Die Macht der Nahrung

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Geheimnisse für ein gesundes Leben
Die Macht der Nahrung
Auf dem Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden
Martina Felsch
1
Wie oben - so unten
Wie innen - so außen
Wie der Teil – so das Ganze
(Hermetisches Gesetz)
3
Meiner Familie und meinen Patienten gewidmet.
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Danksagung
Von ganzem Herzen danke ich all meinen Lehrerinnen und Lehrern, die für mich
Inspiration und Motivation zugleich waren, die Thematik Ernährung vereinfacht
auf den Punkt zu bringen.
Ganz besonders danke ich meinem Mann Johannes und meiner Schwester
Sabine für die formale und bildliche Gestaltung des Buches. Gerald Schügerl
danke ich für die stilistischen Korrekturen. Mag. Isabelle Ruth danke ich für die
lustigen Comics!
Meinen Kritiklesern Dr.med. Josef Egger, Dr. Susanne Hillebrand, Dr.med.
Elisabeth Wiesbauer- Hillebrand und Mag. Esther Neumann danke ich von
Herzen für die Anregungen und Tipps.
5
Inhalt
Danksagung
5
Was Besonderes
11
Einleitung
12
Theorie
15
Nahrung als Energielieferant
16
Leben
Nahrung – vielleicht ein Ausweg!
Auf dem Weg zu mehr Gesundheit!
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17
19
Nahrung – ein Balanceakt zwischen Gesundheit und Krankheit21
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Vitalstoffe für unseren Körper23
Der Darm – Sitz deiner Gesundheit
25
Lebende Makromoleküle (LM)
26
Nahrungsergänzung 27
Eiweiß
29
Milch 33
Fette
38
Cholesterin
39
Zucker - das weiße Gift
42
Die Lust auf Süßes ist uns angeboren!
47
Gesund süß essen!
47
Stevia
48
Trinken
50
Die Goldene Mitte
50
Trinkverhalten
51
Was soll ich nur trinken?
51
Die Verdauungsorgane – Werkzeuge der Energiegewinnung
53
Zeit zum Genießen Die Leber – ein Schlüsselorgan
Der Darm
Die Kleidung deines Darms
Der Energiehaushalt deines Darms
53
55
57
57
58
6
Das Zwerchfell - der Motor der Organe
Physiotherapie und Osteopathie
Praxis
60
61
62
Die ersten Schritte
63
Die Vorräte
Der Einkauf
Ein Besuch im Naturkostladen lohnt sich!
Die Getreidemühle – eine sinnvolle Investition
Der Anbau von Weizen- oder Gerstengras
Die Verwendung von Stevia zum Kochen
Die wichtigsten Kräuter 64
65
66
67
67
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69
Vorschlag für einen Wochenplan
70
Rezepte
72
Vormittags
75
Müsli mit Trockenfrüchten
Reispudding Obstsalat
Buchweizen - Pancakes
Quinoabrot Getreidevariation mit Obst Porridge
Salate und Rohkost
Rote Rüben – Apfel Rohkost
Cous- Cous oder Quinoa Salat
Kichererbsensalat à la Barcelona
Hoummus mit Gemüsesticks
Mittags
75
77
77
79
80
80
80
81
81
81
83
83
84
Heimische Gerichte
84
Gemüseeintopf für einen kalten Jännertag
Sauerkraut – Kartoffellaibchen
Kombinationen mit Erbsenpüree
1. Knusprige Tofusticks
2. Rote Rüben Schnitzel
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85
85
87
87
7
3. Pikante Tomatensauce
4. Kürbisschnitzel
88
88
Italienisch
89
Weißkraut – Lasagne
Giovannis Polentapizza
Melanzani – Kartoffelauflauf
Quinoa-Lauch-Auflauf Gefüllte Zucchini mit mariniertem Tofu und Zwiebeln
Caponata (Sizilianischer Gemüsetopf)
89
90
92
92
93
94
Asiatisch
95
Blumenkohl – Curry mit Tofu
Karotten – Linseneintopf
Nasi goreng – ein balinesisches Traditionsgericht
Überbackener Tofu
Marinierter Tofu auf Gemüsesauce
95
96
98
98
99
Für süße Genüsse 100
Moosbeernudeln
Kompott
Marillenknödel
Apfelstrudel 100
100
101
102
Abends
Gersten – Hirse Cracker mit marinierten Gemüse
Erdäpfelkäse – Mühlviertler Spezialität
Nidei mit Kompott
Potato Wedges
Suppen
105
105
106
106
106
107
Zucchinisuppe
107
Karottensuppe
108
Gerstensuppe
109
Gerste weich kochen, dann bei Bedarf nachwürzen und mit frisch gehackten
Gartenkräutern servieren. 109
Kürbiscremesuppe mit Kernöl
111
Zum Knabbern
Popcorn
Quinoaecken 8
113
113
113
Kartoffelchips
Spezielles
Quinoabrot
Bechamel
Rotkraut
Vegane Semmelknödel
25iger Fladen
Dips und Saucen
113
114
114
115
115
116
116
117
Dip aus Sonnenblumenkernen
Salsadip
Avocadodip
Gemüseaufstrich
117
117
118
118
Literaturverzeichnis
120
Anhang
122
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Was Besonderes!
Dieses Buch von Martina macht mir besonders viel Freude, weil es in ganz
besonderer Weise die Mitarbeit des Patienten anregt. Der Lebens-Stil der
Menschen, sei es Überernährung, fehlender Lebensrhythmus oder falsche
Bewegung zur falschen Zeit und auch der permanente Druck unserer
gesellschaftlichen Zwänge, sind mit Sicherheit die Hauptursache beinahe aller
chronischen Erkrankungen des 21. Jahrhunderts. Letztendlich sind wohl die
meisten Krankheiten heilbar, aber nur wenn Patient, Arzt und Therapeuten als
Team arbeiten und sowohl die ursächlichen krankmachenden Lebensweisen
ändern als auch alte, abgelagerte Gifte und deren Folgeschäden neutralisieren.
Dieses Buch ist, besonders für Neueinsteiger, ideal, weil es in übersichtlicher
und liebevoller Weise das Bewusstsein für Eigenverantwortung anregt und
dabei auch tolle Tipps und Rezepte zur Umsetzung liefert. Die Leser, welche
ernsthaft an Heilung und Gesunderhaltung interessiert sind, finden Links und
Namen für weiterführende Kuren und Veranstaltungen.
Es gehört viel Mut und Fleiß dazu, um großes Wissen und Erfahrungen aus der
Arbeit mit sichtbarem Interesse für den Menschen selbst, in diesem besonderen
Buch darzustellen. Dass Martina selbst die beschriebenen Ratschläge überprüft
hat und im Alltag umsetzt und so eben, durch ständiges „Bemühen“ und
„Dazulernen“ ein Vorbild für unsere Patienten ist, lässt dieses Werk geradezu
als Medikament wirken.
An dieser Stelle möchte ich mich für dieses Buch und die wertvolle Unterstützung
als Referentin bei unseren Heilkuren herzlich bedanken.
Besondere Menschen schreiben eben etwas ganz Besonderes!
Piesendorf am 28.12.2009
Dr. univ.med. Josef A. Egger
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Einleitung
Als ich im August 2005 von einem fünfwöchigen Californientrip heim kam, führte
mich mein Weg vom Flugzeug direkt ins Krankenhaus. Ich hatte sehr starke
Bauchschmerzen. Am liebsten wollte ich mich am Boden zusammenkrümmern
und wimmern. Beim Aufnahmegespräch teilte ich den Ärzten mit, dass ich kurz
vor Californien eine Blasenentzündung mit Antibiotika erfolgreich Therapeut und
ich während meines Aufenthaltes in den Staaten nach einem starken Sonnenstich
mit Fieber und Schüttelfrost für eine Woche an enormen Halsschmerzen gelitten
hatte.
Der Arzt tastete meinen Bauch ab und machte eine Ultraschalluntersuchung.
Nachdem keine Blinddarmentzündung festgestellt werden konnte, wollte man
mich an eine Schmerzmittelflasche anhängen. Ich wehrte mich dagegen. So
bekam ich einen Einlauf. Eine halbe Stunde später war ich beschwerdefrei. Am
nächsten Morgen unterzog ich mich noch einer gynäkologischen Untersuchung.
Der Facharzt fragte mich:“ Möchten sie Kinder?“ Ich antwortete: „Natürlich,
warum?“ „Sie haben eine starke Eileiterentzündung. Ich werde sie stationär
mit Antibiotika behandeln.“ In mir stieg plötzlich ein Gefühl von Hilflosigkeit
auf, dicke Tränen rollten über meine Wangen, als ich fragte: „Wie ist das denn
möglich, wenn ich keine Schmerzen habe? Ich meine, die Ursache für meine
Bauchschmerzen war doch die Verstopfung, oder?“ Der Arzt erwiderte: „Die
Entzündungswerte weisen auf eine Adnexitis (Eileiterentzündung) hin, Frau
Untermoser, ich rate ihnen eindringlichst zur Antibiotikatherapie.“ Mit diesen
Worten stand er auf und verließ das Untersuchungszimmer.
Geprägt durch meine medizinische Ausbildung zur Physiotherapeutin und
Osteopathin hatte ich natürlich Horror vor Antibiotika und auf der anderen Seite
Angst, die Chance auf Kinder zu verlieren. Ich fühlte mich ausgeliefert und
dachte bei mir: „So Tina, jetzt geht das Ganze mit den Medikamenten bei dir
auch los.“ Aber ich war doch erst 23 Jahre alt!
Um die Geschichte abzukürzen: Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit
dem Stationsarzt ließ ich mich auf Reverse aus dem Krankenhaus ausweisen,
bekam ein Rezept für Antibiotikatabletten mit und nachdem ich mit einem
mir gut bekannten Arztfreund telefoniert hatte, schluckte ich die „Dinger“. Es
folgten ein Herbst mit Dauerverkühlung und Weihnachtsferien mit Grippe und
Antibiotika im Bett.
Irgendwann im Jänner dachte ich bei mir: „Tina, so kann das nicht weiter gehen.
Du schleppst dich morgens in die Arbeit, kommst danach heim und hast das
Gefühl, den ganzen Nachmittag schlafen zu können, vor lauter Müdigkeit.
Jeder kleine Schnupfenbazillus macht dir das Leben zur Hölle und beim
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Schitourengehen am Wochenende ziehen die Touristen an dir vorbei, weil du
schnaufender Weise nicht nachkommst!“
Dann kam es, dass mir eines Tages ein Fachbuch über Ernährung in die Hände
fiel. Ich verschlang das Buch wie einen spannenden Krimi und erkannte plötzlich,
dass ich eigentlich selbst für meine Lage verantwortlich bin. So begann ich
schrittweise meine Ernährung umzustellen und bemerkte bald, dass in mir die
„Lebensgeister“ wieder erwachten. Ein toller Nebeneffekt war, dass ich auch
einiges an Gewicht verlor und beim Schitourengehen und Klettern plötzlich
persönliche Höchstleistungen erzielte.
Mein Weg führte mich weiter durch eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin.
Ich probierte verschiedene Kuren aus und besuchte einige interessante
Seminare. Ich lernte dadurch auch, dass Ernährungsberatung meine Arbeit als
Physiotherapeutin und Osteopathin besonders bereichern könnte. Wie das Atmen
frischer Luft und die tägliche Bewegung ist auch die Ernährung ein wichtiger
Teil zur Gesundung und Erhaltung der Lebensqualität. Viele Krankheitsbilder,
die ich täglich in meiner Praxis behandle, hängen unweigerlich mit der Qualität
der Nahrung und den Ernährungsgewohnheiten zusammen. So kam ich auf die
Idee, meine Erfahrungen und mein Wissen für meine Patienten und Patientinnen,
aber auch für interessierte Kollegen und Kolleginnen zusammenzufassen.
Ziel des Buches ist es, dich auf der einen Seite aufzurütteln und ein neues
Bewusstsein für Nahrung zu schaffen und dir auf der anderen Seite eine
Umstellung der Ernährung durch viele praktische Tipps und Rezepte zu
erleichtern.
Eines muss dir jedoch bewusst sein: Nachdem du dieses Buch gelesen hast, wird
nichts mehr so sein wie vorher. Du wirst erkennen, dass Nahrung eine irrsinnige
Kraft birgt. Sie kann heilen, Beschwerden lindern und dich vor Krankheiten
schützen. Aber Nahrung kann auch die Ursache für frühen Tod bedeuten. So
lernst du mit diesem Buch, selbst Verantwortung für deine Gesundheit und dein
Wohlbefinden zu übernehmen.
Ein Leitsatz von mir ist: „ZURÜCK ZUR NATUR!“
Ich möchte dich für die unglaubliche Vielfalt der Schätze an Lebensmitteln, die
die Natur für uns bereithält, begeistern. unglaublich, wie sehr wir Menschen uns
in den letzten 200 Jahren von der Natur entfernt haben. Wir beschränken uns
auf Cornflakes mit Milch, Pasta mit Cola und Schokolade als Nachtisch. Essen
kann so viel mehr bedeuten, als nur auf unser Hungergefühl zu reagieren und
unserer Verdauung zuzuführen, was wir schnell zwischen die Finger bekommen.
Die unglaubliche Vielfalt an Lebensmitteln aus der Natur wird in diesem Buch
präsentiert und gleichzeitig werden dir Möglichkeiten angeboten, diese in deine
Ernährung leicht zu integrieren. Vielleicht entdeckst du auch plötzlich die Freude
am Ausprobieren und Kreieren von neuen Gerichten. So kann Essen zu einem
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Erlebnis werden und unglaublichen Genuss bedeuten.
Nahrung dient primär der körpereigenen Energiegewinnung. In diesem Buch
erfährst du, wie stark dieser Fakt für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden
ausschlaggebend ist.
Durch verschiedene Lebensmittel und Essgewohnheiten kannst du deine dir inne
wohnenden Selbstheilungskräfte aktivieren, welche die Heilung verschiedener
chronischer Erkrankungen fördern; unter anderem:
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Diabetes
Bluthochdruck
Erhöhte Blutfettwerte
Übergewicht
Krankheitsbilder aus dem rheumatischen Formenkreis (Gicht, Arthritis,… )
Migräne
Osteoporose
Migräne
Erkrankungen innerer Organe (Sodbrennen, Geschwüre)
Blähungen, Verstopfungen
Allergien
Hauterkrankungen
Krankheiten aufgrund eines schwachen Immunsystem
In diesem Buch erfährst du die Hintergründe:
• Was ist eigentlich energiereiche Nahrung für den Menschen?
• Wie können wir durch Ernährung unsere Gesundheit und
Selbstheilungskräfte unterstützen?
• Was erleichtert uns eine Ernährungsumstellung?
• Welche Rezepte helfen bei der praktischen Umsetzung?
Nimm die Herausforderung an, um dein Leben positiv zu verändern.
Lass alten Ballast los und sei offen für das, was kommt.
Sei kritisch,überzeuge dich, nimm das Gute auf und dein Leben wird sich
dem Guten zuwenden!
Martina Felsch
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Theorie
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