verwendung: Roh in Blattsalaten oder in Kräuterquark. Püriert und mit Crème fraîche angereichert zu Pellkartoffeln.
Wurzelpetersilie ’Bardowicker‘
(Petroselinum crispum var. tuberosum)
Die Pflanze zählt zur Familie der Doldenblütler (Umbelliferae).
Diese sind selbstunverträglich, deshalb sollte mit dem Anbau
anderer Arten, wie zum Beispiel Dill, Kerbel, Möhren oder Pastinaken, zwei Jahre gewartet werden. Die Wurzeln werden
am besten vor Wintereinbruch geerntet. In einer Miete oder
in Sand eingeschlagen, halten sie sich gut in einem ungeheizten Keller. Für die Ernte von frischen Blättern können sie
bei 8–15 °C in Töpfen oder Kisten angetrieben werden.
’Bardowicker‘ ist eine traditionelle Sorte, die in Bardowick
im Landkreis Lüneburg gezüchtet wurde. Seit der Mitte des
16. Jahrhunderts wurde dort Feld- und Gartengemüse angebaut und Handel mit Saatgut betrieben.
Standort: sonnig bis halbschattig
Bodenansprüche: Bevorzugt sandige bis leicht lehmige,
humose, tiefgründige Gartenböden. Die Wurzelbildung setzt
ab Mitte Juni ein; bei Trockenheit sollte dann deshalb ausreichend gewässert werden.
Aussaat: Februar bis April oder September bis Oktober in
Reihen von etwa 30 cm Abstand, Saattiefe 0,5–1 cm. Die
Sämlinge in der Reihe auf 8–10 cm verziehen. Da Petersilie
etwa drei Wochen zum Keimen benötigt, empfiehlt sich eine
Markiersaat mit Radieschen.
Verwendung: Mit ihrem kräftig-würzigen, leicht süßlichen Ge­
schmack eignet sich Wurzelpetersilie zum Würzen von Eintöp­
fen, geraffelt als Rohkost, püriert zu Cremesuppen, und sie ist
unentbehrlicher Bestandteil von Suppengrün. Petersilie ist so
reich an Vitaminen und Mineralien, daß man sie regelrecht als
natürliches Nahrungsergänzungsmittel bezeichnen könnte.
Löwenzahn ’Nouvelle‘
(Taraxacum officinalis)
Löwenzahn zählt zu den Korbblütlern (Compositae) und ist
in ganz Europa verbreitet. Vor allem in Frankreich wurden
blattreichere Sorten gezüchtet, die als „barbes de capucines“
(„Kapuzinerbärte“) im Dunkeln gebleicht und angetrieben
werden, wobei die Blätter zarter werden und ihr Gehalt an
Bitterstoffen abnimmt.
Standort: sonnig bis halbschattig
Bodenansprüche: nährstoffreiche, tief gelockerte Böden
Aussaat: März bis April oder September bis Oktober in
Reihen von etwa 30 cm. Auf einen Abstand von 10 cm verziehen. Löwenzahn ist ein Lichtkeimer, die Samen daher nur
andrücken und nicht mit Erde bedecken.
Antreiben: Die Wurzeln im Herbst roden und die Blätter auf
2–3 cm zurückschneiden. Holzkisten oder Eimer mit durchlöchertem Boden mit einer etwa 8 cm hohen Kompostschicht
befüllen und die Wurzeln dicht einschichten. Die Zwischenräume mit Kompost ausfüllen und einschlämmen; etwa 1 cm
des Wurzelkopfes sollte unbedeckt bleiben. Im dunklen Keller aufstellen oder mit schwarzer Folie abdecken. Nach zwei
bis drei Wochen können die ersten Blätter geerntet werden.
Verwendung: roh als Salat
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